Beiträge von BHKW-Infozentrum

    Leider irrt Ihr Euch beide... ;-)


    @alikante
    Das EEG 2017 hat zwar in §100 die entsprechende Regelung - aber wie Du richtig gesagt hast, handelt es sich dabei um eine Übergangsbestimmung.
    Der Sinn dieses Paragraphen besteht u. a. darin, die Bestandsregelungen aus älteren EEG mit zu nehmen, da zumindest das EEG 2017 das vorherige EEG ablöst.
    Fakt ist aber, dass das EEG seit dem EEG 2009 keinen Modernisieungstatbestand mehr kennt.
    Daher muss man schon die Anlage ersetzen, um wieder eine EEG-Vergütung zu erhalten.


    Dies würde sich aber nicht lohnen, da die Einspeisevergütung für Klärgasanlagen im EEG bei Anlagen bis 500 kW auf 6,49 Cent/kWh festgelegt wurde. :-(
    Daher werden auch die meisten Klärgas-BHKW-Anlagen nicht nach dem EEG sondern nach dem KWK-Gesetz vergütet.


    Wenn die Anlagen also

    • älter als 5 Jahre (25% Modernisierung) bzw. 10 Jahre (50% Modernisierung) sind
    • nach der Modernisierung eine besser Effizienz als zum Zeitpunkt der Ersterrichtung aufweisen

    könnte man eine Modernisierung nach dem KWK-Gesetz realisieren - unabhängig von der Größenklasse (zumindest bis 1 MW - ab da gelten dann Sonderregelungen)


    Problematisch dürfte sich erweisen, dass beim Austausch des Generators die Mittelspannungsrichtlinie sowie die neuen TAB des Netzbetreibers gelten. Daher erscheint mir eine Modernisierung nahezu unmöglich - denn woher soll das Einheitenzertifikat stammen?


    Außerdem problematisch:
    die 50 kW Anlage erhält nur 30.000 Vollbenutzungsstunden einen Modernisierungszuschuss und es gelten die Vergütungsregelungen des KWKG 2017.
    Im Klartext heisst dies:
    Werden beide Anlagen innerhalb von 12 aufeinanderfolgenden Kalendermonaten modernisiert oder ersetzt, so erhalten beide KWK-Anlagen keine KWK-Förderung für den selbstgenutzten KWK-Stom.
    Demnach muss man ggf. erst eine und dann mit einem Zeitverzug von mindestens 12 Kalendermonaten die andere KWK-Anlage ersetzen, um jeweils 100 kW nicht zu überschreiten.


    Achja:
    EEG-Umlage wird anteilig fällig, wenn die Anlagen erst nächstes Jahr modernisiert oder ersetzt werden. :-)
    Auch da gibt es mehrere Szenarien, die ich aber jetzt nicht ausführlich darstellen will...

    Seit elf Jahren veranstaltet die Transferstelle Bingen (TSB) die KWK-Impulstagung „Kraft-Wärme-Kopplung - Effizient, flexibel, wirtschaftlich". Diese findet in diesem Jahr in Kooperation mit dem BHKW-Infozentrum Rastatt sowie der Energieagentur Rheinland-Pfalz am 6. Dezember 2017 an der Technischen Hochschule Bingen statt.



    Bei der diesjährigen KWK-Impulstagung, die vom rheinland-pfälzischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten unterstützt wird, stehen neben einem politischen und rechtlichen Übersichtsvortrag insbesondere Themenfelder wie Mieterstrom und flexible Fahrweisen von KWK-Anlagen im Fokus. Praxisberichte über KWK-Anlagen mit direkter Drucklufterzeugung sowie den Ausbau einer KWK-Nahwärmeversorgung unter erschwerten schallschutztechnischen Anforderungen runden das interessante Tagungsprogramm ab.



    Parallel zu den zehn Fachvorträgen sollen in der Fachausstellung Dialoge und Erfahrungsaustausch gefördert und neue Projekte initiiert werden.


    Die 11. KWK-Impulstagung „Kraft-Wärme-Kopplung – Effizient, flexibel, wirtschaftlich“ findet am Mittwoch, den 6. Dezember 2017 an der Technischen Hochschule Bingen statt.
    Die Teilnahmegebühr beträgt regulär 95,- Euro und für kommunale Teilnehmer 30 ,- Euro zzgl. MwSt..



    Weitere Informationen erhalten KWK-Interessierte auf der Webseite der TSB unter http://www.tsb-energie.de/nc/v…News/11-kwk-impulstagung/. Dort kann auch der Tagungsflyer heruntergeladen werden.

    Natürlich wird es als Ergebnis nicht einen Standardwert für die Einbindung geben. Vielmehr werden diese Kosten wird strukturiert nach Leistung, Einbindungs-Komplexität und Anwendungsfall erhoben. Das BHKW-Infozentrum realisiert solche Erhebungen seit 15 Jahren - also schon länger als so mancher BHKW-Hersteller oder Vertriebler im Markt vertreten ist.


    Sicherlich gibt es Streubereiche, die bei rund +/- 20% der durchschnittlichen Einbindungskosten liegen. Aber die getrennte Auflistung der durchschnittlichen Investitionskosten für Modul und Schaltschrank zusätzlich zu den durchschnittlichen Kosten für eine Standardeinbindung bieten potentiellen Kunden und auch Planungsbüros eine gute Übersicht. Diese Werte passen für einen Großteil der potentiellen Projekte.
    Beispiele erhalten Sie unter http://www.bhkw-kenndaten.de


    Technische Einbindungen sind immer projektbezogen. Es gibt hier kein teuer oder günstig, sondern lediglich hohe Zusatzaufwendungen, weil z. B. ein Edelstahlkamin über acht Stockwerke gebaut werden muss und die Niederspannungshauptverteilung 100 Meter entfernt von der BHKW-Heizzentrale steht - und sehr geringe Zusatzaufwendungen wegen dem Ersatz einer bestehenden BHKW-Anlage gleicher Leistung.


    Wir freuen uns, dass sich dieses Jahr sehr viele Hersteller wie z. B. RMB als auch Planer und Contractoren an der BHKW-Kenndaten-Ermittlung beteiligt haben. :)

    Das BHKW-Infozentrum erhebt im Rahmen der Neuerstellung der „BHKW-Kenndaten“ sowie des Monitoringberichtes zum KWK-Gesetz derzeit typische Einbindungskosten für BHKW-Anlagen im Leistungsbereich von 1 kW bis 10 MW in den unterschiedlichen Sektoren.


    Hierfür wurden in den letzten Wochen bereits Anfragen an Hersteller, Contractoren und Planungsbüros versandt. Um die Datenbasis noch einmal zu erweitern und die Ergebnisse genauer spezifizieren zu können, werden nun weitere Akteure in den Prozess miteinbezogen.


    Alle BHKW-Betreiber, BHKW-Hersteller, Planer und Energieberater sowie Contractoren sind aufgerufen, sich an der Datenerhebung zu beteiligen - unabhängig ob nur ein Projekt oder mehrere Projekte in den letzten beiden Jahren installiert wurden. Betrachtungszeitraum sind Projekte, die in den Jahren 2015 bis 2017 realisiert wurden.


    Potentielle Teilnehmer an der Datenerhebung sollten an das BHKW-Infozentrum (markus.gailfuss@bhkw-infozentrum.de) eine Email mit dem Betreff „Kosten technische Einbindung“ senden. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird dann ein Datenerhebungsbogen mit wenigen Abfragewerten zugesandt, welches dem BHKW-Infozentrum eine Kategorisierung und Bewertung der Kosten ermöglicht. Der Abschluss der Erhebung ist bis Mitte September angedacht. Anschließend erfolgt die anonymisierte Auswertung.


    Weitere Informationen unter https://www.bhkw-infozentrum.d…HKW--und-KWK-Anlagen.html

    Du hast die Anlage also gebraucht erworben.
    Aus welchem Jahr stammt denn die gebrauchte Anlage?


    Und dann stellen wir doch gleich mal auch die anderen Fragen:

    • Anmeldung beim BAFA erfolgt oder bekommt die Anlage keinen KWK-Zuschlag mehr?
    • Anmeldung/Antrag für komplette bzw. teilweise Energiesteuerrückerstattung beim Hauptzollamt erfolgt? Befreiungsantrag Energiesteuertransparenzverordnung gestellt?
    • EEG-Umlage für Eigenstromverwendung am 28. Februar beim vorgelagerten Netzbetreiber und der BNetzA gemeldet, denn für Strom aus Deiner Mini-KWK-Anlage musst Du 40% EEG-Umlage zahlen - oder bedeutet der Passus "Anlage läuft schon eine Weile", dass der Dachs schon vor dem 1. August 2014 von DIR an dem jetzigen Ort betrieben wurde?
    • Erfüllt die Anlage die Vorgaben des EWärmeG in Baden-Württemberg und wurde dies dann gemeldet?

    Na dann hoffen wir mal, dass die Regelung Deines Dachses den neuen Technischen Anschlussbedingungen entspricht, sonst muss nachgerüstet werden...

    Lieber Klärer55,


    da widerspricht sich überhaupt nichts.


    Die Förderung von Klärgas ist wie Deponie- und Grubengas in § 41 geregelt.
    Die Förderung von Strom aus Biomasse wird in §42 geregelt. Der Biomasse-Begriff wird in der Biomasse-Verordnung geregelt.
    Das war schon immer so im EEG...


    Kläranlagen nutzen normaler Weise die Förderpraxis des KWK-Gesetzes - zumindest, wenn sie die Wärme überwiegend nutzen können.

    Ohjeee - ein EEG-Umlagevermeidendes Pachtmodell...
    Da brauchst Du einen rechtssicheren Vertrag und kein selbstgestricktes Vertragswerk.


    Wegen der Konzessionsabgabe musst Du Dich mit der Gemeinde in Verbindung setzen.
    Du darfst keine Netzentgelte verlangen.
    Es herrscht freie Lieferantenwahl - keiner muss bei Dir Deinen Strom kaufen.


    Der Stromlieferant unterliegt den gesetzlichen Bedingungen für Stromversorgung von Letztverbrauchern - also Meldepflichten, Transparenzpflichten, etc.

    Guten Morgen,


    leider geht aus Deinem Post nicht hervor, in welcher Art und Weise Du die 10 Wohneinheiten versorgen willst.
    Geschieht dies innerhalb eines Gebäudes oder handelt es sich um Häuser, die mittels Stromleitungen versorgt werden?
    Die Versorgung muss den Vorgaben der Technischen Anschlussbedingungen (TAB) entsprechen.


    Wenn es sich um eine Versorgung innerhalb eines Gebäudes handelt, fällt für den Strom aus der KWK-Anlage in Bezug auf die Umlagen meist nur die EEG-Umlage an.
    Wir haben für die KEA Baden-Württemberg ein Webinar zum Thema "Rechtliche Rahmenbedingungen" gehalten. Dabei wird auch auf die Umlagen etc. eingegangen.
    Unter

    kann das Webinar aufgerufen werden.

    Seit 2002 stellt die Fachzeitschrift „Energie&Management“ dem BHKW-Infozentrum die Berichte zum „BHKW des Monats“ als pdf-Datei zur Verfügung.
    Das BHKW-Infozentrum fasst den ausführlichen Bericht zusammen, kategorisiert die beispielhaften BHKW-Projekte und pflegt diese in eine Datenbank ein.


    Durch die Kategorisierung der zum „BHKW des Monats“ gekürten Projekte können KWK-Interessierte die Datenbank mit derzeit rund 150 Projektbeschreibungen nach

    • Art des Versorgungsobjektes (60 Kategorien wie z. B. Wohnungswirtschaft – Mehrfamilienhaus mit 3-6 Wohneinheiten)
    • Brennstoffe (18 Brennstoffarten)
    • Technologie (11 Technologien)
    • elektrische Leistungsgröße (7 Cluster)
    • Art der KWK-Nutzung (KWK oder KWKK)

    gezielt durchsuchen.



    :thumbsup: Jetzt online beispielhafte BHKW-Anlagen vorschlagen :thumbsup:


    Seit wenigen Tagen können BHKW-Betreiber oder BHKW-Planer beispielhafte Mini-KWK- oder KWK-Projekte zum "BHKW des Monats" vorschlagen. Hierfür gibt es eine BHKW-Projekt-Vorschlags-Seite.
    Das KWK-Projekt sollte nach dem Sommer 2014 in Betrieb gegangen sein und aus der Fülle von KWK-Projekten herausstechen...


    Viel Glück bei euren Projekten :thumbup:

    Hi,


    die Pauschalierung gilt ja nur für Kleinstanlagen bis 2 kW elektrische Leistung.


    Tatsache ist, dass der Einbau einer RLM sowie die Regelung nach Stundenwerte durch einen Dienstleister zu höheren Administrationskosten führt.
    Was kostet eine Leistungsmessung? Wahrscheinlich 300-600 Euro pro Jahr.
    Was kostet ein Dienstleister, der die Anlage regelt? Wahrscheinlich 500-1.000 Euro pro Jahr...


    Das klingt ja alles schön und gut, dass BHKW-Anlagen gemäß Börsenpreis geregelt werden. Aber das betrifft doch maßgeblich nur die Anlagen, die überwiegend einspeisen und/oder von Energieversorgungsunternehmen betrieben werden. Anlagenbetreiber, deren Anlagen 60-80% des Stroms selbst nutzen und Strom in einer Höhe von mehr als 16 Cent/kWh netto substituieren, werden ihre KWK-Anlagen normaler Weise nicht nach dem Viertelstundenpreis an der Strombörse optimieren - zumindest nicht bei Anlagen bis 100 KW.


    Ich kann es in keinster Weise nachvollziehen, dass im EEG, also bei Anlagen, die vornehmlich einspeisen, bei den negativen Strompreisen eine Grenze von 500 kW gilt und im KWK-Gesetz die Regelung auch bei einer 1 kW-Anlage gelten soll. Man sollte Regelungen, die blödsinnig sind, auch als Blödsinn bezeichnen - und nicht von vielen regelbaren 50 kW BHKW-Anlagen träumen. Die wird es in den nächsten 10 Jahren auch geben - aber die Betonung liegt auf dem Wörtchen "auch"...