Bestehende Verkabelung nutzen?

  • Hallo,


    da ich die Möglichkeit eines BHKW im Heizraum (Dachzentrale 4.OG) aktuell überprüfe, hat sich folgende Frage (frei gesponnen) ergeben:


    Kann ich eine bestehende 5x25² Versorgungsleitung, die nur den Kessel und die Pumpen versorgt, zusätzlich auch "rückwärts" in die Verteilung im Keller nutzen?
    Bei der Leistung denke ich an 5-15KW, die in die Verteilung nach unten sollen.


    Der Vorteil wäre 130m Kabelverlegung einzusparen.


    Mein Hauselektriker konnte mit dieser Frage garnichts anfangen.


    Hat von Euch schon mal jemand was in dieser Richtung realisiert?


    Gruß
    Michael

    Gruß
    Michael


    Alle sagten: Das ist unmöglich! Dann kam einer der dies nicht wusste und tat es einfach.

  • Hallo pepshmeer,


    wie so häufig, es kommt drauf an. :D


    Wenn die Anlage nach KWKG läuft, also Überschusseinspeisung, dann ja. Die Leitung versorgt dann eine Unterverteilung, von der aus Kessel, Pumpen etc. versorgt werden und das BHKW ins Hausnetz einspeist.


    Bei EEG-Anlagen geht das nicht, da Volleinspeisung auf die Sammelschiene erfolgen muss.


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
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  • Hallo Pepshmeer


    5x25² reicht bei der Länge für 63 Ampere, da ist dann mit ein bisschen Augen zu Reserve drinn 80 Ampere das sehe ich als Grenzlast an.


    Ich denke das der Ausbildunsstand des Energieanlagenelektronikers ist zu überdenken. Jetzt ist vorher folgendes zuüber prüfen man muß sich an hand des Istzustandes darüber informieren was momentan die maximale leistung ist die aufgenommen wird, mit einem kaliebrietes Zangenamperemeter ist das besonders hilfreich, das setzt man in die Verteilung ein schaltet alle Verbraucher ein und notiert den Wert.Wenn ein 15kw Asynchron BHKW eingesetzt wird hat man ca. eine Stromstärke von ca. 26 Ampere dies muß das Kabel in der Berechnungsformel dann zusätzlich verkraften können das steht so in der VDE.


    Einige Asynchron Maschinen Starten, mit einer Stern Dreieckschaltung, direkt aus dem Netz ,da kommen für einen sehr kurzen Moment schonmal 40 Ampere zusammen.Ich hoffe das hilft weiter.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Ich muss gerade noch was einwerfen:
    Hoffentlich meint pepshmeer nicht von 5x2,5²
    weil 5x25² für nur ein Kessel und die Pumpen ?( ?(


    AxelF

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  • Hallo Axel


    Das will ich doch wohl nicht hoffen er schreibst von Klimaanlage 38Kw Kompressor , Kaufhaus, Mietwohnungen usw. 130m Kabellänge 4 Stock.
    In dem Kesselraum befindet sich die Klimazentrale.


    Das hat schon Gebäudedimensonen die meine Nutzfläche locker sprengen, ich denke das Gebäude hat schon eine gewisse Größe hat.Wenn man eine Klimaanlage betreibt sollte man zur Aussentemperatur nicht mehr als 5°K Temperaturunterschied fahren, wenn du das mit deinen Gefriehaus vergleicht mit max 55°K kannst du dir schon vorstellen das das mehr als 1000 m² Nutzfläche hat.Wenn meine Annahme nicht stimmt bitte posten sonst bin ich gewaltig auf dem Holzweg. )))) ))))

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  • Alle Achtung, hier ist am späten Abend doch noch reichlich Betrieb.


    Zur Aufklärung:
    Das Gebäude ist Baujahr 2003 und hat eine 315KW Buderus-NT Kesselanlage mit 5 Heizkreisen + Warmwasserbereitung


    Der Steuerschrank ist mit 5x25² versorgt
    Der Klimakompressor hat seine eigene Leitung mit 5x35²
    Die Ladenlüftung/Garagenabluft hat auch separat 5x25²


    Damit werden 1400m² Wohnfläche (Heizung, WW), 1100m² Büroflächen (Heizung) und 1100m² Ladenflächen (Heizung,Heizregister,Luftkühlung) bedient.


    Der Platz im Heizraum ist schon gut belegt, aber ich versuche ein Plätzchen dort oben zu finden. Immerhin ist dann die Anbindung an die Heizkreise, der Gasanschluss und die Abgasführung kein echtes Problem mehr.



    Gruß


    Michael

    Gruß
    Michael


    Alle sagten: Das ist unmöglich! Dann kam einer der dies nicht wusste und tat es einfach.

  • Hallo pepshmeer,


    für eine Überschußeinspeisung sehe ich kein Problem.
    Das 5x25mm² darf bei Verlegeart B2 (in oder auf Wänden / in Rohr oder Kabelkanal) mit 80A abgesichert werden.
    Kleiner Tipp noch:
    Frage doch mal deinen Gasversorger ob geplant ist in der nächsten Zeit Biogas einzuspeisen. Dann würde sich eine Volleinspeisung nach EEG rechnen. ;)


    Gruß E&U

  • Wenn deine Klima und Pumpen alle in dem Raum des BHKWs kommen, wird die Leitung zur Verteilung im Keller doch weniger belastet wenn die Verbraucher laufen, oder?
    Denn erstmal werden diese versorgt, was dann übrig ist geht erst durch das Kabel in den Keller, wenn die stehen geht halt alles in die Kellerverteilung, also dürfte doch auch die Leitung entsprechend bis 63A belastet werden, durch ein entsprechend großes BHKW?


    Ich bin kein Elektriker....

  • Allerdings sind die oben angegebenen Kabel jeweils einzeln in die Verteilung im Keller geführt.


    Dort befindet sich eine Unterverteilung für die Verbraucher der Gebäudetechnik.

    Gruß
    Michael


    Alle sagten: Das ist unmöglich! Dann kam einer der dies nicht wusste und tat es einfach.

  • Hi,


    es ist so wie Bernd es vermutet. Solange der Dachs läuft, entlastest du sogar die Leitung (bekommst dann dafür VNNE :P :D).


    Wenn der Dachs steht ist alles beim alten (ausser der paar Watt die der Dachs zieht).


    Wenn in deiner Heizzentrale alles aus ist (was ich aber nicht glaube denn dort ist bestimmt immer ein Verbraucher aktiv) und die 5,5KW des Dachs in die andere Richtung strömen, macht das genauso wenig da die Leitung für ein vielfaches ausgelegt ist. Ich sehe hier keinerlei Probleme sondern nur Vorteile wenn du den Dachs direkt in deiner Heizzentrale installierst (minimierung der Leitungsverluste).


    Gruß
    Tom

  • Bei der Leitungsdimmension muss die Belastung der Leitung während des Starts des BHKWs berücksichtigt werden, so wie es GB1530 oben geschrieben hat. Da die aktuelle Belastung der Leitung nicht bekannt ist, muss die zunächst ermittelt werden, um sagen zu können, ob und wie groß hier zusätzlich ein BHKW dazuinstalliert werden darf. Das sollte aber ein Elektriker hinbekommen, wenn nicht Elektriker auf den Mond schicken und sich nen vernünftigen suchen.


    Grüße


    Bruno

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  • Zitat

    Original von Tom3244
    Solange der Dachs läuft, entlastest du sogar die Leitung (bekommst dann dafür VNNE :P :D).


    aufgrund der Smilies denke ich dass es als Scherz gemeint war. Nur damit andere nicht auf die falsche Fährte gelockt werden. Für die Verdrängung des bezogenen Stromes durch eigen hergestellten Strom gibt es keine VNNE (leider :D ), nur dafür, wenn mehr als der eigen hergestellte Strom produziert wird und der Überschuss ins Netz des EVUs eingespeist wird.


    Grüße


    Bruno

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    Einmal editiert, zuletzt von Bruno44 ()

  • Hi,


    kann mir nicht vorstellen das der Anlassstrom so hoch ist wenn der Dachs startet (wäre aber mal interessant zu wissen).


    Da haut der Kessel schon mehr rein wenn der Brenner loslegt bei der Größe.


    Ist klar das der Elektriker erstmal messen sollte (oder vielleicht doch nicht nach seiner oben gemachten Aussage ;(?( ).


    Aber bei 25mm² kannste schon ganz schön was dranhängen.



    Gruß
    Tom

  • Hallo,


    ein Zangen-Amperemeter habe ich selber, ich werde einfach mal messen und sehen was da an Strom gezogen wird.


    Wo sollte ich messen, an der Hauptverteilung oder am Steuerschrank der Heizung?


    Sollte ich mein Hausnetz an das EVU verkaufen um dann für die Einspeisung im Haus die VNNE zu bekommen?? :D

    Gruß
    Michael


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