Beiträge von Mestapholes

    Hi Brainee,


    die KNX Steuerung (abhängig von der Vorlauftemperatur sogar die ganze Einzelraumregelung) halte ich an der Stelle tatsächlich auch für Kontraproduktiv bzgl. der Laufzeit der BSZ. Durch das Schliessen der Ventile ist kein Wärmebedarf (ausser WW) vorhanden. Gleichzeitig kühlt der Estrich aus und wenn die Ventile dann wieder aufmachen ist ein spontaner relativ hoher Wärmebedarf vorhanden.

    Dann wird vermutlich deswegen der Zusatzbrenner einschalten.

    Evtl. könnte man das etwas abfangen indem man die Ventile nach und nach öffnet.

    Bei mir gibt es keine Nachtabsenkung und keine Einzelraumregelung. Die Schlafräume / Kinderzimmer sind durchgehend etwas kühler als der Rest.


    Bzgl. der Dämmung wäre ich mir nicht so sicher :-)

    Es gibt da nämlich einen Kaminofen der Abends öfter mal für 1-2 Std an ist (viel länger geht nicht, dann überhitzt der Raum, bzw. der Sitzbereich).

    Wobei wir den erst ab Mitte/Ende Oktober diesen Jahres eingebaut haben.

    Dem Kaminofen haben wir als "Erbstück" nach Hausverkauf von meinen Eltern bekommen und hat/hätte eig. eine viel zu hohe Spitzenleistung, der Ofen hat recht große Glasscheiben. Eig. sollte da was gemauertes eingebaut werden um die Amplitude von dem Kamin abzufangen und zu verlängern. Aber das Dinge war halt für Umme und schneller montiert als ein gemauerter ;-). Holz ist noch Restbestand, bzw. kommt aus dem Wald von meinen Eltern (zwar nur Nadelholz, aber hey auch das brennt).

    Die Fußbodenheizung verteilt dann nach und nach die Wärme im Haus (und die zu noch zu montierende KWL später auch).

    Vermutlich ist entweder der Wärmebedarf des restlichen Hauses aber noch so groß (oder aber die BSZ bereitet dann WW) das es nicht zum Abschalten der BSZ führt.


    Grüße

    Christian

    Leider kenne ich die genaue Einschalttemperatur für die BSZ nicht.

    Es ist aber so das diese über die untere Temperatur geregelt wird (oder beide Temperaturen im Kessel, bin mir da nicht sicher).


    Wenn die BSZ hier nicht genügend Laufzeit prognostiziert (glaube es waren 2 Std), dann springt die nicht an, auch wenn der Wärmebedarf der Heizung vorhanden ist. Wenn das WW gestern irgendwann stark aufgeheizt wurde und kein Verbrauch/Verluste im Kessel für die benötigte niedrige Temperatur sorgen, bleibt die Zelle aus.

    Wenn die BSZ gestartet ist, beteiligt die sich an der Heizung. Der Heizbedarf wird aber nicht zum Einschalten benutzt.


    45 Grad klingt noch recht hoch, wobei ich wie gesagt nicht die Funktion kenne über welche die prognostizierte Laufzeit berechnet.

    Bleibt nichts anderes übrig als zu warten oder WW zu verbrauchen... :saint:

    Hmmm,


    meine Prognose fällt etwas niedriger aus:

    Da die Zelle ja jetzt anscheinend an 7 statt an 6 Tagen produziert nehme ich für die Wintermonate mal die 500 kWh an, für den Sommer nehme ich mal die von diesem Jahr ermittelten Zahlen:

    500 + 500 + 500 (Januar-März)

    415 + 370 + 105 + 94 + 91 + 200 (April - September)

    500 + 500 + 500 (Oktober - Dezember)

    damit komme ich auf 4275 kWh Produktion.


    sailor773 hatte für mich damals eine Prognose entworfen: Link zum Post


    Die Prognose war 4450 kWh.


    Die aus der derzeitigen Prognose von 4275 kWh folgende Berechnung:

    Gasverbrauch BSZ -> 4275kWh * 0,29 m³/kWh (gemittelt aus Messwerten) * 10 kWh/m³ -> 12.698kWh

    Gasverbrauch Therme -> (da rechne ich mit den 11000 kWh aus der Prognose, auch wenn es vermutlich etwas höher ausfällt)

    11000kWh - (4275kWh/0,75kWh/h*1,1kWh/h)*0,98 = 4826kWh

    17.524kWh/a * 0,05/kWh + 110/a = 986/a + 20/a Kaminfeger -> ~1006/a Kosten


    Eingesparter Strom (derzeit berechnte 62%) -> 2650


    Eingesparter Strombezug 2.670 kWh * 28 ct/kWh = 742 €
    KWK-Zulage auf EV 2.670 kWh * 4 ct/kWh = 106€
    Einspeisevergütung 1625 kWh * 3,7 ct/kWh = 60 €
    KWK-Zulage auf Einspeisung 1625 kWh * 8 ct/kWh = 130 €
    Energiesteuer-Erstattung 17,42 MWh * 5,5 €/MWh = 96 €

    Summe: 1.134 € /a Einnahmen


    Verbleibend damit 128€/Jahr + Brennstoff umsonst (Sailor hatte damals 160€/Jahr angenommen, finde das ist schon recht nah dran :-) ).

    Für mich war ja damals die Ausgangsfrage BSZ oder Wärmepumpe. Denke der ökonomische Vergleich passt immer noch.

    Immernoch liegt mir noch der ganze Abrechnungskram (Bafa, Netzbetreiber), Finanzamt etwas quer im Magen. Lasst mich da mal das erste Jahr überstehen ;-) Daher hier meine Zurückhaltung bzgl. Aussagen zu Empfehlungen an andere...


    Technisch gesehen läuft die Anlage ja einwandfrei und faszinierend finde ich die Technik auch.

    ...welches Anmelden meinst Du da? Das bei der Bafa oder MaStR?


    Ich mein schon die Anmeldung bei der Bafa. Da gab es ja das vereinfachte Online Verfahren...


    Die Anmeldung bei dem MaStR habe ich als recht einfach in Erinnerung. Wer weiß ob ich das richtig gemacht habe (zumindest habe ich es nach bestem Wissen und Gewissen gemacht) :-/

    Zumindest steht die Anlage als registriert im Portal und ich habe seit März nichts mehr davon gehört.


    Als ich die Änderung der Anmeldung von der Bafa gelesen habe, hätte mit ja vor Freude in den Allerwertesten beißen können. Meine Anlage ging ja Mitte/Ende März in Betrieb. Umgestellt wurde ja Anfang April. Hätte ich die Anmeldung mal direkt gemacht X(;)


    Dann werde ich wohl mal telefonieren müssen. Oder halt einfach in den sauren Apfel beißen und das schriftliche Verfahren wählen und 150 Euro Gebühren bezahlen...

    Hallo Martin,

    das Problem dürfte die zu erzielenden Mindestlaufzeit sein.

    Der akut bestehenden Heizbedarf reicht vermutlich nicht aus um diese zu garantieren.


    Wobei man ja aus der Heizhistorie evtl. ermitteln könnte ob einem kurzen oder langen benötigten Wärmebedarf für die Heizung zu rechnen ist.

    Bei einer Versorgung von Heizkörpern könnte das evtl. zu einem Problem führen (Sonneneinstrahlung -> Die Ventile machen zu -> Rücklauf hoch -> BSZ muss in den Stop gehen), bei Fußbodenheizung wohl eher weniger.

    Paaren könnte man das dann evtl. noch mit der aktuellen Aussentemperatur und ggf. einer Wetterprognose (die Heizung hat ja in der Regel wohl Internetzugang).


    Da kann man sich sicher ein paar hübsche Algorithmen ausdenken.


    Bei mir scheint allerdings die reine Regelung über den Trigger WW Speicher nicht so das Problem zu sein. Seit geraumer Zeit läuft die BSZ (bis auf die Regeneration) durch.

    Grüße

    Christian

    Hallo,


    da sich ja bisher nichts an der Situation geändert hat, würde ich ganz gern hier nochmal nachhaken...

    Sofern ich meine Anlage dieses Jahr nicht mehr anmelde (Frist ist ja bis Dezember nächsten Jahres), wie funktioniert dann die Abrechnung mit dem Stromnetzbetreiber?

    Würde ggf. zunächst die Auszahlung ohne den KWK Zuschlag erfolgen und dann ggf. rückwirkend bezahlt werden?

    Muss ich irgendwas mit dem Netzbetreiber noch innerhalb diesen Jahres abklären?

    Sollte ich mal mit der Bafa Kontakt aufnehmen?


    Möchte nur nicht das ich mir durch Inaktivität selbst ein Bein stelle...

    Grüße

    Christian

    So,

    habe mal die Zahlen in dem Excel soweit es ging ergänzt (den Energiebedarf werde ich dieses Jahr wohl noch überschreiten da die Kellerdecke und die Haustür -derzeit noch böse Kältefalle- fertig werden).


    Nach einem Gespräch mit einem netten Mitarbeiter vom technischen Dienst habe ich folgende neue Erkenntnisse:


    1.) Die Temperatur des WW Vorratsbehälters hat keinen Einfluss auf die Heizung. Der Behälter dient nur für das WW und wird nicht als Pufferspeicher für die Heizung genutzt. Sofern die BSZ läuft und Heizbedarf vorhanden ist, wird von der WW Produktion per Ventil auf Heizbetrieb umgestellt.


    Ich hatte die Funktionsweise des WW Behälters tatsächlich falsch verstanden und mich gewundert wieso der Zusatzbrenner schon ansprang, obwohl die Temperatur im Speicher immer deutlich über Vorlaufwert meiner Heizung war.


    2.) Die Temperatur des WW Speichers ist der Trigger für die BSZ. Selbst wenn Heizbedarf vorhanden ist, aber die Temperatur im WW Speicher zu hoch ist, dann startet die Brennstoffzelle nicht die Produktion. Erst wenn die Temperatur im WW Speicher soweit runter ist das die BSZ diesen über die Mindestzeit (2h?) aufladen könnte und danach der Heizbedarf festgestellt wird, kann sich die BSZ an dem Heizen beteiligen.


    Erinnert ihr Euch an die Tage an denen ich praktisch keine Produktion hatte (immer einmal in der Woche)? Ursache war wohl die eingeschaltete Hygienefunktion der Heizung. Diese war auf 22:30 Sonntag gestellt und am Montag hatte die BSZ sehr wenig Laufzeit (trotz vorhandenen Heizbedarf). Nachdem ich diese nun am Samstag deaktiviert habe, hatte ich gestern durchgehende Produktion der BSZ.


    Das Problem war das durch das Hochheizen des WW Speichers dieser über einen so langen Zeitraum (die Dämmung am Kessel scheint ordentlich zu funktionieren ;-) ) eine zu hohe Temperatur für den Start der BSZ hatte.


    Mal schauen ob ich den Zeitpunkt für die Hygienefunktion anders legen kann, wobei ich mir nicht so viele Sorgen mache, der Kessel ist nicht sooo groß und ein gewisser WW Bedarf ist ja vorhanden.


    Schöne Grüße

    Christian

    Darf ich fragen (da es zugegeben etwas faul ist nicht selbst zu suchen) wie ein E-Auto preislich angesiedelt ist im Verhältniss zu einem entsprechnd gleichen Modell mit Diesel / Benzin Motor?

    Du hast ja evtl. aktuelle Zahlen.

    Gefühlt war bei meinen sehr oberflächlichen Vergleichen das E-Auto immer deutlich teurer als vergleichbar fossil angetriebene (wobei ich mich da auch nie vertieft habe bzgl. Förderung, etc...).

    Danke für Eure Rückmeldungen.

    Das mit dem Gebläse hatte ich zunächst falsch interpretiert, mir ist der Bezug zum Schornstein nicht aufgefallen (so gesehen ergibt das halt auffallend Sinn).


    Bzgl. des Brennwerteffekts dachte ich das durch die erhöhte Leistung halt nicht die gesamte Abgaswärme umgesetzt werden kann. Ist aber wie von Dir beschrieben der Wärmetauscher tatsächlich groß genug dürfte es wohl egal sein.


    Dann scheint das ja alles so in Ordnung zu sein. Wieso wird dann z.B. im HTD Forum eig. immer so auf dem Takten von den Geräten rumgeritten (mal von Wärmepumpen abgesehen)?

    Bzgl. der Modulation und den Brennerstarts habe ich mal im Viessmann Forum nachgefragt:


    >>>

    Dabei ist mir aufgefallen das die Modulation des Brennwertgerätes sich meines Erachtens nicht richtig verhält.

    Wenn die Brennstoffzelle die benötigte Temperatur nicht schafft, dann schaltet sich das Brennwertgerät zu, allerdings bei 46% Modulation. Nach einiger Zeit geht das Brennwertgerät dann aus, um sich nach einiger Zeit wieder bei 46% Modulation einzuschalten.

    Sollte nicht die Modulation so gewählt werden dass diese dauerhaft in einem niedrigen Prozentbereich liegt?

    <<<


    Darauf ist folgende Antwort gekommen:

    >>>

    Hallo Mestapholes,
    ich kann mir vorstellen, dass die Ein- und Ausschaltbedingungen des Brenners den einen oder anderen Betreiber irritieren werden. Die Besonderheit ist ein sehr spezielles Integralverfahren. Die erhöhte Modulation des Spitzenlastbrenners resultiert aus einer aktiven Brennstoffzelle. Kurzum, startet das Gebläse der Brennstoffzelle, wird die Leistung vom Spitzenlastkessel angehoben. Die Anhebung dient zur Flammenstabilisierung, wo die minimale Teillast dann bei ca. 7 kW Brennerleistung liegen wird. Entgegen den gewohnten Brennerhysteresen bei bisherigen Wärmeerzeugern gibt es im Heizkreisregelbetrieb bei der Vitovalor PT2 keine „festen“ Ein- und Ausschalttemperaturen des Brenners, sodass Sollwerte bewusst überfahren oder unterfahren werden.

    <<<


    Beeinflusst das Gebläse der Brennstoffzelle den Spitzlastbrenner? Irgendwie finde ich die Antwort etwas merkwürdig.

    Wird durch dieses Verhalten nicht der Brennwert des Spitzenlastbrenners niedriger als er sein könnte? Überall wird versucht das Takten der Heizung zu vermeiden und hier wird es einfach hingenommen?


    Ohne aktiver Brennstoffzelle fährt die Spitzenlasttherme tatsächlich auch mal mit 9% durch die Gegend, wobei ich meine mehr oder weniger direkt vorher 93% gesehen zu haben (ohne WW Entnahme).


    Aber das ist halt alles ohne vernünftiges Logging nicht richtig nachvollziehbar :-(


    Grüße

    Christian

    Danke fürs Fragen.


    Irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen das die Daten nicht bei Viessmann gesammelt werden.

    Unternehmen sind da eig. wie Kraken. Was man bekommen kann nimmt und behält man.


    Aber es ist halt wie es ist...


    Ob man wohl den Bus zwischen Datenzähler und Heizung parallel abgreifen kann?

    Leider ist der Code der ViCare App obfuskiert... Mal gucken ob man anders an die Daten rankommt :/

    Grüße

    Christian