Beiträge von Neuendorfer

    Hallo,


    nach § 19 NAV muss jeder E-Auto-Ladepunkt dem Netzbetreiber angezeigt werden. Ladepunkte ab 12 kVA sind zudem "genehmigungspflichtig". Die meisten Hausbesitzer kommen der Meldepflicht aber einfach nicht nach und da kräht kein Hahn nach. Deine geplante mobile Ladeeinrichtung würde ich zudem als nicht genehmigungspflichtig ansehen - ist ja mobil.


    Beim i3 gibt es einige Generationen und verschiedene Lader. Was wird Dein i3 haben? 7,4 kW über Typ2 einphasig und zusätzlich CCS?


    Ich habe gerade gestern eine Heidelberg Wallbox Home Eco installiert. Dank festem Kabel kann das Unterwegs-Kabel im Kofferraum bleiben, muss nicht immer aufgewickelt werden und trägt nicht ständig Schmutz ins Auto. Die hat zudem einen potenzialfreien Kontakt, mit dem man die Ladung freigeben kann und man kann den Ladestrom einstellen. Habe den Ladestrom auf 14 Ampere begrenzt, was das Ladegerät im Auto schont, wenn es nicht mit Vollast, sondern nur 87 Prozent Last laden muss.


    Andere Ladestationen haben wohl auch teilweise 0-10V oder 4-20mA Eingänge, um den Ladestrom vorgeben zu können. Bei einem 7,5 kW BHKW und 3,5 kW Einphasenlader vom Prius sehe ich aber den Sinn darin nicht. Ist das BHKW in Betrieb, ist die Station freigegeben, sonst nicht, reicht da auch aus. Diese Netzwerklösung mit OpenWB kenne ich nicht.

    Das BHKW abzuschalten dürfte nicht problematisch sein. Das kann man über einen Kontakt wie zB Sicherheitskette realisieren.

    Bitte bei einem KWE oder Smartblock niemals die Freigabe über die Sicherheitskette realisieren. Dafür gibt es einen extra Freigabekontakt! Über die Sicherheitskette gibt es einen Notaus - einen abrupten Motortopp ohne schonende Lastwegnahme mit Ausdrehen und Nachkühlung. Das ist bei anderen Herstellern ähnlich. Also bitte Finger weg von der Sicherheitskette, wenn es nicht um Not-Aus oder andere sicherheitsrelevante Punkte geht. Für die Modulationsvorgabe gibt es auch einen Signaleingang (4-20 mA).

    Moin,


    wenn Du eine PV baust, ist das BHKW bürokratisch garnicht mal mehr so viel Mehraufwand. Für beide Anlagen stellt sich halt die Frage der Stromlieferung und damit der EEG-Umlage. Mieterstrom kommt damit nicht in Frage, das ist immer voll EEG-Umlagepflichtig. Wichtig ist eben, dass es keine Lieferung von Strom gegen Entgelt gibt - also ihr nicht an die Eltern Geld für Strom überweist. Wenn die Eltern die Anlage bauen und den Strom selbst (durch Familienangehörige) verbrauchen ist das nach allgemeiner Auffassung EEG-Umlagefrei. Die PV-Anlage darf aber auch maximal 10 kWp haben - sonst EEG-Umlagepflicht auch auf den Eigenverbrauch.


    Förderung von der KfW gibt es für BHKW nicht. Aber von der BAFA das Impulsprogramm. Zu den Details der Förderungen schau gerne mal in diesen Leitfaden der ASUE: https://asue.de/sites/default/…ung_Mini-BHKW_2019-05.pdf

    Hmm, wie teilt Deine PV-Anlage ihre Leistung mit? Mache Wechselrichter haben einen einstellbaren Schaltkontakt. Man könnte es so einstellen, dass dieser ab einer gewissen Leistung dem BHKW die Freigabe nimmt. Eine andere Möglichkeit wäre es, mit einem Zähler (M-Bus/S0) und einer kleinen Regelung (Raspi, IPS, UVR, Loxone) den Netzübergabepunkt zu monitoren und dann das BHKW passend anzusteuern (ggf. inkl. Modulation). Idealerweise macht man aber alles mit einer Steuerung, dann kann diese auch berücksichtigen ob Wärme gebraucht wird und wie voll der Puffer ist. Ganz simpel geht es auch mit der KWE BR06 - da kann man Stromschellen für einen stromgeführten Betrieb anschließen. Habe aber noch keine Anlage gesehen, wo der Installateur das gebacken bekommen hat... Ich würde (wenn nicht vorhanden) den Weg über eine ordentliche Regelung für alles gehen...

    Gesetzliche Grundlage? Gibt es da eine? Die Gasversorger haben die Abrechnung auf Brennwert umgestellt, die Heiztechnikanbieter aber nicht. Klar, könnte der Gesetzgeber diese 'Verbrauchertäuschung' durch die Heiztechnikanbieter auch verbieten... Die Normungsgremien der Industrie könnten damit zumindest mal anfangen. Welchem Hausbesitzer, der nicht stundenlang im Internet schaut, wird auffallen, dass sein toller Kessel nicht 98 Prozent Wirkungsgrad hat, sondern eher 88 Prozent. Mit über 100 Prozent wird der Trick ja langsam peinlich. ;) Auch die Aussagen der Schornsteinfeger zu den Abgasverlusten "Ihr Kessel ist noch super, da brauchen Sie nichts machen" sind vollkommen irreführend... Für Grundlagen siehe: http://www.bosy-online.de/Heizwert-Brennwert.htm und http://www.bosy-online.de/Brennwerttechnik.htm sehr schön auch https://www.ermstalenergie.de/…len-Daten-Fakten_BDEW.pdf

    Das ist ganz einfach: Datenblätter der Hersteller verwenden gerne den unteren Heizwert als Bemessungsgrundlage. Bei einem Brennwertgerät wird jedoch zusätzlich zum Heizwert auch die Kondensationswärme des Wasseranteils des Abgases genutzt und schwupp entstehen Wirkungsgrade von über 100 Prozent. Beim Gasversorger zahlt man den Brennstoff jedoch nicht nach dem Heizwert (Hi), sondern nach dem Brennwert (Ho), der die Kondensationswärme bereits enthält. Dieses Berechnungstrick nutzen alle mir bekannten Anbieter von Brennwertgeräten in ihren Datenblättern - das ist RMB/Energie also nicht anzulasten. Viessmann, Buderus und Co. machen es genauso. Unsinn und verwirrend für den Verbraucher ist es dennoch...

    Steht die Anlage in Österreich - oder wohnst Du nur da und das Haus steht in Deutschland? In Deutschland haben sich Viessmann und die betroffenen Hausbesitzer in allen mir bekannten Fällen auf einen goldenen Handschlag einigen können. Das bedeutet aber neben der neuen Brennwerttherme auch Geld für den entgangenen Strom. Davon kann man auch eine PV-Anlage kaufen... Oder eben die Vitovalor. Was in Österreich läuft - keine Ahnung. PV-Anlagenhersteller ist Viessmann aber nach meiner Kenntnis nicht. Die kleben nach dem was ich höre mit ihrer Viessmann Photovoltaik GmbH nur ein Logo auf das, was aus den PV-Modulfabriken dieser Welt aktuell günstig rausfällt?!

    alikante es geht doch nur um eine Wärmemengenerfassung vom Kesseloutput um dessen Wirkungsgrad zu bewerten ohne Abrechnungszweck - oder stehe ich auf dem Schlauch? Da reicht doch ein ungeeichtes Günstigstexemplar? Ich habe noch keinen für 20 Euro gesehen, kann aber ausreichen. Muss halt funktionieren. Für Abrechnungszwecke sind Allmess und Engelmann nicht verkehrt - aber andere Marken wie Elster sicher auch nicht...


    Das Absenken ist davon abhängig, ab welcher Vorlauftemperatur der Wohnraum nicht mehr warm genug wird. Da dies abhängig von der Außentemperatur ist, muss man Steilheit und Parallelverschiebung des Heizkurve entsprechend absenken.

    Erster Anlaufpunkt könnten erstmal Hersteller sein - nur wollen die natürlich in erster Linie verkaufen... Die Berechnungen sollte man daher mit Vorsicht genießen, zumal der wirtschaftliche Knackpunkt solcher Anlagen Wartung und Instandhaltung sind. Da vorher belastbare Zahlen zu erhalten wird schwierig. Vielleicht können Dir KW Energie oder Adi Golbach einen passenden Berater/Planer empfehlen. Vielleicht macht das Planungsbüro vom BHKW-Infozentrum auch etwas in die Richtung?

    Moin Mittelhesse und herzlich willkommen im BHKW-Forum :)


    Du hast sehr viele Infos und Zusammenhänge bereits richtig auf dem Schirm. Das ist viel wert! Wenn Du wissen möchtest, wie effizient der alte Kessel ist, kannst Du einen Wärmemengenzähler einbauen. Du schreibst zudem, dass Du Flächenheizkörper hast. Da sollten sich die Systemtemperaturen noch deutlich absenken lassen - selbst, wenn es nur Radiatoren wären. Im Hinblick auf ein mögliches BHKW oder eine PV-Anlage solltest Du die EEG-Umlagepflicht auf Mieterstrom bzw. allgemein Stromlieferungen bedenken. Wenn es ein BHKW sein soll, dann müsstest Du auf Flüssiggas umsatteln und die BHKW-Auswahl ist damit gegenüber Erdgas immernoch etwas eingeschränkt. Bedenken sollte man auch, das Flüssiggas - verglichen mit Heizöl - nicht krass billiger ist und Du bei einem Brennstoffwechsel die alten Tanks entsorgen und einen neuen Flüssiggastank anschaffen musst. Wenn die Heizöltanks noch gut in Schuss und zukunftsfähig sind, sind das Kosten, die mit entscheiden können. Wenn die Dachfläche noch frei ist, sollte man auch über eine PV-Belegung nachdenken. Ich will nicht sagen, dass das in Deinem Fall besser wäre als ein BHKW - es ist aber eine Option, die man bedenken sollte und die sich auch gut mit einem BHKW kombinieren lässt (PV tagsüber und BHKW morgens/spätnachmittags/abends). Die Lösung könnte aber auch lauten: PV aufs Dach und Öl-Brennwert in den Keller. Nur braucht man bei Öl-Brennwert wirklich kühle Rücklauftemperaturen (der Taupunkt des Abgases ist deutlich niedriger als bei Erdgas). Da sollte man den hydraulischen Abgleich vielleicht vorziehen und schauen, wie die Temperaturen auf das zur Beheizung nötige Maß abgesenkt aussehen.


    :hutab:

    Ist der Bluegen einphasig oder dreiphasig bei der Stromerzeugung?

    Wie die meisten Nano-BHKW und Brennstoffzellen nur einphasig.

    Was passiert mit den anderen beiden Phasen im einphasigen Fall?

    Die werden nicht aus dem BHKW versorgt, sondern aus dem Netz bezogen. Die Messung durch den 2-Richtungs-Zähler erfolgt jedoch phasensaldierend. Beispiel: Du erzeugst auf L1 1,5 kW, verbrauchst aber auf L2 mit einem E-Auto 3,5 kW, dann misst der Zähler 2 kW Bezug aus dem Netz. Erzeugst Du 1,5 kW auf L1 und verbrauchst auf L1, L2 und L3 jeweils 0,5 kW, dann steht der Zähler still.

    Für e-Autos gibt es wohl eine Norm, so dass klar ist, dass der Bluegen den fiktiven Tesla nicht alleine laden kann. Ich meine als Mindestleistung sind 1,3 kw und 3 phasig 4,3 kw angegeben? Welche Wall wäre in diesem Fall sinnvoll?

    Der Tesla von dem Kunden, der von uns das 5-kW-BHKW hat, kann als unterste Grenze 5 kW laden, weniger geht beim Tesla nicht.

    Was Hans dampft, ist mal wieder Unsinn. Auch ein Tesla kann natürlich einphasig und langsam bis runter auf 1,2 bis 1,4 kW laden. Dazu braucht der nichtmal eine Wallbox, das geht mit dem UMC, der mit dem Auto kommt. Der Tesla "Notladeziegel" ist weit mehr als die Notladeziegel anderer Autos: Er kann je nach Generation sogar bis zu 16 A dreiphasig (bis 2018) oder 32 A einphasig (mit Model 3 eingeführte neue Generation) ziehen, wenn man einen CEE rot bzw. blau ansteckt - wobei die mögliche Leistung vom Lader im Tesla abhängt und in Deutschland natürlich wegen der VDE-AR-N-4105-Schieflastgrenze bei einphasiger Ladung maximal 4,6 kVA also 20 A zulässig sind. Mit dem Standard-Schukostecker am UMC kannst Du im Tesla am Bildschirm den Ladestrom von 5 bis 13 A einstellen (für Sie getestet im Pre-Facelift Model S mit UMC Gen1) - das sind 1,2 bis 3 kW an der Schukodose. Es kann sein, dass andere Teslas mindestens 6 A brauchen - habe ich jedenfalls mal gehört, das wären dann runde 1,4 kW. Zu den bei einer Schnarchladung auftretenden Ladeverlusten in Abhängigkeit vom Ladestrom bzw. der Ladezeit bitte modellspezifisch im TFF-Forum suchen - gibt viele Messungen. Nur wenn die Ladung dreiphasig erfolgt, steigt der minimale Ladestrom eben auf 3 x 1,2 kW macht 3,6 kW bzw. 3 x 1,4 kW macht 4,2 kW, wobei ich mir nicht sicher bin, ob der minimale Ladestrom bei dreiphasiger Ladung am Touch im Auto so weit runter zu regeln geht, hatte ich damals nicht probiert und auch noch nie jemanden gefragt. Es kann gut sein, dass das dann auch knapp 5 kW sind. Trick 17 ist übrigens, nicht nur zu probieren, was am Touch im Auto geht, sondern über Typ2 eine Limitierung der Ladestation vorzutäuschen - da könnte mehr gehen. Oder halt auf 1-Phasig gehen (notfalls Phasen in der Wallbox abklemmen oder UMC nutzen), dann geht es, wie ausgeführt, mit hohen Ladeverlusten bei tagelanger Ladung bis 1,2/1,4 kW runter. Aber wenn es für Dich wichtig ist, frage jemanden der das gleiche Modell mit der gleichen Ladegerätegeneration fährt. ;)