Beiträge von bredoko

    Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit des Ecopower 1.0 ist, ob man den produzierten Strom auch verbrauchen kann (Eigenverbrauch!!!). Entweder hat man eine mind. 1 KW betragende Grundlast (im EFH normalerweise nicht der Fall) oder man muss seinen Stromverbrauch durch disziplinierte Haushaltsführung über den Tag (und ggfs auch die Nacht) verteilen. Das ist dann ein Thema für die ganze Familie und man sollte vor einer solchen Anschaffung klären, ob die anderen Familienmitglieder sich so etwas vorstellen können. In der Regel hat man im Privathaushalt zeitlich geballte Stromverbräuche und eine niedrige Grundlast (also hohe Stromverbräuche, wenn Herd, Backofen, Spülmaschine, Trockner und andere Großverbraucher laufen und geringe außerhalb dieser Zeiten). Das führt dazu, dass man von dem Strom, den ein Gerät wie das Ecopower 1.0 produziert, nur einen geringen Anteil selbst verbrauchen kann.

    Nachdem ich alle Parteien (Installateur, Solarteur und Netzbetreiber) von der Umsetzbarkeit der Empfehlungen der EEG-Clearingstelle überzeugen konnte, habe ich nun ein Angebot für die Zählerkaskade bekommen. Sie soll einen 5-stelligen Betrag kosten. Ist das normal? Damit erledigt sich ja jedes PV-Projekt von selbst und man muss sich beim Eigenverbrauch zwischen PV und BHKW entscheiden ... . Der Gekniffene ist dabei natürlich der Solarteur (die anderen Parteien hatten daran ohnehin kein Interesse).

    Beachte bitte die unentgeltliche Wertabgabe !!! Also geht man von den Selbstkosten aus !!


    So ist es - und weil man die Selbstkosten auf diese Weise quasi als Einnahmen ansetzen muss, hebt sich der steuerliche Vorteil wieder auf. Besser wird die Situation erst dann, wenn die über die Selbstkostenermittlung unrealistisch hohe Bewertung des Wärmeverbrauchs durch den Ansatz eines Marktwerts für Wärme abgelöst wird. Das ist aber momentan nur dort möglich, wo es entweder einen Wärmemarkt gibt oder wo der BHKW-Betreiber einen Teil seiner Wärme an einen unabhängigen Dritten verkauft.

    Der beigefügte Fachbeitrag lässt leider einen entscheidenden Punkt aus: Die Bewertung des eigenen Wärmeverbrauchs. Da ist die Rechtsprechung momentan so, dass der Eigenverbrauch mit dem Teilwert anzusetzen ist - und das bedeutet, dass der Wärme-Eigenverbrauch ertrags- und umsatzsteuerrechtlich mit der Summe der darauf entfallenden Kosten (incl. AfA, aber ohne Zinsen) als Einnahme zu versteuern ist. Damit reduziert sich der Umsatzsteuervorteil deutlich und ertragssteuerlich entfallen alle relevanten Vorteile. Das ist ein Riesenthema u. a. bei Betreibern von Biogasanlagen und man kann nur hoffen, dass irgendwann jemand ein anderes Urteil erstreitet. Eigentlich sollte das möglich sein, da momentan der Teilwertansatz dazu führt, dass für die Wärme unrealistisch hohe Preise zu versteuern sind.


    Steuerliche Aspekte spielen somit bei der Wirtschaftlichkeit eines Mikro-BHKWs keine wesentliche Rolle. Wichtig ist m. E. nur der anfängliche Vorsteuerabzug, da der die Investitionssumme verringert. Ansonsten muss sich das BHKW auch ohne steuerliche Vorteile rechnen. Das funktioniert beim Ecopower 1.0 m. E. auch, wenn man es für weniger als 15.000,- EUR incl. Montage als Komplettsystem bekommt und dann rd. 4.000 KWH Strom selbst verbraucht.

    15-20K muss man wohl z.Zt. rechnen.


    Anscheinend gibt es da auch noch keine so richtige Serienproduktion, weil die Lieferzeiten noch bei 3 Monaten liegen.


    Scheinbar gibt es ja Leute, die sich diese Geräte zu diesen Preisen kaufen. Schade, denn so wird sich diese sinnvolle Technik nie durchsetzen! Hier fehlt es an einem mutigen Unternehmer, der eine Massenproduktion aufbaut. Unglaublich, was in Deutschland dann an Primärenergieeinsatz gespart werden könnte.

    Hallo zusammen,


    Mir gings im Prinzip nur darum ob das ecopower (abgesehen von den Wartungskosten)im laufenden betrieb teurer, günstiger, oder gleichwertig
    mit einer "normalen" Gasheizung ist!?


    Machst Du die Wartung selbst?


    Die höheren Kosten für Wartung und Anschaffung sind in all meinen Rechnungen die Spielverderber ...

    Ich komme auf cirka 109,- EUR im Monat, wenn ich zum Wärmebedarf von 13.740 KWH einen Strombedarf von 2.500 KWH hinzunehme und die Wartung mit 600,- EUR ansetze (Gaspreis 6 Cents, Strompreis 25 Cents).


    Die Vergleichsrechnung für eine normale Heizung ergibt mit den gleichen Annahmen (Wartung allerdings nur 150,- EUR p. a.) einen Wert von 135,- EUR pro Monat.

    Nur mal zum Vergleich: Wie hoch sind denn in Deinem Fall die Brennstoffkosten + Stromkosten + Wartungskosten bei einer normalen Heizungsanlage. Ich tippe da auf einen monatlichen Vergleichswert von 160,- EUR. Dann hättest Du eine Ersparnis von ca. 50,- EUR im Monat, der man allerdings die Mehrkosten durch die Anschaffung des BHKWs gegenüberstellen müsste.