BHKW als Alternative für mein Haus?

  • Hallo BHKW Gemeinde,


    ich bin seit einigen Monaten auf der Suche nach einer neuen Möglichkeit mein Haus zu heizen. Vielleicht erst einmal waz zur Historie meiner Suche.
    Unser 2 Familienhaus wurde 1971 erbaut und hat eine Holz/Ölheizunhskombination aus dem Jahre 1978 mit 45KW installiert. Der Brenner ist aus dem Jahr 1993. Der Kessel ist hoffnungslos überdimensioniert, trotzdem hält sich der Verbrauch eigentlich in Grenzen. Dazu aber später mehr.


    Ich habe mich letztes Jahr schon einmal intensiv mit neuen Heizungen und auch Dämmung + neue Fenster beschäftigt und habe mir auch enstsprechende Angebote eingeholt. Meine Favoiten waren vor allem die Pelletheizung und die Luft Wärmepumpe.
    Der Vorteil bei der Luft WP ist, dass der Aufwand für die Installation relativ gering ist und ich außer Strom kein weiteren Brennstoff brauche. Da ich meinen Strom selber produziere und irgendwann mal selber verbrauche (im Moment speise ich laut EEG ein) wäre das natürlich meine Wunschheizung gewesen.
    Der Nachteil ist allerdings, dass ich hier zur Zeit eine Vorlauftemperatur von 60°C fahre (weniger geht nicht, da ich die Heizung nicht niedriger einstellen kann) und ich auch in einem Gebiet wohne in dem aus schon mal mehrere Wochen unter -20°C sein kann. Somit würde die eh schon schlechte COP durch die hohe Vorlauftemperatur noch weiter sinken, was mir dann letztendlich sehr hohe Stromkosten verursachen würde.


    Bei der Pelletheizung stört mich letztendlich, dass man da ggf. einen höheren Wartungsaufwand hat. Abgesehen vom sehr hohen Anschaffungspreis.


    Dämmung + neue Fenster kamen nicht in Frage, da die Investitionskosten zwischen 40.000 - 60.000 EUR gelegen hätten. Somit haben wir uns entschieden lediglich die Glasscheiben auszutauschen und sind von 3,3 UW auf 1,3 UW runtegekommen. Kosten dafür lagen bei etwa 4.500,- EUR. Das Dach wurde im Zge der Renovierung des Dachgeschosses neu gedämmt.


    Die Heizkörper sind auch noch aus der Zeit der Erbauung. Da weiß ich allerdings nicht ob sich ein Umstieg auf neue Heizkörper lohnt. Mir ist klar, dass ich damit die Vorlauftemperatur senken kann, aber ich weiß nicht ob sich das jetzt dramatisch auf den Energiebedarf auswirkt. Dann käme ich vielleicht auf 50°C VL Temperatur.


    Nun zu den technischen Daten:

    • Wir haben einen 10.000 Liter Heizöltank.
    • Die Wohnfläche insgesamt beträgt 240m².
    • Der jährliche Heizölverbrauch schwankt zwischen 2600 und 3000 Liter Heizöl je nach Winter. Dazu ist zu sagen, dass meine Schwiegermutter die im Dachgeschoss wohnt im Winter hauptsächlich mit Holz heizt. Da kommen für sie und uns im Jahr noch 4-5 Ster Holz dazu. Wir haben zwar auch einen Kamin im Wohnzimmer, aber für uns ist das Heizen mit Holz eher für das kuschelig warme Gefühl.
    • Der jährlich Strombedarf liegt zwischen 5500 und 6000 KW.
    • Die PV Anlage erzeugt 10,81 KWp Strom.

    Nun bin ich gestern erstmalig auf ein BHKW aufmerksam geworden und habe mich auch schon etwas in die Materie eingelesen. Eigentlich war es mein Ziel von den Brennstoffen wegzukommen. Dabei ist es mir egal ob nun Biogas oder Biodiesel oder Rapsöl.
    Ein BHKW kommt aber ohne diese Brennstoffe nun mal nicht aus. Wenn ich also schon in ein BHKW investiere, dann sollte ich das zumindest auch mit nachwachsenden Rohstoffen befeuern können. Vorerst würde ich das aber auch gerne mit Heizöl betreiben können.


    Nun aber meine Fragen:

    • Welches BHKW könnt ihr mir a) für mein Haus/Wärmeenergiebedarf und b) für meine Anforderungen bezüglich nachwachsender Rohstoffe empfehlen?
    • Ich habe hier gelesen, dass ein BHKW zwischen 4000h und 5000h laufen sollte, damit es ökonomisch betrieben werden kann. Stimmt das?
    • Ein BHKW verbaucht (so wie ich gelesen habe) in der Stunde etwa 2,5l Brennstoff. bei 4000 Betriebsstunden im Jahr würden das 10000l Brennstoff bedeuten. Ist das richtig?
    • Rapsöl ist wahnsinnig teuer. So weit ich gelesen habe kosten 100l 112,- EUR. Damit würde ich bei 4000 Betriebsstunden/10000 Liter im Jahr auf 11200,- EUR Brennstoffkosten kommen. Lohnt sich das dann überhaupt? Im Moment habe ich etwa (mit Strom) 3300,- EUR.
    • Wenn ich mich für Biogas entscheiden würde, dann müsste ich doch zusätzlich noch irgendwo einen Gastank hinstellen. Wie groß sollte der sein?
    • Sollte man auch einen Pufferspeicher nutzen? Ich habe gelesen pro KW sollte man 75 Liter Pufferspeicher haben.

    Ich hoffe es sind nicht allzu blöde Fragen dabei.


    Danke & Gruß
    Jester

  • Hallo Jester,


    erst mal vor weg: Es gibt keine blöden Fragen sondern nur dumme bzw. blöde Antworten.


    Nach meiner Meinung vergiss es mit der PV-Anlage den Strom für die WP zu erzeugen. Die PV-Anlage erzeugt Strom wenn du keine Heizung brauchst (im Wesentlichen) und umgekehrt kaum welchen wenn du die Heizung brauchst. Die PV-Anlage ist nach meiner Meinung eine Investition, die eine Rendite erwirtschaftet und gleichzeitig noch einen Beitrag zur Umweltentlastung bringt.
    Eine WP ist eine Anlage, die mit Strom betrieben wird, welchen im wesentlichen mit Grundlaststrom betrieben wird. Dies erkennt man daran, dass dieser zu den Spitzenzeiten morgens, mittags und abends abgeschaltet wird. Grundlastsromkommt überwiegend aus Braunkohle und Kernkraft.
    Hinzu kommt das unabhängig von allen Bedenken eine WP für deinen Fall absolut unwirtschaftlich ist.


    Zu deinen Fragen:


    Es ist mir nicht bekannt, dass es für Metangas (Biogas ist Metangas wie Erdgas) einen Tank zur Aufstellung im Garten gibt. Daher kommt nur Flüssiggas oder Heizöl in Frage. Bei uns ist Flüssiggasetwa pro kWh 20-30% billiger als Heizöl. Bei den regenerativen Brennstoffen entwickelt sich der Preis wie bei allen anderen Energiearten. Die Vergütung nach EEG bleibt aber konstant. Daher kann es passieren, dass nach einigen Jahren du nur noch Verluste machst. Leider können wir nicht in die Zukunft schauen.


    Bei einem Verbrauch von ca. 3000 L Heizöl brauchst du eine Kesselleistung ca. 10 bis 12 kW. Mit einem nicht modulierenden BHKW mit 12 kW thermische Leistung kommst du auf ca. 2200 Bh. bei einem Wirkungsgrad von 90%. Daher kommt nach meiner Meinung nur ein modulierendes BHKW in Frage. Bei der Modulation muss aber der Wirkungsgrad über den Leistungsbereich in etwa konstant bleiben ähnlich wie es bei Gasbrennwertgeräte der Fall ist. Dann kommt das BHKW auf Laufzeiten von ca. 6000 Bh pro Jahr. Mann hat dann auch eine hohe Eigennutzung des erzeugeten Stromes, was die Wirtschaftlichkeit erheblich steigert. Bei 12 kW max. thermische Leistung hat ein Motor-BHKW ca. 5 kW elektrische Leistung. Bei einem Stromverbrauch von ca. 8000 kWh pro Jahr benötigt man durchschnittlich ca. 1 kW elektrisch Leistung. Wie du erkennst produziert ein modulierendes BHKW selbst wenn die Leistung auf 25% herunter gefahren wird noch mehr Leistung als du im Durchschnitt brauchst. Die größten Stromfresser sind die Dauerverbraucher wie Licht, Pumpen und Standby-Schaltungen. Die Geräte mit großer Leistung wie E-Herd, Wasserkocher usw. sind nur teilweise wenige Minuten am Tag in Betrieb und haben daher vergleichsweise eine geringen Stromverbrauch.


    Der Pufferspeicher ist zu empfehlen und sollte so groß wie möglich sein. Dadurch kannst du die Stromproduktion teilweise von dem Wärmebedarf entkoppeln und so den Strom dann produzieren, wenn du den Strom brauchst.


    Jetzt kann du ein wenig grübeln ;-) und noch mehr Fragen stellen.



    Gruß Oscar

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Hallo Jester,


    Du hast die Latte recht hoch gehangen und leider werden dadurch Deine Anforderungen nicht erfüllt!!


    Aus Deinem Post entnehme ich das Du per EEG Einspeisen möchtest - nur gibt es keine wirtschaftlich sinnvolle BHKW Lösung für Deine Rahmenvorgaben!!


    Für Rapsöl oder Holzgas ist Dein Wärmebedarf zu gering - ausserdem haben kleine Anlagen immer einen relativ hohen Wartungsaufwand.


    Einzig die Lösung BioErdgas wäre interessant, aber Du hast keine Gasleitung anliegen. In Sachen Flüssiggas hat Ecopowerprofi recht - es gibt (noch?) kein Biogas in der Flasche.


    Für Dich wäre daher nur ein BHKW per KWK möglich und da auch nur die kleinen Geräte: Whispergen,Lion,Evita,Eco3.0


    Wobei die Flüssiggasfraktion meißt etwas mehr geld auf den Tisch legen muß als mit Erdgas.


    Noch eine frage zu Deiner PV: wann wurde die errichtet??


    mfg

  • Hi,


    erst einmal vielen Dank für eure Antworten.


    Hinzu kommt das unabhängig von allen Bedenken eine WP für deinen Fall absolut unwirtschaftlich ist.


    Ja, das habe ich auch erkannt. Deshalb habe ich mich von der (Luft) WP schon verabschiedet.


    Es ist mir nicht bekannt, dass es für Metangas (Biogas ist Metangas wie Erdgas) einen Tank zur Aufstellung im Garten gibt. Daher kommt nur Flüssiggas oder Heizöl in Frage. Bei uns ist Flüssiggasetwa pro kWh 20-30% billiger als Heizöl. Bei den regenerativen Brennstoffen entwickelt sich der Preis wie bei allen anderen Energiearten.


    Das ist natürlich saublöd. Dann komme ich ja vom Regen in die Traufe. Mein Ziel ist es, mich mittelfristig von den fossilen Brennstoffen zu verabschieden. Aber ohne Zugang zu regenerativen Brennstoffen ist das natürlich nicht möglich.


    Bei einem Verbrauch von ca. 3000 L Heizöl brauchst du eine Kesselleistung ca. 10 bis 12 kW. Mit einem nicht modulierenden BHKW mit 12 kW thermische Leistung kommst du auf ca. 2200 Bh. bei einem Wirkungsgrad von 90%. Daher kommt nach meiner Meinung nur ein modulierendes BHKW in Frage. Bei der Modulation muss aber der Wirkungsgrad über den Leistungsbereich in etwa konstant bleiben ähnlich wie es bei Gasbrennwertgeräte der Fall ist. Dann kommt das BHKW auf Laufzeiten von ca. 6000 Bh pro Jahr.


    Das habe ich jetzt nicht so richtig verstanden. Verstanden habe ich, dass ich ein modulierendes Gerät brauche. Aber mit wievielen BS muss ich jetzt rechnen? mit 2200 oder 6000? Und wieviel verbraucht das Gerät dann in der Stunde?


    Der Pufferspeicher ist zu empfehlen und sollte so groß wie möglich sein. Dadurch kannst du die Stromproduktion teilweise von dem Wärmebedarf entkoppeln und so den Strom dann produzieren, wenn du den Strom brauchst.


    OK, Pufferspeicher ist Pflicht. Aber wie kann ich das entkoppeln? Wenn BHKW läuft wird doch sowohl Wärme als auch Stom produziert? In jedem Fall wird doch der Pufferspeicher geladen.


    Du hast die Latte recht hoch gehangen und leider werden dadurch Deine Anforderungen nicht erfüllt!!


    Nunja, die Sache ist, dass ich davon ausgehe, dass in den nächsten 10-15 Jahren das Bewusstsein steigt, dass die Erdölreserven zu neige gehen. Und igendwann wird es sicher auch zu Kriegen wegen dem Zugang zu Öl kommen. Und ich möchte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von Erdöl oder Erdgas abhängig sein.


    Für Dich wäre daher nur ein BHKW per KWK möglich und da auch nur die kleinen Geräte: Whispergen,Lion,Evita,Eco3.0


    OK, werde ich mir mal anschauen


    Noch eine frage zu Deiner PV: wann wurde die errichtet??


    Sie ist im Juni 2010 ans Netz gegangen.


    Gruß
    Jester

  • Hi Jester,




    man könnte ja mit Flüssiggas anfangen und wenn dann bei dir die
    Möglichkeit eines Erdgasanschlusses besteht das BHKW auf Erdgas
    umstellen. Die Kosten liegen je nach Gerät von 300 bis 1000 Euro.




    Wenn das Gerät runter moduliert hat es eine geringere Leistung und muss
    dann natürlich mehr Stunden laufen um die gleiche Wärmemenge zu
    produzieren. Daher dann die höhere Bh. Der Vorteil ist dann, dass man
    eine höhere Eigenstromabdeckung erreicht und damit eine bessere
    Wirtschaftlichkeit. Bei der geringeren Leistung sinkt natürlich auch
    der Verbrauch im gleichen Verhältnis pro Stunde, wenn das Gerät bei der
    geringeren Leistung nicht im Wirkungsgrad einbricht.




    Die Wärme wird im Pufferspeicher zwischen gespeichert und muss nicht
    komplett abgenommen werden. z.B. läuft das BHKW tagsüber mit einer
    höheren Leistung um den Strombedarf zu decken. Nachts dann mit einer
    kleineren Leistung. Das BHKW erzeugt dann eventuell nicht genug
    Wärme. Die nicht erzeugte Wärme kommt dann wieder aus dem
    Pufferspeicher.




    Sinn und Zweck ist es dadurch eben möglichst viel Strom selbst zu
    nutzen und damit eine bessere Redite zu erzielen. Der Umwelt ist es
    egal wer dein Strom nutzt. Nur die EVU's zahlen eben wenig.




    Ein Wirtschaftlichkeitsberechnung könnte dir hier warscheinlich mehr
    Klarheit geben und deine Fragen bezüglich Bh usw. beantworten. Dafür
    bräuchte man noch ein paar Angaben wie z.B. Standort, Stromabrechnung
    und Ölabrechnung der letzten Jahre.




    Wenn ich dir eine machen soll dann die Info's an eh-perdok@t-online.de Kostet dir nix.




    Gruß Oscar

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)


  • Nunja, die Sache ist, dass ich davon ausgehe, dass in den nächsten 10-15 Jahren das Bewusstsein steigt, dass die Erdölreserven zu neige gehen. Und igendwann wird es sicher auch zu Kriegen wegen dem Zugang zu Öl kommen. Und ich möchte zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von Erdöl oder Erdgas abhängig sein.


    Schritt für Schritt:
    Eine Effizienztechnologie wie ein BHKW verringert erst mal die Abhängigkeit (wenn auch nicht des einzelnen Haushalt, sondern der gesamten Volkswirtschaft) vom Bezug von fossilen Brennstoffen. Die Gasnutzung ist ein guter Schritt, weil Heizöl / Rapsöl-BHKWs deutlich aufwendiger in der Wartung sind und auch da öfter mal was schief läuft. An Stirling-Motoren mit Pelletbrennern wird auch gearbeitet, aber wie z.B. die Fa. Sunmachine gemerkt hat, ist das nicht trivial.


    Wenn man einen Erdgasanschluss erwarten kann, dann sollte man den auch nehmen. In Zukunft wird es wie im Stromnetz auch üblich sein, mit einem Kreuzchen an der richtigen Stelle im Liefervertrag einfach Ökogas zu beziehen (Eingespeistes Biomethan).


    Gruß,
    Gunnar

  • mit einem Kreuzchen an der richtigen Stelle im Liefervertrag einfach Ökogas zu beziehen (Eingespeistes Biomethan).

    Wie geht das stand heute ? Macht da der Endabnehmer einen Vertrag mit dem Erzeuger ? Kann dann der Endabnehmer nach EEG mit NAWARO-Bonus einspeisen (sofern der Erzeuger die Voraussetzungen erfüllt ) ?


    bluwi

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Zitat

    Kann dann der Endabnehmer nach EEG mit NAWARO-Bonus einspeisen (sofern der Erzeuger die Voraussetzungen erfüllt ) ?

    Ja das geht, sofern der Lieferant die entsprechenden Zertifikate beibringt. In der Regel kann man nicht beim Erzeuger kaufen sondern das läuft über NB und Gashändler - also wie im Stromnetz.


    mfg

  • Wie geht das stand heute ? Macht da der Endabnehmer einen Vertrag mit dem Erzeuger ? Kann dann der Endabnehmer nach EEG mit NAWARO-Bonus einspeisen (sofern der Erzeuger die Voraussetzungen erfüllt ) ?


    bluwi


    Der Nawaro Bonus fällt für verschiedene Treibstoffe an.


    Für Gas und Flüßig Treibstoffe gilt das geschriebene, für Feste NAWAROs ist nur eine Herstellerrechnung die
    die geeignete Herkunft nachweist erforderlich, so ist es jedenfalls zur Zeit


    Ausnahme Pellets



    Achtung bei Biogas aus dem Netz, sollte auf Abnehmerseite ein Inovativeskonzept stehen
    ( Technolgiebonus ) so ist das in den Fall strittig wer den Abgreift, weil Technolgiebonus gibts
    nur einmal und ist fall der Biogaseinspeisung ( das sind die gleichen Papierverschacherungen
    wie Ökostrom aus Norwegen ) bereits auf die Gasnetzeinspeisung anzurechnen.


    Da der Betreiber aber Real kein Biogas bekommt sonder Erdgas mit Spurenelementen
    ( ähnlich Ökostrom, da liefert auch das benachbarte Atomkraftwerk den Strom und die
    Norweger behalten Ihren ) von Biogas, ist die Motorische Anforderung an den Motor wesentlich
    geringer als bei echten Biogas.


    Rein Ökologisch ist die Einspeiserei eh Humbug da erheblicher Energetischer Aufwand getrieben
    werden muß um das Biogas zu Reinigen und zu Komprimieren, plus da selbiges nur bei relativ
    großen Anlagen interessant, ein erheblicher Transportaufwand betrieben wird die mit Rohstoffen
    zu versorgen.



    Energetisch gesehen ist die Biogas einspeiserei, nur Finanziell interessant weil das EEG 2009
    dort sich Lobbyinteressen angepasst hat und Heiligenschein mäßig, ich fahr mit Biogas
    technisch aber nur die Motorischenanforderungen von Erdgas erfüllen muß, also relativer Kinderkram.

  • Rein Ökologisch ist die Einspeiserei eh Humbug da erheblicher Energetischer Aufwand getrieben
    werden muß um das Biogas zu Reinigen und zu Komprimieren,

    Das leuchtet ein, aber man kann dann davon ausgehen, dass die Abwärme genutzt wird, die bei den Biogasproduzenten vorwiegend der Umweltheizung dient. Ist da aus Deiner Sicht die Gesamtbilanz trotzdem negativ ?


    bluwi

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Das leuchtet ein, aber man kann dann davon ausgehen, dass die Abwärme genutzt wird, die bei den Biogasproduzenten vorwiegend der Umweltheizung dient. Ist da aus Deiner Sicht die Gesamtbilanz trotzdem negativ ?


    Eine Neugebaute Biogasanlage ohne Wärmenutzungskonzept wird immer schwieriger
    was die reibung zwischen Daumen und Zeigefinger betrifft.


    Ein Beispiel was klar gegen Einspeisung von Biogas spricht


    http://www.energy20.net/pi/ind…ryID=317&articleID=154368


    Anlage unter 3 MW Feuerungsleistung ganzjährige Nutzung von Wärme durch
    Kältebedarf


    ein kleine Beschreibung was zum Einspeisen von Biogas nötig ist


    http://www.siloxa.com/pdf/Biogasferntransport-text.pdf


    ab Seite 7 ab Seite 12 eine andere Möglichkeit das Biogas vom Standort
    Biogasanlage ohne Einspeisung ins Fernetz zu den Verbraucher zu bringen


    die Lösung bekommt aber keinen Technolgiebonus wenn konventionelle Technik


    Zu den Thema insgesamt ist anzumerken die einseitige Festlegung auf
    Biotreibstoffe weil die Befürchtung kein Öl mehr vorhanden ist etwas Wunschtraumhaft,


    Biotreibstoffe so wie heut angebaut ( klar gibts da Optionen, nur die macht kein Borstenvieh )
    können nicht alles versorgen, wird Fossiles knapp werden auch die Alternativen deutlich teurer
    da ist der klar im Vorteil der Effizent damit umgeht.



    wer mehr lesen will



    Quelle http://www.biogaseinspeisung.de/ergebnisse/techkette/

  • Sorry,


    die Infos zum Biogas sind zwar in höchstem Maße Interessant aber für den Fragesteller wenig hilfreich.


    Die Eckdaten stehen fest: ca. 30.000 - 35.000kWh Wärmebedarf + ca. 6000kWh Strombedarf.


    @ Jester - "verbrauchst" Du schon PV Strom selbst?? Du erhälst dafür eine vergütung nach EEG2009!!


    mfg

  • Sorry,


    die Infos zum Biogas sind zwar in höchstem Maße Interessant aber für den Fragesteller wenig hilfreich.



    Ahhh


    hat man meinen dezenten Hinweis das der Fragesteller primär von


    ich zitire aus den ersten Beitrag


    Zitat

    Ein BHKW kommt aber ohne diese Brennstoffe nun mal nicht aus. Wenn ich also schon in ein BHKW investiere, dann sollte ich das zumindest auch mit nachwachsenden Rohstoffen befeuern können. Vorerst würde ich das aber auch gerne mit Heizöl betreiben können.



    Was eigentlich die Verwendung eines Gasmotores ausschließt :pfeifen:



    Richtig ist das was die PV betrifft die Nennung des Inbetriebnahme Jahres
    klarheit in bezug auf eine Eventuelle Eingennutung des Stroms geben würd :glaskugel:



    p.s. der Einsatz von Biodiesel ist lediglich als Zündöl für Zündstrahlmotoren im EEG toleriert
    Biodiesel ist außer teuer nichts was beim Betrieb eines BHKWs helfen könnt, jeglicher Zugang
    ins EEG ist außen vor.



    Das wäre rein für das Ökoimage, aber selbst da ohne Heiligenschein, da bei
    vielen Ökos ( hat aber nix mit tatsächlich Nachhaltigen Strom zu tun ) Biodiesel :uebel: ist.

  • Jo, die sache mit dem Heizöl ist eher kontraproduktiv.


    Ich unterstelle erstmal das der erste Beitrag unter Mißachtung bzw. Unkenntniss der Abgrenzung zwischen EEG und KWKG geschrieben wurde - bitte nicht falsch verstehen!!


    Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte für die Vorstellungen von Jester würde eine Sunmachine passen ( exclusive Heizölnutzung ) Leider wissen wir nicht wie und ob es mit SM weitergeht, aber irgendwo habe ich mal was von ner vergleichbaren mit Pellet befeuerten Maschine gelesen. _()_


    Zweite Lösung wäre ein Rapsöl Aggregat - zb. das kleinste von Giese oder KW. Doch bei den derzeit üblichen Rapsölpreisen wird das wirtschaftlich recht schwer darstellbar sein allerdings fallen hier die "dimensionierungs Restriktionen" des KWKG weg.


    Um eine besser passende und auch wirtschaftlich tragbare Lösung zu finden fehlen noch ein paar Informationen.


    Gibt es die Möglichkeit eine Solarthermie zu bauen??


    Wie weit ist die Erdgasleitung entfernt, gibt es evt. schon Bestrebungen eine Anbindung zu legen??


    mfg

  • Puhhh, das ist ja schon alles sehr interessant. Vor allem das mit dem Biogas.



    Sicherlich werden auch die nachwachsenden Ressourcen teuerer, wenn es kein Öl mehr gibt. Die Frage ist nur ob sich dann alle auf Biogas stürzen oder sich alles auf Biogas/Pellets/Rapsöl/zukünftiger_anderer_nachwachsender_Rohstoff verteilt. Denn dann hätte man vermutlich nicht diese Probleme. Ich stimme dir aber zu, dass man wesentlich effizienter mit den vorhandenen Ressourcen umgehen muss. Genaus aus diesem Grund habe ich da wo es sich finanziell gelohnt hat auch schon in mein Haus investiert. Außerdem habe ich in den letzten 1 1/2 Jahren ca. 3000,- EUR für neue energiesparnde Geräte ausgegeben. allein dadurch werde ich meinen Stromverbrauch insgesamt um etwa 1/3 senken können. (von 8300 KW auf 5500 KW). Und ich bin immer noch auf der Suche nach weiteren Stromfressern.


    Nun aber zur meiner PV Anlage. Ich speise den erzeugten Strom momentan komplett ein und bekomme dafür 39,14 ct/KW. Ursprünglich hatte ich geplant eine ST Anlage auf das Dach zu bauen und habe dafür auch Platz gelassen. Nachdem ich mir aber durchgerechnet habe, dass ich 30 Jahre und mehr brauche bis sich die Anlage armortisiert hat (bis dahin habe ich noch keinen Cent eingespart!!), habe ich mich darüber geärgert, dass ich nicht alles mit PV vollgepackt habe. Nun denke ich bereits für das nächste Jahr über eine PV-Anlagenerweitung nach. Je nachdem wie sich die Modul- bzw. Wechselrichterpreise entwickeln.


    Generell bin ich für alle Arten des Heizens offen, solange der Brennstoff im gewissen Maße auch eine Zukunft hat. Denn was nützt es mir wenn ich nun tausende von Euro für einen Gasanschluss ausgebe und sich später herausstellt, dass Biogas keine Zukunft hat. Außerdem weiß ich noch nicht einmal ob es in dem Dörfchen in dem ich wohne überhaupt möglich ist einen Gasanschluss legen zu lassen.
    Also war meine Idee: Hey, Öltank im Keller, also auch vorerst weiter mit Öl heizen, aber mit neuer Techologie und irgendwann auf Rapsöl umsteigen. Ob das nun dem EEG entspricht oder was dazu auch immer nötig ist um das zu erfüllen, darum habe ich mir erst einmal keine Gedanken gemacht. Denn in erster Linie verhält es sich bei mir so: Mein Kessel ist von 1978. Mein Brenner von 1993. Irgendwann kann es passieren dass der Kaminkehrer kommt und sagt, dass ich aufgrund der neuen Abgasverordnung eine neue Heizung brauche. Zeitdruck ist eine Sache die man dann am besten nicht haben sollte. Ergo mache ich mich schon vorher schlau, damit ich vorbeugen kann.


    Wenn ihr mir allerdings sagt, dass das eine Erdgasleitung sinnvoll ist und Zukunft hat, dann werde ich mich mal schlau machen ob sich das bei uns machen läßt und was das kostet. Ich bin da für alles offen! Erdgas ist insofern sexy, da ich dann meinen 10.000 Liter Öltank entsorgen kann und einen weiteren Raum im Keller für irgendwelches Zeugs, das man überlichweise im Keller lagert, frei habe.


    Zitat von "Manfred aus ObB"


    Richtig ist das was die PV betrifft die Nennung des Inbetriebnahme Jahres
    klarheit in bezug auf eine Eventuelle Eingennutung des Stroms geben würd


    Irgendwie stehe ich gerade auf dem Schlauch. Was hat die Inbetriebnahme meiner PV-Anlage mit der eventuellen Installation eines BHKW zu tun? Wie oben geschrieben, habe ich die im Juni 2010 in Betrieb genommen.


    Zitat von "alikante"


    Unkenntniss der Abgrenzung zwischen EEG und KWKG geschrieben wurde


    Davon bin ich fest überzeugt, dass ich das getan habe. Allerdings verstehe ich im Moment noch nicht so ganz was ich wo und warum tun muss damit ich irgendwas erfüllen kann. Und vor allem wie das mit meiner PV-Anlage zusammenhängt???


    Fragen über Fragen....


    Gruß
    Jester