Beiträge von Neuendorfer

    Moin Gunnar, interessante Optik! Kann ich mit keinem meiner Browser auf den verschiedenen Rechnern nachstellen. Daher die Empfehlung: Cache und Kekse löschen, hilfsweise moderneren Browser nutzen - Firefox gibt es inzwischen in Version 89. Die Warnmeldungen sind übrigens Fehler vom maschinellen Validator, mit den aria-label hat der so seine Zicken - daher auch "possible" an den Warnings. :hutab:

    Ich muss gestehen, dass ich das Problem nicht ganz verstehe. Ich kenne da jemanden, der hätte nach dem Willen des Netzbetreibers > 120 A haben "müssen", hat einfach nur 63 A als einen Hausanschluss "normal" bestellt und das läuft seit 10 Jahren mit 8 Wohnungen, 3 Wallboxen, 30 kWp PV und einer Lagerhalle. Die Absicherung ist bisher nicht 1x gekommen - und selbst wenn, was pressiert es den Netzbetreiber...

    Heidelberg Energy Control Wallboxen mit eingebautem Lastmanagement und schon werden aus 55 kW schlanke 11 kW insgesamt - oder mehr, so wie man es einstellt. Da kann man fein vorgeben, was sich in welchem Fall wie aufteilen soll. Preisgünstig und förderfähig bie der KfW.

    Die Frage ist, was Ihr 2025 machen wollt. Wenn Ihr dann auf PV-Eigenverbrauch gehen wollt, braucht Ihr eine Kaskadenmessung (von Euch "Abgrenzungsmessung" genannt). Ihr solltet daher vorsehen, dass der Umbau auf eine Kaskadenmessung dann möglich ist. Natürlich könnt Ihr auch jetzt die Kaskadenmessung schon bauen und die PV-Anlage bilanziell volleinspeisen lassen. Ihr könnt aber auch einfach die PV-Anlage physisch jetzt auf Volleinspeisung bauen und spart bis 2025 einen Zähler und die virtuellen Zählpunkte für die Abgrenzung.

    Alle Kosten, die über die notwendigen Kosten zu Wärmeerzeugung hinausgehen sind im Rahmen der Heizkostenabrechnung mietrechtlich i.d.R. nicht umlagefähig. Das bedeutet, die Wartungs- und Instandhaltungskosten des BHKW sind über die Heizkosten nicht umlagefähig, sofern die Wärmebereitstellung auch mit dem Spitzenlastkessel hätte erfolgen können. Nur wenn das BHKW notwendig ist, (z.B. Einhaltung EnEV/GEG-Anforderungen) sind auch die Mehrkosten eines BHKW notwendig und anteilig für den Wärmeteil umlagefähig mit den Heizkosten. Der BHKW-Betrieb erfolgt im Allgemeinen aus gewerblicher Absicht des Vermieters zur Stromerzeugung und die dadurch entstehenden Mehrkosten sind nicht durch die Mieter im Rahmen der Heizkosten zu tragen. Bedeutet: Gas ist anteilig umlagefähig, weil diese Kosten anfallen, egal ob das Gas im Kessel oder BHKW zu Wärme gemacht wird. Wartungskosten und Schornsteinfegerkosten vom BHKW sind aber nicht notwendig - die wurden ja schon beim Kessel bezahlt... Siehe z.B. auch Amtsgericht Plön, Az. 2 C 1134/08, Rz. 50.


    Natürlich können individuell abweichende Vereinbarungen getroffen werden - inwieweit die Bestand haben, ggf. überraschend, einseitig oder unzulässig sind, obliegt dann der gerichtlichen Klärung im Einzelfall. Die schönste Abzockgestaltung ist ein Contracting - dann zahlen die Mieter alle Kosten und den Gewinn des Contractors... Und der Vermieter hat mit nichts etwas zu tun. Außer, dass er, wenn der Mietmarkt mal nicht mehr so angespannt ist wie heute, für die Masche möglicherweise nur schwer neue Mieter findet. :pfeifen:

    Nach der Bundestagswahl könnten die Förderprogramme schrumpfen... (Spekulation!).

    Die Aussage überrascht mich, wenn ich die Chancen der verschiedenen Parteien abschätze und die lautstarken Bekundungen aller größeren Parteien zur Energiewende höre.

    Die derzeitige Überförderung mit bis zu 50 Prozent Zuschuss zu neuen Heizungen (ich kenne Heizungsbauer, die nehmen Aufträge erst für Frühjahr 2022 an) wird sich nicht lange halten können. Gleiches gilt für die exorbitante E-Auto-Förderung (Fahrzeuge zum Listenpreis statt mit den üblichen 20 Prozent Rabatt) und die durch Wallboxen zum Nulltarif überlasteten Elektriker. Vor der Bundestagswahl gibt es typischerweise Geschenke für den Plebs - die in der Realität aber in den Taschen der Anbieter landen. Nach der Wahl sind die vorbei. Je nach Regierung sind ab Jahreswechsel Lenkungssteuern (ggf. als Steuererleichterung) oder Verbote zu erwarten - und so oder so wieder Handwerker, die keine Mondpreise mehr aufrufen können. Machen wir uns doch nichts vor - das Material für den Kesseltausch vom Fragensteller kostet rund 2.500 Euro im Einkauf. Einen Tag Arbeit für zwei Mann und der Kunde soll 10.000 Euro zahlen? So mancher Drogendealer schaut neidisch aufs deutsche Handwerk diese Tage!

    Ihr seid in der Tat zu sparsam und Eure Heizkörper sind nicht gut geeignet. Letzteres gilt auch für Wärmepumpen. Wenn Ihr eine Förderung abstauben wollt, wäre Solarthermie mit Brennwerttherme zu prüfen. Die Förderung verlangt aber zu große Solarkolletoren, die im Sommer teilweise abgedeckt werden müssten, damit die Anlage nicht in Stagnation geht. Auch würde ich bei kleiner Dachfläche eher PV als Solarthermie nehmen... Auch ist zu bedenken, dass aufgrund der vielen Förderungen die Heizungsbauer derzeit überhöhte Preise aufrufen. Ein einfacher Kesseltausch sollte nicht mehr als 7.000 Euro kosten, wenn ihr keine besonderen Erschwernisse habt. Falls die alte Heizung noch ein oder zwei Jahre durchhält, würde ich an Eurer Stelle hoffen, dass das Teil noch so lange durchhält. Nach der Bundestagswahl könnten die Förderprogramme schrumpfen... (Spekulation!). Die kleine Dachfläche könntet ihr gut mit einer kleinen PV-Anlage auslegen.

    Die neuen förderfähigen Ladeboxen sollten eigentlich alle PVunterstützung mit anbieten.

    Alle nicht, aber die besseren schon, z.B. die von Heidelberg. Allerdings genügt dafür nach meinem Verständnis die "smarte" Ladebox allein nicht: Man braucht außerdem einen "Home Energy Manager" wie z.B. diesen hier, mit dem sich die Ladebox verbinden kann.

    Oh oh! Bitte bei allem immer ganz genau lesen, was es kann und welche Sprache es spricht! Die Heidelberg Wallbox ist qualitativ super - kann als groß beworbene PV-Regelung aber nur Ein/Aus. Das Connect ist eine RS485 zwischen mehreren Ladeboxen, damit mehrere Boxen nicht eine Anschlussleitung überlasten. Also ein 11 kW Kabel für 4 Wallboxen ist damit z.B. kein Problem. Aber die Box kann nicht von 1,8 bis 11 kW die Ladeleistung nach dem aktuellen Ertrag von PV und BHKW regeln. Dafür braucht es wirklich smarte Boxen. Wer den Home Manager von SMA hat, kann z.B. den neuen SMA Charger nehmen (proprietäre Lösung). Eine OpenWB Wallbox lässt sich hingegen eigentlich immer verbauen, weil offene Protokolle. Dann braucht es jedoch einen Stromsensor oder ggf. Protokollkonverter. Und in einer OpenWB ist die "Intelligenz" schon drin. Den Smartfox zur Aufrüstung "dummer" Wallboxen finde ich preislich völlig überzogen. Wenn man aber den Salat hat und einen Problemlöser braucht, kann es einem das Geld natürlich auch wert sein.


    Leider alles weit weniger einfach als man zunächst glaubt!

    Ich kenne das Fahrzeug und seinen Lader nicht. Ein 1-phasiger Lader klingt aber schonmal sehr gut für langsamladen! Was Du einfach ausprobieren kannst: Akku leer fahren (bei einem Plugin kein Problem) und dann Aufladen mit einem Messgerät. Einmal mit 16 A und einmal mit 8 A. Dann wirst Du sehen, ob und um wie viel der Verbrauch zur Aufladung mit verringerter Ladeleistung steigt. Ich selbst konnte bei einem Prius PHV den optimalen Ladewirkungsgrad übrigens bei 14 A messen.


    Das Schema sollte sich aber auch im Winter lohnen, wenn es wolken- und dunstfreie Tage gibt. :)

    Beim Laden aus der Steckdose mit 2,3 kW über acht Stunden gibt das somit ca. 18,4 kWh pro Nacht. Das kann für 100 Kilometer reichen, aber je nach Auto, Fahrweise und Jahreszeit auch nur für 50-60 km. Wenn das Laden ausschließlich bei Grundlast erfolgt, kommen dann knapp 40% des Ladestroms aus der BlueGen. (Bei einer 11 kW Wallbox wären es gerade mal 8%.)

    Die Frage ist immer auch eine der Ladeeffizienz. alikante hatte das Thema schon angesprochen. Es gibt Autos, da verliert man beim Laden mit 1,8 kW mal schnell 30-40 Prozent Energie und der 90 kWh Akku hat nach einer Nacht nur ca. 15 Prozent Ladung gewonnen. Kommt immer ganz auf das Fahrzeug an. Die meisten kommen mit 12 A schon deutlich besser zu recht und erreichen mit 14 A eine gute Effizienz. Ausnahme sind z.B. die meisten Renaults, die auch bei Wechselstrom den gesamten 22kW Drehstromlader hochfahren und ohne mindestens 11 kW Drehstrom nur sehr ineffizient zu laden sind.


    Und bei geringen Leistungen kommt auch da kaum etwas in den Akku. Selbst 9 kW brauchen schon gut eine Nacht, um heute gängige Akkus voll zu bekommen. Und was man auch nicht vergessen sollte: Den Fahrzeugakku will man nicht bei 100 Prozent lagern. Wir haben unsere Autos meist bei 40-70 Prozent stehen, was für die Tagesfahrten stets ausreicht. Möchte man aber spontan (in ein paar Stunden) eine weitere Strecke fahren, müssen mindestens 11 kW fließen. Und auch die inzwischen bei E-Fahrzeugen zum Stand der Tecnik gehörenden Standheizungen (für Kabine und Akku) laufen nicht selten erst ab 2,5 bis 3,5 kW aus der Dose überhaupt an und ziehen andernfalls Akkustrom - den man gerade nicht dafür einsetzen will, um die Reichweite zu erhöhen.


    Ich habe lange überlegt, ob eine Brennstoffzelle fürs E-Auto sinnvoll ist. Leider ohne sehr großen Heimspeicher (mit entsprechenden Verlusten) nicht wirklich. Jeder Parkvorgang an einem PV-Carport zur Mittagssonne bringt mehr. *lesen*