Was für ein Brennstoff?

  • Zitat

    Gas,Öl oder Pöl für ein Bhkw????


    Informationen über Brennstoffe findest Du hier:


    http://kwk-infozentrum.info/wi…title=Portal:_Brennstoffe


    Wenn man einen Erdgasanschluss besitzt kann man diesen für die Versorgung einer Erdgas KWK Anlage nutzen oder später Biogas beziehen, ansonsten bleibt Flüssiggas oder flüssige Brennstoffe wie Heizöl oder RME oder Rapsöl usw.


    Achtung: Wenn man sich zum Beispiel für Gas entschieden hat, ist eine Umstellumg auf flüssige Brennstoffe sehr teuer.

  • Hallo Smithlake
    Ich will mal versuchen deine Frage kompetent zu beantworten.
    Fangen wir mit Erdgas an. Bei Erdgas kostet bei mir das eingesetzte Kw Energiemenge 4,207 ct pro Kw. Heizöl kostet pro Kw im Moment ca 5,5 ct
    und Pöl kostete ca.7,8 ct . Nun mal nicht blenden lassen Pöl hat den Vorteil das der verkaufte Strom höher vergütete wird als bei Gas oder Heizöl, Hat aber den Nachteil das es die Maschinelaufzeiten in punkto Lebenserwartung nicht umbedingt verlängert :baby:. Heizölanlagen sind da willkommen wo kein Gasanschluß vorhanden ist und haben schon eine hinnehmbare Standzeit.Wenn man unbedingt eine Gas Maschine haben will kann man auf Flüssiggas zurück greifen ist im Moment der Traumbrennstoff für BHKW ergibt die beste Standzeit in der Gasmotorentechnik, aber genauso teuer wie Heizöl, oder man fragt den Energieversorger wann die Erdgasleitung gelegt wird, man kann fast alle Flüssiggasmaschinen auf Erdgas umrüsten.so nun zum Erdgas ist im Moment der preiwerteste Brennstoff und bringt sehr gute Motorenstandzeiten mit sich, zwar nicht so gut wie beim Flüssiggas aber dennoch sehr gut .Heizöl, Erdgas, Flussiggas da wird die verkaufte elektrische Energie anders abgerechnet als bei Pöl.Nun hab ich aber ganzen Haufen Inputt gegeben. Man kann sich bei dem Bhkwhändler des Vertraunens eine Wirtschaftlichkeitsberechnung machen lassen für alle Optionen und dann sucht man sich die Rosinen aus. Alle Brennstoffe haben verschiedene Folgekosten, Wartung und Standzeiten der Motore.Nun man los und viel Erfolg

    Mit Energie geladenen Grüßen aus dem Teufelsmoor.
    Nicht nur privat bin ich von hocheffizienten BHKW überzeugt.
    Vom Hobby zum Beruf gekommen bin ich seit einigen Jahren auch Angestellter der MWB AG und seit Februar 2014 bei RMB Energie GmbH

  • Zitat

    Original von Dachsfan
    Achtung: Wenn man sich zum Beispiel für Gas entschieden hat, ist eine Umstellumg auf flüssige Brennstoffe sehr teuer.


    umgekehr ist garantiert nicht billiger, wenn überhaupt möglich.


    Grüße


    Bruno

    Ich bemühe mich, garantiere aber keine Vollständigkeit und Richtigkeit, Beiträge ersetzen keine Steuer- oder Rechtsberatung!
    Ich Unterstütze den gemeinnützigen Gedanken dieses Forums und dessen gemeinnützigen Verein, der sicher nix gegen eine Spende hat, wenn ihm hier geholfen wurde.

  • Hallo Smithlake
    Nun müßen wir auch auf die Umrüstungskosten beachten, wenn das bei Dachs so teuer ist na, das geht bei mir aber preiwerter ich betreibe ein Giese BHKW da die Firma Giese keinen Erdgasanschluß hat werden allen Maschinen als Allgasmaschinen ausgeliefert. Dann bei der Inbetriebnahme auf die jeweilige Gasart eingestellt. Zündzeitpunkt Gasmenge fertig, es sei denn man hat ErdgasLL dann braucht man im Impcomischer (Vergaser) ein andere Gasmembrane und dann gehts auch. Ich denke das das sich preiswert machen läßt.

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  • Hallo Axelf
    Das was ich da als Preise genannt habe sind alles netto Preise und die Anschlußgebühr monatlich interressiert mich auch nicht, weil wir Gas sowieso schon hatten und auch als Prozesswärme nutze. Waschmaschine, Wäschetrockner, Kombidämpfer, Friteuse, Heißmangel,Bhkw frißt natürlich den Löwenanteil.

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  • Zitat

    Original von smithlake
    Habe zurzeit eine Ölheizung,aber Gasanschluß liegt schon im Haus.


    Gruß


    Dann würde ich Gas nehmen! oder Pöl und das Heizöllager entsprechend umrüsten, oder doch kein BHKW und eine moderne Gastherme oder oder oder.....
    Ist deine Entscheidung, alle Möglichkeiten haben Vor -und Nachteile @:pille


    AxelF

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    Strom: ACH WIRKLICH ???!!!

  • ^^ohne BHKW hättest Du bedeutend weniger Geld, aber Deine geschätzte Gattin wäre mehr zu Hause, da sie weniger Geld auszugeben hätte ))))

  • Zitat

    Original von Dachsfan
    ^^ohne BHKW hättest Du bedeutend weniger Geld,


    Sorry Fan wenn ich Dir da widersprechen muss, aber das weis man erst, wenn man eine Wirtschaftlichkeitsberechnung gemacht hat. Das ist genauso eine tolle Aussage wie vor Jahren so mancher Dachsbauer mit dem Slogan "heizkostenfrei leben" geworben hat. Es kann sein, muss aber nicht. Oder bist Du mittlerweile auch noch unter die Wahrsager und Hellseher gegangen.


    Ausserdem könnte man den Satz wenn er stimmt noch folgendermaßen ergänzen: ohne BHKW hättest du in X Jahren bedeutend weniger Geld. (X=Amortisationszeit des BHKWs).


    Wenn´s um Geld geht, hört bei mir der Spass auf. Hier gibt es nur eine Wahrheit. Wenn Du schreibst, dass sich jedes BHKW rentiert, dann hast Du recht, denn rentieren kann auch rein ökologisch, koste es was es wolle, gemeint sein.


    Grüße


    Bruno

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  • smithlake
    Natürlich werde ich als Ökofuzzi dir zu Rapsöl raten! Rapsöl ist ein nachwachsender Rohstoff, damit schonst du die Umwelt!
    Zu der wirtschaftlichen Seite: Im Moment kostet der Liter Rapsöl 75ct+MwSt. Als Einspeisevergütung bekommst du im Moment irgendwas in der Nähe von 18,75ct/kW, heißt pro Betriebsstunde brauchst du etwa 45 ct+Wartungs-und Reparaturkosten. Diese Einspeisevergütung ist dir 20 Jahre garantiert.

  • Zitat

    (X=Amortisationszeit des BHKWs).


    Wenn´s um Geld geht, hört bei mir der Spass auf. Hier gibt es nur eine Wahrheit. Wenn Du schreibst, dass sich jedes BHKW rentiert, dann hast Du recht, denn rentieren kann auch rein ökologisch, koste es was es wolle, gemeint sein.


    ^^ Ich hatte den anderen Beitrag im Kopf und dachte wir reden von 7-12 tsd Liter Heizöl. Du hast natürlich Recht, man muss auch über die Brennstoff Menge reden.


    @ Dachser obwohl ich genauso grün bin wie Du, darf nicht verschwiegen werden, das die Verwendung von Rapsöl bzw. PÖl die Wirtschaftlichkeit leider enorm reduziert.

  • Dachsfan
    das stimmt schon, aber man muß wirklich auch die lange Zeit (20 Jahre) der Einspeisevergütung bedenken. Heizöl, Gas wird in den kommenden Jahren sehr teuer werden, ich persönlich fühle mich mit der 20-jährigen Einspeisevergütung auf der sicheren Seite, so lange habe ich meinen Heizkostenpreis pro Jahr auf lange Zeit in einem vernünftigen Rahmen gehalten.

  • Zitat

    Original von Dachsfan
    @ Dachser obwohl ich genauso grün bin wie Du, darf nicht verschwiegen werden, das die Verwendung von Rapsöl bzw. PÖl die Wirtschaftlichkeit leider enorm reduziert.


    Warum?
    Kürzeres Wartungsintervall? Ok ... aber sonst?
    Ich überlege mir das auch gerade.
    Gruß
    Stefan

  • kürzeres Wartungsintervall, verringerte elektrische Leistung(5,0 bei SenerTec-Dachs) und Rapsöl das gerade ca.75ct+Steuer kostet.Heizöl liegt derzeit glaube ich bei etwa 55-63ct/l.

  • Hallo Dachsfans,
    bei finanziellen Überlegungen sollt man großen Wert darauf legen, in wie weit man den erzeugten Strom selbst nutzen kann oder nicht. Als Beispiel folgende Überschlagsrechnung zu Heizöl (schwefelarm) und Pöleinsatz für eine Betriebsstunde:
    Heizöl: 1,8l (60ct/l) = 1,08€
    100 % Eigenverbrauch: 5,3 kW (18 ct/kWh) = 0,96€
    100% Verkauf nach KWK: 5,3kW (ca. 9ct/kWh) = 0,53€
    11kWh Wärme kosten zwischen 12ct und 55ct.
    Wenn man fast den gesamten Strom verkaufen muss, wird es dann nach 10 Jahren ( Wegfall KWK Zuschlag) richtig bitter. Vielleicht kan man dann aber mit seinem Strom ein Elektroauto laden oder eine Wärmepumpe betreiben.


    Bei Pöl wären die Zahlen wie folgt:
    1,8l (75ct) = 1,35€
    5,0 kWh Verkauf nach EEG (18,75ct) = 0,93€
    In diesem Fall würden ca. 11kWh um 42 ct kosten und diese Regelung würde 20 Jahre gelten. Höhere Kosten entstehen durch kürzere Wartungsintervalle, die aber nur das Motorenöl betreffen. Sie sind eine reine Vorsichtsmaßnahme falls es doch zu Polymerisation durch unverbranntes Pöl kommen sollte. Zum Pölbetrieb beim Dachs liegen noch nicht so viele Langzeiterfahrungen vor und ich könnte mir vorstellen, dass sich Pöldachs und Öldachs noch in Bezug auf Leistung und Wartungsintervall annähern.
    Bei mir habe ich auch einen geringen Prozentsatz an selbstgenutzten Strom festgestellt, so dass ich höchstwarscheinlich auf Pöl umrüsten würde, sobald der Satz von Senertec verfügbar ist.


    Viel Spass beim Dachsen!


    Hololoy

    Viele Grüße

    Hololoy


    Senertec Dachs HR 5,3 kW (2004), PV 1: 10 kWp (2008), PV 2: 5 kWp (2009), PV 3: 3,75 kWp mit Eigenstromnutzung (2013), PV 4: 7,5 kWp mit Eigenstromnutzung (2015), Speicherakku stationär: 24V, 10kWh brutto (2010), Zero SR: 13 kWh (mobiler Speicher, 2016), Opel Ampera: 16 kWh (mobiler Speicher mit Wärmeerzeuger, 2013)