Beiträge von sailor773

    ... mit maximal 2.500 Betriebsstunden im Jahr. Die restlichen 6.260 Stunden bezieht der Betreiber dann den Strom aus dem Netz. Immerhin muss er sich bei der reichlich vorhandenen Stromeinspeisung nicht um die Begrenzung der KWK-Zulage (3.500 VBh) scheren. Man muss immer das Positive sehen...;)

    Wenn ich das mit unseren Daten für Dezember vergleiche, würde es grob geschätzt zu einem Wärmebedarf von 40 MWh/Jahr passen. Bei 240 m2 wären das ca. 170 kWh/m2. Nicht gerade toll, aber für ein Haus aus den 60ern, bei dem außer Fenstern und Dachboden-Dämmung nichts gemacht wurde, völlig normal.

    Grob, auch wenn es nichts zur Sache tut: BYD Akku 7,5kWh 3.000€ netto + Sunny Island 1.500€ netto (+ Einbau 500€?)

    Na ja, mit Umsatzsteuer sind das auch ca. 6000 EUR. Und ob der Einbau wirklich nur 500 EUR kostet? Ich würde 1000 EUR für realistischer halten. Aber vielleicht liest ja hier jemand mit, der die Einbaukosten eines Stromspeichers aus eigener Erfahrung kennt?

    Es sei denn man hat ein BHKW, dann kann das Auto zum Kochen, und Waschen gleichzeitig noch die letzten fehlenden Watt beitragen und sie wärend dem Essen wieder laden. Also überall da wo wegen der seltenen Nutzung (Spitzenlast, ggf. Nächtlicher Standby wenn der Puffer voll ist) kein Stationärer Speicher Sinn macht.

    Besser noch BHKW plus PV-Anlage. Bei uns liegt der Netzbezug (der dann theoretisch stattdessen aus dem Auto kommen könnte) durchschnittlich bei 4,5 kWh/Tag (Winter 2-4 kWh, Sommer 6-8 kWh, das meiste davon abends bis ca. 23:00h). Bei einer 40-50 kWh-Batterie wie im Zoe (m.E. das absolute Minimum, wenn man damit mehr als nur zum Bäcker oder zum Pendlerparkplatz am Bahnhof fahren will) bedeutet das gerade mal ein Zehntel der Kapazität. Wenn unser 1 kW-BHKW im Winter durchläuft, lädt es das zwischen 23:00h und 06:00h locker wieder rein, trotz 250 W Grundlast. Und im Sommer bräuchte die PV-Anlage für den dann größeren Verbrauch gerade mal 2-3 Stunden.


    Wenn ich das mit einem stationären Speicher erreichen wollte, müsste ich einen mit 8 kWh nutzbarer Kapazität kaufen und bestimmt 8.000 EUR ausgeben. Dafür könnte ich zehn Jahre die Batteriemiete bei einem Zoe zahlen und kann damit auch noch elektrisch fahren.

    Welcher Hersteller soll das denn bitte sein?

    Warum nicht z.B. Renault?


    In Deutschland sehe ich zugegeben erstmal schwarz. Obwohl, wenn man z.B. einen Boliden wie den Audi E-tron mit einer 90 kWh Batterie hätte, der würde doch 4,5 kWh Hausverbrauch pro Tag überhaupt nicht spüren...

    Wenn das nur KWK wäre, dann wäre das ein el. Wirkungsgrad von über 93% ???

    Er hat ja schon korrigiert, es sind Kubikmeter - also grob geschätzt 94 kWh, evtl. etwas mehr. Wenn die Brennstoffzelle durchgelaufen ist, dürfte sie davon gut die Hälfte verbraucht haben. Der elektrische Wirkungsgrad bezogen auf Hs ist jedenfalls ca. 34%.

    Antworten aus meiner Sicht:


    a) Macht zum Teil schon Sinn, nämlich Satz 1. Der Sinn des neuen Paragraphen ist die gezielte steuerliche Förderung ausschließlich solcher klimaschützender Investitionen, die bislang als Privatsache steuerlich unerheblich waren. Deshalb ist der Ausschluss von Betriebsausgaben etc. m.E. schon gerechtfertigt. Auch die erste Hälfte von Satz 2 macht Sinn, weil es sich hier ansonsten um steuerliche Doppelförderung handeln würde. Der Ausschluss für öffentlich geförderte Maßnahmen in Satz 2 zweiter Halbsatz bedeutet dagegen, dass jeder nun umständlich rechnen muss, was für ihn besser ist, und dass unterm Strich wahrscheinlich für die meisten Projekte eine kaum bessere Förderung rauskommt als zuvor. Insoweit ist das also (wie viele andere Teile des Klimapakets auch) eine ziemliche Luftnummer.


    b) siehe Antworten zu a) und c)


    c) Die Frage stellen heißt die Antwort geben. Natürlich ist dieser ganze Dschungel von sich gegenseitig widersprechenden oder ausschließenden steuerlichen und sonstigen Fördervorschriften vollkommen aberwitzig und von niemandem mehr zu durchschauen. Es wird hier halt seit Jahren immer nur ein Patch auf den anderen geklebt, anstatt mal grundsätzlich aufzuräumen und mit einem klaren und einheitlichen Konzept rüberzukommen. Aber das ist halt Deutschland.


    Ergänzung:

    Das Programm nennt sich auch „Austauschprämie für alte

    Ölheizungen“.

    Danke, das kannte ich noch nicht (offenbar neue BAfA-Förderung seit 1.1.2020).

    ich habe es so verstanden, dass wenn jemand z. B. die KfW433 BSZ macht, die Nummer mit der Steuer 20% auf 3 Jahre gestorben ist.

    Der neue § 35c Abs. 3 sagt dazu folgendes:

    Zitat

    (3) 1Der Steuerpflichtige kann die Steuerermäßigung nach Absatz 1 nicht in Anspruch nehmen, soweit die Aufwendungen als Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt worden sind. 2Die Steuerermäßigung nach Absatz 1 ist ebenfalls nicht zu gewähren, wenn für die energetischen Maßnahmen eine Steuerbegünstigung nach § 10f oder eine Steuerermäßigung nach § 35a in Anspruch genommen wird oder es sich um eine öffentlich geförderte Maßnahme handelt, für die zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse in Anspruch genommen werden.

    Bei Brennstoffzellen und BHKW's ist der Stromanteil stets gewerblich, d.h. eine Steuerermäßigung nach §35 Abs.1 EStG ist insoweit schon nach Abs. 3 Satz 1 ausgeschlossen. Anders ist es beim Wärmeanteil, der ist bei Privathaushalten steuerlich unerheblich. Ein Zuschuss nach KfW433 BSZ (oder der entsprechende BAfA-Zuschuss für BHKW's) ist m.E. kein steuerfreier Zuschuss im Sinne von Abs. 3 Satz 2, sondern eine steuerpflichtige Betriebseinnahme (Investitionszuschuss), die ausschließlich dem Strombereich zuzuordnen ist.


    Ich würde daher jedenfalls für den Wärmeanteil (bei einer BlueGen ca. 36% der Gesamtkosten, bei einem NeoTower 2.0 ca. 73%, bei einer Vitovalor mindestens 60%) die Steuerermäßigung nach § 35c Abs. 1 EStG geltend machen.


    Bei den rein nichtgewerblichen Investitionen wie Wärmepumpen, Solarthermie etc. sehe ich das wie Du. Entweder man nimmt den Zuschuss oder die Förderung nach § 35c EStG, beides zusammen geht nicht.

    Es gibt außerdem meines Wissens nach nur (Nissan Leaf) ein E-Auto, welches rückspeisen kann und darf

    Der Nissan Leaf ist derzeit in der Tat als einziges Fahrzeug für "Vehicle to Grid" zugelassen. Allerdings frage ich mich auch, welche Vorteile die Möglichkeit zum Einspeisen von Strom aus der Autobatterie ins Netz dem Besitzer eines E-Fahrzeugs bieten könnte, bzw. warum - bzw. für wen - eine solche Zulassung ein Verkaufsargument sein soll.


    Was anderes wäre das bidirektionale Laden. Hier kann man aus der E-Autobatterie bei Bedarf Haushaltsstrom entnehmen und spart sich so einen teuren Haushalts-Stromspeicher. Können tut das laut dieser Quelle schon länger der Mitsubishi i-MiEV und inzwischen wohl auch der Peugeot iOn.


    Für Thomas interessant - wenn auch bisher nur rein platonisch - ist die folgende Passage aus der gleichen Quelle:

    Zitat

    Theoretisch beherrscht die Renault ZOE das bidirektionale Laden was in einem Pilotprojekt getestet wird[12]. Dazu ist aber eine Modifikation am Fahrzeug erforderlich. Aktuell gibt es solche Fahrzeuge aber nicht aus der Serie zu kaufen.

    Das Ganze nützt natürlich nur etwas, wenn das Fahrzeug zu den Zeiten, wo im Haushalt viel Strom benötigt wird (insbesondere am Abend), a) an der häuslichen Ladestation angeschlossen ist und b) auch zumindest halbwegs geladen ist. Für Rentner mit einer PV-Anlage ist das prima, für den Handwerker oder Pendler, der um 18:00h mit einem weitgehend entladenen Zoe nach Hause kommt, eher weniger nützlich (außer, er war vorher noch beim Aldi einkaufen...:)).

    Mir geht es ja um die 40% Zuschuss...

    Vielleicht ist das ja eine dumme Frage, aber – angenommen der alte Heizkessel wäre z.B. erst 20 Jahre alt – wo bzw. aus welchem Fördertopf würde es dann 40% Zuschuss für eine Heizungsmodernisierung "mit Anteil Erneuerbaren" geben? Der neue § 35c EStG kann es nicht sein, da geht es nur um 20% über drei Jahre verteilt.

    Hier werden immer mal wieder Grundlasten von ca. 100 W genannt, was ich für eher unrealistisch halte. Das ist ein Idealwert, den man vielleicht bei einem optimierten Neubau und Neukauf aller dauerverbrauchenden Haushaltsgeräte erreicht.

    Also wir kommen in einem 380 m2 Zweifamilienhaus (d.h. insbesondere mit insgesamt sechs Kühlgeräten mit Baujahren von 1993 bis 2011, Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder sowie Router/Telefonanlage Bj. 2003 und üblicher Komfort- und Büro-Elektronik in zwei Wohnungen, allerdings ohne Teichpumpe und ohne "Smart Home"-Gedöns) auf 250 Watt Grundlast.


    Für ein EFH setzt man normalerweise 100-150 Watt Grundlast an. Ausreißer gibt es natürlich immer.


    Klar ist, dass sich die lang laufenden Brennstoffzellen in Anwesen mit hoher Grundlast besonders gut rechnen. Aber in einem EFH ohne Koi-Teich etc. nachts und im Urlaub regelmäßig mehr als 150 Watt zu verbrauchen kommt nach meiner Erfahrung eher selten vor. Im Übrigen kann das jeder sehr einfach selbst ausrechnen, man muss nur ein paar Tage lang vor dem Zubettgehen und direkt nach dem Aufstehen die Zählerstände aufschreiben.


    Was die Cloud-Lösungen betrifft, gebe ich dessen ungeachtet heizper Recht. Soweit ich weiß, werden von den Anbietern solcher Lösungen beachtliche Grundgebühren gefordert. Für das bisschen Überschuss-Strom aus einer Vitovalor (im vorliegenden Fall gerade mal geschätzte 1.440 kWh/Jahr) lohnt sich der Aufwand bestimmt nicht.

    Moin Wolle,

    Für das E-Auto plane ich 1.500 kWh im Jahr

    Jährlicher Stromverbrauch: 5.300 kWh (inkl. E-Auto)

    Dann bleiben fürs Haus etwa 3.800 kWh. Damit dürfte sich selbst eine Vitovalor kaum rechnen. Eine BlueGen mit doppelter Leistung wäre völlig überdimensioniert.

    Bei 11 kW würdest du voraussichtlich maximal ca. 10 - 20 % Eigenstrom (KWK) tanken

    Nicht mal das. Selbst wenn Du immer nachts lädst, wird für die Grundlast ca. 100 Watt benötigt. Dann bleiben mit einer Vitovalor fürs Laden ca. 650 W Brennstoffzellen-Strom übrig. Bezogen auf die 11 kW Ladestrom wären das sechs Prozent. Der Rest kommt aus dem Netz. Das E-Auto bekommt also aus der Brennstoffzelle gerade mal 90 kWh im Jahr.


    Wenn Du stattdessen aus der Steckdose mit 2,3 kW "schnarch-"lädst (bei geschätzten ca. 6 kWh Ladebedarf pro Nacht ließe sich das machen), steigt der Anteil der Brennstoffzelle auf immerhin knapp 30%. Allerdings steigen bei dieser Art des Ladens auch die Ladeverluste: Um wie viel, kann man beim Hersteller erfragen. Davon hängt ab, ob eine Schnarchladung mit knapp 30% BZ-Anteil ein gutes Geschäft ist.


    Aber selbst dann halte ich eine Brennstoffzelle für grenzwertig. Ich habe mal versuchsweise die von Dir genannten Daten in meine Vitovalor-Wirtschaftlichkeits-Abschätzung eingetragen (siehe Anlage). Mit aller Vorsicht könntest Du den Break-Even irgendwann zwischen dem 16. und 20. Betriebsjahr erreichen.


    Eine PV-Anlage wäre - wenn ein geeignetes Dach vorhanden ist - wahrscheinlich die bessere Alternative. Aber auch für eine Vitovalor wäre eine PV-Anlage eine gute Ergänzung, da die Vitovalor außerhalb der Heizperiode wahrscheinlich nur ca. sechs Stunden am Tag laufen würde. Legt man (bzw. der Energiemanager) diese Stunden in den Abend, so stellt die PV-Anlage tagsüber die Stromversorgung sicher.


    Gruß, Sailor

    Dateien

    • Vitovalor.xlsx

      (132,97 kB, 10 Mal heruntergeladen, zuletzt: )

    Moin,


    meine Vorredner haben ja schon fast alles gesagt. Mit den angegebenen Verbrauchswerten halte ich eine Brennstoffzelle auch schon für sinnvoll, aber eher die Vitovalor (plus PV-Anlage für die Stromversorgung tagsüber im Sommer) als die BlueGen. Die große Unbekannte ist a) der Stromverbrauch für den Teich (kann ich weder nach Leistung noch nach Profil abschätzen) und b) der für die Sommergäste. Ich halte es für möglich, dass der Stromverbrauch vor allem im Sommerhalbjahr deutlich höher sein könnte als geschätzt. Wenn dann auch noch ein E-Auto dazukäme, das regelmäßig nachts geladen wird (egal ob ein eigenes oder eines von den Sommergästen), wird die BlueGen immer attraktiver.


    Ein klassisches BHKW wie das NeoTower kommt hier dagegen nicht in Frage, weil es bei dem zukünftig geringen Wärmeverbrauch nicht auf wirtschaftliche Laufzeiten käme.


    Von einer Wärmepumpe als Ergänzung zu einer Brennstoffzelle (nur um zusätzlichen BZ-Strom zu verbrauchen) halte ich persönlich nichts. Die Dinger kosten auch Geld, und als Spitzenlastheizung wäre ein solches Gerät - wenn es nur mit BZ-Strom betrieben werden soll - viel zu schwach, selbst mit einer BlueGen. Eine (stärkere) WP hauptsächlich mit Netzstrom zu betreiben, obwohl man Gas im Haus hat, oder eine (kleine) WP zusätzlich zu einer Gastherme anzuschaffen, wäre m.E. energetischer und wirtschaftlicher Unfug.


    Gruß, Sailor