BHKW mit Hackschnitzel betrieben für eine Gemeinschaftsprojekt?

  • Hallo,


    als Neuling hier begrüße ich hiermit alle Mitglieder im Forum! :)
    Bevor ich mich stundenlang in das Thema einarbeite, wollte ich hier erstmal fragen, ob unsere Idee überhaupt sinnvoll ist, ob sie sich überhaupt umsetzen lässt.
    Wir sind dabei einen Gemeinschaftshof mit biologischem Land- und Gartenbau aufzubauen.
    Nun leben wir hier in einigen Einfamilienhäusern, die teilweise bald mal neue Heizalagen benötigen.
    Da kam die Idee auf, eine Hackschnitzelheitzung mit Fernwärme für ca. 6 bis 10 Familien zu bauen.
    Da lag der Gedanke, geich ein BHKW zu bauen nicht mehr fern. Der Wunsch auch in der Stromerzeugen mal autark zu werden schwebt uns schon länger vor.
    Ist die Technik mit Hackschnitzeln schon so weit ausgereift, dass es sinnvoll sein könnte, ein solches Projekt näher anzuschauen? ?(


    Mit fragenden Grüßen aus der Steiermark - Naturi ;)

  • Kurz und schmerzlos: Nein!


    Kurz und schmerzlos: Nein!

    Hallo Neundorfer,


    stimmt nur zur Hälfte ;)
    kurz stimmt, aber schmerzlos nicht. Ein Ja wäre mir lieber gewesen.
    Soll das nun heißen, dass es sowas noch nicht gibt oder eher, dass die nicht gut funktionieren?
    Gas oder Öl kommt für uns nicht in Frage. Holz gibt es hier genug.

  • Es gibt Hersteller, beispielsweise Spanner, aber die Geräte brauchen Ihr Wartungs- und Bedienpersonal Gewehr bei Fuß. Man muss sich darauf einstellen täglich (auch mehrmals) etwas Bedienen oder reparieren zu müssen. Noch dazu sind Anschaffung und Unterhalt so teuer, dass, wenn man die Arbeitszeit mitrechnet, der Brennstoff geschenkt noch zu teuer ist.


    KWB hat Anlagen im größeren Leistungsbereich in Planung... aber das ist alles Zukunftsmusik - und dann muss sich sowas auch erstmal ein paar Jahre bewähren. Viel versprechen konnten die Hersteller von Pellets- und Hackschnitzel-BHKW schon immer sehr gut. Nur gehalten wurde davon bisher nichts... mal abgesehen von den Geräten die sich direkt an Bastler wenden, welche die Geräte dann als Hobby betreiben und die gute Funktion preisen :pfeifen:

  • Moin,

    Da kam die Idee auf, eine Hackschnitzelheitzung mit Fernwärme für ca. 6 bis 10 Familien zu bauen.

    genau hier liegt das Problem - Ihr braucht noch zu wenig Energie um in "erprobte Geräteklassen" zu rutschen.


    Die einfache Verbrennung von Hackschnitzeln stellt mit der aktuellen Technik kein Problem dar. Aber gleichzeitig Strom zu erzeugen ist ;-_ und geht nur über Umwege.


    Eine erprobte Lösung wäre der DK Stirling mit 35kW aber der benötigt m.M. 70kW Wärmeinput !!! Und in dieser Liga spielt Ihr gerade noch nicht.


    mfg

  • - Ihr braucht noch zu wenig Energie um in "erprobte Geräteklassen" zu rutschen.


    Die einfache Verbrennung von Hackschnitzeln stellt mit der aktuellen Technik kein Problem dar. Aber gleichzeitig Strom zu erzeugen ist ;-_ und geht nur über Umwege.

    Hallo Alikante,
    schade. Betrift das nur Hackschnitzel der auch eine Stückholzverbrennung?

  • mir ist kein automatisch beschickter Stückhozkessel bekannt -

    nein, mir auch nicht. Da wir aber bis jetzt fast alle mir Stückholz heizen, könnte ich mir auch vorstellen, einen größeren Stückholzkessel abwechselnd zu betreuen/beheizen. Aber gut, die Möglichkeit kommt ja dann auch nicht in frage. :(


    Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich hier noch nicht aufgeben möchte. ?(


    Danke, mit Grüßen aus der Steiermark
    Naturi

  • Moin,

    Zitat

    Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich hier noch nicht aufgeben möchte. ?(


    solst Du auch nicht!! Versuch mal ob Du Verbrauchsdaten zusammentragen kannst, also Wärme- und Strombedarfe der 10Familien.


    Dann fordere ruhig nochmal paar Prospekte oder ggf. Preislisten von DK an.


    mfg

  • Hallo,


    Hackschnitzel sind nicht gleich Hackschnitzel. Bei meiner Pelletsanlage könnte ich zumindest von der Feuerung her auch Designerhackschnitzel - sorry Industriehackschnitzel verfeuern - trocken und gesiebt.


    Bei Waldhackschnitzeln sieht das schon ganz anders aus: Der Kessel ist viel stärker ausschamotiert um eine gleichmäßige Verbrennung zu gewärleisten. Zur Zündung reicht da auch nicht ein Heissluftgebläse, sondern es ist i.d.r. ein Öl oder Gasbrenner verbaut. Die Materialförderung ist so robust, das auch mal Erde oder ein 12er Rundeisen "mitverdaut" werden kann.


    Nur ein "echter" Hackschnitzelkessel hat dann auch so seinen Preis...


    Einer der großen Hersteller hatt mal mit einem in dem Brennraum eingeschwenkten Stirling experimentiert, aber da gab es Probleme mit der verschmutzung des Wärmetauschers.


    Gruß Dachsgärtner

  • Moin Ewald

    Einer der großen Hersteller hatt mal mit einem in dem Brennraum eingeschwenkten Stirling experimentiert,

    meinste den hier http://www.akvt.de/ft2011/unterlagen/A4-Hoval.pdf


    was daraus wohl georden ist ??


    mfg


    mal noch ne Zusammenfassung vom DBFZ http://www.bio-energie.de/file…12_Buechner_Mikro-KWK.pdf

  • Zitat

    Versuch mal ob Du Verbrauchsdaten zusammentragen kannst, also Wärme- und Strombedarfe der 10Familien.

    Ja, das wird sich in der nächsten Zeit etwas mehr Herauskristallieren. Wir planen ja auf jeden Fall für eine gemeinsame Hackschnitzelheizung (Fernheizung).
    Aaaaaaaber das ist nicht so einfach. Denn auf die Frage, wer dann alles mitmachen würde kommt natürlich immer gleich die Gegenfrage was das denn kosten würde. Und um die Kosten zu ermitteln, müsste ich aber erst mal wissen wie groß die Anlage werden soll. So bräuchten wir da wohl mal ca.-Werte bei z.B. 10 Familien. Wobei mein Nachbar und ich thermische Solaranlagen haben, und damit nur im Winter zusätzliche Wärme benötigen und im Sommer vielleicht sogar noch Wärme einspeisen könnten.