Beiträge von Loule

    Die BSZ lief im gesamten Jahr 2019 insgesamt 7265 h, erzeugte dabei aber nur 2239 kWh Strom.

    Siehe dazu

    Zur Definition der Betriebsstunden.

    Die Vitovalor erfasst Betriebsstunden und Produktionsstunden. Die Betriebsstunden laufen, sobald der Netzschalter der BSZ eingeschaltet ist, egal ob elektrische Energie erzeugt wird oder nicht.

    Die BSZ war im Jahr 2019 7.265h eingeschaltet (Netzschalter). Während die BSZ eingeschaltet war, hat sie 3.445h elektrische Energie produziert. Setze also die 2.239 kWh erzeugte Energie in Beziehung zu 3.445h Produktionsstunden, dann sieht es besser aus. ;)


    Wenn mir jetzt mein Heizungsmann erzählt, dass die PT2 bestimmt auf 6.000 Betriebsstunden p.a. kommt, dann läuft die Stromerzeugung nur zur Hälfte?

    Die Betriebsstunden schafft er spielend, musst sie nur eingeschaltet lassen:hust:. Ob die Betriebsstunden = Produktionsstunden sind hängt von Deiner Immobilie und Deinem Wärmebedarf ab.

    Meine Brennstoffzelle hat in den Monaten Jan/Feb/Nov/Dez wegen Kinderkrankheiten nicht produziert. Zu den 3.445h kannst Du deshalb schätzungsweise ca 2.000h addieren. Damit komme ich auf ca. 5.500h.

    Also, bei meiner immobilie und mit meinem Verbrauchsverhalten sind die angegebenen 6.000h Deines Heizungsmannes nicht so verkehrt.


    Gruß

    Loule

    Zur Definition der Betriebsstunden.

    Die Vitovalor erfasst Betriebsstunden und Produktionsstunden. Die Betriebsstunden laufen, sobald der Netzschalter der BSZ eingeschaltet ist, egal ob elektrische Energie erzeugt wird oder nicht.


    Ein Punkt aus dem Vollservice-Paket:


    Leistungsumfang Vollservice-Paket

    • Zusicherung der Erzeugung von elektrischer Energie von 750W (Bedingung nach DIN EN 50465) abzüglich einer technisch bedingten Degradation (Leistungsminderung)von 20 % auf 10 Jahre mit max. 80.000 Betriebsstunden und max. 4000 Starts des Brennstoffzellenmoduls.

    Die BSZ müsste ohne zusätzliche Wartungskosten 44 Jahre laufen.

    Die Wartungskosten sind aber nicht zu vernachlässigen. Du musst wissen, dass eine Förderbedingung den Abschluss eines Vollwartungsvertrags mit einer Mindestlaufzeit von zehn Jahren voraussetzt. Die Wartungskosten für die BSZ sind nicht mit den Wartungskosten für eine Brennwerttherme vergleichbar.


    Bei Viessmann gibt es Vollservice-Pakete mit unterschiedlichem Inhalt. Grundsätzlich enthalten die Pakete eine weit reichende Funktions- und Leistungsgarantie.

    Mein Vollservice-Paket 7028354 enthält eine Wartung der BSZ nach 5 Jahren. Dabei werden kostenfrei Verschleißteile ausgetauscht. Ein Verschleißteil ist der Stack, steht zwar so nicht in der Funktions- und Leistungsgarantie drin, aber nach meinen bisherige Informationen wird der Stack nach 5 Jahren kostenfrei getauscht.

    Wenn der erste getauschte Stack ebenfalls "nur" 5 Jahre hält, dann stellt sich die Frage, was kostet solch ein Stack, wenn das Vollservice-Paket ausgelaufen ist? Auf Nachfragen erhielt ich keine befriedigende Antwort.


    Nach den heutigen Erkenntnissen gibt die BSZ nach 20 Jahren den Störungscode 09F0 aus.

    Beschreibung der Störungsursache:

    Endgültige Außerbetriebnahme erforderlich (nach 20 Jahren Betriebsdauer)


    Dies solltest Du bei Deiner Wirtschaftlichkeitsbetrachtung im Hinterkopf behalten.

    Dann ging der Fehler binnen 18 Monaten graduell auf plus 16% hoch,

    Das ist ja interessant. Im Juli 2018 war IBN der BSZ. Die Werte von Sept18 bis Nov 19 war der Gasverbrauch im Schnitt bei 87,4% vom Zählerwert des NB. Das würde sich mit Deinem Anfangswert in etwa decken. Ab Dez 19 sind es 112,3%. Wobei ich noch erwähnen muss, dass ich erst im Feb 20 den Defaultwert für die Gaszustandszahl korrigiert habe. Dadurch ergab sich aber keine Veränderung in Richtung unter 100%, was plausibel gewesen wäre.


    Von Juli 18 bis Dez 19 sind es 17 Monate. Ist sicherlich ein Zufall, denn bei mir ging es nicht graduell sondern im Nov 19 waren 82,5% und im Dez 19 waren es plötzlich 109,7% und ist auf das Hard- und Softwareupgrade im Nov 19 zurückzuführen.


    Zeigt jedenfalls, dass die Verbrauchsberechnung im Vitotwin und Vitovalor nur Daumenwerte erzeugt und es über die Jahre nicht besser wird. :cursing:


    Für die Meldung beim HZA bringe ich daher auf die Ablesewerte einen Korrekturfaktor von 0,865 an.

    Du bist halt einfach ein Guter und kein Hoeneß.:thumbup:Hochachtung!

    Habe hier wieder die aktuellste Datei "PT2-Wertevergleich" hochgeladen.


    Es wäre schön, wenn noch weitere Vergleichsdaten hinzukommen würden. Wenn jemand eine Exceltabelle nicht bearbeiten kann, so übernehme ich gerne die hier im Forum formlos übermittelten Daten in die Tabelle. Wie das aussehen könnte, zeigt der Themeneröffner Mestapholes jeden Monat im Post #1.


    Die Summe der Gasverbräuche von Brennstoffzelle und Spitzenlastkessel übersteigen seit Dez 2019 den Zählerwert des Netzbetreibers. Bei der Interpretation meines Gasverbrauchs dies bitte berücksichtigen.


    Haben andere PT2-Nutzer ebenfalls dieses Phänomen?


    Wenn der Zähler des NB falsch zählt, dann kann das noch recht lange so bleiben. :D


    Gruß

    Loule

    Hallo Marco1981,


    entweder bist Du in der Zeile verrutscht oder Du hast Werte für den April vergessen.


    Hätte noch eine Bitte. Kannst Du das nächste Mal in die Spalte AB nicht die Betriebsstunden des Brenners, sondern die Laufzeit des Brenners eintragen?


    In der nächsten Tabelle werde ich noch eine Spalte für die WW-Menge eintragen, da es für die Wirtschaftlichkeitsberechnung (Laufzeiten im Sommer) wichtig ist. Wäre schön, wenn Du auch da Deine Werte zur Verfügung stellen würdest.


    Im Voraus besten Dank.


    Gruß

    Loule

    Hallo bon_scott!


    Insbesondere die Werte von MA könnten m.E. interessant sein, allerdings fehlen da eben noch viele Werte

    Die PT2 von Marco1981 wurde erst im Oktober 2019 in Betrieb genommen und deswegen sind da noch nicht viele Werte vorhanden und im April hat er die Gasverbrauchswerte vergessen. Es ist allerdings ein ZFH mit wesentlich mehr beheizter Fläche im Gegensatz zu Dir. Wenn das noch stimmt, was in der Tabelle steht, fährt er eine Heizkennline von 1,1 mit Niveau 11. Das entspricht 39°C Vorlauf bei einer Aussentemperatur von +20°C und bei 0°C ist es ein Vorlauf von 64°C. Insofern geb ich Dir recht, dass es mit Deiner Vorlauftemperatur von 70°C am ehesten zu vergleichen ist. Es wundert mich allerdings ein bisschen, dass er bei diesen hohen Vorlauftemperaturen trotzdem diese Laufzeiten erreicht.


    Hätte bei dieser Kennlinie vermutet, dass die BSZ öfters wegen Überschreitung der Rücklauftemperatur abschaltet.

    Vermutlich hat er eine andere hydraulische Anbindung als ich.


    im Vergleich zu deinen Werten ist der Verbrauch an Gas von MA doch deutlich erhöht

    Der höhere Gasverbrauch liegt daran, dass er im Gegensatz zur mir eine Warmwasserzirkulation hat und er fährt höhere Raum- und WW-Temperaturen. Muss ja eine Auswirkung auf den Gasverbrauch haben.


    Gruß

    Loule

    Sei gegrüßt Sailor!

    Besser wäre es aber natürlich, wenn man die Tabelle mit echten Laufzeiten und Verbrauchsdaten "eichen" könnte.

    Das finde ich gut. :thumbup: Da macht es gleich nochmal mehr Spass die Tabelle zu pflegen.

    Ich hoffe, dass die anderen PT2-Nutzer diese Tabelle auch weiterhin regelmäßig befüllen. Es würde mich auch freuen, wenn so der eine oder andere PT2-Nutzer noch hinzukommen würde.

    a) Da sind ein paar Werte drin, die ich nicht verstehe, z.B. Stromerzeugung im März 2020 = 670 kWh:

    Das sind h [Stromerzeugung BSZ in h (pro Monat)], keine kWh.


    b) Kannst Du eine Schätzung zu Eurem Warmwasserverbrauch geben (wie viel und wie warm)?

    Mein Warmwasserverbrauch entsteht aktuell durch 5 Erwachsene und 2 Kindern (4/0,5 Jahre). Die Warmwassermenge wird von mir jeden Monat erfasst. Im Schnitt waren das im Jahr 2019 5,6m³ (5 Erw./1 Kind).

    Der Maxwert mit 6,9m³ war im März.

    Der Minwert mit 4,7m³ im August.


    Der Sollwert (gilt für ca. die Hälfte des Speichers = 110Liter und wird durch Spitzenlastkessel geladen) ist auf 48°C eingestellt. Die BSZ lädt den unteren Teil des Speichers immer dann, wenn der Heizkreis keine Wärme abnimmt bzw. die Rücklauftempereratur > 48°C und die untere Speichertemperatur < 55°C ist. Überschreitet die untere Speichertemperatur die obere, dann wird durch die BSZ der komplette Speicher mit 220 Liter über Schwerkraft geladen, bis die Rücklauftemperatur BSZ > 50°C ist. Dann erreicht der WW-Speicher auch über 60°C.

    Ist also recht schwierig die Energiemenge zu bestimmen.


    Kann man bei der Vitovalor durch Einstellung einer größeren Spreizung bei den TWW-Temperaturen eine besseres Laufzeitverhalten erreichen?

    Im Prinzip nein. Wenn man aber den Sollwert für den oberen Speicher herunter nimmt, bleibt mehr deltaT zum Erwärmen für die BSZ übrig. Ist wieder das Thema Komforteinbusen unter Vitovalor PT2 - Verbrauchs-/ Erzeugungszahlen von Beitrag #162 bis #182.


    Ich habe in der Viessmann-Community versucht herauszufinden, warum der eingestellte Sollwert für die oberen Speichertemperatur nie erreicht wird. Die Auskunft war dort, dass es eine feste Hysterese von 4K gibt. Das ungewöhnliche ist, dass die Einschalttemperatur für den Spitzenlastkessel bei Solltemperatur minus 8K und die Ausschalttemperatur bei Solltemperatur minus 4K liegt. Warum das so ist, habe ich nicht hinterfragt. Das heißt aber für die Berechnung der Wärmemenge darf nicht die Solltemperatur genommen werden, sondern Solltemperatur minus 6K.


    Und einen Sollwert für die BSZ gibt es nicht. Die lädt den Speicher nur, wenn keine Heizkreisanforderung ansteht (im Sommer halt immer) und wenn die Temperatur so sind wie oben beschrieben und das so lange, bis die Rücklauftemperatur überschritten wird.


    Ich werde mal eine weitere Spalte mit dem Warmwasserverbrauch in die Tabelle einpflegen. Vielleicht wird die von den PT2-Nutzern auch befüllt. Ich wollte auch schon die erforderliche Energiemenge näherungsweise errechnen. Meine Motivation war aber noch nicht groß genug.


    In dieser Hinsicht waren bei der Vitotwin alle Informationen da. Die Menge der Betriebsdaten, die Möglichkeit des Loggings, die Einflussnahme auf das Betriebsverhalten über mehrere Parameter vermisse ich bei der PT2 schon sehr. Bei der 300P war zumindest dass Logging vorhanden. Jetzt fliegt man fast blind und die wenigen Daten über die Vicare sind teilweise auch noch unplausibel. Hab aber keine Lust mehr am Feldtest teilzunehmen.


    Gruß

    Loule

    Hallo bon_scott!

    Mich würde interessieren welche Werte für die Stromerzeugung übers Jahr bzw. über die "8 kalten" und "4 warmen" realistisch sind und welcher Anteil realistischerweise als Eigenbedarf gerechnet werden kann.

    Neben Sailors Werten kannst Du auch hier Werte sehen.

    Prüfe, ob die dazugehörigen Immobilien und Nutzer mit Deiner/Dir vergleichbar sind.


    Über diesen Link 9441 906 - 3 DE 05/2018 lädst Du Dir ein Viessmann Prospekt herunter. Ab Seite 25 werden auch Vitovalor Erzeugungszahlen über ein Jahr dargestellt.

    Ich halte Sailors Werte vor allem im Sommer für zu optimistisch.


    Sie läuft nicht mit geringerer Last durch, sondern schaltet sich einmal am Tag für mehrere Stunden ab.

    Sorry Sailor,


    ist so nicht ganz richtig. Sie läuft so lange, wie der WW-Speicher Wärme aufnehmen kann und schaltet sich dann ab. Wenn der Warmwasserverbrauch so ist, dass wieder eine 2-stündige Laufzeit möglich ist, dann schaltet sie sich wieder ein.


    Rein theoretisch könnte bei entsprechender Warmwasserentnahme die untere Hälfte des WW-Speichers schon in Minuten wieder die Startbedingung (Temperaturdifferenz oben zu unten) erreicht haben. Somit könnte die BSZ in ca. 1h wieder hochgelaufen sein. Das habe ich zwar noch nicht ausprobiert, aber aus dem theoretischen Verständnis heraus ist das möglich. Dies macht sie aber maximal 2 Mal in 24h.

    Die obere Speicherhälfte lädt der Spitzenlastkessel/Brenner/Therme nach eingestelltem Sollwert. Die untere Speicherhälfte lädt die BSZ bis die Rücklauftemperatur >50°C ist. Das gibt eine Speichertemperatu von über 60°C. Deshalb auch die Empfehlung in der Planungsanleitung einen Verbrühungsschutz einzubauen.


    Gruß

    Loule

    Hallo Marmai,

    schau mal hier.


    Im Post #1 haste vielleicht einen Ansatz zu möglichen Laufzeiten. Diese wurden von mir in die angehängte Tabelle eingetragen.

    Im Post #106 gibt es weitere Vergleichswerte.


    In der unten angehängten, leider lückenhafte Tabelle, findest Du ebenfalls Werte. Dort findest Du Werte von Mestapholes und Brainee, deren Immobilie am ehesten mit Deiner vergleichbar sind. Aber beachte bei Brainee, dass da noch ein Pool vorhanden ist.


    Diese Daten geben Dir vielleicht eher ein Gefühl für die zu erwartenden Laufzeiten.


    Gruß

    Loule