Beiträge von bluwi

    Wäre den eine Brennstoffzellenheizung eine gute Wahl für meine aktuellen Verbrauch?

    Die Brennstoffzelle wird Dir bei der Heizung überhaupt nicht helfen, weil da nur wenig warm rauskommt und wie verschiedentlich diskutiert, wird Dein Eigenverbrauch nicht dazu ausreichen, um die Kosten zu decken. Also imho kanz klar: Nein

    Die geschilderten Kombination von WP / Pellet /... schrecken mich ab!

    Man kann WP auch mit Gas kombinieren.


    Ich will Dir keine WP aufschwätzen, nur sollte man sich mit pauschalen Aussagen, von wem auch immer, nicht zufrieden geben. Das Thema Heizung ist heute so komplex, dass man nur wenig pauschal beantworten kann.


    Der Heizungsbauer legt Dir die Heizung immer auf den schlechtesten (kältesten) Fall aus, aber ca. 90% der Zeit ist das halt überdimensioniert. Es lohnt sich deshalb, die Abdeckung der Spitze dahingehend zu bewerten, was man sich evtl. einsparen kann und was man dafür an anderer Stelle ausgibt. In aller Regel gibt es nicht „die eine Lösung“. Meistens wirst Du mehrere unterschiedliche Lösungen finden, die ungefähr passen, der Rest ist dann eine Frage subjektiver Bewertung.

    Du kannst z.B. den Tesla angeblich auf 5 A Ladestrom drosseln. Ja, der Wirkungsgrad soll dann in die Knie gehen

    Kann mir das mal jemand erklären? Wo geht denn da was verloren? In der Batterie selbst? In der Überwachungselektronik? Im Ladegerär kann es ja nicht liegen, wenn das einfach kleiner ausgelegt ist.


    "Tesla-Langzeitergebnisse" legen doch nahe, dass eine im mittleren Bereich gehaltene Batterie sehr langlebig ist.

    Das ist auch so eine Sache, die mich irritiert. Früher hieß es immer, mann solle Akkus (gerade bei Lithium) nicht immer zwischen laden und entladen hin und herschalten. Rekuperation galt früher deswegen als besonders heikel. Was hat sich da geändert? Mögen moderne Akkus wirklich das hin und her?

    wenn Aussentemperatur -10 und Heizungswasser 50 Grad benoetigt wird, aber das holen die in den Uebergangszeiten (Aussen 5 Grad, Heizungswasser 35 Grad) wieder rein.

    Das möchte ich so nicht einfach stehen lassen. Das Problem ist doch, dass in diesen Zeiträumen auch am meisten Heizenergie gebraucht wird und bei der Spreizung wird die WP schon richtig schlecht. D. h. das sollte schon genau betrachtet werden, oder einfach eine Zusatzheizung für die "schlechten" Zeiten. (Holz/Pellets bevorzugt)

    so toll ich die Technik auch finde! Wenn ihr die Hände über dem Kopf zusammenschlagt, wäre das für mich ein starkes Argument

    Wenn Du hier gestöbert hast, dann hast Du vermutlich mitbekommen, dass man sich bezüglich Brennstoffzelle die Köpfe einschlagen kann. Es ist einerseits eine geile und begeisternde Technik, aber auf der anderen Seite nur bei einem sehr hohen Eigenverbrauch darstellbar. Das Problem ist, dass dann, wenn für die BSZ der Eigenverbrauch ausreichend gegeben ist, oft auch ein BHKW in Frage kommt, dass dann mehr hergibt.

    Ansonsten tendiere ich persönlich bei kleineren Einheiten zu einer Kombination Luft-Wasser-Wärmepumpe + Pellet-Kessel.


    Meine Logik dahinter:

    Luft-Wasser-WP sind kostentechnisch günstig, aber schlecht, wenn es kalt ist.

    Die WP wird nur für „Grundlast“ ausgelegt und hat dadurch eine lange Laufzeit ohne viel Ein/Aus.

    Außer wenn es richtig kalt ist, reicht die WP.

    Wenn es richtig kalt wird und die Luft-Wasser-WP schlecht arbeitet, dann wird auf Pellet-Betrieb umgestellt, wobei man da am Grad der Automation viel einsparen kann, wenn man bereit ist, 1-3 mal pro Woche Pellets nachzufüllen, was ja dank der Erderwärmung nur wenige Wochen im Jahr sind.

    Die Tatsache, dass man in der „Dunkelflaute“ auf Pellets läuft, kommt der Ökologie entgegen.

    Und man hat zwei Systeme für den Fall, dass mal eines ausfällt.

    PV ist da immer gut und nimmt auch keinem was an Eigenverbrauch weg. Im Gegenteil kann die WP mit einem Wärmepuffer in der Übergangszeit auf PV-Strom optimiert werden.

    Wie gesagt ist das mein persönliches Bild bei kleineren Einheiten.



    gunnar.kaestle

    Ich stimme Dir zu, dass das hier am falschen Ort ist, aber ich denke auch, dass wir uns jetzt schon ein paar mal im Kreis gedreht haben und das auch reicht. D. h. ich denke wir sollten das jetzt einfach so in aller Freundschaft als kontroverse Meinung stehen lassen.
    Danke für die konstruktive Diskussion.

    bluwi

    Wir reden hier über den OPEX, d.h. die variablen Kosten. In der Betriebswirtschaft trennt man die einmalige Investitionsausgabe (CAPEX) von den laufenden, variablen Kosten. Mit dem OPEX kann man den Deckungsbeitrag errechnen und dann hat man eine Kalkulationsgrundlage, ob die Fixkosten wieder hereingespielt werden.

    Da hab ich im Grunde kein Problem damit, weil unter dem Strich das gleiche rauskommt, wohin auch immer ich die Investition umlege. Aber ich sehe keinen Zusammenhang zwischen dem Rechenweg der Kostenrechnung und Carnot. Unsere Meinungsverschiedenheit ist doch die Frage, warum ich welche Kosten wem zuschlage.


    Der pekuniäre Wert der Wärme hängt von den Alternativrouten ab,

    Genau, das sag ich doch. Die "billigste" Alternativroute macht den Preis für die Wärme, die beim BHKW unvermeidlich rausfällt. (Sofern es eingeschaltet ist.) Und da ist beim Gas-BHKW der Gasbrenner naheliegend. Wenn jemand alternativ mit Scheitholz feuert, dann muss man halt das in Geld bewerten.


    Vermutlich lägen unsere Zahlen auch nicht so weit auseinander, wenn Du denn die Afa auf die Wärme mit umlegen würdest. Aber da fragt es sich gleich wieder, nach welchem Schlüssel?

    Hallo Gunnar,

    für mich sieht das so aus, als ob wir recht konsequent aneinander vorbeireden. Nach meinem Verständnis machst Du in Deiner Argumentationskette immer wieder eine Art „Transformations-Sprünge“.

    Beispiel:

    Der Arbeitswert von Wärme ist nunmal der Carnot-Faktor, da beisst die Maus keinen Faden ab. Wärme hat für Dich einen Wert, auch wenn sie nichts kostet - das gilt auch bei mir. Aber eine kWh Wärme ist nicht eine kWh Wärme. Du könntest z.B. 150°C Wärme in eine Absorptionswärmepumpe stecken und dafür die zweifache Menge NT-Wärme generieren, die fürs Heizen reicht. Das zeigt ebenfalls, dass der Wert von HT-Wärme höher ist als der

    von NT-Wärme.

    Ich denke der Absatz repräsentiert unser unterschiedliches Denkschema. Für mich sagt Carnot nur etwas darüber aus, welcher Anteil einer Energiemenge, die als Wärme vorliegt, unter bestimmten Bedingungen in Arbeit überführt werden kann. Carnot misst keiner Energie einen „Wert“ bei. Die Beimessung eines Wertes entsteht alleine aus dem menschlichen Nutzdenken.

    Nun sagst Du letztlich, der Wert von Heizwärme hängt davon ab, wie diese Wärme zustande gekommen ist. Ich sage, für den pekuniären Wert der Wärme ist Ausschlag gebend, wie ich sie am günstigsten „beschaffen“ kann.


    Man benötigt eine Methode (und nicht zwei oder drei), die den Brennstoff ausgewogen auf die Produkte verteilen, und genau das schafft die Carnot-Methode

    Ja, ich muss (sollte) eine sinnvolle Methode haben aber da sehe ich in keinem Fall Carnot am Werk. Deine Methode würde ja bedeuten, dass auch die „Maschinenkosten“ entsprechend aufgeteilt werden müssten. Der Wirkungsgrad, der Deine Wärme „billig“ macht, entsteht ja aus einer hohen Investition. Diese Investition tätige ich aber nur, um Strom zu erzeugen. Deshalb schlage ich sowohl den Nutzen, als auch die Kosten, dem Strom zu.

    es ist relevant wie man das Ergebnis bewertet.

    OK, da bin ich 100% bei Dir

    Neben der Tatsache, dass die Restwertmethode gegen diesen zweiten Hauptsatz verstößt (das bedeutet, sie reizt ein Verhalten an, dass ein Perpetuum Mobile bauen will),

    Da widerspreche ich, weil eine Kostenrechnung nichts mit Thermodynamik zu tun hat, kann sie auch nicht gegen einen Hauptsatz verstoßen. Hier ist so ein Punkt, wo Du Dinge verkoppelst, die imho nicht miteinander zu tun haben. Das zeigt auch der Satz in Klammern, weil niemand (jedenfalls nicht ich) was mit einem Perpetuum Mobile am Hut hat und sich nicht durch eine Kostenrechnung dazu animiert fühlt..


    Somit wird mit einem PEF kleiner Null suggeriert, dass man Primärenergie spart, indem man die Wärme zum Fenster raus heizt. Das ist natürlich Quatsch, weil sowohl Wärme als auch elektrische Energie einen Anteil des Inputs tragens

    Imho auch das ein Indiz dafür, dass Du Dinge verkoppelst, die nicht miteinander zu tun haben. Wobei sich hier auch ein wesentlicher Unterschied in unserem Denken zeigt. Du willst Kosten zuordnen, aber ich rede von Wert. Für mich hat auch Wärem einen Wert, die nichts kostet. Und sie hat nur einen bestimmten Wert, auch wenn sie viel kosten würde.


    Die Mikro-KWK-Branche gräbt sich ihr Grab, wenn sie länger an der Restwertmethode in der Berechnung der effektiven Wirkungsgrade verharrt als unbedingt notwendig und nicht zügig umstellt auf die Carnot-Methode. Die Restwertmethode braucht einen externen Referenzwirkungsgrad und der ist momentan bei den EnEV-Berechnungen 35% (2,8 PEF der Elektrizität).

    Erneut Widerspruch.
    Ich verwende keine Kosten-Nutzerechnung um einen Wirkungsgrad abzubilden. Ich rechne auch nicht die Wärme billig, so wie du das machst. Ich brauche auch keine externe Referenz, weil ich eben nicht in Wirkungsgrad rechne.


    Allerdings adressiert Du hier ein Thema, das mich schon immer stört, wenn nämlich bei einem Motor-BHKW von 95% Gesamtwirkungsgrad gesprochen wird, und bei einer BSZ von 85%. Das ist aber ein ganz anderes Thema, da sprechen wir von einer Ökobilanzierung, damit kann ich aber mein BHKW nicht abbezahlen. Der höhere Wirkungsgrad führt zu mehr Stromertrag und erlaubt dadurch mehr Abschreibung, was aber verschlechtert würe, wenn ich der Wärme nicht den angemessenen Wert beimesse.


    Mit der Carnot-Methode hat ein Betreiber auch eine realistische Einschätzung der variablen Gestehungskosten. Mit den Bluwin-Beispieleffizienzen wären es bei 6 ct/kWh (Großabnehmer zahlen nur 2 ct/kWh) Gaskosten für die elektrische Energie rund 10 ct/kWh (60% effektiver Wirkungsgrad) und Grenzkosten für die Wärme 1,5 ct/kWh (400% effektiver Wirkungsgrad).

    Abgesehen davon, dass ich Dir bei der Rechnung nicht ganz folgen kann, bedeutet es letztlich doch, dass meine Gestehungskosten für den Strom steigen, wenn ich die Wärme billig rechne. Was sollte das bringen?

    . . . BHKW und KWK als Synonyme zu betrachten.

    Das wäre auf jeden Fall falsch. Ob man BHKW nun nach der Wortentstehung ("Heizung Wohnblock") oder dem heutigen Gebrauch "Funktionsblock Strom und Heizung" geht, der Begriff deckt nicht den gesamten Umfang der KWK ab. Z. B. umfasst KWK ja auch Kraftwerke für Fernwärme, da würde heute niemand BHKW sagen.

    Daraus ergibt sich dann die Brennstoff-Allokation im KWK-Prozess und einem Carnot-Faktor von 0,15 für NT Wärme (Vorlauf 70°C, Rücklauf 30°C; Außentemperatur 0°C) die obige Aufteilung, bei der der Wärme nur ein viertel PE zugewiesen wird. Damit ist sie günstiger als Kesselwärme.

    Sorry, aber da stellst Du doch Zusammenhänge her, wo keine sind.

    1.    Eine BSZ hat nichts mit Carnot zu tun, genau so wenig, wie eine Lithiumbleibatterie. Dass da „relativ viel“ Wärme bleibt, ist einfach dem chemischen Prozess geschuldet.

    2.    Auch wo Carnot im Spiel ist, macht es für mich keinen Sinn, den Wert der Wärme danach zu berechnen. In meinen Augen ist die Wärme ganz genau so viel wert, wie ich Einsparung habe, weil ich sie nicht anders produzieren muss. Das ist die Auswirkung auf meinen Geldbeutel und daher kommt der finanzielle Wert. Wenn meine Wärme ansonsten aus Gas produziert wird, dann entspricht der Wert dem eingesparten Gaspreis. Wenn ich die Wärme ansonsten aus Kohle produzieren müsste, dann entspricht der Wert der eingesparten Kohle. Und wenn ich sie nicht nutzen kann, weil es sowieso zu warm ist, dann ist sie wertlos. (imho)

    Wo liegt der Sinn, hier akademische Werte zuordnen zu wollen, die sich so nicht in meinem Geldbeutel niederschlagen?

    Nur schon die Handschalter sind heftige Teile. Das schalten von Hand braucht auch etwas Mut. Zaghaft sollte man schon gar nicht schalten, schon gar nicht unter Last, gibt hübsche Lichtbögen, ist nichts für schwache Nerven wenn da Leistung gezogen wird. --> Besser alle Sicherungen runter und dann manuell zuschalten. =)

    Irgendwie kann ich Dir grad nicht so ganz folgen. Was auch immer Du ans Netz bringst, muss doch abschaltbar sein. Und das muss die jeweils maximale Last können. Mit dem Umschalten hat das erstmal nichts zu tun, das würde bei mir immer im abgeschalteten Zustand erfolgen, also kein Funken in Sicht.


    Und dann würde ich das hier zwar nicht grade als vernachlässigbar einstufen,

    https://www.ebay.de/itm/Siemen…d1ad17:g:GacAAOSws2dcWsWf


    https://www.ebay.de/itm/Siemen…c51938:g:z6MAAOSwGBRcWsPr


    aber im Gesamtrahmen der angestrebten Einsparungen erträglich.

    Aber es gibt hier vielleicht auch Leute, die sowas schon mal genahct haben?

    Hallo Tom,

    eEin Bekannter von mir war höherer Beamter und dessen Antwort auf solche Probleme ist immer wieder „Dienstaufsichtsbeschwerde“. Das sei immer dann sinnvoll, wenn man unterstellen kann, dass ein Beamter(m/w/d) falsch oder übereifrig handelt. Man unterstellt dann z. B. Willkür im Amt. Da müssen sich die „Oberen“ damit befassen.


    Der Zeitraum, seit Du Zahlen meldest ist ja doch so lange, dass man einen Durchschnittswert Verbrauch-Stromerzeugung darstellen kann. Wenn der Wert plausibel, ist und evtl. mit einer Eidesstattlichen Erklärung ergänzt wird . . .


    Eine Klage aus Prinzip wegen „Recht haben“ muss man auch mögen, ist aber mehr eine Beschäftigungstherapie für gelangweilte Rentner. (imho)

    Stimmt grundsätzlich aber, man kann davon abweichen

    Die Frage ist doch, was es bringt hier was hin oder her zu schieben. Die abschreibbare Summe ist am Ende immer die gleiche. Eine höhere Abschreibung bringt Dich allenfalls in die Bredouille, dass Dir der eifrige Finanzbeamte die Gewinnabsicht streitig macht.

    Naja bei 66 % Eigennutzung käme man auf eine um immerhin 175 € höhere Einspeisevergütung heraus

    Das schon, aber bei geringerem EV wird halt die Rechnung mit der Amortisation haarig. Verglichen mit dem zusätzlichen KWK-Zuschlag würde ja immer ca. das 5-fache an EV-Einsparung fehlen. Auch bei einer Rechnung mit KWK-Zuschlag ist der reine Betrieb für die Einspeisung defizitär, selbst ohne Abschreibung. (mho)