Beiträge von Neuendorfer

    Diese "Cloud" Tarife sind reines Marketinggewäsch und lohnen sich für den Anlagenbetreiber in der Regel nicht. Man kann den Strom nicht ins Netz einspeisen und später verbrauchen, weder physikalisch noch energiewirtschaftlich. Eingespeister Strom bleibt eingespeister Strom und wird irgendwo anders verbraucht sowie energiewirtschaftlich auch genau so bilanziert. Nun gibt es "Cloud-Tarife" oder "Energie-Communities". Das sind aber entweder nur Strombezugstarife (Energieversorgungstarife) mit speziellen Konditionen oder aber zusätzlich auch Direktvermarktungstarife für den eingespeisten Strom. Da aber Strom in Deutschland, wie jeder BHKW-Betreiber weiß, an der Strombörse nur 3 bis 6 Cent/kWh kostet und der Rest des Strompreises Steuern, Umlagen und Abgaben sind, kann so ein Community-Tarif betriebswirtschaftlich nicht funktionieren. Das bedeutet: Entweder ist so ein Tarif unter Vollkostenbetrachtung (also neben Grundgebühr auch ggf. RLM/Smart-Meter-Kosten usw.) also teurer als die normale Einspeisung und ein normaler Strombezug von einem beliebigen EVU. Dann sind das "Feel-Good-Tarife", wie z.B. buzzn sie anbietet. Oder aber ein Anlagenhersteller bezuschusst so einen Tarif aus seiner Marketingkasse (wohl bei Sonnen, Viessmann usw.). Aber selbst dann rechnet sich der Buzzword-Bingo-Spaß der Marketingabteilung für den Anlagenbetreiber nicht zwangsweise.


    Also kurzum: Nicht vom Marketing einlullen oder verblenden lassen. Vollkostenrechnung machen und dann entscheiden. Aber dabei den Kaufpreis für eine entsprechende Anlage nicht vergessen. Habe schon Hausbesitzer getroffen, die sich über ihren günstigen Wolkenstrom freuten und 3.000 Euro mehr für ihren Stromspeicher bezahlten, weil es ja dann den Wolkentarif gibt. Beim sonnigen Marketing hörte ich gedanklich die Sektkorken knallen... :pfeifen:


    PS: Ich warte noch auf den ersten Tarifnamen der die Buzzwords "Cloud", "Blockchain", "Energie 4.0" und "Smart" miteinander kombiniert... Dann zieht meine Bingo-Karte den Hauptpreis.

    :glaskugel:

    Kleine Programmänderung: Das Museum und die Anlagenbesichtigung am Sonntag haben die Termine getauscht. Bedeutet die Museumsbesichtigung startet um 12 Uhr und die Anlagenbesichtigung um 14 Uhr. Dem Museum passt es besser, uns separat von der normalen öffentlichen Besucherführung das Museum zu zeigen und für unseren Programmablauf ist dies auch besser, da das Museum fußläufig vom Brunchlokal zu erreichen ist und wir so nicht im Kreis fahren. :lokomotive:

    Zur Regenerationszeit: Laut Handbuch und Datenblatt soll das Panasonic-Modul alle 45,5 Stunden für 2,5 Stunden regeneriert werden. Mit An- und Abfahren werden da effektiv 4 Stunden draus (nach den Logs, die ich kenne). Dadurch soll sich das bei Dauerläufern auch langsam zeitlich nach hinten verschieben (also Regeneration startet immer später), berichtete mir ein Viessmann-Spezi. Die PT2-Logs, die mir von Betreibern vorliegen, zeigen jedoch allesamt jede Nacht eine Regeneration von knapp unter 4 Stunden. Liegt vermutlich daran, dass sich die Leute nicht Nachmittags/Abends ein Vollbad einlaufen lassen und dann der Speicher voll geht... Von daher würde ich auch bei gutem WW-Verbrauch im Sommer inzwischen planerisch eher jede Nacht die vier Stunden einrechnen und käme dann auf 5.500 kWh Jahresertrag. Welche Beobachtungen haben andere dazu gemacht?

    Der KWK-Zuschlag läuft entweder über 10 Jahre (bei alten Anlagen) oder über 60.000 Vollbenutzungsstunden bei neueren Anlagen (4/8 Cent Zuschlag). Die vom KWK-Zuschlag unabhängige Energiesteuerentlastung auf den eingesetzten Brennstoff gibt es entweder "vollständig" oder "teilweise". Für die vollständige Entlastung gibt es viele Voraussetzungen, dazu zählt auch, dass die Anlage noch abgeschrieben wird - für die teilweise Entlastung gibt es nur wenige Voraussetzungen und die teilweise Entlastung gibt es auch nach Ende der AfA. Da bei der vollständigen Entlastung auch Investitionszuschüsse gegengerechnet werden, ist nicht selten von Anfang an eine Beantragung der teilweisen Entlastung sinnvoll. Gesetzestext: https://www.gesetze-im-internet.de/energiestg/__53a.html

    Ich muss den Vorschreibern dahingehend zustimmen, dass einfach zu viele Variablen noch unbekannt sind. Auch sollte man bei einem Neubau in die Zukunft investieren - bedeutet nicht auf die heutigen Energiekosten schauen, sondern auf die zukünftig zu erwartenden Kosten. Und dann sollte ein KfW-40-Haus schon grundsätzlich erstrebenswert sein - wobei man da nicht nur auf diese Eingruppierung, sondern auf die Gebäudehülle/Dämmung usw. schauen sollte. In jedem Fall auch eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung einplanen. Auch sollte man den Pool keinesfalls "außen vor" betrachten, sondern eine ganzheitlich optimale Lösung anstreben. Hier muss man schauen, in welchen Monaten der Pool betrieben werden soll, was der an Technik (Strombedarf) haben wird usw. Ist der nur im Sommer in Betrieb, könnte man nach günstiger Pool-Solarthermie schauen. Soll der auch im Winter oder der Übergangszeit warm werden, sind andere Ansätze gefragt. Bei der Notfallpraxis mit Publikumsverkehr wäre auch zu schauen, dass es einen Windfang gibt, damit beim Rein/Raus nicht jedes Mal die warme Luft verloren geht. Und dann ist die Frage, ob da nicht künftig auch noch ein E-Auto hinzukommt.


    Ich fühle mich mit den vorhandenen Infos nicht qualifiziert, etwas zu empfehlen. Daher mal als Denk- und Diskussionsanstoß:

    - Brennstoffzelle wäre Vitovalor etwas klein (Strombedarf mit Pool), prüf mal den BlueGen und alternativ einen neoTower Living

    - Dachflächen mit bis zu 10 kWp PV belegen

    - Wenn der Pool noch Zuheizung braucht, kann eine WP geeignet sein, wenn die mit Eigenstrom betrieben wird - man sollte aber erst schauen, ob die BHKW-Abwärme reicht. Da kann der Pool eine schöne Wärmesenke für ein kleines modulierendes BHKW mit max. 2 oder 4 kW el. sein.

    - Für die Eigenstromnutzungsoptimierung brauchst Du eine Regelung die das macht. Da kannst Du bei http://www.energietec.eu vom User Tom3244 hiet aus dem Forum mal anfragen.

    Moin hjgerlach


    Das Hotel hat einen automatischen Nachteinlassautomaten. Entweder liegt der Schlüssel dann da drin - oder einer von uns sammelt die restlichen Schlüssel ein, bevor die Rezeption um 21 Uhr schließt. Wir klären das vor Ort abhängig davon, wie viele Schlüssel noch übrig sind. Speicher Dir mal meine Handynummer (steht in den Mails).


    Für die Alternativen am Samstag braucht man sich nicht vorab festlegen. Wir klären das vor Ort - auch mit den Fahrgemeinschaften spontan nach Lust, Laune und Kapazitäten.


    Bitte noch die benötigte Poloshirtgröße per Mail senden. ;)

    Naja, ein Bundeslandsgenosse von Dir kommt ja auch - nur liegt Rahden nicht in der Nähe von Hennef. :S Mit dem Bus-Schnäppchen hast Du es aber ganz gut getroffen! Vom ZOB musst Du nur über die Straße zum Hauptbahnhof. Von dort die S3 oder S31 in Richtung Neugraben/Buxtehude/Stade bis zur Haltestelle Harburg-Rathaus. Das Block House und das HUB sind keine 100 Meter vom der S-Bahn-Haltestelle.

    Könnte ich das Problem mit einem Stromspeicher umgehen? Oder kann der auch nicht mehr Ladeleistung bereitstellen? Sorry für die vielleicht dummen Fragen, ich habe mich vorher noch nie mit so etwas auseinandergesetzt... :/

    Es gibt keine dummen Fragen, höchstens unpassende Antworten. ;) Ein Stromspeicher kostet auch wieder Geld und Ressourcen. Grundsätzlich bin ich ein Freund davon erst zu schauen, wie eine Erzeugungsanlage läuft und wie viel Netzstrom - und wann - noch aus dem Netz bezogen wird. Dann kann man sehen, was man an Stromspeicher sinnvoll gebrauchen kann.

    Wichtig ist, dass ein großer Teil meines elektrischen Energieverbrauchs abgedeckt wird [...] Beim Laden mit kleiner Leistung mag der Wirkungsgrad etwas schlechter sein, aber die Batterie wird geschont. Meinen Opel Ampera PHV kann ich z.B. mit 6 A Netzstrom (1380 W) laden, damit kann man in 1,5 Stunden ca. 10 km "nachtanken ". Wenn es schneller gehen muss, steigt entsprechend der Netzbezug, aber entscheidend bleibt, am Jahresende, die Bilanz der Kilowattstunden.

    Mila : Gibt es auf dem Grindstück keine Garage oder Carport, welches unterstützend mit einer PV belegt werden könnte. Bei den heutigen Preisen ist eine Südausrichtung gar mehr so entscheidend.

    Das sehe ich auch so. Unsere Prius PHV können auch ausgezeichnet mit 2 kW laden. Passt perfekt. Hat man einen Tesla oder eine Zoe, sieht das ganz anders aus. Die brauchen Leistung - sonst Stromvernichtung ohne Ende. Neben einem BHKW ist wie schon gesagt die Frage, ob auch PV geht und ob das E-Auto zu den Sonnenscheinstunden geladen werden kann. Das ist dann nämlich perfekt: Brennstoffzelle und PV zusammen können gute Ladeleistungen bereitstellen.

    gibt es nix, was besser geeignet ist als der BlueGEN

    Ja, wir wissen inzwischen alle, das der BlueGEN, den Du verkaufen möchtest, immer und überall perfekt passt :popcorn:

    Mila hat sich ja hier angemeldet, weil er sich nicht sicher ist, was er denn machen soll. Noch 3 oder 4 Postings und die Brennwerttherme hängt sicher an der Wand und das Thema ist erledigt

    Wenn das perfekt zu den Wünschen des Fragestellers passt, dann soll das so sein. Wir sind hier ja nicht der Bundesverband der BHKW-Industrie. :pfeifen:


    Mila Wenn Ihr jetzt eine neue Heizung braucht, wäre das Vitovalor Komplettpaket eine prüfenswerte Option, da alles aus einer Hand, passend zu den aktuellen Verbräuchen inkl. neuer Brennwerttherme, Warmwasserbereitung und und und. Den BlueGen solltet Ihr natürlich auch alternativ rechnen insbesondere mit Blick auf ein E-mobil (wobei das dann auch effizient langsam laden können sollte...) - aber dann eben auch eine neue Brennwerttherme, Hocheffizienzpumpen, hydraulischen Abgleich usw. mit einpreisen. Bei beiden Varianten unbedingt auch auf die Kosten der Wartungen über 10 Jahre schauen. Anschaffungskosten sind nicht alles! Und darüber hinaus auch schauen, was an PV auf die Dachflächen oder ein neues Carport passt.

    |__|:-)

    Moin und willkommen im BHKW-Forum.


    Dass man ein ausgewachsenes E-Auto nicht sinnvoll mit der Leistung einer Brennstoffzelle laden kann, wurde hier im Forum schon häufiger thematisiert. Das Problem ist, dass ein E-Auto eine gewisse Ladeleistung hat. In der Regel wird selbst mit dem kleinsten Notladekabel mit ca. 3 kW geladen. Eine Vitovalor mit rund 0,7 kW oder ein BlueGen mit 1,5 kW können da nur einen Bruchteil der kleinsten Ladeleistung bereitstellen. unabhängig davon, ist die Effizienz bei der Ladung eines E-Autos abhängig von der Ladeleistung. Lädt man superlangsam können - je nach Auto - auch schnell mal 50 Prozent der Energie verlustig gehen. wie hoch eine sinnvolle Ladeleistung sein muss, hängt vom jeweiligen E-Auto bzw. dessen Ladegeräten ab.


    Hinsichtlich der beiden genannten Brennstoffzellen ist die Panasonic eine langzeitstabile PEM-Zelle, bei der man 10 Jahre Laufzeit erwarten kann. Die BlueGen hingegen eine hochtemperatur-SOFC mit entsprechender Degradation - die Zelle ist also hier ein Verschleißteil, das alle paar Jahre gewechselt werden muss. Das ist in den Wartungsverträgen entsprechend eingepreist.


    Der nächste Punkt ist der Wärme- und Strombedarf. Im Sommer wird die BlueGen bei Euch die Energie abgesehen vom Warmwasserbedarf durch den Schornstein schieben (die muss laufen, auch wenn Ihr keine Wärme braucht). Die Vitovalor passt da schon eher... Aber auch hier die E-Auto-Problematik.


    Wenn E-Auto, dann besser Motor-BHKW oder größere PV, wenn das Auto zur Mittagszeit ei gesteckt werden kann...