Beiträge von gerdh

    So, ich bin raus! Mein vitotwin 300 heisst seit gestern vitocrossal 300.cu3A glaub ich. und hat eine neue Bedienung.. und brummt nicht mehr.


    Der Zeitwert wurde vorteilhaft abgerechnet. Davon kann man einen neuen Brenner kaufen und aufstellen, die Umbaukosten hat Viessmann ebenfalls getragen.


    Nun ist das natürlich für mich ein Verlustgeschäft gewesen, ökologisch sein ist nicht preiswert. Aber ausserhalb der Gewährleistung wäre jede neue absehbare Reparatur des vitotwins, des Stirlings, der Steuerung da drin mörderisch ins Geld gegangen, und daher habe ich der Sache mit der Hilfe des Viessmann Rückkauf Angbotes ein Ende gemacht. (Es muss in Allendorf einen Schwarzmarkt geben, wo sich abends der Einkauf in dunklen Ecken mit finstren Gestalten trifft, um vitotwin Aggregate undurchsichtiger Herkunft bei den Hehlern seines Vertrauens gegen Koffer mit Bargeld einzutauschen. ;) Sogar Dreiwege Ventile und Speicherkessel werden dorthin zurückgeschafft.) Bald wird der Wert dieser Ersatzteile ins Unermessliche steigen, und langgediente Servicemitarbeiter werden aus der Rente geholt, um den letzten noch lebenden Viessmann- Stirling weiter am Leben zu halten... .


    Über meinen Brennwertkessel muss ich hier nichts mehr berichten. Ich bedanke mich allerseits bei Euch für alle guten Tipps und vor allem emotionale und moralische Stütze in Momenten größter Verwunderung und Verzweiflung.

    Gerd

    Ich habe eine identische Leidensgeschichte durchlebt.. hier im Forum zu studieren. Wenn der Sterling tot ist... muss man sich seehr gut überlegen, das Gerät mit Brenner 2 weiter laufen zu lassen. Das Vitotwin Gerät ist mit einer kundenspezifischen Variante einer Siemens Steuerung aus deren Prozessautomationssparte ausgestattet, und die wurde Viessmann (2017?) abgekündigt, entweder, weil Viessman ein altes Gerät ausgesucht hat, oder weil die versprochenen Abnahmemengen nicht erreicht wurden, oder weil Siemens... . Folglich hat Viessmann noch einen Stapel Ersatzteile aus dem Last time buy, und das war's. Wenn an der Kiste noch mal was ist... tja. Daraus entsteht die Motivation, vitotwin-Betreibern ein wirklich annehmbares Rückkaufangebot zum (großzügigen) Zeitwert zu machen, inklusive Arbeitslohn für den Umbau und Papierkram wegen Einspeisebetrieb, ohne entgangenen Ertrag aus Strom - das erstere ist nach Regeln der Gewährleistung sehr gut, das letztere (entgangener Gewinn) wäre nur bei schuldhaftem Verhalten für Viessmann fällig, die Nachweispflicht dafür hätte der Kunde - also nicht machbar. Da Viessmann eine ordentliche Firma ist, liegt schuldhaftes Verhalten m. E. auch nicht vor. Das Rückkauf Angebot ist übrigens nicht mit der Verpflichtung verbunden, wieder Viessmann zu kaufen, was ich für sehr honorig halte.


    Ich hab mit die Zahlen für den Vitovalor angesehen - wieder so ein Ding, wo mit viel Förderung dann angeblich irgendwann eine Einsparung eintritt. Der Anfangsinvest ist (wieder) enorm hoch, man kann es sich schön rechnen, aber man muss das Geld auch wirklich übrig haben, ein KfW Kredit ist ein Kredit. Ich werde das nicht wieder machen und am Tropf der Abrechnungen und Fördertöpfe hängen wollen. Wenn der Vitotwin schon ein finanzelles Abenteuer war - hier folgt das nächste. Das sind komplexe Geräte, mit Elekrolytpumpen und Filtern und Rückspülungen etc etc.. - die müssen erst mal "Wartungsfreiheit" beweisen. Mein größter Kritikpunkt: es gibt eine Kleinigkeit, das Gerät steht, der lokale Heizungsbauer kann nichts machen, es muss ein Viessmann Techniker her, es ist Winter, und der hat so viele Termine, dass er erst in drei Tagen kommen kann. Wir haben im kalten Februar vier Tage morgens kalt geduscht. Hat was. Zugegebenermassen hat Viessman daraus gelernt und neuere Installationen sind so gemacht (auch der vitovalor), dass die Brennwert-Therme immer unabhängig läuft, und der Stromgenerator nur unter Vollwartungsvertrag angeboten wird. Deswegen kann man übrigens auch ganz andere Geräte als den Vitovalor einbauen, wenn man es doch möchte.


    Das Konzept ist gut, die Geräte sind nicht praxistauglich und sehr teuer, die Wartungskosten fressen die kleinen Erträge aus Einspeisung und Selbst-Nutzung von Strom auf. Ich krieg eine Wald-und Wiesen Brennwerttherme mit einer Bedieneinheit, die auch mein Heizungsbauer warten und meine Familie bedienen kann - letzteres klappt beim Vitotwin übrigens auch nicht. Ich spar einfach Strom und komme auf den gleichen Effekt, statt erst 25.000 Euro im Keller an die Wand zu schrauben.

    Sailor, danke für die Klarstellung.


    Das von Viessmann angegebene Wartungsintervall für die Heizung wurde mit mit 12 Monaten angegeben. Nähmen wir mal an, die Wartung läge bei 190 Euro (Elektroden liegen so bei 80 Euro) und die Energiesteuer-Entlastung wird aufgeschlagen .. dann würde mein Jahreserlös geschätzt sehr optimistisch bei ca 500 - 620 Euro liegen. Dann wäre der Mehrpreis erst nach 14 -17 Jahren erwirtschaftet. Wie viele Sterlingmotoren braucht man bis dahin? Selbst wenn nur einmal ein Ersatz notwendig würde, wäre ein Break-even nicht mehr darstellbar.


    Das nächste Drama ist doch absehbar, quasi mit Ansage: die Steuerung mit filigraner Verkabelung mit freifliegenden Flachband-kabeln und Pfostenreihenverbindern auf Leiterkarten kann kaum keine Lebensdauer von 20 Jahren haben - das wird auch einmal getauscht werden müssen.


    Das ganze Ding rechnete sich m.E. nur, wenn ein Break-even für Mehrkosten in 5 Jahren erreichbar wäre: dazu müsste die Anlage den Mehrpreis von 8.500 Euro mit einem Nettoertrag von 1.700 Euro pa. ausgleichen können. Bei optimalen Wartungskosten von 200 Euro pro Jahr und zuverlässigen Komponenten ohne Ausfall führt das rückwärts gerechnet zu etwa 9.500 kWh produziertem Strom (a 20 cent Preisdifferenz zur käuflichen kWh), die dafür erzeugt werden müssten; quasi mehr als ein Dauerbetrieb in allen 8.760 Betriebsstunden eines Jahres mit 1 kW Leistung: in Grönland möglich, in NRW kaum. Meine Überlegungen sind ungenau, weil überschlägig: auch gibt es Förderung und Energiesteuer-Entlastung und Papierkram dafür.. und so kann man es sich schön rechnen. Für sich allein rechnet es sich nicht, jedenfalls nicht in meinem Bedarf von so etwa 45.000 kWh Energie.

    Alikante,


    ich habe die Abrechnung des Netzbetreibers für 2018 gefunden: für das Jahr 2018 (1.1. bis 31.12.) habe ich eine Erzeugungsmenge von 3322 kWh bei Eigenverbrauch von 2712 kWh und Einspeisung von 620 kWh erreicht. Dazu gibts vom Netzbetreiber dann 5 Seiten (!) Abrechnung mit Zuschlägen und Börsenpreisen... Rücklieferungen und vermiedenen Netznutzungen ( das macht 17 Euro, wer will das wissen) und daraus ergibt sich aus Einspeisevergütung und Kosten dafür ein Erlös von 168,68 Euro - für ein Jahr. Die Jahresstromrechnung des Versorgers zeigt eine Menge von 5624 kWh, ich nehme an, dass da der Eigenverbrauch drin ist, dann hätte ich etwa den halben Verbrauch selbst erzeugt, wenn nicht, dann etwa ein Drittel.


    Wenn ich es richtig verstehe, habe ich ja 2712 kWh nicht für 25 cent, sondern für 5,5 cent pro kWh erworben, also Kosten von ca 540 Euro vermieden - das wäre auf den Jahreserlös aufzuschlagen. Ich hab aber Regel- Jahreswartungskosten von > 500 Euro. Ersatzteile nicht gerechnet, dem Stirling wird noch "ein wenig Zeit" vorhergesagt. Nun wurde ein Motor und Verteilventil dazu getauscht, ich bin auf den Rechnungsbetrag gespannt. Wenn ich den Ertrag des Jahres zusammenzähle (708 Euro) und nur die Regel- Wartungskosten abziehe.... und mal 200 Euro Netto-Ertrag annehme, und 12.000 Euro (Kosten vitotwin, es war noch mehr, da ist ja noch ein 750 L Pufferspeicher im Keller) gegen ca 3.500 Euro (Kosten für ein Wald-und Wiesen Brennwertgerät) rechne (Differenz 8.500 Euro)... kann ich vor lauter Tränen die >40 Jahre zum Break even am Taschenrechner kaum erkennen. Da ja ein vitotwin nur ein klein wenig mehr als 5 Jahre hält "wartungsfrei schwingender Stirling - berührungslos, kein Verschleiss", und ausserdem eine jährliche Regelwartung mit neuen Elektroden und weiss der Kuckuck was braucht, kommt der geneigte Pragmatiker zu der Idee, mal wieder was Einfaches zu versuchen: wie soll da je ein Break even erreicht werden?


    Im Nachbarhaus läuft ein Brennwertgerät von 1995, zufällig auch von Viessmann. Kriegt einmal im Jahr ne einfache Wartung, läuft übrigens immer, und auf die Frage, ob das mal ersetzt werden muss, sagt der Heizungsbauer "wieso? der läuft doch prima".


    Ich hab mir einmal ein BHKW aus Idealismus fürs Klima schön rechnen lassen, Fehler kann man mal machen. Aber nur einmal. Die beste Entscheidung war der Einbau eines Grundofens in unser Haus. Da bleibt es wenigstens warm, wenn der Vitotwin komplett steht. Warum soll ich nun so ein Abenteuer noch mal anfangen? Weil mir eine Firma den Papierkram macht? Das ist wirklich vorbildlich, aber angesichts der Zahlen kein Argument. Auch ein BSZ Gerät ist komplexe Technik mit unbekannter Lebensdauer und unkalkulierbaren Gesamtkosten über diese Lebenszeit, bei hohem Einstandspreis als Damoklesschwert darüber: das ist das Gleiche in grün.


    Wer jetzt meint, man müsse auch was für die Umwelt tun, da käme es ja auch mal teurer als nur auf preiswerteste Weise Wärme zu erzeugen: bitte, ich hab jetzt meine Jahre mit Geld verbrennen abgeleistet, jeder darf sich gern auch ein BHKW anschaffen. Es ist gut für die Umwelt, da kommt es eben etwas teurer...

    Vitovalor Inbetriebnahme, läuft: Das liest sich aber hier im Forum etwas anders…. nicht sehr ermutigend. und: 700W Erzeugerleistung ist wenig. Ich könnte eher 2 kW Leistung gebrauchen. Und das ganze wird dann wieder nur nach Jahren... mit Fördergeldern irgendwann finanziell einen break even erreichen. Wenn da vorher so etwas wie beim Vitotwin eintritt, ist man wieder mit einem 5-stelligen Investment in Vorleistung gegangen.

    Also, ich werde nun in aller Ruhe eine Heizung ohne den ganzen Förder- und Einsparwahnsinn suchen und meine Freizeit wieder mit anderen Dingen verbringen. Viessmann wandelt das Ding, und es wäre sträflich, diese Gelegenheit auszuschlagen, von Kalt-Duschen und Formularen und Meldezetteln und Service-Einsätzen loszukommen. Meine Verluste halten sich so in Grenzen, da hab ich nur einige tausend Euro versenkt für ein grünes Gewissen - ich werd es als Lehrgeld verschmerzen.


    Wenn ich mal wieder einen Amtsschimmel reiten will, besorg ich mir eine BSZ oder ein anderes BHKW. Allein der Antrag wieder in Papierform bei der Bafa, ja klar. Wenn ich nun Geld für Strom zum Regeltarif kaufen muss... werd ich an diese Zeit denken und fröhlich den Scheck schreiben - mit einem grünen Stift.


    Die BHKW Technik macht viel mehr Sinn als PV Anlagen, und wird so schlecht behandelt. Wie man sich als Industrienation derart schlecht positionieren kann, ist mir unklar. Statt in der Entwicklung vorauszugehen, legt ein Dickicht von Behörden die Innovation still im Kampf um Einfluss und Besitzstandswahrung. So, wie es keinen Transrapid gibt, und keine Hochgeschwindigkeitsstrecke für die Bahn, kein modernes Stromnetz und keinen massiven Ausbau der Offshore Windtechnik… und keine moderne Infrastruktur im Mobilbereich und bei der Computertechnik… gibt es auch keine weit verbreitete BHKW Technologie in D. Aber man soll seinen Stromzähler im BHKW durch einen externen eichfähigen ersetzen, das wird behördlich geregelt. Und dann die wenigen Euro Verdienst zum Eichen des Zählers ausgeben. So wird was draus!

    Ja, das stimmt. Und wenn man so Geräte in den Markt bringt, die eigentlich immer mal wieder stehe bleiben, was man da spart... man glaubt gar nicht, wie viele Tage man kalt duschen kann, da spornt Viessmann seine Kunden zu immer neuen Höchstleistungen an.


    Die sind ja auch sehr sportbegeistert, was die so an Spitzensportlern unterstützen. Ist doch toll,dass man da teilhaben kann. Und spart viel Gas. Supersparsame Geräte sind das.

    Zur allgemeinen Unterhaltung: mein am 14. 3. rundum gewartetes Gerät (Kosten dafür über 500 Euro) hat es immerhin bis heute geschafft… und dabei etwas Strom produziert. Immerhin, 31 Tage. Das ist ja für ein vitotwin schon eine Marke.

    Heute ist es erneut ausgefallen "Fehler 268 Luftumlenkventil Fehler"... man soll Steckverbinder prüfen… hab ich gemacht, und damit keinen Erfolg gehabt. Anwender - Reset oder Ein/ Ausschalten hilft nicht.


    Morgen früh werden wir erneut kalt duschen, weil erst danach ein kundiger Techniker eine helfende Hand anlegen wird.

    Danke für die netten Tipps. Wenn ich mir ausrechne, was ich bei den Großgeräten Waschma und Trockner sparen könnte… und was die dann kosten…. und wann da ein Break even kommt… und welche Umweltbelastung ich durch den Neubau der Neugeräte auslöse, die danach soooo sparsam bei mir sind..


    … dann ist das alles eine größere Umweltbelastung und Ausgabe im Vergleich zu den Energie- und Kosteneinsparungen. Also: da machen wir … NIX und fühlen uns wohl. Neugeräte gibt es, wenn die alten aus wirtschaftlichen Gründen ersetzt werden müssen, vorher nicht.

    Hallo Sailor,


    Danke für Zeit und Gedanken und für die Einordnung meiner Bemühungen!


    Also, Wärme:

    - man kann so ein Forum ja nur launig mit Posts versorgen. Meine Kinder gehen Gott sei Dank noch nicht auf Freitagsdemos, und den Impuls für die Klimarettung an der eigenen offenen Balkontür hab ich schon gesetzt. (Manchmal glaub ich, diese 17-jährigen haben den Kopf nur für die Haare, die drauf wachsen. oder anders ausgedrückt: "Großhirnrinde wegen Umbau vorrübergehend geschlossen" (dort werden die vernunftbasierenden Entscheidungen getroffen, hab ich gelernt)).


    Danke für Deine schöne Bestätigung, dass mit unserer FB Heizung unser Verhalten und Einstellungen nicht alle falsch sind.


    Kamin:

    - Angebot vom Kaminbauer ist schon im Haus, wird diesen Sommer umgebaut. wird geschlossen, um das WZ einfach wärmer zu machen ;).

    - Effizienberater: mit so einem haben wir umgebaut, und das vernünftig Machbare gemacht: Aussenwände sind aus Klinker, die wurden nicht verdämmt, Fensterrahmen aus bestem (Meranti-) Holz von 1980, deren Erhalt spart Energie, die haben aber nur eine Dichtung... haben wir akzeptiert. Alle Glasscheiben wurden 2012 auf den damaligen besten Wert ausgetauscht. Kellerdecke wurde von unten gedämmt, der Spitzboden komplett gedämmt. Mit dem Heizungstausch haben wir dadurch ein "KW75"? Haus erstellt.

    - Heizkörper OG: da gibt es zwei, die in Betrieb sind, der Rest ist sowieso aus. a) bei meiner Tochter und b) im Bad. Ja, die beiden, die tatsächlich Wärme transportieren, könnte man noch tagsüber automatisch absenken, das stimmt.


    - mein E- Wildschwein im Garten... wir haben sowas von Sandboden, wenn Du da einen Eimer Wasser ausgiesst, ist es nach 15 Min wieder trocken (naja, fast). Also braucht man eine Bewässerung: ... PV Anlage .... Bewässert wird aber nicht tagsüber, sondern Nachts - sonst verbrennt die Flora ;). und da scheint auch keine Sonne.. UND mit einer PV Anlage werd ich wieder behördenbekannter Stromeinspeiser, und sitze stundenlang an schwachsinnigen Anträgen, Registrierungen, Meldungen, Steuerabrechnungen. Nicht meine Begabung.


    Das LED Projekt Küche: ist nächstliegender Kandidat und wird angegangen. Als ich nachgezählt hab, fand ich es selbst beeindruckend Ich sehe das mal als Unterstützung der FB Heizung) . In der Küche ist ja auch fast immer Licht an.. in anderen Räumen ist oft kein - oder nur kurz Licht an, da bringt das nicht soo viel. Spülma. und Kühlschrank ist von 2012. Waschmaschine, naja: Neugeräte haben in der Herstellung so einen großen CO2 Eintrag, dass eine Neuanschaffung sicher energetisch unsinnig ist. Das sieht nur auf dem Papier für den eifrigen Energiesparer toll aus. Wir haben eine Miele Maschine & Trockner von 199?, über 20 Jahre alt. Das ist doch super, ein Miele Gerät schmeisst man nicht weg, das wird der nächsten Generation vererbt, wenn man aus dem Leben scheidet. ;)

    Also,


    Nebenthema: meine Küche wird mit 17 Stk. Halo a 35 W ausgeleuchtet. Der Flur hat weitere 5 Stk.: man könnte zwei oder drei weglassen, klar.


    Verbrauch: ich habe einen Gas Jahresverbrauch von ca 40.000 kWh auf 260 qm Wohnfläche, gebaut 1980 - für Wärme und Stromerzeugung. Mein Gasversorger schickt mir mit der Abrechnung eine kleine Vergleichstabelle, die ist hier angehängt. Da sieht man unseren Verbrauch links und Vergleichswerte rechts.


    Wir liegen gleichauf mit einem Haus aus dem BJ 1978-83 (ok, unser Baujahr) mit 120 qm Wohnfläche. Also fühle ich mich ganz gut dabei. Ich lerne gern, wie es besser geht.

    Beachtlich und klasse sind ja frei interpretierbare Begriffe. Ich schau es nochmal nach, bevor ich weiter zur Unterhaltung beitrage.


    … und an Stromsparer.... meine Küche hat eben nicht 19 qm. Und ich beleuchte mit Halo, wie geschrieben, je 35W, und nicht mit LED. Weil mir die Lichtfarbe nicht passt. und jedes LED Leuchtmittel mit seiner eigenen Lichtfarbe daherkommt, und das gemischt dann schlecht aussieht.


    Klar geht es mit weniger, wenn man das möchte - das ist unstrittig. Aber dann braucht es auch keinen vitotwin im Keller.

    Die Vorbesitzer haben in dem Objekt zu zweit 60 kWh Gasverbrauch im Jahr gehabt. Wir haben das Haus ohne Styroporverschandelung behutsam gedämmt und sind nun auf den ca 42kWh gelandet.


    Zur Elektrik: Wir haben immer einen Rechner laufen, meist zwei, und die Grundlast des Hauses liegt schon zw. 400W und 1 kW.. nun gedanklich mal 8750h im Jahr? An der Heizung gibt es jetzt Energiesparpumpen mit ca 10W el. Verbrauch, aber dafür 3 externe plus vito.. einiges an standby- und Dauerlauf- Geräten, Fernseher, Haussteuerung, es werden immer 3 Mobilgeräte jede Nacht geladen, etc etc.., typischerweise Waschmaschine und Trockner. Wir haben eine 2kW Tauchpumpe, welche die Gartenbewässerung in einem 1200 qm Garten sichert und wegen Sandboden im Sommer jeden Tag über Stunden aktiv ist. Beispiel Küchenlicht: 450W, läuft oft, damit man auf den Arbeitsoberflächen was sieht, im Haus sind in Fluren und Räumen ca. 75 Halo-Lampen mit 35W Leistung verbaut. Das Halogenlicht mit 2.900K Farbtemperatur ist bisher durch LED nicht herstellbar und ersetzbar gewesen. Wir haben eine Sauna mit 9 kW Ofen, die wir gelegentlich nutzen, dann läuft der Ofen für typisch 3h. Also: Stromverbrauch ist Lebensqualität, so einfach sehe ich das. ;)


    Zum Wärmeverbrauch: das sind Themen, die mein HB mit mir nie thematisiert hat. Es ging um "was bauen wir um, wie soll es hinterher aussehen". Konkret: ein Kunde mit einem warmen Haus stellt keine Fragen mehr. Ich ehrlich gesagt auch nicht. Hätte ich mir eine Brennwerttherme für 2750 Euro gekauft, würde ich diesen Dialog gar nicht führen - wieso würde man da Zeit investieren?


    Insofern kann ich zu den Themen "Effizienz, Verbrauch pro qm oder m³, Spreizung im Wärmetauscher" wenig sagen: ich spreize mich nach dem Telefon, wenn die Heizung ausfällt. Die FB Heizung im EG hat 11 cm Estrichdicke… das ist eine ordentliche Masse. Im 35qm Wohnzimmer steht ein offener Kamin mit kleiner Absperrklappe im Kamin, da geht einiges an Wärme im Winter weg. Die Badezimmer werden über RLT Ventile für die FB Heizung und Wandheizkörper beheizt. Kinder lassen gelegentlich die Heizung im Zimmer auf "3" und die Balkontür auf.. Wir stoßlüften jeden Morgen das warme nasse Bad mit geöffnetem Fenster für 20 Min., auch bei -5°C - dafür wird die FB Heizung und der Handtuchheizkörper nicht ausgestellt. Dann ist auch die Dusche trocken und gammelt nicht. Eine Nachtabsenkung ist nicht wirklich sinnvoll: dann wird es abends im Wohnzimmer kalt, wenn man es warm haben möchte, der FB im EG und in den Bädern ist dann morgens nicht warm genug, das Bad dann auch nicht. Oder die Nachtabsenkung ist grad mal von 23h bis 3h.. witzlos bei FB Heizung. Und der Stirling steht dann nachts. Also läuft die Heizung meist nachts ohne Nachtabsenkung, das Wohnzimmer ist immer ein kleines wenig zu kalt, sonst wär es anderswo zu warm. In den Anfangsjahren waren die kleinen Räume superwarm, das Wohnzimmer als größter Raum am kältesten.. kein Wunder.. der HB meint: "Durchfluss an den FB Kreisen am Ventil per Hand passend stellen, auszurechnen ist da nichts." Das hab ich gemacht, nun ist es annähernd gleich warm in den Räumen: mein hydraulischer Abgleich. Es gibt eine alte Zirkulation in dem Haus, die hat mehrere Maschen. Wir hatten versucht, eine anforderungsgesteuerte Zirkulationspumpe von Vortex einzubauen, das hat nicht funktioniert, weil die am Sensor immer ein Gemisch von Wasser aus allen Maschen gesehen hat.. also gibts jetzt eine zeitgesteuerte Zirkulation, und die läuft einige Zeit des Tages, wenn die Familie wach ist und warmes Wasser beziehen will.


    Die ganze Anlage wird mit Aussentemp Fühler entlang der Heizkurve geführt, und funktioniert gut wenn es ganz warm ist (stellt sich selbständig aus) und kalt ist (wärmt ordentlich) und funktioniert schlecht in Übergangswetterlagen, an warmen Tagen lüften wir die Wärme nach der kalten Nacht aus dem Estrich, beim nächsten kalten Tag nach dem warmen Tag kommt die Temperatur nicht schnell genug nach. in dieser Übergangszeit bewährt sich vor allem unser Grundofen mit 6kW oder so im EG: hat eine große Keramik-Grundkörper Masse, die wird mit Abbrand des Ofeninhaltes erwärmt und heizt dann für einige Stunden wunderbar mit Strahlungswärme. An diesen Tagen schalte ich die FB Kreise der erwärmten Räume (einzeln) aus, insb. um die FB Heizung schneller abkühlen zu lassen, weil ja der Grundofen läuft. entsprechende Ventile für die FB Kreise habe ich nachgerüstet.


    In diesen Übergangstagen verstelle ich auch die Heizkurve ein wenig, an dem vitotwin kann man sonst nichts verstellen, jedenfalls bleibt ein Eintrag im Menue "temp. Temperatursollwert ändern" in der Fernbedienung wirkungsfrei. Die hat mir jemand damals auf den Tisch gelegt "da gibts noch eine Bedienungsanleitung im Keller", fertig: das Ding ist ja völlig kryptisch, wenn die Russen kommen, werden sie es für die nächste Enigma halten, konfiszieren und (erfolglos) zu dechiffrieren versuchen. Die Viessmann Techniker sagen entschuldigend sinngemäß: die ist von Siemens und nicht von uns.

    Und so landen wir bei den 42kWh.. ich dachte, das wär ganz ok für ein altes Haus mit Fenstern mit nur einer Dichtung drin. Wir mögen frische Luft. Ein dichtes Haus mit Lüftungssystem käme mir nicht in die Tüte. Hatten wir mal ansatzweise, ist auch nichts.


    Konkret: wie soll man in so einem Haus die Energieverbräuche nun genauer allozieren und bemessen? Was gibts zu verbessern?


    Das Manometer des externen Heizkörperkreises ist i.O., es bewegt sich und der Druck im Kreis wurde von mir während der Fehlersuche von 0,9 auf 1,1 bar verstellt - dann sollte die Heizung ja wohl anspringen. (Es sollte mehr sein, aber ich hatte nicht ausreichend Wasser zur Verfügung. nachträglich wurde dieser Kreis auf ca 2 bar Druck aufgefüllt.) as Manometer im Vitotwin steht jetzt im grünen Skalenbereich. Wo es fälschlicherweise vorher stand, habe ich nicht persönlich gesehen - der Druck soll abgefallen gewesen sein, so die mündliche Darlegung.