Wärmepumpe läuft mit geringer Arbeitszahl

  • In der Zeit 1970-1990er jahre haben wir in etliche 100 Wohnungen und Häuser eine Heizung eingebaut. Es ist nicht immer einfach. Aber für hier - wenn die WP in den kommenden 15-x Jahren effektiv arbeiten soll, sicher das beste.

    Dachstreiber hat ja ausch schon geschrieben - die Erkennung "Einrohr" ist nicht immer einfach.

  • Nun ja,


    Einrohr hat bestimmt seine Herausforderungen....aber


    ein großer Vorteil sollte -an sich- der- konstante Volumenstrom sein,


    in der Vergangenheit wurden ja Dämm-Maßnahmen durchgeführt, so dass die Heizflächen ausreichend sein sollten.


    Über anderes Medium

    hatte Trekki berichtet, dass er eine Saison vorher mit 40°C VL erfolgreich getestet hatte


    Wie war das da?

    sind die Räume gleichmäßig warm geworden, gab es vereinzelt Abweichungen (einer zu warm, andere zu kühl?)


    An sich muss ja so ein Einrohrsystem bei Errichtung schon recht gut abgeglichen sein,

    weniger von den Volumenströmen, sondern von den Flächen für adäquate Versorgung.


    Er braucht ja eine Lösung

    und das im Besten Fall einvernehmlich mit Heizungsbauer. Weitere Installationsmaßnahmen fallen da wohl nicht drunter.


    Ich denke

    die Deinstallation der Ventile (vielleicht gibts auch einfache Paßstücke) ist schnell gemacht.


    Pumpenleistung auf Auslegung getrimmt (nehmen wir mal sogar 10K Spreizung an, wären es knapp 700l/h)

    und Leistungsabgabe über Kennlinie der WP in Abhängigkeit AT


    wäre schnell und kostengünstig zu machen, da lässt sich der HB vielleicht auch drauf ein.

  • Der (konstante) Volumenstrom ist Blödsinn. Man pumpt Wasser umher, das nicht gebraucht wird.

    Wenn er erfolgreich mit 40° getestet hätte, dann bräuchte er nicht die ursprünglich eingestellten 55°.

    Hier liegt sicher einiges im argen. Was alles, das kann man aus der Ferne kaum korrekt erkennen

  • Falls es sich bei den HK um alte Möhrchen aus den 50er oder 60er Jahren handelt, ist ein Ersatz wahrscheinlich auch dann sinnvoll, wenn es jetzt noch knapp hinkäme: Dann bekommt man die Vorlauftemperatur noch weiter runter, und das spart beim WP-Strom mehr als neue HK kosten.


    Was ich bei der ganzen Geschichte nicht verstehe: Wer immer diese Wärmepumpe eingebaut hat muss doch gesehen haben, dass es hier ein Einstrangsystem gibt. Warum hat dieser Fachbetrieb (?) nicht gleich (spätestens bei der Erstellung des Angebotes) auf die Probleme hingewiesen, die so ein System mit einer WP macht?

    Das Mörchen war von 1988, so auch das Haus. Also nicht extrem alt, aber formal ein Altbau.


    Der Fachbetrieb hat gar nicht selbst festgestellt, dass es ein Einrohr System ist. Mir war es vorher gar nicht bewusst, dass es diese zwei Systeme gibt. Habe es aber selbst herausgefunden und dann dem "Fachbetrieb" mitgeteilt. Seitdem ist aus der Richtung Funkstille bzw. der wehrt alle meine Forderungen ab. D.h. versucht seinen schlecht gelaufenen Auftrag auszusitzen.

    Die "Warum" Frage lasse ich besser unbeantwortet, sonst werde ich hier four-letter-words nutzen müssen.


    Daher habe ich die Schlichtungsstelle der Handwerkskammer angerufen. Ich hoffe die können uns wieder zusammen bringen. Dies ist aber nichts. was hier im Forum lösbar ist.


    Hier bin ich um Tipps zu sammeln, welche Lösungsansätze vorhanden sind. Diese habe ich bekommen und werde sicherlich nicht DEN Tipp umsetzen können sondern muss dies bei der Schlichtung einbringen.


    Die (knapp über) 40°C hatte ich in der Saison vor der Umstellung einstellt. Damit ist das Haus zumindest Warm geworden. Wir mussten keine Heizlüfter aufstellen. Im Winter 23/24 haben wir Teilweise mit Heizlüftern nachgeheizt.


    Gleichmäßigkeit: In den Jahren vorher war unser Kind 4 dem Zimmer, welches am ende vom Einrohr im 1.OG lag. Er hat sich immer über ein zu kaltes Zimmer beschwert. Wir Eltern haben dem aber eher nicht so sehr beachtung geschenkt. Ist halt das Schicksal vom Kind 4. Nun nutzt meine Frau dieses Zimmer und ihre Aussage hat mehr Gewicht. Und es ist auch objektiv wahr.


    Vorher: wir hatten im EG, Wohnzimmer immer ungleiche Erwärmung von den zwei Heizkörpern, die darin montiert sind. Dies haben wir immer unserem Unvermögen zugeschoben, die Heizung richtig einstellen zu können.


    Lösungsweg: ich versuche die Schlichtung. D.h. möchte noch nicht zum Rechtsanwalt / Gericht laufen. Unter vernünfiten Menschen sollte es ohne das gehen.


    Der (konstante) Volumenstrom ist Blödsinn. Man pumpt Wasser umher, das nicht gebraucht wird.

    Die Anlage hat 2 Pumpen

    - eine PWM moderierte zwischen Innengerät und Aussengerät. Diese ist im Innengerät integriert.

    - eine nur schaltbare, die das Wasser im Haus rumpumpt


    D.h. die Anlage kann schon von der Auslegung her nur einen konstanten Volumenstrom durchs Haus bringen.

    3 Mal editiert, zuletzt von trekki () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von trekki mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Einrohr kenne ich schon lange und auch unterschiedliche Systeme. Früher eingebaut, da es schnell ging und weniger Material erforderlich war.

    Nicht erst seit heute fallen einem da die Nachteile auf die Füße:

    idR höhere Temperatur notwendig

    unnötig hoher Volumenstrom

    Rücklaufanhebung

    ....

    Problem ist, daß man tlw erst nach längerer Beobachtung merkt, was für ein System verbaut ist. Für Baujahr 1988 würde ich nicht mehr mit Einrohr rechnen.


    Das sinnvollste ist, so ein System umzubauen. Sicher aufwendig, aber machbar. Die WP wird es danken.

  • Das sinnvollste ist, so ein System umzubauen. Sicher aufwendig, aber machbar.

    Meine Einschätzung:

    Wenn man das langfristig betrachtet, dann geht Einrohr nicht.

    Die Heizung wird deshalb irgendwann doch umgebaut, es sei denn, das Haus wird vorher abgerissen. |__|:-) (Wie gesagt, nur meine unmaßgebliche Meinung)

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • Eine Heizung muß man langfristig sehen.

    Wer 1988 noch Einrohr gebaut hat, war veraltet. Aber vllt war das ganze ja eine Preisfrage.

    Nur bekommen diese Anlagen heute das Problem, daß Ventile usw defekt gehen und nicht ohne weiteres ersetzbar sind. Zusätzlich die og Probleme bei einer energetischen Modernisierung.

    Und da isz die beste Lösung der Umbau auf Zweirohr.

  • All diese Infos wären schön gewesen zu dem Zeitpunkt als ich mit dem Heizungsbauer verhandelt habe (diese war sogar rudimentär: habe das Angebot so wie es war in der ersten Version angenommen: gut über 30000€).


    Das Haus habe ich 1996 gekauft, also gebraucht. Die Eigenschaft der Einrohrigkeit war mir bis Februar diesen Jahres nicht bewusst. Meine Kenntnisse sind halt auf anderen Gebieten.


    Bin aber noch nicht überzeugt, dass der Umbau der Hydraulik der Weg ist, den ich gehen möchte. Der wird sicherlich funktionieren, bin aber (noch?) nicht bereit weiteres Geld für etwas auszugeben, was so grottig läuft. Bin aber für alle Tipps dankbarn, nehme jeden mit auf in meine Überlegungen.

  • Wer 1988 noch Einrohr gebaut hat, war veraltet.

    Auf jeden Fall, früher bei hohen Heizungstemperaturen hat das natürlich funktioniert.


    Zusätzlich die og Probleme bei einer energetischen Modernisierung.

    Und da ist die beste Lösung der Umbau auf Zweirohr.

    Grundsätzlich ist das so, je nach Anzahl der Heizkörper kann man versuchen mit einem relativ hohen Volumenstrom alle Räume warm zu bekommen und trotzdem niedrigere Heizungswassertemperaturen zu fahren. Entsprechende Regler in Kombination mit einer Drehzahlgeregelten Pumpe können das auch automatisch sauber regeln.

    Ist jedoch der Plan "B", Plan "A" bleibt der Umbau auf Zweirohrsystem.

    Nur muss man schauen wie man Plan "A" umsetzen könnte, mit Fussbodenleisten Rohrverlegung ist meist noch machbar. Alternativ eine Vollrenovierung die aber schnell alleine mal 30 tsd kosten kann.


    Bin aber noch nicht überzeugt, dass der Umbau der Hydraulik der Weg ist, den ich gehen möchte.

    Muss ja auch nicht, nur wie gesagt dann solltest Du Plan "B" gehen.

    Plan "B" erfordert eine Erneuerung der Heizkreispumpe die für die Förderung des Heizungswassers durch die Heizkörper zuständig ist. In Abhängigkeit mit der Aussentemperatur steuert der witterungsgeführte Regler die Pumpe an und sagt hr wieviel Wasser sie durch die Heizkörper pumpen muss. Die Menge muss gerade so hoch sein, dass der letzte Heizkörper in der Kette noch genug Wärme abgeben kann und den Raum ausreichend heizt.


    Den Nachteil sehe ich im erhöhten Stromverbrauch der Pumpe sowie in einer etwas höheren Heizungswasertemperatur. Nur bekommt man die Umbaukosten von Plan "A" nie wieder rein im Vergeich zu Plan "A" meine ich.

  • Zur Zeit heize ich nicht, es ist auch so warm genug. Somit macht die Wärmepumpe nur Warmwasser. Für den 8.6. habe ich diese Daten bekommen:


    - lt. Shelly 3EM 1.74 kWh (alle Verbraucher der Heizung, also auch Steuerung und alle Standby Verbraucher)
    - lt. Samsung 0.6 kWh el. Energie (wird auf dem Display angezeigt, m.w. wird hier nur das Außengerät erfasst)
    - lt. Samsung 1.7 kWh generierte Wärme (wird auf dem Display angezeigt)


    In diesem Betrieb ist die Hydraulik vom Haus nicht beteiligt. D.h. nur Samsung Komponenten. Unterm Strich habe ich für Warmwasser fast die Effektivität von einem Tauchsieder. Ist das normal?

  • Unterm Strich habe ich für Warmwasser fast die Effektivität von einem Tauchsieder

    Wie rechnest Du das? Von 0,6 auf 1,7 errechne ich eine Heizzahl von 2,8. Das ist für WW nicht schlecht , kommt natürlich auch auf die WW-Temperatur an. Nebenbei ist die Messung bei eher kleinen Leistungen auch eher ungenau.


    Wenn Du den 0,6 nicht traust, hilft nur ein eigener Zähler für die WP, um das sicherer zu sagen.

    Lesen gefährdet die Dummheit! Denken gefährdet Vorurteile!
    Der geistige Horizont mancher Menschen hat einen Radius von NULL. Das nennen sie dann Standpunkt.

  • errechne ich eine Heizzahl von 2,8. Das ist für WW nicht schlecht ,

    Sehe ich ebenfalls so, 2,8 ist ein normaler Wert für die Warmwasserbereitung.

    Zum Tauchsieder der einen Wert von 1 hat, wenn man als Beispiel mit einem "Tauchsieder" 1000 € für Warmwasserbereitung jährlich benötigt, sind das mit WP lediglich ca. 357 € ein doch sehr grosser Unterschied.

  • bluwi  Dachsfan er will ganz offensichtlich auf die ~48W Stand-By* hinaus, welche ihm die Effizienz verhagelt.

    Für eine (vermeintliche) handvoll Elektronik finde ich das auch ziemlich viel.


    trekki Ist in der Wärempumpenbaugruppe eventuell eine Zirkulationspumpe fürs Warmwasser enthalten?



    *) (1,74kWh - 0,6kWh) / 24h = 47,5W

  • - lt. Samsung 0.6 kWh el. Energie (wird auf dem Display angezeigt, m.w. wird hier nur das Außengerät erfasst)
    - lt. Samsung 1.7 kWh generierte Wärme (wird auf dem Display angezeigt)

    @ Jau Ich bezog mich ausschließlich auf das von mir zitierte.



    - lt. Shelly 3EM 1.74 kWh (alle Verbraucher der Heizung, also auch Steuerung und alle Standby Verbraucher)

    Was dort angeschlossen ist, ist mir nicht bekannt.