Beiträge von hololoy

    Hallo BHKW-Freunde,
    wenn man sich ein gebrauchtes BHKW zulegen möchte, würde ich, in der 5 kW Klasse, nur den Dachs nehmen. Der Motor ist äußerst robust und langlebig. Mein Dachs HR (Heizöl) ist jetzt über 14 Jahre in Betrieb und hat auch schon einen neuen Kolben bekommen, was auch die größte Reparatur in den 36000 Betriebstunden darstellt. Die Wartung kann man selber durchführen, auch der Russfilter kann normalerweise regeneriert werden. Alle paar Jahre ist auch mal ein neuer fällig. Ich habe den Dachs auf 3,5 kW reduziert und mit einem Batteriespeicher inkl. PV und Heizstab kombiniert. Von meinem Bedarf von ca. 8000 kWh werden um die 6000 kWh selber erzeugt.
    Man sollte auch die E-Mobilität im Auge behalten, da dort der Strom sehr gut verwendet werden kann. Ich lade z.B. jetzt, zu dieser Jahreszeit, meinen Ampera mit 2,3 KW über 4 Stunden überwiegend mit Dachsstrom. Der Dachs steht im Zentrum meines Energiesystems und wurde über Jahre immer weiter ergänzt. Abgesehen von den hohen Anschaffungskosten, bin ich eigentlich sehr zufrieden.

    Hallo Hans_Dampf,
    mit PV kann man die Energiewende nicht voranbringen? Das sehe ich etwas anders und stimme auch mit Stromsparer99 überein. Die gute Kombinatiion aus PV, Wind, Speicher und BHKW, irgendwann auch mit Power2Gas, ergibt eigentlich das optimale System. Es muss aber nicht jeder alles selbst zu Hause haben. In diesem Zusammenhang war das Konzept vom "Zellularen Ansatz" des VDE schon recht vielversprechend. Eine gut ausgelegte PV gehört eigentlich auf jedes Dach und mit einem Energiemanagementsystem lässt sich der Eigenverbrauch auch ohne Speicher gut erhöhen, zumal wenn E-Fahrzeuge passend geladen werden können.

    Hallo BHKW-Freunde,
    damit es nicht zu kompliziert wird, sollte man sich nur bei einer Firma oder Person Rat holen. Man will es ja nur warm und hell haben und seine weiteren elektrischen Verbraucher zu einem hohen Prozentsatz selbst versorgen. Meiner Meinung nach, gehört bei heutigen Preisen, eine PV auf jedes halbwegs geeignete Dach. Dies gilt gerade im Neubeu, wo ich normalerweise noch viele Möglichkeiten zur Gestaltung der Gebäudehülle habe. Nur die PV garantiert mir eine gewisse Unabhängigkeit und Kostenkontrolle für viele Jahre (> 20). Bei dem, normalerweise durch Dämmung und kontrollierter Wohnraumlüftung stark reduziertem Wärmebedarf, kann dann eine Wärmepumpe günstig betrieben werden, zumal auch niedrige Vorlauftemperaturen durch große Heizflächen kein Problem sind. Ein BHKW hat eher in der Sanierung von Altbauten seine starke Berechtigung, da eine Sanierung über Wärmedämmung und Lüftung sehr aufwendig und damit teuer ist. Leider tauscht man die Abhägigkeit vom Stromhändler, in eine vom Brennstofflieferanten.

    Hallo Zusammen,
    wer sich eine PV zulegt, befeuert die Braunkohle und wahrscheinlich auch noch die Atomkraft. Bei den kleinen Brennstoffzellen kocht, wäscht und lädt man sein E-Fahrzeug, nach der unterkomplexen Argumentation, auch mit Kohlestrom. Solar- und Windenergie sind in keiner Weise planbar? Ich dachte immer, die EVU nutzen augeklügelte Programme und genaue Wetterdaten, um den Einsatz der Kraftwerke für die nächsten Tage zu planen.
    Sailor hat die Sache schon recht gut dargestellt, es kommt eben auf den konkreten Einsatzfall an. Ein Mix aus PV, Wind und BHKW plus Speicher können sich sehr gut ergänzen, man muss vielleicht mal über die Grundstücksgrenze hinausschauen. Erdgas ist und bleibt ein fossiler Brennstoff, der als Ergänzung zu Wind und Sonne, möglichst sparsam und effizient, zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden sollte.

    Hallo Zusammen,
    ich würde bei einem Neubau mit relativ günstiger Dachfläche für ST oder PV immer zur PV plus Wärmepumpe tendieren. Nur das ermöglicht eine echte, wenn auch nur partielle Unabhägigkeit. Brennstoffzelle und Therme benötigen nun mal den Brennstoff Gas, die Brennstoffzelle sogar mehr, da der Strom auch aus Gas produziert wird. Man kann ja sogar komplette Dächer mit Modulen eindecken und spart sich die Dachsteine.
    Mir ist durchaus bewusst, dass im Winter viel Strom zugekauft werden muss. Bei entsprechender Dimensionierung wird der Strom aber bilanziell im Sommer und in der Übergangszeit eingespeist. Ein guter Kaminofen kann in der kalten Jahreszeit auch noch sehr schöne und gemütliche Wärme bereitstellen. Bei der von mir vorgeschlagenen Variante, fällt ja auch der Gasanschluss weg, ohne Ofen bleibt auch noch der Kaminkehrer draußen. Wartung der PV geht finanziell gegen Null.
    Ich bin selbstverständlich ein großer Freund der BHKW und damit auch der Brennstoffzelle, sehe aber den Einsatz eher im Gebäudebestand , da dort die Reduzierung des Wärmebedarfs deutlich schwerer und damit auch teurer ist.

    Hallo Satom,
    ein unverschattetes Flachdach ist eigentlich idael, weil es ja heute auch bei PV, auf den Eigenverbrauch ankommt. Der Eigenverbrauch ist ca. 2,5 mal so wertvoll, wie die Einspeisung. Zu den Preisen hat ja Sailor alles bereits bestens erklärt. Mit einer gut dimsionierten PV, gegenenfalls mit Speicher, kann man eigentlich nichts verkehrt machen.
    Zum Thema Wärme gibt es ja auch mehrere Optionen. Auf der Seite http://www.efg.de werden auch Vorschläge zur sukzessiven Sanierung von Anlagen gemacht, die unter günstigen Bedingungen den effizienteren Weiterbetrieb vorhandener Wärmeerzeuger ermöglichen. So werden auch "stranded Investments" vermieden und neue Komponenten, die defekte ersetzen müssen, können eingebunden werden. Es könnte z.B. auch ein wasserführender Kaminofen sein, der auch die gute Stube gemütlicher werden läßt. Die Sanierung der HeizkörpernIschen sollte aber auf jeden Fall angegangen werden, auch die Dämmung der Decken, ungeheizter Kellerräume sowie von Dachböden, können relativ günstig den Wärmebadarf senken.

    Halo Sailor,
    wir sind uns ja so ziemlich, bei der Bewertung des Ganzen, einig. Die Idee mit der Brauchwaserwärmepumpe kam mir, da das WW zur Zeit mit einem separaten Gasbrenner bereitgestellt wird. Vielleicht könnte man den bestehenden Heizkessel dann zunächst bestehen lassen und nach Änderung der Heizkörpernischen zu belastbareren Heizbedarfsangaben kommen. In einem zweiten Schritt könnte man dann den Kessel durch eine Brennwerttherme mit oder ohne KWK ersetzen. Die KWK braucht immer zusätzlichen Brennstoff für die Stromerzeugung, der bei der PV nicht anfällt. Den Strom den ich bei viel Sonne einspeise (11 ct/kWh) hole mir halt in der dunklen Jahreszeit wieder, so fungiert das Netz quasi als Speicher zu z.B. 17 ct. pro kWh. Der Preis für den PV Strom kann zudem auf viele Jahre garantiert werden und es fällt auch kaum Wartung an. Man kann PV oder PV plus Speicher auch mieten und muss gucken wie sich der persöhnliche Strompreis dann unterm Strich einstellt.

    Hallo BHKW-Freunde,
    bei der Erarbeitung eines neuen Energiekonzepts für solch ein Objekt, sollte man vielleicht auch folgendes berücksichtigen:


    1. Kann mir PV einen beachtlichen Teil meines Stromverbrauchs ohne Brennstoffkosten bereitstellen.
    2. Ist Elektromobilität in den nächsten Jahren ein Thema, was bei einem Fahrzeug mit 16 bis 20 kWh/100km zu Buche schlagen kann.
    3. Kann eine Brauchwasserwärmepumpe zum Einsatz kommen, die außerhalb der Heizperiode alleine, PV gestüzt, werkelt?
    4. Ist generell eine WP eine Option, zumal Heizflächen getauscht werden sollen (Entfernung der Heizkörpernischen).


    Viele Spass beim knobeln.

    Hallo Dachsbetreiber,
    ich habe gerade erst registriert, dass an der Motorölfront wieder diskutiert wird. Mein Dachs HR hat letzten Monat gerade die 36000 B-h Grenze geknackt. Wie schon geschrieben nehme ich das Pennasol SAE 40 HD und den TRABOLD Filter. Vor ca. 8000 Stunden brauchte ich einen neuen Kolben, da ein Ring gebrochen war. Das ist aber nicht unüblich gewesen und hatte meiner Ansicht nach nichts mit dem Öl zu tun. Das Problem mit den Additiven sehe ich als beherschbar an, da ja bei jeder Wartung, gleich TRABOLD Filter wechseln und Öl wieder auffüllen, ca. 4 Liter frisches Öl nachgefüllt werden muss. Das entspricht 2/3 Altöl plus 1/3 Frischöl. Zusätzlich entfernt der Filter auch Wasser, welches zur Säurebildung auch benötigt wird. Ich bin soweit rundum zufrieden, mich damals (2004) für Senertec entschieden zu haben.

    Moin Moin,
    ich sehe, zumindest wenn der Wunsch nach hoher Autarkie im Vordergrung steht, auch die Konbination aus PV, Speicher und BHKW als am sinnvollsten an. Ein Vorteil der Speicherlösung wäre auch noch, dass die PV DC-seitig an den Speicher angeschlossen werden kann und dadurch eine Notstrom Insellösung leichter möglich wird. Man kann mit der vorhandenen Therme sogar die Wärmeversorgung sicherstellen solange Gas ankommt. Ich habe bei mir nach und nach auch alle Komponenten installiert und bin trotz überdimensioniertem Dachs ( läuft mit 3,5 kW) doch recht zufrieden. Man hat ein schönes und anspruchvolles Hobby und versucht seine Anlage permanent zu optimieren. Ein BHKW mit etwas höherer Leistung kann dann auch flexibler zum Laden von E-Fahrzeugen eingestzt werden. Ich freue mich, dass die Wärme eines Verbrenner-KFZ, bei mir nicht unterwegs weg geworfen werden muss.

    Hallo Joachim,
    bei den 200 € habe etwas sehr großzügig aufgerundet. Bei mir kommt das Pennasol SAE 40 HD zum Einsatz, wird aber auch nur alle paar Jahre gewechselt, wegen des Trabold Nebenstromfilters. Der vorgeschaltete Luftfilter aus dem KFZ Bereich kann ausgewaschen und neu eingeölt werden. Als Kraftstofffilter verwende ich ebenfalls den Traboldfilter, der dem Rest vorgeschaltet ist. Der interne Heizölfilter bleibt genau wie Motorölfilter dauerhaft verbaut. Bei der ESD bin etwas großzügiger, die wird jedes zweite Mal gewechselt ( ca. 6000 h).
    Letztens habe ich mir bzw. dem Dachs einen neuen Rußfilter gegönnt, da der alte nicht mehr so gut regenerierbar war. Als Mittelwert über die Jahre habe ich dann die 200 € geschätzt, die Zusatzfilter waren ja auch nicht umsonst, obwohl sie vorher im KFZ ihren Dienst getan haben. Vielleicht bin ich auch mit 100 € ausgekommen.

    Hallo Leute,
    ich fahre, wie hier schon oft geschreiben auch mit 3,5 kW beim Öldachs. Da ich die Wartung selber mache und ein paar Ergänzungen vorgenommen habe, liegen die Wartungskosten deutlich tiefer. Ich gehe von 200 € pro Wartungsinterval aus. Wer zu meiner Wartung Details möchte; es wurde auch schon von mir mehrfach im Forum erörtert. Wenn ein stationärer Speicher nicht in Frage kommt, kann auch über einen mobilen Speicher nachdenken, der dann per Lastgang geladen werden kann. Ob es sinnvoll ist, muss jeder selbst über sein Fahrprofil ermitteln. Es soll ja auch mitlerweile gebrauchte E-Fahrzeuge geben, die erschwinglich sind. Eine PV-Anlage ist auf jeden Fall sinnvoll und ergänzt sich sehr gut mit einem BHKW. Es gibt m.E. ja auch Förderungsmöglichkeiten, wenn eine PV-Anlage mit Speicher angeschafft wird. Ich stehe ansonsten auf dem Standpunkt: das Geld für den Dachs wurde schon ausgegeben (12 Jahre her) und wenn er schon mal da ist soll er auch so viele Jahre wie möglich laufen. Es sei denn, die dem Betrieb zu Grunde liegenden Energiepreise würden sich gravierend ändern.

    Hallo Rosisosi,
    Du meintest als 2. Alternative Kolben+Zylinderwechsel. Mein Zylinder hatte auch leichte Riefen, aber mein Pfleger meinte, dass wäre nicht so tragisch. Er hat auch damit Recht behalten. Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg.

    Hallo rosisosi,
    die Sache mit dem Takten sehe ich ebenfalls als unkritisch an. Bei meinem Öldachs war vor knapp 2 Jahren bei 28000 B-h ein Kolbenring gebrochen. Symptome hatte ich folgende: 1. erhöhter Motorölverbrauch, 2. schnelleres Verstopfen des Rußfilters und 3. schlechtes bzw. kein Anspringen bei Kapseltemperatur unter 55 °C. Bis zum Kolbenwechsel habe ich mir mit Startpilot aus der Spraydose geholfen und zugesehen, dass die Kapseltemperatur durch regelmäßigen Betrieb hoch bleibt. Mein Dachs hat jetzt 33000 Betriebsstunden und läuft wieder einwandfrei.
    Was mich bei Deinem Dachs wundert ist, dass keinerlei Öl in der Auffangwanne steht. Bei mir steht eigentlich immer etwas drin, dass ich zur Wartung dann auch entferne.

    Hallo Dachsbetreiber,
    bei unserem BHKW gibt eine Sicherheitskette in die elektrische Öffnerkontakte eingeschleift sind bzw. werden können. Bei ist zum Beispiel der Temperatursensor vom Kondensor oder auch der Heizungsnotschalter eingeschleift. Bei einem entsprechenden Fehler / Auslösesignal wird dann die SIcherheitskette unterbrochen und der Dachs abgeschaltet. Welche Kontakte noch im Dachs selber verwendet werden, kann ich aktuell nicht direkt sagen. Es könnte auch zum Beispiel die ENS Netzüberwachung über diese Möglichkeit eingreifen.

    Hallo Dachsbetreiber,
    ich kann mich meinem Vorredner sehr gut anschließen. Ich verwende ja auch SAE 40 HD Einbereichsöl, dass auch durch den TABOLD Nebenstromfilter mehrere Wartungsintervalle im Motor verbleibt. Da ca. 4l innerhalb der 2500 B-h verbraucht werden, gibt ja auch eine regelmäßige Frischölzufuhr von einem Driitel der Gesamtmenge. Den Abgaswärmetauscher bzw. Rußfilter warte ich nach Bedarf, wenn die Abgastemperatur über 380°C (bei 3,5 kW) steigt. Der Rest wird in etwa nach Plan erledigt. Nach 32000 B-h brauchte ich folgende Ersatzteile: 1 Leistungsnachführung, 2 Thermostate, 1 Kolben, 1 Heizölentlüfter und 1 Motorölfiltergehäuse. Bei der Heizölpumpe war zusätzlich der Anlaufkondensator defekt, dadurch war der Strom hoch und die Sicherung brannte durch.