Erfahrungswerte zum selbst genutzen Strom

  • Hi,


    bei uns sinds ca. 40% Eigennutzung und 60% Einspeisung :(
    Eine genaue Auflistung kann man sich auf unserer Seite ansehen :
    http://www.atr-computer.com/Be…/Betriebsdaten%20BHKW.htm


    Weihnachtliche Grüße
    Thomas

  • Hallo,


    betreibe seit 05.12.2003 einen Dachs in einem privat betriebenen Studentenwohnheim (ca. 1000m² beheizte Fläche und 1,9 m³ Warmwasser je Tag)


    Daten des ersten Jahres:
    Laufzeit 6.624 Std.
    Stromerzeugung 37.263 KWh
    Wärmeerzeugung 82.306


    vom EVU gekaufter Strom 10.795 KWh
    ans EVU verkaufter Strom 9.927 KWh
    dadurch ergibt sich ca 73 % vom hergestellten Strom selbst verbaucht :)


    Grüße und noch ein Gutes Neues Jahr


    Bruno

  • Hallo Dietrich,


    in diesem Zeitraum startete der Dachs 957 mal. Im Winter wenn er voll Durchläuft braucht er immer nachts einen Start, das ist Werksseitig so eingestellt (Pause etwa 3 Minuten)


    Ausfälle hatte ich dieser Zeit fast keine, ausser zu Beginn ein paarmal Störungen, weil das Netz des EVU nicht sauber war. Die haben aber dann recht schnell reagiert und den Fehler auf Ihrer Seite beheben können.


    Bin selbst auch recht zufrieden mit den Zahlen, wollte zu Beginn jedoch noch an der Regelung optimieren, da es zu starts des Spitzenlastkessels in der Übergangszeit kam und trotz Pufferspeicher der Dachs nicht 24 Stunden durchlief. Dieses Phänomen lässt sich scheinbar nur durch eine recht teure externe Regelung noch verbessern und der Nutzen ist eher gering also lass ich das nun so weiterlaufen.


    Hab an anderer Stelle im Forum gelesen dass Du die Wärme im MFH verkaufst, hast Du auch mal an Stromverkauf an die Mieter nachgedacht?


    Grüße


    Bruno

  • Hallo Bruno,


    danke für die Datenübermittlung. der Dachs macht nachts immer einen Sicherheitsstart, der aber in der Addition nicht erscheint.


    Spannungsschwankungen haben auch bei uns Abschaltungen bewirkt. Änderung der Toleranzschwelle für Spannung und Frequenz am Dachs hatten Erfolg.


    Bei der Regelung treten ähnliche Mängel auf, die noch verstärkt werden dadurch, dass bei einer Mehrmodulanlage regeltechnisch vorprogrammiert ist, dass eine Betriebsstunden- abweichung von max. 50 Stunden eingehalten wird. Das bedeutet an Tagen mit bestimmten Temperaturwerten, dass jeder Dachs mehr als 12 mal startet - ein Witz !
    Mich würde interessieren welche Werte bei Dir für folgende Grössen eingestellt sind: obere / untere Heizkurvenbegrenzung
    Nacht/Tagverstellung.


    Stromverkauf an die Mieter ist nicht sinnvoll, da diese Anlage keine Warmwasserversorgung abdeckt, also im Sommer steht.
    Es müsste zuviel Strom regulär zugekauft werden.


    Grüsse
    Dietrich

  • Hallo Dietrich,


    ich bin mir zu 100% sicher, dass die Anzahl der Starts auch die von Dir bezeichneten Sicherheitsstarts beinhaltet. Zu Beginn habe ich die Daten sehr genau beobachtet und teilweise mehrmals täglich abgelesen. Das ging sogar so weit, dass ich gewartet habe, bis der Betriebsstundenzähler umgeschaltet hat und dann habe ich sofort die Werte abgelesen. Bin dann beim nächsten ablesen um etwa den gleichen Minutenwert ein paar Stunden später wieder ablesen gegangen und habe auch wieder auf die Weiterschaltung gewartet. Über Nacht hat sich da eine differenz von ca. 3 Minuten ergeben und die Startzahl war um eins höher. Dieser Sicherheitsstart ist wenn ich ich recht erinnere um 3 oder 4 Uhr nachts.


    Grüße


    Bruno

  • Guten Morgen Bruno,


    das mit der Sicherheitsstartzeit ist richtig. Aber nach Aussage von Herrn Schramm, Senertec Projektabtlg. Tel. 09721 / 651-218 soll
    nicht gezählt werden. Frage da doch einfach mal nach.


    Kannst Du mir die angefragten Parameter für die Temperaturen nennen?


    Grüsse
    Dietrich

  • Hallo Dietrich,


    hier die Werte:


    Tagverstelllung: 0
    Nachtverstelllung: 0


    Untere Heizkreis-Begr.:70
    Obere Heizkreis-Begr.: 70


    Tag/Nacht/Uhr: Tag


    Übrigens auch von mir die Seriennummer mit dem Hinweis, dass ich noch keinerlei Probleme hatte:
    SN: 2460368093
    Reglersoftw: R2014


    Grüße


    Bruno

  • Hallo Dietrich,


    und wie sieht es mit der Laufzeit pro Tag aus, hat die sich dadurch verändert?


    Die Daten sind übrigens für Winterbetrieb gedacht, da ich im Sommer das BHKW zur Warmwasserbereitung verwende, wird dort die Einstellung auf Tag/Nacht gestellt.


    Grüße


    Bruno

  • Hallo Bruno,


    ja nun laufen beide Maschinen mit 1-2 Starts pro 24 h durch.
    Der Fehler lag in der Steigung der Heizkurve. Habe diesen Wert
    auf 1,5 korrigiert und nun klappt's.


    Grüsse
    Dietrich

  • Hallo Dietrich,


    kannst mich vielleicht für kleinkariert halten, aber wenn der Dachs 2 mal am Tag startet, dann läuft er m. E. keine 24h am Tag. Der Sierheitsstart dauert nur wenige Minuten, schaltet der Dachs aber wegen zu hoher Temperatur im BHKW-Rücklauf ab, dann braucht der ne Weile bis er wieder einschaltet. Und genau darauf hat meine Frage geziehlt: wenn man an der Steuerung dreht, kann es dann sein, dass die Starts weniger werden die Laufzeit aber auch sinkt?


    Grüße


    Bruno

  • Hallo Bruno,


    Deine Anmerkungen sind schon gerechtfertigt. Es ist tatsächlich so, dass pro 24 h ein Dachs einmal und der andere zweimal startet. Das liegt an der Steuerung einer Mehrmodulanlage, die nicht nur über den Rücklauffühler, sondern neben dem Speicherfühler F1 auch über einen Vorlauffühler gesteuert wird. Der Vorlauffühler liegt aber hinter der Einspeisung der additiven Gasthermen.


    Eine Abschaltung über den Rücklauf (73 °C) habe ich noch nicht erlebt, weil die vom Dachs erzeugte Wärmemenge nur 30% der Bedarfsauslegung erreicht. Mit anderen Worten - eine Durchladung des Pufferspeichers habe ich noch nicht erlebt.


    Wenn der Wärmebedarf und die Speichermöglichkeit optimal ausgelegt sind in bezug auf die Wärmeerzeugung des Dachs, dann läuft das Teil eben durch über 24 h - also möglich im Winter. Im Sommerbetrieb würde ich die Warmwasserbereitung (habe ich nicht) nicht wärme-, sondern stromgeführt durchführen. Das erlaubt mir täglich drei Zeiträume zu definieren, in denen ich garantiert Strom brauche. Wichtig sind dabei die Startzeiten, eine Abschaltung erfolgt ggfs. über den Rücklauffühler. Hier die richtige Einstellung zu finden, hängt sehr von der Ausbildung des Warmwasserspeichers ab (Pufferung oder Durchlauf).
    Das muss man anlagebezogen Schritt für Schritt ermitteln.


    Gruß
    Dietrich

  • Hallo Dietrich,


    bei mir ist die Anlage bei weitem nicht ausreichend für die Wärme im Haus (im Winter). Trotzdem passiert manchmal folgendes:
    Der Dachs startet zwar nur einmal am Tag aber dann bleibt er wohl einige Zeit stehen bis er wieder startet. Nach 9 Tagen habe ich eine Fehlzeit von 1:58h ausgerechnet, wobei ich nicht sagen kann, wann der Betriebsstundenzähler weitergeschaltet hätte, also im Extremfall 1 Minute später und es wäre nur noch 59 Minuten Fehlzeit. Das ganze ist vorraussichtlich nachts, wenn kaum Wärmebedarf da ist. In der Übergangszeit und im Sommer passiert es regelmäßig, dass er wegen Puffer-Voll abschaltet.


    Grüße


    Bruno

  • Hallo Bruno,


    da kannst Du Dich aber wirklich nicht beklagen. Wenn es auch im Winter zu einer längeren Abschaltung kommt, dann kann das eigentlich nur durch die Auslösung des Generatorfühlers (73 °C) bei Speicher-Voll erfolgen. Wenn der Dachs abschaltet, dann steht auch die interne Kühlwasserumwälzpumpe.


    Da die Freigabe erst irgendwo in den 50er °C erfolgt, könnte ich mir vorstellen mit einem Thermostaten die Rücklauftemperatur ausserhalb des Dachs zu messen und über den Systemstromkreis der integrierten Pumpe diese anlaufen zu lassen und damit eine temperatureduzierende Umwälzung zu erreichen. Aber so etwas macht nur Sinn, wenn der Wärmeabfluss aus dem (zu kleinen) Speicher ausreichend erfolgt.


    Gruß
    Dietrich

  • Hallo Dietrich,


    will mich auch nicht beklagen, sondern nur weitestmöglich optimieren und wenn man im Winter pro Woche 1h Laufzeit mehr rausholen kann, warum nicht? Im Sommer ist der Spitzenkessel ausgeschaltet und damit wird alle benötigte Wärme auf jeden Fall vom BHKW hergestellt (laufzeitoptimiert in den Zeiten in denen voraussichtlich am meisten Strom gebraucht wird)


    Mein Speicher ist glaube ich nicht zu klein (900-1000ltr) aber ich habe das dumme Gefühl, dass der Spitzenkessel zu früh zuschalten könnte.


    Grüße


    Bruno


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