Beiträge von Neuendorfer

    Gasnetz der Zukunft: Power-to-Gas und KWK


    In wenigen Jahren könnte das Gasnetz mit 20 Prozent Wasserstoff betrieben werden. Erneuerbare Gase und KWK machen das Gasnetz fit für die Zukunft in einer "Zwei-Energieträger-Welt" in der Strom- und Gasnetz zusammen eine sichere erneuerbare Energieversorgung ermöglichen.


    Leider nicht. Die von mir mehrfach genannten 290 Euro sind aber auch nicht mehr aktuell: https://my.discovergy.com/order?1 letzter Punkt sagt 238 Euro pro Zähler für RLM pro Jahr.


    Das Problem ist, das der Smarte Teil nur die Internet-Anbindung, also das Gateway, betrifft. Für die Abrechnung nach RLM oder SLP ist aber relevant, was der am Gateway hängende Zähler selbst eichrechtskonform speichert. Ein SLP-Zähler mit Smart-Meter-Gateway hat keinen Speicher für eichrechtlich einwandfreie Viertelstundenwerte.


    Also Discovergy Smart-Meter aktuell 60 Euro mit SLP und 238 Euro mit RLM und beides pro Zähler abzüglich ggf. 20 Prozent Rabatt für Vereinsmitglieder. :hutab:

    Du verwechselst „smarte“ SLP-Zähler mit echter RLM. Wenn Du eine echte RLM für unter 290 Euro pro Jahr kennst, gerne melden. Mit smarten SLP-Zählern braucht es eine Kaskade für zwei unterschiedliche Erzeugungsanlagen - mit echten RLM braucht es keine Kaskade.


    Smarte SLP gibt es ab 60 Euro Zähler und Jahr von Discovergy und darauf 20 Prozent Rabatt für Vereinsmitglieder. Für unsmarte SLP mit moderner Messeinrichtung gilt die Preisobergrenze des MsbG i.H.v. 20 Euro pro Jahr und Zähler.


    Was die betreibereigene Messung betrifft, die wurde 2016 durch eine Änderung im KWKG sowie der Schaffung des MsbG abgeschafft -> https://www.bhkw-infothek.de/n…r-den-messstellenbetrieb/ Als Übergangslösung gab es das Schutzschirmangebot für Bestandszähler.

    für "smarte Zähler" benötigt man keine Kaskade, da diese Zähler ihre Meßwerte mit Zeitstempel ablegen.

    Auch bei "smarten Zählern" brauchst Du eine Kaskade. Es sei denn, die Zähler speichern eine eichrechtlich einwandfreie RLM. Also Viertelstundenwerte. Dann kosten aber die Zähler ab mindestens 290 Euro pro Stück und Jahr an den Messstellenbetreiber. Und dann braucht man drei Zähler: PV, BHKW und Verbrauch. Also 870 Euro Messkosten - eher so im Bereich um 1.000 Euro. Dann doch lieber die Zählerkaskade mit SLP-Zählern für rund 80-150 Euro pro Jahr (egal ob smarte SLP-Zähler oder nicht).


    :-)_:-)

    Der Speicher muss parallel zum Verbrauchsstromkreis angeschlossen werden. Der Anschluss zwischen Abgrenzungs- und 2-Ri-Zähler würde Energie über den Abrenzungszähler ziehen und danach bei einer Entladung zurückschieben. Dadurch wird der Messwert des Abgrenzungszählers verfälscht. Zudem fehlt dem Zählerschaltbild der Erzeugungszähler der PV-Anlage, die Zählerkaskade ist somit unvollständig.


    Lösung anbei. :hutab:


    Wenn der Speicher nur BHKW-Strom speichern soll, einfach den EnFluri vom Speicher in Reihe zu Z4 statt zu Z1 montieren.

    Folgende Mail erreicht mich zu diesem Thema. Wäre natürlich schon sinnvoll, sich im Forum anzumelden, denn wie sollen Interessenten sonst Kontakt zwecks der Teile aufnehmen?


    Hier werden vermutlich zwei Dinge vermengt: Zulassung zum KWK-Zuschlag beim BAFA (Meldung der Anlage nach KWKG) und das Mini-KWK-Impulsprogramm des BAFA.


    Das Mini-KWK-Impulsprogramm ist nicht mit dem KfW-Förderprogramm 433 kombinierbar. Hier muss sich der Anlagenbetreiber folglich entscheiden, ob das Förderprogramm von der KfW oder das vom BAFA in Anspruch genommen wird. Die Meldung der Anlage zur Zulassung nach KWKG zwecks Zahlung des KWK-Zuschlages durch den Netzbetreiber ist hingegen unabhängig von den Anschubförderprogrammen, ist immer vorzunehmen und auch der KWK-Zuschlag wird auch immer gewährt.

    Bei der 3.500 VBH-Grenze muss zwingend eine Ausnahme für die Mikro-KWK gefordert werden! SOFC-Brennstoffzellen können beispielsweise nur durchlaufen, hier ist keine Flexibilisierung möglich. Auch bei KWK-Anlagen die in erster Linie für den Eigenverbrauch in der Objektversorgung gefahren werden, ist eine solche Regelung extrem nachteilig. Wie würde das denn in der Praxis aussehen? Man baut zwei BHKW im Abstand von 12 Monaten - das eine läuft dann von Januar bis Juli und das zweite von August bis Dezember? Natürlich nicht, denn die Anlagen sind heute gerade mal wirtschaftlich mit ROI im Bereich von 7 Jahren... Die doppelte Investition lässt sich nicht tragen. Und wenn wir schauen, wo die Mikro-BHKW stehen, stellt man fest, dass diese durch die Eigenstromoptimierung ohnehin netzentlastend gefahren werden. Ob in einer Kundenanlage 3.500 Stunden Strom- und Wärmebedarf besteht oder 5.000 Stunden ist für den netzentlastenden Effekt dieser Anlagen unerheblich.


    Man muss aber auch mal sehen, wo die Mikro-KWK heute steht: In einem Geflecht aus Bürokratie, Meldewahnsinn und sich gegenseitig konterkarierenden Regelungen: KWK-Zuschlag linke Tasche, EEG-Umlage rechte Tasche, vNNE linke Tasche, KWK-Zuschlagsabzug bei negativen Stundenpreisen recht Tasche... usw. usw.! Nachfolgend mal der aktuelle Stand mit den weiteren Anmerkungen hier aus dem Thema:


    1. Die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch, Mieterstrom und Contractingstrom macht Mikro-KWK-Projekte in diesen Bereich unwirtschaftlich, zumal die technisch mögliche Abgrenzung von Eigenstrom und Mieterstrom so aufwendig und teuer ist, dass diese in der Praxis nicht umsetzbar ist. Im Hinblick auf die EE-Richtlinie der EU und im Sinne der Energiewende sollten Eigen-, Mieter- und Contractingstromprojekte von Kleinstanlagen bis 30 kW (Bagatellgrenze der EE-Richtline) von der EEG-Umlage ausgenommen werden.


    2. Im Gegenzug sollte im Sinne des Bürokratieabbaus auf die Energiesteuerentlastung sowie die Zahlung vermiedener Netzentgelte verzichtet werden.


    3. Weiteren Bürokratieabbau durch die Befreiung der Betreiber von KWK-Anlagen bis 30 kW (Bagatellgrenze) und deren Energiedienstleistern (Contractoren) von den unverhältnismäßig engen Nachweispflichten nach dem Energiewirtschaftsgesetz für Stromversorger bei Stromlieferungen an Dritte innerhalb derselben Kundenanlage.


    4. Gleichstellung des KWK-Zuschlags für KWK-Strom aus Anlagen bis 30 kW, der an Letztverbraucher in einer Kundenanlage geliefert wird, mit dem Satz für Einspeisung in das Netz der allgemeinen Versorgung (8 ct/kWh).


    5. Bagatellgrenze für Anlagen bis 30 kW im Hinblick auf die Regelung des § 7 Abs. 7 KWKG (kein Zuschlag für Stunden mit negativen Strompreisen) und den damit zusammenhängenden Meldepflichten gem. § 15 Abs. 4 KWKG.


    6. Befreiung der Stromlieferung an Mieter aus KWK-Anlagen in der Wohnungswirtschaft von der Einstufung als gewerbliche Tätigkeit sowie Befreiung von der steuerlichen Unternehmereigenschaft analog zur Heizwärmeversorgung.