Berechnung der Gasbezugsmenge für eine ecopower 1.0 Anlage

  • Liebe Comunity,


    seit längerem versuche ich eine Antwort auf die Frage:


    Um wieviel Kwh wird sich mein Gasbezug erhöhen im Vergleich zu meiner Altanlage, wenn ich ein BHKW installieren würde.


    Einfach Frage. Viele Antwort (-versuche). ?(


    Die Ausgangslage ist einfach. Derzeit beziehe ich 24000kWh Gas (brennwertbezogen). Mein Altkessel hat ein Wirkungsgrad von 83,5%(Hs). Hieraus ergibt sich mein jährlicher Wärmebeadrf von 20000kWh.


    Ich gehe von 5000h LZ/a für das BHKW aus. Es liefert also 5000Kwh Strom und 12500kWh Wärme. Die restliche Wärme muss die SLT bereitstellen.


    Jetzt haben die Geräte ja unterschiedliche Wirkungsgrade! Hinzu kommt noch die Crux mit den Werten (Hi) und (HS).


    Schaut Euch doch mal meine beigelegte Exceldatei an und kommentiert diese bitte.


    Gruß aus Heilbronn.

  • Ich gehe von 5000h LZ/a für das BHKW aus.


    Wie ich Dir bereits gemailt habe, kommt das BHKW auf ca. 6200 Bh pro Jahr. Die Bh haben nichts mit wirkungsgrad des BHKWs zu tun sondern nur mit dem tatsächlichen Wärmebedarf. Wenn Du von 5000 Bh ausgehst hast Du schon den ersten Fehler bzw. erhebliche Ungenauigkeit. Klar dass das alles was mit Prognosen gemacht wird von Ungenauigkeiten behaftet ist. Aber man sollte doch zu große Abweichungen vermeiden. Damit erzeugst Du ca. 15500 kWh Wärme. Man muss also noch ca. 4500 kWh mit dem SLK erzeugen. Der SLK hat 98% Wirkunggrad. Ergibt also ca. 4600 kWh Gasbezug für den SLK. Für das BHKW braucht man 6200 Bh mal 3,8 kW gleich 23560 kWh Gasbezug. Der Gasbezug beträgt ca. 28.200 kWh pro Jahr.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
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  • Hallo DORIAR,


    ich würde anders rechnen.


    Vailllant gibt den Wirkungsgrad des ecopower1.0 mit bis zu 92 % Wirkungsgrad nach Hi also Heizwert an. Nach Brennwert (Hs), also das was du bezahlen musst, sind es somit bis zu 82,8 %. Das ergibt einen Verbrauch pro Stunde von 4,22 kWh Gas. 6.200 Stunden gesamt also 26.164kWh. 6.200 Stunden Laufzeit bringen 15.500 kWh Wärme. Fehlen zum Gesamtbedarf von 20.000 kWh noch 4.500 kWh. Dafür benötigt die Brennwerttherme je nach Rücklauftemperatur der Heizung 4.600 bis 5.000 kWh. Macht zusammen auf jeden Fall über 30.700 bis fast 31.200 kWh. Das sind erst mal nur theoretische Werte, da die vom Herstellerangaben für betriebswarme Maschine und auch ansonsten optimalen Umgebungsbedingungen gelten. Durch Start/Stop Betrieb in der Übergangszeit sowie Verluste durch den Pufferspeicher wird der Verbrauch wohl noch höher liegen.



    Mit freundlichen Grüßen

  • Macht zusammen auf jeden Fall über 30.700 bis fast 31.200 kWh.


    Danke Fuchs,


    deine Herangehensweise ist mir sehr einleuchtend!


    Ich bleibe bei meiner (worst csase) LZ von 5000h. In den üblichen Wirtschaftlickeitsrechnungen wird von einer Vollast in den Wintermonaten ausgegangen d.h die LZ ist ausschließlich durch die maximale Monatsstundenzahl definiert. D.h man setzt für die Wintermoante einen kontinuierlichen Wärmebedarf rund um die Uhr voraus.


    Ein Nachtabsenkung - wie von mir vorgesehen - führt da zwangsweise zu weniger LZ. Setzt man mal 4 h Stillstand / Nacht für 6 Monate an, so wird sich die Jahrselaufzeit deshalb allein um ca. 700h verringern.


    Für 5000h LZ ergibt dein Ansatz:


    4,22kWh * 5000 = 21100kWh Gasbezug; BHKW-Wärme: 12500kWh; SLT 7500kWh benötigt 7650kWh Gas. Zusammen also eine Gasbezugsprognose: 28750kWh anstatt jetzt 24000kWh - also grob 20% mehr.


    Um all die Therorie durch etwas Praxis aufzuwerten, werde ich ein Neues Thema hierzu starten. mal sehen was die Praxis so bringt.


    Gruß aus Heilbronn!

  • Durch Start/Stop Betrieb in der Übergangszeit sowie Verluste durch den Pufferspeicher wird der Verbrauch wohl noch höher liegen.


    Der Motor verliert in ca. 4 h ca. 10 °C Temperatur. Die Steuerung versucht aber nur einmal am Tag zu starten. In der Winterzeit sind die angeblichen Verluste durch Start/Stop gleich null. Selbst in der restlichen Jahreszeit sind diese nur theoretischer Natur, da die Maschine innerhalb von wenigen Minuten auf Grund seiner geringen Kühlmittelmenge seine Betriebstemperatur erreicht. Die Steuerung überwacht ggf. zu geringe Laufzeiten und detektiert diese sogar als Fehler, wenn sie so oft passieren z.B. durch Handsteuerung.


    Der Vaillant-Speicher verliert ohne Wärmeentnahme max. 1°C pro Tag (eigene Messungen). Bei der empfohlene Speichergröße von 300 L sind das max. 0,35 kWh pro Tag oder 127 kWh pro Jahr. Die Wärme geht aber nicht verloren sondern verbleibt im Objekt.


    Die Annahme von Mehrverbräuche durch Speicherverluste und Start/Stop-Betrieb sind rein theoretisch und liegen in der Praxis unterhalb der Messtoleranzen der Verbrauchsmessgeräte. Viel entscheidener ist die Einhaltung der Gasqualität durch den Lieferanten. Meine Überprüfungen haben teilweise erheblich Abweichungen von bis zu 15% weniger Energieinhalt ergeben. Nur das gerichtsfeste Beweisen ist so ein Problem, denn die geeichte Messgeräte dafür gibt es nur bei den Zulassungsstellen.


    Ich bleibe bei meiner (worst csase) LZ von 5000h.


    Dadurch sinkt aber der Gasverbrauch um ca. 15 bis 20%, da weniger Strom produziert wird.


    noch 4.500 kWh. Dafür benötigt die Brennwerttherme je nach Rücklauftemperatur der Heizung 4.600 bis 5.000 kWh.


    5000 kWh ist auf alle Fälle zu hoch angesetzt. Vaillant gibt einen Wirkungsgrad von 98% an. Der wurde von der gastec auch so zertifiziert.

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  • Vaillant gibt einen Wirkungsgrad von 98% an. Der wurde von der gastec auch so zertifiziert.

    Quatsch, das GWI hat 96% auf Heizwert zertifiziert. http://www.bhkw-forum.de/index…76d77c4969b3f57338241a52e


    Gastec waren die 4,7 und 3,0 :?:


    mfg

  • Quatsch, das GWI hat 96% auf Heizwert zertifiziert.


    Nix quatsch. Lesen ! Ich sprach vom Brennwertgerät bzw. im Zitat davor steht "Brennwerttherme". Das ist mit 98% auf Brennwert zertifiziert.

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