Dachs: Öliges Kondenswasser

  • Hallo zusammen,
    habe seit einigen Tagen ein Problem mit dem Kondenswasser.
    der Kondenser lief jetzt den ganzen Winter mit, das Kondenswasser wird in den Kanal abgeführt. Nun verstopfte das Syphon unter dem Kondenser mit einer öligen schwarzen breiigen Masse :sos: . Die Anlage verbraucht momentan ziemlich viel Öl (dadurch hat sich dieser Schmier im Kunststoffrohr im Kamin wahrscheinlich gelöst und ist mit dem Kondenswasser zurückgeflossen.


    Der Abfluss ist verstopft und die Schmiere drückt mit dem Kondenswasser in den Kellerraum :daddeln: . Eine ganz schöne Sauerei.Hat das schon jemand von Euch gehabt und wie schätzt ihr das Problem ein. Kann das mit der Ölreduzierung (Pfleger kommt Mittwoch= behoben sein und scheint es andere Ursachen zu geben?


    Gruß
    Jörg

  • Nun verstopfte das Syphon unter dem Kondenser mit einer öligen schwarzen breiigen Masse :sos: . Die Anlage verbraucht momentan ziemlich viel Öl


    Typisch für das Ende des Motors. Der Ölabstreifring funktioniert nicht mehr einwandfrei und über das Blowby wird das Öl dann in den Verbrennungsraum gedrückt. Dort wird es dann nur unvollständig verbrannt und gelangt als Ölderivat in das Abgas. Wenn Du die Zündkerze raus schraubst und diese hat einen etwas dickeren weisen bis gräulichen Belag ist das ein weiteres Indiz. Es handelt sich dabei um Schwefelablagerungen, die nur aus dem Öl kommen können.


    Ich wünsche Dir, das ich mich irre.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
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  • Hey,
    das mit dem Ölverbrauch ist schon eine längere Geschichte. Habe bereits einen neuen Zylinder bekommen, dann einen neuen Kolben, dann eine Spritzölkühlung (Einbau durch das Werk) und dann noch einen Kolben und immer kräftig Öl gekauft und mal rein damit.


    aber der Ölverbrauch ging weiter...... Nach einem Gespräch mit dem Pfleger hieß es, dass seit einigen Monaten technisch nicht einwandfreie Kolben mit ebenso technisch defekten Kolbenabstreifringen verwand wurden. Da auch meine Anlage kurz vor Umstellung auf neue Kolben mit passenden Ringen noch einen "defekten" Kolben erhielt, bekomme ich diese Woche einen neuen Kolbeneinbau. Da ich schon durch die anderen Aktivitäten ordentlich Geld gelatzt habe, übernimmt jetzt das Werk (oder so).


    Soviel zu meiner Leidensgeschichte (und die des Dachs).


    Ach ja: Laufzeit ca. 44.000 Stunden in 10 Jahren


    Wenn ihr mir den Tod der Maschine prophezeit - ist mit dem Kolben noch eine Hoffnung auf Besserung zu erwarten??


    Jörg

  • Hi Jörg,


    Dein Haustier hat ja schon ganz schön was hinter sich. Was aber bei der Leidensgeschichte fehlt um diese auch nur annähernd einschätzen zu können sind die Angaben, welche Maßnahme bei welcher Betriebsstundenzahl erfolgte. Kannst Du uns da noch ein bisschen was genaueres dazu sagen?


    LG


    Bruno

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  • Wenn ihr mir den Tod der Maschine prophezeit - ist mit dem Kolben noch eine Hoffnung auf Besserung zu erwarten??


    Aber nur wenn der Zylinder mit ersetzt wird. Nur neuen Kolben bringt nichts. :!:

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  • Aber nur wenn der Zylinder mit ersetzt wird. Nur neuen Kolben bringt nichts. :!:


    Dachs G 5.5 mit Kondenser. Ca 5500 Betriebstunden.
    Brauchte ca 4 Liter Öl binnen nicht mal 2000 Stunden.


    Siphon beim Kondenser war voll und Anlage ging auf Stoerung wegen Ölmangel.
    Nun musste angeblich nur die Düse modifiziert werden. Dann wuerde er wieder laufen und weniger Öl verbrauchen.
    In den ersten 3500 Stunden gab es das Problem aber nicht!
    Geraet ist jetzt grad ein Jahr alt.


    Was tun?

  • Hallo!


    Ein sprunghafter Anstieg des Ölverbrauches könnte von einem gebrochenen Kolbenring kommen. Wie hoch war der Ölverbrauch im ersten Wartungsintervall, d.h. wieviel wurde abgesaugt? Ich würde die mal machen lassen, aber die Sache beobachten. Mir scheint man will das Problem "aussitzen". Was mir noch auffällt ist das die Kiste auf SC "Ölmangel" stehen geblieben ist, du aber von vier Liter verbrauch schreibst. Normalerweise, wenn die Ölwanne wie vorgeschrieben mit 12 Liter befüllt war, dürfte die Kiste erst bei einer Restmenge von ca. 6 Liter stehen bleiben. Das wäre dann ein Verbrauch von 6 l/2000 h.


    Viele Grüße
    Joachim

  • Ich hatte so ein änliches problem bei einem Öl-Dachs.


    Zunächst wurde mein Dachs beim Hersteller auf eine Beobachtungsliste gesetzt, als sich das mit dem Ölverbrauch verschlimmerte wurde Zylinder und Kolben auf Kulanz getauscht. (War nach der Garantie)


    Das verschliessen der Spritzdüse für die Kolbenbodenkühlung kann man auch kritisch sehen, zu irgent einem Zweck ist die ja eingebaut, und es gab auch schon Betreiber, die berichtet haben, das der Motor nicht mehr allzu lange lief! :(


    Wenn das Öl schon im Kondensorsyphon steht, wie sieht dann der Kat aus? Öl im Abgas spricht meiner Meinung nach für einen kapitalen Motordefekt, man weiß ja eben nicht ob das Öl über 2000 Stunden verbrannt wurde, oder in den letzten 20 Betriebstunden! ?(


    Wenn das meine Anlage wäre - ich würde versuchen Druck zu machen, das der Motor noch wärend der Garantie überholt wird ! |__|:-)

  • Gespraech mit dem Pfleger ergab: wenn es sich nun nach der Einstellung der Spritzoelkuehlung nicht unmittelbar bessert, dann kommt direkt ein neuer Motor rein...
    Bin erst mal beruhigt. Mal schauen was sich ergibt. Ich berichte wieder.
    :thumbup:

  • Liebe Dachsgebeutelte,


    also mir als Maschinenbauer kommt das alles höchst unprofessionell vor.
    Die Spitzölkühlung zu kappen ist ja wohl der letzte Schwachsinn. Glaube ich gerne das dann der Motor (besonders bei Vollast) leicht krepiert.


    Wenn ein Motor Öl braucht, dann kann man ja sehr wohl draufkommen warum - und zwar meist ohne die Maschine komplett zu zerlegen.


    Mögliche Ölquellen können sein :


    - Kobenringe abgenutzt / gebrochen (muss aber nicht zwingend bedauten das der Zylinder defekt ist)
    - Kolbensteg gebrochen
    - Kolben abgenützt
    - Ventilführungen (Dichtungen) besonders am Einlassventil, eventuell die Ventilschäfte selbst eingelaufen.
    - Druckölkanäle (soferne vorhanden) die über die Zylinderkopfdichtung zum Kopf führen
    - Zylinder (in Verbindung mit Kolbenringen / Kolben) wear out


    Probate Mittel um den Übeltäter zu entlarven :
    - Blow By messen (da müsste man wissen wie die Oszillation im Kurbelgehäuse normalerweise aussieht, bei Vollast)
    - Kompression messen (Kolbenringe ...)
    - Maschine hochjagen und Drosselklappe schliessen --> Abgas beobachten (Ventilführungen - wenn die Drosselklappe geschlossen ist saugt der Motor Öl durch die Ventilführung am Einlassventil)


    So kann man schon einen grossteil der Fehler ohne zerlegen der Maschine diagnostizieren.
    Mit einem augenscheinlich defektem Motor weiterzufahren halte ich für dumm, denn es kann sein das aus einem ursprünglich
    kleinem Fehler ein deutlich grösserer Folgeschaden hervorgeht. Daher sollte man diesen Fehler zuerst eindeutig diagnostizieren und beheben.


    Und man sollte diesen nicht nur beheben, sondern auch die Ursache dafür herausfinden. Eventuell die Wartung modifizieren, usw ....


    siehe mein Lieblingssystem :
    http://de.wikipedia.org/wiki/5-Why-Methode

  • Hallo!


    also mir als Maschinenbauer kommt das alles höchst unprofessionell vor.
    Die Spitzölkühlung zu kappen ist ja wohl der letzte Schwachsinn. Glaube ich gerne das dann der Motor (besonders bei Vollast) leicht krepiert.

    Mein Reden. Senertec versucht IMHO auf Zeit zu spielen. Lieber würde ich einen leicht erhöhten Motorölverbrauch in Kauf nehmen als die Spitzölkühlung verengen oder gar verschließen zu lassen.


    Viele Grüße
    Joachim, der mit seinen Beiden dieses Problem noch nicht hat

  • Hallo,

    Liebe Dachsgebeutelte

    Geht runter wie Batteriesäure! *versuch*

    Blow By messen (da müsste man wissen wie die Oszillation im Kurbelgehäuse normalerweise aussieht, bei Vollast)
    - Kompression messen (Kolbenringe ...)


    Wird meineswissens auch so gemacht, mit dem Testo XYZ mit dem auch der Abgasgegendruck gemessen wird!

    Mit einem augenscheinlich defektem Motor weiterzufahren halte ich für dumm, denn es kann sein das aus einem ursprünglich
    kleinem Fehler ein deutlich grösserer Folgeschaden hervorgeht.


    Ich weiß nicht, ob du schon einmal einen Dachsmotor näher betrachtet hast, da ist alles ein bischen anders als bei einem "normalen" Motor. Zylinder und Zylinderkopf sind eins, darin eingebaut die Ventile. Wenn man an den Kolben ran will, dann muß dieser "Klotz" (ca. 30Kg) erst mal ab. Deshalb wird auch meistens nicht nur der Kolben, sondern sicherheitshalber auch der Zylinder gewechselt, die arbeit ist die selbe. Auch gibt es zwischen Motorblock und Zylinder keine vorgefertigte Dichtung, hier wird mit Dichtungsmasse herumgefrickelt....
    ...diese Dichtungsmasse, in einen Ölkanal gespült hat vermutlich (meine Meinung, einzige Erklärung) meinen Motorblock gekillt. (Lager eines Zahnrdes festgefressen)
    Alles in allem finde ich dieses Konstruck nicht sonderlich Reparaturfreundlich! |__|:-)

    Joachim, der mit seinen Beiden dieses Problem noch nicht hat


    Nicht das du nachher der einzige "Nichtgebeutelte bist! ^|__|^

  • Öl im Abgas spricht meiner Meinung nach für einen kapitalen Motordefekt



    Muss ich mir da jetzt Sorgen machen ?( Bei meinem noch jungen Gasdachs (3.300 Bh) ist gleich nach den ersten paar hundert Std. die eigentlich durchsichtige Ablaufleitung schwarz geworden.


    Vor ca. 4 Wochen hab ich den Monteuer vom Senertec-Center drauf angesprochen, der war da und wollte eine Platine vom SE-plus austauschen (aber das ist eine andere Geschichte....wenns intressiert), sagte der, das wäre normal in der Einlaufphase. Solange der nicht wegen Ölmangel stehenbleibt is da kein Grund zum Grübeln. Beim ersten KD, is ja jetzt bald, wird das dann geprüft und da sehen wir dann auch was er an Öl gebraucht hat _()_


    Ich bin ja gespannt wie ein Flitzebogen :wacko:

  • Hallo,

    Muss ich mir da jetzt Sorgen machen Bei meinem noch jungen Gasdachs (3.300 Bh) ist gleich nach den ersten paar hundert Std. die eigentlich durchsichtige Ablaufleitung schwarz geworden.


    Würde ich im wahrsten Sinne des Wortes "nicht so Schwarz sehen", das Kondensat ist eben kein Quellwasser, in jedem Motorenabgas gibt es Rußpartikelschen, die an der feuchten Oberfläche des Kondensors hängenbleiben und dann ins Kondensat gespühlt werden.


    Wenn der Dachs beim Einlaufen Öl braucht, und der Verbrauch wird dann weniger, dann ist das normal, aber wenn er den ersten Wartungsintervall problemlos gelaufen ist, und dann nach 2000 Stunden stehen bleibt, und dann noch Öl im Abgas...
    ...da sehe ich Schwarz! |__|:-)

    Ich bin ja gespannt wie ein Flitzebogen


    Ja, ja, ein Dachs bringt Abwechslung ins Leben! :-)_:-)