EC-POWER XRGI-15 BHKW Totalschaden nach 50 % Amortisation

  • Der Kunde hat die Wahl,


    1) keinen VoWa abzuschließen


    2) einen VoWa mit dem Hersteller abzuschließen


    3) einen VoWa mit dem Installateur abzuschließen


    Was hierbei die beste Variante ist, muss jeder selber wissen, ist vom Produkt wie auch von der Installationsfirma wie auch vom Hersteller abhängig.


    Einen VoWa mit Proenvis, Sunmachine, elcore oder Kirsch kann man sich auf eine Toilette seiner Wahl hängen...

  • Wenn der Hersteller Wartung und Service vollständig übernimmt, dann verdient der Handwerker nichts daran.
    Das ist auch nicht schön, wenn er zB selbst auch geschult ist und den Service bietet.
    Deswegen - partnerschaftlich wäre das besser.

  • Bin wieder zurück von Reise und Urlaub und muss mich jetzt wieder mit dem kaputten BHKW auseinandersetzen. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Möglichkeit, das Gerät wieder zum laufen zu bringen?


    Grundsätzlich möchte ich hier einmal reagieren auf verschiedene Posts, die ich so verstehe / interpretiere, als wäre ich mehr oder weniger selber Schuld an der Misere. Deshalb hier nochmals in Kürze die Vorgeschichte:



    Ich bestelle 2011 bei JC-Energy ein komplettes Heizungssystem mit einem integrierten EC-POWER-RGI15.


    Die Auftragsbedingungen:
    - gleiche Gesamtleistung exakt wie beim vorherigen Heizungssystem.
    - Grund für das EC-Power System: laut Angebot nur ALLE 8000 STUNDEN eine Wartung erforderlich - also große Einsparung gegenüber allen anderen Anbietern. - Von einem Wartungsvertrag war nie die Rede.
    - Preis ca. 110.000,- Euro - VORKASSE.



    Kurz darauf noch 2011:
    - Das fertige System bringt bei weitem nicht die Heizleistung wie das vorherige System (in manchen Räumen maximal 16 Grad C erreichbar an Tagen mit Außentemperatur -von nur 0 Grad. Außerdem wird das Warmwasser nur lauwarm. JC-Energy versucht mehrfach nachzubessern. - leider erfolglos.



    Kurz darauf noch 2011:
    …erhalte ich eine Aufforderung, einen (ziemlich teuren) Servicevertrag mit JC-Energy abzuschließen. Dieser Vertrag enthält auch gleich die Rückstellung für ein Austauschgerät bei Lebenszeitende.
    - Erstens war bei Vertragsabschuss keine Rede von Servicevertrag und die Wartung war auf ein Intervall von 8.000 Stunden angeboten. Gerade dies war ja das entscheidende Verkaufsargument von JC-Energy.
    - Zweitens wäre ich bei diesem Vertrag geknebelt, d.h. ich muss für alle Zeiten bei JC-Energy bzw. EC-Power bleiben (weil ich ja das nächste Gerät bereits bezahlt habe - ca. 20-30Tsd. Euro Vorleistung).


    Kein Problem hätte ich gehabt, wenn Reparaturen und Wartung einfach direkt bezahlt würden. Das wurde aber von EC-Power abgelehnt (den Grund kann sich jeder denken).



    Kurz darauf 2012:
    Ein vereidigter Sachverständiger (Ingenieurbüro in Vaihingen) bestätigt eine ganze Reihe vollkommen fehlerhafter Installationen (Vertauschung von Warm- und Kaltanschluss beim Brauchwasserboiler; falsche Reihenfolge der Rohrmaterialien (Kupfer-Eisen;
    und was das BHKW angeht: falsche 4-Wege Mischer - mussten gegen 3-Wege Mischer umgerüstet werden, weil das BHKW im Minutentakt taktete (Ein/Aus/Ein…). Das BHKW bekam durch die falschen Mischer zu warmen Rücklauf.


    Nach dieser in etlichen Punkten sich nachweislich fehlerhaft erwiesenen Installation kam vom Installateur keine Unterstützung und keine Nachbesserung mehr zustande.


    An dieser Stelle entschied ich, vom Installateur JC-Energy Abstand zu nehmen und direkt den Werksservice von EC-Power zu beauftragen. Leider lehnte E-Power jede Serviceleistung ab und bestand auch nach etlichen monatelangen„Kniefällen“ unsererseits darauf, dass ausschließlich JC-Energy hier zuständig sei.


    Draufhin beauftragte ich eine Heizungsfirma, die vielen fehlerhaften Installationen zu entfernen bzw. zu ändern. Die Mischer wurden ausgetauscht und prompt funktionierte alles perfekt. Das BHKW taktete nicht mehr im Minutentakt und die Heizleistung war ausreichend vorhanden.



    Natürlich suchte ich jetzt eine E-Power Servicefirma und wurde fündig bei Fa. Haussmann in Nürtingen (bei Stuttgart). Diese Firma hatte nach eigenen Angaben über 50 EC-Power BHKWs unter Servicevertrag. Fa. Haussmann war einverstanden, den Service gegen Einzelrechnungen abzuwickeln. Mehrere Stillstände, Defekte und die 8.000er Wartung am BHKW wurden von Haussmann durchgeführt. Einziger Nachteil: Die Ersatzteile brauchten immer mehrere Wochen Zeit, bis sie da waren.


    Am Ende stellte Fa. Haussmann fest, dass sich Öl im Kühlwasserkreislauf befand, brachte aber das BHKW wieder zum laufen. Der Techniker meinte, dass man die Zylinderkopfdichtung ersetzen müsse, womit ich einverstanden war.


    Wochen später stand das BHKW wieder still. Fa. Haussmann kam, wollte die Zylinderkopfdichtung ersetzen, stellte jetzt aber fest, dass es zu spät sei und dass es sich um einen Totalschaden handle, weil die Verkrustungen der Ölpampe nicht mehr auflösbar seien. Grund: Zu lange mit der Reinigung der Ölpampe gewartet.


    Jetzt könnte man vielleicht sagen, dass ich hätte darauf bestehen sollen, dass das Gerät sofort gereinigt wird. Allerdings - wie sollte ich als Laie denn diese Entscheidung treffen, wenn der Profi das Gerät weiterlaufen lässt und wochenlang wartet, bis dann endlich die Zylinderkopfdichtung - leider zu spät - geliefert wurde.


    Ich bin der Meinung, er hätte das Gerät sofort stillegen müssen, als die Pampe noch weich war. Das müsste er als Profi doch wissen - oder?



    Fazit: Ich sehe eigentlich nicht so ganz, warum ich selbst an der Misere Schuld sein soll. Habe doch auch nicht einen Billigheimer beauftragt sondern eine vermeintlich seriöse BHKW-Firma.


    Am Ende wäre ich froh, wenn ein Profi sich das mal anschauen könnte und das Gerät wieder zum laufen brächte.


    So, jetzt habe ich genug geheult und werde eine EC-Power Vertragsfirma beauftragen, mir einen Weg aus dem Dilemma zu zeigen.



    Wäre ich EC-POWER, würde ich schnellstens eine kulante Werkslösung anbieten. Aber das hatten wir ja schon…


    Für konstruktive und zielführende Tipps oder Unterstützung wäre ich dankbar.


    Danke auch an diejenigen, die hier bereits versucht haben, mich zu unterstützen.


    Liebe Grüße

  • Hallo Solarcampus,


    schön, dass Du den Urlaub genossen hast, wie waren denn die zwei Montate? So lange ist es nämlich her, dass Du Dich hier zum letzten Mal zu dem ach so brennenden Thema geäußert hast.


    Ich denke, Du machst die ganze Sache halbherzig. Erst brannte Dir die Hose, dann kam die blöde Urlaubszeit und bald steckst Du mitten in den Weihnachtsvorbereitungen..... Dann ist wieder Sendepause, aber ich denke mal, Mitte Januar können wir dann hier wieder mit Dir rechnen...


    Mal ernsthaft;
    Wieso (und ein Grund würde mir reichen) soll die Fa. ecpower sich irgendwie kulant zeigen? Welchen Ansatzpunkt siehst Du dafür (außer, dass es nett von denen wäre)? Welches Vertragsverhältnis haben die mit Dir? Was können die dafür, dass deren Gerät eventuell falsch eingebaut war und derjenige, der die Wartungen gemacht hat, eventuell einen Fehler gemacht hat, eventuell aber auch nicht?


    Kannst Du das mal erklären?

  • Sehe ich genauso.
    Zum einen ist das Gerät selbst von 2011, da auf Kulanz zu hoffen ist realitätsfremd.
    Zum anderen ist Kulanz auch eine Frage der Servicierung. Ohne Wartungsvertrag hat man sicher schlechtere Karten.
    Weiterhin hat ecpower nie ein Vertragsverhältnis mit dir gehabt, dein Vertragspartner war und damit auch für Gewährleistung zuständig, ist JC. Allerdings - Gewährleistung ist rum.

  • Danke (Hand Dampf und GM1967) für die Belehrungen und Zurechtweisungen, aber so hilft mir dieses Forum nicht weiter.


    Ob ich 2 Monate lang Ferien mache oder diese Zeit zum arbeiten nutze, sollte hier nicht beurteilt werden (ist übergriffig). Und ob ich noch andere wichtige Dinge zu bearbeiten habe und mich deshalb zeitenweise nicht um das BHKW-Problem kümmern kann - auch das sollte eigentlich hier nicht zur Beurteilung stehen. Dass ich "die Sache halbherzig" mache, ist ja auch eine Vermutung bzw. Diagnose, die von außen gar nicht zu beurteilen ist.


    Was durch solche Antworten bei mir herüberkommt ist: "Die Profis machen alles richtig und die Kunden sind selber Schuld, wenn die Dinge aus dem Ruder laufen."


    Trotzdem Danke, dass Ihr reagiert habt - das ist immer noch besser als nichts zu schreiben.

  • Schuld sind grundsätzlich immer die anderen... Nie ich selber!


    Wie lange steht denn Deine Anlage jetzt schon? Und wie viel hat Dich das gekostet? Die Anlage müsste doch noch auf 10 Jahre laufen, oder? Also lief und läuft doch die Uhr...

  • Hallo liebe Forumsleut, ich habe inzwischen beim EC-POWER Partner in Ravensburg angefragt, ob unser XRGI15 repariert werden kann. Von dort erhalte ich die freundliche Antwort, ich solle das Gerät dort hinbringen, dann würde der Service gemacht werden können.


    Auf meine Bitte hin, doch die Reparatur bei uns im Hause (Nähe Stuttgart) durchzuführen, da ich sicher nicht in der Lage bin, ein schweres Blockheizkraftwerk aus dem Heizungsraum im UG herauszuholen und zu verladen, erhielt ich eine ablehnende Antwort. Auch meine zweite Bitte, es bei uns zu machen, wurde (freundlich) abgelehnt.


    Meine Frage jetzt: Kann mir jemand eine Firma oder eine Person nennen, die unser BHKW wieder flott macht? Es handelt sich ja (nur) um die Reinigung der Kanäle und anschließend das wieder anfahren der Maschine.


    Alternativ, falls es wirklich keine Möglichkeit mehr gibt: kann jemand das bis auf die Ablagerungen funktionsfähige BHKW mit nur ca. 16.000 Betriebsstunden gebrauchen?


    Ich würde mich sehr über konstruktive Unterstützung freuen.


    Freundliche Grüße, Solarcampus

  • Hallo Solarcampus,


    "Es handelt sich ja (nur) um die Reinigung der Kanäle"

    - von Landmaschinenmechanikern mit Motorinstandsetzungserfahrung weiß ich, dass so eine Spülung eine ziemliche Sauerei ist, dort mit Diesel hantiert wird , um Öl zu lösen usw. Verständlich, dass der Servicepartner das nicht einfach mal eben im Kundenheizraum anfangen möchte, abgesehen davon, daß nicht garantiert ist, dass die ganze Aktion tatsächlich Erfolg hat.

  • Da muss ja erstmal die Ursache beseitigt werden. Also wenn der Zylinderkopf jeh runter muss, kann man den schonmal im Teilereiniger sauber bekommen. Thermostat und alles was in den Teilereinger reinpasst würde ich gleich mit reinigen. Schläuche ersetzen. Danach ganz normal mit Wasser + Kühlerreiniger befüllen, und laufen lassen wie in der Anleitung des Reinigers beschrieben. Danach Brühe ablassen und nach Vorschrift neu befüllen.
    Das wars


    Gruß

    Thomas

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater,
    2 Victron Multigrid,
    9,9 KWp PV
    2,7 KWp PV

  • Hallo Solarcampus,


    "Es handelt sich ja (nur) um die Reinigung der Kanäle"

    - von Landmaschinenmechanikern mit Motorinstandsetzungserfahrung weiß ich, dass so eine Spülung eine ziemliche Sauerei ist, dort mit Diesel hantiert wird , um Öl zu lösen usw. Verständlich, dass der Servicepartner das nicht einfach mal eben im Kundenheizraum anfangen möchte, abgesehen davon, daß nicht garantiert ist, dass die ganze Aktion tatsächlich Erfolg hat.

    ...danke für Deine Antwort. Dazu kann ich sagen, dass unser "Heizraum" Platz genug hat und eine ordentliche "Sauerei" durchaus vertragen kann.

  • Hallo Solarcampus,


    ich habe leider den Eindruck(kann mich aber auch täuschen), du stellst es dir etwas zu einfach vor: einfach spülen und laufenlassen. Wie stromsparer99 schon geschrieben hat, es ist nicht unmöglich, es gibt Wege und Mittel(Teilereiniger usw.). So wie ich es herausgelesen habe, hat man es ja nicht definitiv abgelehnt, deine Maschine instandzusetzen, sondern lediglich das Ganze im Heizraum zu machen. Niemand würde von einer Autowerkstatt verlangen, einen defekten Automotor auf der Standstreifen auf der Autobahn oder der eigenen Garage zu zerlegen und instandzusetzen. Das es einen Aufwand bedeutet, die Maschine auszubauen, verstehe ich, aber irgendwie ist die Maschine ja auch reingekommen. Und wenn du sie veräussern willst, muss sie ja auch raus.

  • Ich versteh die Problematik nicht. jeder KFZler kann den Zylinderkopf demontieren und eine neue Kopfdichtung einbauen. Damit wäre die Ursache behoben. Das spülen ist relativ einfach, wenn man sich geschickt anstellt gibts noch nicht mal Flecken im Keller.

    Wie vorher geschrieben würde ich die Schläuche ersetzen und alle demontierbaren Teile die von der Verschlammung betroffen sind im Teilereiniger reinigen.


    Das ganze sollte in 10-12 Std. machbar sein.


    Gruß

    Thomas

    Kubota D722 mit Sincro FB4-48/100
    48V 775AH (C5) Bater,
    2 Victron Multigrid,
    9,9 KWp PV
    2,7 KWp PV

  • Hallo Zusammen,


    der Leidensweg von Solarcampus geht ja wirklich schon deutlich länger.

    Ich denk hier haben viele -mich eingeschlossen- versucht konstruktive Beiträge zu leisten,

    sei es bei der Diagnose der anfänglichen Fehlinstallation oder bei der Teilebeschaffung (kann mich da an KHE erinnern).


    Leider verkam es oft zu einem bashing des Herstellers.

    hat man sich dadurch eine kulante Lösung erhofft? Das schien mir nicht von Erfolg gekrönt zu sein.


    Nun mal zum thread-Anfang.

    Wenn die Kiste 25tsd bis zum Ausfall eingespielt haben soll,

    dann seh ich nicht den Totalausfall. Die üppige Installation von über 100tsd ist doch nur zum Teil dem BHKW geschuldet.

    Wenn man nur die Motor-Generatoreinheit betrachtet (heißt bei denen powerunit)

    so gibt's die vom Hersteller für unter 20tsd -aktuelle Preisliste hab ich nicht, sollte in dem Dreh liegen-.


    Ärgerlich ist,

    dass in dem Objekt halt seit wiedermal über 1/2Jahr kein BHKW läuft.


    Was hat Solarcampus für Optionen?


    - Jemand der die Verantwortung für die verhunzte Maschine übernimmt, wird wohl schwer zufinden sein


    - Eigenverantwortlich eine Lösung finden? Scheint mir Solarcampus nicht gänzlich der Richtige, sowohl handwerklich (will er wohl nicht selber machen) als auch rechtlich (da in einer Schule bestimmt auch andere Anforderungen und sei's nur wegen der Kostenstellen zu berücksichtigen sind)


    - eine Reparatur

    Schön, dass viele handwerklich begabte es für machbar halten. Ich stell mir das nicht so einfach vor. Ist ja nicht nur der Motor. Was ist mit dem Generator? ...und was mit dem Abgaswärmetauscher? Der ist thermisch am höchsten Belastet und ich denke, das es dort am festen sitzt. Baut der Instandsetzer einen neuen ein? Wo bekommt der den her? Was übernimmt er für Garantien, dass es hinterher wirklich läuft? Haben Teile vielleicht schon Folgeschäden genommen?


    - ein BHKW-Wechsel

    Tausch der powerunit durch eine neue/überholte dauert vielleicht zwei Stunden (je nach Einbringsituation).

    Ein Wechsel auf anderen Hersteller halt ich für ungünstig. Wird preislich einiges über die Variante liegen, da ja Peripherie angepasst werden müsste. Schaltschrank, Wärmeverteiler und co. alles müsste raus. Ganz zu schweigen vom Antragswesen EVU, da ja andere Anlage und dann ggf. neue gesetzliche Rahmenbedingungen.


    Meine Empfehlung:

    Such Dir nen wirklich guten Vertragspartner von EC-Power, Kaufe Austauschgerät.

    Klar, ist's ärgerlich nochmal Geld hinterherzuwerfen, aber dann sollt es laufen und vor Allem dürfte der Neue dann auch kein Problem haben die Verantwortung für diese Anlage zu übernehmen.