Beiträge von BHKW2014

    Hallo,


    ich bedanke mich herzlich für alle Hinweise und Meinungen, die mir hier in den letzten Tagen zuteil wurden. Das hat mir sehr geholfen. Da es offenbar von eurer Seite aktuell nichts zu ergänzen gibt, werde ich erst einmal ein Pause einlegen und mal sehen, was der Heizungsbauer mir vorschlagen wird. Dann kann ich das Ergebnis ja hier nochmal einstellen.
    Soweit vielen Dank für alle Mühe und bis dahin ein paar schöne Wintertage -


    Hans

    Danke für die Förderungshinweise, bis jetzt bin ich noch nicht wirklich fündig geworden. So wie ich das lese, will die SAB nur KWK über 20kWel fördern. Aber das muss man sich alles erst noch genau ansehen.


    Darf ich noch einmal an zwei weiter oben von mir gestellte Fragen erinnern:

    Zitat

    Warum kann ein Stirlinggerät nicht noch mit einer zusätzlichen Spitzenlasttherme kombiniert werden?


    Zitat

    Wenn bei mir die relativ hohen Vorlauftemperaturen den Brennwerteffekt zu nichte machen, hat dann für einen externer Spitzenlastbrenner Brennwerttechnik überhaupt Sinn?
    Außerdem ist doch durch das BHKW bedingt ohnehin ein großer Pufferspeicher erforderlich, den könnte doch eine gegenüber einem Brennwertgerät einfachere (und preiswertere) Niedertemperaturtherme im Volllastbetrieb aufheizen, wenn das BHKW nicht ausreicht. So dass vielleicht ein Modulieren für den zusätzlichen Spitzenlastkessel gar nicht erforderlich und ein effektiver Betrieb trotzdem gegeben ist?


    Danke und allen ein schönes Wochenende!


    Hans

    Wieder vielen Dank soweit, besonders an JAU für die detaillierte Aufklärung! Langsam beginnt der Nebel sich zu lichten...

    Zitat

    Bei den Stirling ist der "Nachbrenner" aber fest im Gerät integriert. Da musst du nehmen was du kriegst.

    Warum kann ein Stirlinggerät nicht noch mit einer zusätzlichen Spitzenlasttherme kombiniert werden?


    Ich habe hier irgendwo in einem anderen Thread einen Vorschlag gelesen, statt zusätzlicher Spitzenlasttherme zwei Stirling-BHKWs zu kaskadieren, wenn der integrierte Spitzenlastbrenner nicht reicht. Kann das außer dem Heizungsbauer noch jemanden wirtschaftlich glücklich machen?


    Wenn bei mir die relativ hohen Vorlauftemperaturen den Brennwerteffekt zu nichte machen, hat dann für einen externer Spitzenlastbrenner Brennwerttechnik überhaupt Sinn?
    Außerdem ist doch durch das BHKW bedingt ohnehin ein großer Pufferspeicher erforderlich, den könnte doch eine gegenüber einem Brennwertgerät einfachere (und preiswertere) Niedertemperaturtherme im Volllastbetrieb aufheizen, wenn das BHKW nicht ausreicht. So dass vielleicht ein Modulieren für den zusätzlichen Spitzenlastkessel gar nicht erforderlich und ein effektiver Betrieb trotzdem gegeben ist?


    Dirk 42
    Mein lokaler Gasversorger will ein BHKW nicht fördern, hat auch kein Interesse am Strom über das gesetzlich erzwungene Maß hinaus. Nun könnte ich ja aber theoretisch den Gasversorger noch wechseln. Bie Bei der Suche nach potentiellen Fördermitteln stößt man immer auf das Bafa und ansonsten wenig konkrete Hinweise. Förderungen, die es 2012 mal gab und immer noch angepriesen werden (obwohl nicht mehr verfügbar!) helfen heute eben nicht weiter :-). Könnt Ihr Gasversoregr empfehlen, die aktuell eine BHKW-Installation fördern bzw, eine Link bereitstellen?



    @ GEMM
    Was ist ein "TE" ? Ansonsten erfolgt derzeit die Aufnahme des tatsächlichen Energieverbrauchsprofils unseres Hauses, mal sehen was dabei herauskommt...
    Die technischen Probleme kann ich mir gut vorstellen - aber die dürften doch für alle Hersteller gelten, und viele von denen setzen den Microgen-Motor ein. Liege ich da falsch, wenn ich das als ein Indiz für ein gelöstes technisches Problem ansehe? Oder wird hier mal wieder die Enderprobung erst beim Kunden durchgeführt und läuft gerade :-)?


    @Alle
    Weiß jemand, wie viele Stirlinggeräte bereits im praktischen Einsatz sind? Naturgemäß werden sich in einem Forum immer diejenigen finden, die Probleme mit ihren jeweiligen Geräten haben. Zufriedene Betreiber werden sich wohl nur selten die Mühe machen und Erfahrungen hier mitteilen. Von daher stellt sich mir die Frage, in wie weit das hier zu lesende, recht schlechte Bild beispielsweise von Viesmann Vitotwin300 oder auch Vaillant mit dem Ecopower (ich weiß, ist kein Stirling) wirklich objektiv sind.


    Frage anders herum: Gibt es eine Produktlinie irgendeines Herstellers, bei der hier allseits Einigkeit darüber besteht, dass es sich um ein ausgereiftes und zuverlässiges Produkt handelt und der Hersteller eine endkundenfreundliche Servicepolitik verfolgt?
    Generell scheint mir die NANO-BHKW-Generation mit 2...3 Jahren am Markt recht neu, so dass langfristig fundierte Aussagen vielleicht noch kaum möglich sind?


    Noch eine Frage bezüglich des Hinweises von JAU:
    Die Vorteile einer Frischwasserstation klingen einleuchtend, mir fehlt aber der praktische Bezug zu den Kennwerten. Wieviel sind denn 30l/Min WW? Bedeutet das eine tröpfelnde Leitung oder ausreichend Potenzial für drei zeitgleich zu füllende Badewannen (was nie vorkommen wird)? Oder welche Durchlaufmenge ist denn für ein vergleichbares Objekt üblich? Bedingt eine solche Durchlauferhitzerstation dann einen noch größeren Pufferspeicher?


    Danke allen!


    MfG Hans

    Guten Abend allseits,


    und vielen Dank für die reichlich eingegangenen Anregungen! Dass sich zunächst einmal viele verschiedene Meinungen ergeben, überrascht mich nicht. Da müssen wir halt noch etwas weiter machen...


    Also weiter:
    1. Das der Wärmebedarf des Hauses über das BHKW nicht annähernd vollständig gedeckt werden kann, ist mir klar. Daher muss in jedem Fall extern oder integriert eine Spitzenlasttherme her. Wenn das so ist verstehe ich die Aussage von JAU nicht: "... könnte ein Ecopower 1.0 gut reinpassen. Die Stirling haben viel zu wenig Wärmeleistung für das Objekt..."
    Der Ecopower hat doch m.W. mit nur 3kW nur die Hälfte der Wärmeleistung eines Stirling BHKW. Außerdem muss ohnehin zugeheizt werden.
    2. noch mal @ JAU "...Und bei der Vorlauftemperatur ist mit Brennwert an der Therme auch nix...." In welchem Zusammenhang stehen Brennwert und Vorlauftemperatur? (Entschuldigung, ich bin noch neu ) Warum hat ein Warmwasserspeicher für Trink-WW in Zusammenhang mit einem BHKW keinen Sinn?


    3. Oft wurden mir in den Beiträgen Vaillant ecoPower 1.0 oder 3.0 empfohlen. An anderer Stelle wird hier im Forum aber immer wieder massiv über die ausufernden Wartungskosten bei Vaillant gewettert. Aus Sicht der Wartungskosten hielt ich bisher ein Stirling-BHKW für durchaus interessant.
    4. Außerdem möchte ich das BHKW nur am Rande zum Heizen einsetzen, um irgendwann einmal eine Amortisation erreichen zu können, möchte ich primär auf einen eingesparten Strombezug hinaus. Und da nützen mir doch hohe erzeugte Energiemengen nichts, bei denen ich überwiegend einspeisen müsste. Mir schwebte da eher eine el. Grundlastabdeckung vor. Und da sollte doch eigentlich so ein 1kW el Gerät passen.? Kennt ihr auch Stirling-Geräte mit mehr als 1kW el.?


    5. Elektrische Leistungsspeicher mit größerer Speicherkapazität sprengen derzeit wohl noch den Preisrahmen, vielleicht in Zukunft mal ergänzend dazustellen.
    6. Wandheizung innen ist derzeit nicht realisierbar, da alle Einheiten voll bewohnt sind und der Umbau mit minimalem "Dreck" abgehen muss.
    7. Dämmung der obersten Geschossdecke ist der nächste Schritt, aber mehr wird auch nicht werden.
    8. Das ganze Projekt muss wirtschaftlich sinnvoll bleiben. Ich will kein BHKW einbauen, nur um mir nachher selber auf die Schulter klopfen zu können und überspitzt formuliert, mittels der Wartungen irgendeinem Heizungsbauer das Überleben der nächsten 15 Jahre zu finanzieren. Zumindest über die Lebensdauer insgesamt betrachtet muss das Projekt in der Summe aller Kosten und Erträge nachvollziehbar günstiger sein als lediglich eine Brennwerttherme zu benutzen. Andernfalls hätte der Aufwand für mich keinen Sinn.


    Wieder Danke für alle Antworten und einen schönen Abend noch!


    Hans

    Hallo allerseits,


    nach ein paar Tagen hin- und herlesens im Forum und auch dem Auffinden von durchaus ähnlich gelagerten Anfragen möchte ich doch die hier gebündelten Erfahrungen gern nutzen, um auch mein konkretes Projekt in den Raum zu stellen und um Hilfe und "sachdienliche Hinweise" zu bitten.


    Zunächst habe ich den Fragebogen gefunden und möchte meine Daten liefern:


    Verbrauchsdaten
    Jährlicher Stromverbrauch: 10.000kWh
    Jährlicher Brennstoffverbrauch: 70.000kWh


    Derzeitige Heizung
    Energieträger der Heizung: Gas
    Alter und Typ der der Heiztechnik: Vaillant-Gasthermen, 4 Stück, 20 Jahre alt, noch kein Brennwert, VC116....VCW247
    Art der Warmwasserbereitung: 1x VCW-integr. Durchlauferhitzer, 1x VC mit externem WW-Speicher
    Pufferspeicher, Solarthermie: -
    Temperaturen der Heizkreise: max. 70°C Vorlauftemperatur, wird erst ab unter -10°C benötigt
    Hydraulischer Abgleich: -
    Art der Heizkörper: Blechplatten-HK, i.d.R. zwei wassergefüllte Platten und zwei Trapezbleche ( "22er" HK)


    Immobilie und Rahmendaten
    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 3 Eatgen, zusammen 450 qm, 3 Wohnungen: 6 Erwachsene und 3 Kinder, 1 Gewerbeeinheit (Büro): 3 Personen (Gewerbeeinheit ohne WW), voll unterkellert
    Art und Baujahr der Immobilie: Bj. ca. 1890, freistehendes Mehrfamilienhaus ("Stadtvilla"), Klinkerfassade mit Stuck, einschaliges Mauerwerk mit innen Ziegeln und außen Klinker, Keller weitgehend grobe Granitsteine
    Erfolgte Modernisierungen: Fenster, doppelt verglast, KW = 1,3
    Weitere geplante Modernisierungen: Dämmung oberste Geschossdecke, Außendämmung wegen Stuckfassade und Denkmalschutz nicht wirtschaftlich möglich
    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: derzeit nur 1 in Betrieb (Dm 150mm, Edelstahl), aber von früherer Ofenheizung mehrere Kamine reaktivierbar
    Zusammenschluss von Nachbarhäusern: -




    Da sich aber in den letzten Jahren die Ausfälle und immer mit ein paar Hundert Euros verbundenen Reparaturen der Gasthermen summieren, steigt der Druck, sich nach einer neuen Alternative umzusehen.



    Da sich die Neuanschaffung von 4 Brennwertthermen auch auf über 15 T€ summiert, wurde der Gedanke geboren, sich einmal über alternative Konzepte zumindest zu informieren. EInhellige Meinung der bisher befragten Heizungsbauer ist die Umrüstung von 4 Etagenheizungen auf eine Zentralheizung als Stand der Technik. Dazu eine Brennwerttherme in den Keller und einen Warmwasserspeicher mit Zirkulationsleitung im Haus daneben und dann wäre erst einmal gut, so die Aussagen. Moderne Niedertemperaturanlagen wie Wärmepumpen kommen wohl wegen der erforderlichen Vorlauftemperaturen nicht in Frage.


    Damit ist aber m.E. auch der Grundstein für die Einbindung eines BHKW gelegt, evtl. einfach ergänzend oder auch anstelle der Bernnwerttherme. Die befragten Handwerker waren bisher der Meinung, dafür sei die Zeit noch nicht reif und die Produkte noch nicht ausgegoren. Zumindest diesen Teil wird man hier im Forum wahrscheinlich anders sehen , auch wenn mann hier eine ganze Menge vor allem über Probleme lesen kann.


    Ich beobachte seit ein paar Wochen täglich die Stromzähler im Haus, der tägliche Verbrauch insgesamt bewegt sich um die 25kWh, wovon etwa die Hälfte auf uns als Eigentümer (5-Personen-Familie) entfällt.


    Damit würde ja eines der Stirling-Geräte doch genau passen? Bei einem größeren könnte der Strom doch dann nicht mehr selbst verbraucht werden, was ja wohl vorrangig angestrebt werden sollte?


    Das soll jetzt als Einleitung erst einmal genügen. Ich bitte um Meinungen / Hinweise / Empfehlungen und danke im Voraus allen Hilfswilligen!


    Einen schönen Abend allen!