Beiträge von sailor773

    Das Problem scheint mir zu sein, dass die verbauten Kollektoren nicht in der Liste der förderfähigen Fabrikate aufgeführt sind. Damit ist zum einen eine formalrechtliche Voraussetzung für die Förderung nicht erfüllt, so dass ein Einspruch m.E. schon deshalb wenig Aussicht auf Erfolg hätte.


    Hinzu kommt, dass niemand weiß, ob die vor sechs Jahren eingebauten Kollektoren überhaupt die aktuellen technischen Mindestvoraussetzungen für eine Förderung erfüllen. Wenn es den Hersteller noch gäbe, könnte der vielleicht einen Nachweis dazu führen und bei der BAfA eine Aufnahme in die Liste beantragen. Aber als privater Betreiber müsste man dafür wohl ein aufwändiges Gutachten erstellen lassen und – sofern dieses positiv ausfällt – anschließend die Förderung auf Basis der technischen Daten einklagen (Gleichbehandlungsprinzip).


    Wie groß die Erfolgsaussichten bei so einem Vorgehen sind, muss jeder selbst beurteilen. Mein Rat wäre, vergiss' es.

    wie passt jetzt die Überfrequenz im Süden (Beitrag 2) zu der Abkopplung wegen Unterversorgung?

    Das fiel mir auch auf, aber wäre folgende Erklärung plausibel: Als erstes hat sich – wie berichtet – das rumänische Netz abgeschaltet. Die Frequenzspitze im Südosten könnte dann davon gekommen sein, dass Rumänien plötzlich als (Netto-)Verbraucher ausgefallen ist.


    Was ich dabei nicht verstehe ist, warum es gleichzeitig zu einer Unterfrequenz-"Spitze" im Nordwesten gekommen ist, bzw. (wenn das schon so war, z.B. wegen des hohen Verbrauchs in Frankreich entsprechend der Heise-Darstellung) warum man die Verbindung zwischen SE und NW kappen musste, anstatt den anscheinend "überflüssigen" Strom aus SE nach NW zu leiten. Waren einfach die Leitungsverbindungen in Kroatien und Rumänien zwischen SW (offenbar Exporteur) und NW (Importeur) schon vorher so randvoll ausgelastet, dass mehr nicht zu verkraften war? So etwas hatten wir bei uns auch schon, wenn Norddeutschland in Windstrom ersoffen ist und gleichzeitig in Süddeutschland Ölkraftwerke angeworfen werden mussten (anstatt den Windstrom zu verbrauchen) um die zu wenigen Übertragungsleitungen zu entlasten.


    Jedenfalls scheint mir vor allem die "stressige" Darstellung von Heise keinen schlüssigen Erklärungsversuch zu liefern. Stattdessen werden alle möglichen Faktoren aufgeführt, die grundsätzlich das Netz belasten, deren Zusammenhang mit dem Ereignis aber hier nicht erklärt wird.

    Also noch mal der Reihe nach. Das Handbuch empfiehlt bei Fehler 261 folgende mögliche Fehlerquellen zu prüfen:

    1. Falsche Gasart eingestellt: Halte ich für ausgeschlossen.
    2. Gasversorgung prüfen: Unwahrscheinlich dass es daran liegt, könnte aber der HB prüfen.
    3. Elektroden prüfen: Dass hier die Ursache liegt, ist um so wahrscheinlicher, je länger es her ist, dass die Elektroden zum letzten Mal geprüft bzw. ausgewechselt wurden. Das kann der HB machen (gehört zum normalen Wartungsumfang).
    4. Gaskombiregler und Zündtransfomator prüfen: Ob der HB das machen kann weiß ich nicht.
    5. Aufgesteckte Anschlüsse an den Brennern und Anschluss des Zündtrafos prüfen: Da könnte der HB zumindest dran wackeln und feststellen ob es davon besser wird.
    6. Getriebemotor prüfen/austauschen: Ich weiß nicht welcher Getriebemotor da gemeint ist. Falls es der vom Luftverteilerventil ist, könnte das die Ursache sein. Wir hatten jedenfalls mal einen Flammausfall am Zusatzbrenner, da war die vom KD vermutete Ursache ein klemmendes LVV. Reparieren kann man das i.d.R. nicht. Das Auswechseln kann ein fitter HB nach Viessmann-Vorschrift selbst machen, braucht aber dafür natürlich das Ersatzteil.
    7. Abgas-Zuluftsystem prüfen: Dass es daran liegt halte ich für unwahrscheinlich, könnte aber der HB machen.

    Also wenn das mein Stirling wäre, würde ich meinen HB bitten, diese Punkte zu prüfen soweit er es kann. Sofern die Elektroden deutlich älter sind als ein Jahr, würde ich die als erstes auswechseln. Wenn der Fehler damit nicht behoben werden kann, wird der HB sowieso den KD anrufen. Aber wenn es nicht an den Elektroden liegt (und auch nicht an wackeligen oder korrodierten Steckverbindungen), würde ich als Ursache das Luftverteilerventil vermuten.

    Moin Jens,


    zunächst willkommen im BHKW-Forum!


    Um beurteilen zu können ob sich eine Wärmepumpe für Dein Anwesen – auch im Vergleich zu anderen Alternativen – überhaupt eignet, müsstest Du uns schon ein paar genauere Informationen liefern. Am besten eignet sich dazu der Fragebogen, auch wenn der eigentlich für Fragen zu einer BHKW-Planung dienen soll. (Wenn Dich ein BHKW nicht interessiert, kannst Du die Fragen zum Stromverbrauch ja auslassen.)


    Mit diesen Informationen werden wir Dir vielleicht sagen können, ob eine WP für Dein Anwesen eine gute Idee ist, bzw. was aus unserer Sicht vielleicht noch in Frage käme. Aber die Wirtschaftlichkeitsrechnung dazu musst Du dann – auf Basis eines Angebotes vom Heizungsbauer Deiner Wahl – schon selber machen.


    Gruß, Sailor

    Haben Sie vll vom ähnlichen Schicksalen"

    gehört, wie würde das denn besten/schlechtestenfalls aussehen? Hier im Forum wenig dazu,

    Hier im Forum gab es einige Beiträge zum Austausch Vitotwin gegen Vitovalor – z.B. von Loule –, mit unterschiedlichen Erfahrungen. Mit der Suchfunktion müsste man die finden.

    was mach ich mit den Finanzamt Forderungen?

    Was für Finanzamt Forderungen?

    Firma Jamp meint dass ich mit Speicher mehr einspeisen würde

    :S ... muss wohl "weniger" heißen ...?


    Jedenfalls lohnen sich Stromspeicher nur äußerst selten: Bei KWK-Anlagen noch weniger als bei einer PV-Anlage, weil die entgangene Vergütung plus Zulage für eingespeisten Strom bei KWK bis 30.000 Vollbetriebsstunden höher ist als die EEG-Vergütung bei PV. Wer immer Fa. Jamp ist: Wenn sie Dir einen Stromspeicher verkaufen, wird Fa. Jamp daran jedenfalls erheblich mehr verdienen als Du.

    Cryptowährungen sind doch steuerneutral? :/

    Meiner Meinung nach ist das "Mining" von Kryptowährungen genau so eine gewerbliche Tätigkeit wie das Betreiben einer Goldmine. Deshalb sind die Gewinne daraus zu versteuern, wobei im Gegenzug die dafür aufgewendeten Betriebskosten eines BHKW (und auch z.B. die Anschaffungskosten für ASICs – was immer das ist) abzugsfähig wären.


    Ob das in der Realität irgendjemand merkt, ist eine andere Frage. Aber als "steuerneutral" würde ich das nicht bezeichnen.

    Die Notabschaltung bei Netzausfall ist immer ein besonderer Stress für das Gerät, weil da der Stirling aus vollem Lauf binnen weniger als einer Sekunde zum Stillstand gebracht wird. Wenn da ein Teil vorher schon geschwächelt hat, kann es schon sein, dass es bei so einer Gelegenheit endgültig kaputt geht.


    Bei der normalen Abschaltung darf das eigentlich nicht der Fall sein. Da schaltet man nicht einfach das Netz ab, sondern man fährt den Stirling schonend herunter, wie auf Seite 14 der Betriebsanleitung beschrieben:

    1. Taste "Mode" (rechts über dem Display) wiederholt drücken, bis der Strich im Display unterhalb dem "Ausschalten"-Zeichen steht
    2. Taste links über dem Display einmal kurz drücken, um die TWW-Bereitung auszuschalten (der WW-Strich geht weg)
    3. Warten bis der Stirling aus ist; die Betriebsanleitung empfiehlt (warum auch immer) danach noch zehn Minuten zu warten
    4. JETZT den Netzschalter (rechts unter der schwarzen Klappe) ausschalten. Den Gasabsperrhahn zu schließen (wie eigentlich vorgeschrieben) kann man sich m.E. sparen, wenn es nur um zwei Stunden geht.

    Zum wieder Einschalten drückt man wieder auf den Netzschalter, wartet bis sich die Steuerung hochgefahren hat und schaltet dann analog zu Schritt 1 und 2 Warmwasser und Heizung wieder ein. Normalerweise sollte dann im Winter spätestens nach ein paar Minuten der Stirling wieder laufen.

    Ich glaube schon, dass die Preise für Stromspeicher weiter zurückgehen (Stichworte Wettbewerb und Lernkurve), kann allerdings Größenordnungen von 30% pro Jahr derzeit nicht mal im Ansatz erkennen.


    Unabhängig davon halte ich die Herangehensweise von bluwi für systematisch richtig. Angenommen ich könnte mit einem Speicher 100 EUR im Jahr sparen (das lässt sich relativ genau rechnen) und erwarte mit hinreichender Sicherheit, dass ich für den gleichen Speicher in einem Jahr mindestens 100 EUR weniger bezahlen muss, ist die wirtschaftlich beste Entscheidung jedenfalls mit der Anschaffung noch ein Jahr zu warten (und dann neu zu rechnen). Das gilt unabhängig von der Frage, ob sich der Speicher zu aktuellen Preisen bereits "rechnet", weil sich der Gesamtvorteil durch das Warten im Vergleich zur sofortigen Investition erhöht.

    Ich würde auch davon abraten, "zu sparen, koste es was es wolle".


    Ob die Vorgehensweise unter Punkt 2 in der Praxis überhaupt möglich ist, weiß ich nicht (welcher HB sollte sich auf so etwas einlassen?), aber selbst wenn, würde ich davon abraten. Wenn dann später mal irgendwas ist, wird jeder der fünf Vertragspartner versuchen, die Verantwortung auf die vier anderen abzuschieben. Diese Art von potentiellem Ärger zu vermeiden, wäre zumindest mir nicht nur 2.000 sondern sogar 5.000 EUR wert.


    Wenn man Geld sparen möchte, kann man sich z.B. drei Angebote machen lassen anstatt einem und vergleichen. Aber dann sollte man im eigenen Interesse die unterm Strich beste Firma nehmen und mit der das ganze Paket durchziehen.

    bei dem Strombezug von um die 2000 kWh kann man doch eh keine BSZ wirtschaftlich betreiben

    Na ja, wenn er jetzt 1.800 kWh im Jahr aus der PV bezieht und 2.200 kWh zukauft, könnte er zukünftig ca. 2.700 kWh aus der BZ beziehen und vielleicht noch 900 kWh aus der PV-Anlage. In der Wirtschaftlichkeitsrechnung für die BZ darf man dann den substituierten PV-Strom (in dem Beispiel 900 kWh) nur mit der EEG-Einspeisevergütung bewerten (je nach Alter der Anlage vielleicht 12 ct/kWh) und nicht wie den eingesparten Bezugsstrom mit 25-30 ct/kWh. Rechnen könnte sich das unter Umständen trotzdem – wobei dann noch die Frage wäre ob es wirtschaftlich nachhaltig ist, eine PA2 als Ergänzung zu einer bereits 15 Jahre alten Gastherme zu installieren, nur um die 2.000 EUR oder so Mehrkosten für eine PT2 zu sparen.

    bau die PV-Anlage mit Speicher.

    Bau die PV-Anlage auf alle Fälle – aber mit Speicher höchstens dann, wenn die Zusatzkosten für den Speicher einschl. Installation lt. Angebot weniger ausmachen als ca. 500 EUR pro installierte kWh Speicherkapazität. Ansonsten wird er sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht rechnen.


    In Deinem Fall würde ich eine PV-Anlage – wenn sie Eigenverbrauchs-optimiert sein soll – nicht kleiner als 6 kW(p) bauen. Größer schadet nichts, wenn das Dach es zulässt. Ein Eigenverbrauchs-optimierter Stromspeicher wäre hingegen maximal 4-6 kWh groß: Mehr Kapazität wäre hier (anders als bei der PV-Anlage) eine noch größere Geldverschwendung als es die meisten Stromspeicher eh schon sind. Wenn später eine Brennstoffzelle dazu kommt, ist mit noch weit kleineren Speichergrößen nahezu vollständige Autarkie erreichbar.


    Und ein E-Auto aus einem häuslichen Stromspeicher laden (z.B. abends aus tagsüber gespeichertem PV-Strom) kannst Du vergessen: Nicht nur wegen der dann doppelten Ladeverluste, sondern weil die Kapazität eines üblichen Hausspeichers kaum ein Zehntel der Kapazität einer E-Auto-Batterie ausmacht.


    Übrigens kann man mit diesem Tool recht gut abschätzen, wie sich – abhängig vom Stromverbrauch – unterschiedliche PV- und ggf. Stromspeichergrößen auf die Autarkie auswirken. Ein BHKW kann man allerdings damit nicht rechnen.

    Wir hatten hier zwar schon oft unseriöse Vertreter-Versprechungen zum Thema, aber dieser Fall scheint mir anders zu liegen.


    Aus Deinen Zahlen lässt sich grob abschätzen, dass der Wärmebedarf Deines Hauses ca. 27.000 kWh im Jahr beträgt. Da hätte auch ich eine Stromproduktion von mindestens 3.500 kWh erwartet, und jede Stromerzeugung oberhalb 3.000 kWh im Jahr hätte für die Überschreitung der 10% Grenze ausgereicht. Woran es liegt, dass der Stirling in Deinem Fall offenbar nur 2.300 kWh Strom im Jahr produziert, weiß ich nicht. Es würde sich aber lohnen, dem nachzugehen: Bei der Umsatzsteuer hilft das wohl nichts mehr, aber Du hättest dann wenigstens in der verbleibenden Laufzeit des Stirling mehr davon.


    Übrigens: Wenn es tatsächlich zu einer Rückzahlung der Umsatzsteuer kommt, wäre diese meiner Meinung nach als Betriebsausgabe absetzbar. Je nach Deinem persönlichen Grenzsteuersatz könntest Du auf diese Weise mindestens ein Drittel der Ausgabe wieder hereinbekommen. Ob und wie das im einzelnen geht (einschließlich allfälliger Korrekturen der nachfolgenden Umsatz- und Einkommensteuer-Bescheide), und auch wie dann ab dem Jahr 2020 das BHKW steuerlich abgehandelt werden muss, solltest Du aber besser mit Deinem Steuerberater besprechen.