EffHaus 55 aber wie? Mit Dachs?

  • wir sanieren in kürze ein altes Zweckgebäude mit ca. 1050 m² wfl. am Ende werden dort in 10 WE und 4 App. ca. 25 leute wohnen. das Ziel ist es einen möglichst niedrigen Verbrauch zu erhalten. also ist: 40-er Aussenwände, künftig + 18 cm. Mineralwolle, 30 cm Aufsparrendämmung auf´s neue Flachdach, kontrollierte WR-Lüftung mit Wärmerückgewinnung, 3 Scheibenverglasung, es gibt nur einen Baustromanschluß, wir haben quasi einen Rohbau.
    Es gibt auch schon eine tolle Berechnung von einem Energieberater, mit der kann ich allerdings nicht so viel anfangen, ist aber auch nicht für mich gemacht :-)


    Nach dem ursprünglichen Gedanken ein BHKW auf Gasbasis einzubauen sind wir nun einigermaßen verunsichert wegen:
    1. Verbrauchen wir überhaupt genug Wärme um auf die Betreibstunden zu kommen
    2. müssen unsere Mieter unseren Strom abnehmen oder muß ich für jeden einen Zählerplatz vorrüsten falls der Strom in irgendwelchen Farben oder mit Vanillegeschmack haben will? - Ich würde mir gerne die 10-12 Zählerplätze sparen. das lohnt ja offenbar nur bei Verkauf des Strom an die Mieter und Eigennutzung
    3. Ich will vor allem wenig Ärger in der Zukunft, weder mit technischem Kram von dem ich nicht viel verstehe noch mit Mietern. Geld verdienen mit dem Ganzen hätte aber doch seinen Charme, da darf es auch schon mal (einmal!) ein kleineres Problemchen geben :-)
    4. Der Dachsdealer hat in seiner überlassenen Wirtschaftlichkeitsberechnung mal einfach die Wartungskosten rausgelassen und erst Recht Reparaturen - und mit sowas muß man ja nach den Berichten hier gescheiterweise auch mal rechnen.
    5. muß ich eine Belästigung durch Geräusche oder Vibrationen in der darüberliegenden WE befürchten? Betondecke
    6. mit welchen Kosten muß ich denn ausser dem angebotenen Dachs mit Spitzenlastkessel) noch rechnen Stromnetz- irgendwelche spezialsachen wenn ich Strom produziere und verkaufen will, die ich bei Gasbrennwert nicht brauche......und was noch?


    Wo liegen noch so Tellerminen auf die man besser nicht tritt?


    Verbrauchsdaten


    Jährlicher Stromverbrauch: ja, ich schätze so vorsichtig 25000 kwh, keine gewerbliche Nutzung


    Jährlicher Brennstoffverbrauch: ?




    Derzeitige Heizung


    Energieträger der Heizung: Gas


    Alter und Typ der der Heiztechnik: kommt alles neu


    Art der Warmwasserbereitung: alles neu


    Pufferspeicher kommt neu, Solarthermie: nur falls kein BHKW- dann evtl. Solar oder Abluft WP oder so um auf den geforderten Primärenergiebedarf runter zu kommen


    Temperaturen der Heizkreise: Standard


    Hydraulischer Abgleich: was isn dass?


    Art der Heizkörper: FBH neu im ganzen Gebäude




    Immobilie und Rahmendaten


    Beheizte Fläche 1050m², Anzahl Bewohner: ca. 25


    Art und Baujahr der Immobilie: dann neu, ist voll entkernt, Fußbodenaufbau kommt auch neu, jedes Kabel, jede Leitung, auch ca. 80% der Innenwände neu


    Erfolgte Modernisierungen: noch null
    Weitere geplante Modernisierungen: wirklich Alles!


    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: können wir bauen


    Zusammenschluss von Nachbarhäusern: ausgeschlossen


    Wäre super wenn ich hier zu dem einen oder anderen Punkt was erfahren kann, das mir bei der Entscheidung hilft, ich brauch nicht unbedingt nen BHKW, fände es aber auch in Bezug auf die eigene Stromversorgung ganz interessant, schon gar nicht bin ich auf eine Marke fixiert, nur weil ein Dachser mal da war.


    mfg
    neugier :?: - bitte hilf mir :!:

  • Hallo neugier,


    liegt Dir die Berechnung des Energieberaters vor? Wenn ja, was steht da für ein Primärenergiebedarf drin?


    LG


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
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  • was steht da für ein Primärenergiebedarf drin?


    Was soll denn da denn schon drin stehen??


    Denn

    EffHaus 55 aber wie? Mit Dachs? wir sanieren in kürze ein altes Zweckgebäude mit ca. 1050 m² wfl.


    also 1050m² x 55 kWh/a = 57750 kWh


    Viel zu wenig um ein Dachs rentabel zu betreiben deswegen hat der Dealer die Wartungs- und Reparaturkosten einfach weg gelassen um überhaupt ein positives Bild zu malen.


    Ein BHKW der 3-kW-Klasse wäre hier wohl geeigneter und könnte auch rentabel sein. Das würde so ca. 18.000 kWh Strom produzieren. Eine zentrale Warmwasserbereitungung könnte die Stromproduktion im Sommer beflügeln.


    Solarthermie ist kontra produktiv. Würde ich nicht machen. Kostet mehr und reduziert die Stromproduktion im Sommer und ist damit sowohl ökologisch wie ökonomisch nachteilig in Verbindung mit einem BHKW.


    müssen unsere Mieter unseren Strom abnehmen


    Zur Sicherheit direkt im neuen Mietvertrag festschreiben, dass im Haus ein BHKW steht und der Strom von dort kommt. Der Mieter kann bei der Heizung auch nicht sagen, dass er sein Gas von einem lila-Gaslieferant haben will. Was für die Wärme gilt gilt auch für den Strom.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
    http://perdok.info/
    Oscar Perdok GmbH
    Gildeweg 14, 46562 Voerde
    Beratung, Planung und Installation von: KWK-Anlagen, PV-Anlagen, Stromspeicher mit Notstromfunktion, Eigene Herstellung von Ladestationen für E-Mobile, Energie-Effizienz incl. Kosten/Nutzen-Betrachtung, Ladestation für E-Mobile (kostenlos)

  • Zur Sicherheit direkt im neuen Mietvertrag festschreiben, dass im Haus ein BHKW steht und der Strom von dort kommt. Der Mieter kann bei der Heizung auch nicht sagen, dass er sein Gas von einem lila-Gaslieferant haben will. Was für die Wärme gilt gilt auch für den Strom.


    naja, so einfach würd ich das auch gern sehen. Hat er eine eigene Gastherme kann er auch den Anbieter aussuchen, ansonsten ist er - logisch - von der Wahl des Verwalters oder Eigentümers abhängig. Da ist der Mieter aber auch kein Vertragspartner des Energieversorgers. Beim Strom i.d.R. schon. Hier würde ich ihn quasi zwingen mich als Vertragspartner zu akzeptieren. nd ob das geht?

  • Hier würde ich ihn quasi zwingen mich als Vertragspartner zu akzeptieren. nd ob das geht?


    In Deutschland bzw. Europa (muß man heute sagen) gilt die Vertragsfreiheit. Das bedeutet, dass man den Leistungsumfang im Mietvertrag.frei gestalten kann. Der Eigentümer kann eine zentrale Warmwasserbereitung, eine Zentralheizung und eine zentrale Stromversorgung einbauen. Wenn der Mieter das nicht will muss er sich eine andere Wohnung suchen. Anders verhält es sich, wenn in dem Haus nachträglich ein BHKW eingebaut wird, dann bedeutet das eine Vertragsänderung. Eine Vertragsänderung muss der Mieter nicht zustimmen.

    Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. ?(
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  • Was soll denn da denn schon drin stehen??


    Denn


    also 1050m² x 55 kWh/a = 57750 kWh


    Nö.


    Nach EnEV 2007 hat ein Eff.h.55 ≤ 40 kWh/(m²·a)
    Nach EnEV 2009 55% vom Maxwert, das müsste bei Wohngebäuden ≤ 33 kWh/(m²·a) sein.


    Von wann die Rechnung stamm wird leider nirgends genannt.



    mfg JAU