Beiträge von bluwi

    alikante
    Das Thema hinter dem Link erscheint mir hochinteressant, insbesondere weil ich davon (noch?) nichts verstehe, was mir da aber fehlt ist der Zusammenhang. Es ist wohl auch primär ein PV-Thema und nur sekundär ein BHKW-Thema, weil bei PV auch die großen Anlagen elektronisch einspeisen und damit in bestimmten Netz-Abschnitten eine Dominanz der Wechselrichter entsteht. Ich verstehe, dass sich dadurch ganz eigene Problemstellungen ergeben, aber eigentlich hatte ich das Thema hier anders verstanden. Gunnar spricht im Startbeitrag von einer Selbstregelung der BHKW-Leistung abhängig von Frequenz (P(f)) und von der lokalen Spannung (P(U)).


    Blindleistungskompensation kann da vielleicht einen Beitrag durch die Reduktion überflüssiger Ströme leisten, das ist aber doch auf den eigenen Anschluss beschränkt. Welche Blindleistungen sich auf der anderen Seite meiner Anschlussstelle austoben, kann ich ja lokal nicht erkennen. Und PV will ja die Leistung nicht am Bedarf orientieren, sondern immer maximal einspeisen, das ist imho ein grundsätzlich anderes Thema, sofern ich Gunnar richtig verstanden habe.


    Vielleicht sollten wir das betrachtete Problem konkretisieren und die Fragestellung(en) präzisieren.

    Von diesen fixen Werten ist man nun weg und nutzt eine Q(U)-Regelung zur Netzstützung.

    Inwieweit hat der CosPhi was mit einer Netzstützung zu tun? Ich will ja nicht sagen, dass Blindleistung belanglos ist, aber wenn im Netz mehr Energie gebraucht wird, dann muss doch da Wirkleistung rein (oder andersherum rausgenommen werden). Das Problem Blindleistung kann imho doch gegebenenfalls vergleichsweise einfach mit Zu- und Abschalten von Kapazitäten erledigt werden. Wenn es sein muss, dann muss halt jeder Stromerzeuger noch ein paar Kondensatoren mitbringen, das macht den Kohl auch nicht fett und die Betriebskosten dafür gehen gegen Null zu jeder Tages- oder Nachtzeit und bei jedem Wind.

    Offen gesagt verstehe ich insgesamt nicht recht, was Du sagen willst. An manchen Stellen sehe ich das auch anders, als Du es darstellst.

    ich nehme mal nen Umrichter mit internem Taktgenerator - eeetwas zu schnell oder zu langsam läuft kann es zum "Blindstromkrieg" kommen,

    Wenn der Umrichter am Netz hängt, hat er sich imho ganz einfach nach dem Netz zu richten und keine eigenen Vorstellungen von Frequenz zu entwickeln.


    Meine Idee wäre, die Frequenz an ne Blindleistung zu koppeln.

    Was soll das bringen? Die Blindleistung verursacht zwar gewisse Verluste, aber das ist hier nicht das Thema.

    Und die kleien Außenstelle kann vielleicht Blindleistung an die Frequenz koppeln, aber nicht umgekehrt. Imho kann man bei einem Netz ohnehin die Frequenz nicht als einzelner vorgeben. Man kann "nur" mehr oder weniger Energie da reinschieben (oder abziehen) .

    alikante
    Offen gesagt verstehe ich an dem Schaltplan mehreres nicht und es kann gut sein, dass die Spule parallel zur Kapazität verschaltet wird. Das erscheint mir auch dahingehend als sinnvoller, weil im seriellen Schwingkreis die Spannungen exorbitant ansteigen können. Die Funktion bleibt aber imho die gleiche. Im Parallelkreis bringt die Spule dann die induktive Last, die der vollen kapazitiven Kompensation entspricht. Bei dieser Anordnung ist im Leerlauf mehr Strom im Schwingkreis, worauf auch die 25A Sicherungen hindeuten.


    Aber die Funktion einer regelbaren Drossel kann ich nur nachvollziehen im Sinne des Transduktors aus dem Wiki. Da wird die Induktivität durch den Gleichstrom reduziert. D. h. beim NE im Leerlauf müsste dann die Drossel stark bestromt sein, um durch eine kleine Induktivität eine hohe induktive last zu verursachen.


    Oder hast Du eine andere Beschreibung der Funktion gefunden?

    Zunächst mal vielen Dank alikante !

    Das kannst Du auch haarklein bei Wikipedia nachlesen,

    In Wikipedia habe ich jetzt unter "Transduktor" auch was gefunden, was für mich das ganze halbwegs transparent macht. Hochinteressant finde ich, dass es den Transduktor auch 3-phasig gibt, wobei anscheinend für alle drei Phasen nur ein Steuerstrom erforderlich ist.


    Nicht weggeregelt sondern erzeugt.

    Das interpretiere ich allerdings andersherum.
    Mein Verständnis:

    Der zweite Kondensator wird durch die Induktivität der Drossel/desTransduktors "abgeschirmt", sodass er nur wenig bis keine kapazitive Blindleistung liefert. Durch den Gleichstrom in einer zweiten Spule wird der Kern der Spule mehr oder weniger in die magentische Sättigung getrieben, woduch die Spule mehr oder weniger an Induktivität verliert, sodass die Kapazität die Blindleistung liefern kann. (mho)


    Trotzdem eine für mich erhellende Diskussion, danke!.
    (Männer sind nicht neugierig, die wollen es nur wissen :-) )

    die 2.Kondensatoren 3*49,7µF erzeugen die Erregung für Maximale Last - 5,0KW 3KVar?

    4. die Drosselspulen sind so ausgelegt das sie die 2.Kondensatoren komplett "eliminieren" können - 3*49,7µH?

    Verstehe ich das richtig, dass die zweite Kapazität in Reihe mit der Drossel verdrahtet ist und das ganze dann parallel zur ersten Kapazität? Klingt soweit sinnvoll, aber wie werden dann angeschlossene Induktivitäten kompensiert? Da müsste dann der Stromregler schon nachführen, oder?

    Es wird nichts geschaltet, es wird kapazitive Last

    Auch wenn beim NE-Dachs nur wenig geschaltet wird, so wird doch Kapazität zu oder abgeschaltet.


    gegen induktive Last geregelt um damit eine geregelte Blindstromerregung des Generators zu erreichen.

    Das hier was geregelt wird ist mir klar. Aber bisher hat noch niemand was dazu gesagt, wie diese Regelung funktioniert.


    Der Generator kennt seine Spannung durch den Aufdruck auf dem Typschild.

    Genau das kann nicht sein, weil ein Generator per Logik Analphabet ist, der hat noch nicht mal eine Baumschule besucht :-). Ich halte jede Wette, dass die Spannung deutlich höher oder auch deutlich niedriger ausfallen kann, als es auf dem Typenschild steht. Der eine oder andere Einflussfaktor ist mir auch klar, aber mir fehlt der Regelungsfaktor.

    Sorry aber das ist doch absolut unwirtschaftlich

    Da will ich Dir nicht widersprechen, aber man muss die technische Lösung und deren Machbarkeit zunächst unabhängig von der Betriebs-Wirtschaftlichkeit sehen. Am Ende musst Du den Gesamtaufwand an Zeit und Kosten auf die Kwh umrechnen, die Du im Notfall dann wirklich brauchst. Wobei Du die Arbeitszeit unterschlagen kannst, wenn Du das selbst als Hobby machst. Wenn Du den Elektriker dafür bezahlen musst, dann wir die Arbeitszeit der domminierende Faktor sein.


    Was mich betrifft, so lehne ich das dirkete Verheizen von Strom im Normalbetrieb grundsätzlich ab. Im Notbetrieb ist das eine Abwägungsfrage der Gesamtkosten.

    Ich habs noch nicht im Detail verstanden. Ein Regelschema sagt mehr als 1000 Worte. Die ganze Kaskade, Frequenz, Spannung, Ströme …

    Das ist der Trick: Ich habe (bzw. brauche nach meiner These) keine eigene Regelung, außer dem AVR am SynGen, der sowieso vorhanden ist. Den allen bekannte Standard Ansatz zieht vermutlich niemand in Zweifel



    Nach meiner Logik wird der antreibende Verbrennungsmotor am AsyGen gekoppelt





    Grundsätzlich ist das sehr alte Technologie, macht man heute nicht mehr so. Neue Notstromer laufen ja auch mit Inverter. Du wirst grössenordnung 15% Leistung in der Synchronmaschine verlieren.

    Doch, das macht man sehr wohl noch, auch in vielen neuen Notsromern. Ganz einfach, weil das der unkritischste Betrieb ist. Und nach heutigem Stand gelten SynGen immer noch als effizienter als AsyGen. Den Vorteil kann der SynGen hier allerdings nicht ausspielen, weil die Arbeit über den AsyGen zugeführt wird. Ein paar % Verlust wird hier sicher ins Spiel kommen, das dürfte aber im Notbetrieb keine zentrale Rolle spielen.


    Ich trau mir nicht zu, die Regelung (AVR in der synchronmaschine, Spindelantrieb BHKW) selbst zu bauen, kaufen kann ich es nicht. Geht was schief, sind alle Geräte am A…

    Der AVR ist bei fast allen SynGen inklusive. Die Frequenzregelung am BHKW ist immer eine eigenständige Aufgabe, die sich auf vielfältige Art lösen läßt. Ganz wesentlich dabei: die Frequenz hat hier keinejn Einfluss auf die Spannung, bei Kondensator-Erregung des AsyGen schon.

    Mein Bauchgefühl sagt: Wird es gut umgesetzt, dann kostet es mehr als die Lösung mit Umweg über Gleichstrom.

    Wie oben schon mal erwähnt, kostet eine 10kW Sync-Maschine ca. €600-800.

    Da es doch recht viele BHKW gibt, die mit AsyGen laufen und das Thema „Inselbetrieb mit einem AsyGen“ zwischendurch immer wieder auftaucht, erscheint es mit sinnvoll, die technische Funktionsweise und Ausführungsmöglichkeiten zu diskutieren. Es geht hier also nicht darum, Vor- und Nachteile gegenüber anderen Optionen abzuwägen, sondern die Technik als solche nach Aufwand und Problemstellungen transparenter zu machen.


    Dazu die Frage in die Runde: Kann jemand etwas genauer erklären, wie die Spannungsstabilisierung beim NE-Dachs funktioniert?


    Wie ich verstanden habe (bzw. meine, verstanden zu haben) werden die Kapazitäten doch in recht groben Schritten geschaltet, das kann eigentlich keine feine Regelung ergeben. Woher „weiß“ der Generator überhaupt, dass er 240/400V machen soll und nicht 220/380 oder 120/200, wie er das anderswo machen soll?

    Manche sachen wurden allerdings gepostet, die keinen Bezug zu meinen Fragen hatten

    Es war nicht meine Absicht, vom Thema abzuweichen, sorry!. Sowas ergibt sich manchmal in der Diskussion

    Gute Notstromer mit Synchrongenerator sind physikalisch einfach im Vorteil.

    Genau das ist mein Gedanke. Sofern mein Ansatz funktioniert, (was ich noch nicht bewiesen habe) ist es genau das.

    Das BHKW soll ständig auf Vollast laufen. Ein Heizelement im Zwischenkreis vernichtet die überschüssige el. Leistung.

    Die Last- /Frequenzregelung ist bei allen Ansätzen zunächst die gleiche. Das mit dem Verheizen des Überschusses kannst Du auch mit einem normalen Heizstab haben, der Frequenzabhängig mehr oder weniger Strom "vernichtet". Aus dem Zwischenkreis geht es halt nicht ganz so einfach in die Heizung sondern eher in die Luft und der Zwischenkreis muss auch erst mal auf Dauerlast ausgelegt sein.



    Wie gesagt, es war nicht meine Absicht, den Thread "abzulenken".

    info@lueth1.de

    Das hatte ich insoweit schon verstanden. Dass ein Maschinchen in der genannten Leistungsklasse sicher über den Neutralleiter keinen Brand erzeugt ist klar.


    Es stand als Hauptargument ja die Aussage, dass Laien nicht unbedingt zwischendurch mal ein bisschen an den verschiedenen Phasen rumklemmen sollten.


    Das mit dem Neutralleiter sollte wohl mehr ein Hinweis auf ein hypothetisches Problem sein, das es so in der Realität aber nicht gibt. Die Nullleiter zum Verbraucher werden ja nicht weniger.


    Eigentlich hätte ich dazu einen Kommentar erwartet. Meine Frage wäre, warum Dir ein paar andere Beispiele aus einer unendlichen Zahl von Brandursachen wichtig erscheinen?