Beiträge von bkohl

    Fossil:

    Außerhalb der Heizperiode ist eine Subventionierung des Verbrennens von Gas oder Heizöl zurecht immer weniger legitimierbar, weil es zunehmend in Konkurrenz zu PV und Wind anstatt Kohle wird. Selbst Biogas gehört besser ins Rohrnetz eingespeist.

    Wenn infolgedessen die BHKW-Geschäftsmodelle platzen, sind die Geräte vielleicht wirklich nicht gut/preiswert genug. Ein PKW rentiert sich auch, wenn er 23h am Tag steht. Spätestens bei Speicherpreisen von 5cent/kWh im EFH-Bereich wird die Investition in wartungsfreie Batteriepuffer und PV gelenkt, anstatt in kapriziöse BZ oder Motoren. Genau deshalb entwickle ich mein "Billig-Einfach-BHKW", weil ich keinen anderen Ausweg sehe. :-)

    Ich würde entspannt bis 2023 warten. Vielleicht sind dann schon völlige Hausersatzanlagen (30kW auf 3 Phasen mit 30kWh-Akku und BHKW-Interface) am Markt. Aus Kostengründen musst Du bei der gegenwärtigen Technik Dein Hausnetz anpassen, wenn Du netzunabhängig sein willst.

    Wenn nicht, heisst mehr Inverter-Leistung und größere Akkus mehr Kosten und mehr Eigennutzungseffekt. Bei 10TkWh/a würde ich nach Drehstromanlagen Ausschau halten. Einen guten Markt-Überblick findest Du hier.

    Hallo Tom:

    > Sollzustand:

    > Alles wie oben, nur betrieben mit Inselnetz 3-phasig und Batteriespeicher (bisher ca.

    > 12-15kWh geplant). Netzanschluss wird gekündigt.


    Was Du bzw. jeder mit eigenem Dach sich eigentlich wünscht, ist die Technik eines Renault K-ZE zum Preis eines K-ZE, verpackt in einer! kleinen Kiste fürn Keller: 33kW Leistung auf 3 Phasen verteilt, 26kWh Hochvolt-Speicher, Preis < 10k€. Ich schätze in 5 Jahren ist sowas auf dem Markt (Powerwall 3?). Die 5KW-Klasse von Wechselrichtern sind doch nur eine Krücke. Zwei 3kW-Geräte sollten pro Phase lauffähig sein, damit der E-Herd mit Waschmaschine, Geschirrspüler, Bügeleisen, Teekocher, Mikrowelle und Bad-Stahler harmoniert.

    Das wird auf politischer Ebene noch lustig werden.

    Mein Denkansatz wäre, das man im Prinzip einen Ölvorrat hat, der auf der Höhe der Ölwanne steht. dann wird das öl durch die Ablassschraube abgepumpt , gefiltert und in den Voratsbehälter gepumpt. der der das gleiche Niveau wie der Ölstand in der Ölwanne hat könnte man über eine "schlauchverbindung" das Öl wieder zurücklaufen lassen.

    Vergiss dabei nicht den Druckausgleich, da das Kurbelgehäuse einige mbar Unterdruck hat. Sonst flutet es Deinen Motor mit Öl. Hab es auch erst so versucht, dann aber meine (entkoppelte) Lösung als besser empfunden.

    Ich habe seit 2014 eine Insel mit 4kW und z.Z. noch 7.5kWh Speicher, die E-Auto und Haus ganz gut versorgt. Gespeist wir aus 7kW PV und 0.7kW Experimentier-BHKW und Netz-Backup. Ich denke zur vollen Autarkie bräuchte ich eine Verdopplung des Speichers und besseres Load-Balancing (speziell für den E-Herd*). Die dumme Lösung wäre eine Verdreifachung von Leistung und Batteriespeicher. Dann braucht man sich um Loadbalancing nicht zu scheren. Das treibt aber die Kosten. Naja und das BHKW müsste immer so laufen wie in diesem Winter. :-).

    Meine bisherigen Kosten waren: 48V-WR 1000,- , Li-Zellen 4000,- Eigenbau-BMS und Lastmanagement <500,- Nach 5 Jahren haben meine Zellen ca 25% Kapazität verloren. (Winston LiFeP)


    (* die mittlere Leistung eines E-Herd ist selbst zu Weihnachten sicherlich <4kW)

    Ich musste es notgedrungen, da mein Gasmotor nur 350ml Ölvorrat hat. Lies mal hier: Bericht zu billig Eigenbau 800W Gas BHKW

    Die Hardware besteht aus dem Ölstandssensors, einem Magnetventil, Zahnradpumpe und zwei Rückschlagventilen.

    Der Motor hat zwei Ports. Damit kann man Zirkulieren, Leeren und Füllen bzw. das Niveau konstant halten. Der Tank ist ein simpler Ölkanister. Die Software läuft auf einem Arduino-Nano -Board. Wie kann ich Dir helfen?

    Hier die Doku für den Energiewandler: Schaltplan und Bord

    SiC-Technik macht das Leben so leicht :-). Erläuterungen besser im Chat.


    Gasumstellung: (technische Möglichkeiten - keine Bauanleitung)

    Der Vergaser wird durch eine Venturi-Düse ersetzt. An der - durch eine Fachfirma gesetzten Gassteckdose - kann man einen Nulldruckregler mit Sicherheitsventil anschließen. Die Verbindungsleitung dazwischen agiert als Unterdruckleitung. Der Vorteil von Unterdruck ist, dass nie Gas ausströmen kann. Die Gemischeinstellung geschieht über ein einstellbares Drosselventil.

    Die Benzin-Zündkerzen finden Gas zwar etwas hitzig, arbeiten aber offenbar klaglos über eine Saison. Die Zündenergie muss höher als bei Benzin sein. Gut eignen sich Stabzündspulen vom Auto.

    Trotz aller Sorgfalt würde ich sowas nur im Freien betreiben - nachdem ein Fachmann das für sicher befunden hat. Das ist auch akustisch die bessere Lösung.

    Dateien

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    • bldcbrd.pdf

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    Saisonende: 1750 Bh geschafft - hier mein Fazit


    Der Stromerzeuger von DeTec DT-IG2000 für 250€ ist das beste je von mir getestete Aggregat. Mit Motoren mit Stahl-Laufbuchse, horizontaler Welle und geneigtem Zylinder (ca. 30°) macht man offenbar nicht viel falsch.

    Auf 500W gedrosselt ist der 120ccm-Motor ohne Ausfälle mit 16% Wirkungsgrad bei 2400rpm durchgelaufen.

    Der Generator-Start erlaubt 24/7-Betrieb mit automatischen Stops zur Ölauffrischung alle 4h. Der Ölverbrauch ist mit 1.5ml/h hoch. Vermutlich durch Anlagerungen der Sulfat-Asche des "low ash"-Öl Addinol 10W40 MD-1049 LE reduziert sich zwar innerhalb der ersten 100Bh die Leistung um 20%. Danach bleibt sie dann aber stabil, bzw. fluktuiert um diesen Wert.

    Arbeit gab es nur mit den Peripheriekomponenten.


    1. Auspuff: blankes Kupfer im direkten Wasser-Abgas-Strahl wird mit 0.7mm pro 300h abgetragen. Edelstahl, Silikon oder Verzinnung sind Optionen zu Erhöhung der Standfestigkeit


    2. Ölpumpe: Zahnradpumpen mit Untersetzungsgetriebe (ZC-A210 ) neigen zum Getriebeschaden. Besser sind die direkt angetriebenen Pumpen (KGP001).


    3. Injekt-Wasser-Pumpe: Diese BLDC-Pumpen 12V 5W sind gute Dauerläufer. Trotzdem musste sie 2x gereinigt werden.


    4. Öl-Abscheider: nach 1750h musste er von 200ml Öl-Dreck gereinigt werden. (siehe Bilder) , weil die Injekt-Wassermenge sank.


    Die nächsten Entwicklungsziele bis zum Herbst wären außerdem:

    1. Steigerung von Leistung und Wirkungsgrad durch Entdrosselung (z.B. 800W @ 18%)

    2. Vibrationsberuhigung durch mehr montierte Zusatzmasse

    3. Leistungsmodulation 1:1.5 über die Drehzahl



    oder ein weiterer inverter , wichtig ist aber, dass das Gerät auf 1kwh = ep leistungsbegrenzt ist . Diese Lösung ist 100% hinter dem Netz und echte Insel

    Die Ladeleistung muss nur sicher größer sein, als vom EP. Bei 1200W kreiseln dann z.B. 200W (ac->dc->ac->dc ....) , was nicht wirklich schlimm ist.

    Der victron ist da mit dem pip 5048 ms vergleichbar

    Nicht wirklich. Victron verschleiert mit dem Begriff "Topologie in Reihe mit dem Netz", dass der bidirektionale AC-DC-Wandler ausser bei Netzausfall ein Grid-Tie-Inverter ist. Die PIPs (ausser vielleicht die Hybridgeräte) haben niemals eine galvanische Verbindung zwischen Kraftwerk und Ausgang des DC-AC-Wandlers.

    Aha, also ideal für Einspeiser (PV, KWK) und ohne Änderung der PV-Installation mit Batterien ihren Eigenbedarf anheben wollen.
    Als potentieller Einspeiser musst Du das Ding dann aber auch anmelden und EEG auf Eigenbedarf zahlen. Richtig? Ein reiner Insel-WR wie mein PIP sollte als Haushaltsgerät (Batterieladegerät) nicht anmeldepflichtig und ich nicht zahlungspflichtig sein. Anderenfalls müsstst Du auch bei jeder Solar-Bluetooth-Box EEG zahlen :-)

    Du könntest dein Eco1 ganz legal an Victron Multiplus am AC-Out laufen lassen.

    Entschuldigung für die Nachfrage. In keinem Victron-Schema bis zum MultiPlusII konnte ich erkennen, dass der DC-AC-Wandler die Batterie von der AC-Out-Seite her laden kann. Ist das ein inoffizielles Feature?
    Die PIPs ab ca. 2015 sind auch bidirektionalen AC-DC-Wandler, die über den gleichen HF-Trafo entweder Netz-Laden oder Insel-Entladen realisieren. Das Insel-Laden verbietet die Software aber offenbar.

    das ist seitens NB nicht ok. Den Ärger will ich vermeiden, die werden irgendwann kommen und kontrollieren wegen Stromverbrauch

    Senke Deinen Verbrauch nur um 40% pro Jahr ab, dann läufst Du nach meiner Erfahrung unter derem Radar. Ich bin jetzt trotz E-Auto bei 500kWh/a. Trotz gut sichtbarer 7kW PV interessiert es keinen.

    Die NB wissen, dass in ein paar Jahren, wenn z.B. Teslas Powerwall* mit BHKW-Option bestellbar ist, denen die Felle sprich Kunden davonschwimmen werden.

    Bis dahin sind denen ein paar stille halblegale offenbar lieber, als 1000-de Legale nachdem das vor Gericht hochgekocht ist. (Siehe Guerilla-PV).

    Wenn Du aber überhaupt kein Risiko eingehen willst, lass es lieber sein. Ein ruhiger Schlaf ist auch etwas wert.

    Uwe56: Danke für Deine PIP-Erfahrungen. Habe auch so ein tolles Gerät und kenne mich mit dessen Interface-Programmierung aus. Schade dass sein Ausgang die Blindleistung beim Start des EcoPower nicht aufbringen kann.

    Mein Tip: Als zusätzliche Sicherheit habe ich mein DIY-Gas-BHKW in eine kleine Box neben dem Haus gepackt.

    Ich finde es gut, dass hier im Forum nicht nur die rechtlichen Probleme beim Netzanschluss (Gas/Elektro) benannt werden, sondern auch nach Lösungen gesucht wird, die zumindest technisch funktionieren.

    Insofern finde ich die Lösung von Uwe56 pragmatisch, dass Netz nur zur Führung zu verwenden. Ohne Schädigung oder Gefährdung Dritter, sollte die Strafbarkeit überschaubar bleiben.

    Dafür gehört Uwe56 dann zu dem winzigen Kreis derer, die im Jahre 2020 in Deutschland ein 1kW-BHKWs wirtschaftlich betreiben, ohne die Allgemeinheit zu belasten. (... es ist eine Schande)