Vitovalor PT2 - Verbrauchs-/ Erzeugungszahlen

  • So,

    habe mal die Zahlen in dem Excel soweit es ging ergänzt (den Energiebedarf werde ich dieses Jahr wohl noch überschreiten da die Kellerdecke und die Haustür -derzeit noch böse Kältefalle- fertig werden).


    Nach einem Gespräch mit einem netten Mitarbeiter vom technischen Dienst habe ich folgende neue Erkenntnisse:


    1.) Die Temperatur des WW Vorratsbehälters hat keinen Einfluss auf die Heizung. Der Behälter dient nur für das WW und wird nicht als Pufferspeicher für die Heizung genutzt. Sofern die BSZ läuft und Heizbedarf vorhanden ist, wird von der WW Produktion per Ventil auf Heizbetrieb umgestellt.


    Ich hatte die Funktionsweise des WW Behälters tatsächlich falsch verstanden und mich gewundert wieso der Zusatzbrenner schon ansprang, obwohl die Temperatur im Speicher immer deutlich über Vorlaufwert meiner Heizung war.


    2.) Die Temperatur des WW Speichers ist der Trigger für die BSZ. Selbst wenn Heizbedarf vorhanden ist, aber die Temperatur im WW Speicher zu hoch ist, dann startet die Brennstoffzelle nicht die Produktion. Erst wenn die Temperatur im WW Speicher soweit runter ist das die BSZ diesen über die Mindestzeit (2h?) aufladen könnte und danach der Heizbedarf festgestellt wird, kann sich die BSZ an dem Heizen beteiligen.


    Erinnert ihr Euch an die Tage an denen ich praktisch keine Produktion hatte (immer einmal in der Woche)? Ursache war wohl die eingeschaltete Hygienefunktion der Heizung. Diese war auf 22:30 Sonntag gestellt und am Montag hatte die BSZ sehr wenig Laufzeit (trotz vorhandenen Heizbedarf). Nachdem ich diese nun am Samstag deaktiviert habe, hatte ich gestern durchgehende Produktion der BSZ.


    Das Problem war das durch das Hochheizen des WW Speichers dieser über einen so langen Zeitraum (die Dämmung am Kessel scheint ordentlich zu funktionieren ;-) ) eine zu hohe Temperatur für den Start der BSZ hatte.


    Mal schauen ob ich den Zeitpunkt für die Hygienefunktion anders legen kann, wobei ich mir nicht so viele Sorgen mache, der Kessel ist nicht sooo groß und ein gewisser WW Bedarf ist ja vorhanden.


    Schöne Grüße

    Christian

  • Hallo Christian,


    -> "2.) Die Temperatur des WW Speichers ist der Trigger für die BSZ. "

    So hatte es mir Viessmann auch erklärt (nachdem die Anlage stand und bei Frost mal nicht ansprang).


    Das ist doch im Grunde idiotisch, oder? Zwei verschiedene Kreise aber nur eine Abfrage.

    WW braucht man als Berufstätiger morgens etwas mehr und vielleicht abends noch ein bischen.

    Und der WW-Speicher ist recht schnell aufgeheizt.

    (Fußboden-) Heizungsbedarf ist im Winter rund um die Uhr.


    Selbst meine simple Thermosolar-Steuerung konnte die Pumpe anschalten, wenn der WW-Speicher ODER

    der Heizungspuffer unter die "Temperatur im Kollektor auf dem Dach" ging.

    Dafür braucht es schlimmstenfalls einen 5-Euro-Fühler mehr (wenn nicht eh schon vorhanden) und

    eine zusätzliche "IF-Abfrage".


    Also warum kann Viessmann die BSZ nicht anschalten, wenn WW- oder Heizungs-Bedarfs besteht?


    Grüße,


    Martin

  • Hallo Martin,

    das Problem dürfte die zu erzielenden Mindestlaufzeit sein.

    Der akut bestehenden Heizbedarf reicht vermutlich nicht aus um diese zu garantieren.


    Wobei man ja aus der Heizhistorie evtl. ermitteln könnte ob einem kurzen oder langen benötigten Wärmebedarf für die Heizung zu rechnen ist.

    Bei einer Versorgung von Heizkörpern könnte das evtl. zu einem Problem führen (Sonneneinstrahlung -> Die Ventile machen zu -> Rücklauf hoch -> BSZ muss in den Stop gehen), bei Fußbodenheizung wohl eher weniger.

    Paaren könnte man das dann evtl. noch mit der aktuellen Aussentemperatur und ggf. einer Wetterprognose (die Heizung hat ja in der Regel wohl Internetzugang).


    Da kann man sich sicher ein paar hübsche Algorithmen ausdenken.


    Bei mir scheint allerdings die reine Regelung über den Trigger WW Speicher nicht so das Problem zu sein. Seit geraumer Zeit läuft die BSZ (bis auf die Regeneration) durch.

    Grüße

    Christian

  • Wenn man die Tabelle mal überschlägt, wir die BSZ von Christian in einem Jahr knapp 5.000 kWh Strom produzieren, wenn jetzt noch 4x500 kWh hinzukommen.


    Ist das viel? Bist Du damit zufrieden? Entspricht das dem, was Dir wer auch immer mal ausgerechnet hat?


    Und die Gretchenfrage: Würdest Du die Anlage nochmal kaufen? Weiterempfehlen?

  • Ich weiß nicht wie es bei Christian war, aber bei der 300-P (Vorgängermodell)

    hatte man mir maximal 6022 kWh pro Jahr avisiert.

    Ergibt sich aus 0,75 kWh * 22 Stunden * 365 Tage.


    Von daher könnte man 5000 kWh (also etwa 20% weniger) wohl durchaus als Erfolg feiern,

    denn wir haben im Sommer ja doch ein paar sehr warme Tage.


    Aber wie kommst Du auf 4x500, es ist November (=> 2x500) ?

  • Hmmm,


    meine Prognose fällt etwas niedriger aus:

    Da die Zelle ja jetzt anscheinend an 7 statt an 6 Tagen produziert nehme ich für die Wintermonate mal die 500 kWh an, für den Sommer nehme ich mal die von diesem Jahr ermittelten Zahlen:

    500 + 500 + 500 (Januar-März)

    415 + 370 + 105 + 94 + 91 + 200 (April - September)

    500 + 500 + 500 (Oktober - Dezember)

    damit komme ich auf 4275 kWh Produktion.


    sailor773 hatte für mich damals eine Prognose entworfen: Link zum Post


    Die Prognose war 4450 kWh.


    Die aus der derzeitigen Prognose von 4275 kWh folgende Berechnung:

    Gasverbrauch BSZ -> 4275kWh * 0,29 m³/kWh (gemittelt aus Messwerten) * 10 kWh/m³ -> 12.698kWh

    Gasverbrauch Therme -> (da rechne ich mit den 11000 kWh aus der Prognose, auch wenn es vermutlich etwas höher ausfällt)

    11000kWh - (4275kWh/0,75kWh/h*1,1kWh/h)*0,98 = 4826kWh

    17.524kWh/a * 0,05/kWh + 110/a = 986/a + 20/a Kaminfeger -> ~1006/a Kosten


    Eingesparter Strom (derzeit berechnte 62%) -> 2650


    Eingesparter Strombezug 2.670 kWh * 28 ct/kWh = 742 €
    KWK-Zulage auf EV 2.670 kWh * 4 ct/kWh = 106€
    Einspeisevergütung 1625 kWh * 3,7 ct/kWh = 60 €
    KWK-Zulage auf Einspeisung 1625 kWh * 8 ct/kWh = 130 €
    Energiesteuer-Erstattung 17,42 MWh * 5,5 €/MWh = 96 €

    Summe: 1.134 € /a Einnahmen


    Verbleibend damit 128€/Jahr + Brennstoff umsonst (Sailor hatte damals 160€/Jahr angenommen, finde das ist schon recht nah dran :-) ).

    Für mich war ja damals die Ausgangsfrage BSZ oder Wärmepumpe. Denke der ökonomische Vergleich passt immer noch.

    Immernoch liegt mir noch der ganze Abrechnungskram (Bafa, Netzbetreiber), Finanzamt etwas quer im Magen. Lasst mich da mal das erste Jahr überstehen ;-) Daher hier meine Zurückhaltung bzgl. Aussagen zu Empfehlungen an andere...


    Technisch gesehen läuft die Anlage ja einwandfrei und faszinierend finde ich die Technik auch.


  • Hi Christian,


    das ist interessant - kann ich bestätigen, Ich hatte im Aug/Sep WW-Temp auf 60 grad und keine BSZ-Laufzeit. Mir war aber nicht bewusst, dass die Temperatur „nur beim Start“ der BSZ relevant ist. Das würde bedeuten, dass man mit WW-Zeitschaltung dafür sorgen könnte, dass WW unter 45 grad geht und BSZ einschaltet (oder wie ich es nun auch final gemacht habe WW generell auf 50 grad Soll stellen).

    Interessant ist, dass Du eine recht geringe Laufzeit und Verbrauchszahl des Zusatzbrenners hinbekommst. Da würde mich interessieren, was der Hebel ist - mir fällt auf, dass ich 2 grad höhere Raumsoll-Temp und deutlich höhere Heizkennlinie habe. Vielleicht kann es sogar sein, dass meine KNX-gesteuerte Einzelraumregelung, die ab 19h alle Stellventile zudreht und um 3h morgens erst wieder aufdreht kontraproduktiv ist und durchgängige Beheizung der Räume effizienter (im Sinne von Spitzenlastbedarf) ist.

    Dein Haus scheint auch besser gedämmt zu sein....?!

    VG

    Brainee

  • Hi Brainee,


    die KNX Steuerung (abhängig von der Vorlauftemperatur sogar die ganze Einzelraumregelung) halte ich an der Stelle tatsächlich auch für Kontraproduktiv bzgl. der Laufzeit der BSZ. Durch das Schliessen der Ventile ist kein Wärmebedarf (ausser WW) vorhanden. Gleichzeitig kühlt der Estrich aus und wenn die Ventile dann wieder aufmachen ist ein spontaner relativ hoher Wärmebedarf vorhanden.

    Dann wird vermutlich deswegen der Zusatzbrenner einschalten.

    Evtl. könnte man das etwas abfangen indem man die Ventile nach und nach öffnet.

    Bei mir gibt es keine Nachtabsenkung und keine Einzelraumregelung. Die Schlafräume / Kinderzimmer sind durchgehend etwas kühler als der Rest.


    Bzgl. der Dämmung wäre ich mir nicht so sicher :-)

    Es gibt da nämlich einen Kaminofen der Abends öfter mal für 1-2 Std an ist (viel länger geht nicht, dann überhitzt der Raum, bzw. der Sitzbereich).

    Wobei wir den erst ab Mitte/Ende Oktober diesen Jahres eingebaut haben.

    Dem Kaminofen haben wir als "Erbstück" nach Hausverkauf von meinen Eltern bekommen und hat/hätte eig. eine viel zu hohe Spitzenleistung, der Ofen hat recht große Glasscheiben. Eig. sollte da was gemauertes eingebaut werden um die Amplitude von dem Kamin abzufangen und zu verlängern. Aber das Dinge war halt für Umme und schneller montiert als ein gemauerter ;-). Holz ist noch Restbestand, bzw. kommt aus dem Wald von meinen Eltern (zwar nur Nadelholz, aber hey auch das brennt).

    Die Fußbodenheizung verteilt dann nach und nach die Wärme im Haus (und die zu noch zu montierende KWL später auch).

    Vermutlich ist entweder der Wärmebedarf des restlichen Hauses aber noch so groß (oder aber die BSZ bereitet dann WW) das es nicht zum Abschalten der BSZ führt.


    Grüße

    Christian

  • Guten Abend BHKW-Gemeinde!

    (Endgültige Klarheit werden wir erst haben, wenn Diagramme aus der Heizperiode vorliegen.)

    Tja @salor773, die Heizperiode haben wir, die Log-Diagramme bringen wieder etwas mehr Klarheit bzgl. Regenerations- und Reformationsprozess. Wahrscheinlich jedoch nicht so, dass man endgültige Klarheit hat.||


    Was man sieht ist, dass die theoretisch möglichen Laufzeiten und die daraus erforderlichen Regenerationszeiten bei meiner Anlage nicht annähernd der Theorie entsprechen. Deine irgendwann mal gemachte Aussage, dass der Energieverbrauch für eine Startphase mit abnehmender Stillstandszeit abnimmt, scheint zu stimmen.


    In den ersten Logs war die elektr. Leistung relativ konstant. Leicht abnehmende Leistung mit Erhöhung der Rücklauftemperatur/Speichertemperatur. Jetzt zeigen die Logs manchmal tiefe Leistungseinbrüche. Ursprünglich dachte ich, dass dies vielleicht damit zusammenhängt, dass das Dreiwegeventil der BSZ zwischen Speicherwassererwärmung und HK-Rücklauferwärmung umschaltet. Das habe ich aber wieder verworfen, da es Perioden gibt, wo Einbrüche stattfinden, aber der Speicher geladen ist.


    Neben der unzureichende Laufzeit steht auch die Leistung nicht sehr konstant an, was den erwarteten Ertrag noch mehr schmälert.


    Ich habe zwei Log-Diagramme hier angehängt.

    • Laufzeit 1 (LZ1)
      01.11. bis 07.11.2019 (vor BSZ-Wartung und Update [Hard- und Software])
    • Laufzeit 2 (LZ2)
      13.11. bis 19.11.2019 (nach BSZ-Wartung und Update [Hard- und Software])
    LZ1 LZ2
    Theoretische Laufzeit (ohne Regenerationszeit 1,25h/d)
    7d = 159h
    7d = 159h
    Tatsächliche Laufzeit
    111h (69,8%)
    132h (83,3%)
    Starts 9 6
    Obere gemittelte Außentemperatur
    12,8°C 7,0°C
    Untere gemittelte Außentemperatur
    7,8°C 2,2°C


    Jetzt könnte einer ums Eck kommen und behaupten, die Laufzeitverlängerung basiert auf den gesunkenen Aussentemperaturen. Ich könnte dieser Behauptung nicht mal mit Fakten begegnen, da die Datenbasis dazu zu dünn ist und mir die Regelparameter unbekannt sind.


    Ich behaupte allerdings immer noch, dass die BSZ schon in der LZ1-Periode 159h hätte laufen müssen. In der Abrechnungsperiode vom 01.09.2018 bis 31.08.2019 war meine verbrauchte Energiemenge 39.142 kWh. Da gibt es als Grund fürs nicht laufen nur zu hohe Rücklauftemperatur. Die sind aber erst bei HK-Vorlauftemperaturen größer 50°C zu erwarten und die habe ich bis jetzt noch nicht gesehen. Also, woran liegts, dass keine 159h erreicht werden?


    Ohne die Außentemperaturbetrachtung sprechen die Zahlen aber erstmal dafür, dass der Update eine Laufzeitverbesserung gebracht hat.


    Ich komme aber immer noch nicht vollständig dahinter, was alles Einfluss auf die Laufzeit der BSZ hat.


    Was aber nach wie vor des Updates vorhanden ist, sind Stillstände, welche nicht einer Regeneration zu zuordnen sind. Einen solchen Stillstand hatte ich am 17.11. kurz nach 07:00Uhr. Ich sah dies und habe bewußt nicht eingegriffen, weil ich beobachten wollte, wann die BSZ wieder von selbst startet. Die obere/untere Speichertemperatur war um 14:09Uhr bei 51/50°C (WW-Soll 48°C). Das Zeitprogramm für WW war an diesem Sonntag von 08:00 bis 11:00 Uhr eingestellt. Dass die BSZ nicht wegen WW startet war somit klar. Aber die Außentemperatur war an diesem Tag zwischen 5,4 und 2,0°C. Die BSZ kann m.E. bei wesentlich höherer Außentemperatur zum HK beitragen, aber nachdem um 17:48Uhr immer noch keine BSZ lief und die Speichertemperaturen immer noch bei 49,5/46,5°C waren und die Außentemperatur irgendwo bei 4,0°C war, habe ich mich in den Keller begeben, um die BSZ von "Hand" zu starten.

    Als erstes habe ich die WW-Solltemperatur auf 50°C gesetzt. Keine Reaktion. Habe mir gedacht, dass da vielleicht ein Integral erst hochlaufen muss und habe, um das Einschalten zu beschleunigen, das WW-Zeitprogramm auf die aktuelle Zeit gestellt.

    Dadurch lief sofort die Speicherladepumpe des Brenners an. Da ich die WW-Solltemperatur auf 50°C gesetzt hatte, war der Start eine logische Auswirkung. Dies bewirkte, dass die untere Speichertemperatur sofort von 46,5°C auf 24°C absank. Der Sensor für die untere Speicherschicht war demnach gerade noch im warmen Wasser und nachdem die Speicherpumpe lief, strömte sofort kühleres Wasser von weiter unten nach.

    Ich stellte den WW_Sollwert und das Zeitprogramm wieder auf die alten Werte zurück.

    Die BSZ startet nun auf Anforderung WW, da ja die untere Speichertemperatur nun bei 24°C liegt. Mein primäres Ziel, die BSZ zu starten, war erreicht.

    Warum sie aber von 07:00 bis 18:00Uhr nicht den Rücklauf des Heizkreises unterstützte, ist mir ein Rätsel.


    Ich hänge hier auch noch Screenshots vom Betriebsstatus ein. Da kann man erkennen, dass m.E. keine zu hohe Rücklauftemperatur den Start der BSZ verhindern dürfte.

    Ich wollte nun beim nächsten BSZ-Stillstand an anderen "Schräubchen" drehen, aber nun ist erst mal wegen Fehler C2F0 (F.303) (lt. Viessmann-Community = Unterspannung am Brennstoffzellen-Stack) Schluss.


    Ich hoffe, dass ich noch vor Auslaufen des Wartungsvertrages die Startparameter der BSZ verstehe bzw längere Laufzeiten bekomme wie bei x-bommel .;)


    Bei der ganzen Beobachterei ist mir noch was aufgefallen. Die Vorlauftemperatur Weiche verändert sich am 17.11. zwischen 50 und 59°C. Die Vorlauftemperatur HK zwischen 43 und 48°C. Die Rücklauftemperatur Weiche steht wie angenagelt bei 33°C. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwo ein Stellglied im System ist, das die Temperatur so konstant halten kann. Oder täusche ich mich da?


    Vielleicht gibt es hier mal jemanden, der schon erleuchtet ist und mir mal diese Ungereimtheiten erklären kann. Wenn mir auf diesen Post hin keiner erklären kann, welche Parameter das BSZ-Dreiwegeventil dazu veranlasst auf Heizkreis umzustellen, dann werde ich mal den Viessmann-Support nerven.


    Im übrigen hat der Update dazu geführt, dass nun endlich auch die so wichtigen Rücklauftemperaturen der BSZ und der hydr. Weiche über die ViCare-App angezeigt wird.


    Auf jeden Fall habe ich auch festgestellt, das die Zahl der Vitovalor-Nutzer zunimmt, die Erklärungen für das Betriebsverhalten suchen.


    Gruß

    Loule

  • Wann das Dreiwegeventil auf Heizkreis umstellt ist für den Start der BSZ egal.

    Die Brennstoffzelle wird nur über WW Bedarf gestartet und muss dann rechnerisch für die Mindestlaufzeit (2Std?) durchlaufen können und dabei die max. Rücklauftemperatur (55°?) (und vermutlich auch die eingestellte WW Temperatur) nicht überschreiten.

    Wenn also die eig. WW Temperatur 50°C beträgt dürfte die Temperatur im Kessel z.B. 37 unten, 45 oben (im Schnitt 41) für den Start der BSZ nicht überschreiten.

    Denn um 220l Wasser von 41 auf 50 Grad zu erwärmen brauche ich ~2,3kWh Energie (und hätte damit die 2h Laufzeit bei 1,1kw therm).

    In Deinem Beispiel hatte 49/46 und war damit noch deutlich über den benötigten Temperaturen für die Laufzeit der BSZ.


    Könnte es sein das die BSZ an Heizkörpern u.U. nicht durchläuft da die Ventile an den Heizkörpern zu machen und dann der Rücklauf kurzfristig hoch geht und das 3 Wege Ventil dann auf WW umschaltet (bei dem der Sollwert aber schon erreicht ist) und somit die BSZ abschaltet?

    Danach gehen dann die Ventile irgendwann (evtl. auch kurzfristig danach) zwar wieder auf, aber die BSZ ist halt schon abgeschaltet, und schaltet halt durch fehlenden WW Bedarf nicht wieder an.

    Damit muss dann die Therme die Heizlast versorgen...


    Bei uns ist ja alles Fußbodenheizung (ohne sekundäre thermostatische Regelung). Damit läuft die Umwälzpumpe (bedingt über Aussentemperatur) 24/7 und es gibt keine kurzfristige Abregelung des Heizbedarfs durch Ventile.
    Seit dem Abschalten der Hygienefunktion läuft die BSZ voll durch (bis auf die Regenerationszeiten).

  • Wann das Dreiwegeventil auf Heizkreis umstellt ist für den Start der BSZ egal.

    Mag sein, aber wann wird es den bei Betrieb umgestellt? Wird es umgestellt, wenn die BSZ den Trinkwasserspeicher auf max. mögl. Temperatur aufgeheizt hat, oder wenn der Trinkwasserssollwert erreicht ist, oder nach einem Algorithmus des Energiemanagers, oder, oder...


    Ich stelle fest, dass der Trinkwasserspeicher immer wieder weit über Trinkwassersollwert (Soll 48°C; Ist bis zu 65°C im Okt/Nov.) geladen wird. Wozu? Um Laufzeit zu generieren könnte ich das im Sommer noch verstehen. Im Winter könnte dieses DeltaT ebenfalls zur Laufzeitgenerierung bei Immobilien verwendet werden, die eine sehr geringe Heizlast haben. Meine Heizlast ist nicht gering.


    Deshalb bin ich der Meinung, dass die BSZ auch bei geladenem Speicher starten sollte/könnte, wenn die HK-Vorlauftemperatur so ist, dass die max. BSZ-Rücklauftemperatur nicht erreicht ist/wird.


    Und wenn die BSZ den HK über die Anwärmung des Kesselrücklaufs unterstützt, warum kann dann darüber die BSZ nicht gestartet werden?

    Könnte es sein das die BSZ an Heizkörpern u.U. nicht durchläuft da die Ventile an den Heizkörpern zu machen und dann der Rücklauf kurzfristig hoch geht und das 3 Wege Ventil dann auf WW umschaltet (bei dem der Sollwert aber schon erreicht ist) und somit die BSZ abschaltet?

    Ja, könnte natürlich sein. Aber wie ich oben schon schrieb, für diesen Fall könnte von mir aus der Trinkwasserspeicher über Soll gefahren werden. Werde, wenn die BSZ wieder mal läuft, ein oder zwei Heizkörper aus der Nachabsenkung nehmen.

    Als Beispiel habe ich einen Screenshot vom 11.11. um 23:58Uhr.

    Vorlauf HK 36°C

    Rücklauf hydr. Weiche 39,5°C

    Speicher oben 52°C und BSZ aus.

    Zu diesem Zeitpunkt konnte ich zwar noch keine Rücklauftemperaturen sehen, aber ich glaube einfach nicht, dass die BSZ wegen dem Erreichen der max. Rücklauftemperatur abgeschaltet hat.

    Seit dem Abschalten der Hygienefunktion läuft die BSZ voll durch (bis auf die Regenerationszeiten).

    Du Glücklicher...:)


    Gruß

    Loule

  • Kleine Anekdote am Rande:

    Als der Viessmann-Techniker bei mir mal an der 300-P eine Reparatur durchgeführt hatte,

    hat er die Anlage mit "Energiemanager = An" zurückgelassen.


    Meine BSZ wollte daraufhin nicht mehr anspringen.

    Im Gespräch mit dem Support erwähnte ich dass wir eine PV-Anlage haben (wusste der Techniker auch),

    woraufhin der Support meinte mit PV-Anlage muss der Energiemanager ausgeschaltet sein.

    Tatsächlich sprang dann nach der Umstellung eine Weile später die BSZ an.


    Viessmann sagt durch die PV würde kein Strombedarf erkannt - woraufhin ich nur sagte,

    dass nachts keine Sonne scheint, außerdem war noch Winter (kaum PV-Ertrag).

    Und wie war das mit dem WW-Trigger ... ?

  • Die Zahlen von Mephastopheles in diesem Thread sowie die Erkenntnisse über die Mindestlaufzeit und die Warmwasser-geführte Steuerung haben mich zur Überzeugung gebracht, dass die Vitovalor PT2 für unseren Haushalt nicht das Richtige wäre.


    Nun gibt es ja noch den Dachs 0.8 und in Zukunft vielleicht eine BSZ von Remeha, beide mit größerem 300L Wasserspeicher. Ist irgendetwas dazu bekannt, ob diese Geräte sich von der Steuerung her ggf. anders verhalten? Dann würde es ja für unseren Haushalt noch ein Fünkchen Hoffnung geben...