Beiträge von bredoko

    Hallo, ich habe für ein Pflegeheim gerade ein BHKW bestellt und jetzt kommt heute jemand, der ein Angebot für eine Photovoltaikanlage machen will. Worauf sollte man achten, wenn sowohl BHKW als auch PV installiert werden sollen?

    Wäre ja schön, wenn es das Lichtblick-BHKW irgendwann einmal ohne die derzeitigen Einschränkungen zu kaufen gäbe. Das wäre dann auch für meine Fälle eine interessante Alternative. A propos Alternativen: Ich habe in den letzten Monaten von allen relevanten Anbietern im Bereich von 10 bis 50 KWel Angebote eingeholt (oder zumindest einzuholen versucht) und mit vielen Betreibern von Anlagen dieser Klasse gesprochen. Mir ist jetzt klar, weshalb in dieser Größenklasse EC Power mit Abstand Marktführer ist...


    Ein ganz schlechtes Bild haben in der Angebotsphase übrigens die großen Heizungsanbieter abgegeben. Sie verfügen auf dem Papier zwar über BHKWs in dieser Leistungsklasse und zeigen auf der Ebene der Gebietsbetreuung auch Interesse an einem Verkauf dieser Geräte, versuchen diese aber über ein Vertriebsnetz in den Markt zu bringen, dass gar nicht bereit ist, BHKWs zu vermarkten - und wenn der Gebietsvertriebler nicht direkt anbieten darf, der Heizi vor Ort nicht anbieten will, tja ...

    Ist das Problem nicht eher, dass wichtige Stellen wie die BAFA und die KFW keine klaren Antworten auf die Fragen von Interessenten haben?


    Meinen Beitrag vom heutigen Morgen habe ich mir schließlich nicht selbst ausgedacht, sondern darin habe ich die mir gegebenen Auskünfte von BAFA und KFW zitiert...

    Ich habe heute sowohl mit der KFW als auch mit der BAFA über die Förderbedingungen gesprochen. Bei der KFW konnte man mir keine klare Antwort geben (erstaunlich wenig Kompetenz im Call Center), die BAFA hat aber klar geantwortet:


    1. Ein gleichzeitiger Zuschuss von BAFA und KFW (430) ist nicht möglich. Der KFW-Zuschuss wird dann auf die BAFA-Förderung angerechnet. Das Gleiche gilt nach dieser Auskunft für andere Zuschüsse der öffentlichen Hand.


    2. Eine Kumulation von Mini-KWK-Zuschuss der BAFA und KFW-Kredit ist hingegen möglich! Die Zinssubvention der KFW gilt bei der BAFA nicht als Zuschuss im engeren Sinne und wird daher nicht angerechnet.


    Nun bleibt für mich noch die Frage, welche KFW-Programme für die Anschaffung eines BHKWs genutzt werden können. Grundsätzlich kann man wohl das Programm 152 nutzen, allerdings nur bei Baujahren vor 1995. Meine nächste Idee war das Programm 270, aber das hat das Call Center der KFW kategorisch ausgeschlossen.


    Gibt es Erfahrungen hier im Forum mit KFW-Finanzierungen?

    Schließt der BAFA-KWK-Zuschuss eigentlich eine Finanzierung über die KFW aus oder ist nur ein zusätzlicher KFW-Zuschuss über Programm 430 augeschlossen? Konkret überlege ich eine Finanzierung über KFW 152 (Einzelmaßnahmen), würde natürlich aber auch den BAFA-Zuschuss wahrnehmen wollen ...

    War heute mit meinem Nachbarn im Gespräch. Er fand das Thema BHKW auch interessant. Seine Daten sind folgende:


    Verbrauchsdaten
    Jährlicher Stromverbrauch: 6.000
    Jährlicher Brennstoffverbrauch: 35.000


    Derzeitige Heizung:
    Energieträger der Heizung: Gas
    Alter und Typ der der Heiztechnik: Buderus E 124-25 mit Wikora GS 152 (alles rd. 20 Jahre alt)
    Art der Warmwasserbereitung: Gas (s. o.)
    Pufferspeicher, Solarthermie:
    Temperaturen der Heizkreise: ?
    Hydraulischer Abgleich: Nein
    Art der Heizkörper:


    Immobilie und Rahmendaten
    Beheizte Fläche, Anzahl Bewohner: 200 qm, 4 Erwachsene
    Art und Baujahr der Immobilie: Einfamilienhaus mit Einliegerwohnng
    Erfolgte Modernisierungen: -
    Weitere geplante Modernisierungen: -
    Zweiter Abgasstrang für BHKW frei: ?
    Zusammenschluss von Nachbarhäusern: Mind. 10 m Abstand zu allen Nachbarhäusern, Frage der Kosten ...

    Vielen Dank für die Beispielrechnung. Wenn ich dann allerdings unterstelle, dass das BHWK den STrombedarf nicht voll decken kann sowie nicht unerhebliche Wartungskosten (höher als bei einer normalen Heizung) und administrative Kosten (u. a. Finanzamt) hinzukommen, rechnet sich die Sache nicht. Ich denke, dass es momentan etwas für Leute ist, die an dem Thema Spaß haben ...

    Ich habe mal versucht, zu errechnen, ob sich ein Ecopower 1.0 in einem sehr großen Einfamilienhaus rechnen kann. Folgende Annahmen habe ich getroffen:


    Kaufpreis: 12.000,- EUR (wahrscheinlich zu niedrig angesetzt)
    Wartung: 500,- EUR p. a. ( " )
    Stromverbrauch: 6.000 KWH
    Wärmebedarf: 25.000 KWH


    Meine Ergebnisse sind leider so, dass es sich (zumindest für den Betreiber) nicht lohnt, das BHKW anzuschaffen ... . Da es hier im Board aber viele begeisterte Mikro-BHKW-Betreiber gibt, frage ich mich, wie andere auf positive Ergebnisse kommen ... (?)

    Es könnte sein das Ihr das Gas ohne Energiesteuer Zahlen müßt sowohl für KWK als auch für Spitzenkessel. Also warum trennen wenn es nicht sein muß? Die Gaskosten sind mit nur einen Gaslieferant auch billiger da mehr Rabatt herauszuholen sind. Sollte der Hausverwalter alle Objekte die er hat zusammen fügen so kann noch ein besserer Preise :rolleyes: ausgemacht werden.


    Guter Hinweis. Es wäre also das Beste, wenn der Eigentümer in der GBR mitmachen und den Gasvertrag auf die GBR umschreiben lassen würde, oder?


    Dann würde die GBR schließich die komplette Energiebeschaffung in Händen halten und alle Volumina bündeln.

    Folgende Situation: In einem Gebäude soll ein BHKW errichtet werden, das von einer Mieter-GBR betrieben werden soll. Der Vermieter betreibt die Heizung weiter und rechnet die Wärme weiter als Nebenkosten ab (sofern sie noch gebraucht wird). Die Mieter-GBR möchte einen eigenen Gasvertrag für das BHKW abschließen.


    Fragen:


    1. Spricht irgendetwas dagegen (Vermieter ist einverstanden)?
    2. Was kostet ein zweiter Hauptzähler?
    3. Können der Vermieter und die Mieter-GbR mit unterschiedlichen Gaslieferanten zusammenarbeiten?
    4. Kann der Gaslieferant des Vermieters Probleme bereiten, weil die Gasabnahme durch den Vermieter (langfristiger Gasvertrag) deutlich zurückgeht(?).