Beiträge von Loule

    Hallo 300P!


    Freut mich für Dich, dass Du wieder zufrieden bist. Hoffe das hält lange an. Die Aussage vom Servicetechniker war, dass die 300P recht wenig von dem Fehler betroffen ist.

    Selbst Teile wie die Leitungen und das 3-Wege-Ventil zum Auffüllen / Ablassen des internen Kreislaufwassers wurde auf NiRo umgerüstet.


    Das wäre allerdings für mich ein Indiz, dass sie auch schon bei der 300P das Ausgasen von CO2 aus irgenwelchen Plastikteilen eliminieren wollten. Wenn das Plastik aber gegen Edelstahl ausgetauscht wurde und der Fehler trotzdem nicht verschwand, dann kommt das Gas wohl woanders her. Bei der Zerlegung des Erdgases entsteht ja CO und CO2. Das wäre für mich plausibler, jedenfalls hab bisher noch nie gehört, dass aus Plastik CO2 ausgast. Aber man bleibt ja sein Leben lang lernfähig.


    Da der Service-Techniker die unterschiedliche Fehlerhäufigkeit zwischen 300P und PT2 hauptsächlich auf die unterschiedlichen DI-Kartuschen zurückführte, kann ich nun dieser Aussage auch nicht mehr so recht trauen.

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist Deine 300P jetzt ca. 5 Jahre alt. Hoffe für Dich, dass nicht alle 5 Jahre ein Stacktausch ansteht, oder kann man davon ausgehen, dass der Stack eine Montagsproduktion war und der Jetzige am Dienstag produziert wurde und dafür läuft er nun 20 Jahre?


    Mit dem jetzigen Vollservice-Vertrag kann ich das alles noch entspannt sehen, aber was ist danach? Das beantwortet aktuell noch keiner.


    Diese Fragen habe ich in der Viessmann-Community gestellt.

    1. Wie viele PT2-Anlagen wurden bis einschließlich 2020 verkauft?
    2. Wie viele dieser PT2-Anlagen haben/hatten den Fehler C2F0?
    3. Sind die 300P-Anlagen ebenfalls von diesem sporadischen Fehler C2F0 betroffen?
    4. Gibt es bestimmte Anlagenkonstellationen, bei denen der Fehler häufiger auftritt, als bei anderen?
    5. Hat Viessmann/Panasonic den Fehler C2F0; F.303 bei Anlagen, bei denen eine bauseitige Ursache ausgeschlossen ist, nun eindeutig lokalisiert?
    6. Wird der Tausch der DI-Patrone, vielleicht auch im Zusammenhang mit einem Software-Update, den sporadischen Ausfall endgültig beseitigen?

    Bisher von Viessmann keine Reaktion dazu.


    Es bleibt weiterhin spannend.


    Gruß

    Loule

    >>>>>Fortführung von Beitrag #46.<<<<<<<

    Fortsetzung am 13.04.2021 erstellt.

    Jedenfalls lassen die aktuellen Laufzeiten vermuten, dass die Feldentwicklung sich seinem Ende nähert. Das Abenteuer ist nun vielleicht vorbei und der Alltag kehrt hoffentlich für eine längere Zeitspanne ein. Bleibt abzuwarten, ob es zum Ende des 10-jährigen Service-Vertrages nochmal spannend wird.


    Meine obigen Aussage muss ich revidieren. Die Feldentwicklung ist noch nicht vorbei. Und die Zeitspanne bis zur nächsten Fehlermeldung war mit 29 Tagen doch sehr kurz.

    • 28.01.2021 23:44 Fehlermeldung F.303; C2F0 (Seit IBN der 6. Ausfall mit dieser Meldung)
      Bis zu diesem Ausfall ist sie allerdings recht optimal gelaufen. Von 623 möglichen Produktionsstunden bis 28.01. ist sie 619h gelaufen.

    • 13.04.2021 Kundendiensteinsatz Viessmann
      75 Tage von Fehlermeldung bis zum Serviceeinsatz
      Ausfallentschädigung soll diesmal ohne Zutun des HB ausbezahlt werden.

      Bei diesem Service-Einsatz wurde die DI-Kartusche getauscht und die BSZ erhielt ein weiteres Software-Update.

    Das Gespräch mit dem Servicetechniker hat für mich weitere Erkenntnisse gebracht.


    Zitat aus der Viessmann-Community:

    "Kurzum steht die konstruktiv geänderte DI-Kartusche zur Verfügung, wird sofort ein Auftrag erzeugt und eine Instandsetzung eingeleitet. Das Fehlerbild C2F0 wird definitiv dann der Vergangenheit angehören."


    Heute wurde die DI-Kartusche gegen eine Neue getauscht. Habe jetzt versäumt zu fragen, ob dies eine konstruktiv geänderte DI-Kartusche ist. Äußerlich sah sie genauso aus wie die Alte. Jedenfalls fragte ich, ob das Fehlerbild C2F0 nun Vergangenheit ist?

    Er erklärte, dass nun die Ursache für den Ausfall gefunden sei. Die Ursache ist eine chemische Reaktion im DI-Kreis welche dafür sorgt, dass sich ein Gas bildet (vermutlich CO2). Diese Gaseinschlüsse im DI-Kreis führen dazu, dass die Leistung der Brennstoffzelle schwankt/einbricht. Wenn diese Leistungsschwankungen häufig (4/d) auftreten, dann wird die BSZ mit dem Fehler F.303; C2F0 abgeschaltet.

    Es ist aber nicht klar, welche Stoffe zu dieser Gasbildung führen. Deshalb hat er auch angekündigt, dass eine finaler Einsatz erfolgen wird, wenn der Verursacher der "CO2-Produktion" gefunden wurde.


    Dies bedeutet aber eigentlich, dass alle BSZ von Panasonic früher oder später dieses Fehlerbild zeigen müssten. Er entgegnete daraufhin, dass in der 300P eine andere DI-Katusche verbaut wäre und auch sonst etwas anderst konstruiert wurde. Die PT2 sei da etwas "abgespeckt" worden.


    Dann müssten doch alle PT2 früher oder später diesen Fehler haben, war meine nächste Frage? Hierzu entgegnete er, dass dies noch nicht eindeutig geklärt sei, aber vermutlich spielt auch ein häufiges Umschalten zwischen Heizkreis und Brauchwasserspeicher evtl eine Rolle, also alle Anlagen, bei denen die Rücklauftemperatur von 50 °C öfters erreicht werden. Diese Vermutung hatte ich im Beitrag #45

    Ich war immer wieder der Auffassung, dass die Ursache in den tieferen Außentemperaturen = hohen VL-/RL-Temperaturen liegt.

    auch schon mal geäußert.


    Dies scheint auch meine Umfrage in der Viessmann-Community zu bestätigen.

    Hallo HB18,


    mach ich gerne.


    Das Viessmann-Forum ist voll von entäuschten BSZ-Besitzern, weil die sich zuvor zu wenig mit dem Thema auseinandergesetzt haben und sich dann hinterher wundern, dass die erwarteten Produktionsstunden nicht erreicht werden. Deshalb finde ich es gut, dass Du Dich hier zusätzlich schlau machst.

    Die beiden sagen, dass die Rücklauftemperatur geregelt werden kann. Selbst bei 60 Grad Vorlauftemperatur, wäre die max. Rücklauftemperatur 46 Grad, was unproblematisch wäre.

    Auch mit dieser Aussage bin ich nicht einverstanden. Bin zwar kein HB, aber soweit verstehe ich die Zusammenhänge. Die Rücklauftemperatur kann nicht geregelt werden, da sie sich in Abhängigkeit der Vorlauftemperatur und der Wärmeabnahme über die Heizkörper zwangsläufig einstellt.

    Desweiteren wäre die Frage, ob die Spreizung 60/46 ein theoretischer oder tatsächlicher Wert ist?

    Die VL-/RL-Temperatur wäre aus der statischen Betrachtung für die BSZ ok. Wie ich aber bereits im Post #6 aus http://www.energie-experten.org zitiert habe, wird es beim täglichen Betrieb wahrscheinlich mehrmals vorkommen, dass die Rücklauftemperatur 50 °C erreicht. Dann schaltet die BSZ ab und wenn der Speicher bei der PT2 durchgeschichtet ist und die WW-Entnahme nicht ausreichend gegeben ist kann es lange dauern bis die BSZ wieder startet. Diese Pausen sind oft ein Thema in der Viessmann-Community, deshalb gehe ich so ausführlich auf das Thema ein.

    Um Dir diese Überraschung zu ersparen, habe ich den der Vorschlag gemacht, die Rücklauftemperaturen bei möglichst niedrigeren Außentemperaturen über eine Woche aufzuzeichnen.


    Kann ich mal fragen aber besteht dann nicht die gleiche Problematik? Was ist dann anders?

    Der Pufferspeicher würde dafür sorgen, dass eine Erhöhung der Rücklauftemperatur durch geschlossene Heizkörperthermostate sich nicht unmittelbar auf die Rücklauftemperatur der BSZ auswirken.


    Gruß

    Loule

    OK, dann ist es schwierig aus der Ferne zu antworten.


    Wurde Dir eine PT2 oder PA2 angeboten? Welche Hydraulikschemas liegen den Angeboten zu Grunde? Sind die Angebote vergleichbar? Stell sie doch mal hier ein.


    Ich habe mich mal bei Tante Google über eine Einrohrheizung schlau gemacht und es scheint tatsächlich in Bezug der Rücklauftemperaturen problematisch zu sein.

    Auszug aus obigem Link:

    In Einrohrheizungen mit den bereits erwähnten Bypass-Schaltungen kommt es zudem zu folgendem Nachteil: Das Heizungswasser strömt auch hier stetig durch die Rohre. Ist ein Heizkörper nicht zugeschaltet, sprich: sein Ventil geschossen, so dass er kalt bleibt, kommt zu heißes Wasser als Rücklauf zurück. Im Fachjargon spricht man dann von einer zu geringen Temperaturspreizung (Vorlauf: heiß, Rücklauf: abgekühlt). ..... Moderne Komponenten, zum Beispiel Brennwertgeräte, kommen mit hohen Rücklauftemperaturen auch schlecht klar. Ebenso wenig wie Heizungspumpen, die sich selbst regulieren können: Da ein einfaches Einrohrsystem, das nicht optimal reguliert ist, durchgehend unter Hochdruck gefahren wird (maximale Pumpenleistung).


    Die unterschiedlichen Auffassungen der HB stört mich etwas.:/ Im besten Fall sollten alle HB zum gleichen Ergebnis kommen.:glaskugel:

    1 HB sagt: bei Einrohrheizung ist die Rücklauftemperatur zu hoch und die BSZ wird häufig nicht oder gar nicht anspringen.

    Diese Aussage stimmt nicht.

    Die BSZ startet nicht in Abhängigkeit der Rücklauftemperatur. Zu hohe Rücklauftemperatur schaltet sie ab. Der Start ist bei inaktivem Energiemanager ausschließlich abhängig von den Temperaturen des Brauchwasserspeichers. Sollte die Rücklauftemperatur aus dem Heizkreis nach dem Start zu hoch sein, dann wird "nur" der Speicher auf ca. 50 °C durch die BSZ geladen. Bringt in Summe aber nicht genügend Produktionsstunden.


    1 HB will aus diesem Grund kein Angebot abgeben.

    Wenn er kein Angebot legt, weil er sich vor Ort davon überzeugt hat, dass mit Deinem Heizkreis die erforderliche niedrige Rücklauftemperatur nicht erreichbar ist, dann ist das aus meiner Sicht in Ordnung.


    Bleiben also noch zwei HB, die Dir die BSZ einbauen würden. Frage diese HB mal, wieviel Produktionsstunden sie erwarten. Wenn sie dazu eine Aussage machen, dann sollte das mit im Auftrag festgeschrieben werden. Das werden Sie aber vermutlich nicht machen.

    Eine weitere Möglichkeit wäre, dass Du vor Auftragsvergabe die Rücklauftemperatur mit einem externen Meßsystem erfasst oder am Besten von einem der angefragten HB machen lässt. Das wäre aus meiner Sicht die einzige verlässliche Methode, um zu einer vernüftigen Entscheidung zu kommen.


    Vielleicht gibt es auch noch die Möglichkeit ohne Komforteinbusen mit niedrigerer VL-Temperatur zu fahren. Ein weitere Möglichkeit wäre eine PA2 mit einem externen Pufferspeicher. Aber gerade diese Möglichkeiten sollten die HB draufhaben.


    Gruß

    Loule

    >>>>>Fortführung von Beitrag #43.<<<<<<<

    Habe noch versucht herauszufinden, bei welchen Konstellationen dieser Fehler verstärkt auftritt, Gerätegeneration in Verbindung mit Immobilie, Anlagenkonstellation, Verbraucherverhalten, etc. Bin da nicht groß weitergekommen, da die Information im Viessmann-Forum zu ungenau waren. Auch hier im Forum wurde zum ersten Mal bei einer 300P dieser Fehler erwähnt, die bereits jahrelang gut in Betrieb war.

    Ursachenbeschreibung aus der Service- und Montageanleitung:


    • Luft-Abgas-System prüfen auf:
      – Abgasrezirkulation
      – Undichtheit
    • Zuluftweg prüfen auf:
      – Abgasansaugung durch nicht eingehaltene Kaminabstände, z. B. durch Wärmeerzeugung für feste Brennstoffe
      – Ausgasung/Verunreinigungen im Zuluftsystem (z. B. Silikone, Öle, Lacke, Reinigungsmittel, Ablagerungen etc.)
    • In der Viessmann-Community tauchen noch folgende Stichworte auf:
      – mangelnde Gasversorgung
      – Filter Zuluft
      – Modifikation Wasserstoffzuführung
      – Erhöhung des Gasfließdruckes


    Vom Servicetechniker habe ich noch die Information, dass ein starker Temperaturwechsel, wie er z.B. bei der Umschaltung von Heizkreis auf kalten Speicher entsteht dazu führen kann, dass dadurch Leistungsschwankungen entstehen, die zu einer Unterspannung führen. Nach mehrmaligem Leistungseinbruch wird dann die BSZ mit dieser Fehlermeldung abgeschaltet.


    All die zuvor genannten Faktoren führen anscheinend dazu, dass die Nennleistung der BSZ nicht im Normbereich bleibt, bzw. schwankt und dann zum Fehler F.303; C2F0 führt.


    Offensichtlich führen viele Dinge zu dem Fehler C2F0. Da drängt sich auf, dass für die Überwachung des Brennstoffzellenprozesses weitere Prozessgrössen erfasst werden sollten, um die Prozessstörungen besser lokalisieren zu können. Denn aktuell tauchen immer wieder und immer noch diese Fehlermeldungen im Viessmann-Forum auf.


    Zusammengefasst wurden bei mir folgende Maßnahmen in Bezug F.303; C2F0 durchgeführt:


    • 1. Ausfall
      Parameter angepasst, Software-Update BSZ und ich nehme an, dass die Zuluft- und Abluftwege geprüft und für gut befunden wurden, da in diesem Bereich nichts gemacht wurde.
    • 2. Ausfall
      Parameter angepasst, DI-Wasser getauscht und DI-Filter geprüft. Auch hier nehme ich an, dass die Zuluft- und Abluftwege geprüft und ohne Befund waren.
    • 3. Ausfall
      Einbau modifizierte Wasserstoffzuführung. Auch hier nehme ich wieder an, dass Mängel an der Zuluft und Abluft ausgeschlossen waren.
    • 4. Ausfall
      Software-Update BSZ und Umrichter.
    • 5. Ausfall
      Austausch DI-Wasser und Zuluftfilter für die BSZ.

    Ich war immer wieder der Auffassung, dass die Ursache in den tieferen Außentemperaturen = hohen VL-/RL-Temperaturen liegt. Davon stand aber nichts in der Fehlerbeschreibung von Viessmann.


    Schon beim ersten Gespräch mit dem Service-Techniker zum C2F0-Fehler waren die hohen Rücklauftemperaturen das Thema. Er hatte zwar 2019 Systemparameter angepasst, aber der Fehler tauchte dennoch wieder auf. Da ich nach dem 4. Ausfall die hohen Rücklauftemperaturen immer noch im Verdacht hatte, habe ich mich mal mit der hydraulischen Weiche näher beschäftigt und meinen Heizkreis genauer unter die Lupe genommen. Dabei habe ich gelernt, dass ein größerer Volumenstrom des Primärkreises gegenüber dem Sekundärkreis die Rücklauftemperatur im Primärkreis ansteigen lässt. Der primäre Volumenstrom wurde auf ca. 450 l/h reduziert. Was mich heute wundert ist, dass er sich in dem Zusammenhang nicht den sekundären Volumenstrom angeschaut hat.


    Mir ließ das Thema also keine Ruhe.


    Da ich den sekundären Volumenstrom nicht kannte, habe ich mir das Datenblatt der Heizkreispumpe näher angeschaut. Die konnte in einem Förderhöhenbereich von 0,5 bis 4,0 m einen konstanten Volumenstrom zwischen 0 und 3.000 l/h liefern. Da ich nicht wusste, auf welchen Wert ich Einstellen sollte, kramte ich die Unterlage zum hydraulischen Abgleich heraus und stellte fest, dass die sekundäre Heizkreispumpe viel zu hoch eingestellt war. Sie sollte nach der Unterlage auf eine Förderhöhe von 1 m eingestellt sein, sie lief aber mit 3 m. Die Schätzeisen über der Heizkreispumpe zeigten eine Temperaturspreizung zwischen VL/RL von 2-3 K an. Ab diesem Zeitpunkt dämmerte mir, dass diese falsche Einstellung auch zu den miserablen Laufzeiten beigetragen hat. Ich stellte die Förderhöhe auf 1 m ein. Die Spreizung war nun je nach Außentemperatur zwischen 6 – 12 K, Die Leistungsaufnahme reduzierte sich von 20 auf 7 W.


    Ich denke, dass auch diese Maßnahme dazu beiträgt, dass die BSZ stabiler läuft. Aus meiner Sicht haben der HB und Viessmann es während der Inbetriebnahme versäumt, die sekundäre Heizkreispumpe auf die erforderlichen Werte einzustellen.


    Es ist für mich absolut nicht zu erkennen, was letztendlich dazu geführt hat, dass sie jetzt durchläuft. Nach dem letzten Software-Update lief die BSZ nicht mal 24h. Erst mit dem Tausch des DI-Wassers und des Zuluftfilters läuft die BSZ nun auch unter 0 °C störungsfrei. Da frage ich mich, warum wurde es nicht schon früher gemacht oder warum tritt der Fehler trotz der Updates auf?


    Ich denke auch, dass mit den Hard- und Softwareanpassungen in Bezug Laufzeitoptimierung die Systemgrenzen enger gesetzt wurden und damit rückten die Schwankungen näher an die Grenzen und führten vielleicht auch dadurch zu gehäuften Abschaltungen.


    Jedenfalls lassen die aktuellen Laufzeiten vermuten, dass die Feldentwicklung sich seinem Ende nähert. Das Abenteuer ist nun vielleicht vorbei und der Alltag kehrt hoffentlich für eine längere Zeitspanne ein. Bleibt abzuwarten, ob es zum Ende des 10-jährigen Service-Vertrages nochmal spannend wird.


    Gruß

    Loule


    >>>>>Fortführung im Beitrag #47.<<<<<<<

    >>>>>Fortführung von Beitrag #20.<<<<<<<


    Fortsetzung am 19.01.2021 erstellt.


    Seit dem letzten Post sind nun 9 Monate vergangen und es ging ein Jahr zu Ende. Da die letzten 9 Monate auch in Bezug meiner hocheffizienten Heizungsanlage nicht langweilig waren ist das für mich Grund genug, weiter über das Abenteuer zu berichten.

    • 24.06.2020 Gaszählertausch durch Netzbetreiber
      Vor dem Gaszählertausch habe ich die Warmwasserbereitung und die Brennstoffzelle über das Bedienpanel ausgeschaltet. Die Anlage habe ich stromseitig nicht vom Netz getrennt.
      Nach dem Zählertausch stand dann die Fehlermeldung F.296;A8F0 an. Über die Viessmann-Community habe ich nach den Möglichkeiten für eine Fehlerquittierung gefragt.
      Per Mail wurde mir dann eine Entstör-Anleitung zugesandt.
      Ich hatte anschließend noch die Frage gestellt, ob ich die Störung durch eine stromseitige Netztrennung hätte vermeiden können. Die Antwort war:
      Das vorsorgliche runterfahren und ausschalten von Brennstoffzelle sowie Gas-Brennwertgerät hätte bei dem "Zählertausch" vermutlich auch das Fehlerbild generiert. Bei Demontage des alten und Montage des neuen Gaszählers entweicht der Gasdruck zur Vitovalor und Luft aus der Atmosphäre kann in das Leitungssystem gelangen.
      Gelernt habe ich daraus, dass ich bei Arbeiten an der Gasversorgung zukünftig die Anlage stromseitig abschalten werde und zusätzlich den Gashahn an der Vitovalor schließe.
      Damit sollte sich die Fehlermeldung umgehen lassen. Wenn nicht…. Ich weiß jetzt ja, wie man sie wieder löscht.
      ^^
    • 12.08.2020 Kundendiensteinsatz Viessmann
      Heute wurde entsprechend dem Vollservicevertrag die 2. Wartung des Brenners durchgeführt.
      Zusätzlich erhielten die
      A-Platine
      V-Platine
      der Brennstoffzelle einen Firmware-Update.

      Ich erwähne das, weil hier im Forum schon mehrmals darüber gesprochen wurde „nur“ den für die Förderung erforderlichen Servicevertrag bei Viessmann abzuschließen und die Wartung für den Spitzenlastkessel durch irgendeinen HB durchführen zu lassen.
      In diesem Fall kommt man dann nicht in den Genuss, dass der Servicetechniker bei der Wartung für das Gasbrennwertgerät auch mal schnell einen Software-Update für die BSZ macht.
      Ich habe leider nicht gefragt, aus welchem Grund das Update gemacht wurde und was es bewirkt. Damit ist der „Genuss“ allerdings nicht bewertbar.

    • xx.09.2020 Unterbrechung gemeinsamer Rücklauftemperatursensor
      Am 24. September habe ich im Gerätestatus der ViCare-App gesehen, dass kein Wert für die Rücklauftemperatur hydraulische Weiche angezeigt wird.

      Daraufhin habe ich das Menü „Mitteilungen“ geöffnet und konnte sehen, dass der Sensor am 12., 13. und 24.11. 18 Mal kurzzeitige Unterbrechungen hatte.
      Gemessener Widerstandswert des Sensors war aber plausibel. Steckkontakt am Sensor und an der Regler-Platine geprüft, abgesteckt und wieder aufgesteckt.

      Der Fehler ist seither nicht mehr aufgetreten.

      Bei dieser Fehlersuche habe ich festgestellt, dass es einen Zeitversatz von 2 Minuten zwischen ViCare und Vitovalor gibt.

      Ist nicht weltbewegend, aber unschön und passt zu den bisherigen Erfahrungen mit dem System.

      Habe das Thema Customer Care geschildert. Keine Rückmeldung dazu erhalten. Hatte zuvor noch sichergestellt, dass die Systemzeiten PT2, App und Router von der gleichen Quelle kommen.

    • 11.11.2020 06:46 Fehlermeldung F.303; C2F0 (Seit IBN der 4. Ausfall mit dieser Meldung)
      Ist ja schon etwas makaber, dass ausgerechnet zum 11.11. diese Fehlermeldung wiederauftaucht.
      Die Laufzeiten nach dem „Upgrade Laufzeitoptimierung“ im Februar sahen für April und Mai vielversprechend aus. Im Sommer bis einschließlich September war das wegen fehlender Wärmeabnahme nicht eindeutig festzustellen. Im Oktober ging dann die Post ab. Von 749 Betriebsstunden wurde 709 Stunden produziert. Das ist für meine Anlage nach fast 2,5 Jahren das erste Mal, dass sie einen Monat lang durchlief.
      Die Ernüchterung kam dann mit dem 11.11.

      Angekündigt hat sich das am 10.11.


      Am 11.11. war dann Schicht im Schacht.


      Mail über ViCare an den Heizungsbauer, damit er Viessmann zur Störungsbeseitigung beauftragt.
      Am 16.11. erste Kontaktaufnahme durch Viessmann. Den Anruf habe ich leider verpasst. Am 17.11. hat es dann geklappt. Termin wurde auf den 24.11. vereinbart. Am 18.11. Terminkorrektur, da ein Softwareupdate erforderlich ist, das noch nicht verfügbar ist. Termin auf 07 12. vereinbart.
    • 07.12.2020 Kundendiensteinsatz Viessmann
      26 Tage von Fehlermeldung bis zum Serviceeinsatz

      Ausfallentschädigung erhalten!


      Großes Hallo beim Eintreffen des Servicetechnikers. Man kennt sich ja inzwischen. ^^
      Die Brennstoffzelle wurde entstört. Es wurden mögliche Ursachen an Hand einer Prüfliste abgearbeitet. Gesamtbefund = negativ.
      Ein weiterer Firmwareupdate 1.7 auf A-Platine der BSZ und ein erster Firmwareupdate auf Umrichter. Diese Updates wurden speziell wegen dem Fehler C2F0 gemacht.
      Versucht, dem Servicetechniker zur Ursache so viel Informationen wie möglich zu entlocken. Keine Chance. Panasonic hält da anscheinend so den Deckel drauf, dass selbst Viessmänner nichts sagen können,….. vielleicht auch nichts sagen wollen.
    • 08.12.2020 03:40 Fehlermeldung F.303; C2F0 (Seit IBN der 5. Ausfall mit dieser Meldung)

      :cursing:FRUSTRIEREND

    • 30.12.2020 Kundendiensteinsatz Viessmann
      22 Tage von Fehlermeldung bis zum Serviceeinsatz
      Ausfallentschädigung erhalten!

      Die Brennstoffzelle wurde entstört. Es wurden mögliche Ursachen an Hand einer Prüfliste abgearbeitet. Gesamtbefund = negativ.

      Mit dem Servicetechniker wurde diesmal ausführlich über mögliche bauseitige Fehlerursachen gesprochen. Wieder die Aussage, dass keine Auffälligkeiten vorhanden sind. Auch speziell auf die Frage, ob Immobilien mit hohen Rücklauftemperaturen diesen Fehler häufiger zu erwarten haben oder solche Immobilien nicht für eine PT2 geeignet sind hat er geantwortet, dass das die BSZ können muss. Diesmal hat er sogar vom Heizungsraum Bilder gemacht. Angeblich um zu dokumentieren, dass aus der Beschaffenheit und Nutzung des Heizungsraumes keine Ursache für diesen Fehler vorhanden ist.

    >>>>>Fortführung im Beitrag #45.<<<<<<<

    Hallo michaelschun,

    seit ich eine PV-Anlage habe, habe in unserer Waschküche ein Entfeuchtungsgerät (siehe Anhang) eingesetzt, weil ich für den Betrieb keine Kosten mehr habe.


    Da Du geizig bist;), ist es vielleicht für die einmalige Enfeuchtung Deines Heizungsraumes etwas zu teuer. Es gibt ja aber auch andere Einsatzmöglichkeiten oder Du verkaufst es wieder.


    Gruß

    Loule

    Hallo HB18,

    schließe mich den Ausführungen von 300P an.

    Hier kannst Du meine Geschichte lesen. Ist sicherlich nicht repräsentativ. Wird demnächst mit den Erlebnissen und Erkenntnissen aus diesem Jahr vervollständigt. Diese Beiträge sind für Dich vielleicht auch noch interessant.


    weiß hier jemand etwas über die Inhalte des Wartungsvertrages

    Es gibt mehrere Servicepakete mit unterschiedlichem Inhalt. Das Servicepaket im Anhang hat die Artikelnummer 7028354.


    Beide haben gesagt, dass sie das machen, aber mich auf sehr große Schwierigkeiten mit dem Viessmann-Kundendienst hingewiesen. Im Telegrammstil hat sich das so angehört: schlechte Verfügbarkeit am Telefon, unfreundlicher Ton der Hotline, lange Wartezeiten am Telefon, langes Warten auf den Kundendienst, Kunden frieren, weil Kundendienst nicht kommt und ähnliches.

    Das möchte ich folgendes sagen:

    1. Dein Ansprechpartner ist der HB mit dem Du auch den Vertrag abschließt. Insoweit hast Du mit Viessmann "nur" die Anrufe von Viessmann zur Terminvereinbarung entgegenzunehmen. Der HB sollte dann derjehnige sein, welcher sich dann mit den oben erwähnten Schwierigkeiten herumschlagen muss.
    2. Es ist richtig, dass die Verfügbarkeit am Telefon nicht die Beste ist. Ich würde die aber nicht so einstufen, dass sie aus den Service-Hotlines negativ herausragen würde.
    3. Einen unfreundlichen Ton habe ich nicht erlebt.
    4. Langes Warten am Telefon ist richtig. Siehe 2.
    5. Langes Warten ist richtig. Die Performance ist in dieser Hinsicht nicht die Beste. Bei meiner vorherigen Heizung von Viessmann habe ich mehr als 20 Jahre nimand von Viessmann gesehen. Ich bin mir auch relativ sicher, dass eine einfache Brennwerttherme egal von welcher Firma nicht diesen Support wie eine BSZ benötigt. Insofern ist es richtig, sich vorher darüber Gedanken zu machen.
    6. Ich habe nie gefroren, obwohl die BSZ regelmäßig im Winter ausfiel. Die intgrierte Brennwerttherme versieht klaglos ihren Dienst, auch wenn die BSZ nicht läuft.


    hohe Ausfallquote der Brennstoffzelle.

    Ja, ich hatte/habe eine hohe Ausfallquote. Wie schon erwähnt: Ist sicherlich nicht repräsentativ.


    Wenn Du meine und andere Geschichten hier liest, wirst Du wahrscheinlich noch weniger geneigt sein, Dir diese H E I Z U N G ins Haus zu holen. Aber Vorsicht, in solchen Foren findest Du meistens negative Ereignisse. Die mit stressfreien Heizungen findest Du hier seltener. Wenn Du 20 Jahre Deine Ruhe haben willst, wenig technikinteressiert bist und nur warm haben willst, rate ich Dir von jeder Neuentwicklung ab. Bei allen Widrigkeiten bereue ich diesen Schritt jedenfalls nicht. Mein HB und Viessmann haben sich mir gegenüber immer sehr kulant verhalten.

    Man muss auch sehr differenziert mit pauschalen Aussagen umgehen. Frag mal die zwei HB nach deren Referenzprojekten mit PT2 oder PA2 in deren/Deiner Umgebung, dann kannst Du mit den Endverbraucher reden und Dir selbst ein Bild machen. Die Anmerkungen von 300P zu HB, Elektrikern (kann man aus Forenbeiträgen herauslesen) und Verhältniss Panasonic/Viessmann kann ich ebenfalls bestätigen.

    Ich habe heute zu einem Servicetechniker gesagt, Viessmann soll sich von der Abhängigkeit Panasonic lösen und eine eigene BSZ entwickeln.8)


    Übrigens:

    Ich habe irgendwo gelesen, dass in Japan 200.000 dieser Panasonic Brennstoffzellen laufen sollen. Ist so natürlich nicht nachprüfbar. In Europa sollen es 10.000 sein. Ist ebenfalls nicht nachprüfbar. Die 200.00 hatten mich Mitte 2018 etwas beruhigt. Mir war aber trotzdem klar, dass ich in Deutschland Neuland betrete, obwohl Viessmann bereits 2014 schon die 300P im Einsatz hatte.


    Gruß

    Loule

    Das liest Du völlig richtig.


    Das M-Bus-Gateway muss her, es sei denn, da hat sich eine Änderung zu den bisherigen PT2`s ergeben. Da musst Du mal Deinen HB fragen, warum das nicht mitbestellt wurde bzw. vielleicht war es auch nur nicht in der Lieferung enthalten.


    In meinem damaligen Angebot war das Gateway zwar nicht als separate Position aufgeführt, aber im großen Angebotstext zur Vitovalor enthalten.

    Hallo 300P,


    klasse Frage. Eindeutige Antwort: "Nein!":cursing:


    Service-Einsatz am 07.12. war ..... "normal"!?. Entstören, Software-Update für BSZ und Umrichter und alles ist wieder gut.


    Versuche dabei immer soviel Informationen wie möglich aus der Nase zu ziehen. Ich komme mit meiner 2,5-jährigen Erfahrung so langsam aber in die Richtung, dass eine Vitovalor für Immobilien mit ein Heizkurfe > 1,0 nicht geeignet sind. Mit dieser Aussage habe ich den Servicetechniker konfrontiert und der hat gesagt, dass die Vitovalor das können muss.


    Dann warte ich mal, ob sie von 2021 auf 2022 über den Winter durchläuft.


    Allerdings erwarte ich nicht, dass dies geschied, denn einenTag später stand sie mit C2F0 schon wieder.


    Habe dies sofort an meinen HB mit dem entsprechenden Nachdruck gemeldet. Hatte einen Rückruf von Viessmann und eine Terminabsprache für den heutigen Freitag. Am Mittwoch dann einen Anruf, ob der Termin auf den Donnerstag vorverlegt werden könnte. War begeistert, wie das flutscht. Am Donnerstag morgen dann die Ernüchterung...., sie wollen den Zuluftfilter tauschen und merken am Donnerstag morgen, dass der Luftfilter nicht verfügbar ist. Am Montage, den 14.12. wollen sie mit mir in Kontakt treten, wie es weiter geht.


    Ich werde noch wie angekündigt das Abenteuer weiter schildern, aber ich will den nächsten Einsatz noch abwarten.

    Zusammengefasst (mit dem Stress / immer wieder neuen Erlebnissen der dritten Art beim Netzbetreiber / Hauptzollamt / Unternehmemsgründung / Steuerabenteuer / Finanzamt / Energieberater / Schornsteinfeger / Elektriker / Messtellenbetreiber / Eichamt / etc. + usw.) würd ich aber niemals einem Normalsterblichen persönlich empfehlen sich eine solche Anlage in den Keller zu stellen.

    Mit dieser Aussage bin ich völlig bei Dir. Ich würde es nur dahingehend relativieren, dass es für einen Normalsterblichen mit einer Heizkurve > 1.0 nicht zu empfehlen ist.


    Vielleicht muss ich irgendwann zurückrudern, aber wenn es denn so sein sollte, dann mache ich das gerne.


    Übrigens habe ich gestern die Mitteilung bekommen, dass meine Anlage auf die Viessmann Leitwarte aufgeschaltet wurde. Dies hat mich dann gleich dazu veranlasst dort nachzufragen, ob ich nun wie die 300P-Nutzer die Möglichkeit habe, über ein Web-Interface meine Anlagendaten abzurufen. Antwort war "Nein". Schade.


    Ein Grund für die Aufschaltung ist:

    - Langzeitbeobachtung durch Viessmann zur Anlagenoptimierung oder Ursachenanalyse


    Da bin ich doch mal gespannt, ob das dann dazu beiträgt, dass das rumgestochere endlich aufhört und die wirkliche Urache gefunden wird, denn bei mir ist es nun der 5. Ausfall mit C2F0. Die bisher gezeigten Maßnahmen machen sicherlich Sinn, aber keine hat bisher verhindert, dass diese Fehlermeldung nicht mehr auftaucht. Wenn nun die letzte Maßnahme ist, die Zuluftfilter zu tauschen, obwohl ich da Deine Argumente anführen würde, dann ist alles gut, aber wie bereits gesagt, mir fehlt der Glaube und entweder wissen sie (Panasonic) es tatsächlich nicht, oder sie behalten es für sich.


    Gruß

    Loule