Gasheizung, die auch bei Stromausfall funktioniert

  • Wir haben eine Gas-Brennwertheizung, die auch ganz ordentlich funktioniert. Der Schwachpunkt ist: sie braucht nach Herstellerangabe Wechselstrom mit Erdbezug und legt, wenn kein Netz da ist die Löffel beiseite. Unsere nächste Heizung soll so lange Brennmaterial, also Gas, zur Verfügung steht auch heizen. Wir wollen keinen Strom exportieren, wenn die Heizung im "Notmodus" etwas Gleichstrom (z.B. 12V) für Notbeleuchtung zur Verfügung stellt, dann wäre das wünschenswert. Kann jemand Hinweise geben, wo man graben muß um so etwas zu finden.

  • Moin,


    sorry das ist schwer zu beantworten da bereits in der Fragestellung mehrere Fehler stecken.


    Jedes elektrische Gerät funktioniert nur wenn elektrischer Strom "vorhanden" ist, das liegt in der Natur der Sache. Normalerweise kommt der Strom aus der Steckdose, ist das mal nicht der Fall - statistisch genau 15Minuten pro Letztverbraucher und Jahr - kann man sich für Geld eine Notstromversorgung bauen lassen. Mittels dieser Notstromversorgung ( Batterie , Generator o.ä. ) läuft dann auch jede x-belibige Gastherme.

    Solltest Du auf ein BHKW spekulieren so solltest Du wissen das nicht jedes als Notstromer fungieren kann.

    Die Auslegung eines BHKW ist aber wieder etwas ganz anderes, sie bezieht sich auf die 8759,75h "Normalbetrieb" eines Jahres.


    mfg

  • Wenn Du ein Auto hast, kaufe Dir einen 12v->230V Wechselrichter passender Leistung. Dann hast Du im Notfalle eine funktionierende und billige Notstromlösung für die Therme und ein paar Glühbirnen. Den Erdbezug kann man sich sicherlich vom Elektriker recht einfach installieren lassen.

    Citroen C-Zero, 35qm PV, 12kWh LiFePo (15x250Ah, Winston), 4kW Taiwan-Inverter, DIY BMS
    Hausdämmung 16cm PS 0.035

  • Naja, auch das zieht Umbauten an der Elektroinstallation nach sich. Erstens hat eine Gastherme in der Regel keinen Schukostecker ist also für einen Laie nicht direkt an einen WR anzuschließen . Zweitens bedarf es ( den Blödsinn mit Erdbezug richtig stellend ) bei Betrieb fest angeschlossener Geräte/Stromkreise am WR einer Umschalt- bzw. Netztrennvorrichtung, zusätzlich muß ein oder mehrere allstromsensitive RCD eingebaut werden denn ein solcher WR wird im Fehlerfall weder einen 16er LS auslösen noch bei Körperschluß Leib und Leben des Bastlers in der vorgeschriebenen Zeit schützen können.

  • Davon ausgehend das das nie oder wenn dann nur sehr kurzzeitig gebraucht wird würde die Allpolige Trennung der Therme ja durch das umstecken des Schuko Steckers erfolgt sein. Teuer wird nur allstromsensitiv...


    Davon ausgehend das es schon öfter mal gebraucht wird, wäre es natürlich WAHNSINN draußen das Auto laufen zu lassen damit drinnen die Heizung geht!


    In beiden Fällen wäre die Notbeleuchtung aufwändig, zusätzlich, separat zu installieren und ebenfalls über nen Schuko allpolig zu trennen (umzustecken)...

  • alikante :

    Kann man Gasthermen, wenn sie festangeschlossen sind, nicht wieder auf Schuko umrüsten? Meine 25kW-Therme war es schon immer. Deiner Skepsis gegenüber 12V-WR bzw. Klein-USVs entnehme ich, dass die grundsätzlich lebensgefährlich sind.

    Die, die ich kenne, haben keinen RCD, aber immer eine Sicherung primär und sekundär. Einen Schuko-RCD bekommt man ab 15 Euro. Anstatt eines All-Stromers, reicht womöglich auch ein Trafo als Last. Im Falle eines ausfallenden DC-AC-Wandlers zieht er die Sekundär-Sicherung der USV.

    Citroen C-Zero, 35qm PV, 12kWh LiFePo (15x250Ah, Winston), 4kW Taiwan-Inverter, DIY BMS
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  • Die meisten Gasgeräte haben keinen Anschlußstecker und müssen phasenrichtig angeschlossen werden. Schuko Stecker können das nicht sicherstellen.

    Im übrigen ist der typische Stomausfall 1/4-3/4 Stunde - da ist die Heizung kein Problem. Selbst wenn es mal 3 oder 5 Stunden wären ist das nicht zu merken. Selbst beim Heizungswechsel im Winter fiel die Temperatur im Haus innerhalb von 24 Stunden keine 2 Grad ab. Nur WW ist irgendwann weg.

  • Moin,

    Kann man Gasthermen, wenn sie festangeschlossen sind, nicht wieder auf Schuko umrüsten?

    siehe dazu den Einwand von GM1967, wenn die Elektronik L und N richtig angeschlossen werden will gehts mit Schuko nicht ( nur mit CEE Blau )

    Deiner Skepsis gegenüber 12V-WR bzw. Klein-USVs entnehme ich, dass die grundsätzlich lebensgefährlich sind.

    Nur wenn Sie zweckentfremdet betrieben werden !

    In unseren Hausinstallationen gibt der PE-Leiter Sicherheit indem Fehlerspannungen gegen Erdpotential geführt werden. Im (indirekten) Fehlerfall wird der Strom also eher gegen Erde abfließen und dabei die Sicherung bzw. den RCD auslösen als durch den menschlichen Körper. Das funktioniert nur weil in Erzeugern und Trafostationen der Sternpunkt geerdet ist, sich also der Stromkreis schließt.

    Bei üblichen 230V Notstromern und auch billigen DC zu 230V Sinuswechselrichtern gibt es keinen Sternpunkt!! Sie kann man am besten mit einem Trenntrafo vergleichen, Strom fließt hier ausschließlich zwischen den Polen die man auch gefahrlos einzeln anfassen kann, damit ist PE nutzlos weil kein Strom gegen Erde fließen kann.

    Am besten das Gerät prüfen mit zweipoligem Phasenprüfer L gegen N und L gegen PE , soweit gegen PE Spannung anliegt hat das Gerät eine Erdung und kann auch für Festanschlüsse verwendet werden.

    Manchmal gibt es an solchen Erzeugern eine aktive PE Spannungsüberwachung die den Erzeuger abschaltet sobald an PE eine Fehlerspannung erkannt wird, Sowas kann man auch als Zwischenstecker kaufen, es enthält einen Spannungsmesser und ein Relais beides über Batterie. Diese Art der Überwachung funktioniert aber nur sicher für eine Schukosteckdose mit einem Verbraucher dran. Sobald mehrere Geräte über einen Verteiler gesteckt sind kann aus dem indirekten ein direkter Fehlerstrom werden der ausschließlich von den Sicherungen abgeschalten werden kann da hilft auch kein RCD.


    Und nun stell Dir mal vor der Bastler stellt sich ein 12V zu 230V Sinuswechselrichter ohne echte Erde in den Keller, speist über eine Schuko ein und hat irgendwo im Haus noch eine klassische Nullung............. verstehst Du was ich meine ?

    Im Falle eines ausfallenden DC-AC-Wandlers zieht er die Sekundär-Sicherung der USV.

    Von USV hatte ich nichts geschrieben, die sind für den Betrieb im Hausnetz konzipiert und stellen m.M. kein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar. Aber auch für diese Geräte gilt nur ein Verbraucher pro Kaltgerätebuchse.

  • Wer sich ernsthaft mit einer Heizung für sein EFH beschäftigt, die dann bei einem längeren, mehrere Tage dauernden und flächendeckenden Stromausfall laufen soll und hierfür in die wie auch immer geartete Peripherie investiert, hat nicht alle Latten am Zaun.


    Es hilft sich mal vorzustellen, was denn passiert, wenn mal wirklich eine Woche der Strom weg ist.... Da ist die Heizung unser absolut geringstes Problem


    Eines Tages werden wir alle sterben. Aber an allen anderen Tagen eben nicht...

  • Und nun stell Dir mal vor der Bastler stellt sich ein 12V zu 230V WR in den Keller, speist über eine Schuko ein und hat irgendwo im Haus noch eine klassische Nullung............. verstehst Du was ich meine ?

    Naja - ist nicht ganz einfach ...

    Da der Notstromer ein IT-Netz bereitstellt, kann ich doch am Zählerschrank noch vor dem RCD über einen Quellen-Umschalter L einbinden. Ich kann mir sogar aussuchen, welchen Pol ich N zuordne und welchen L ( insofern die Erdungsschraube am Gerät nicht mit einem Pol verbunden ist). Die Erdungsschraube kann man zusätzlich noch mit dem Hauserder verbinden.

    Jetzt ist lediglich das Kabel vom Stromerzeuger zum Schaltkasten nicht fehlerstrom-überwacht. (genausowenig wie das von Envia)

    Die Thematik hat mich schonmal rumgetrieben bzgl. der Frage, ob die Hausbatterie (48V/12kWh) geerdet werden muss, oder nicht.

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  • Da der Notstromer ein IT-Netz bereitstellt, kann ich doch am Zählerschrank noch vor dem RCD über einen Quellen-Umschalter L einbinden. Ich kann mir sogar aussuchen, welchen Pol ich N zuordne und welchen L ( insofern die Erdungsschraube am Gerät nicht mit einem Pol verbunden ist). Die Erdungsschraube kann man zusätzlich noch mit dem Hauserder verbinden.

    Aber genau das ist ja das Problem, im IT Netz ist ein RCD bei Einem auftretenden Fehler nutzlos. Erst wenn ein Zweiter Fehler auftritt gehts um die Wurst. ( Wir reden immernoch von einem 1~ 230V System mit N nicht etwa von einem großen OP mit 3*115V über Trenntrafo ohne N ) Deshalb macht ein Zentraler RCD bzw. FI keinen Sinn sondern wenn überhaupt nur im End- bzw. Verbraucherstromkreis. Bei IT kann man nur mit Isolationsüberwachung arbeiten und vorsorglich abschalten bevor ein zweiter Fehler auftritt. Über den Erder am Erzeuger wird niemals ein Fehlerstrom fließen er dient nur zur Messung, es sei denn - wie Du schon schreibst - geräteintern ist N mit PE gebrückt, dann ist es aber kein IT mehr.

    Deshalb sehe ich "Sinusinverter" mit Schuko kritisch um fest Installierte Stromkreise zu versorgen, solche mit festen N,L,PE Anschlüssen hingegen nicht, dort reicht auch ein zentraler allstromsensitiver RCD aus


    Zitat

    Die Thematik hat mich schonmal rumgetrieben bzgl. der Frage, ob die Hausbatterie (48V/12kWh) geerdet werden muss, oder nicht.

    Meine BYD Kiste ist ebenfalls geerdet, der Minus Pol aber nicht - dafür sehe ich keine Veranlassung.

  • Eines Tages werden wir alle sterben. Aber an allen anderen Tagen eben nicht...

    Und damit man die anderen Tage nicht permanent schlecht Laune hat, machen die Menschen lauter unvernünftige Dinge.

    Sex ab 50, Kreuzfahrten, kaufen Autos mit 240 Spitze, essen selbstangebaute Kartoffeln, retten das Weltklima mit Brennstoffzellen kurzum, freuen sich über alles was sie selbst bewirken können.

    Selbst Strom zu erzeugen, anstatt von einem Versorger abhängig zu sein "wie ein Baby von der Mutter" (StarTrek-Zitat), macht einfach Spaß, auch wenn es nur ein paar Stunden im Jahr sind.

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  • Und damit man die anderen Tage nicht permanent schlecht Laune hat, machen die Menschen lauter unvernünftige Dinge.

    Sex ab 50, Kreuzfahrten, kaufen Autos mit 240 Spitze, essen selbstangebaute Kartoffeln, retten das Weltklima mit Brennstoffzellen kurzum, freuen sich über alles was sie selbst bewirken können.

    Selbst Strom zu erzeugen, anstatt von einem Versorger abhängig zu sein "wie ein Baby von der Mutter" (StarTrek-Zitat), macht einfach Spaß, auch wenn es nur ein paar Stunden im Jahr sind.

    Stimmt, deshalb habe ich mir ja diesen Beruf ausgesucht, damit ich mir Sex auf der Kreuzfahrt leisten kann...


    Leider ist es aber so, dass man so ab und an mal schlechte Laune kriegen kann wenn man so manches liest...