Dachs: Nie wieder BHKW

  • Hallo alle zusammen,



    ich bin neu hier und lese mich noch durch diverse Themen.


    Aber so viel sei gesagt: ohne den BHKW (Dachs ) hätte ich viele Probleme weniger.


    Der Dachs, der sein Geld verdient, trifft bei uns überhaupt nicht zu.Unsere Rücklagen sind vollständig erschöpft.Nichts geht mehr


    und die Kosten nehmen kein Ende.


    Jedes Jahr Umsatzsteuer zwischen 1000 und 1800 Euro, der Stromanbieter will auch Geld zurück, wegen zu viel gezahltem Abschlag,


    Vor 2 Monaten eine neue Zündkerze 150 Euro, jetzt Wartung, wurde nun schon wieder eine neue ( das muß sein wurde mir gesagt)


    eingesetzt, wird wieder zwischen 300-450 Euro kosten.Jeden Monat Strom und Gas 400 Euro, Kredit muß auch bezahlt werden.


    Schornsteinfeger kommt auch um zu messen. Wird zwar in der Werbung gepriesen, das nie wieder Schornsteinfegerkosten entstehen,


    aber auf Anfrage:liegt im Ermessen des Schornsteinfegers.Dem gegenüber stehen läppische 129 Euro Stromgeld vom Energieversorger.


    Und jetzt ist auch noch das Ausdehnungsgefäß kaputt.Ich mag nicht mehr.


    Angeschafft haben wir uns den Dachs zu Versorgung eines Bauerhofs mit 2 Häusern und Stallgebäude,also nur ein kleiner,abeer das der mir


    alles kosten wird,hätte ich nicht gedacht. |:-(

  • Junge Junge, welcher Apotheker hat dir denn die Zündkerze verkauft?
    Oder waren da eventuell noch Anfahrt und Arbeitslohn dabei?


    Zu den Wartungskosten kann ich jetzt nicht so viel sagen, nur das 300-400 Euro doch eigentlich der Normalfall ist beim Dachs oder?


    Das der Schornsteinfeger alle zwei Jahre eine Messung macht ist eigentlich auch normal.

  • Hallo Wattwurm


    und Herzlich Willkommen im Forum
    (auch wenn Du wohl weniger vom Thema begeistert bist)



    Nun ja,
    BHKWs können eine sehr wirtschaftliche Lösung sein...
    allerdings gilt hier noch viel mehr als in anderen Bereichen, dass es gut passen muss.


    Du hast nicht viel Informationen geliefert,
    aber ich hätt vielleicht schon einen Verdacht


    vielleicht magst Du uns noch etwas mehr Informationen liefern
    und wir schaun mal drauf, ob sich das Teil nicht besser darstellen lässt


    Du schreibst
    - was von Wartungsksoten...gut, die sind wirklich recht hoch
    - was von einer recht hihen Umsatzsteuer
    - von recht hochen Gas und Stromkosten


    Gerade die letzten Punkte lassen mich befüchten, dass Du vom erzeugten Strom wenig nutzt (weil z.B. kaum Strombedarf)
    oder was ich noch eher vermute, vielleicht sogar ein Volleinspeiser bist?


    Drum erzähl mal was
    - was passiert mit dem erzeugten Strom....geht der zu 100% ins Netz, oder nur das was Du nicht selber nutzt?
    - wiviele Stunden läuft Dein Dachs so im jahr?
    - wurde letztes Jahr ein neuer Zähler installiert (um die Erzeugungsleistung zu messen?
    - Stellst Du jährlich Deinen Antrag ans HZA um Energiesteuer zurück zu erlangen?
    - Was hast Du für Strombedarf im Objekt, evt auch Abschätzung des Wärmebedarfs...wie groß ist das Objekt, Gewerbe?




    Wir schaun mal drauf
    und evt ist ja hier "nur" ein Betirbesfehler (also wie man was nutzt), was man noch korrigieren könnte

  • Hallo BHKWPower,


    Zitat

    Junge Junge, welcher Apotheker hat dir denn die Zündkerze verkauft?


    öhmmm, räusper usw., die Apotheke heisst " Senertec " ;( Alles für Ihre Gesundheit, ähh alles aus Ihrem Geldbeutel :D:-)_:-)


    Das Teil kostet normal ( 1965.009.301 Zündkerze mit Flachsitz für HKA-S1 161,93 € ) :blush2: Er hat es also schon "sehr" günstig bekommen ;-_


    Warum allerdings die Zündkerze nach 2 Monaten wieder getauscht wurde erschliesst sich mir nicht _()_ Gab es irgendein Problem, Startschwierigkeiten oder so?


    Den Rest der Fragen, die eine Bewertung der Situation zulassen, hat Firestarter ja schon geschrieben ;)



    Gruß
    Tom

  • Da ist mir eben fast das Herz stehen geblieben nachdem mir die Luft knapp geworden ist, als ich 161,93 Euronen für eine Zündie gelesen habe.


    Wird die aus Gold hergestellte Zündkerze eigentlich bei jeder Wartung ausgetauscht oder soll die bei dem Preis 25 Jahre halten?


    Das kann doch alles nicht war sein oder?


    Dann ist ja der größte Anteil der Kosten vom Wartungspaket die Zündkerze oder?

  • Hi Rolf,


    Zitat

    Da ist mir eben fast das Herz stehen geblieben nachdem mir die Luft knapp geworden ist, als ich 161,93 Euronen für eine Zündie gelesen habe.


    das wollte ich eigentlich nicht :-):-):love::D


    Jetzt weißt du wie sich Gas-Dachs Betreiber nach der Wartungsrechnung fühlen :-)_:-):P


    Zitat

    Wird die aus Gold hergestellte Zündkerze eigentlich bei jeder Wartung ausgetauscht oder soll die bei dem Preis 25 Jahre halten?


    nö müssen "nur" bei jeder zweiten Wartung getauscht werden, also hält 7000h im günstigsten Fall ^^|__|



    Gruß
    Tom

  • Solche Diskussionen kann ich nicht verstehen...


    Egal ob eine Zündkerze 10 Euro, 100 Euro oder 161 Euro Wert ist, alle anfallenden Kosten wurden vorab in einer


    Wirtschaftlichkeitsberechnung berechnet. Vorrausgesetzt das die Anlage nicht vom günstigsten Partnerbetrieb


    (oder gar selbst) sondern von einem quallifizierten Betrieb geliefert und montiert wurde.




    Zündkerzen die vorab ausfallen werden von SenerTec durch eine Gutschrift (je nach Standzeit in Betriebsstunden)


    vergütet. Ich befürchte es liegt bei dir nicht an der Anlage selbst das du solche Probleme hast.




    Wenn du weitere Informationen einstellst kann dir sicher geholfen werden!

  • Vielen Dank für die Eure Meinungen und Fragen,


    ich versuche sie zu beantworten:


    Der größte Anteil wird eingespeist.Nur wenn der Dachs läuft nutzen wir selbst den Strom,hauptsächlich jetzt in den Wintermonaten.


    Der Dachs läuft ca.4000 Stunden im Jahr.


    Nein, es wurde kein neuer Zähler installiert,um die Erzeugungsleistung zu messen.


    Ja, den Antrag ans Zollamt stellen wir jährlich und bekommen meist 300 - 350 Euro zurück.


    Wir haben den Dachs hauptsächlich zum Zweck des Heizens für 2 Einfamilienhäuser,Werkstatt, Stallgebäude.Das ist auch


    der Grund, warum wir so hohe Umsatzsteuerbeträge zahlen müssen. Mein Steuerberater sagte mir: Wenn ich meinen


    Dienstwagen ( hier Dachs ) privat nutze ( also enstandene Wärme) muß ich die thermische Leistung mit einem Anteil


    von 70% privat versteuern.Hätte ich für die noch eine einfache normale Heizung und würde die vom Dachs entstandene Wärme


    entsorgen, wäre die Berechnung anders.


    Stromkosten im Monat: 77 Euro


    Gaskosten im Monat: 320 Euro.


    Ich hoffe,das ich noch ein paar Tips und Anregungen von euch bekomme,vielleicht habe ich auch einiges nicht gewußt und


    schlimmer kann es nun ja nicht mehr werden.

  • ch hoffe,das ich noch ein paar Tips und Anregungen von euch bekomme,vielleicht habe ich auch einiges nicht gewußt und

    Guten Tag,
    wir haben unseren Gas-Dachs jetzt seit 2003 und sind relativ zufrieden (zu dem "relativ" schreibe ich gleich noch was) Zusätzlich haben wir noch eine Gas-Gebläse-Brenner-Heizung als Spitzenlast, die die erzeugte Wärme auch in den Speicher gibt. .
    Zunächst aber mal meine Frage nach dem Wärmespeicher: Wie viel Liter fasst der?

    Wir haben seinerzeit einen 1.000 L Speicher einer Fremdfirma genommen, der genau so teuer war, wie der kleinere von Senertec . Dadurch können wir aber den Dachs gezielter laufen lassen. Das heißt, dass wir bei Außentemperaturen ab ca. 18° den Dachs manuell steuern. Solange wir nur geringen Stromverbrauch haben, „saugen“ wir den Wärmebedarf (Warmwassererzeugung) aus dem Speicher bis der so gut wie kalt ist.
    Wenn wir dann großen Stromverbrauch haben – Küche, Wäsche, etc. dann schalten wir auf „AUTOMATIK“ (Spitzenlastheizung ist abgeschaltet). Jetzt läuft der Dachs ca. 4 – 6 Stunden, heizt den Speicher wieder auf 80° und die 5.5 KW Strom werden zu 2/3 von uns selbst verbraucht. Bedeutet bei der Stromkostenberechnung, dass ich den selbst genutzten Strom mit dem selben Tarif wie vom EVU rechne und –seit 2009- zusätzlich noch den Bonus vom Staat mir gutschreiben kann.
    Strommäßig rechnet sich der Dachs nach meiner Meinung nur, wenn man möglichst viel des selbst erzeugten Stromes auch selber nutzt. Die Jahresabrechnung sollte da mindestens bei 50:50 liegen; 3.000 KWh vom EVU und 3.000 KWh vom Dachs. Besser ist natürlich ein Verhältnis von 40% oder weniger vom EVU und der Rest vom Dachs.
    Grüße vom elbe-dachs.

  • Hallo


    Zitat

    Der größte Anteil wird eingespeist.Nur wenn der Dachs läuft nutzen wir selbst den Strom,hauptsächlich jetzt in den Wintermonaten.


    okay, also hat sich meine Befüchtung, dass Du evt. (warum auch immer) Volleinspeiser bsit nciht bewahrheitet.


    Zitat

    Der Dachs läuft ca.4000 Stunden im Jahr.


    das ist von der Laufzeit her eigentlich nicht sooo schlecht,
    wenn man es dann noch schafft den Stromverbrauch zu den Zeiten des Dachs-betriebs zu lenken, sollte es auch kein finanzielles Desaster bleiben


    Zitat

    Nein, es wurde kein neuer Zähler installiert,um die Erzeugungsleistung zu messen.


    Dies kann man nachholen.
    Seit der KWK-Novellierung 2009 gibts jetzt auch für eigengenutzten Strom den KWK-Zuschlag (halt die 5,11 cent)
    Hierfür ist ein eigener Zähler direkt hinter dem Generator nötig.
    Einfach mal mit dem Elektriker abquatschen, dass er Dir einen Zähler zwischen Generator und Hausverteilung setzt

    Zitat


    Ja, den Antrag ans Zollamt stellen wir jährlich und bekommen meist 300 - 350 Euro zurück.


    hmm...bei 4.000h sollte das m.E. ein bissl mehr sein...so 450 Euro (in dem Dreh)



    hmm...ist Dein Dachs 100%ig Deinem(einem) Unternehmen zugeordnet?
    Wieviel hast Du bei der Anschaffung von der Mehrwertsteuer zurückbekommen?
    Eigentlich ist Wärme für viele (d.h. nicht alle!) Fälle Umsatzsteuerbefreit...also z.B. Wohnzwecke und co. Wenn aber diese z.B. in einem Unternehmen genutzt wird (Werkstatt, Stall) dann kann es umsatzsteuerpflichtig sein.
    Es kommt halt drauf an, wie Dein Dachs steuerlich "da steht"...also zu wieviel % er umsatzsteuerlpflichtig ist oder eben nicht. Dafür hast Du ja auch einen Teil (oder alles?) an Vorsteuer vom FA erstattet bekommen.


    Zitat


    würde die vom Dachs entstandene Wärme


    entsorgen, wäre die Berechnung anders.


    Ja, so machen es ja auch die Energiekonzerne...schmeissen Ihre Wärme weg und können dennoch 100% Ihrer Investkosten steuerlich geltend machen |:-(
    allerdings, wäre ein "wegschemissen" der Wärme für Dich auch keine alternative, da dann die Bedingungen aus dem KWK-Gesetz nicht erfüllt würden ;)

  • Die Relativierung ist leider notwendig, weil viele Faktoren der seinerzeitigen Wirtschaftlichkeitsberechnung so nicht eingetroffen sind:
    Seitdem der Strompreis über die Strombörse Leipzig berechnet wird, ist er der Ankauf durch das örtliche EVU deutlich schlechter. Nach meiner Wahrnehmung wird die Strombörse von den großen Anbietern so manipuliert, dass es sich für uns kleine Anbieter kaum noch lohnt einzuspeisen. Während die Abgabepreise der EVU ständig steigen. Das aber ist ein grund mehr, seinen Dachs hauptsächlich dann laufen zu lassen, wenn man viel Strom selber verbrauchen kann.
    Auch die Erdgaspreise sind seit 2003 unverhältnismäßig gestiegen, aber dafür gibt es ja jetzt bald den Erdgaspool – bin schon gespannt, wann’s losgeht!
    Nochmals der elbe-dachs

  • Hallöchen,


    ja wenn der Strom zum größten Teil an die EVU geht, könnte ich das verstehen.


    Zitat Wattwurm: "Der größte Anteil wird eingespeist.Nur wenn der Dachs läuft nutzen wir selbst den Strom,hauptsächlich jetzt in den Wintermonaten."


    wieviel von euren im Jahr erzeugten ca 22000KWh nutzt ihr wirklich selbst und wieviel geht an das EVU?


    Wenn es unter 50% liegt, was ich mal lt. deiner Beschreibung vermute, dann merkt man von einer Ersparniss nicht sonderlich viel.
    Wer nutzt den Strom? Nur Ihr, oder auch Werkstatt Stall, die beiden Häuser?


    Wenn ihr nur als eine Fam. dran hängt, dann sieht es wirtschaftlich nicht so toll aus.



    Bei mir sieht es so aus:
    5000Bh/a
    15000KWh/a verbrauche ich im MFH selbst, 3000KWh/a müssen noch zugekauft werden (Sommermonate), der Rest geht leider ans EVU .
    Der Wärmebedarf wird gerade so gedeckt (600m²) Ab -5°C Außentemp muss der Spitzenlastkessel mithelfen.


    nur den Strom betrachtet:
    Vom EVU bekomme ich im Jahr ca 2000€
    Von den Mietern ca 3000€
    Zoll ca 650€
    selbstgenutzter Strom 5,5ct/KWh ca 600€


    je nach dem wie man jetzt weiter rechnet,
    aber lohnen tut sich das für mich schon. Auch wenn ich da das Gas für die Stromerzeugung selbst bezahle, die 1,5mal Wartung, Abschreibung, Stromeinkauf....etc.
    Da wäre auch locker noch ne Rate für eine Finanzierung drin.


    Ich habe das Gerät eben Privat gekauft und nicht als Firmenanlagenvermögen. Da liegt warscheinlich das Zünglein an der Waage.