Beiträge von hololoy

    Hallo BHKW-Freunde,

    ich kann mich den Ausführungen der Vorredner prinzipiell anschließen. Bei BZ-BHKW mit relativ kleinen Leistungen wird es bei hoher Last immer so sein, dass Netzbezug entsteht. Wichtig ist, dass ein großer Teil meines elektrischen Energieverbrauchs abgedeckt wird und es nicht groß zur Einspeisung kommt. Die Kilowattstunden Bezug werden halt weniger, noch ist es egal wie genau und wann. Zum Elektroauto und der Leistung zum Laden ist es entscheidend wieviel km ich fahren will oder muss und welche Zeit ich um Laden habe. Beim Laden mit kleiner Leistung mag der Wirkungsgrad etwas schlechter sein, aber die Batterie wird geschont. Meinen Opel Ampera PHV kann ich z.B. mit 6 A Netzstrom (1380 W) laden, damit kann man in 1,5 Stunden ca. 10 km "nachtanken ". Wenn es schneller gehen muss, steigt entsprechend der Netzbezug, aber entscheidend bleibt, am Jahresende, die Bilanz der Kilowattstunden.

    Mila : Gibt es auf dem Grindstück keine Garage oder Carport, welches unterstützend mit einer PV belegt werden könnte. Bei den heutigen Preisen ist eine Südausrichtung gar mehr so entscheidend.

    Hallo BHKW-Freunde,

    mein Dachs HR läuft jetzt fast 15 Jahre mit 38000 h auf der Uhr. Ersatzteile: neuer Kolben, Heizölentlüfter, Kabelbaum und Wasserpumpe. Da ich ganz vorneweg den TRABOLD-Filter geschaltet habe, sind seitdem auch keine weiteren Kraftstofffilter gewechselt worden. Der TRABOLD Einsatz wird einmal pro Jahr erneuert und mit Diesel vorher durchfeuchtet. Entlüftung und Pumpenstarts ohne Dachsbetrieb kommen so nicht vor. Eine Ausnahme bildet der Wechsel der Einspritzdüse alle 2 bis 3 Jahre.

    Hallo CO2-Vermeider,

    die Kombination habe ich auch schon. Man sollte auch den kompletten Mix aus Erneuerbaren nutzen und nicht einzelne Quellen, wie PV oder Wind, ausschließen. Zum Thema globales Stromnetz gibt es Ansätze, über HGÜ, Strom, sehr verlustarm über weite Strecken zu transportieren. Aktuell wird an einer Leitung von Deutschland nach Norwegen gebaut, um Windstrom mit Wasserkraftstrom zu kombinieren. Bei der Versorgungssicherheit in der Zunkunft geht es aber nicht allein um die Erzeugung, sondern auch um den Verbrauch. Verschiebbare Lasten sollten eben dann bertrieben werden, wenn reichlich regenerative Energie vorhanden ist.

    Von der Atomkraft halte ich gar nichts, da sie teuer, gefährlich und nicht Nachsorgefrei ist. Die langfristig teuren Lasten der Nutzung wurden letztens gerade dem Steuerzahler aufgebürdet. CO2 frei ist die Kernenergie auch nicht, da der sehr aufwendige Bergbau mit fossiler Energie abgewickelt wird. Die weitere Nutzung z.B. in GB mit neuen Kraftwerken wird letztlich durch die militärische Nutzung mit bedingt, da die nötige Infrastruktur, sonst nur vom Steuerzahler (nicht Stromkunden) aufzubringen wäre.

    Eine der schönsten Leistungen Deutschlands war, durch das EEG, den PV-Strom zu preiswert werden zu lassen das er weltweit auch in ärmeren Ländern dezentral eingesetzt werden kann. Die Früchte dieser Arbeit ernten jetzt durch eigenene politische Fehler leider überwiegend andere.

    Hallo BHKW-Freunde,
    wenn man sich ein gebrauchtes BHKW zulegen möchte, würde ich, in der 5 kW Klasse, nur den Dachs nehmen. Der Motor ist äußerst robust und langlebig. Mein Dachs HR (Heizöl) ist jetzt über 14 Jahre in Betrieb und hat auch schon einen neuen Kolben bekommen, was auch die größte Reparatur in den 36000 Betriebstunden darstellt. Die Wartung kann man selber durchführen, auch der Russfilter kann normalerweise regeneriert werden. Alle paar Jahre ist auch mal ein neuer fällig. Ich habe den Dachs auf 3,5 kW reduziert und mit einem Batteriespeicher inkl. PV und Heizstab kombiniert. Von meinem Bedarf von ca. 8000 kWh werden um die 6000 kWh selber erzeugt.
    Man sollte auch die E-Mobilität im Auge behalten, da dort der Strom sehr gut verwendet werden kann. Ich lade z.B. jetzt, zu dieser Jahreszeit, meinen Ampera mit 2,3 KW über 4 Stunden überwiegend mit Dachsstrom. Der Dachs steht im Zentrum meines Energiesystems und wurde über Jahre immer weiter ergänzt. Abgesehen von den hohen Anschaffungskosten, bin ich eigentlich sehr zufrieden.

    Hallo Hans_Dampf,
    mit PV kann man die Energiewende nicht voranbringen? Das sehe ich etwas anders und stimme auch mit Stromsparer99 überein. Die gute Kombinatiion aus PV, Wind, Speicher und BHKW, irgendwann auch mit Power2Gas, ergibt eigentlich das optimale System. Es muss aber nicht jeder alles selbst zu Hause haben. In diesem Zusammenhang war das Konzept vom "Zellularen Ansatz" des VDE schon recht vielversprechend. Eine gut ausgelegte PV gehört eigentlich auf jedes Dach und mit einem Energiemanagementsystem lässt sich der Eigenverbrauch auch ohne Speicher gut erhöhen, zumal wenn E-Fahrzeuge passend geladen werden können.

    Hallo BHKW-Freunde,
    damit es nicht zu kompliziert wird, sollte man sich nur bei einer Firma oder Person Rat holen. Man will es ja nur warm und hell haben und seine weiteren elektrischen Verbraucher zu einem hohen Prozentsatz selbst versorgen. Meiner Meinung nach, gehört bei heutigen Preisen, eine PV auf jedes halbwegs geeignete Dach. Dies gilt gerade im Neubeu, wo ich normalerweise noch viele Möglichkeiten zur Gestaltung der Gebäudehülle habe. Nur die PV garantiert mir eine gewisse Unabhängigkeit und Kostenkontrolle für viele Jahre (> 20). Bei dem, normalerweise durch Dämmung und kontrollierter Wohnraumlüftung stark reduziertem Wärmebedarf, kann dann eine Wärmepumpe günstig betrieben werden, zumal auch niedrige Vorlauftemperaturen durch große Heizflächen kein Problem sind. Ein BHKW hat eher in der Sanierung von Altbauten seine starke Berechtigung, da eine Sanierung über Wärmedämmung und Lüftung sehr aufwendig und damit teuer ist. Leider tauscht man die Abhägigkeit vom Stromhändler, in eine vom Brennstofflieferanten.

    Hallo Zusammen,
    wer sich eine PV zulegt, befeuert die Braunkohle und wahrscheinlich auch noch die Atomkraft. Bei den kleinen Brennstoffzellen kocht, wäscht und lädt man sein E-Fahrzeug, nach der unterkomplexen Argumentation, auch mit Kohlestrom. Solar- und Windenergie sind in keiner Weise planbar? Ich dachte immer, die EVU nutzen augeklügelte Programme und genaue Wetterdaten, um den Einsatz der Kraftwerke für die nächsten Tage zu planen.
    Sailor hat die Sache schon recht gut dargestellt, es kommt eben auf den konkreten Einsatzfall an. Ein Mix aus PV, Wind und BHKW plus Speicher können sich sehr gut ergänzen, man muss vielleicht mal über die Grundstücksgrenze hinausschauen. Erdgas ist und bleibt ein fossiler Brennstoff, der als Ergänzung zu Wind und Sonne, möglichst sparsam und effizient, zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden sollte.

    Hallo Zusammen,
    ich würde bei einem Neubau mit relativ günstiger Dachfläche für ST oder PV immer zur PV plus Wärmepumpe tendieren. Nur das ermöglicht eine echte, wenn auch nur partielle Unabhägigkeit. Brennstoffzelle und Therme benötigen nun mal den Brennstoff Gas, die Brennstoffzelle sogar mehr, da der Strom auch aus Gas produziert wird. Man kann ja sogar komplette Dächer mit Modulen eindecken und spart sich die Dachsteine.
    Mir ist durchaus bewusst, dass im Winter viel Strom zugekauft werden muss. Bei entsprechender Dimensionierung wird der Strom aber bilanziell im Sommer und in der Übergangszeit eingespeist. Ein guter Kaminofen kann in der kalten Jahreszeit auch noch sehr schöne und gemütliche Wärme bereitstellen. Bei der von mir vorgeschlagenen Variante, fällt ja auch der Gasanschluss weg, ohne Ofen bleibt auch noch der Kaminkehrer draußen. Wartung der PV geht finanziell gegen Null.
    Ich bin selbstverständlich ein großer Freund der BHKW und damit auch der Brennstoffzelle, sehe aber den Einsatz eher im Gebäudebestand , da dort die Reduzierung des Wärmebedarfs deutlich schwerer und damit auch teurer ist.

    Hallo Satom,
    ein unverschattetes Flachdach ist eigentlich idael, weil es ja heute auch bei PV, auf den Eigenverbrauch ankommt. Der Eigenverbrauch ist ca. 2,5 mal so wertvoll, wie die Einspeisung. Zu den Preisen hat ja Sailor alles bereits bestens erklärt. Mit einer gut dimsionierten PV, gegenenfalls mit Speicher, kann man eigentlich nichts verkehrt machen.
    Zum Thema Wärme gibt es ja auch mehrere Optionen. Auf der Seite http://www.efg.de werden auch Vorschläge zur sukzessiven Sanierung von Anlagen gemacht, die unter günstigen Bedingungen den effizienteren Weiterbetrieb vorhandener Wärmeerzeuger ermöglichen. So werden auch "stranded Investments" vermieden und neue Komponenten, die defekte ersetzen müssen, können eingebunden werden. Es könnte z.B. auch ein wasserführender Kaminofen sein, der auch die gute Stube gemütlicher werden läßt. Die Sanierung der HeizkörpernIschen sollte aber auf jeden Fall angegangen werden, auch die Dämmung der Decken, ungeheizter Kellerräume sowie von Dachböden, können relativ günstig den Wärmebadarf senken.

    Halo Sailor,
    wir sind uns ja so ziemlich, bei der Bewertung des Ganzen, einig. Die Idee mit der Brauchwaserwärmepumpe kam mir, da das WW zur Zeit mit einem separaten Gasbrenner bereitgestellt wird. Vielleicht könnte man den bestehenden Heizkessel dann zunächst bestehen lassen und nach Änderung der Heizkörpernischen zu belastbareren Heizbedarfsangaben kommen. In einem zweiten Schritt könnte man dann den Kessel durch eine Brennwerttherme mit oder ohne KWK ersetzen. Die KWK braucht immer zusätzlichen Brennstoff für die Stromerzeugung, der bei der PV nicht anfällt. Den Strom den ich bei viel Sonne einspeise (11 ct/kWh) hole mir halt in der dunklen Jahreszeit wieder, so fungiert das Netz quasi als Speicher zu z.B. 17 ct. pro kWh. Der Preis für den PV Strom kann zudem auf viele Jahre garantiert werden und es fällt auch kaum Wartung an. Man kann PV oder PV plus Speicher auch mieten und muss gucken wie sich der persöhnliche Strompreis dann unterm Strich einstellt.

    Hallo BHKW-Freunde,
    bei der Erarbeitung eines neuen Energiekonzepts für solch ein Objekt, sollte man vielleicht auch folgendes berücksichtigen:


    1. Kann mir PV einen beachtlichen Teil meines Stromverbrauchs ohne Brennstoffkosten bereitstellen.
    2. Ist Elektromobilität in den nächsten Jahren ein Thema, was bei einem Fahrzeug mit 16 bis 20 kWh/100km zu Buche schlagen kann.
    3. Kann eine Brauchwasserwärmepumpe zum Einsatz kommen, die außerhalb der Heizperiode alleine, PV gestüzt, werkelt?
    4. Ist generell eine WP eine Option, zumal Heizflächen getauscht werden sollen (Entfernung der Heizkörpernischen).


    Viele Spass beim knobeln.

    Hallo Dachsbetreiber,
    ich habe gerade erst registriert, dass an der Motorölfront wieder diskutiert wird. Mein Dachs HR hat letzten Monat gerade die 36000 B-h Grenze geknackt. Wie schon geschrieben nehme ich das Pennasol SAE 40 HD und den TRABOLD Filter. Vor ca. 8000 Stunden brauchte ich einen neuen Kolben, da ein Ring gebrochen war. Das ist aber nicht unüblich gewesen und hatte meiner Ansicht nach nichts mit dem Öl zu tun. Das Problem mit den Additiven sehe ich als beherschbar an, da ja bei jeder Wartung, gleich TRABOLD Filter wechseln und Öl wieder auffüllen, ca. 4 Liter frisches Öl nachgefüllt werden muss. Das entspricht 2/3 Altöl plus 1/3 Frischöl. Zusätzlich entfernt der Filter auch Wasser, welches zur Säurebildung auch benötigt wird. Ich bin soweit rundum zufrieden, mich damals (2004) für Senertec entschieden zu haben.