Beiträge von BHKW-Infozentrum

    das ist genauso wie du es beschrieben hast, eine Einschränkung wenn vorher eine EEG Anlage war stimmt das so.
    Wenn es vorher eine Anlage nach KWK war fängt die Uhr erneut an zu ticken.



    Das war nach dem alten EEG so. Seit dem neuen EEG (EEG 2009) ist dies nicht mehr so. Und diese Regelung gilt nach dem EEG 2009 auch für Bestandsanlagen -


    eigentlich sollte sich das langsam herum gesprochen haben.


    Kann daher auch den Ausführungen von Manfred auch nicht zustimmen - das neue EEG lässt meiner Meinung nach keine Wahlmöglichkeit.

    Da gebe ich dir natürlich recht -
    aber die Erfahrungen die wir bei etlichen Projekten machen mussten in Bezug auf den Anschluss kleiner Versorgungsobjekte mit relativ großer Wegstrecke zeigen, dass keines dieser Projekte wirtschaftlicher bei einem Nahwärmeanschluss betrieben werden konnte -
    trotz Einsparung der Kesselkosten.


    Denn wenn die bestehende Leitung nicht mehr genutzt werden kann, sind auch die Kosten für die Nahwärmeleitung bei 120 m hoch.
    Zwar hat hier jemand einen Preis von 25 Euro pro Trassenmeter Materialpreis in den Raum geworfen -
    aber es muss ja erst noch die Trasse gegraben, das Pex-Rohr verlegt (geht schnell), die Kernbohrungen gesetzt und abgedichtet und die Trasse wieder zugeschüttet sowie die Oberfläche wieder hergestellt werden.


    Aber einfach mal durchrechnen lassen...

    ?(


    Ähm -
    also wir haben eine Leitung 120 m hin und 120 m zurück.
    Die ist jetzt auf eine Temperatur von 65°C Vorlauf und 45°C Rücklauf erwärmt.
    Du schaltest die Leitung jetzt ab oder senkst die Temperatur, weil drüben die Pufferspeicher geladen sind.
    Und nu?
    Das Wasser in der Leitung ist doch immer noch im Erdreich und wird auskühlen -
    die Verluste sind zwar nicht so hoch, da die mittlere Temperatur sinkt, aber dennoch wird das 8.760 Stunden pro Jahr Verluste generieren - falls da drüben kein Lehrer wohnt, der in den Pfingst-, Sommer- und Herbstferien weg ist. :D


    Und wenn das zweite Haus dann nach 12 Stunden wieder Warmwasser braucht, muss der Dachs erstmal die rund 150 Liter in der Nahwärmeleitung aufheizen. Das dauert bei rund 14 kW ne Weile. Aber ok - bringt ja Laufzeit...
    ...aber trotzdem halt auch Verluste.



    Wohlgemerkt - bei kleineren Stichleitungen kann eine Abschaltung ja sinnvoll sein -
    aber bei 120 m?


    Bei mittelgroßen Nahwärmenetzen mit mehreren Abnehmern geht da leider gar nichts mehr. Natürlich versucht man durch unterschiedliche Ladezeiten der Hausübergabestationen Spitzen zu vermeiden - trotzdem muss man im Sommer vertraglich eine Vorlauftemperatur vorhalten, die auch ausreicht, die Trinkwasserhygiene-Vorschrift zu erfüllen.

    ||_ Stimmt: 30 m war ein zweiter Fall...


    Aber beim 17 m Schornstein dreht es sich auch um den Schall.
    Zitat:
    "Ja, unten habe ich auch schon einen Schalldämpfer dran. Wenn ich den oben aber weglasse könnte man meinen das ein Hubschrauber kommt."
    :@@-(



    Habe das noch nicht nachgerechnet, aber auch 17 m plus waagrechte Abgasrohreinführung in den Kamin, dürften zu erheblichen Auskühlungen sorgen.

    Leider doch:
    warum nur 1.900 Stunden pro Jahr?
    Die Leitung muss in der Heizperiode ständig beheizt werden und im Sommer bei Warmwasserbedarf auch.
    Und dann gibt es dann noch den Aufwand für den Pumpenstrom...


    Auf der Stromseite:
    Kupferkabel oder Alukabel für 120 m ist nicht ganz günstig...


    Klare Aussage:
    Nette Idee - macht aber wirtschaftlich nur Miese - und zwar nicht zu knapp...

    Hi,


    Ihr haltet wohl nicht viel von vorheriger Planung, oder?


    Bei 30 m ungedämmtem Abgasrohr braucht Ihr euch über hohen Kondensatanfall nicht zu wundern -


    und betreffend Abgas-Schalldämpfer:
    Bitte Abgasgegendruck beachten - nicht, dass euer Motor wegen den Bastel-Abgasschalldämpfer so viel Gegendruck bekommt, dass er frühzeitig zum Schrotthändler muss

    Wir planen bei Pflanzenöl-BHKWs zwei AWT-Reinigungen pro Jahr ein und preisen die entsprechenden Kosten bereits in der Wirtschaftlichkeitsberechnung mit ein. Teilweise wird der AWT Quartalsweise gereinigt - mit erheblichen positiven Auswirkungen sowohl auf die Wärmeleistung als auch die Reduzierung des Abgasgegendrucks.


    Bei vielen Herstellern von Pflanzenöl-BHKW ist der AWT deutlich zu klein ausgelegt.Bei einem Unternehmen wie Schnell dürfte dies aber nicht der Fall sein.


    Wie war denn die Wärmeleistung bei der Überprüfung der Leistungsdaten bei der Inbetriebnahme - oder wurde keine Abnahme durchgeführt?

    Entscheidend ist die hydraulische Verbindung der BHKW-Anlagen (siehe Begründungstext bzw. die Gesetzes-Entwicklung des KWK-Gesetzes aus dem Jahre 2002) -
    wenn der Netzbetreibe, der Übertragungsnetzbetreiber und das BAFA die Anlage als mehrere Anlagen akzeptieren, dann hat man Glück gehabt.
    Davon würde ich aber nicht ausgehen...


    Sinnvoll finde ich einen solchen Kaskadenwahnsinn weder aus ökologischen noch aus ökonomischen Gründen.


    Bei dem angedachten Vorhaben kommt aber noch ein anderes Problem zum Tragen:
    diese Anlage wird - unabhängig von der Eigentumsstruktur - auf jeden Fall Immissionsschutzrechtlich in der Genehmigungspflichtig sein.

    Verstehe ich das richtig, 10700 Starts in 17000 Betriebsstunden?
    Also ich würde mal sagen für fast zwei Starts pro Stunde ist doch schon mal keine schlechte Ausbeute für den Anlasser.

    ?( Ähm - 10.700 Starts durch 17.000 Bh gibt doch wohl eher 0,6 Starts pro Betriebsstunde.


    Zitat von Thorsten.T.

    Das Verhältnis Starts zur Laufzeit ist hier nicht das Problem!

    ?( Ähm - denke schon, dass das ein Problem darstellt. Warum taktet das BHKW so häufig? Ist das Versorgungsobjekt so klein, der Pufferspeicher zu klein oder die Hydraulik schlecht realisiert?

    Ab 2010 müssen Betreiber von Pflanzenöl-BHKW die Anforderungen der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung erfüllen. Dies gilt für alle Pflanzenöl-Arten. Wenn diese Verordnung nicht erfüllt wird, entfällt die EEG-Vergütung.


    Eine Pflanzenöl-BHKW-Anlage in einem Betrieb ist wirtschaftlich dann sinnvoll, wenn ihr den Strom ins Netz einspeist. Dafür erhaltet ihr bei vollständiger Nutzung der BHKW-Wärme 20,67 Cent/kWh (2009). Der Stromverbrauch ist mit rund 2500 kWh nicht besonders hoch. DIes entspricht einer elektrischen Grundlast von rund 1 kW und eine Spitzenlast von rund 15-20 kW. Den überwiegenden Anteil eures Stroms müsst ihr daher eh einspeisen. Wenn ihr das günstigere Heizöl verwenden würdet, wäre das KWK-Gesetz für die Vergütung ausschlaggebend. Dies wäre bei einem hohen ANteil selbstgenutzen Stroms sinnvoller.


    Fazit:
    Wenn Pflanzenöl - dann vollständige Einspeisung und EEG-Vergütung - Strombezugskosten bleiben gleich, aber Einnahmen durch Stromverkauf
    Zum Thema Holzvergaser: Ist für diese Objektgröße nicht interessant, da der kleinste mir bekannte einigermaßen (!) betreibbare Holzvergaser 60 kW thermische Leistung aufweist -
    und das würde in diesem Fall zu sehr geringen Laufzeiten führen. Ganz davon abgesehen, dass für Holzvergaser ein großer Zeitaufwand benötigt wird. Ein Bericht über die Erfahrungen mit einem kleinen Holzvergaser veranschaulicht das Ganze.