BHKW Sunmachine oder lion Pellet oder Ecopower oder was??

  • Hallo,
    ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen. Mein Name ist Andreas Meyer (kurz Andi). Habe schon viel hier im Forum gelesen und muss sagen: Alle Achtung! Kann mich an keine niveaulose Diskussion erinnern (leider nicht so selten in anderen Foren), sehr sehr netter Umgangston und erstklassige Informationen. Da mische ich gerne mit, wenn man mich lässt.


    Unsere Gas-Heizung im Einfamilienhaus (Baujahr 1992, beheizte Fläche größer 200 qm) wird nach der aktuellen Heizperiode nach 17 Jahren ausgetauscht. Die Steuerung ist seit Jahren kaputt, gibt es auch nicht mehr neu, da die Heizung seit ewig nicht mehr gebaut wird. Läuft seit Jahren auf Handbetrieb. War wohl damals ein Billigprodukt, das der Bauträger in der Siedlung eingebaut hatte. Das Gerät heisst Combigas CAG 18/E vom Hersteller SBS.


    Unser Gasverbrauch (nur für Heizung) beträgt ca. 24.000 kWh (2445 kbm).


    Unser Stromverbrauch beträgt ca. 11.000 kWh. Beide Verbräuche, sowohl Gas wie auch Strom steigen in den letzten Jahren kontinuierlich an (2 Teenager mit mehr und mehr elektronischen Geräten und Duschbedarf..). Ach so: Insgesamt 4 Personen, Vatter, Mutter und die 2 Teens.


    Warmwasser wird dezentral über Durchlauferhitzer und Untertischgerät erhitzt. Zukünftig soll dies ebenfalls zentral über das neue Heizungssystem erledigt werden. Auch Waschmaschine und Geschirrspüler werden zukünftig an Warmwasser angeschlossen.


    Ein Pellet-BHKW ist aufgrund des sehr hohen Stromverbrauchs wegen der besseren Einspeisevergütung (EEG) interessant. Der Stromverbrauch wird nach der Umrüstung geringer werden (kein Durchlauferhitzer mehr), wodurch der Einspeiseanteil aber höher ausfallen wird.


    Ebenfalls möchte ich zusätzlich eine Solarthermie-Anlage installieren (reduziert aber die Volllaststunden des BHKW's, die für die BAFA-Zuschuss-Förderung und die Wirtschaftlichkeit von BHKW wichtig sind, oder?? Hier bitte ich um Info, wie dieses Thema angegangen werden kann.)


    Wer legt eigentlich die Vollbenutzungsstunden eines BHKW fest? Davon hängt ja die BAFA-Förderung ab (Ziel sollten ja 5000 Stunden p.a. sein, dann ist der Faktor 1). Ich kann ja theoretisch die Anlage - vollkommen unabhängig vom tatsächlichen Wärme-/Strombedarf - locker 5000 Stunden im Jahr rennen lassen, um die volle Förderung zu erhalten. Bitte Info.


    Generell möchte ich weitest möglich weg von fossilen Brennstoffen. Gazprom und Co. sowie unserem Strom-Oligopolen traue ich nicht übr den Weg. Die machen mit uns, was immer die wollen. Die momentane Billigphase bei Sprit etc. kommt denen nur recht, um den mündigen (oder dummen) Bürger mal wieder ein wenig milde zu stimmen und in (trügerischer) Sicherheit zu wähnen.


    Ach so: Eine PV-Anlage mit knapp 4kWp habe ich seit knapp 2 Monaten auf dem Dach. Die letzten Tage mit richtig kalt und knallig Sonne haben richtig Spass gemacht. Ich überlege tatsächlich auch noch was mit Regenwasser-Nutzung zu machen. Wer hier Tips und Tricks und Infos hat, ist gerne eingeladen.


    PV-Anlage, Solarthermie, BHKW , Regenwasser.. Und das wenn möglich alles kombiniert und vollautomatisiert.
    Sorry, ich schweife ab. Eines meiner Probleme.. alles auf einmal, Explosionen im Kopf. Sind aber auch alles hochinteressante Themen.


    Sehr interessant ist die BHKW-Technik mit klarer Tendenz zum Pellet-System. Hier gibt es mittlerweile viel Info zur Sunmachine , auch Praxisinfo von der ersten Installationen. Scheint ein wirklich innovatives System zu sein. Ich muss zugeben, mein aktueller Favorit. Leider erscheint mir der Preis aber "ein wenig hoch..". Gibt aber halt bislang keinen Wettbewerb...


    Jetzt habe ich gelesen, dass Firma OTAG ebenfalls ein lion Pellet-BHKW auf den Markt bringen wollen. Habe OTAG per mail kontaktet. Vom Zeitraum her würde deren angekündigter Feldtest durchaus in meinen Planungszeitraum passen. Mal schauen, was von OTAG zurückkommt.


    Es gibt natürlich auch noch die anderen üblichen Verdächtigen (Dachs, Ecopower, Raptor, Whispergen etc.), die aber allesamt nicht mit Pellets arbeiten. Vielleicht sprechen aber bestimmte Dinge, die ich momentan nicht blicke, für eines der genannten Systeme. Bitte um Info.


    Viele offene Punkte und Fragen. Was ist Eurer Rat für mich?


    Ich bin ein großer Freund der BHKW-Technik und würde mich freuen, ein wenig dazu beizutragen, dieses Thema voran zu treiben.


    Gruß
    /Andi

  • Hallo Andi,
    zunächst mal herzlich willkomen hier im Forum, danke für das positive Feedback! :)

    Die Steuerung ist seit Jahren kaputt, gibt es auch nicht mehr neu, da die Heizung seit ewig nicht mehr gebaut wird.


    Normalerweise sollte es kein problem sein, eine andere Steuerung einzubauen, manchmal hilf hier auch E-bay, ein eher exotisches ersatzteil zu finden!


    Unser Gasverbrauch (nur für Heizung) beträgt ca. 24.000 kWh (2445 kbm).


    Unser Stromverbrauch beträgt ca. 11.000 kWh.


    Wenn wir mal so aus dem Bauch heraus 6000kwh für WW schätzen, dann heben wir alles in allem 30.000kwh thermischen Bedarf, ist leider eher wenig für Mini BHKW´s mit heutigen Leistungsklassen! :(


    Ein Pellet-BHKW ist aufgrund des sehr hohen Stromverbrauchs wegen der besseren Einspeisevergütung (EEG) interessant.


    Also ich bin im EEG nicht so bewandert, aber ich meine eine förderung des eigenverbrauchs ist nur bei den PV Anlagen vorgesehen, deshalb bleibt es meist bei der Volleinspeisung!
    Vorsicht mit dem EEG, die Einspeisevergütung bleibt dort auf gedeih und verderb die nächsten 20 Jahre fest, egal wohin der Brennstoffpreis geht! Ich habe auf dem Forentreffen Leute kennengelernt, die waren aufgrund dessen, das die Schere Rapsölpreis / Einspeisevergütung sich soweit geöffnet hatte echt verzweifelt!


    Wer legt eigentlich die Vollbenutzungsstunden eines BHKW fest?


    Der Installateuer/Energieberater, mit einer zugelassenen Software!
    Ob dann nochmal seitens der BAFA nachgeschaut wird weiß man nicht!


    Davon hängt ja die BAFA-Förderung ab (Ziel sollten ja 5000 Stunden p.a. sein, dann ist der Faktor 1).


    Du hast noch ein paar Stunden Zeit, die Förderung zu beantragen, ob das Programm nochmal aufgelegt wird steht in den Sternen...
    ...und ich meine, dieses Impulsprogramm gäbe es auch nur für Anlagen nach KWK-Gesetz!


    Ich kann ja theoretisch die Anlage - vollkommen unabhängig vom tatsächlichen Wärme-/Strombedarf - locker 5000 Stunden im Jahr rennen lassen, um die volle Förderung zu erhalten.


    Nein, eine Wärmeabnahme muß sichergestellt sein, und aus dem Fenster heizen lohnt sich (gott sei dank) nicht!


    Gruß aus dem Nachbardorf


    Dachsgärtner

  • Hallo Andi,


    auch von mir ein Herzlich Willkommen


    hui,
    eine Menge Fragen, die Du da aufwirfst....das wird bestimmt unübersichtlich ;)


    ...aber erstmal,
    Danke für die Blumen. Wir müssten zwar mal wieder "ausmisten" und paar Beiträge splitten und sortieren, damit es übersichtlich bleibt, aber mit der Suche-Fkt kommen die Mitglieder hoffentlich erstmal klar (soviel zur Selbstkritik)


    Unser Gärtner des Vertrauens,
    ist ja schon gut auf einige pkt eingegangen.


    Als erstes,
    24.000kwh/jahr ist bei >200m² gar nicht mal soviel...Hat schon einen realtiv guten energetischen Standard, ja?
    ...mit WW...hach, zu faul zum rechnen...na lassn wir das mal ruhig wie von Gärtner gesagt 30.000kwh sein (<-vermutlich eher weniger)


    Nun kommts drauf an,
    wie hoch tatsächlich Dein Wärmebedarf ist. Eine 17 Jahre alte Heizung komplett ohne Steuerung...hmm, evt würdest Du ja auch weniger brauchen... Kann mir gut vorstellen, dass aufgrund der fehlenden Regelung Du einen Mehrverbrauch hast.


    Dann zum Stromverbrauch,
    klar...die elektrischen Erhitzer treiben den Verbrauch ordentlich nach oben. dennoch, m.E. sollte ein 4-Personen Haushalt auch mit rd. 4.000kwh hinkommen. Ich glaube nicht, dass die Differenz von 7.000kwh per WW weggeht. Das wären 120m² Wasser...WARMWASSER. Vermutlich brauch ihr das insgesamt nur an Wasser.
    Also hier würd ich mal schaun...wo die Stromfresser sitzen und konsequent auch den Teenies Steckerleisten und co. verpassen und nen bissl energetische Erziehung beibiegen :) ...da lernen die jedenfalls was wichtiges für's Leben ;)


    Dann kommen wir mal langsam in Richtung BHKW
    Also bei 30.000kwh (oder vll doch weniger?) wird's schon schwer für eine BHKW...also was in Dachsklasse ist da definitiv zu groß.
    Um lange Laufzeiten (damit hoher Eigennutzung)...bzw, für maximale Förderung hinzubekommen, dürfte ein BHKW sich in der Leistungsklasse von 5-6 kw thermisch bewegen müssen.


    Geringfügig anders,
    siehts bei EEG-Anlagen aus...da betreibt man Volleinspeisung und deshalb wäre der Zwang der hohen Eigennutzung nicht so enorm...könnte also ein klein wenig größeres wählen. Daraus würden dann geringere Laufzeiten resultieren,w was aus Abschreibungstechnischer Sicht aber auch nicht so glücklich ist.


    Nebenbei
    ich bin mir nicht sicher, ob der Invest-Zuschuss auf KWK-Anlagen begrenzt ist....gmüsst man mal nachlesen, glaub aber, dass die EEG'ler nicht ausgenommen wären...nur macht halt die Anforderung TA-Luft noch zu schaffen (wie gesagt, bin mir da nicht sicher)


    Zitat

    Vorsicht mit dem EEG, die Einspeisevergütung bleibt dort auf gedeih und verderb die nächsten 20 Jahre fest, egal wohin der Brennstoffpreis geht! Ich habe auf dem Forentreffen Leute kennengelernt, die waren aufgrund dessen, das die Schere Rapsölpreis / Einspeisevergütung sich soweit geöffnet hatte echt verzweifelt!


    Ja,
    dass kann einen sehr zu schaffen machen....
    Während KWK-Anlagen bei steigenden Energiepreisen sich mit einem höheren EEX trösten konnten, klaffte die Scheere bei PÖlern mächtig auseinander...echt hart. Andererseits gibt tatsächlich schon Pelletlieferanten, die eine 10Jährige Preisgarantie geben(gut kalkulierbar)....was die Wert ist (falls der Preis auch durch die Decke geht) kann man schwer abschätzen.


    Zitat

    Der Installateuer/Energieberater, mit einer zugelassenen Software!
    Ob dann nochmal seitens der BAFA nachgeschaut wird weiß man nicht!


    Einspruch,
    hab neulich mit der BAFA gesprochen, wie ich meine software ggf. zertifizieren könnte....Antwort: Es bedarf KEINER zertifizierten software...muss nur glaubhaft sein. Also ich denke wenn einer sagt, dass Du so-und-soviel Laufzeit hinbekommst und nen Firmanestempel drunterdrück reicht das. Die andere Frage ist, was...wenn man die Laufzeiten nicht erreicht...wolln die dann was wieder? Anhand der KWK-Meldung, könnten die das sehen...eigentlich.
    Aber andererseits...wäre es wirklich Sinn der Förderung, dass man andere, nachträgliche und zusätzliche Maßnahmen der Energieeinsparungg (z.B. solarthermie) bestraft???? Können wir schlecht beurteilen, da das ja alles ziemlich neu ist.
    ...Deine Überlegung man könnte die Laufzeiten auch küstlich hochtreiben, zielen in die falsche Richtung...erstens ist wärmegeführter Betrieb angedacht...zweitens auch ziemlich unwirtschaftlich.


    Zitat

    Sehr interessant ist die BHKW-Technik mit klarer Tendenz zum Pellet-System. Hier gibt es mittlerweile viel Info zur Sunmachine , auch Praxisinfo von der ersten Installationen. Scheint ein wirklich innovatives System zu sein. Ich muss zugeben, mein aktueller Favorit. Leider erscheint mir der Preis aber "ein wenig hoch..". Gibt aber halt bislang keinen Wettbewerb...


    Joar,
    die Praxis-Ifos insbesondere zur sunmaschine würden mich ...ich denk mal uns alle sehr interessieren. Auf dem Papier find ich das Ding auch richtig Klasse...nur hat der Vertrieb ja erst im Sommer begonnen...und hier hat sich noch kein Betreiber blicken lassen (wenn denn überhaupt wo welche laufen?)
    Vielleicht sind die alle so zufrieden?...vll. kaum welche installiert?.
    auch deren Vertreibspolitik (keine Ahnung ob die noch aktuell ist) mit der sehr frühen und hohen Anzahlung fand ich nicht gerad prall. Zu den Preisen...Hast Du da konkrete Zahlen?...würden mich mal interessieren.
    Wie ist der aktuelle Stand von OTAG...kannst Du uns da auch was sagen?
    ...Gemein haben alle, dass es so gut wie keine Erfahrungen (erst recht nicht langzeit) gitb....aber das Problem gäbe es auch bei fossilen in der Lesitungsklasse die Du bräuchtest...aber immerhin dort schon eher namhafte Hersteller.


    Zitat

    Du hast noch ein paar Stunden Zeit, die Förderung zu beantragen, ob das Programm nochmal aufgelegt wird steht in den Sternen...


    Ich hab da leider keine bestätigte Aussage....nur vage Hinweise, dass es auch im neuen Jahr weitergeht...hoffen wir'S mal (bestimmt besseres Konjukturprogramm, als VW und co mal wieder paar Entwicklungsmillard'chen für die Brennstoffzelle zu gen...in 30 Jahren wird's bestimmt mal was) @:pille



    So
    egal, was nun konret bei Dir gemacht wird...wie es scheint tendierst Du zu Solar und/oder BHKW....
    Bei beiden Systemen wirst Du um einen Pufferspeicher und eine anständige Regelung (ggf. Herstellerunabhängige wie digienergy) nicht herrum kommen. Auch ein Spitzenlastkessel wird vermutlich von nöten. Hier wäre die Frage, ob ihr auch mit Gas kocht...bzw ob nur für Spitzenlasten der Haushanschluss Gas Sinn macht....falls ja könnte man mit einer neuen Regelung, Pufferspeicher und ggf. externen Abgaswärmetauscher vielleicht sogar Deinem alten Kessel Beine machen...ansonsten halt was anderes, was bei 17Jahren noname sicherlich auchnicht so falsch wäre.


    Soviel für's erste,
    aber noch eine Frage...wie erfolgt die Wärmeverteilung?...FBH? Radiatoren? Welche Vorlauftemperaturen so ca.?



    Axo,
    noch was zum Thema Regenwassernutzung
    ...da bin ich eher devensiv eingestellt....verursacht auch ordentlich Investkosten...aber Abwassergebühren (die ja den Hauptbatzen des Wasserpreises ausmachen) fallen trotdem an. regenwasser gern....in den Garten...und wenns vollautomatisch sein soll, dann halt das Fass mit ner Tauchpumpe und nicht mit der Kanne geleert :D



    Guten Rutsch
    fire

  • Nachbarn im Nahversorgungsverbund um eine entsprechenden Wärmebedarf zu generieren?
    Ich weiß mein Lieblingsthema.


    Ansonsten bleibt dir bei dem geringen Wärmebedarf und um von konventionellen Betriebsmitteln wegzukommen,
    wirklich nur Dämmen und Solar übrig, den Rest für den Winter macht dann ein Holz- oder Pelletkessel/Kaminofen.
    Gibt es so schon oft realisiert und funktioniert ohne Probleme.
    wer aber seinen Strom selber machen will und nicht genügend Wärmebedarf hat
    Nahversorgungsnetze mit Nachbarn anlegen!

  • Hallo,
    danke für Eure Antworten. ich gehe chronologisch auf die Punkte ein.


    Heizungssteuerung:
    Habe bisher nur nach der Original-Steuerung gesucht. War nicht möglich. Ist aber jetzt auch schon 2 jahre her. Seitdem ging die Überlegung aber auch immer mehr in Richtung neue Heizung inkl. zentraler Warmwasserversorung.


    Gas-/Stromrechnung:
    Da bin ich echt erstaunt :huh: . In meiner Nachbarschaft (alles ähnliche bis gleiche Häuser, gleicher Heizungstyp, teilweise ähnliche Bewohnerstruktur) bin ich (leider) der absolute König in Sachen Verbrauch. Und das mit Abstand. Hatte letztens einen Energieberater menes Versorgers Stadtwerke Willich da. Bei denen bin ich in den Top 10%. Der gute Mann konnte mir aber auch nichts wirklich Neues erzählen. Wie gesagt, ich hätte gedacht dass sich bei meinem Verbrauch ein BHKW lohnen müsste. Anbei nochmal meine genauen Werte:
    11.248 kWh Strom = 1.732,58 EUR
    24.381 kWH Gas = 1.325,11 EUR
    Alles Netto-Werte.


    EEG Volleinspeisung:
    Geht bei EEG-BHKW prinzipiell nur Volleinspeisung? Ich dachte, man kann den selbstproduzierten Strom nutzen und - nur bei gößerem Bedarf oder wenn das BHKW nicht läuft - sich den Strom von draussen holen?
    Oder sollte man bei EEG volleinspeisen, weil die inspeisevergütung höher ist als der Strompreis?


    Haus energetisch gut:
    Unser Haus ist effizient-technisch auf dem Stand von 1992. Alle Räume sind aber bewohnt und somit auch ordentlich gedämmt. Auch das Dachgeschoss bzw. Studio, in dem meine Tochter residiert. Wir sind allerdings auch ein Dreier-Haus-Drittel, befinden uns also in der Mitte von zwei Häusern. Eine Hausseite ist also komplett vom Nachbarn gedämmt, die andere Seite bis auf einen Versatz von 4,50 Metern auch.


    Fehlende Heizungsregelung:
    Habe vor einigen Wochen alle Heizkörper (Standard-Radiatoren aus 1992) mit elektronischen Thermostaten ausgestattet (Honeywell Rondostat HR20). Ist doch auch eine Art Regelung, oder?


    Empfehlung Heizungsbauer:
    Ein Heizungsbauer empfahl mir ein neues Gas-Brennwert-Gerät mit Solarunterstützung. Da wir keine Fussbodenheizung haben, macht der Einsatz der Brennwerttechnik doch nur bedingt Sinn, oder?


    Wasserverbrauch und Warmwasser:
    Wir haben letztes Jahr 221 kbm Wasser verbraucht, davor 202 kbm. Der Trend geht nach oben. Liegt eindeutig am höheren Dusch-und Vollbadaufkommen der beiden Kids.
    Anbei meine Daten:


    221 kbm Wasser = 414,63 EUR
    221 kbm Abwasser = 438,16 EUR
    Alles Netto-Werte.


    Aufgrund des hohen Wasserverbrauchs gehe ich davon aus, dass der hydraulische Durchlauferhitzer reichlich 1000 kWh verballert.


    Stomfresser:
    Steckerleisten sind schon so gut wie überall in Betrieb. Ich warte noch auf die Lieferung von 2 Funk-Steckdosen zum Ausschalten von Verbrauchern, wo man einfach nicht drankommt.
    Meine Kinder (und auch meine Frau) können meine "Energie-Belehrungen" wahrscheinlich schon auswendig...


    BHKW mit 5-6 kW thermisch:
    Mein jetziger Kessel hat doch 18 kW thermisch.. Und zukünftig komme ich dann mit 5-6 kW aus? Obwohl ich auch Warmwasser über die Heizung machen will?? Ich bitte um Erläuterung.


    EEG und Laufeit BHKW:
    Ein größeres BHKW führt zu geringeren laufzeiten. das verstehe ich. Aber wieso ist das schädlich für die Abschreibung? ?(


    Sunmachine , OTAG Pellet BHKW:
    Die Sunmachine-Preise kenne ich bislang nur aus Foren. Hier geht es los bei 23.500 EUR netto für die nackte Maschine bis hin zu knapp unter 50.000 EUR für das komplette Paket inkl. Maschine, Pufferspeicher, Installation etcetc.
    Ich habe mir allerdings auch mal die Preise anderer Systeme angeschaut und wenn man wirklich mal Äpfel mit Äpfeln vergleicht, ist die Sunmachine kein wirklicher Ausreisser verglichen mit dem Dachs. Ich hoffe, ich krieg jetzt keinen Ärger mit Euch.. :S


    OTAG hat bzgl. deren Pellet-BHKW wie gesagt eine mail von mir und nun bin ich gespannt, was da zurückkommt. Wenn ich bis in 1 Woche nix gehört bzw. gelesen habe, ruf ich bei denen mal an.


    Mit Gas kochen:
    Wir kochen normal mit Strom. habe aber von Bekannten gehört, dass Kochen mit Gas klasse sei. Soll wohl auch sehr energieeffizient sein.


    Wärmeverteilung:
    Wir haben keine Fussbodenheizung (leider). Alles Radiatoren Baujahr 1992. Durfte damals halt nix kosten, das Haus war schon teuer genug ;(. daher auch keine zentrale Warmwasserversorgung. Durchlauferhitzer war billiger (kurzfristig gesehen).
    2 Radiatoren sind vor 2 Jahren im Keller dazu gekommen. Der Keller war bis dahin komplett unbeheizt.


    Vorlauftemperaturen:
    Habe 3 Temperaturangaben. Auf der Heizung selbst steht eine Skala mit ca. 55°C (ist wohl die Kesseltemperaur). Dann habe ich zwei weitere Armaturen. Eine zeigt 50°C an (die mit der Grundfos 35/65/100 Watt Heizungspumpe darunter) und die andere zeigt 40°C an.


    Regenwassernutzung:
    Siehe meine Gebühren.
    221 kbm Wasser = 414,63 EUR
    221 kbm Abwasser = 438,16 EUR
    Alles Netto-Werte.


    Wenn ich gefiltertes Regenwasser für zum Beispiel Waschmaschine, Toilette etc. nutzen will, müsste man doch einiges sparen können. Ich gehe davon aus, dass das Abwasser einfach anhand des bezogenen Wassers berechnet wird, oder?
    Oder messen die das tatsächlich abgehende Abwasser? Kann ich mir nicht vorstellen.


    Nahversorgungsnetze mit Nachbarn:
    Hört sich toll an, aber auch kompliziert und teuer. Kompliziert wegen den Nachbarn und teuer wegen eventuell notwendiger aufwensider Installationsarbeiten.
    Mit dem nachbarschaftlichen Verhältnis geht es schon los. Bei mir wäre zum Beispiel der rechte Nachbar sicher nicht abgeneigt. Zur Linken wohnt leider ein absoluter No-Go-Nachbar, mit dem absolut gar nichts geht. Noch nicht mal Grüßen. Liegt aber erwiesenermassen nicht an mir. Ich komme mit allen hier klar und er mit niemandem. Puh, Glück gehabt. Nützt aber natürlich nichts für eine Nachbar-Versorgung.
    Macht sowas denn Sinn mit nur 2 nebeneinanderliegenden Reihenhäusern? Dann könnte das eine Idee sein.


    Ich glaube ich habe alle Punkte soweit abgedeckt.


    Bin mal gespannt auf die Antworten.


    Viele Grüße und vorab schon mal einen
    Guten Rutsch ins Neue Jahr :party:


    Gruß
    /Andi

  • Oder messen die das tatsächlich abgehende Abwasser? Kann ich mir nicht vorstellen.


    Das meistens nicht. Der Grund liegt im Preis eines Abwasserzählers.


    ABER:
    Es wird ein zusätzlicher Bezugszähler für das ins Haus gelieferte Wasser aus der Zisterne installiert. Für diesen Zähler wird kein Wasser sondern nur Abwasser berechnet.


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • Hallo Andi,

    Zitat

    Wenn ich gefiltertes Regenwasser für zum Beispiel Waschmaschine, Toilette etc. nutzen will, müsste man doch einiges sparen können. Ich gehe davon aus, dass das Abwasser einfach anhand des bezogenen Wassers berechnet wird, oder?
    Oder messen die das tatsächlich abgehende Abwasser? Kann ich mir nicht vorstellen.


    Das Abwasser wird mit einem kleinen Abzug nach dem bezogenen Trink-Wassers berechnet.
    Wenn Du den Stadtwerken den Betrieb einer Regenwasser Anlage meldest bekommst Du dafür einen zusätzlichen Zähler, mit dem das zusätzliche Abwasser gemessen wird. :pfeifen:
    Du sparst zwar kostbares Trink-Wasser aber dann reicht der Kläranlage nicht mehr das Geld zum Betrieb wenn Du das Wasser sparst.
    Gruss
    Spornrad

    -- Die Sonne ist die Quelle unserer Energie, die es richtig anzuzapfen gilt ! ---
    „Nicht alles, was zählt, ist zählbar!“ „Nicht alles, was zählbar ist, zählt!“ Albert Einstein

  • Hallöche,


    ich hoffe ihr seid alle gut reingerutscht


    ...und nun machen wir hier mal gleich weiter.


    Zum Thema Regenwasser nochmal,
    so isses...Bei Meldung Deiner Regenwasseranlage, wird da ein Zähler reingesetzt.
    Trinkwasserpreis wird dann lt. deiner bisherigen Uhr berechnet...Abwasserpreis aus Trinkwasser+Regenwasser Uhr.


    Nun könnte man auf die Idee kommen,
    dass man die Meldung vergisst ;)
    ...Dies wäre erstmal moralisch bedenklich *mal den Zeigefinger heb*
    aber auch die Wasserbetriebe sind nicht mehr ganz von gestern.
    Die Überprüfen teilweise Regenwassernutzung, bzw. auch nur die Regenwassereinspeisung (direkt vom Rohr in den Kanal) mit interessanten Techniken.
    Hab von 2 Varianten gehört...einmal, dass einer unten im Kanal schaut, während ein anderer Farbbeutel aufs dach wirft
    ...die andere (wie gesagt hören sagen) dass kleine Plastekügelchen markiert werden (RFID?) und auf Dach gewprfen werden um später im Klärwerk erfasst zu werden....was es nicht alles gibt.
    ....und das banalste, wenn Du Deinen Verbrauch halbierst, wolln die vielleicht wissen woher und lassen jemand kommen.


    Nun aber genug mit dem Regenwasser....
    das ist ja mal ein Thema, was sich wirklich komplett von der Energiebilanz und somit vom Hauotthema BHKW trennen lässt.


    -----------------


    Zitat

    Nahversorgungsnetze mit Nachbarn anlegen!


    Mensch Bernd,
    musst doch nicht gleich so schrein,...nur weil wir das noch nicht angesprochen hattetn
    ....der Hinweis auf Nahwärmesysteme ist absolut Dein part in diesem Forum...da würd ich doch nie und nimmer mich traun Dir da zwischenzufunken ))))


    Joar,
    oftmal nicht so gegeben...aber in diesem Fall

    Zitat

    Nahversorgungsnetze mit Nachbarn:
    Hört sich toll an, aber auch kompliziert und teuer. Kompliziert wegen den Nachbarn und teuer wegen eventuell notwendiger aufwensider Installationsarbeiten.
    Mit dem nachbarschaftlichen Verhältnis geht es schon los. Bei mir wäre zum Beispiel der rechte Nachbar sicher nicht abgeneigt. Zur Linken wohnt leider ein absoluter No-Go-Nachbar, mit dem absolut gar nichts geht. Noch nicht mal Grüßen. Liegt aber erwiesenermassen nicht an mir. Ich komme mit allen hier klar und er mit niemandem. Puh, Glück gehabt. Nützt aber natürlich nichts für eine Nachbar-Versorgung.
    Macht sowas denn Sinn mit nur 2 nebeneinanderliegenden Reihenhäusern? Dann könnte das eine Idee sein.


    doch echt mal einer genaueren Überprüfung wert.
    Gut, den einen wirste vll. wirklich nicht rumkriegen,
    aber wenn der andere dem nicht verschlossen (<-reicht für den Anfang) ist,
    dann mal gleich mit ins Boot...Boot? na damit mein ich, Verbrauchszahlen besorgt.
    Klar, hat man da einen höhjeren Installationsaufwand, aber die Chancen sind doch schon beträchtlich.
    Erstens laufen größere BHKWs wirtschaftlicher als kleine (das ist generell so) und zweitens, würdest Du wohl eher auf ein Niveau kommen, was sich in Dachs-Klasse bewegt und da findet man schon paar Anbieter mehr.
    Und der Installationsmehraufwand...also der sollte sich doch wirklich sehr in Grenzen halten...Bei nem Reihenhaus, braucht ihr doch nicht viel mehr als nen Loch in der Wand und paar Meter Rohr. Dann noch Wärmemengenzähler für die Abrechnung untereinander, ggf. weiteren WW-Speicher (bei Euch vermutlich nichtmal das) und schon hat sich's. Wenn man die mögliche Ersparnis betrachtet...ihr braucht nun nur ein BHKW und ein Spitzenlastkessel...spart schonmal in der Anlagentechnik 50%. Aber auch der Kleikram ist nicht zu verachten... nur noch einer von Euch bräuchte Gasanschluss...auch elektrisch könnte man einen Anschlusss stilllegen lassen...Schornsteinfeger hat auch in einem Haus nichts mehr zu suchen...und wie oft kommt bosher der Mensch für die Wartung?...Genau
    Rechne mal diese gesammten Kosten zusammen...allein da kommt einiges Zusammen...was schonmal Ersparnis bedeutet ;)

    Zitat


    Oder sollte man bei EEG volleinspeisen, weil die inspeisevergütung höher ist als der Strompreis


    jepp...Einspeisevergütung ist meist höher als Strompreis, deshalb bevorzugt.

    Zitat


    Fehlende Heizungsregelung:
    Habe vor einigen Wochen alle Heizkörper (Standard-Radiatoren aus 1992) mit elektronischen Thermostaten ausgestattet (Honeywell Rondostat HR20). Ist doch auch eine Art Regelung, oder?


    naja...also Jein,
    Klar die Raumtemperatur wird nun geregelt (an dieser Stelle...den Bewohner die richtige Nutzung des Thermostaten "anlernen"...die meisten...so trivial wie es kligt...benutzen den falsch..und drehn sich die Finger wund, anstatt ihn das allein machen zu lassen)
    ABER, Deine Therme wird immernoch nicht nicht geregelt....aber lassen wir das an dieser Stelle.


    Zitat

    Da wir keine Fussbodenheizung haben, macht der Einsatz der Brennwerttechnik doch nur bedingt Sinn, oder?


    Also den Brennwerteffekt wird man nur bedingt mit Radiatoren zu spürn bekommen. Aber nen bissl wird schon hängen bleiben und bei einem Brennwertgerät nutzt Du nicht nur die latente(?) Wärme durch Abgaskondensation, sondern auch die sensible Wärme
    durch Abgastemperaturabsenkung. Diese bringt auchn nen bissl.


    Zitat

    BHKW mit 5-6 kW thermisch:
    Mein jetziger Kessel hat doch 18 kW thermisch.. Und zukünftig komme ich dann mit 5-6 kW aus? Obwohl ich auch Warmwasser über die Heizung machen will?? Ich bitte um Erläuterung.


    Dann mal die Erklärung,
    Dein Kessel hat 18kw...das ist relativ typisch für ein EFH
    ...genauso typisch, wie die weit verbreitete Überdimensionierung von Heizungsanlagen :P
    "EFH bekommt irgendwas bei 20kw und dann passt das"...ist häufig die Erfahrung manch alteingessener Heizi's.
    Richtigerweise, müsste eine Heizlastberechnung nach der neuen DIN EN erfolgen (nur dann wär auch der Heizi rechtlich sicher), aber auch an dieser gibts genug auszusetzen. Erstens ist die etwas aufwändiger, zweitens werden solare Gewinne (also druch Fenster) und auch interne Gewinne (bei Deinem Stromverbrauch nicht unergheblich) nicht ausreichend berücksichtigt.
    Auch die Auslegungstemperaturkarten der Hersteller sind m.E. nicht günstig.
    Bei einem angenommen Bedarf von 30.000kwh (<-vermutlich sogar weniger) solte Deine Anlage viel kleine Nennelistung haben. Als Abschätzung wird häufig(in alternativen Internetforen) die "schweizer Formel" mittlerweile genommen....diese soll gute Näherungswerte bei Anlagen kleiner 100kw liefern. Mit Warmwasserverbrauch einfach Jahresbedarf(in L Heizöl) / 300 ...also ca. 10kw bei Dir. Ich hab selber so nen kleines Tool zur Heozlastberechnung gebastelt und würde ca. bei 11kw bei Dir erwarten.


    Nun mal langsam,
    warum ein BHKW nur 5-6kw thermisch haben sollte...auch die angenommen 10kw liegen ja höher
    Eine gut dimensionierte Heizungsanlage läuft nur 2.000-2.500 Stunden im Jahr...dies ergibt sich hauptsächlich durch den klimatischen Einfluss. Mehr ist bei konstanter Nennleistung einfach nicht drin, da im Winter wenns richtig kracht Du halt Deine 10kw brauchst...aber meist nur um die 0°C rumdümpelst und die nur 50% läuft...im Sommer halt nur 1/2h für WW.
    Wenn man nun aber hohe Laufzeiten haben möchte (für hohe Stromeigennutzung und damit besserer Wirtschaftlichkeit) wird meist ein BHKW kleiner Dimensioniert, so dass es schon bei 0-5°C (so in dem Dreh) auf Anschlag läuft...damit kommst Du dann auf Deine 5.000 Betriebsstunden. Das ist natürlich doof, wenn dann die Temperaturen auch mal runter gehn. Da wir hier von durchschnittlicher Tagesaussentemperatur sprechen ist das echt weniger, als Du vll. denkst. Na auf jedenfall sollte da auch die Hütte warm zu bekommen sein, drum wird für solche Fälle ein Spitzenlastkessel eingesetzt, der dann halt etwas zufeuert.
    Alles klar?
    Also in Kürze...BHKW kleiner dimensionieren, als max.-Heizlast, ermöglicht höhere Laufzeiten...dann aber Spitzenlastkessel erforderlich


    Zitat

    EEG und Laufeit BHKW:
    Ein größeres BHKW führt zu geringeren laufzeiten. das verstehe ich. Aber wieso ist das schädlich für die Abschreibung? ?(


    nicht nur bei EEGs..auch die andern
    Also...an der Stelle mal einen kleinen Exkurs zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bei BHKWs
    Ein BHKW erzeugt ja Stom und Wärme...um es verglecihbar mit alternativen Erzeugern zu machen setzt man bei der Wärme die Kosten an, die z.B. mit einer Therme entstehen würden (Brennstoff, Wartung, Kapitalkosten aus Anschaffung, etc). Diese Kosten zieht von den Kosten die bei BHKW entstehen ab (weil die Du so auch hättest....soll ja warm sein) und dann werden die verbleibenden Kosten als Stromkosten berücksichtigt.
    Da bleiben dann erhöhte Brennstoffkoste, erhöhte Wartungskosten und auch Förderung.... und und...und vor allem viel höhere Kapitalkosten (durch teurere Anlagentechnik) übrig. Die Kapitalkosten sind im Bereich kleiner BHKWs ein großer Batzen und schlagen sich deutlich im Preis des erzeugten Stroms nieder.
    Da keiner weiss, wie die Preis und Fördersituation nach Ablauf des Förderzeitraums (10a bei KWKG , bzw 20 nach EEG) aussieht, versucht man für diesen Zeitraum die Anlage abzuschreiben.
    Wenn nun bei einer erwarteten Lebensdauer von vll. 60.000h eine Anlage 6.000h im Jahr läuft, dann gehn die Anlagenkosten mit Preis/Laufzeit rein.
    Wenn nun eine Anlage mit 3.000 Stunden läuft, dann sind die Kapitalkosten doppelt so hoch
    ...genau genommen, natürlich auch mit Zins und Zinseszins zu berücksichtigen.
    Da die Kapitalkosten halt ein großer Batzen sind, kann somit die Wirtschaftlichkeit schnell ins Wancken kommen.


    Zitat

    Mit Gas kochen:
    Wir kochen normal mit Strom. habe aber von Bekannten gehört, dass Kochen mit Gas klasse sei. Soll wohl auch sehr energieeffizient sein.


    naja...ob kochen mit Gas Klasse ist...da gibts unterschiedliche Ansichten (besonders bei der Köchin), und energieffizient...mikroskopisch betrachtet wird bei Gas sogar das ein oder ander kw mehr verbraucht werden...aber makroskopisch (bei der Betrachtung, dass nur 30% der Primärenergie bei Strom bei Dir landen) und auch wirtschaftlich (Gas kostet ja nur ca. 1/3-1/4 von Strom) schon nen Bringer.
    Aber extra ne Umrüstung zu machen ???...Wohl eine Geschmacks und Einstellungssache.



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    So,
    dass war ja nun wieder ein etwas längerer Rund-um-Schlag- (und bei der Masse an worten nicht Rechtschreibfehlerfrei,,,ich bitte um Nachsicht)
    Hoffe es konnte Deine Fragen etwas klären.


    Resümee,
    also ich würd auf jedenfall mal bei Deinem Nachbarn anklopfen...
    Nichts versprechen oder sonst wie..aber erstmal horchen, ob der auch über eine Heizungssanierung schonmal nachgedacht hat...und ob er sich's vorstellen könnte Alternativen mal anzuhören.
    ...Wie es denn konkret aussieht...was auf ihn zukommen könnte, dass kann man ja dann ganz in Ruhe sich anschaun



    PS: Also zu Deinen Stromkosten,
    Wenn das schon die Stadtwerkeer interessiert...also das sollte zu denken geben.
    Gesamte Hausbeleuchtung über 300W Halogen-Deckenfluter?...Waschmaschine oft durch "Lieblingshose muss heut abend fit sei"-Einstellung der Teenies nur zu nem viertel voll? Immer per Trockner die Wäsche behandelt...weils so kuschlig ist???
    Keine Ahnung, besorg Dir doch mal so nen billig Stromkosten-Messgerät...gitbs öfters beim Discouter mit A oder L im Angebot für <10€. Und dann mal alle Verbraucher Stück für Stück paar Tage ran und Werte notiert. Klingt billig....aber man sieht endlich mal, wo die Fresser sitzen.