Beiträge von DORIAR

    Liebe Comutity,


    Nach eklatanten Sicherheits- Qualitäts und Gasventilproblemen am ecopower 1.0 von Vaillant und abnehmender Marktakzeptanz wurde das Produkt - wie Forum veröffentlicht- abgekündigt.



    Es fragt sich nun, wie es mit der 10 jährigen Funktionsgarantie weiter geht. Dies ist um so wichtiger denn, wer weiß schon wann der nächste Motorentausch fällig wird. Der erste war bei mir schon nach knapp 2 Jahren!



    Einige Forum-Mitglieder fragten sich bereits, ob Vaillant überhaupt noch Interesse hat, ihren "alten Verpflichtungen" nachzukommen oder würden etwa Maßnahmen verfolgt, sich der leidigen Pflicht zu entledigen?



    Bei mir ist es nun soweit, das der Vaillant –Abkömmling -PowerPlus GmbH- eine Vertragskündigung androhte.
    Zunächst wurde versucht ein Zusatzbetrag geltend zu machen wegen einer angeblich nicht funktionierenden Fernabfrage. Nachdem ich widersprochen habe, hat PowerPlus mit einer Vertragskündigung gedroht! Damit war das Desinteresse am weiteren Funktionsvertrag manifestiert! Somit wären wir wieder bei dem Eingangsstatement!



    Gegen das Abtauchen von vertraglichen Pflichten habe ich nun über meinen Rechtsschutzversicherer Klage gegen PowerPlus erhoben!



    Hintergrund:



    Mein Vertrag wurde vor dem offiziellen Sicherheitsleck abgeschlossen zu den damals geltenden Internetugangsbedingungen, die von mir bauseits auch bereitgestellt wurden.


    Über ein Jahr später wurde dann einseitig von Vaillant die VPN-Box eingeführt, mit neuen Bedingungen an den Router (Portweiterleitung). Mein damaliger Vodafone-Router unterstützte diese Funktion nicht.


    Daraufhin hat Vaillant einseitig als Problemlösung kostenlos eine verplombte, autarke SIM-Karten basierte VPN-Box installiert mit der die gewünschte Fernabfrage zustande kam. Nach ca. einem weiteren Jahr stellte sich heraus das die SIM-Karte offensichtlich zeitlimitiert war! Eine Fernabfrage war dadurch unterbrochen.


    Nach erneut ca. einem Jahr wurde PowerPlus aktiv und vertrat die Meinung, dass ich auf meine Kosten eine neue SIM-Karte besorgen und sie auf meine Kosten von Vaillant einbauen lassen müsse! (wg. der Plombe). ?(




    Ich habe dies abgelehnt mit der Begründung, dass es nicht mein Problem kann sein, das Vaillant technische Fehler erzeugt und damit verbundenen Aufrüstungskosten der Fernabfrage zu meinen Lasten gehen sollen!
    Ich bot an, dass ich 2017 im Rahmen eines Providerwechsels eine Fritzbox erhalte, die eine geforderte Portweiterleitung ermöglicht. Man war daran aber nicht interessiert! :?:



    Die wahren Beweggründe seitens PowerPlus bleiben diffus. Prinzipiell akzeptieren sie ja die vertragliche Verweigerung der Fernabfrage bei voller Funktionsgarantie (gegen Mehrpreis). Also kann das Thema nicht so dominant sein. Man könnte schon auf Gedanken kommen, ob dies etwa mit der aktuellen Produkt Ausphasen-Strategie zusammenhängt und man die (unrentable) alten Funktionsgarantieverträge lästig findet.




    Jetzt lassen wir mal die Justiz urteilen.



    Gruss aus Heilbronn


    P:S. Die jährlchen Kosten für die Funktionsgarantie wurden und werden von mir natürlich bezahlt!

    dann kannst Du auch nicht übers "Hausnetz" auf das Gerät zugreifen.

    Hallo,
    ja, das ist klar!


    Ich dachte daran, den VPN abzuhängen (LAN weg) und den Regler an mein Hausnetz anzuschließen (LAN dran).


    Warum komme ich auf so einen Gedanken?
    Mein VPN ist nämlich nicht betriebsbereit. Wie schon gesagt ist dort auf Vaillantkosten eine eigene SIM eingebaut. Aber: Die SIM war zeitbegrentzt d.h die SIM ist bereits über ein Jahr abgelaufen. Vaillant ist dies egal. Keine Reaktion - wie üblich.Mir ist es auch egal.


    Somit habe ich das NT der VPN-Box auch abgehängt!


    Somit könnte ich theoretisch wieder Zugriff auf meinen Ecopower über mein Hauslan einstellen. Vermutlich brauche ich da aber wieder ein (ungeschütztes) Zugangs-PW von Vaillant, das gehackt werden kann..


    Gruß aus Heilbronn.

    Seit 2.05 ist da nochmal ein PW hinterlegt und das abgelaufene Java Zertifikat ist auch noch inclusive - was will man mehr?

    Hallo alikante,


    dein Beitrag ist zwar schon im Februar eingestellt, jetze habe ich ihn aber erst entdeckt.
    Historisch ging mal dier Zugriff über das Hausnetz.
    Dann Kam die VPN-Story. Diese Box belegt nun den LAN-Eingang. Seitdem ging der Zugriff nur noch über die Webseite von Vaillant. Elend langsam.
    (Bei mir wurde eine VPN verbaut mit eigener SIM-Karte, hat also mit meinem Hausnetz nichts mehr zu tun).


    Das jetzt wieder der direkte Zugriff über mein Hausnetz gehen sollte, war/ist mir unbekannt!
    Ich habe derzeit die SW 2.05.
    Mein Netzwerk im Regler ist auf "VPN" konfiguriert. Soll ich nun wechseln und mein "Kundensnetz" konfigurieren?
    Also Daten einegben, Passwort setzen, LAN-Kabel austauschen?


    Gruß aus Heilbronn.

    Letzten Freitag bei der kalten Hotline angerufen, leider hat der Kollege vergessen einen Auftrag aufzunehmen

    Hallo zusammen,
    seit längerer Zeit habe ich mal wieder das Forum besucht.
    Der Umgang mit dem Gasventilproblem ist halt mal wieder Vaillant-Like. Man soll brav im Anschreiben ankreuzen, dass man die Kiste abgestellt hat.
    Juristisch für Vaillant eher eine Absicherungsmaßnahme, der man ja nicht nachkommen muss.. Erkauft sich Vaillant doch dadurch zunächst mal unbefristete Zeit, um sich dem Thema zu "widmen".


    Vor drei Wochen habe ich den Austausch angemahnt und um einen Termin gegebeten mit der Bitte, das ich nach 3 Wochen in Urlaub gehe. Nach dem dritten (!) Telefonat in gleicher Sache, erfuhr ich auch so nebenbei, das auch bei mir überhaupt kein Auftrag erfasst wurde- also keine Auftragsnummer. Da ich ich nun in Urlaub starte - schalte ich halt mal in Summe so 7-8 Wochen das BHKW ab!? Da aber mein Erwartungshorizont bezüglich Kundenorientierung bei dieser Firma eh schon "unter Null" ist, bestätigt das Alles nur meine bereits gemachten Erfahrungen mit dieser Firma. Wir werden sicher keine Freunde mehr!


    Gruss aus Heilbronn.


    P.S. Ich habe natürlich bei dem Kulanzantrag nicht das Kästchen (abgeschaltet am..) angekreutzt.

    Nachdem meine Anlage jetzt gut 2 Monate lang ständig unter 980 Watt produziert hat sind

    karlnapp
    980 Watt ist doch noch o.k! Bei mir waren es 925W vor dem Ableben!


    alikante

    Du hattest noch nicht so oft mit den Eco1.0 von 2011-2014 zu tun ?? Du wirst sehen das ein guter Teil bis zur zweiten Wartung einen Austauschmotor drin hat!

    Kann ich bestätigen! Mein Austausch liegt sogar noch vor der zweiten Wartung!
    Allein 35 Seiten hat nun schon dieses Thema im Forum. Eine never ending story.
    Mein Motor wurde jetzt nach 10000h gewechselt. Zwei Monteure brachten die Angelegenheit nach 55 (!) min über die Bühne. Da saß jeder - auch wirklich jeder Handgriff - Das läßt dann auf viel Erfahrung mit dem Thema schließen!


    Die Vorgeschichte zum Motortausch war aber wieder mal Vaillant-Like.
    Mein Motor zeigte zuletzt 930W und Drosselklappenwerte bis 70% (!). Dann war Honda ncht lieferfähig. Dann war der Monteur in Urlaub. Dann war ich in Urlaub. Dann blieb der Motor in meinem Urlaub für insgesamt 12 Tage stehen. Dann kam jeden Tag eine Störmail von Vaillant :"Entstörpflichtiger Fehler", "Auftragsnummer vergeben". Aber Kontakt hat natürlich niemand mit mir aufgenommen!


    Meine Standardkritik an diesem Unternehmen: Das Qualitätsmanagement ist einfach nicht durchgängig intakt!


    Nachdem ich selbst Kontakt mit Vaillant aufgenommen habe, war der für mich vorgesehene Motor im Keller eines Vaillant-Technikers, der aber in Urlaub war. Nachdem mein Motor schon 12 Tage stand, bestand ich auf einer Notreparatur.


    Ein anderer Techniker brauchte 2 Stunden um das Gerät wieder notdürftig zum Laufen zu bringen. Dabei kam das volle Programm zum Einsatz. Endoskopie, Verkokung abtragen, Luftfiltertausch, Zündkerzentausch, Ölabscheider verbauen, Komporession überprüfen, Ventilspiel einstellen.


    Leider startete die Kiste aber nicht! Nach mindestens 20 (!) Startversuchen startete der Motor -warum auch immer- . Er brachte dann wieder die Leistung wie vor der Reparatur: 930W , 70% Drosselklappenwert.


    Jetzt habe ich einen neuen Motor wieder bei Normleistung. Interessant finde ich, das auch bei einem Neumotor ein Ölabscheider zusätzlich verbaut wurde! Könnte man daraus schließen, das die eigentliche Produktschwäche des Motors immer noch nicht beseitigt wurde?
    Mal sehen was in den noch verbleibenden 8 Jahren Funktionsgarantie so anfällt.


    Gruß aus Heilbronn.

    Der Leistungsabfall geht bei mir diesmal wesentlich rasanter vonstatten als beim letzten Mal. Gestern hatte ich bereits viele Werte unter 900 W


    Hallo handbuch,


    mich würde mal interessioeren, wie lange die Vorlaufzeit bei Vaillant ist bis ein neuer Motor kommt und wie das bei Vaillant abläuft. Kommt man da auf eine Spenderliste?
    Bereits Ende Januar 2015 habe ich sehr schlechte Drosselkappenwerte und Motorleistung bei meinem ecopower zu Vaillant gemeldet.
    Absolut keine Reaktion!
    Gestern habe habe ich die Hotline erneut dazu kontaktiert. Angeblich will sich jemand jemand nach Ostern (nach Urlaub) melden. Inzwischen bin ich bei ca. 930W und 70% Drosselklappenwert und das beim ersten Motor nach nur 10000 Betriebsstunden!
    In meinem Voll-Wartungsvertrag steht natürlich was anderes bezüglich Reaktionszeit.
    Wg. meiner Funktionsgarantie habe ich auch keinen erhöhten Blutdruck - aber es passt in mein bisher gewonnenens Bild von der " Firma. die weiterdenkt": Kundenorientierung hat dort noch erhebliches Potential nach oben. Noch besser wäre allerdings: Vermehrt Wettbewerber auf dem Feld der Micro KWK's, die zeigen das es auch besser geht. Es fehlt ein "Steve Jobs" der Heizungsindustrie!


    Gruss aus Heilbronn

    Trotz aller Begeisterung für die Technik - mit meinen bisherigen Erfahrungen würde ich das Ganze trotz der alten Konditionen nicht noch einmal machen.

    handbuch,


    ich nähere mich auch immer mehr deiner Meinung an!


    Bereits in meinem Beitrag zu diesem Thema hier im Forum...


    1. Jahres Zwischenbericht ecopower 1.0


    ..in welchem ich mich um eine sachliche Analyse zum 1. Jahr meines Betriebs eines Nano BHKWs bemühte –
    untermauert durch Vorlagen realer Daten, verschlimmert die Vaillant Initiative das Ganze erheblich..


    Das Vaillant bei der erhöhten Anzahl von frühen Motorausfällen
    beim ecopower 1.0 – wie im Forum
    berichtet – mit ihrem Funktionsgarantieverträgen kalkulatorisch nicht auf
    kostendeckende Beträge kommt, dürfte klar sein. Dass sie offenbar deshalb 2014 die
    „Notbremse“ gezogen und keine derartigen Verträge mehr anboten - mit
    fadenscheinigen Argumenten – „neues lukratives Geschäftsfeld für den Sanitärhandel“
    – wusste ich zunächst gar nicht. Jetzt gibt es also wieder Funktionsgarantie -Verträge von
    Vaillant zu utopischen Kosten und damit vermutlich der Gnadenschus für das Produktfeld der Nano BHKW!


    Ich habe noch einen Vertrag aus 2013 für 407€/6000h Betriebszeit.


    Damit driftet die ökonomische Rentabilität einer solchen
    Anlage - wie hier im Forum bereits festgestellt - unter die Null-Linie. Man überlege sich doch einmal wieviel
    Strom erzeugt werden muss um Wartungskosten von 882€/Jahr zu erwirtschaften! Hinzu kommt ja noch ab und zu die Wartung der SLT.


    Einerseits braucht man den Vertrag wg. offensichtlicher Qualitätsprobleme,
    sonst gleich der Betrieb einem Lotteriespiel. Andererseits wundert sich die
    Branche wg. dem dramatischen Absatzeinbruch derartiger Anlagen. Laut BAFA Statistik
    wurden in 2014 nur 1147 (-40%) Nano BHKW insgesamt (also nicht nur Vaillant!) verkauft. Irgendwie
    scheinen potentielle Käufer langsam dahinter zu kommen, dass die Thematik
    voller Fallstricke ist. Vielleicht ist auch dieses Forum daran beteiligt, dass nicht
    nur der Marketing Bullshit der Hersteller als Informationsbasis zum Endkunden transportiert wird.


    Es drängt sich mir der Verdacht auf, das Vaillant die Qualitätsprobleme
    auf den Kunden abwälzt über utopische Wartungskosten. Also: weiter so, der
    Kunde soll zahlen! Ein überzeugender Ansatz sieht aber anders aus. Endlich die
    Qualitätsprobleme lösen! Dann gibt es auch weniger Ausfälle. Dann kommt man
    auch mit akzeptablen Wartungsprämien aus. Dann ruiniert man auch nicht das
    Produktfeld der Nano‘s.


    Irgendwie denkt da wer zwar weiter – aber nicht zu Ende!


    Insofern steht auch für mich fest. Unter den aktuellen Bedingungen - nicht noch einmal dieses Abenteuer!
    Mein Gnadenschuss fällt dann nach Ablauf der Funktionsgarantiezeit.


    Gruß aus Heilbronn.

    die Afa steht als Jahresbetrag fest,

    Richtig! Das FA legt gemäß einer Tabelle fest, das ein BHKW auf 10 Jahre abzuschreiben ist. Aber gilt das auch bei "Halbnutzung" (z.B. im Sommer das BHKW komplett abschalten.) ? Ich bin mir da derzeit nicht so sicher. Das FA weiß aus meiner letzten Abrechnung das mein BHKW derzeit 5000h/Jahr läuft. Es könnte Nachfragen geben. Eine Erhöhung der Abschreibungszeit würde meine Steuer erhöhen.


    Gruss aus Heilbronn.

    was mir bei den Überlegungen nicht klar war bzw. noch nicht klar ist:

    Hallo Allikante,


    1. Ich habe einen Wartungsvertrag mit Funktionsgarantie! Die Vorraussetzungen dafür habe ich alle erfüllt. Abnahme durch Vaillant, rechtzeitiger Abschluss - vor Schäden-, Fernüberwachung mittels VPN-Box, Wartungzyklus 6000h oder mindestens alle 24 Monate (!), nur Vaillant darf "ran". Preis 2014: 408€ inkl. MWst. Jährliche Anpassungsklausel - mindestens 2,5%/a.


    2. 30000h-Bonus habe ich nicht genommen. Ich ging über die LZ von 5000h * 10 = 50000h aus.


    3. ich bekam von meinem Netzwerkunternehmen auch nur 3,5ct/kWh (und nicht 6ct/kWh) für den eingespeisten Strom!


    Wg. 1.-3. muss ich in deinen Beispielrechnungen (3000h Betrieb) noch Anpassungen vornehmen.


    Ein weiterer Fallstrick muss ich auch noch genau prüfen. Steuerliche Auswirkungen! Ein Minenfeld! Was wird mit der Afa bei reduziertem Betrieb. Wie wird das mit der Berechnung der sog. Eigenentnahmen. Die Wertentnahme der Nutzwärme wird relativ umständlich (eben deutsch!) nach sog. Selbstkosten (die ja geringer werden) ermittelt. Die Auswirkungen muss ich erst berechnen.


    Also mit Ruhe überlegen, dann handeln.


    Gruß

    Liebe comunity,
    hier einige Stellungnahmen zu einigen Kommentaren zum Thema.

    EDR ca. 62 % (bei 6000 h Laufzeit/Jahr) - man holt nach oben nicht mehr viel raus.

    AndiPower
    Ich stimme dir bei: Effizienz-Steigerungen gegen mein 1. Jahr sind sehr begrenzt. Zurzeit läuft ein Versuch, der mich von 5000 Betriebsstunden
    in Richtung 6000h/Jahr bringen wird. Durch den Verzicht auf BHKW-Stillstands Zeiten während der Nacht ist dies erreichbar. Das wird die Situation etwas verbessern. Nach meinen Prognosen wird sich mein jährlicher Ertrag von ca. 650€/a auf ca. 700€/a erhöhen. Grund ist meine niedrige Grundlast nachts von nur ca. 200W/h. Hier wird also ggfs Strom produziert, der kaum kostendeckend verkauft werden kann. Die Betriebskosten steigen aber z.B. auch durch verkürzte Wartungsintervalle.


    @ ecorpowerprofi
    Natürlich muss man individuell nur die Alternativen vergleichen, die Vorort möglich sind! Dies habe ich auch gemacht indem ich das kleinere Übel gewählt habe! Unter den gegebenen (schlechten) Randbedingungen in BW ist der Betrieb eines BHKW hier noch tragbar, da das Geld so oder so „verbrannt“ werden muss – ohne große Renditeansprüche. Dies gilt aber nur für die paar Mitbürger in BW!


    Da die Restriktionen in BW sonst niemand in Europa kümmern, folgt für alle anderen: SLT + günstiger Stromdistributor ist kaum zu schlagen! (Mini-BHKW, 170m² Wohnfläche, um 4500kWh Strombedarf/a, kein Pool)


    1. BHKW mit Wartungsvertrag 6000h.p.a


    2. BHKW mit Wartungsvertrag 3000h.p.a

    @ Allikante
    Aus den Darstellungen von Allikante (Kostenvarianten) ist gut erkennbar, was die 500€ Wartung für ein Renditekiller sind! Viel Strom muss produziert werden, um nur diesen Betrag zu erwirtschaften! Andererseits ist der Wartungsvertrag, der ja auch Versicherungspolice gegen Qualitätsprobleme z.B. beim Motor ist, m.E. unverzichtbar. Man zahlt hier also einen neuen Motor über die Zeit mit.


    Alikantes Ansatz, das BHKW einfach im Sommer abzuschalten und nur m Winter zu aktivieren bei dann guter Auslastung, ist überlegenswert. Es geht in die Richtung meiner Bedenken das BHKW auch nachts laufen zu lassen bei meiner Grundlast von nur 200W/h!


    Aber Allikante! hier schließt sich der Kreis wieder! Ein BHKW mit meinen Randbedingungen macht keinen großen (ökonomischen) Sinn! Aber
    da sind ja noch die „Gutmenschen“ in BW…


    Gruß aus Heilbronn

    Darf ich fragen was Dich bewogen hat ein BHKW zu kaufen?? Bei unter 4000kWh Strombedarf war doch vorab klar das mit Armortisation nix wird

    Hallo,


    Natürlich war mir früh klar (noch vor dem Kauf), dass sich dies nicht rechnen wird! Aufgeschreckt durch die PlanSoft Folklore habe ich mich mal mit dem Thema und dessen Fallsttricke auseinandergesetzt. Dabei hat mir das Forum viel Startwissen vermittelt. Deshalb bin ich auch (dankbares) Mitglied geworden. Jedenfalls war ich damit in der Lage, mir eigene belastbare Prognosen zu erstellen, die auch klare Aussagen brachten. Etwas zu optimistisch war ich bei dem zu erzieleneden Einspeisestrompreis.


    Den Grund des Kaufes habe ich in meinen Ausführungen bereits angedeutet. Hier in BW hätte ich wg. der regenerativ vorgeschriebenen Komponente viele tausend Euro zusätzlich in eine Solarthermie investieren müssen (nur abhängig von meier Wohnfläche, unabhängig von Sinn oder Unsinn). Da meine Kinder bereits ausserhaus sind, stellte sich für uns die Frage, was machen mit 900L, 90°C heißes Wasser im Sommer? Ich hätte auch lebenslänglich Bio-Erdgas (viel teurer) nehmen können, müssen.


    Für mich Alles bescheurte Lösungen. Also das kleinere Übel in BW wählen. Wenn die Geldausgabe eh nicht zu vermeiden ist, dann wenigstens noch etwas Strom erzeugen als praktischen Gegenwert, mit dem ich was anfangen kann. Kleiner, unwesentlicher Zusatzgrund ist der Spieltrieb einens Naturwissenschaftlers.


    Gruss aus Heilbronn.


    Gruß aus Heilbronn.

    Liebe comunity,


    Zeit um mal die Basisdaten für mein erstes Jahr Ecopower-Betrieb kritisch zusammenzustellen für einen ersten Zwischenbericht und zur Diskussion zu stellen. Als Zielgruppe sind eher interessierte Neumitglieder angedacht, die eine solche Investition andenken.


    Belastbare Betriebsdaten,
    Zum Kaufbeginn (2013) gab es kaum belastbare Zahlen zur Betrieb eines BHKW und damit zur Rentabilität, Betrieb usw. Vaillant ermittelt hanebüchene Prognosen aus der sog. PlanSoft-Software, mit der der sog. Fachhandel die Kundschaft gezielt in die Irre führen konnte, sollte, wollte. Mit ein wenig Nachdenken kann aber jeder erkennen, dass es sich hier nur um Marketing bullshit handelt. Fragen zu den unterstellten Berechnungs-Annahmen, Berechnungsalgorithmen oder allgemeine transparenz-fördernde Aussagen wurden abgewiegelt. Ich erinnre mich noch gut an die bescheuerte Aussage eines Händlers: „Das stimmt schon so; die SW wurde ja von einem Professor erstellt“!


    Auch hier im Gremium gab und gibt es Beiträge zum Thema. Hin und wieder habe ich aber den Eindruck, dass die Aussagen oft von Wunschdenken oder eben nicht-ökonomischen Gründen gefärbt sind.


    Anbei ein Excel Graph zu einigen Daten- beispielhaft für meine Anlage in meinem Betriebsfall-. Amortisationsüberlegungen sind sehr abhängig davon, mit welcher Alternative die Investition in ein BKKW verglichen wird. In der PolanSoft-SW wurde als Vergleich mein Uraltkessel herangezogen! Das geht natürlich gar nicht! Wenn schon, dann mit konventionellem Strombezug + einer aktuellen Brennwert-Therme und: Die erheblichen Mehrkosten eines BHKW müssen erst mal durch Stromproduktion und Förderung erwirtschaftet werden!


    Motivation


    Grünbewegte Mitmenschen haben es da leichter. Für sie dürfte die ökonomische Seite unterpriorisiert sein. Ein Grund kann auch das Bundesland, indem man seinen Wohnsitz hat, sein. In BW maßt sich eine Regierung an, eine aktuelle 15%tige regenerative Komponente bei einer Heizungserneuerung einzufordern- unabhängig von der finanziellen Lage der Eigentümer. Die Vertreter der 10 Millionen Bürger in Baden Württemberg wissen es also besser als die restlichen 730 Millionen Europäer, die sowas nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen! (Bei mir hätte z.B. eine geforderte Solarthermie-Anlage auf dem Dach, die gesetztes konform ist, fast zus. 10000€ gekostet!). 90 km nördlich von Heilbronn, in Hessen, hätte es eine neue
    Brennwerttherme (mit höherem thermischen Wirkungsgrad) + günstiger Stromdistributor gegeben. Ökonomisch kaum zu schlagen – plus Beitrag zur Umwelt!


    Amortisation


    Schließlich steigen beim BHKW Wartungs- / Versicherungskosten, die Gasbezugsmenge erhöht sich deutlich, die System-Ausfallrate steigt, es gibt
    kein Ersatz für Stillstandzeiten (keine Stromproduktion). Selbst auf vom Staat für 10 Jahre zugesagte Förderung würde ich bei der heutigen Politikergeneration keine Wette auf Erfüllung eingehen. Es wäre nicht das erste Mal, wo rückwirkende Eingriffe in laufende Förderzusagen ohne Bestandsschutz geändert werden/wurden! Hinzu kommt noch das Mega-Thema: Nach Ende der 10 jährigen Förderung wird eine solche Anlage zum Kostenkiller!


    Qualitätsthemen


    Die Qualität meiner Vaillant-Anlage (ecpopower 1.0, AllStore Speicher, WW-Wärmeauskoppler, SLT ecotec, Hocheffizienzpumpen) ist bislang tadellos, sofern man das für Vaillant neue Gebiet, BHKW, ausnimmt. Hier gibt und gab es erhebliche Probleme. Mein 18 Monate alter Motor stand schon dreimal in den Letzen 3 Monaten mit z.T. bedenklich hohen Drosselklappenwerten (>60%). Es ist schon jetzt klar, dass er keine hohe Laufleistung haben wird und schon gar nicht 10 Jahre, wie unterschwellig vom Vaillantvertrieb in Aussicht gestellt wurde! Deshalb sollte ein Wartungsvertrag mit Vollgarantie für den Honda Motor unbedingt einkalkuliert werden! Die alten und neuen Softwareprobleme sind im Forum vielfach beschrieben, auch deren schleppende bis nicht stattfindende Beseitigung. Das VPN Debakel mit der aktuellen Vaillant-Lösung, dass man auf sein Eigentum nur noch mit einer endlos lahmen Vaillant-Browserverbindung anstatt über sein Hausnetz Zugriff hat, ist ein weitere (negativer) Höhepunkt. Der einzig wertvolle PC-Zugriff zur Optimierung seines BHKW Eigentums: der sog. Expertenmodus – wurde mit der VPN (Nicht-) Lösung beerdigt.


    Excelgraph


    In den beiliegenden Kurven habe ich in dem Balkendiagrammen einige absolut gemessene Strommengen in kWh über ein Jahr aufgetragen. In den
    Prozentkurven sind zwei sog. Eigendeckungsrate (EDR) aufgetragen, also das Verhältnis zwischen produziertem Strom und davon selbstverbrauchten Strom. Die jährlich gemittelte EDR ist über das Jahr gemittelt ein einziger Wert. Die dynamische EDR wurde aus 14 tägigen Zwischenmessungen ermittelt. Für Amortisationsrechnungen ist gleichwohl der jährlich Mittelwert eher relevant. Die EDR des gemittelten Jahreswertes von nur 59% weicht signifikant ab von der PlanSoft Prognose von weit über 80%! Die dynamische EDR zeigt die erwartete jahreszeitliche Abhängigkeit. Im Sommer, wenn das BHKW oft steht ist der Wert geringer als im Winter. Durch Modifikationen in den Systemeinstellungen lassen sich die Werte noch etwas (einige Prozente) verbessern bei Jahreslaufzeiten in Richtung 6000h. Zu bedenken ist dabei- etwa bei Verzicht auf eine Nachtabsenkung- das dabei vor Allem mehr Einspeisestrom produziert wird - der kaum kostendeckend verkauft werden kann! Auch systemkonforme Verhaltensänderungen im täglichen Ablauf können effizienzsteigernd noch angegangen werden!



    Betriebskosten


    Ein anderer interessanter Aspekt ist: Wieviel wird der Gasverbrauch ansteigen. Schließlich kann man nicht zusätzlich Strom erzeugen ohne additiven Gaseinsatz. Die Bezugsmenge hängt u.a. davon ab, welche Anlage bislang betrieben wurde, wie der individuelle Wärmesplit zwischen BHKW und
    Spitzenlasttherme aussieht (unterschiedliche Wirkungsgrade!) und den eher schlechten thermischen Daten des BHKW (keine Abgasrückgewinnung!). Es kann überschläglich davon ausgegangen werden das für eine Stunde BHKW-Betrieb (3,5kW) etwa 4,27kW Gas eingesetzt werden muss (der von Vaillant angegebene Gesamtwirkungsgrad von 92% ist nur der sog. Hi-Wert. Relevant ist aber der Hs-Wert, ca. 10% niedriger!)


    Bei mir hat sich die Gasbezugsmenge um ca. 19% erhöht gegenüber dem Mittel der letzten 10 Jahre meiner Altanlage.


    Mein Erlös über ein Jahr – unter Nutzung aller Fördermittel, Stromverkaufserlös- lag in meinem Betriebsfall (5000h Laufzeit) bei ca. 650€/Jahr. Damit lässt sich natürlich über 10 Jahre keine Rendite erzielen- selbst unter Ausnutzung der Vorsteuerrückerstattung. Der Erlös liegt etwa 100€/Jahr unter meiner Startprognose. Gründe hierfür waren ein niedrigerer Strombörsenpreis (3,5ct/kWh), niedrigeres Entgelt für nicht genutzte Netze (0,6ct/kWh),


    Fazit


    Den Betrieb eines Mini BHKW sollte man besser nicht unter Renditegesichtspunkten erörtern. Am besten glaubt man an das „Gute“ einer die
    CO2 Einsparung, an die Vorteile einer teilweisen Stromproduktion in Eigenregie. Eine neue (technisch ausgereifte) Brennwerttherme ist vermutlich in
    den meisten Mini BHKW Anwendungen die bessere Wahl.


    Gruß aus Heilbronn.

    Dateien

    • Graph.xlsx

      (582,93 kB, 115 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Die angezeigten Werte , vor allem die 61 % des Drosselklappenventil und der weiteren Leistungswerte , deuten auf einen verkokten Einlasskanal


    @FettiO; endurance


    etwas früher habe ich ja auch berichtet, das bei mir der Motor in 3 Monaten zweimal stehen blieb. Das nach eine Gesamtlaufzeit von nur 6000h. Einmal war die Zündkerze abnormal abgenutzt. Das zweite mal konnte ich ihn selbst resetten (12.11.14). Wie bei endurance lief er danach wieder - bis heute.


    Ich hatte gestern einen Techniker Vorort wegen dem Austausch meiner VPN_DSL_Box gegen eine UMTS-Variante. Diese hat nun eine eigene SIM_Karte und arbeitet jetzt völlig autark von meinem Hausnetz. Bei mir gab es technische Probleme mit der Portfreigabe in meinem Vodafone Router.


    Bei dieser Gelegenheit kam auch das Thema Motoraustausch zur Sprache. Ich habe auch Drosselklappenwerte von temporär >60%. Ansonsten liegt aber die Leistung stets > 1000W. Der Techniker meinte, das ich das Thema weiter beobachten soll. Für Leistungen < 970W würde er aktiv werden, auch einen Motoraustausch in Betracht ziehen! Da ich einen Vollwartungsvertrag habe, habe ich da eh keinen erhöhten Blutdruck.


    @ endurance
    Wie gesagt habe ich erst seit gestern eine Remote Verbindung zu Vaillant. Ich hoffe mal, das ich über den Web-Zugang bei Vaillant dann wieder in den Grafikmodus komme, wie du ihn in das Forum gestellt hast. Auch in den Expertenmodus! Falls da ein PW nicht von Vaillant bereitgestellt wird, könntest Du mir bei Gelegenheit dieses mitteilen - ggfs. über meine EMAIL.


    Vor dem ganzen VPN-Debakel und mit alter SW ging das ja auch bei mir! Damals konnte ich (wir) noch selbst und direkt über unser Hausnetz auf unser Eigentum zugreifen! Das find ich nach wie vor eine arrogante Haltung von Vaillant, dies nicht mehr technisch zu ermöglichen. Juristisch gesehen könnte dies einen Produktmangel darstellen - schließlich war diese Eigenschaft Teil der Ausschreibung.


    Passend zu diesem Thema gehört auch, das die Herren dort eine App bereitstellen für eine Betriebssystem mit ca. 10% Martkanteil (IOS). Die anderen 90% (Android) haben halt Pech gehabt! So ist das mit der Firma, die weiterdenkt aber...


    Gruß aus Heilbronn.