Neu Anschaffung Dachs!?!

  • Hallo!
    Ich bin neu hier und habe schon einige Zeit im Forum herumgestöbert!
    Ich habe aber nicht alle Antworten auf meine Fragen gefunden!
    Ich möchte hier keinen Nerven, wenn ich die Antworten auf meine Fragen übersehen habe!
    Dann bitte nur einen keinen Hinweis wo ich die Antworten finden kann! :@@-(
    Vielen Dank schon mal an Alle! :thumbup:


    Es handelt sich um ein 4FH mit gut 500qm Wohnfläche!
    Es ist/war sehr gut gedämmt, vor 21Jahren! ;)
    Der Ölverbrauch liegt im Jahr bei 6000l Öl ! ^^


    Es leben bis zu 10Personen im Haus wenn alle Wohnungen vermietet sind!


    Die Heizungsanlage hat 54KW( Bj.1988 ), läuft aber nicht auf Vollgas, wegen der Geräuschentwicklung laut Heizungsmonteur!
    Zentrale Warmwasserversorgung über die Heizung!


    Es werden ca.15000kwh Stom im ganzen Haus verbraucht!
    ?(
    Jetzt meine eigendlichen Fragen:
    ?(
    Hat jemand Erfahrung mit einem Dachs oder einer anderen Anlage dieser Art in einem ähnlichen Objekt?
    Reicht ein Gas-Dachs G5.5 mit Abgaswärmetauscher(thermische Leistung 14,8kW) und Zusatzheizstab für Dachs (5,5 kW) ?


    Auch bei -20C für Heizung und Wasser?
    Vielleicht Wirtschaftlichkeit erfahrungen!?!
    Es ist keine andere Heizung verfügbar/da!


    Nachtrag:
    Es werden ca.150qm durch Fußbodenheizung und der Rest, ca.350qm durch 22 Heizkörper geheizt!


    Ich hoffe ich habe alle erforderlichen Daten aufgeführt!?! :rtfm:
    Nochmal herzlichen Dank im Voraus!


    MfG
    Nalgo

  • Hallo Nalgo,


    erste einmal willkommen im Forum.
    Um es genau sagen zu können, wäre es wichtig zu wissen, welche Art von Heizung du verwendest und welche Vorlauftemparatur du benötigst.
    Mal ein Bespiel:
    Wir haben einen Dachs für über 500qm Wohnfläche mit Kondenser. Als Spitzenlastmodul haben wir eine 36KW Brennwerttherme, die vorher als Heizung + Warmwasser diente. Unser Haus ist BJ 2004 und recht gut isoliert. Wir haben eine Fußbodenheizung. Letzte Woche hat die Brennwerttherme den Geist aufgegeben und der Dachs muss alleine ran. Wir haben zur Zeit zwischen -2 und +3°C. Erstaunlicherweise hält er die Vorlauftemparatur der Fußbodenheizung um die 40°C. Die Nachtabsenkung haben wir zur Zeit kompett herausgenommen. Er läuft 24h am Stück.
    Nach meiner Einschätzung wirst du aber auf jeden Fall noch ein Spitzenlastmodul benötigen. Ob der Heizstab ausreicht, kann dir ein Dachshändler berechnen. Wenn du normale Heizkörper hast, hast du eine wesentlich höhere Vorlauftemparaur als bei einer Fußbodenheizung.
    Aber die Anschaffung eines BHKW lohnt sich bei der Fläche in jedem Fall.
    Wir kommen so auf 4000 Betriebsstunden. Wir haben den Dachs seit Ende August und sind schon bei knapp 1750 Betriebsstunden.


    Gruß
    Rheindachs

  • edit: Ich war kurz telefonieren
    und TRheindachs hat ja schon was geschrieben...schön, dass die Aussagen sich halbwegs passen (z.B. bei der Laufzeit)


    Hallo Nalgo
    und herzlich Willkommen im Forum


    Zitat

    Ich habe aber nicht alle Antworten auf meine Fragen gefunden!
    Ich möchte hier keinen Nerven, wenn ich die Antworten auf meine Fragen übersehen habe!


    keine Angst
    bei uns gehts recht verständnisvoll zu
    ...so leicht wie in anderen foren bekommt hier keiner was auf den Deckel


    Zitat

    Es handelt sich um ein 4FH mit gut 500qm Wohnfläche!
    Es ist/war sehr gut gedämmt, vor 21Jahren! ;)
    Der Ölverbrauch liegt im Jahr bei 6000l Öl ! ^^


    das ist gar nciht mal übel...sind ja gerade mal gute 100kwh pro m² und Jahr
    ...das geht voll in Ordnung


    Zitat

    Die Heizungsanlage hat 54KW( Bj.1988 ), läuft aber nicht auf Vollgas, wegen der Geräuschentwicklung laut Heizungsmonteur!
    Zentrale Warmwasserversorgung über die Heizung!


    das wiederum geht nicht in Ordnung...also das die gedrosselt ist, ist gut...denn das Teil ist fast um 200-300% überdimensioniert
    aber egal


    Zitat

    Hat jemand Erfahrung mit einem Dachs oder einer anderen Anlage dieser Art in einem ähnlichen Objekt?
    Reicht ein Gas-Dachs G5.5 mit Abgaswärmetauscher(thermische Leistung 14,8kW) und Zusatzheizstab für Dachs (5,5 kW) ?


    ioch nicht, aber vielleicht melden sich noch andere
    zur Frage obs reichen könnte
    Das wäre auf jedenfall eine ganz knappe Kiste
    Ich würde den Spitzenlastbedarf auf 22kw schätzen...aber auch nur ganz grob
    Gerade beim Spitzenbedarf sinkt der Brennwerteffekt....also das wird eng, auch wenn nicht unmöglich. Viellecith ergibt sich auch noch ein wenig Luft nach unten weil der bisherige Brenner doch unnötog Verluste verursacht hat.


    Die Frage der Wirtschaftlichkeit
    ..ich würde eine Laufzeit von knapp 4.000h erwarten...das ist nciht schlecht, besser wäre aber auch nicht zu verachten.


    Einen Dachs würde ich nicht ausschliessen, aber doch auf jedenfall auch andere Dinge in Erwägung ziehen


    z.B. ein ecopower...oder sogar den kleineren ecopower 3.0
    Bei dem würde ich Laufzeiten von rund 5.400 Stunden erwarten...das ist schon gut
    Hier wäre eine Spitzenlastlösung in Form einer Gastherme denkbar
    Mal Hand auf's Herz...ne Therme kostet nciht die Welt. Klar, der Heizi muss seine Planungskosten, den Aufwand und und und reinbekommen, drum wird werden nur bei ner Therme auch gerne bis zu 5stellige Beträge fällig. Wenn er eh seine Kosten schon beider BHKW-Installation einkalkuliert, sollte der Mehrpreis für eine Themre sich sehr in Grenzen halten. Das muss auch kein gewaltiges ding sein...Regelung, gute Einbauumgebung ist ja eh dann vor Ort. Nur ein ggf. zweiter Kaminzug könnte doof aussehn, aber vielleicht passt der noch mit ran/rein.


    Es gilt immer: mehrere Angebote einholen...nciht nur verschiedene Hersteller, sonder auch Installateure...die Preisunterschiede können gewaltig sein

  • Hallo Nalgo,


    Also ich kann es Dir nur empfehlen. Rein rechnerisch kann man Überschlagen, das Du ca. 6000lt entspricht 60000kwh Wärme Netto. Wenn wir davon ausgehen, dass du 70% der Menge in den 6 Winter/Heizmonaten benötigst ergibt sich eine benötigte kw Leistung der Heizung. 60000*0,7= 42000kw in den Wintermonaten dies durch 4320h/6Monate ergibt knappe 10kw bei konstanter Abnahme. Da du diese aber leider nur bedingt hast (Pufferspeicher) musst Du eine Sicherheit bedenken diese hast du ja aber da der Dachs ja ca. 14,0 kw thermisch hat und theoretisch sogar mit den 5,5 durch den Heizstab sogar fast 20kw. Du kannst aber auch noch eine Brennwerttherme dazukaufen. Diese wird mit in das System integriert nennt sich SE Plus hat 20kw und kostet um die 2500€. Also ich habe es mir gespart da ich gesagt habe wenn ich im extremen Winter einmal anstatt 60° Vorlauf dann eben nur 50 hab werd ich das auch überleben. Und wie oft und lange hat es denn so extreme Temperaturen? Für 2500€ akzeptiere ich für 2 Wochen ein wenig niedrigere Raumtemperaturen. Bei mir kommt noch dazu, dass ich einen weiteren Schornstein gebraucht hätte um meine bestehende Heizung weiter nutzen zu können.


    Was den Strombedarf anbelangt habe ich mit ca. 80% selbstproduziertem Strom gerechnet und wenn du etwas von 25000kw schreibst wirst du einen positiven Effekt damit haben, dass du errechnet nur ca. 22000kw/h Strom bei 60000kw Wärmebedarf produzieren wirst, wenn Du die komplette Wärme mit dem BHKW erzeugst und nicht durch Therme oder Heizstab. Also relativ wenig billig verkaufen musst. Das ist sehr wichtig. Darum wird BHKW Besitzern die bedeutend weniger verbrauchen als sie produzieren immer empfohlen sich ein E Auto zu kaufen oder diskutiert während einer Überproduktion mit einer el. Wärmepumpe den Anteil an schlecht verkauftem Strom zu mindern.


    Gut wenn man von den 22000 80% (Das kommt davon dass nicht immer das BHKW läuft wenn Du Strom benötigst und du dann Strom zukaufen musst) nimmt ergibt das 17600 kw/h el. die du selbst produzierst und Dir sparst - bei 0,22€ pro Kw Strompreis immerhin knapp 3900€ dann noch den KWK Bonus 0,05*22000 knapp 1100€ dann noch 220€ aus dem Stromverkauf und Steuerrückerstattung bei knapp 80000kw Gas sind das knapp 400€ ergibt ein Plus von 5620€ (tatsächlich 1720€ da du ja den Strom nicht erstattet bekommst sonder dir nur einsparst) welches Kosten von (80000kw Gas *0,05ct/kw) 4000€ für Gas und bei 4000h / Jahr noch 500€ Wartungskosten also 4500€ Gesamtkosten gegenübersteht. Also ein theoretisches Plus von knapp 120€ bzw. sogar reales (Verkauf an Mieter???)


    Wenn Du deine alte Heizung rechnest kommst du auf 5500€ (25000*0,22€ Strom) und 3600€ Ölkosten. Ergibt -9100€ die gegen +120€ theoretisch beziehungsweise -2780€ real stehen. Wenn das mal nicht wirtschaftlich ist?????????????? Da springt die Zusatzheizung in nem halben Jahr raus :rolleyes:. Bei 4000 Betriebsstunden kannst bei nem Gasdachs von fast 20 Jahren Lebensdauer rechnen. Achtung ich hoffe ich habe nichts vergessen und mich nicht verrechnet aber ich denke so in etwa kannst das Berechnen. Achtung: KWK Bonus nur 10 Jahre. Aber genauer sollte das dann sowieso dein Dachspartner machen.


    Gruß Tom

  • Hi firestarter,


    zum Thema Ecopower:


    5400h mal 8,0kw thermisch sind 43200kw wenn das Ding immer Vollgas/Volllast läuft. Ist bei 6000ltr. Heizöl also 60000kw netto ein bisschen wenig oder?


    Oder sehe ich das falsch.

  • Rifelito
    klar ist das nen bissl wenig...drum ja die Spitzenlasttherme
    Die Bilanz ist dennoch nicht mau, da immernoch 3/4tel der Jahresheizarbeit aus dem BHKW kommt


    und nochmal Rifelito
    Gegen Deinen Erfahrungsbericht ist nichts einzuwenden...ernsthaft, ist gut das es bei Dir so funktioniert


    aber Deine Betrachtung der Spitzenlast ist mir zu grob
    In den kältesten 6 Monaten liegt die durchschnittliche Aussentemperatur irgendwo in dem Dreh von 5-8°C
    Bei der Auslegungstemperatur(Spitzenlastfall) wird aber ganz locker doppelt bis 3fach soviel Energie benötigt
    das wäre mir etwas frisch und in einem MFH kanns da auch schnell Ärger mit den Mietern geben

  • Hallo!
    Erst noch mal besten Dank!


    Ich hatte vergessen:
    Es werden ca.150qm durch Fußbodenheizung und der Rest, ca.350qm durch 22 Heizkörper geheizt!


    Ein Dachsplaner hatte mir ausgerechnet das das ginge aber ich war/bin da sehr skeptisch, daher habe ich es hier ins Form gestellt um eure Meinungen/Erfahrungen dazu zu hören, denn wie auch schon hier erwähnt, kann das schnell Probleme mit den Mieter geben wenn die Zimmer bei draußen -20C nicht richtig warm werden (mind.20C bis 21C)!


    MfG
    Uwe

  • firestarter
    Also ich denke dass ich da nicht so daneben liege und eine genau Berechnung gibt es sowieso nicht denn niemand weiß in einem MFH wie ein Haus ausgebucht/vermietet ist und wann jemand genau warmes Wasser bzw. Heizwärme benötigt (Schichtarbeit usw.)!


    Das mit der Spitzenlasttherme habe ich ja auch geschrieben und ich denke dass man mit insgesamt 14,8+5,5+20 kw thermisch gut auskommt!
    Aber ich denke auch, dass die 14,8 des BHKW´s eigentlich vorrangig betrieben werden sollen und auch wenn es geht mehr als 3/4 der Last abdecken sollten. Wobei ich ja nicht gesagt habe, dass die 14kw des Dachs auch eine Spitzenlast abdecken können. Diese Last ist sehr wichtig aber ich denke auch dass man da zuviel Wert darauf legt. Früher wurde immer die Last bei -25°berechnet dadurch entstehen solche Anordnungen wie beschrieben mit 54kw! Heutzutage legt man das System aber eher nach einer Grundlast aus gerade ein BHKW und macht dann on Top eine Spitzenlastabdeckung die diese Last abdecken kann.


    Nalgo
    Also ich meine wenn Dir der Dachspartner dass auch schon ausgerechnet hat, kannst Du dich ja darauf auch berufen und ihn mit ins Boot nehmen, wenn es nicht reichen sollte. Mach dir eine Notiz die dir der Dachsparnter gegenzeichnet so bist Du auf der sicheren Seite und hast auch deinen Mietern gegenüber etwas in der Hand. Desweiteren kannst Du den Mietern ja die Wärme und den Strom auch günstiger anbieten und Ihnen in dem Liefervertag eine Einschränkung der Liefergarantie mit reinschreiben wenn es technische Probleme gibt und die garantierte Raumtemperatur bei extrem niedrigen Aussentemperaturen herausnehmen. Ich denke aufgrund der Ersparniss (falls Du diese weiterreichen möchtest) sollten Sie damit einverstanden sein. Evtl. mit einen Anwalt abklären da es bei den Raumtemperaturen einen Rechtsanspruch gibt glaub 16 oder 18° soviel ich weiß. Aber ich mein du sagst Deine aktuelle Heizung läuft nicht voll und die hat 54kw und der Dachs hat insgesamt ja auch 40 kw (80%) warum sollte das nicht reichen? Gerade bei den niedrigen Vorläufen der Fußbodenheizung.


  • Zitat

    Da du diese aber leider nur bedingt hast (Pufferspeicher) musst Du eine Sicherheit bedenken diese hast du ja aber da der Dachs ja ca. 14,0 kw thermisch hat und theoretisch sogar mit den 5,5 durch den Heizstab sogar fast 20kw. Du kannst aber auch noch eine Brennwerttherme dazukaufen. Diese wird mit in das System integriert nennt sich SE Plus hat 20kw und kostet um die 2500€.


    Di 20kw meint er in der Variante Spitzenlasttherme von senertec
    ...wobei man in diesem Fall getrost auf den e-Stab verzichten sollte