Dachs in Bestandsanlage: komplette Systemtrennung?

  • Hallo,


    unser Anlagenbauer hatte den Dachs damals ohne Systemtrennung und ohne Schlammabscheider an das vorhandene und aus verschiedenen Rohr-Materialien bestehende, über Jahre mehrfach erweiterte Heizungssystem angeschlossen.


    Jetzt mache ich mir Gedanken, ob hier nicht vielleicht doch nachgesteuert werde sollte.


    Ist eine Systemtrennung sinnvoll?
    Hat jemand von den Dachstreibern hier im Forum eine solche Systemtrennung zwischen Dachs und Heizungssystem?
    Mit welchen Komponenten wurde das realisiert (PWT, Pumpe, Pumpensteuerung)
    Ich brauche ja sicher eine 2. Pumpe im Kreis zwischen Puffer und PWT. Wird diese dann zusammen mit der internen Kühlmittelpumpe des Dachs angesteuert? Die würde ja sonst ständig den Puffer durchquirlen, wenn der Dachs schläft...
    Gewährleistet ein PWT einen ausreichenden Wärmeübergang, damit nicht der Kondenser durch zu hohe Rücklauftemperaturen vom PWT zum Dachs zu hohe Wassertemperaturen abbekommt und damit unwirksam wäre? Wie sollte dieser dimensioniert werden?


    Oder reicht es auch aus, anstelle der Systemtrennung einen Schlammabscheider in den RL zwischen Puffer und Dachs einzubauen? z.B. Spirotrap MB2? MB3?


    Ich habe zuhause noch Infos über einen anderen Abscheider, komme aber im Moment nicht auf den Namen. Reiche ich als mögliche Alternative noch nach.


    Danke schonmal für Eure Erfahrungen und Einschätzungen


    André

  • Hallo!


    Das "Dachs mit Fieber" passiert wenn der Dachs verschlammt oder verkalkt.


    Trotzdem halte ich eine Systemtrennung für entbehrlich, sofern das Wasser einigermaßen passt. Eine Systemtrennung kostet Effizienz und alleine für die Kosten für den Einbau kannst du den Dchs mehrfach spühlen. Meine Nr. 1 hat z.B. diesbezüglich mit jetzt fast 26 th keinerlei Probleme trotz uralter Anlage und 2400 Liter Puffervolumen.


    Viele Grüße
    Joachim

  • Moin moin doc,


    eine Systemtrennung wird zu Auwendig.
    Nach unseren Erfahrugen in den BHKW Rücklauf vom Speicher aus: Handabsperhahn, Zeparo ZUD, dann Köpp Filter mit 200my Filtereinsatz (für Feinschlamm der sich langsam auf Flächen aufbaut), Handabsperhahn damit der Filter von Hand gereinigt werden kann. Zeparo ZUD ist ein Abscheider der durch ablassen gespühlt wird, dient gleichzeitig zum Ablassen bei der Filterreinigung des Köpp Filters.
    Der Filter ist auswaschbar, Ersatzfilter sind daher nicht erforderlich. Die Filter sind bei Köpp zu fairen Preisen zu beziehen.
    In den Vorlauf sollte der Mikroblasenabscheider "Zeparo ZUV" vor die Umwälzpumpe da die Luftblasen nur aus heißem Wasser ausgasen. Die Abscheidung verringert erneute Schlammbildung.


    Grüße von


    Claus-H.

  • Nach unseren Erfahrugen in den BHKW Rücklauf vom Speicher aus: Handabsperhahn, Zeparo ZUD, dann Köpp Filter mit 200my Filtereinsatz (für Feinschlamm der sich langsam auf Flächen aufbaut), Handabsperhahn

    Ist denn nicht damit zu rechnen, daß durch den großen Querschitt des Pufferspeichers die Fließgeschwindigkeit hier so reduziert wird, daß sich der ganze Schlamm schon im Puffer absetzt und gar nicht mehr zu einem nachgeschalteten Schlammabscheiderchen kommt?


    André

  • Zusätzlich kann man auch im Hauptrücklauf einen Schlammabscheider einbauen lassen. In größeren Querschnitten gibt es die auch von SpiroTech. Durch die geringeren Fließgeschwindigkeiten im BHKW Zulauf - und da dort der gefärdete Bereich ist - ist dort die von "Die Kirchdorfer" beschriebene Variante sehr sinnvoll.


    Noch dazu erfolgt die Reinigung ja nicht bei einem Durchfluss, sondern fortwährend. Natürlich kommt es aber auch besonders in Pufferspeichern zu Absetzungen von Schwebepartikeln. Wenn der Pufferspeicher einen Verteilteller (Schichtenladesystem und ähnliche PR-Begriffe) besitzt, wird der Schlamm dort auch nicht so schnell wieder aufgewirbelt.

  • Ich war es leid mit dieser Drecksheizung. Der Eisengusskessel und das letzte Stück Eisen flog heraus, ein Tauscher von 0,6m² Oberfläche stellt die kondensation in der zukünftigen Brennwertherme sicher. Aber zuerst muss mal der ganze Schlamm heraus, der sich nur widerspenstig nach den Wasser-Druckluftspülungen löst.
    Dabei war mir seit 1964 aus Schweden bekannt, das Kunsstoffrohre sauerstoffdurchlässig sind. Nur in Deutschland war das noch 1981 nicht bekannt.
    Schweden verwendet viel Edelstahl. Edelstahl benötigt Sauerstoff, damit sich die Schutzschicht aufbauen kann. Eisen löst sich zunächst als EisenII-Hydroxyd, um dann zu teilweise magnetischem Rost zu erstarren.