Anschluss und Zähleranordnung für PV, BHKW und AKKU in Kombination

  • Hallo zusammen,

    ich will mich nur noch einmal versichern, dass bei mir der Elektriker alles richtig gemacht hat:

    Wenn das BHKW läuft und wenig Strom im Haus benötigt wird, geht der "Überschuss" bei freier Akkukapazität in den Akku. Soweit die Theorie.

    Nun die Frage: Die Energiemenge, die in den Akku geht, läuft dann über den "Einspeisezähler" (Z2) des BHKW, richtig? Oder müsste der Akku "noch vor dem Einspeisezähler Z2 liegen, vom BHKW aus gedacht? ..aber dann würde ja bei (PV-)Stromentnahme aus dem Akku Z2 laufen, dat kann ja auch nit sein?! :/

    Sorry für die Anfängerfrage, aber ich komme da einfach zu keinem Schluss, ich bin kein Techniker..

    Danke schonmal ins Forum!


    Hier noch eine kleine Systemskizze:

  • Der Speicher muss parallel zum Verbrauchsstromkreis angeschlossen werden. Der Anschluss zwischen Abgrenzungs- und 2-Ri-Zähler würde Energie über den Abrenzungszähler ziehen und danach bei einer Entladung zurückschieben. Dadurch wird der Messwert des Abgrenzungszählers verfälscht. Zudem fehlt dem Zählerschaltbild der Erzeugungszähler der PV-Anlage, die Zählerkaskade ist somit unvollständig.


    Lösung anbei. :hutab:


    Wenn der Speicher nur BHKW-Strom speichern soll, einfach den EnFluri vom Speicher in Reihe zu Z4 statt zu Z1 montieren.

  • Das ist die Frage!


    Entweder "Speicherzähler" für die Steuerung des selben auf Z4 = nur BHKW-Strom im Speicher und Speicher hat Vorrang vor PV-Strom

    = Lösung bei hoher PV-Einspeisevergütung und max. Nutzung von BHKW Strom


    oder

    Speicherzähler auf Z1 = eingespeichert wird was gerade da ist und vorrangig kommt der Strom aus BHKW, dann PV und dann Speicher

  • Speicherzähler auf Z1

    Ist ein Speicherzähler ein SMA Smartmeter?


    eingespeichert wird was gerade da ist und vorrangig kommt der Strom aus BHKW, dann PV und dann Speicher

    So wäre es mein Wunsch. Heißt das, das meine Konfiguration also stimmt? :/

    Vitotwin 300W an 340-M (950)
    7,5er BYD Akku an SI 3.0
    5 kwp REC (südost) an SB 4.0
    1.8 kwp SOLARTRON (südwest) an SB 1.5

    Citroen C-Zero (90% Eigenstromanteil)

  • Zitat

    Heißt das, das meine Konfiguration also stimmt?

    Nein, Dein ENFLURI ( SMA Smartmeter ) sitzt dafür falsch. So wie Du es aufgezeichnet hast wird dein Speicher keinen PV-Strom einspeichern.


    mfg

  • Falls die Batterie dort angeschlossen ist wo die 4 x gestrichene Linie ist und das Smartmeter bei Z3 eingebaut ist wäre es korrekt. Die Linie die rechts von der Batterie weg geht muss weg, und L1 -3 müssen deine Verbraucherstromkreise sein.

  • STOP !!!


    ist die graue Linie zur Batterie die "Leistung" ist das FALSCH denn in der Kaskade darf kein Verbraucher sitzen

    ist die graue Linie zur Batterie die "Steuerung" (ENFLURI) ist das FALSCH, wie oben schon beschrieben

  • Danke für Eure Antworten.

    Es wird in der Tat PV- und KWK-Strom in den Akku geschoben.


    Mir wurde das bei der Elektroinstallation - eben nur auf die Schnelle in aller Kürze - so erklärt:


    Z1= Erzeugung BHKW (klar)

    Z2= Menge des nicht direkt eigenverbrauchten BHKW Stroms, sprich Einspeisung BHKW

    Z3= Gesamteinspeisung [PV+BHKW]


    [Z3'="Bezug" als zweiter Wert der Wechselanzeige]

    Einspeisung PV rechnerisch: Z3-Z2

    Eigenverbrauch PV rechnerisch: [Erzeugungswerte aus dem SunnyPortal] - [Einspeisung PV rechnerisch]


    Jetzt kommt der Grund für meine Verständnisprobleme zum Akku:


    Letzten Monat hat Z2 insgesamt MEHR kWh gezählt als Z3 (50 % mehr um genau zu sein, also ca. 80kWh)

    hieße sozusagen: "Rechnerisch negative PV-Einspeisung von 80kWh"


    Nach meinem bisherigen Verständnis der Zähleranordnung gemäß meiner Handzeichnung oben wären also 80kWhBHKW "irgendwo vor Z3" in den Akku "weggeladen" worden - die dann im Haus verbraucht worden sind, und daher nicht über Zähler laufen.


    Ich hoffe, ihr könnt nachvollziehen was ich meine, ich weiß nicht ob ich die richtigen technischen Begriffe nutze.


    Also, der Versuch eines ersten Resümees:

    Ich glaube bei mir ist es wie in Neuendorfers Bild konfiguriert, nur dass ein PV-Erzeugungszähler fehlt.

    Dass sich im Winter ggfs. zählerrechnerisch negative PV-Einspeisewerte ergeben können, nehme ich jetzt mal so hin, außer ihr schreibt mir dass ich mich da um was kümmern muss..


    Vitotwin 300W an 340-M (950)
    7,5er BYD Akku an SI 3.0
    5 kwp REC (südost) an SB 4.0
    1.8 kwp SOLARTRON (südwest) an SB 1.5

    Citroen C-Zero (90% Eigenstromanteil)

  • Welchen Zählerstand von Z2 liest Du eigentlich ab??


    1.8.0 -> das wäre Bezug aus Richtung Allgemeines Stromnetz / PV Strom - Eigenverbrauchsmessung durch Z2


    2.8.0 -> das wäre Einspeisung in Richtung Allgemeines Stromnetz

    ......und das wäre dann m. E. gemäß Deiner Darstellungskizze und schilderungen dann auch schon sehr verwunderlich.|__|:-):-(|__|


    PS:

    Ich hab eine ähnliche Konstellation mit „smarten“ 2-Richtungszählern.


    Gruß

    300P

  • Auch hier wieder mein STOP,


    für "smarte Zähler" benötigt man keine Kaskade, da diese Zähler ihre Meßwerte mit Zeitstempel ablegen.


    Kaskadenschaltung wird nur für Ferrariszähler benötigt da hier die Zeitkomponente fehlt, es muß also zur korrekten Berechnung die Physik des Stromes herhalten.

  • für "smarte Zähler" benötigt man keine Kaskade, da diese Zähler ihre Meßwerte mit Zeitstempel ablegen.

    Auch bei "smarten Zählern" brauchst Du eine Kaskade. Es sei denn, die Zähler speichern eine eichrechtlich einwandfreie RLM. Also Viertelstundenwerte. Dann kosten aber die Zähler ab mindestens 290 Euro pro Stück und Jahr an den Messstellenbetreiber. Und dann braucht man drei Zähler: PV, BHKW und Verbrauch. Also 870 Euro Messkosten - eher so im Bereich um 1.000 Euro. Dann doch lieber die Zählerkaskade mit SLP-Zählern für rund 80-150 Euro pro Jahr (egal ob smarte SLP-Zähler oder nicht).


    :-)_:-)