Welches BHKW nehmen für ein Einfamilienhaus

  • Hallo Leute,


    wir wohnen zu zweit in einem Einfamilienhaus mit ca. 150 qm Wohnfläche, das Haus ist aus dem Jahr 1990 mit Öl-Zentralheizung und zusätzlich noch einen Kachelofen im Wohnbereich, Verbrauch sind ca. 1500 Liter Öl und ca. 10 Ster Holz, welches System ist für mich Interessant und was Kostet sowas??


    Wenn noch etwas unklar ist, bitte Fragen :D


    Ich hoffe auf viele Antworten :thumbsup:

  • OK, Danke,


    also dann wollen wir mal:


    Verbrauchsdaten
    Jährlicher Stromverbrauch: ca. 4500 Kw/h
    Jährlicher Brennstoffverbrauch: ca. 1500 Liter Öl, und ca. 10 Ster Holz


    Derzeitige Heizung
    Energieträger der Heizung: Öl, und zusätzlich einen Kachelofen im Wohnbereich
    Alter und Typ der der Heiztechnik: von 1990
    Art der Warmwasserbereitung: durch die Zentralheizung
    Pufferspeicher, Solarthermie: beides vorhanden
    Temperaturen der Heizkreise: ? ist das wichtig, im Moment keine Ahnung,
    Hydraulischer Abgleich: ?
    Art der Heizkörper: Heizkörper aus dem Jahre 1990


    Immobilie und Rahmendaten
    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: ca. 100 qm, 2 Bewohner
    Art und Baujahr der Immobilie: Einfamilienhaus aus dem Jahre 1990
    Erfolgte Modernisierungen: PV Anlage
    Weitere geplante Modernisierungen: Neue Heizungsanlage
    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei:
    Zusammenschluss von Nachbarhäusern: Nein




    so jetzt aber..... :thumbsup:

  • Dann erstmal herzlich willkommen im BHKW-Diskussionsforum :)


    Ein Umstieg auf Erdgas und auch Brennwerttechnik ist gewiss keine schlechte Idee! Für Brennwerttechnik müssen aber auch die Rücklauftemperaturen schön niedrig sein (Stichwort: Hydraulischer Abgleich).


    Deine Verbräuche sind jedoch am unteren Limit, wo BHKW derzeit sinnvoll sind. Noch dazu wird der Warmwasserbedarf im Sommer mit 2 Personen nicht hoch sein. Du solltest daher auch eine reine Brennwerttherme oder einen Pelletkessel in betracht ziehen :)


    Beim BHKW kommt wegen der geringen Last wenn dann nur das ecoPOWER 1.0 in Frage. Das ist derzeit sogar zum Sonderpreis erhältlich. Hier muss aber mit einem ganz spitzen Bleistift gerechnet werden. Wenn ich das überschlage wird das ein Nullsummenspiel mit starkem Hang zu roten Zahlen! Nun kommt es aber auch auf Preissteigerungen, Abschreibung, Wartungskosten usw. an


    Wenn das Zuheitzen mit Holz zukünftig eher weniger wird oder gar aufhört sieht die Sache aber schon anders aus ;)

  • Dann erstmal herzlich willkommen im BHKW-Diskussionsforum

    Danke

    Ein Umstieg auf Erdgas und auch Brennwerttechnik ist gewiss keine schlechte Idee! Für Brennwerttechnik müssen aber auch die Rücklauftemperaturen schön niedrig sein (Stichwort: Hydraulischer Abgleich).

    ?

    Deine Verbräuche sind jedoch am unteren Limit, wo BHKW derzeit sinnvoll sind. Noch dazu wird der Warmwasserbedarf im Sommer mit 2 Personen nicht hoch sein. Du solltest daher auch eine reine Brennwerttherme oder einen Pelletkessel in betracht ziehen

    Die Heizung ist im Sommer immer ausgeschaltet, da ja eine Solaranlage auf dem Dach ist, und die reicht eigentlich im Sommer aus.

    Beim BHKW kommt wegen der geringen Last wenn dann nur das ecoPOWER 1.0 in Frage. Das ist derzeit sogar zum Sonderpreis erhältlich. Hier muss aber mit einem ganz spitzen Bleistift gerechnet werden. Wenn ich das überschlage wird das ein Nullsummenspiel mit Hang zu roten Zahlen! Nun kommt es aber auch auf Preissteigerungen, Abschreibung, Wartungskosten usw. an

    Naja, es soll sich in etwa schon rechnen, aber genau aus diesem Grund bin ich beim überlegen ob BKHW für die Zukunft, (Preissteigerung bei Öl).


    Welches BHKW rechnet sich am ehesten, und was kosten die? z.B. der kleine Dachs Sterling, der Vaillant eco Power 1.0 oder der Viessmann Vitotwin 300 ?


    Wegen den Wartungskosten weis ich nicht was da auf mich zukommt, beim BKHW, gibt es da schon Erfahrungen?


    Abschreibungen ? Was kann man denn Abschreiben, wenn man die Heizung privat nutzt?


    Wenn das Zuheitzen mit Holz zukünftig eher weniger wird oder gar aufhört sieht die Sache aber schon anders aus

    Ja, das mit dem Holz soll dann weniger werden, das die Heizung auch läuft, das diese sich auch rentiert.



    Wie kann man sich das genauer ausrechnen?

  • Die Heizung ist im Sommer immer ausgeschaltet, da ja eine Solaranlage auf dem Dach ist, und die reicht eigentlich im Sommer aus.


    Sorry, die Solarthermie hatte ich übersehen und nur PV gelesen.


    -> Lass das mit dem BHKW-Plan. Bei deinen Rahmenbedingungen kann sich das nicht rechnen.


    Gas-Brennwerttherme oder Holzpelletkessel würde ich an deiner Stelle prüfen.

  • Energiesparen (Ökologie) ?
    Geld sparen (Ökonomie) ?
    Autarke Ideen ?

    Energiesparen (Ökologie) Ja,
    Geld sparen (Ökonomie) Ja, wenn möglich!
    Autarke Ideen ?


    Ja, auf der einen Seite der Umweltgedanke, auf der anderen Seite soll sich die Heizung auch Halbwegs rechnen. 8)

  • Nimmt den Hinweis von Neundorfer ruhig ernst.
    Bei deinen Vorgaben ist ein BHKW nicht sinnvoll.
    Pack zu dem Warmwasser noch ein bisschen Photovoltaik das passt besser.
    Wenn das Holz später im Alter zu schwer ist, Pellets oder Kohle.

  • @Jogi


    • Sie schreiben, dass Sie eine neue Heizung brauchen/benötigen.I
      ... Ist der Kessel defekt ?
      ... oder glauben Sie nur einen neuen Kessel zu benötigen, weil Sie annehmen, dass sich dadurch die größt mögliche Energieersparnis ergibt ?


    • Könnten Sie Bilder der Heizungsanlage einstellen ?
      ... hieran könnte man besser die Möglichkeiten der Effizienzsteigerung erkennen (Kessel, Speicher, Solaranlage, Pumpengruppen usw.)


    • Wenn Sie sich mit dem Thema BHKW beschäftigt haben, mußten Sie sich wohl auch mit den Preisen von >20.000,-€ beschäftigen ... zzgl. hydraulischer Abgleich (den Sie in jedem Fall benötigen).
      ... wenn Sie eine Alternative fänden, die Ihnen >20% Energie sparen könnte und den Komfort in einigen Bereichen zudem noch deutlich anheben würde, wieviel wären Sie bereit dafür auszugeben ? Was ist Ihr Budget ?

    Ich bin gespannt ...

  • Sie schreiben, dass Sie eine neue Heizung brauchen/benötigen.I
    ... Ist der Kessel defekt ?
    ... oder glauben Sie nur einen neuen Kessel zu benötigen, weil Sie annehmen, dass sich dadurch die größt mögliche Energieersparnis ergibt ?
    Könnten Sie Bilder der Heizungsanlage einstellen ?
    ... hieran könnte man besser die Möglichkeiten der Effizienzsteigerung erkennen (Kessel, Speicher, Solaranlage, Pumpengruppen usw.)

    Die Heizung läuft noch und die Werte sind auch noch sehr gut, nur die Heizung ist jetzt 23 Jahre alt, und darum bin ich beim überlegen, und dann kommt man auf die Überlegung was anderes wie eine normale Heizung einzubauen 8)


    Bilder kann ich mal machen....


    Wenn Sie sich mit dem Thema BHKW beschäftigt haben, mußten Sie sich wohl auch mit den Preisen von >20.000,-€ beschäftigen ... zzgl. hydraulischer Abgleich (den Sie in jedem Fall benötigen).


    Ja, das die BHKW´s so um die 20.000,--€ kosten hab ich gesehen, darum meine Frage welche sich da am besten rechnet :D
    und wie hydraulischer Abgleich? was ist denn das schon wieder?

    ... wenn Sie eine Alternative fänden, die Ihnen >20% Energie sparen könnte und den Komfort in einigen Bereichen zudem noch deutlich anheben würde, wieviel wären Sie bereit dafür auszugeben ? Was ist Ihr Budget ?Ich bin gespannt ...

    Kommt drauf an, welche Alternativen gibt es denn? Budget , pff.... keine Ahnung.....




    Ich bin auch gespannt, denn ich bin irgendwie überfordert mit der Materie....


    Bin halt technisch nicht so auf der Höhe, lol....aber wenn man heute eine neue Heizung einbaut will ich halt auch was für die Zukunft, und so bin ich auf das BHKW gekommen.

  • Wenn Sie damit jetzt nicht überfordert wären, wären Sie ein versierter Heizungsbauer. :-)


    Mit dieser Aufgabenstellung sind ja schon die Standard-Heizungsbauer überfordert. Dabei möchte ein Kunde nur "günstiger Heizen" ... das ist die Aufgabe.
    Der Heizungsbauer sollte es eigentlich richten können. Wenn ein Auto nicht mehr sooo toll läuft schmeißt man es ja auch nicht einfach auf den Müll nur weil es der Händler gesagt hat. Oh oh ... das Auto ist ja schon 23 Jahre alt, neee weg damit und jetzt nehmen wir mal ein Hybridfahrzeug.
    Sicher ... wenn es notwendig ist, ist das auch richtig !


    Ist es notwendig ?
    In den meisten Fällen nicht, zumal Sie schreiben dass er sogar sehr gute Werte hat !


    Verstehen Sie das nicht falsch. Wenn es nach mir ginge würde ich die ganze Welt mit Solaranergie beheizen. Dann hätten wir einige Probleme weniger auf der Welt ... Kriege, Umweltverschmutzung, Erderwärmung, Geldarmut, Hunger ... wer will das schon.


    Aber ... wir müßen alle an das "Überleben" denken, zumal es doch schade um die Arbeit wäre die sich "jemand" mit dem Kessel gemacht hat ;-)


    Wenn Sie die Bilder eingestellt haben schauen wir uns die Möglichkeiten mal an.

  • Zu der immer noch offenen Frage hydraulischer Abgleich was ist das denn:


    Beim hydraulischen Abgleich ist notwendig um in allen Heizkörpern (HK) gleiche Temperaturverhältnisse zu realisieren.
    Z.B. würde bei einer nicht abgeglichenen Anlage der dem Heizkessel am nächsten gelegene HK zu warm und der im Strang am entferntesten HK wird nur lau, oder bleibt kalt.
    Dazu wird der Wasserdurchfluss durch ein spezielles voreingestelltes Thermostatventil begrenzt, sodass sich zwischen Vorlauf und Rücklauf des jeweiligen HKs eine optimale Temperaturdifferenz ergibt, die zum Heizen ausreicht.
    Evtl. müssen für den hydraulischen Abgleich die Thermostatventile durch neue einstellbare Ventile ersetzt werden.
    Dann wird die Anlage durchgerechnet und die einzelnen Ventile eingestellt - nicht zu verwechseln mit der Temperaturwahl durch den Drehknopf zwischen 1 u. 5.
    Das ganze ist ziemlich aufwendig, und kostet dementsprechend, insbesondere wenn neue Ventile erforderlich sind.
    Mancher Heizungsbauer tut sich damit schwer. Ist aber bei Neuanlagen Pflicht.