Die große Lüge von der Wärmedämmung

  • Hier ein Artikel aus dem Hamburger Abendblatt:


    http://www.abendblatt.de/ratge…er&utm_source=twitterfeed


    Einige Zitate:


    Wer Dämmplatten an seine Fassade klebt, spart Heizkosten – glauben viele. Doch die Rechnung geht nicht auf. Eine Studie zeigt: Die Kosten der Sanierung übersteigen die Einsparungen. Und zwar deutlich.


    Der Winter scheint in diesem Frühjahr kein Ende zu nehmen. Zahlreiche Eigenheimbesitzer haben in den vergangenen Tagen bereits vorsorglich ihren Heizölbestand nachgefüllt und sind nun über die Feiertage am Grübeln: Wäre es nicht sinnvoll, das Haus energetisch auf Vordermann zu bringen? Sollten die Fassaden nicht stärker gedämmt werden, um Heizkosten zu sparen?


    Doch bevor Aufträge an Handwerksbetriebe unterschrieben und Dämmstoffe geordert werden, lohnt sich ein eingehender Blick in eine neue Studie, die das Forschungsinstitut Prognos für die staatliche Förderbank KfW über Kosten und Nutzen der Energiewende erstellt hat.


    Um die Energieeinsparziele zu erreichen, sind der Studie zufolge bis zum Jahr 2050 "wohnungswirtschaftliche Investitionen" über insgesamt 838 Milliarden Euro nötig. Dadurch könnten jedoch nur "Energiekosten von 370 Milliarden Euro eingespart werden", haben die Prognos-Forscher errechnet.


    Unter dem Strich entstünde den Eigentümern somit ein Gesamtverlust von 468 Milliarden Euro. "Die Studie zeigt, dass die Energieeinsparauflagen bar jeglicher ökonomischer Vernunft sind", sagt Thomas Beyerle, Chefresearcher der Immobiliengesellschaft IVG.


    Bei einem nach der aktuellen EnEV-Norm errichteten Einfamilienhaus entfallen nach Berechnungen der Deutschen Energieagentur von den Vollkosten von 400 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bereits 115 Euro auf die energieeinsparbedingten Mehrkosten. Bei einem besonders effizienten Neubau, der nur 55 Prozent des rechnerisch erlaubten Energieverbrauchs aufweist, steigt der Quadratmeterpreis auf 540 Euro – von denen 250 Euro auf die zusätzlichen Energiesparmaßnahmen entfallen


    Hinzu kommt ein weiteres Problem: Dämmstoffe haben nur eine begrenzte Haltbarkeit. "Wir wissen von unseren Mitgliedsunternehmen, dass die Dämmung an vielen in den 90er-Jahren sanierten oder neu errichteten Häusern bereits heute – nach nicht einmal 20 Jahren – zum Teil Schäden zeigt", sagt der GDW-Präsident.


    Zumal die Materialien bislang kaum recycelt werden können. "In wenigen Jahren könnten wir vor dem Problem stehen, riesige Müllhalden schaffen zu müssen, um defekte Wärmedämmverbundsysteme zu entsorgen", gibt Beyerle zu bedenken. "Die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten könnten dann noch viel höher ausfallen, als sich bislang erahnen lässt."

  • Kritische Architekten und Bauleute wissen das schon lange...


    http://www.konrad-fischer-info.de/


    nur die hat man bisher nicht hören wollen.....aber jetzt is es auch amtlich bestätigt.
    Das des so is kommt aber wieder, in altbewährter Weise, aus der WSVO und der EnEV, welche von Schreibtischtätern unter tatkräftiger Mitwirkung der Dämmstofflobby, geschrieben wurde.

    Die dezentrale KWK ist keine Brücke - sie ist die Lösung :thumbsup:


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  • Doch die Rechnung geht nicht auf. Eine Studie zeigt: Die Kosten der Sanierung übersteigen die Einsparungen. Und zwar deutlich.


    Das erzähl schon seit 15 Jahren. Aber das will bzw. wollte keiner hören. Dafür brauch ich keine Studie sondern nur ein Blatt Papier, Bleistift und Taschenrechner. Der Brandschutz verschlechtert sich außerdem erheblich, wie Untersuchungen bereits ergeben haben.


    Es ist wesentlich effizienter in jedem Haus ein BHKW zu stellen. Höhere CO2 Einsparungen, geringere Investitionskosten, höhere Rendite und die Anlage ist zu fast 100% recycelbar. Rechnen hilft. !!!! :wissenschaftler:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • ist die Frage welche Schlüsse sie daraus zieht.

    Garnix werden die machen, für die ist das doch ein Geschäft.
    Es steht doch drin in der Studie, dass die Energieeinsparung weniger ist als des Zeug an der Wand kostet. Heisst auf deutsch, Du gibst mehr Geld aus als gespart wird. Des betrifft einzig und allein DEINEN Geldbeutel.

    Zitat

    die KfW mit Fördergeldern und zinsgünstigen Darlehen die energetische Sanierung bestehender und den Neubau besonders energieeffizienter Wohnhäuser voranzubringen. Allein in diesem und dem nächsten Jahr sind dafür jeweils 1,8 Milliarden Euro vorgesehen. "Faktisch ist das eine Verschleuderung von Steuergeldern", sagt Beyerle.

    Die 900 Mio. pro Jahr, was die als Förderung ausgeben, kommt allein durch die Mehrwertsteuer aus den Rechnungen für die ganze Saniererei wieder rein.
    Was da volkswirtschaftlich noch alles dran hängt...Arbeitsplätze in der Industrie und Bauwirtschaft usw. ist nochmal ein vielfaches von dem.
    Was nachher mit dem ganzen Müll passiert interessiert doch die ned. Und wenn in 20 Jahr die Saniererei wieder von vorn los geht ist des um so besser weil ja wieder Mehrwertsteuer..Arbeitsplätze usw.
    Und des is auch gut so, weil wir werden in 20 Jahr noch jeden Euro brauchen um die Zypern/Griechenschulden zu zahlen die wir jetzt machen. ^|__|^

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    2 Mal editiert, zuletzt von baulion ()

  • Es kommt auf die Ausgangssituation an.
    Auch auf den Anteil der Außenwände, Decken usw...


    So ist im Bereich Kellerdecke / obere Geschossdecke ein großes Sparpotential vorhanden.
    Da sind Investitionen von oftmals unter 5.000€ zu tätigen die eben mal 300-400€ Heizkosten im Jahr einsparen.


    Bei der Fassade ist es oft ein Drahtseilakt ob es sich in einer angemessenen Zeit rechnet oder nicht.
    Die Konstruktion ist dabei entscheident.
    Bsp.



    So hat ein Haus mit nur einer Wohnebene von 100m² (10x10Meter Grundfläche) mit 2,50 Deckenhöhe dem meisten Wärmeverlust im Bereich oberster Geschossdecke/Dach und Kellerdecke.
    Da dieses mal eben 200m² Fläche außmacht.


    Die normaltypische Verglasung+Tür würden bei den 100m² Fassade gut 25-30m² Ausmachen. Hier sind die Schwachstellen oftmals sehr alte Fensterscheiben und undichte Fenster + sehr schlecht gedämmte Rollädenkästen.
    Die Restlichen 70m² Fassade sind nur etwa 24% der gesamten Außenfläche die in der Dämmung sehr teuer sind!


    Deutlich einfacher und günstiger ist es, die oberste Geschossdecke / Kellerdecke zu dämmen, die Fenster(scheiben) + Dichtungen zu erneuern und die Rollokästen zu dämmen.


    Die Restwärmeerzeugung sollte dann recht CO² - Arm geschehen. Hier sind BHKW's die ideale Grundlage, da diese gut zur PV passen. Im Winter wird Wärme + Strom produziert. Am meisten in der dunkelsten Jahreszeit und die Produktion nimmt mit steigender Lichteinstrahlung ab. Hier greift dann die PV ein und erzeugt im Sommer den meisten Strom.



    Aber in einigen Fällen lohnt sich auch eine Fassadendämmung, bei Kalksandsteinwänden steigt die Behaglichkeit nach der Dämmung um ein Vielfaches.

    Hallo, RWE,EON, Vattenfall und EnBW
    ich habe jetzt meinen eigenen Meiler im Keller(MUHAHAHAHAHAAH)

  • Da kann ich Dir in allem was Du schreibst, bis auf eins, nur zustimmen.

    Aber in einigen Fällen lohnt sich auch eine Fassadendämmung, bei Kalksandsteinwänden steigt die Behaglichkeit nach der Dämmung um ein Vielfaches.

    Je mehr Masse (Gewicht) eine Wand hat, um so besser ist die Dämm- und Speicherfähigkeit. Da ist die KaSa- und sogar die Betonwand unschlagbar. Das mit der Behaglichkeit ist reine Gefühlssache. Eine Wand/Flächenheizung auf KaSa ist genauso angenehm wie wenn draussen Styropor kleben würde und wesentlich billiger. |__|:-)

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  • Oft kann man mit einfachen Mitteln effektiv Energie sparen. Aber oft gibt es auch andere, einfachere und weniger kostenintensive Verfahren.
    So kam ich zu den BHKWs.Ursprünglich wollte ich die Republik mit Grundwasserwärmepumpen vollpflastern . Die Strompreiserhöhung in 12 Jahren in Köln, von 9,75 Cent Wärmepumpenstrom auf gut 26 Cent Normalstrom hat diese Art, Energie zu sparen, zu teuer gemacht, das ist herausgeworfenes Geld. Damals gab es zusätzlich noch jede Menge Anschubförderung.
    Was sehr gut passt, ist die Kombination einer Wärmepumpe mit einem passenden BHKW. Aber die Kombination läuft dann höchstens 2500 Stundenr. Das lohnt also nicht, wenn man ein BHKW neu kaufen muss, Förderung ist dann auch ausgeschlossen.
    Trotzdem, so kann man, obwohl das Einspeisen praktisch unmöglich gemacht wird, das angebliche Klimaziel der Regierung erreichen, auch, wenn die eigentlich nicht will und keinen Förderpfennig für ein überaus sinnvolles Projekt gibt.
    Klar, weiß ich, dass ich durch Ersatz der Warmwasserwärmepumpe durch einen Heizstab und der gleiche Heizstab zur Hausheizung die Förderbedingungen erfüllen kann, aber man muss ja nicht jeden volkswirtschaftlichen Unsinn mitmachen. Dann vielleicht lieber Krieg in Afghanistan führen lassen, der auch unser Geld kostet, aber vielleicht wenigstens einen guten Zweck erfüllt.
    Wir haben da die Wahl zwischen Teufel und Beelzebub.


    Ein hervorragendes Mittel, Energie in einem Altbau zu sparen, ist es, die Kellerdecke mit Aluminiumfolie zu bekleben. Der Keller muss aber zugfrei sein, sonst bekommt man ein Feuchteproblem. Kann ich bei meinen frierenden Bekannten nicht durchführen, weil neben den schädlichen Wasseraderstrahlen die gesundmachenden , wohlausgewogenen Erdstrahlen ebenfalls abgeschirmt werden. Dass diese Esotheriker ein reines Stahlbetonhaus gekauft haben, ist ihnen dabei überhaupt nicht aufgefallen. Trotz meines Protests.
    Kurz, Vieles läuft mir gegen den Strich. Ich begreife die Menschen nicht mehr, schon gar nicht unsere Politiker, die den 11.9. in unserem Land haben planen lassen.
    Ja, sie haben keineswegs geschlafen , sondern zugesehen und alle sehen zu, wenn auch energiepolitischer Unsinn getrieben wird.
    Energie ist so teuer geworden, es sollte jetzt endlich dementsprechend gehandelt werden und wir nicht mehr daran gehindert, unsere Nachbarn mit unvergleichlich günstig erzeugtem BHKW-Strom zu versorgen.
    Wenn man Einfachglas durch Isolierglas ersetzt, ohne die gesamten Fenster zu erneuern, kann sich das schon lohnen, der Quadratmeterpreis liegt unter 100 Euro. Da lohnt sich, bei entsprechender Fläche und Verhandlungsgeschick, auch der Austausch von Doppelglas gegen Isolierglas.


    Nicht vergessen sollten wir aber, dass unsere Regierung Schulden macht und diese können am einfachsten abgebaut werden, wenn man uns anstiftet, unser Geld hinauszuwerfen, um die Wirtschaft anzukurbeln und Steuern abzuschöpfen. Jnsbesondere Milchmädchen kann man gut zu eigentlich törichten Dingen überreden. Das fördert dann auch das Wunder, obwohl ich an der Beratung, die ich bei Vaillant erfuhr, nichts auszusetzen hatte. Immerhin wurde ich darüber aufgeklärt, dass meine Mitmenschen sich 11% Differenz zwischen Heizwert und Brennwert in die eigene Tasche logen. Ich hatte allerdings gezielt danach gefragt.


    Also, große Lüge bei der Wärmedämmung, das würde ich nicht sagen. Aber man sollte selbst nachrechnen und nicht Werbesprüchen aus aller Munde vertrauen.
    Es werden auch viele handwerkliche Fehler gemacht und falsche Zahlenwerte verwandt. Wer baut, hat oft zu erzählen...

  • Es geht noch besser !!!!!


    Geht mal in unser Forum "Holzgibtgas"


    Unterforum: Erneuerbare-alternative-Energien nachwachsende Rohstoffe, Recycling.
    Das Dämmstoff-Paradoxon / Wahnsinn Wärmeedämmung


    Viel Spaß beim lesen!


    oebuba

  • Zitat

    Je mehr Masse (Gewicht) eine Wand hat, um so besser ist die Dämm- und Speicherfähigkeit. Da ist die KaSa- und sogar die Betonwand unschlagbar. Das mit der Behaglichkeit ist reine Gefühlssache. Eine Wand/Flächenheizung auf KaSa ist genauso angenehm wie wenn draussen Styropor kleben


    Also da muss ich aus meinem Betonbunker auf das energischte wiedersprechen!
    Speichern tut der Beton kaum was solange keine entsprechende Sonnenaktive Oberfläche drauf ist, die hat aber keiner da das schwarz wäre.
    Aber die Kälte kommt prima rein!
    Erst nach der Dämmung sind die Aussenwände erträglich. Vorher nur mit Abstand zu geniessen.


    Aber mein Vorschreiber hat Recht, am wichtigsten ist die Dach- und Grundplattendämmung, hat auch bei mir die meiste Einsparung gebracht, schön an den Verbräuchen zu sehen, da bei mir alles nur schrittweise voran geht.


    Styropor und andere mineralölbasierende Dämmstoffe einige der grössten Bausünden!
    Brennt wie Teufel und hinterlässt Chemieabfall.
    Mag in Zukunft recylebar sein, die ersten forschen ja bereits daran Baustyroporabfälle zu verwerten.
    Aber momentan .....


    Mein Dämmstoff für das Dach ist Cellulose, sicher auch nicht der Brüller durch die eingebrachten Salze, aber sehr Energiearm produzierbar sowie sehr einfach in der Anwendung.
    An den Aussenwänden nutze ich Resolschaum, der brennt nicht selbstständig, selbst im Kamin ausprobiert.
    Dafür teurer und durch das eingesetzte Treibmittel eigentlich nur im Aussenbereich verwendbar.
    Leider auch Restmüll wenn seine Zeit gekommen ist. Was allerdings durch seine chemische Zusammensetzung später als bei Styropor sein sollte.


    Die Vergangenheit zeigt das nicht genutzte Energieeinsparpotentiale bei Neubauten sich innerhalb dr Lebenszeit eines Hauses bitter rächen, deshalb halte ich so Rechnungen das Dämmen teurer ist als Primärenergie verbrennen für falsch.
    Das diese Energiesparhäuser aus Styropr bestehen müssen aber noch für viel falscher!
    Würden unsere Architekten ihre Jobs richtig machen würden Häuser durch entsprechende passive! Energiegewinnung und passende Wandaufbauten aus mineralischen Baustoffen effizient und langlebig sein.
    Die Verwendung von "modernen" Dämmstoffen und aufwendigen Technikanlagen ist etws für "faule" Architekten.
    Wobei viele einfach nicht an den geltenden und teilweise falschen Bauvorschriften vorbeidenken wollen.


    Solare Einstrahlungen passiv nutzen ist nicht schwer, geht aber von der Optik andere Wege, was vielen Häuslebauern einfach zu "anders" aussieht.
    Und schon sind wir bei der wirklichen Problemzone, der menschlichen Fehleinschätzung was schön ist fehlt der Weitblick was Nötig ist damit er nicht Jahre später in die Kostenfalle tappt.


    Ich werde meinen Bunker weiter dämmen um von den jetzigen 60% Einsparungen noch höher zu kommen.
    Allerdings lohnt sich das bei mir auch nur weil ich alles selber mache.
    Ansonsten sähe eine auf momentanen Kosten basierende Rechnung zu schlecht aus.
    Aber wenn ich lese das die Gas- und Ölländer meinen das der momentane Preis zu niedrig ist, weiss ich schon jetzt das jedes bischen Energieeinsparung mir bald mehr spart als jetzt die paar Dämmarbeiten und meine Kreuzschmerzen kosten.


    Sicher helfen BHKWs die momentane Energieverschwendung zu senken und im Altbestand auch grade in grossen Liegenschaften mit Vermietungsproblematik die bessere Lösung als Dämmung.
    Aber auf lange Sicht gesehen?
    Da hilft wohl irgendwann nur noch Abreissen und neubauen.


    Bernd


    Ps. Konrad Fischer ist nach meiner Meinung ein fehlgeleiteter Mensch.
    Seine Versuche mit Dämm- und Mineralstoffen und die daraus resuktierenden "Erkenntnisse" sind Haarsträubende Ignoranz.

  • Es ist wesentlich effizienter in jedem Haus ein BHKW zu stellen. Höhere CO2 Einsparungen, geringere Investitionskosten, höhere Rendite


    Also das mit der Rendite eines BHKW im Einzelhaus bezweifle ich mal. Meiner Meinung nach rechnet sich das kaum oder gar nicht. Es kommt hier entscheidend auf die Vergleichsreferenz an. Dies kann ein Uraltkessel, eine neue Therme oder eine Neuinstallation inkl. Solarthermie sein.


    Der Austausch eines alten Kessels mit z.B. 80%(HS) durch eine neue Brennwerttherme mit 98% (HS) wird von der Investition her kaum zu schlagen sein. Die enorme Kosteneinsparung gegenüber einer BHKW Anlage von ca. 18-20K€ sind nicht durch Förderung/Einsparungen herein zuholen. Also von Rendite zu sprechen finde ich sehr mutig!


    Man braucht also eine Ersatzmotivation. Dies können Spieltrieb, Technikverliebtheit, grün bewegte Lebenseinstellung oder sonstige Beweggründe sein. Ein sonstiger Beweggrund kann auch die lokale Gesetzgebung sein - etwa wenn sie den Eigentümern vorschreibt, wie eine neue Heizung auszusehen hat und dies eben verordnet – so wie etwa in BW –Hier ist dann die Vergleichsreferenz inkl. monströser Solarthermie (4% von der beheizten Fläche) eine ganz andere Größenordnung wie etwa die einer einzelnen Therme. Damit kann man dann – wenn man Glück hat – auf +- Null kommen d.h. durch Förderung und Einsparungen die Mehrkosten eines BHKW amortisieren, was aber immer noch keine Rendite ist.


    Die Investition ist damit noch immer nicht ökonomisch sinnvoll, sie ist dann nur das kleinere Übel. Was ecopowerprofi vermutlich sagen wollte ist: eine Invest in eine BHKW Anlage macht weniger Verlust als ein Invest in die Hausdämmung.




    dass die Dämmung an vielen in den 90er-Jahren sanierten oder neu errichteten Häusern bereits heute – nach nicht einmal 20 Jahren – zum Teil Schäden zeigt",


    @ woever


    Hallo Wolfram, Frage doch einmal einen Experten, wie lange den so ein Hondamotor wohl hält? Hält der z.B. 10 Jahre, das wären ja dann wohl an die 50000h Betriebszeit. Glaubst du das? Diese Thema ist schließlich nach 10 Jahren für dich (vielleicht uns) „to your own risk“.

  • Je mehr Masse (Gewicht) eine Wand hat, um so besser ist die Dämm- und Speicherfähigkeit.


    Das ist immer nur im Zusammenhang zu sehen. Energie kann ich nur speichen, wenn was zu speichern da ist. Dünne Trockenbauwände speichern überhaupt nicht. Dicke Aussenmauern dämmen sehr wohl. Die optimale Bauweise ist die Innenwände sehr massiv auszuführen, damit die möglichst viel Wärme- bzw. Kälteenergie speichern können und dadurch mit ihre Speicherkapazität regulierend auf die Innentemperatur auswirken. Die Aussenwände sollten sehr gut isolieren. Daher sind die bevorzugt aus schlecht wärmeleitende Materialien zu bauen wie z.B. Gasbeton, Poroton usw.


    Also da muss ich aus meinem Betonbunker auf das energischte wiedersprechen!


    Das liegt daran, dass Dein Betonbunker mit sehr dünne Wände gebaut wurde. Das macht man gerne um Kosten zu sparen und bei gleichem Bauvolumen mehr Wohnfläche zu bekommen. Daher ist die Wärmespeicherkapazität Deines Bunkers doch sehr begrenzt. Dein Bunker ist im gewissen Maße eine Bausünde die Du jetzt mit Rückenschmerzen und verlorene Freizeit nachbessern muss. :verrueckt:



    PS: Bernd der Dachsgebeutelte
    Hast heute Nacht wohl auf die Zeitumstellung gewartet um die Uhren umzustellen. :pfeifen:
    Wir haben inzwischen fast alle mit Funkempfänger. Da geht es automatisch. Die zwei drei anderen stelle ich erst am Morgen um. :offtopic:

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • DORIAR
    Ich denke/hoffe, dass man HONDA 0 Jahre durchhält. Aber im Gegensatz zur Dämmung ist mir beim HONDA von vornherein klar gewesen, dass er eine begrenzte Laufzeit hat und, dass er danach einigermaßen umweltfreundlich entsorgt werden kann. Ich habe natürlich auch über eine Außendämmung nachgedacht, mir dabei aber nie Gedanken über die Haltbarkeit und späterer Entsorgung gemacht. Ich ging einfach davon aus, dass die Dämmung genau so lange hält wie das Haus selbst.


    Das BHKW ist sicherlich keine Kapitalanlage, die eine gute Rendite bringen soll. Ich vergleiche mein BHKW gegen meinen alten Viessmann-Kessel von 1991. Und dabei liege ich nach meinen Annahmen über 10 Jahre mit dem BHKW besser. Ich muss da keine Rendite erzielen, will aber auch nicht hohe Mehrkosten in Kauf nehmen.

  • Nochmal Widerspruch.
    Mein Bunker ist recht massiv mit 40er Wandstärke.
    Die Betondecke allein hat 35 cm.
    Da dämmt oder speichert nix, bzw. gespeichert wird nur die Kälte.
    Das Dach nach einer Notabdichtung, also eigentlich Ideal nach den Aussagen von Fischer etc., schön Schwarz mit viel Speichermasse, hat nur enorme Verluste in der ungedämmten Zeit erzeugt.
    Erst die Dämmung war die Lösung.

  • Im Studim hatte ich das Fach Verbraucherfassung und dort hat unser Professor mal ein Bsp. eines Bestandsgebäudes gerechnet, welches energetisch modernisiert werden sollte.
    Die Einzelheiten kenne ich nicht mehr, aber am schnellsten haben sich folgende Maßnahmen amortisiert:
    1. Neue Anlagentechnik (Austausch alter Kessel gegen Brennwertgerät, Senkung Vorlauftemp. hydraulischer Abgleich, etc. pp)
    2. Dämmung oberste Geschossdecke
    3. Fassadendämmung
    4. Dämmung Kellerdecke
    5 Austausch Fenster / Türen


    Ich gehe davon aus, dass unser Prof. keinen Schmarrn gemacht hat und das schon eine gewisse Representativität besitzt.


    Was nicht mit betrachtet wurde, war die Abdichtung der Gebäudehülle.


    Meiner Meinung nach sind 1+2+Luftdichtheit verbessern bei älteren Bestandsgebäuden durchaus lohnende Maßnahmen.


    3 ist streitbar. Schade dass Energieberater auch fast immer in dieses Horn blasen...


    tschau