Überschusswärme aus der Solarthermie sinnvoll nutzen?

  • hallo und guten abend !


    ich bin noch neu hier und normal eher im ipsymcon forum unterwegs. ich habe ein paar qm röhrenkollektoren auf dem dach und gerade jetzt natürlich eine menge warmes wasser über. gibt es schon gute lösungen, dies zu nutzen? am besten wäre natürlich strom. mal so ganz platt rumgesponnen habe ich überlegt, ob man nicht einen niedrigtemperatur Stirlingmotor auf den kellerboden schrauben könnte und dadurch kühlen und von der anderen seite mit den warmen wasser betreiben und strom erzeugen. hat da jemand schon mal was probiert?


    happy day und dank, frank


    [4ox.de]

  • Jetzt habe ich meine 15 qm Solarthermie-röhren auf dem Dach und mein 800L-Pufferspeicher platzt bald vor Hitze Ende Mai. Und wir haben noch nicht Mitte des Jahres.
    Immerhin braucht unser Haus ca. 350 - 400 Liter WW pro Tag. Ein Schwimmbad oder einen pool habe ich nicht.
    Außer einem alten Heizkörper, den ich im feuchten Keller zum Ausheizen und Trocknen desselbigen nehmen möchte habe ich keine Idee, wohin mit der Überschußwärme. Es gibt Leute, die decken dann ihre Kollis ab.


    Gibt es inzwischen noch neuere Ideen zu diesem Thema?
    Diese Sterlingmotorengeschichte von oben wäre ja ideal, wenn man abends mit heissem Wasser den benötigten Strom produzieren würde, wenn der Pufferspeicher voll ist.


    Gruß
    rosisosi
    rosisosi

  • Moin Moin,


    also von einem Stirling der mit Solartermie Abwärme läuft hab ich noch nix gehört - warscheinlich weil es beim Stirling ein höheres Temperaturniveau braucht als die lächerlichen 70-80°C der Kollektoren.


    Anders schaut es bei ORC aus, da gibt es Aggregate die funktionieren. Aber für ORC braucht wieder sehr viel mehr Leistung - das 8 bis 10 fache von Pelt. muß an Wärme rein und dann secundär auf um die 30°C weggekühlt werden.


    mfg

  • Manfred aus ObB hat doch immer im Rahmen der KWKK erklärt, daß es möglich ist, aus der produzierten Wärme auch Kälte zu machen - Zeolith usw.


    Wäre das denn nicht auch eine Möglichkeit, die überschüssige Wäre so zu verwurschteln, daß man die entstehende Kälte zur Klimatisierung benutzen kann?


    Denn gerade bei starker Sonneneinstrahlung im Sommer braucht man keine Heizung, nur eine überschaubare Menge WW, bräuchte aber vielleicht kühlere Räume...


    Oder stimmen hierfür die Grundvoraussetzungen (Temperatur, Leistung) nicht?


    André

  • Gibt es z.B. von Invensor aus Berlin und EAW aus Westenfeld. Leider wohl derart teuer im kleinen Leistungsbereich, dass es wohl nicht wirtschaftlich sein wird, zumal es bisher nicht benötigte "Komfortkälte" wäre...

  • Das würde mich auch mal interessieren. Kältemaschinen, die mit einem thermischen Verdichter arbeiten und im 1-stelligen Kilowattbereich liegen, hab ich noch nirgends gefunden.
    Wenn jemand was weiß, dann her damit ;)


    tschau

  • Alles, was ober vorgeschlagen wird, geht technisch, aber läßt sich nur als kostenträchtiges Hobby betreiben. Nach meiner Auffassung wären Investitionen in diesen Bereich vielmals effektiver als die PV so extrem überzubewerten.


    bluwi

  • warscheinlich weil es beim Stirling ein höheres Temperaturniveau braucht als die lächerlichen 70-80°C der Kollektoren.

    Das ist so nicht ganz richtig. Es gibt Modelle und Selbstbausätze, die arbeiten mit Handwärme. (Die tun wirklich) Z. B.


    http://www.guette-feinwerktechnik.de/html/gt_02.html


    Der Rekord für einen lauffähigen Motor liegt bei weniger als 1° Temperaturdifferenz (genau 0,7 K).
    Das Problem ist, wie auch bei ORC, die Leistungsdichte bzw. die Kosten pro Leistungseinheit. Da könnte man mit Investitionen viel bewegen, wenn man das Geld nicht anderswo ausgeben würde.

  • Moin,


    schön schaut er ja aus aber ist halt nur ein Funktionsmodell ohne Nutzen. Hab mal auf der Seite nach Leistungsangaben gesucht und bin Fündig geworden, sagenhafte 1,5Watt bringt so ein GT03 an Wellenleistung.


    Da wäre ein Seebeckelement wohl noch effizienter und preiswerter!


    mfg

  • Da wäre ein Seebeckelement wohl noch effizienter und preiswerter!

    Effizienz bezogen auf die Temperaturdifferenz nicht, da gehört Seebeck zu den uneffektivsten Verfahren. Preislich ist Seebeck unschlagbar einfach.