Beiträge von bredoko

    Hier im BHKW-Forum gibt es viele Diskussionen, in denen es nur darum geht, wie man beim Betrieb eines BHKWs Steuerzahlungen vermeiden und staatliche Zuschüsse maximieren kann. Vor diesem Hintergrund finde ich es schon erstaunlich, dass man ausgerechnet in einem solchen Forum sich berufen fühlt, Uli H. an den Pranger zu stellen. Aber natürlich ist es viel schöner, den Splitter im Auge eines anderen zu sehen als ...

    Tja, Alikante, wenn man selber technisch begabt ist, stimmt das natürlich. Für die allermeisten BHKW-Betreiber trifft das aber nicht zu. Ich kann deshalb nur jedem raten, meine Tipps zu beherzigen. Das kostet nichts, erspart einem aber möglicherweise viel Ärger.

    Hier im Board haben mittlerweile so viele Betreiber mit Hersteller-Insolvenzen zu tun (und dabei viel Geld verloren), dass man solche Fragen nicht einfach so abtun sollte. So sehe ich es z. B. - trotz aller Kritik auch hier im Board - als einen der großen Vorteile der Dachse, dass man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen kann, dass man auch in 5 oder 10 Jahren noch problemlos Service und Ersatzteile für diese Geräte bekommen wird. Diesen Vorteil nehmen die Vertreter der grünen Kisten zwar auch bezahlt, aber damit ist der Mehrpreis zumindest an dieser Stelle auch mit einem Mehrwert unterlegt.


    Generell sollte man sowohl bei den Herstellern als auch bei den im Rahmen von Vollwartungsverträgen eintretenden Garantiegebern angesichts des langen Zeitraums, für den man sich absichern muss, genau hinschauen. Wenn es keine öffentlich zugänglichen Daten gibt, sollte man vor der Kaufentscheidung um ein Creditreform-Rating oder (besser, aber schwerer zu bekommen) das Rating der finanzierenden Bank bitten. Ein solches Verlangen kann man durch die Unterzeichnung von Verschwiegenheitserklärungen absichern.


    Wer diese Fragen nicht bedenkt, sondern nur auf die technischen Fragen achtet, geht ein hohes Risiko ein.

    Bei RMB/Energie sollte man vor einem Kauf m. E. folgende Fragen klären:


    1. Warum tauchen sie im BHKW-Ranking nicht auf? Welche Stückzahlen von welchem Modell sind bislang in Betrieb genommen worden?
    2. Wann wird der Jahresabschluss für das im März 2012 zu Ende gegangene Geschäftsjahr veröffentlicht?


    Die neuesten von RMB vorliegenden Geschäftszahlen sind vom März 2011. Da weist die Firma ein Eigenkapital von rd. 11.000 EUR aus (und 174.000 EUR Verbindlichkeiten). Wenn da also mal etwas nicht stimmen sollte und man auf die Herstellergewährleistung zurückgreifen möchte, lassen diese Zahlen wenig Optimismus zu ...

    Soziale Unternehmen sind häufige und geeignete Abnehmer für BHKWs. Schließlich fallen unter "Soziale Unternehmen" auch Krankenhäuser, Pflegeheime, etc.. Somit macht es für einen BHKW-Anbieter Sinn, die Adressen solcher potenziellen Abnehmer zu sammenln (ist ja wohl auch Sinn dieser Aktion). Allerdings fehlt es Vaillant m. E. am geeigneten Produktprogramm. Mein Eindruck ist, dass das einzige verlässliche Vaillant-Gerät der Ecopower 1.0 ist. Das für die genannten Einrichtungen am ehesten in Frage kommende Ecopower 20 (eh. Cogenon/Powertherm) müsste komplett erneuert und dann mit enormen Garantien angeboten werden. Fakt ist aber, dass beim Powertherm nach der Übernahme durch Vaillant zumindest bei Garantie und Preis genau das Gegenteil passiert ist.

    du bist noch nicht solang hier....macht aber nix
    Lies erst den ganzen Leidensweg
    Endabnahme Unserer Neuen Bhkw Heizanlage - Müssen Wir Das Akzeptieren? Ist Das So Ok? Viele Fragen Dazu...


    kannst ja dann evtl. nochmal fragen


    Puuuhhh, wenn man das so liest, wird einem aber auch klar, warum sich da kaum ein Installateur die Finger dran verbrennen möchte. Trotzdem versteh' ich weiterhin viele Dinge nicht. So hat EC Power Ende 2011 doch für alle in 2011 in Betrieb genommenen Anlagen eine Garantieverlängerung auf 5 Jahre angeboten. Die 1.500,- EUR, die das gekostet hätte, wären gut angelegt gewesen ...

    @ Solarcampus, zu dem geschilderten Problem habe ich einige Fragen:


    1. Du hast Dein BHKW mittlerweile mehr als 2 Jahre und damit ist die Garantie abgelaufen. Die 5-jährige Garantie für EC-Power-Anlagen gilt nur für Geräte, die ab November 2011 installiert wurden. Weshalb also legst Du bei der Inspektion Wert auf die Erhaltung einer Garantie, die es gar nicht gibt?
    2. Warum erreicht das BHKW nur eine Laufzeit von 4.000 Stunden pro Jahr?
    3. Ist die Auskunft des Mitarbeiters, dass es sinnvoll wäre, keinen Servicevertrag abzuschließen, belegbar? Diese Aussage ist gelinde gesagt sehr ungewöhnlich...
    4. M. W. ist die 8.500er-Inspektion für relativ kleines Geld zu haben (ca. 500,- EUR incl. Material). Selbst wenn da Fahrtkosten eines etwas weiter entfernten Betriebes anfallen, ist das kein hoher Betrag. Da sollten ein paar Telefonate schon ausreichen.
    5. Warum hast Du damals nicht gleich einen Vollwartungsvertrag abgeschlossen (in 2011 <50 Cents pro Betriebsstunde)? Dann hättest Du 15 Jahre Ruhe und stets eine vernünftig eingestellte und fernüberwachte Anlage gehabt.

    Soeben habe ich eine Pressemitteilung gefunden, die den Markt der Kleinst-BHKWs völlig verändern könnte ...


    Wartungsarme Mini-BHKW auch für das Mehrfamilienhaus
    EC POWERs neue Minis: XRGI 6 und XRGI 9
    (PresseBox) (Göppingen, 26.02.2013) Mit den jetzt vorgestellten BHKW-Typen XRGI 6 und XRGI 9 rundet EC Power, Göppingen, nach eigenen Aussagen Marktführer in Deutschland im mittleren Segment unterhalb 50 kW thermisch, die Angebotspalette nach unten ab. Das XRGI 6 leistet in modulierender Fahrweise elektrisch 2,5 bis 6 kW und thermisch 8,5 bis 13,5 kW, das XGRI 9 stellt 4 bis 9 kW elektrisch und bis 20 kW thermisch zur Verfügung. Die beiden Maschinen eignen sich ideal für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern, Bürogebäuden, Hotels und ähnlichen Objekten mit einem entsprechenden kontinuierlichen Grundbedarf an Strom. Sie ermöglichen außerdem die Einbindung in bidirektionale virtuelle Kraftwerke.


    Quelle: http://www.pressebox.de/inakti…familienhaus/boxid/576795

    Ich habe mir im letzten Jahr viele Referenzobjekte in dieser Größenklasse angeschaut und dann einige EC Power (15 und 20) angeschafft. Es ist m. E. kein Zufall, dass EC Power in diesem Segment mit Abstand Marktführer ist. Die EC-Power-Geräte sind nicht nur hins. Qualität führend (5 Jahre Werksgarantie), sondern zudem auch noch relativ günstig in der Anschaffung.

    In dem verlinkten Text heißt es:


    "Und weil immer mehr Strom aus regenerativen Quellen stammt, sind die Börsen-Strompreise auf Rekord-Tiefststände gesunken."


    Wie schön wäre die Welt, wenn es so wäre. Richtig wäre, wenn man etwa wie folgt formulieren würde: "Und weil immer mehr massiv subventionierter Strom aus regenerativen Quellen aufgrund politischer Vorgaben billigst am Markt verkauft wird, sind die Börsen-Strompreise auf Rekord-Tiefststände gesunken."


    Die politischen Vorgaben rund um das EEG sind momentan so, dass es der den EEG-Strom vermarktenden staatlichen Gesellschaft vollkommen egal ist, welchen Preis sie für den EEG-Strom erhält, da die Differenz zur Vergütung ohnehin auf die Verbraucher umgelegt wird. Die Preisbildung am Strommarkt wird damit quasi außer Kraft gesetzt - zum Schaden von BHKWs, Wasserkraft oder z. B. brandneuen, sauberen Gaskraftwerken.

    Ich habe selbst einen sehr ähnlichen Fall, bei dem ich auch rechnen konnte, wie ich wollte. Es hat sich einfach nicht gelohnt. Dabei handelt es sich um ein kleines Bürogebäude mit 11.000 KWH Strom- und 45.000 KWH Gasverbrauch und praktisch keinem Warmwasserbedarf. Da sich in diesem Gebäude die Energiebedarfszeiten auf max. 60 Stunden pro Woche beschränken, kommt kein BHKW auf ausreichende Laufzeiten ...