BHKW und Wärmepumpe funktionieren zusamen!

  • Moin,


    da uns "Überschußstrom per Heizstab Vernichter" unser User Bernd Schlueter über Monate ein schlechtes Gewissen eingetrichtert hat, habe ich mich entschlossen da kurzerhand etwas gegen zu tun :P
    Seit letzter Woche werkelt nun eine Inverter Luft-Wasser-Wärmepumpe parallel zum Dachs. Immer wenn der Dachs läuft wird die Wärmepumpe angeschmissen und ein Teil des meist überschüssigen Stroms darin verheizt. Da die Wärmepumpe eine therm. Leistung von 7kW hat und hierbei zwischen 2500 und 3000W Strom aufnimmt, ist meist noch Überschuss vorhanden der weiterhin über einen Heizstab vernichtet wird. Dieser hält die Einspeisung und den Bezug auf Null, vernichtet also nur noch die Differenz.
    Da das Wetter zum Testen momentan sehr gut ist konnte ich das letzte Woche schön testen, läuft perfekt.


    Wen es interessiert, hier die Liveansicht . Um Historien anzusehen einfach auf die Anzeigewerte klicken.


    Ich hoffe Bernd ist nun zufrieden :D


    Gruß
    Tom

  • Coole Sache! Photovoltaik, Solarthermie, BHKW und Wärmepumpe... jetzt fehlt nur noch ein in die Steuerung eingebundener Pelletofen fürs Wohnzimmer :D


    Bei uns laufen die Heizstäbe nur mit, wenn das BHKW sonst zwischen 0 und 6 Uhr - oder wenn die PV tagsüber den Strombedarf deckt - laufen müsste, weil in den Zeitspannen kaum Eigenverbrauch des BHKW-Stroms besteht und dann der Betrieb natürlich unwirtschaftlich ist. Jetzt im Sommer braucht es aber nur etwa 7 bis 9 Stunden Laufzeit am Tag. Diese Betriebsstunden wiederum lassen sich gut in die frühen Morgenstunden und zwischen 18 und 24 Uhr aufteilen. Dazwischen summt ja wieder die Photovoltaik :)


    Von Januar bis März waren es bei uns 1.330 kWh für die Heizstäbe. Ansosnten konnte das BHKW den Wärmebedarf gut decken, ohne zu ungünstigen Zeiten laufen zu müssen. Da rechnet sich noch keine Wärmepumpe :)

  • Zitat

    Photovoltaik, Solarthermie, BHKW und Wärmepumpe... jetzt fehlt nur noch
    ein in die Steuerung eingebundener Pelletofen fürs Wohnzimmer

    Nee, so Holzzeug kommt mir nicht in die Bude, macht zuviel Arbeit und da bin ich Allergisch gegen :D


    PV-Strom ist ja dann die nächste Sache was 2020 auf mich zukommt, da sind meine beiden ersten Anlagen 4,32kWp aus dem EEG und 2004 die dritte mit 2,1kWp. Hab dann Überschussstrom ohne Ende, wird dann alles in der Wärmepumpe und Heizstab zu Nutzwärme umgewandelt, denke nicht das man dann noch was bekommt für den Strom (Börsenpreis von bis dahin 2Cent vielleicht). Bis dahin hoffe ich auch das Batteriespeicher erschwinglich und damit wirtschaftlich sind.
    Ansonsten fällt mir nix mehr ein was ich noch einbauen könnte ;(


    Zitat

    Jetzt im Sommer braucht es aber nur etwa 7 bis 9 Stunden Laufzeit am
    Tag. Diese Betriebsstunden wiederum lassen sich gut in die frühen
    Morgenstunden und zwischen 18 und 24 Uhr aufteilen. Dazwischen summt ja
    wieder die Photovoltaik

    Mit entsprechender Regelungstechnik kann man das ja entsprechend steuern und optimieren. Muß jetzt auch erstmal Erfahrung sammeln wie ich die Anlage nun am besten Betreibe, deshalb jetzt auch der ganze Aufwand.
    Pumpe habe ich sehr günstig bekommen, ansonsten wäre mir das alles zu teuer gewesen :P


    Gruß
    Tom

  • Bis dahin hoffe ich auch das Batteriespeicher erschwinglich und damit wirtschaftlich sind.
    Ansonsten fällt mir nix mehr ein was ich noch einbauen könnte ;(


    Ja, auf Batteriespeicher warten wir alle :S Doch anstatt dass die Hersteller da etwas zu vernünftigen Preisen mit Blei oder NiMH-Akkus anbieten, müssen es ganz teure LiIon- oder gar LiPo-Zellen sein, damit man das ganze samt unnötigem Touchscreen auch noch an die Wand hängen kann. Das ganze führt natürlich zu Preisen, die zur Unwirtschaftlichkeit führen :thumbdown: Bastler wie unser hololoy oder jetzt auch Bernd bauen dann etwas mit alten Staplerbatterien... Mal sehen, ich würde einfach abwarten. Irgendwann wird es sowas fertig zu kaufen geben. :sleeping: In der nächsten Energiedepesche wird es einen Bericht zum Thema geben.


    Mit entsprechender Regelungstechnik kann man das ja entsprechend steuern und optimieren. Muß jetzt auch erstmal Erfahrung sammeln wie ich die Anlage nun am besten Betreibe


    Ja, ich habe einfach die Stromverbrauchskurven angesehen und Zeiten vergeben. Wenn jetzt natürlich ein paar Wolken aufziehen, wird Strom zugekauft, aber da das BHKW eh nicht mehr Stunden laufen kann, lohnt keine Echtzeiterkennung. Denn selbst wenn aus 30 kWp dann nur 1 oder 2 kW rauskommen, ist es besser diese tagsüber zu nutzen, als das BHKW anzuschmeißen, was dann Abends nicht mehr laufen kann, weil die Speicher voll wären. Wobei es manchmal schon vorkommt, dass das BHKW trotz PV-Strom tagsüber wegen Wärmebedarf starten muss, wenn am Wochenende die Mieter bei dem Wetter das baden anfangen. Die Alternative wäre den Spitzenlastkessel (65 Prozent Wirkungsgrad bei reinem WW-Betrieb mit heißen Rücklauf) wieder freizugeben oder PV-Strom (15 Cent) zu verheizen... was alles auch nicht lohnt für die paar kWh wegen BHKW-Stromangebotes nicht selbst verbrauchten PV-Strom.

  • Tom - ich hätte da doch noch paar Idee'n für dich : Dir pustet bei der Objektlage bestimmt öfter viel Wind um die Ecken...? Und vielleicht fließt auch noch ein kleines Bächlein in der Nähe...Hast schon mal "probegebohrt", was so dein Erdreich unter dir hergeben könnte ? Bist doch sonst nicht so einfallslos... :D
    (Bei mir sind leider Felsen drunter, der Wind säuselt nutzbar bestenfalls über's ca. 20 m hohe Flachdach und da grauselt's den Denkmalschutz... Bächlein hätte ich zwar, aber erst in ca. 500 m Entfernung - und LWP ist auch geprüft worden, alles schon untersucht ! Für mich fällt mir da ebend nix mehr ein, höchstens noch das Laufrad mit 1.000 Chinesen drin - aber da spricht wohl die menschliche Moral dagegen) :S
    Da "arbeite" ich viel lieber mit meinen "Vaillant-Freunden" am stromgeführten Betriebsmodus... :cursing:

  • Windkraft hatte ich schon, musste ich wegen Nachbar wieder abbauen, fühlte sich belästigt (sitzt ca. 3-4 mal im Jahr auf seiner Terasse). Ist Beamter und wurde wohl beim Beamtenschlaf gestört :D Da kam aber auch nicht viel runter, war fürn Ar..ch.
    Wasser ist nicht, unter uns ist Fels, deshalb schaut auch der Keller ein Stück raus.
    Dachte schon an Geothermie, werde mir das nächste Woche live auf Island ansehen, mal sehen wie dick die Erdkruste hier ist ;)

  • Moin moin Tom,


    Gratulation zur Wärmepumpe, aber es ist wieder ein Dachs, passt in jedes Haus. Wenn er in Betrieb ist, passt nur die Leistung nicht zum Stromverbrauch der Bewohner. Somit hast Du Geld für die Heizstäbe und Wärmepumpe samt Erweiterung der Steuerung ausgegeben, um Verluste durch gefallene EEX-Preise zu kompensieren. Bei der Investition des Dachs lag der EEX-Preis bei 0,06 € und eine Überproduktion und Netzeinspeisung mit KWK-Zuschlag rechnete sich. Aber heute braucht man fast keine Grundlast im Stromnetz. Dank der Investition vieler Kleinanlagenbetreiber sind selbst die Großkraftwerke schon unwirtschaftlich. Somit ist der Treibstoff für den Dachs teurer als der Erlös aus dem Überschussstromverkauf.


    Güße aus Neuendorf


    Claus-H.

  • Moin,


    das ist ja das Problem.
    Ich habe inn den letzten 10 Jahren ca. 7000€ mit dem Dachs erwirtschaftet, aber nur weil ich alles selbst gemacht habe bisher. Aus der PV mache ich auch nur Plus. Diese Überschüsse habe ich in immer bessere Anlagentechnik und stromsparende Geräte gesteckt.
    Als nun die 10 Jahre für den Dachs rum waren, habe ich lange überlegt was ich mache. Wollte den eigentlich rausschmeissen und auf Pellets gehen. Habe mir Angebote machen lassen, die waren abartig. Kessel mit Puffer usw. 20000€ + Eigenleistumg und Bunker, da hört der Spaß auf. Selbst wenn ich beim Betrieb mit dem Dachs im Jahr zwischen 500-800€ draufzahle, kann ich da fast 40 Jahre dafür weiterheizen.
    Nun nutze ich den Strom selbst, im letzten Jahr seit Inbetriebnahme der neuen Heizung sind 5400kWh durch den Heizstab gejagt worden, das entspricht also ca. 500l Heizöl. Durch die Wärmepumpe wird das min. verdoppelt werden und die Laufzeit Dachs weiter gesenkt.
    Dann habe ich die Wärmepumpe später auch noch für den PV-Strom zur Verfügung so das der Dachs kaum noch laufen wird (so die Planung).
    Der Trend geht also zum Stromheizen.
    Die Wärmepumpe wird fast ein Nullsummenspiel mit der BAFA - Förderung, einzig meine Arbeit hat mich Schweiß gekostet :P


    Gruß
    Tom

  • Moin


    also bevor ich meinen guten Strom in Heizstäbe verbrenne (wenn ich nicht genug wärme hätte durch den Dachs und nur Dachs) würde ich
    eher in die Batteriepufferung investieren um Laufzeiten vom Dachs zu erhöhen aber nie nie nie in die Heizstäbe.
    Dann habe ich sogar Nachts noch Strom.
    Also Batteriepufferung her und ich bin gegen den Supergau gewappnet und mit BHKW hast dann fast keinen Strokauf mehr.
    Ach und PV Strom alles Verkaufen dann rechnet sich sogar alles noch schneller.
    ES sei denn du brauchst on mass an Strom dann Batteriepufferung auch mit PV Laden aber vorzugsweise BHKW in Batterien.


    P.S. bei mir gerade: BHKW steht, keine Wärmeanforderung; PV bringt gerade 262 Watt; demnach gleichen meine Batterien gerade 650Watt
    aus; kein Strom zukauf.


    Übrigens mit der Wärmepumpe habe ich auch so vor wie Du gute Sache .


    sonnenreiche Grüße
    hitschi

    ist erst im Nebenberuflichem Aufbau: Fa. Kühr Elektrotechnik eingetragen in der HWO
    Elektroinstallation, SPS Technik, Eib- Partner, Fachpartner von Varta, Alarmanlagentechnik nach VDS
    Inhaber Christof Kühr, Negertalstr. 2a, 57462 Olpe Unterneger
    Mail: Christof.Kuehr@freenet.de / Hompage:C-Kuehr.de.tl


    NUR WER HANDELT KANN ETWAS VERÄNDERN :thumbsup:

  • Heute morgen habe ich ein wenig über den Stromkrieg bei der Einführung der Elektrizität in den USA gelesen. Da haben sich die Kontrahenten ganz schön gegenseitig Knüppel ins Getriebe geworfen.
    Heute haben wir den Stromkrieg bei uns, der leider schon von den Großunternehmen gewonnen ist.
    Natürlich ist es nicht sinnvoll, BHKW und Wärmepumpe zusammen zu betreiben, da beide ihren Energiebedarf gleichzeitig decken und die Wärmepumpe ein anderes Haus voll heizen könnte, während in einem anderen , auch etwas entfernter liegenden, das BHKW für den benötigten Strom sorgt.
    aber die Stromnetze werden inzwischen an der Börse gehandelt und zu immer höheren Preisen verschachert, dass an einen Transport des erzeugten Stromes durch das allgemeine Stromnetz nicht zu denken ist. Nur aus diesem Grund ist der gemeinsame Betrieb von Wärmepumpe und BHKW sinnvoll.
    Zufrieden bin ich also nur insofern, dass man sich mit der Wärmepumpe bestehenden Monopolgesetzen optimal anpassen kann. Nur zu Hause und neuerdings auch mit der unmittelbaren Nachbarschaft ist man König.
    Wir haben hier noch jede Menge in der Leistung regelbare Wärmepumpenaggregate zur Verfügung, die rufen geradezu nach einer Vollversorgung des eigenen Grundstücks.
    Die Preise, zu denen Wärmepumpen bei uns gehandelt werden, gehen allerdings über die Grenzen der Wirtschaftlichkeit heraus, wenn man nicht gerade Überschussstrom aus dem BHKW hat. Auch bei den Wartungskosten für BHKWs wird heftig zugelangt. Einen freien Markt kann man das Monopolgehabe mancher BHKW-Hersteller nun wirklich nicht nennen und die Regierung fördert nur Neuteile.


    Also, mein Eindruck ist, das wird nichts mit dem smart grid für das dezentrale Netz. Die Großen werden sich durchsetzen und gemeinsam gegen die Blockheizkraftwerksbetreiber eine Phalanx bilden. Wir sind alle reif für die Insel. Ja, die ist auch dezentral, aber in einem Sinne, den ich nicht gut heißen kann.


    Wärmenetze sind notgedrungen dezentral, weil keine großen Entfernungen überbrückt werden können. Aber das Stromnetz?


    Übrigens , die stärksten Impulse für ein weiträumiges Stromnetz ging vor der Jahrhundertwende zum 20ten von Deutschland aus. Die Edisoninseln in den USA wurden daraufhin sehr bald abgeschafft.


    Jetzt fangt Ihr hier wieder mit Batterien an.
    Ja, ich sags ganz laut, das ist Schwachsinn und eigentlich sind es die gleichzeitig am gleichen Ort betriebenen Wärmepumpen ebenso. Aber unsere Politik will es so.


    Ja, tatsächlich, mit öffentlichen Geldern geförderte Exergievernichtung, sprich, Verheizen von BHKW-Strom in Heizstäben, rechnet sich unter den uns zum Fressen vorgeschleuderten Rahmenbedingungen. Bei manchen Wärmepumpenpreisen kann einem der Appetit auf diese auch schon vergehen.


    Was nicht heißen muss, dass zukünftige Regierungen keinen anderen Kurs fahren können, als Herr Altmaier ihn vorgibt.

  • Hallo Tom,
    der Betrieb einer Wärmepumpe ist bei auch mir schon in Planung, da ich es auch unsinnig finde, den Dachs rauszuschmeißen. Vielleicht können wir auf Deine Erfahrungen zurück greifen.
    Aber ich möchte meine bisherigen Optimierungsschritte erst mal wirken lassen.
    1. Dachs läuft problemlos mit 3,5 kW, bei leicht reduziertem Wirkungsgrad (27%)
    2. stationärer 10 kWh Speicher läuft auch recht gut und könnte sich bei 21 ct Preisunterschied irgendwann rechnen, 800 Watt PV-Unterstützung
    3. im Betrieb sehr günstig läuft der mobile elektrische Speicher mit 4 kWh Inhalt (siehe Profilfoto), spart pro Jahr ca. 900l Diesel pro Jahr, Verbauch ca. 8 kWh / 100 km
    4. Elektische Heizung mit Überschusstrom direkt in der Wohnung, kommt nur bei tiefen Aussentemperaturen zu Einsatz


    In folgendem Punkt möchte ich Bernd Schlüter zustimmen. Wir korrigieren mit (zu) viel technischem Aufwand politisch falsche Rahmenbedingungen. Es darf sich aus Sicht der "Großen Vier" nicht lohnen mit einem BHKW Strom einzuspeisen. Wenn sie die PV nicht total unterschätzt hätten, wäre sie auch schon früher totgetreten worden.

    Viele Grüße

    Hololoy


    Senertec Dachs HR 5,3 kW (2004), PV 1: 10 kWp (2008), PV 2: 5 kWp (2009), PV 3: 3,75 kWp mit Eigenstromnutzung (2013), PV 4: 7,5 kWp mit Eigenstromnutzung (2015), Speicherakku stationär: 24V, 10kWh brutto (2010), Zero SR: 13 kWh (mobiler Speicher, 2016), Opel Ampera: 16 kWh (mobiler Speicher mit Wärmeerzeuger, 2013)

  • Hallo Bernd,
    selbst die Banken fangen an zu zweifeln die Zeit für die 4 großen ist gezählt.
    http://www.sonnenseite.com/Akt…tion+voraus,6,a25564.html


    Die EEG-Preisbremse findet doch statt.
    http://www.sonnenseite.com/Akt…echtswidrig,6,a25571.html


    Es sind 2 Meldungen die irgendwie mit dein Thema zu tun haben aber eher für die Solarbrange.
    Der kampf gegen die Großen fängt erst so richtig an.
    Je mehr Strominseln entstehen, je mehr zu den Stadtwerken und in die alternatieven wechseln desto schlechter für die Großen


    Gruß
    Pfleger

  • Da das Wetter zum Testen momentan sehr gut ist konnte ich das letzte Woche schön testen, läuft perfekt.


    Ich möchte meinen Aufbau auch mal gerne testen, aber das Wetter spielt nicht mit. :pinch:
    Der Smart-Meter manipuliert bei PV-Überschuss die UVR, welche bei Bedarf den Heizstab zuschalten soll.
    Heizstab aber auch nur weil meine WP noch nicht fertig ist (kleine Brauchwasserpumpe auf PWT umgerüstet, muss noch abgedrückt und befüllt werden).


    Die Edisoninseln in den USA wurden daraufhin sehr bald abgeschafft.


    :thumbdown: Die wurden abgeschafft weil es Kleinkraftwerke für Gleichstrom waren welcher unter den enormen Leitungsverlusten zu leiden hatte und kaum weiter als 150-200m transportiert werden konnte.


    Wir korrigieren mit (zu) viel technischem Aufwand politisch falsche Rahmenbedingungen. Es darf sich aus Sicht der "Großen Vier" nicht lohnen mit einem BHKW Strom einzuspeisen.


    Ich hab leider keine Details, fast nur hörensagen:
    Bei uns im Ort stand ein Gärtner vor der Entscheidung aufzuhören oder richtig zu investieren - er hat diesen Winter seine Gewächshausfläche vervierfacht.
    Geheizt wird per Feststoffkessel und BHKW, wobei ein (für mich) überraschend großer Pufferspeicher aufgestellt wurde.
    Grund: Das BHKW wird von der EnBW angesteuert... Es geht also doch!



    mfg JAU

  • Ja, genau, Jau. Das Gleichstromnetz war viel zu klein, um eine gute Strombalancierung durchzuführen. Man war auf Zwischenspeicherung in scheusslichen und teuren Bleibatteriebänken angewiesen. Das waren aber technische Gründe, die man niemandem zur Last legen kann. Westinghouse mit Teslas bald kontinentumspannenden Netz war klar im Vorteil.
    Heute katapultiert uns unsere Regierung freiwillig zurück in die Edisonsche Steinzeit.
    Auf jeden Fall, Tom hat sich schon ziemlich weit von den Großen abgekoppelt und balanciert selbst. Auch eine Methode, den Großen paroli entgegenzuschleudern. Wenn auch nicht die effektivste, angesichts unserer Regierung aber vielleicht doch die einzig mögliche.
    Die Krefelder Stadtwerke reißen hier gerade die Straßen auf, um Fernwärmeleitungen zu verlegen. Das macht auch mir Hoffnung, dass unsere Strominseln bald ausgeweitet werden können. Ich habe mich nie um die Energiepolitik unserer Stadtwerke gekümmert, nachdem da der Name Trienekens erschien, der ja mit der Politik zusammen gemauschelt hatte. Er ist dann mit dem ergatterten Geld ins Ausland abgehauen, weil er nicht jeden seiner Wünsche von der Politik erfüllt bekam.
    Ja, Franz Alt ist auch ein Lichtblick, Pfleger. Ich hatte nie an die solare Revolution geglaubt, die ja dank China und deutscher Technologie möglich geworden ist. Wie leicht könnte die deutsche Regierung die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet fördern. Stattdessen versucht sie, mit Strafzöllen die solare Revolution zu verhindern. Man kann auch auf bessere Weise die deutsche Solarindustrie schützen. Aber genau das wollen unsere großen vier und damit auch die Regierung nicht.


    Tom, Multigraph, hört sich toll an, was ich dazu lese. Ich denke, das passt auch zu meinem ubuntu?
    Obwohl sich alle meine Möglichkeiten, selbst ein BHKW zu betreiben, gerade zerschlagen haben, so sind doch im Freundeskreis gute Möglichkeiten, wie bei Dir, Daten zu erfassen.
    Das kann ich auch von meiner werkstattlosen Zweizimmerwohnung aus. Also, Multigraph-ist zu empfehlen?
    Ich staune nur, wie Du es schaffst, einen großen Teil Deines Stromverbrauchs an die Stromerzeugung des Dachs anzupassen. Mein Bekannter in Lippstadt versucht das auch mit seiner Solaranlage, aber da fehlt noch jede Messmöglichkeit, außer das, was das solarlog hergibt. Auch wärmemäßig ist eines der Häuser im Internet, mit einem selbst geschriebenen Programm (Atmel).
    Vier kleine Wärmepumpen mit je ca 1kW Aufnahme könnten dort passend geschaltet werden...In Düsseldorf warten noch drei drehzahlvariable Wärmepumpen, in Köln eine weitere mit umschaltbar 8 oder 4 kW Aufnahme, 22 bis 40kW Wärme. Alles noch ungenutzt. Dazu jede Menge Elektronik. In einem anderen Leben?
    Erst mal kommt mein mobiler Energiespeicher (12kWh Nicad) an die Reihe, der schon seit letztem November tatenlos vor der Garage steht und seinen Dieselkollegen beneidet. Ich hatte leider einen angeblich guten Akku mit einer defekten Zelle gekauft.
    Dann kann ich wenigstens wieder von Strominsel zu Strominsel fahren und ein wenig zur Balancierung über größere Entfernungen beitragen.
    Ich möchte zu diesem Zweck meinen Ladereingang regelbar machen und weiß nicht, wie. Wir sollten uns zu diesem Zweck auf einen einheitlichen Regeleingang einigen, 0 bis 10 Volt Gleichspannung, digital, oder wie auch immer...der kommt dann auch an Wärmepumpen, Wärmegeräte des Haushalts, regelbare BHKWs, Staubsauger...