Batterie als Stromspeicher für ein EcoPower 1.0?

  • Bei mir wird im Januar noch ein ecoPowewr 1.0 installiert. Dazu gehört ja selbstverständlich ein Wärmepuffer. In meinem Fall ein 500l Speicher. Wie sieht es aber auf der Stromseite aus? Der Honda erzeugt ja kontinuierlich 1 kW. Aber der Verbrauch schwankt ja, mal liegt er darunter, mal darüber.
    Jetzt träume ich davon, einen Batteriespeicher zu haben. Die Batterie soll bei Minderverbrauch geladen werden und bei Verbräuchen über 1 kW soll sie entladen werden. Das Ziel dabei ist klar: möglichst hoher Eigenverbrauch und geringe Einspeisung.
    Ist mein Traum utopisch? Ist das technisch möglich? Und ist das dann auch wirtschaftlich sinnvoll?


    Erklärt mich bitte nicht für einen Idioten. ;-_


    Ergänzung: hier ist ein schönes Video dazu, allerdings für Solaranlagen, aber genau das für BHKW schwebt mir vor.

  • Lithumbatterien sind heute die besten und preiswertesten zum Speichern von Energie. Trotzdem kosten sie Abnützung.
    Angenommen, Du bekommst Winston-Batterien für günstige 300 Euro die kWh, dann halten sie allenfalls 3000 Vollzyklen in der Summe, wenn Du die Zyklen nur teilweise durchfährst. Eine gespeicherte kWh kostet Dich dann 10 Cent. Kannst Du die kWh hinterher so verbrauchen, dass sie für Dich einen Wert von 25 Cent darstellt, kann es sich lohnen. Auf jeden Fall, wenn sich die Akkus in einem Elektrofahrzeug befinden.
    Dann brauchst Du auch die 10 Cent Abnützungskosten nicht abziehen, da diese ohnehin auftreten.


    Es ist zweifelhaft, ob Du die Akkus so günstig erstehst, und, ob sie so lange halten.
    Ich bevorzuge die Speichermethode, indem ich mit dem BHKW eine angepasste, leistungszahlstarke Wärmepumpe betreibe, wie beisielsweise eine Fußbodenheizung , mit oder besser ohne Zusatzspeicher, als Wärmespeicher benutze. Im Sommer wird es schwieriger, dann würde ich mich bemühen, einen anderen, sinnvollen Stromverwerter zu finden.elektrische Heizstäbe sind keine sinnvolle Nutzung.

  • Moin

    Erklärt mich bitte nicht für einen Idioten. ;-_

    Nein warum?? Technisch ist das möglich und für versierte Bastler auch erschwinglich. Wenn Du das allerdings fertig kaufen möchtest kommen sicher zwischen 7000-10000Teuro zusammen.


    In dem Video zur Energiewende war ja ein Solarist der sowas für Zitat "3000€" anbietet. Pustekuchen - man braucht den Nedap PowerRouter + BatterieManager + Batteriebank
    Allein die ersten beiden Komponeneten kosten in der kleinsten Ausführung mit 3KW beim billigsten Shop schon 3300€.


    mfg

  • Utopisch? - Überhaupt nicht !
    Technisch machbar? - Na klar!
    Wirtschaftlich sinnvoll? - Wohl kaum!


    Zunächst kannst Du das ganz einfach mit einer USV realisieren, an der einige Verbraucher hängen.
    Beziehst Du Strom vom Netz, trennst Du einfach die USV. Hast Du überschüsse, steck sie einfach wieder an.


    Jetzt soll das natürlich alles automatisch gehen und am besten noch mit stufenloser Anpassung.
    Da muss man dann wirklich versierter Bastler sein, denn als fertige Lösung ist sowas mangels Verbreitung sehr, sehr teuer.


    Ich selbst hab mir ein kleiner Inselnetz für meine Grundlast (Heizung, Netzwerk, Computer) aus Standard-Komponenten (Netzladegerät von Stirling, Bleiakkus von Bosch, Wechselrichter von Studer Joker) aufgebaut. Da gibt es sehr viele "Kleinigkeiten" zu beachten - das würde hier zu weit führen. Aber ich bin froh, dass ich es habe - im Hinblick auf ein bischen Autarkie.


    Wenn man Spass daran hat und sich damit beschäftigt lernt man sehr viel dazu und erkennt sehr bald dass das so einigermassen vertretbar lediglich für die Grundlasten geht. Und Du träumst ja gerade vom Abfangen der Spitzen. Das grosse Problem sind die überproportional steigenden Verluste nur zum Vorhalten grosser Reserven für die Spitzen und natürlich prinzipiell die vielen Transformationsverluste. Deshalb wird das nach meiner Meinung auch nie und nimmer etwas mit den E-Autos - auch mit noch so viel BlaBlaBla nicht ...

  • Hallo krimhild,


    danke für deinen Kommentar. Ich denke, dass sich die Anzahl der Interessenten bereits in diesem Jahr doch stark erhöhen wird. Die BHKW-Welle kommt doch jetzt ins Rollen.


    Ja, ich will die Spitzen glätten, um die Eigenversorgung zu erhöhen. Ich muss jetzt erst mal Erfahrungen sammeln mit dem Betrieb und dann mal ausrechen welche Beträge sich lohnen für den nächsten Investitionsschritt.

  • Die BHKW-Welle kommt doch jetzt ins Rollen.


    ... und dann mal ausrechen welche Beträge sich lohnen für den nächsten Investitionsschritt.

    Eine Welle macht noch keine Flut. Der Treiber dürfte vom Photovoltaik-Tsunami kommen. Die Solarstromer haben das Problem nämlich verschärft, weil man deren Stromspitzen überhaupt nicht brauchen kann. Ich habe gehört, dass die PV-Installationsfirmen unzählige Anfragen nach Speicherlösungen haben. Wahrscheinlich gibt es viele Unwissende, welche - koste es was es wolle - speichern möchten, auch wenn es (noch) nicht gefördert (oder gefordert) wird.


    Wie gesagt: Lohnen wird es sich bei der aktuellen Preisstruktur nicht. Ich stelle mal in Frage, ob sich Dein BHKW überhaupt rechnet.
    Aber es muss sich ja auch nicht alles rechnen. Ich mache auch vieles, was sich nicht rechnet. Vielleicht noch zu wenig...

  • Hallo krimhild,


    Also ich fahre den Mega E-City, Billiger bin ich mein leben noch nie gefahren.Die Rendite gibt mir keine Bank oder sonstige Investorgemeinschaften.


    Und die Batterietechnik zu Hause habe ich schon (33 KW/h) mit Stablerbatterien........ ist hier schon oft von Mir erlärt worden.Siehe einfach unter
    Hitschi oder Akku oder Staplerbatterien. Also ich bin sehr zu Frieden mit der Grundlastlösung. (600 Watt)
    In meinem Mehrfamilienhaus 4 Parteien brauchen wir insgesammt ca 15000 KW Dax hat ca 17250 im letzten Jahr hergestellt
    Zukaufen muste ich lediglich 2200 Kw.
    Also den Eigenverbrauch soll mir mal einer nachmachen....... vor der Batterielösung muste ich immer noch ca 5700 Kw Zukaufen.
    Und man darf eins nicht vergessen der Zukauf ist am Preis in den letzten 15 Jahren um sage und Schreibe 230% gestiegen.
    Warten wir mal die nächsten 5 Jahre ab........ na Klingels??????


    In diesem Sinne
    sonnenreiche
    Grüße Hitschi

    ist erst im Nebenberuflichem Aufbau: Fa. Kühr Elektrotechnik eingetragen in der HWO
    Elektroinstallation, SPS Technik, Eib- Partner, Fachpartner von Varta, Alarmanlagentechnik nach VDS
    Inhaber Christof Kühr, Negertalstr. 2a, 57462 Olpe Unterneger
    Mail: Christof.Kuehr@freenet.de / Hompage:C-Kuehr.de.tl


    NUR WER HANDELT KANN ETWAS VERÄNDERN :thumbsup:

  • Hallo Hitschi,


    freut mich für Dich, dass Du mit Deiner Lösung gut klar kommst und Du augenscheinlich z.Zt. sehr zufrieden bist.


    Ich hab auch nicht bestritten, dass man als versierter Bastler sehr viel machen kann....


    Aber ich will im Hinblick auf E-Autos hier nicht OffTopic werden. Bleib bitte im Hinblick auf Vergleichbarkeit fair. Deine Batterie auf Rädern würd ich bezgl. Performance nicht mal einem Tata Nano vorziehen wollen. Und rechne dann mal die Abschreibung mit rein ...


    Aber wie gesagt: Ich finds gut wenn jemand was tut und Spass daran hat. Wenn er dann sogar seine Erfahrungen mit anderen teilt, können diese nur gewinnen...


    In diesem Sinne viele Grüsse an Alle

  • Hallo miteinander,


    meine Meinung zu Stromspeicher
    - ökologisch zu hinterfragen
    - aus Gründen von Netzbelangen wenig hilfreich (weil Eigenverbrauch nur wenig auf NEtz Rücksichti nimmt)
    - recht teuer
    - volkswirtschaftlich zu hinterfragen


    zu den Ambitionen von Autarkie-Freaks und einer Reihe PV-ler
    ...Warum sollte sich das Durchsetzen. Die BHKW-ler hatten schon immer das Problem der deutlioch schlechteren Einspeisevergütung im Vergleich zu Eigennutzung. Wenn sich das hier ncith etabliert, warum dann ausgerechnet dort?


    .....soviel zur -ein wenig provokanten- Meinungsäußerung


    ABER
    genau deshalb -auch wenn ich es immernoch nciht für ideal halte- bestecht für die BHKW-ler die Chance, dass doch noch was abfällt,
    gerade weil die PV so ein massenmarkt ist (und die Nachfrage sehr hoch)
    gerade weil die PV-Anbieter neue Vermarktugnsstrategien suchen müssen
    gerade weil es genu Autarkie-Freaks gibt, die es unbedingt wollen.
    gerade weil Politik die falschen Rahmenbedingungen setzt und man als Betreiber gezwungen wird nicht auf Netz und co zu gucken,
    sondern selber mit den allerwertesten an die Wand zu kommen.


    Ergo sehe ich die Möglichkeit, dass es kommt.
    Was aber viele m.E. falsch einschätzen ist die Dimensionierung von solch teilen.
    Selbst als Stromspeicher sollten die mitnichten auf Spitzenlasten ausgelegt werden.
    Ich denke eher an wirklich sehr kleine mini-Lösungen die nur einen kleinen Teil abfedern.


    Mal so als Beispiel
    Nicht die 3kW Spitze am Tag sollte abgefedert werden,
    sondern eine nächtliche Grundlast bei sillstehenden Gerät immernoch aus Batterie bedient werden.
    Also nicht die 800W in die Batterie puffern um tagsüber Spitzen zu glätten,
    sondern eher eine stillstehende Anlage nachts und 200W die aus einer Batterie kommen.


    So wäre das sehr schlank und vermutlich preiswert.
    umgekehrt: tagsüber halt 800W nutzbar und 200W die gespeichert werden...oder -wenn die Spitze da ist- auch mal 1kW komplett

  • Spannendes Thema, in der Tat. Bei mir hat sich in der letzten Zeit im Denken doch einiges geändert. Hab hier ja des öfteren nen 1.0er kaputtgerechnet, weil er sich nicht lohnte, war sicher in finanzieller Hinsicht auch richtig. Aber die Frage ist doch auch, was "sich lohnen" denn eben bedeutet, und das ist individuell. Konkret muss man sich eben überlegen, dass z. B. jetzt mein 1.0er laufen würde, ich aber keinen Strom brauche, sprich dann sagenhafte 5 Cent vom Versorger bekomme. Und drei Stunden später ist der Puffer voll, die Anlage steht und ich brauche Strom. Gestern bei uns in NRW in der Presse: RWE erhöht den Strompreis auf 28,98 Cent/kWh! Merkt Ihr was? Die 30 wackelt.... Also macht RWE dann mit der einen meinen kWH knappe 24 Cent Reibach, klar, MWST, EEG u.s.w. muss noch runter....


    Aber es geht mir einfach um die Darstellung des Betruges, der hier läuft, sprich die Differenz Einspeisevergütung zu Zukauf 3 Stunden später und wenn ich selber ein BHKW hätte würde ich ALLES tun, um die Einspeisung zu verhindern. Und das kann eben auch ne Akku-Lösung sein. Klar steckt die Technik noch in den Kinderschuhen, ist noch recht teuer, aber sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Vom vertrieblichen her ist hier eine sehr starke "wil-ich-haben"-Komponente, denn viele Leute haben schlichtweg die Schn... voll und sind bereit, auch mal Geld für was auszugeben, was sich nicht in 8 oder 10 Jahren rechnet....


    Macht jeder übrigens jeden Tag: Wann rechnen sich denn Ledersitze im Touareg? Wann der Touareg überhaupt, Mann muss doch nur von A nach B, geht doch auch mit nem Polo?


    Waren nur generelle Gedanken, ohne konkreten Bezug zu der Anlage hier.

  • Vielen Dank für die Diskussionsbeiträge. Sie haben mir sehr gefallen. Aber jetzt driftet das Thema doch etwas in die globale, politische Richtung ab.
    Ich möchte gerne auf die lokale Ebene und konkreter Diskussion zurückkommen. Mir scheint, dass es sich auf der BHKW-Seite doch eher um Neuland handelt und wohl kaum schon installiert ist. hier im Forum so etwas direkt
    Wenn ich im Internet das Thema recherchiere, dann wird das immer mit PV diskutiert. Dort sind die Lade- und Lastverhältnisse doch anders. Es wird über länger Zeit (tagsüber) ein Überschuss an Strom erzeugt und damit die Batterie geladen. Dann wird in der übrigen Zeit die Batterie entladen.
    Während beim BHKW die Lade- und Entladephasen sich doch über den Tag verteilen und sehr viel häufiger auftreten. Wie wirkt sich das auf die Batterie aus, ist das schädlich für die Lebensdauer?
    Ich bin technisch nicht so sehr versiert, deshalb erstehe ich auch die Angebote nicht so richtig und kann nicht wirklich erkennen, welche Firmen sich hier noch auf dem Markt befinden.