Erneuerbare Energie - unbezahlbar?

  • Etwas provokant der Titel, aber er gliedert seine Rechnung eigentlich nachvollziehbar auf:



    Man kann jetzt natürlich die Netzkosten auf die kalkulierte Lebensdauer verteilen, aber Tatsache ist:

    Das Geld brauchen wir JETZT um diese zu bauen - d.h. wenn die über Schulden finanziert werden, wird alleine der Zinseffekt auch hier wieder einiges an Kosten verursachen.

  • sorry, aber den Neubau von Gaskraftwerken kann ich nicht seriös auf den Preis der Erneuerbaren rechnen.

    Sondern?
    Wenn die EE rund um die Uhr laufen würden, wären die ja unnötig - ging ja bei Atom- u. Kohle auch ohne.

    Somit ist das nichts anderes als BackUp - ansonsten würde es in der Nacht manchmal ziemlich finster...


    Glaubt den jemand, dass der Atomausstieg und Kohleausstieg Kostenneutral abläuft ?

    Natürlich nicht!


    Hat ja schon immer geheißen, für den Gegenwert einer Kugel Eis...

    Einmal editiert, zuletzt von Solardachs () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Solardachs mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Sauber aufgegliedert ist die Rechnung schon, aber das bedeutet nicht dass sie richtig ist.


    Wenn ich in der Eile richtig mitgeschrieben habe, so enthält die Rechnung folgende Posten:

    • Gestehungskosten EE 7,5 ct/kWh: Dürfte in der Zukunft weniger werden, aber lassen wir das mal so stehen.
    • Redispatch-Kosten 2,4 ct/kWh: Die Höhe habe ich nicht nachgeprüft, aber die Zuordnung ist grundsätzlich OK. Man müsste eigentlich noch checken, wie viel von diesem Redispatch-Bedarf auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass insbesondere Braunkohle-Kraftwerke, aber auch manche Gaskraftwerke, selbst bei extremem EE-Überschuss aus technischen Gründen weiter im GW-Bereich Strom produzieren. Aber lassen wir das mal so stehen.
    • Beim Netzausbau ist zwar die Zuordnung auf die EE korrekt, aber man muss dabei selbstverständlich die Kosten auf die Lebensdauer verteilen (würde man das bei Investitionen nicht so machen, dann hätte beispielsweise Atomstrom in den 1970er Jahren mehrere DM pro kWh gekostet). Nimmt man die Zahlen aus dem Video (die ich nicht überprüft habe), so sind in den nächsten 15 Jahren insgesamt 205 Mrd EUR für Übertragungsnetze plus 42 Mrd EUR für Verteilnetze geplant. Outdoor-Stefan verteilt nun diese Zahl auf die ca. 15 Jahre des Netzausbaus bis 2037 und kommt damit auf Kosten von insgesamt 9,2 ct/kWh EE-Strom. Netzinvestitionen werden aber über 40 Jahre abgeschrieben, also muss man diese Zahl von vornherein auf 9,2*15/40= 3,45 ct/kWh umrechnen. Hinzu kommt ein weiterer Fehler, nämlich dass er diese Kosten auf die aktuelle EE-Erzeugung bezieht. Der Netzausbau findet aber im Hinblick auf die Verhältnisse von 2037 ff statt, wo man vereinfacht mit einer doppelt so hohen EE-Stromerzeugung rechnen kann. Aus den o.g. 3,45 ct/kWh werden somit 1,725 ct/kWh. Richtig ist, dass man Zinsen hinzurechnen muss, und zwar vereinfacht auf den halben Investitionsbetrag über 40 Jahre. Nimmt man eine Kapitalverzinsung von sechs Prozent an, so ergibt dies pro Jahr zusätzlich (1,725*0,5*0,06=) 0,052 ct/kWh, zusammen also 1,8 ct/kWh.
    • Die EEG-Kosten sind mit 14 ct/kWh der dickste Brocken in der Rechnung. Dumm nur, dass diese Kosten in der Rechnung nichts zu suchen haben, weil sie auf Entscheidungen der Vergangenheit zurückzuführen sind. Selbst wenn wir (was Outdoor-Stefan wahrscheinlich für richtig hielte) den EE-Bau mit sofortiger Wirkung einstellen würden, liefen diese Kosten weiter – wenn auch mit stark fallender Tendenz. Spielt aber so oder so keine Rolle, da diese Kosten für die Zukunft nicht entscheidungsrelevant sind. (Ansonsten müsste man im Gegenzug auch bei der konventionellen Stromerzeugung z.B. die Kohle- und Atomsubventionen der 50er Jahre bis 2018 sowie die Atom-Entsorgungskosten draufschlagen – möchte nicht wissen was da rauskäme). Für aktuell neu gebaute EE-Anlagen ist die Differenz zwischen Gestehungskosten und Marktpreis bei PV nahe Null und bei Wind negativ. (Bei Biomasse ist das mit 12-20 ct/kWh anders, aber hier sind die Ausbauzahlen nur noch sehr gering.) Fazit: Wenn man korrekt rechnet, so dürfen in diesem Posten nur die marginalen EEG-Kosten stehen bleiben, die für ab 2024 neu gebaute EE-Anlagen anfallen. Der Betrag dürfte unterm Strich weit unter 1 ct/KWh liegen, mit sinkender Tendenz. Deshalb erlaube ich mir, ihn in dieser Überschlagsrechnung mit Null anzusetzen.
    • Und dann waren da noch die Gaskraftwerke für die Residuallast, die er mit 3,5 ct/kWh ansetzt. Auch hier muss man Outdoor-Stefan insoweit zustimmen als diese Kraftwerke nur wegen des Umstiegs auf EE notwendig sind und die Kosten deswegen der EE zuzurechnen sind. Aber auch hier hat er wieder eine Aufteilung auf 15 Jahre vorgenommen und die Kosten lediglich auf die aktuelle EE-Erzeugung verteilt. Ersteres mag angesichts der kürzeren AfA für solche Anlagen gerade noch angehen, aber mit einer Verteilung der Kosten auf die zukünftige doppelte EE-Menge kommt man hier auf 1,75 ct/kWh. Rechnet man zusätzlich auch hier wieder sechs Prozent Kapitalkosten auf die halbe Investitionshöhe, so ergeben sich zusätzlich (1,75*0,5*0,06=) 0,0525 ct/kWh, zusammen also auch hier 1,8 ct/kWh.

    Fazit: EE-Strom wird uns – wenn man die Rechnung gerade zieht – in den nächsten Jahren zwar nicht 7,5 ct/kWh kosten, aber auch nicht 36,7 ct/kWh, sondern ungefähr (7,5 + 2,4 + 1,8 + 1,8 =) 13,5 ct/kWh. Sicher kein Pappenstiel, aber kaum mehr als beispielsweise die Gestehungskosten für Strom aus neuen Kernkraftwerken wie Flamanville. Nachdem für EE-Strom (anders als für Gas-, Kohle- oder Atomstrom) in den nächsten Jahren weiter sinkende Gestehungskosten zu erwarten sind, wird uns das jedenfalls nicht umbringen.

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

    PV-Anlage 8,45 kWp (65 x Solarworld SW 130poly Ost/Süd/West, SMA 5000 TL und 3000) seit 2010

    Solarthermie Viessmann Vitosol 300 Vakuumröhren 13,8 qm (Vorgänger Flachkollektoren 14 qm 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)

    5 Mal editiert, zuletzt von sailor773 () aus folgendem Grund: Schreibfehler beseitigt & Klarstellungen

  • Der Unsinn ist nicht so groß - zumindest liefert er nachvollziehbare Zahlen aus seriösen Quellen und nicht nur Behauptungen!


    Natürlich kann man über die Verteilung der Kosten auf der Zeitachse streiten, nur Fakt ist:

    Unser Stromnetz hat über Jahrzehnte zuverlässig seinen Dienst getan und der nötige Kapazitätszuwachs auf der Abnehmerseite wäre oftmals durch rein softwaremäßige Regelung locker zu stemmen. Gerade ältere Häuser die mal mit Nachtspeicheröfen geheizt worden sind, haben oft die besten Vorraussetzungen für eine WP oder ein eMobil.


    Wer natürlich meint, ein Industrieland mit Flatterstrom von der Nordsee versorgen zu können löst ganz andere Probleme aus.

    Und die werden immer offensichtlicher!


    Gerade die Kombination PV + BHKW (Gas o. Öl) wäre eine absolut unschlagbare Kombination - eventuell auch noch ein kleiner Speicher dazu.

    Nur ist das politisch nicht erwünscht, lieber holzt man hektarweise Wälder ab um darin tausende von Kubikmeter Beton zu versenken.

    Diese Fundamente bis teilweise in 25 Meter tiefe wird vermutlich nie wieder jemand beseitigen.


    Der Schutz der Umwelt und des Klimas fordert eben seinen Tribut...

  • Ich finde es sehr schön, dass Sie valide und nachvollziehbare Zahlen verwenden. Schade, dass Sie diese teilweise verfremden durch Michmädchenrechnungen.

    Die Gaskraftwerke ersetzen an der Stelle ja auch Kohle und Kernkraftwerke, die ebenfalls nicht ohne Kosten weiter gelaufen wären. Auch kann eine Investition wie zum Beispiel der Netzausbau nicht auf den Investitionszeitraum gerechnet werden, sondern muß seriös auf die voraussichtliche Laufzeit verteilt werden. Der regionale Netzausbau kann meiner Ansicht nach ebenso nicht verwendet werden, weil dieser nicht alleine den erneuerbaren Energien sondern dem E-Autoausbau und dem Ausbau der Wärmepumpen zugerechnet werden muß.

    Langfristig sind die Erneuerbaren wahrscheinlich tatsächlich nicht teurer als unser bisheriges System. Bei den Kernkraftwerken wurde eine theoretisch notwendige Versicherung z.B. auch nie eingepreist. Und die Folgen unserer bisherigen Energieversorgung wurden ebenfalls nie in Euro umgerechnet.

  • Gerade ältere Häuser die mal mit Nachtspeicheröfen geheizt worden sind, haben oft die besten Vorraussetzungen für eine WP oder ein eMobil.

    Glaub' ich nicht. Ältere Häuser mit Nachtspeicheröfen sind oft schlecht gedämmt und verfügen niemals über eine Zentralheizung. Der Umbau auf eine Wärmepumpe wird in so einem Fall besonders aufwändig. Was man unter dem neuen GEG stattdessen sinnvollerweise machen kann weiß ich nicht (Einzel-Klimaanlagen? Nur besonders gut dämmen und sonst nix gemäß §71d GEG neu?). Aber als "beste Voraussetzungen für eine WP" würde ich das nun wirklich nicht bezeichnen.


    E-Mobile haben m.E. gute Voraussetzungen nur wenn man in der Vorstadt wohnt oder auf dem Land. Dort sind m.E. (von reinen Sommer- oder Wochenendwohnungen abgesehen) ältere Häuser mit Nachtspeicherheizung eher selten – ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

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  • Diese Fundamente bis teilweise in 25 Meter tiefe wird vermutlich nie wieder jemand beseitigen.

    Die stören so sehr wie ein Fels an der Stelle. Ich würde die auch nur dann beseitigen, wenn ich an der Stelle etwas anderes bauen wollte...


    Flatterstrom, au weia. Hat da die AfD-Propaganda Wirkung gezeigt? Natürlich muss man bei Wind und Solar mehr installierte Leistung vorhalten als bei einem thermischen (oder per Wasserkraft betriebenen) Kraftwerk. Na und? Schau bitte mal die Strom-Erzeugungskosten für Erneuerbare nach. Selbst wenn ich 100% Überkapazität bei erneuerbarer Energie habe, ist der 'Flatterstrom' immer noch günstiger als nuklear oder durch Verbrennung erzeugter Strom.


    Und das sage ich als Kernkraft-Fan, weil ich die Leistungs- und Energiedichte der Kernkraft einfach unschlagbar gut finde. Aber das ist trotzdem kein Grund, Erneuerbare nicht zu nutzen. Weil Erneuerbare so unschlagbar billig sind.


    Was ist denn die Alternative? Jammern, dass die Erneuerbaren so teuer sind und an Kohle festhalten? Der Gau passiert doch jetzt gerade, in jedem Moment. Wir haben die letzten Tage tagsüber dauerhaft 32°C aufwärts. Wenn wir weltweit so weiter machen, sind es bald 37°C aufwärts...


    Komischerweise ist mein Kommentar zu dem YouTube Video nicht mehr da.... Ich habe den Text von Sailor daher mal als Zitat und nicht als Link eingefügt...

  • Als Flatterstrom bezeichne ich seit langem alles, was unplanbar ist.

    Und da hat die PV sogar einen Vorteil, weil es zumindest jeden Tag gesichert ist wann sie garantiert nichts bringt...


    Die Energiewende ist in meinen Augen gescheitert, weil man jetzt sogar von Seiten der Grünen versucht die Folgen der Selben jetzt für die Industrie abzumildern. Bezahlen kann es natürlich der Arbeiter / Angestellte von seinem Einkommen.


    Weltweit sehe ich kein Land das uns auf diesem Irrweg folgt - und wie günstig das die EE sind, sind man aktuell ja bei uns.

    Rechne doch mal die EEG Umlage wieder oben drauf, welche jetzt halt per Steuern bezahlt werden - trotzdem haben wir europaweit so ziemlich die höchsten Stromkosten und sind nicht mehr in der Lage uns autark zu versorgen.

    Vom Exporteur zum Importeur - oder wie es das "Wallstreet Journal" so schön formuliert hat: Die dümmste Energiepolitik der Welt


    Und ein Betonfundament mit einem Stein zu vergleichen ist schon sehr weit her geholt!

    Das Fundament verursacht extreme Emissionen bei der Herstellung (Beton + Stahl) und bei dem Durchmesser wächst da definitiv nichts drauf, selbst wenn mal eine geringe Bodendeckung da wäre - zumindest nichts, was an der Stelle der Natur entsprechen würde.

    Das ist genau so irre, als wenn jemand die Nazi-Betonbunker in halb Europa als Findlinge bezeichnen würde....

    Einmal editiert, zuletzt von Solardachs () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Solardachs mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • @Solardachs dann gehört Atomstrom da mittlerweile auch zu. Erst gibt es in Frankreich ein par spontane Risse und dann ist es auch noch so war, dass die heilen teilweise auch noch abgeschaltet werden müssen.


    Diesen Sommer auch teilweise wieder.


    Und die gestehungskosten sind da bei ca. 0,11-0,13 € je kWh ohne Endlagerkosten


    Falls jemand noch sagt aber sie schnellen Brüter. Die sind genau so weit wie die Fusionskraftwerke.... Also noch abwarten.


    Und die Kohlekraftwerke/ Braunkohlekraftwerke die nicht direkt an einen Bergbau angrenzen hatten in den letzten Jahren in Deutschland auch schon öfter Mal lieferprobleme bei Niedrigwasser in den Flüssen ( Mal im Sommer Mal im Winter)


    Ich komme aus eine Steinkohle Stadt

    Im nächsten Jahr das vor kurzem stillgelegte Kraftwerk hier im Ort welches mein komplettes leben lang unsere Skyline im positiven geprägt hat gesprengt und mache einem Gleichstrom Konverter Platz der an die Balwin2 Trasse angeschlossen wird.


    Kohle haben wir noch genug unter der Erde. Der kraftwerksblock hatte auch noch gut 20 Jahre geplante Produktionsrestzeit.

    Et ist wie et is.




    Ach ja. Ich habe meine Ausbildung damals im Bergbau gemacht und sage noch immer das war eine sehr gute Zeit. Der Zusammenhalt ist einmalig dort unten.


    Nur ist unsere Sicherheit zu teuer für die Welt.

  • Die Energiewende ist in meinen Augen gescheitert, weil man jetzt sogar von Seiten der Grünen versucht die Folgen der Selben jetzt für die Industrie abzumildern. Bezahlen kann es natürlich der Arbeiter / Angestellte von seinem Einkommen.

    Ich habe den Eindruck, dass da mal wieder von einigen eine ganz hervorragende Lobby-Arbeit geleistet wurde. :evil:

    Aktuell wird (z.B. von der SPD-Bundestagsfraktion) ein "Industriestrompreis" von sage und schreibe 5 Ct/kWh gefordert und damit begründet, dass ansonsten eine De-Industrialisierung Deutschlands drohe. Und wie Du richtig schreibst, dieses Geschenk an die energiehungrige Großindustrie sollen die Arbeiter und Angestellten von ihrem Einkommen bezahlen – nicht zu vergessen die Millionen von Mittelständlern, die selbst nicht von diesem "Industriestrompreis" profitieren werden. Die Lobbyisten entblöden sich dabei nicht einmal, Horrorgeschichten vom ansonsten drohenden Verlust Hunderttausender Arbeitsplätze in die Welt zu setzen: Und gleichzeitig fordern dieselben Leute in anderen Talkshows die Einwanderung von Hunderttausenden Menschen pro Jahr, weil anders der Fachkräftemangel in Deutschland nicht in den Griff zu kriegen sei.


    Übrigens lag der Börsenstrompreis 2006-2008 (vor der Finanzkrise, weitgehend ohne EE aber mit 25% günstigem Atomstrom im Netz) schon mal bei 6-8 ct/kWh. Damals hatten wir uns Dank der Agenda 2010 gerade von der Krise Anfang der Nullerjahre erholt, und kein Mensch sprach von einer De-Industrialisierung Deutschlands. Und heute, fünfzehn Jahre und 20-30% Inflation später, werden fünf ct/kWh gefordert. Da geht einem als Steuerzahler das Messer in der Hosentasche auf. :cursing:


    Dass jetzt ausgerechnet die GRÜNEN diese Lobby-Forderung als erste aufs Tapet gebracht haben, hat mich (als eingeschriebenen "Schwarzen") ehrlich gesagt erschüttert. Und dass sich ausgerechnet die wirtschaftsfreundliche FDP als einziger Fels in der Brandung gegen diese Forderung stemmt (auch die Opposition befürwortet sie) gibt einem das Gefühl, dass die Welt auf dem Kopf steht.


    Natürlich wird am Ende des Tages – so wie in unserem Land die Politik tickt – der Industriestrompreis kommen. Natürlich werden Du und ich und alle anderen Arbeiter, Angestellten, Rentner und Pensionäre sowie der gesamte Mittelstand diese Subvention aus ihren Steuergeldern bezahlen. Und natürlich wird die Großindustrie dieses neuerliche Geschenk der Steuerzahler mit breitem Grinsen einstreichen und (wenn es andere Faktoren wie überbordende Bürokratie, verschlampte Infrastruktur oder Fachkräftemangel – oder einfach die Attraktivität ausländischer Märkte – erfordern) ihre Produktion dennoch ins Ausland verlagern – wahrscheinlich um keinen Deut langsamer als ohne einen "Industriestrompreis". Und – surprise, surprise – Deutschland wird auch das nahezu problemlos überleben, weil unsere Wirtschaftskraft nicht von der energie-intensiven Großindustrie kommt, sondern aus der Kreativität unserer Mittelständler und der dort arbeitenden Fachkräfte.


    Aber mit der Energiewende hat alles das sehr wenig zu tun.

    |__|:-)

    Viessmann Vitotwin 300-W (1 kWel, 6 kWth) seit 2012

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    Solarthermie Viessmann Vitosol 300 Vakuumröhren 13,8 qm (Vorgänger Flachkollektoren 14 qm 2004-2021, davor 8 qm 1979-2003)

    4 Mal editiert, zuletzt von sailor773 ()


  • Komischerweise ist mein Kommentar zu dem YouTube Video nicht mehr da.... Ich habe den Text von Sailor daher mal als Zitat und nicht als Link eingefügt...

    Ich denke das ist weil nur die Schreihälse dort schreiben dürfn....
    Ich habe es jetzt auch dort geschrieben.
    Mal sehen wie lange es dort steht.

    Wer einmal fragt, wirkt für einen Moment dumm, wer es nie tut, bleib es sein Leben lang