Beiträge von bkohl

    Eines Tages werden wir alle sterben. Aber an allen anderen Tagen eben nicht...

    Und damit man die anderen Tage nicht permanent schlecht Laune hat, machen die Menschen lauter unvernünftige Dinge.

    Sex ab 50, Kreuzfahrten, kaufen Autos mit 240 Spitze, essen selbstangebaute Kartoffeln, retten das Weltklima mit Brennstoffzellen kurzum, freuen sich über alles was sie selbst bewirken können.

    Selbst Strom zu erzeugen, anstatt von einem Versorger abhängig zu sein "wie ein Baby von der Mutter" (StarTrek-Zitat), macht einfach Spaß, auch wenn es nur ein paar Stunden im Jahr sind.

    Und nun stell Dir mal vor der Bastler stellt sich ein 12V zu 230V WR in den Keller, speist über eine Schuko ein und hat irgendwo im Haus noch eine klassische Nullung............. verstehst Du was ich meine ?

    Naja - ist nicht ganz einfach ...

    Da der Notstromer ein IT-Netz bereitstellt, kann ich doch am Zählerschrank noch vor dem RCD über einen Quellen-Umschalter L einbinden. Ich kann mir sogar aussuchen, welchen Pol ich N zuordne und welchen L ( insofern die Erdungsschraube am Gerät nicht mit einem Pol verbunden ist). Die Erdungsschraube kann man zusätzlich noch mit dem Hauserder verbinden.

    Jetzt ist lediglich das Kabel vom Stromerzeuger zum Schaltkasten nicht fehlerstrom-überwacht. (genausowenig wie das von Envia)

    Die Thematik hat mich schonmal rumgetrieben bzgl. der Frage, ob die Hausbatterie (48V/12kWh) geerdet werden muss, oder nicht.

    alikante :

    Kann man Gasthermen, wenn sie festangeschlossen sind, nicht wieder auf Schuko umrüsten? Meine 25kW-Therme war es schon immer. Deiner Skepsis gegenüber 12V-WR bzw. Klein-USVs entnehme ich, dass die grundsätzlich lebensgefährlich sind.

    Die, die ich kenne, haben keinen RCD, aber immer eine Sicherung primär und sekundär. Einen Schuko-RCD bekommt man ab 15 Euro. Anstatt eines All-Stromers, reicht womöglich auch ein Trafo als Last. Im Falle eines ausfallenden DC-AC-Wandlers zieht er die Sekundär-Sicherung der USV.

    Wenn Du ein Auto hast, kaufe Dir einen 12v->230V Wechselrichter passender Leistung. Dann hast Du im Notfalle eine funktionierende und billige Notstromlösung für die Therme und ein paar Glühbirnen. Den Erdbezug kann man sich sicherlich vom Elektriker recht einfach installieren lassen.

    Hallo Hovi,

    du kennst Dein Maschinchen jetzt sicherlich schon ganz gut. Mich würde die Startsequenz des Motors interessieren. Hat er eine Warmlaufphase, bevor er auf Leistung geht?

    Wenn ja, wie lange dauert sie. Wie hoch ist die Startdrehzahl? Welche Viskosität hat das Öl (Ein- oder Mehrbereichsöl).

    Hab beim Zylinder- und Kolbentausch an meinem chin. 152F-Motor, Schleifspuren am Kolbenhemd gefunden. Sowas tritt ja auch gerne während der Startphase auf.


    Viele Gruesse und Danke, Bernd

    Laut Video strebt man 1000h Wartungsintervall an. Verschleissteil sind wohl die Kolbenführung.

    Ist der Microgen Stirling bzgl. Standfestigkeit da nicht schon viel weiter? Ich hörte, dass der praktisch wartungsfrei ist.

    Hallo Fans!

    Kennt sich jemand mit Gasmotoren etwas tiefer aus? Wäre an einem Chat interessiert, bevor ich anfange den Zylinder zu wechseln. Offensichtlich neigen die Kolben zum kippeln, wenn sie mich sehen :-) (ungedrosselt bei 2300rpm, sattes Gemisch, Start ohne Vorschmierphase, keine Filterung) Die Folge ist abnormer Verschleiss, wie der letzte bei 100Bh (ohne Ölwechsel). Mir gehen als Optionen Dinge durch den Kopf wie Drosselung, AGR, Magermix, Anlasserdrehzahl bis 3000 (bis die Spritzschmierung ordentlich spritzt bevor er zündet) und natürlich eine ständige Ölfilterung.

    Mit was würdet ihr anfangen?

    Der Dachs bzw. der Ecopower 1.0 läuft doch gedrosselt, wenn ich mich richtig entsinne?

    Mein erster OBI-Motor lief 2000h bei Halblast ohne Blowby-Problem - zumindest das will ich wieder erreichen.

    Geschafft! Der Neue läuft!

    800Wel/3500Wth bei 7.3l/min Erdgasverbrauch werden auf 2500rpm erzielt. Nach 2h erreicht die Box aber die 60°C-Abschaltung, obwohl nicht komplett verschlossen. Ein elektrischer Umluftkühler ist wohl unumgänglich, es sei denn ich finde einen besseren Lamellen-WT. Welche PKWs heizen am besten? Der jetzige ist ein Nachahmerprodukt vom alten Polo.

    Wie auf dem Foto vom kleinen Motor erkennbar ist, lagert sich schon nach 200h ordentlich Kupfersediment an. Ein V2A-Auspuff muss es wohl sein. Der Motor hat keinen Zylinderkopf. Wenn man an die Ventile will, muss die Ölwanne samt Kurbelwelle ausgebaut werden. Die Ventileinstellung ist aber von oben ein Kinderspiel. Ist das alte Motorentechnik? Ölwechsel plane ich alle 100h. Die Automatik kommt erst nach 500 Bh, wenn er davor nicht die Krätsche gemacht hat.

    Hier noch das Video: 100ccm-Motor läuft!

    Nach kurzer Trauerphase gehts weiter mit dem Guede ISG 2000-2 (Lifan 152-F4). Mit 99ccm, 10kg, 5 Kolbenringen und hoffentlich Stahllaufbuchse steigen die Chancen auf ein Gerät mit optimalem Wirkungsgrad und Heizleistung (20% und 4-5kW) bei akzeptabler Laufleistung. (Schema 152-F4) Technisch übernehme ich alles vom ISG 1200: Steuerung, Wassereinspritzung, E-Start über 21-poligen Generator, automatischer Ölwechsel (0.75l 5W30) direkt aus/in dem/den 5l Ölkanister. Die Drehzahl reduziert sich auf ca. 2000 rpm, was gut für die Akustik, die Standzeit und den Wirkungsgrad des AC/DC-Wandlers ist.


                   

    Motor zerrissen nach nur 200h ohne Vorwarnung:

    habt ihr eine Ahnung wie sowas passieren kann? Den Zylinder hat es regelrecht abgerissen vom restlichen Kurbelgehäuse.

    Die Zylinderinnenwand war glatt bis auf den Streifen im Foto. Der kann aber während des Crashs passiert sein. Fehler im Guss oder Kolbenklemmer?

    Ich bin am Zweifeln, ob ich einen dritten Versuch wagen soll.

    Habe Keinen Wärmezähler installiert. Die Verluste kann man ausrechnen: 3m isolierte Rohrleitung und eine Box mit allseits 50mm PU-Schaum. Das Abgas verlässt 10K über Rücklauftemperatur die Box. (z.Z. 37°C). Dadurch, daß ein nasser Abgas-Wassernebel in den PWT geht, ist der Tauschergrad recht gut.

    Gute Nachrichten vom Projekt: 18% Wirkungsgrad zwischen 400..650Wel @2600..3600rpm (stufenlos :-) modulierbar)


    Den ersten Motor habe ich wegen zu viel Blowby-Gas und Öl-Leckagen nach 800Bh begraben und den neuen ganz behutsam in Betrieb genommen.
    Stahl-Laufbuchsen haben die keine, weswegen die ersten Ölwechsel alle 5h glitzerndes Öl durch Alu-Partikel hervorbrachten.
    Die Kurbelgehäuse-Entlüftung führt jetzt in eine Abscheider-Flasche, sodass Verkokung nur noch durch schlechte Ventilschaft-Dichtungen erklärbar wären. Den Druck im Kurbelgehäuse auf -2mbar zu justieren ist nicht einfach, aber wohl eine Vorraussetzung für ein langes Leben der Simmer-Ringe.
    Der nackte Aggregat ist jetzt auf 4 Silent-Blöcken gelagert. Auf diese Weise ist ein 1:1 Austausch mit einem ordentlichen Honda-Aggregat recht einfach möglich. Die 2-Pumpen Öl-Automatik kann jetzt direkt aus einem 5l-Kanister arbeiten. Das macht den Öltausch extrem einfach. Kontinuierlicher Betrieb klappt wegen diverser Bugs noch nicht - aber ich bin nahe dran.


    Gruss, Bernd

    Weniger als 3000 Euro für 2000kWh, 3 Jahre Spaß und ne Menge gelernt. Das verjuchteln manche in 14 Tagen Urlaub. Klar könnte ich ich mir so ein Ding in den Keller stellen. Ich würde mir aber nur als Rädchen in einem großen Subventionszirkus vorkommen. Ich hasse Bürokratie und liebe Autarkie. Du siehst also, es sind viele Emotionen dabei.
    So ein BHKW zu entwickeln ist, für mich wie ein geistiges Fittnes-Zentrum. Wenn am Ende etwas herauskommt - sollen es alle erfahren. Wenn nicht, auch. Ich finde ich es unerträglich, dass wir immer noch Stromverbrauchende Gasheizungen haben, wie vor 200 Jahren. Zumindest meine bleibt immer öfter aus.

    Gibt es Zylinder und Kolben als Erstzteil, oder musst du dir ein neuen Notstromer kaufen?

    Bei Güde gibt es fast alles einzeln, aber kein Kurbelgehäuse oder Zylinder. Bei <150 Euro für ein Neugerät halten sich die Schmerzen in Grenzen. Eine Lehre aus dem Projekt ist ja auch, dass 50ccm zu klein sind. Ein Honda EU20 (nicht das EU22), sind wahrscheinlich praktikabler. Zum Lernen ist der Kleine aber ideal.

    Hallo Disaster,
    sei nicht enttäuscht. Du hast etwas angeboten. Keiner ist angesprungen. So ist das oft. Leider hängen alle nano-BHKW am Tropf der Subventionen. Das ist kein gutes Klima für Inovation. Alle hoffen sie auf die Zukunftstechnologie der Brennstoffzelle.
    Ich letztlich auch. Aber bis dahin habe ich noch Hoffnung mein 800W-DIY-BHKW-Projekt in die Gewinnzone zu führen. Manche Zukunftstechnologien bekommen irgendwann das Attibut "ewige". (Kernfusion z.B.)
    Gut möglich, dass ich bald gerne von Deinem Knowhow profitieren möchte. Ich kenne Verbrennermotoren hauptsächlich aus der Sicht des Physikers. Die praktische Seite erarbeite ich mir langsam.


    Gruss, Bernd

    600Bh: Der erste Motor ist Schrott!

    1.Ernüchterung:
    Die Zylinderbuchse hat auf 2mm Riefen und ist nur in einigen Bereichen noch glatt. Das Einlassventil ist übel verkokt und im Brennraum hat sich 0.5mm gesinterte Ölasche abgelagert. Allerdings schlossen die Ventile noch ganz gut. Der Motor bringt auf 2300rpm noch 350W die aber mit steigender Drehzahl abfällt. Der Wirkungsgrad ist aber komischerweise noch über 15% .



    2. Hoffnung:
    Als Optimist sehe ich die Ursache in zu viel Öl im Ansaugtrakt. Als Konsequenz daraus wird Kurbelgehäuseentlüftung jetzt über
    einen Öl/Wasser-Abscheider geführt und über die Box entlüftet. Mal sehen was danach als erstes ausfällt. :-)


    Dank einem Doppelsensor ist das Starten jetzt keine Glückssache mehr. Durch Rückprallen verursachte Impulse entgegen der Drehrichtung werden jetzt über einen Attiny85 unterdrückt. So dreht er jetzt stoisch auch aus dem Stillstand durch den Kompressionspunkt hindurch.


    Immer wieder cool die die App von jarekin. Sie macht den Laptop oft überflüsig.




    Schöne Weihnachten, Bernd

    @Follenini: Das 150Euro-Teil wird wohl nie einen Profi zu Gesicht bekommen :-)


    Das Thema ist aber eigentlich erledigt. Im Zweifelsfall schraubt man halt den Zylinderkopf ab und macht die Ventile und den Brennraum sauber.
    Die Empfehlung mit Ölkohleentferner würde ich bei Bedarf mal ausprobieren. Evtl. gleich in den Ansaugtrakt.
    Im Nachhinein hatte ich eh den Verdacht, dass es keine schwarze Ölkohle, sondern grau-braune gesinterte Ölasche war.
    Die meisten Ablagerungen waren nämlich in der Nähe des Ausgangsventils zu finden.


    Gruss, Bernd

    So die 500 Bh sind geknackt!
    Wenn er 24/7 läuft, kann er bis 0°C außen mit 500W el und 2.5kW th das Haus heizen und bis auf die Spitzen mit Strom versorgen. Dem Forumsmitglied "jarekin" sei Dank, ist eine Steuerung jetzt auch via Handy-App (prinzipiell) möglich.


    gefundene Probleme:
    1. Ohne elektrischen Umluftventilator geht die Boxtemperatur bis 60°C hoch. Weniger wäre besser. (anderer WT?)
    2. die Ölkomponenten Pumpe, Filter, Rückschlagventil, und Verbinder gehören in den stationären Teil (nicht am Motor) verbaut,
    da bei Vibrationen Rückschlagklappen zu "Schüttelpumpen" mutieren und Verbinder undicht werden.
    3. Der optische Winkel-Encoder der Kurbelwelle geht nur bis 3kHz = 3000rpm - wirkt also Leistungsbegrenzend.


    keine Problem machte bisher:
    1. der Motor (trotz zeitweiser Ölflutung)
    2. die Kondensateinspritzung, Filterung, Förderung
    3. Abgas-PWT - keine Ablagerungen dank 100°C kalter Abgase
    4. Umluft-WT, Zündung, Motorsteuerung
    5. Energiewandler 300VAC<->48VDC (nach Optimierungen)


    Laut Datenblatt reichen die 4.5l Öl (Benzintankvolumen) 1000Bh weit. Eine Winter-Saison sollte es schon werden.


    Gruss, Bernd