Wärmesteuer?

  • [mod fire]
    verschoben, da auch für nicht-Dachsler interessant


    Hallo,alle zusammen!
    Freue mich diese Forum gefunden zu haben.
    Ich betreibe meinen Dachs mit Rapsöl und habe heute erfahren,daß die Wärmenutzung des Dachs ab jetzt versteuert werden muss.
    Habt Ihr auch davon gehört?Weiß jemand etwas Konkretes?
    bin für jede Antwort dankbar!
    L.G. Bohn

  • Hi und willkommen im Forum.


    Endlich mal ein PÖL´er :D


    Also von einer Wärmesteuer weiß ich nix.


    ABER es könnte sein das du damit die MWST auf erzeugte und selbst genutzte Wärme meinst?? Das war bislang Grauzohne und wurde von jedem FA anders gehandhabt.
    Die Sache ist aber nur für diejenigen die auch Vorsteuer angemeldet haben!!


    Ich muß dich gleich mal mit anderen Fragen überfallen. ?(


    Wie schaut es mit den Wartungen an deinem PÖL Dachs aus, welche Intervalle?? Hast Du irgendwelche Schäden/erhöhten Verschleiss durch PÖL gehabt?? Wieviele Betriebstunden hast Du schon auf dem Tacho?


    Mfg Alikante

  • Hallo,vielen Dank für die Willkommensgrüße und die schnelle Antwort!
    Ja,genau das habe ich gemeint.
    Hat mir auch schon weitergeholfen.
    Nun zu Deinen Fragen:
    1.3200 Betriebsstunden
    2. Wartungsintervalle :alle 1700
    3.bis jetzt keine Schäden oder ähnliches

  • na sehr schön, irgendwie bekomme ich den Eindruck der Dachs läuft als einziges "klein BHKW " Fehlerfrei mit PÖL. (y)


    Wie kömmst Du denn auf die Sache mit der Steuer?? Wurdest Du vom FA angeschrieben?


    Mfg

  • Hallo,
    schön wenn du dich freust!
    Ich bin auch zufrieden mit meinem Dachs.
    Also ,ich war heute beim Steuerberater und da wurde es angesprochen.
    Da ich Vorzugssteuerabzug berechtigt bin,kommt das wohl auf mich zu.
    Naja,rechnet sich trotzdem noch.
    Hätte auch noch eine Frage:wieviel bezahlst Du momentan für den Liter?
    MFG Bohn

  • Hallo,Dachser!
    Also,es soll wie folgt aussehen:
    soll so gerechnet werden,daß 1/3 Stromerzeugung und 2/3 Wärme berechnet werden.
    Möglich ist auch eine Wärmebedarfsermittlung für das Haus oder das verbrauchte Öl.
    MFG Bohn

  • Da ich in den Liebhabereibetrieb eingestuft bin, glaube ich nicht, daß mich diese Wärmesteuer betrifft, da ich ja keine Verluste geltend machen kann.
    Und wenn doch, dann kann die Berechnung doch nur nach der kW-Angabe des Zählwerkes berechnet werden, oder vom verbrauchten Rapsöl 2/3 in Wärme umzurechnen.
    Eine Wärmebedarfsermittlung für das Haus würde ich anfechten, weil es eben Energiesparer gibt und solche die 23°C und mehr brauchen. Wenn also eine Berechnung, dann muß diese doch auf den einzelnen mit dem tatsächlichen Verbrauch abgestimmt werden.

  • Hallo Dachser,


    an dieser Stelle würde sich das Puzzle zusammenfügen!!
    Du weist schon - die Aussage meines Steuerheinis. (die er leider nicht belegen konnte sondern nur mündlich vom FA hat)


    Wenn also das FA grundsätzlich die MWST auf verkauften Strom und Wärme haben wöllte dann gäbe es tatsächlich keine Liebhaberei mehr.


    Denn egal ob Du Gewinn einfährst oder nicht das FA verdient immer 19% dran.


    @:-

  • Hi,


    Zitat

    Denn egal ob Du Gewinn einfährst oder nicht das FA verdient immer 19% dran.


    Na so einfach ist das aber nicht. Die 19% sind nur ein Durchlaufposten. Unterm Strich muß in einem bestimmten Zeitraum ein + vorhanden sein und wenns nur 1€ ist. Also Anschaffung, Betriebskosten usw. gegengerechnet mit den Einnahmen muß irgendwann ein + ergeben. In der Regel schaut das FA 3-4 Jahre zu bis sie mit "Liebhaberei" daherkommen. Dann mußt du denen vorrechnen wie du ein + erwirtschaften willst ;( . Wenn die dir das nicht abnehmen werden deine Gewinne und Verluste auf 0 gesetzt.


    Gruß
    Tom

  • HI Tom,


    die von Dir genannte Variante war mir bis vor kurzem auch bekannt.
    ABER mein Steuerfuzzi sagte das es bei BHKW genau wie bei PV keine Liebhaberei mehr gäbe, das hat er aus verlässlicher Quelle beim FA.
    Er hat das so begründet das alle Einnahmen aus Stromverkauf zwingend angegeben werden müssen, als Umkehrschluss muß das FA auch alle Ausgaben berücksichtigen.
    Wenn nun noch eine MWST Pflicht für "eigenverbrauchte Wärme" dazukäme, wie von Bohn beschrieben, dann würde das FA in jedem Fall 19% von X kassieren - egal ob Du Gewinn oder Verlusst machst.


    Beispielrechnung:
    Primärenergie 1Liter Pflanzenöl = 65,5Cent+4,6Cent MWST
    Strom daraus 2,78KWh = 53Cent +10Cent MWST
    Wärmeabgabe 5,6KWh = 12,5Cent + 2,375Cent MWST


    ERGO das FA Verdient mindestens 7,77Cent pro verstromten Liter PÖL.
    Dabei habe ich noch gar keine Kosten für Wartung und Abschreibung berechnet, denn diese müssten ja noch auf den Wärmepreis aufgeschlagen werden um zumindest eine rote Null zu bekommen.


    Wobei ich nicht weiss ob das FA einen Wärmepreis nach "Ortsüblichen" Vergleich ansetzen kann.


    MfG

  • Hallo zusammen,


    habe exakt dieses Thema gesucht, weil mir das FA letztes Jahr erstmals auch so eine Berechnung aufgezwungen hat.
    Bei mir wurde allerdings die "Strombewertungszahl" (Dachs mit Heizöl), die 0,5 ist, zugrunde gelegt.
    Da die Einsprüche noch laufen und von seiten FA noch keine Erklärung abgegeben wurde, leider z.Z. nichts konkretes.


    Meine Überlegungen aber:
    1.Ich vermiete eine Wohnung, die Wärmeabgabe wird versteuert und kommt über die Nebenkosten wieder rein????


    2. Ich habe einen rießigen Tank mit 14.000 liter und tanke nur alle zwei Jahre...wie wollen die das abrechnen??????


    Hoffe auf Anregungen und melde mich, wenn das FA geantwortet hat


    Grüße


    Filzmo

  • Moin Moin,


    wenn Du Vermietet hast dann solltest Du ja Wärmemengenzähler für Heizung und WarmWasser haben.
    Der Verbrauch ist schätzbar anhand der Tankquittungen, der Rest ist dann Nebenkostenabrechnung bzw Heizkostenabrechnung. Dabei mußt Du dich wie alle Vermieter an die geltenden Gesetze halten - wie bei jeder anderen Heizung auch!!


    MFg


    PS
    die Stromkennzahl gibt das Verhältniss zwischen Wärmeerzeugung und Stromerzeugung an.
    Bei 0,5 gelten also die Hälfte deiner Kosten/Abschreibungen/Brennstoffverbrauch etc.für die Einnahmen aus Stromverkauf die anderen 50% entfallen auf Wärmeverkauf(Vermietung und Verpachtung).

  • Hallole,


    es gibt keine Wärmemengenzähler, die Miete ist Warmmiete und die Wärmemenge wird anhand der Gesamtquadratmeterzahl des Hauses
    (drei Wohnungen) berechnet.
    Die Stromkennzahl wurde vom FA als Basis angefordert......


    jeder macht es anders


    mfG

  • Hallo an Alle


    Ihr seid doch keine Vermieter oder?


    Ihr könnt auch teilmöbliert vermieten, das hat den Vorteil das man dann die Nebenkostenabrechnung pauschalieren darf.


    Besser noch ihr seid ein Beherrbergungsbetrieb. Dann unterliegt man dem Mietrecht überhaupt nicht mehr.Man braucht sich dann nicht an Fristen halten, und vereinfacht die Abrechnungen enorm.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Zitat

    Original von GB1530
    Besser noch ihr seid ein Beherrbergungsbetrieb. Dann unterliegt man dem Mietrecht überhaupt nicht mehr.Man braucht sich dann nicht an Fristen halten, und vereinfacht die Abrechnungen enorm.


    Aber da fällt Märchensteuer an! Wenn ich an Privatpersonen vermiete, ist denen egal, ob das Zimmer 119€ kostet oder 100€ + 19€ Märchensteuer. Mir ist das nicht egal, weil ich im ersten Fall 19€ mehr in der Tasche habe.


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • @Filzmo


    ob das rechtlich einwandfrei ist wage ich zu bezweifeln - aber da kenn ich micht echt nicht aus.
    googel mal unter "Wärmekostenabrechnung"



    Wenn das FA die Sache ohne Wärmemengenzähler abgesegnet hat dann stellt sich das ganze wie du beschrieben hast dar.


    7000Liter Verbrauch pro Jahr (angenommen)
    davon 50% Wärmeverkauf
    das Anteilig auf die Wonungen (qm)
    auf diese Kosten dann 19% ans FA überweisen



    Im Endeffekt würden dann die "Wärmeeinnahmen" exakt die Hälfte deiner Brennstoffkosten betragen, somit zahlst du dieHälfte der einbehaltenen Umsatzsteuer des Brennstoffes auf Heller und Pfennig als MWSt ans FA zurück.
    So ist diese Steuer ja auch gedacht - als "durchlaufender" Posten.


    Die Sache hat nur einen Hacken - es entstehen ja nicht nur Kosten für Brennstoff sondern auch Abschreibung,Kapital-und Wartungskosten und die müssten nach obiger Kausalkette ebenfalls zu 50% vom "Wärmeverkauf" gedeckt werden!! @:pille


    @:-

  • Hallo Bruno


    Du hast mit der Mwst.natürlich recht. Die Kosten trägt immer der Endverbraucher.


    Aber das macht die Sache nicht umbedingt billiger.


    Es gibt bei Umsatzsteuer eine mindest Umsatzgröße die beträgt €17200
    netto Jahresumsatz liegt man darunter kann man sich von der Umsatzsteuer befreien lassen.


    Dann ist das für die private Vermietung doch interresant.


    Und der Preivorteil den du ansprichst bleibt dann auch erhalten.

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH