Beiträge von rquermann

    Wenn für das BHKW ein Vorsteuerabzug erfolgte, wird auch bei verschenktem Strom das Finanzamt die Hand aufhalten.
    Stichwort Umsatzsteuer auf Eigenverbrauch.

    @Mestapholes


    Es gibt keine planbare Einkommensteuererstattung.
    Wenn sich über die Jahre insgesamt eine Erstattung ergeben soll, muss die Anlage insgesamt einen Verlust erzielen.
    Dann ist das Projekt nach steuerlichen Kriterien nicht zur Einkunftserzielung geeignet. Das ist aber der klassische Fall der so genannten "Liebhaberei".
    In dem Fall wird die Anlage bei der Einkommensteuer gar nicht berücksichtigt.


    Die fünf Jahre sind auch nicht erklärbar. Entweder der Vertreter spricht hier auf einmal von der Umsatzsteuer oder er meint die Sonderabschreibung, die bei der Liebhaberei nun kein Thema mehr ist.


    Der Vertreter sollte über seine steuerliche Aussage nochmals nachdenken oder noch besser die Vorteile schriftlich garantieren.


    Viel Spaß

    Hallo Alle,




    @ bhkwaermepumptaik
    Ich habe da etwas Erfahrung ;)



    Die Finanzämter diskutieren derzeit gerne wegen der 10%-Grenze. Die Herrschaften haben wohl einen neuen Eintrag in ihrer Wissensdatenbank. Gerade um Sterlings wird gerne gestritten.


    Das heißt aber nicht, dass das Finanzat das automatisch gewinnt. Viele sind rechtlich überhaupt nicht sattelfest. Gerne werden auch beim Finanzamt die Regeln der Einkommensteuer (mögliche Liebhaberei) und Umsatzsteuer gemischt.
    So ist der Hinweis, dass das BHKW nicht zum Betriebsvermögen gehört, das ja weniger als 10% der thermischen und elektrischen Leistung eingespeist werden und man deshalb auch nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. Bei dieser grottenfalschen Argumentation werden natürlich Äpfel mit Birnen gemischt (übrigens beim Versuch der Herstellung von Traubensaft).


    Aber im Ernst:
    Das Thema Liebhaberei kann gerade bei kleinen Sterlings kritisch werden.
    Bei der Umsatzsteuer kann man ohne weiteres Unternehmer sein. Hier kann man die erforderlichen 10% GESAMTPRODUKTION-STROM (eben nicht Einspeisung) mit der Folge der vollen Vorsteuerabzugsberechtigung erreichen. Dann macht das BHKW noch mehr Spaß, denn man hat den vollen Vorsteuerabzug und versteuert nur seine Wärmenutzung und auch die mit dem günstigen Fernwärmepreis.


    Manche Vertriebler lassen einem allerdings mit den Steuerfragen nach unterschriebenem Vertrag im Regen stehen, obwohl diskret mündlich mit den tollen Steuervorteilen geworben wurde.



    @alikante
    "Was ist wenn sich Liebhaberei abzeichnet ( dauerhaft Ausgaben > Einnahmen ) aber nicht zur KUR optiert wurde??? Es müsste dann weiterhin Jährlich eine USt-Erklärung abgegeben werden welche vom FA mit USt.-Erstattung beschieden würde, trotzdem blieben diese Einnahmen bei der ESt.-Erklärung ohne Steuer erhöhende Wirkung ?!"


    ESt und USt sind weitgehend voneinander unabhängig. Bei der ESt kann trotz Einnahmen Liebhaberei vorliegen, weil die Summe aus anteiligen laufenden Ausgaben und AfA (oder anteiligem Erhaltungsaufwand) die Einnahmen übersteigen, es also rechnerisch Miese gibt (Amtsdeutsch: Kein Totalgewinn).
    Das Finanzamt hat allerdings große Probleme, dies nach der Neuregelung ab 2015 zu berechnen. Die Rechnung wird noch schwieriger, wenn der pauschale KWK-Zuschlag gezahlt wird.
    Eine Umsatzsteuererklärung ist fällig, weil von der KUR weg hin zur Regelbesteuerung optiert wurde.

    Hallo,


    ich habe beste Erfahrungen mit einem Raspi 2.
    Der läuft seit langem stabil als privater Netzwerkserver mit Seafile (Alternative zu Owncloud) und Kodi und einem Touchscreen. Netzwerkfreigaben und Benutzerverwaltung funktionieren, Ruckler an den Kabeln werden meist übel genommen. Es gibt von Anker sogar ein 1000 MB Lan-Modul.


    Nur für DVB-T2 ist der Winzling zu klein, da er die Kodierung nicht hardwaremäßig unterstützt.

    Hallo,


    Die Kleinunternehmerregelung greift, wenn der gesamte Unternehmensumsatz unter 17.500 Euro/Jahr liegt. Das Unternehmen umfasst alle selbständigen Tätigkeiten.


    Mit Nano-BHKW und PV wird die Umsatzgrenze wohl nicht erreicht. Das muss man dem Finanzamt auch nicht beweisen. Bei der Anmeldung der Einspeisung beim Netzbetreiber ist anzugeben, ob man Kleinunternehmer ist.


    Ein Gewerbebetrieb und keine Liebhaberei liegt vor, wenn ein Totalgewinn erzielt wird. Das ist der -geplante- Gewinn über den Abschreibungszeitraum. Das Vorliegen der Liebhaberei oder Gewinnerzielungsabsicht ist je Anlage zu beurteilen.


    Bei der PV-Anlage liefert der Installateur häufig die Ertragsprognose gleich mit.
    Bei Nano-BHKW kann ohne weiteres Liebhaberei vorliegen. Auch hier sollte man vorsorglich eine kurze Ertragsprognose für sich selbst aufstellen.


    Liegt die Kleinunternehmereigenschaft vor und stellen beide Anlagen Objekte der Liebhaberei dar, gibt es keine Meldepflichten in Richtung Finanzamt. Auf beide Fragen also ein klars ja.


    Unabhängig hiervon können nicht sachkundige Finanzbeamte natürlich immer Riesengewinne wittern und Nachweise verlangen.

    Hallo,


    die Mannschaft von https://shareandcharge.com/ plant etwas Erfreuliches für Stromerzeuger und die Besitzer von Elektroautos.
    Klappt die Planung, wird die Vermarktung von Strom -etwas- einfacher und das Netz der nutzbaren Ladestationen dichter. Jedenfalls erhielt die Mannschaft von shareandcharge dafür bereits den Deutschen Mobilitätspreis.


    Auf der Plattform können sich Fahrzeugbesitzer (die Lader) und Besitzer von Ladestationen anmelden. Den Strompreis dürfen die Besitzer der Ladestationen mit
    den Komponenten Grundpreis und Strompreis selbst gestalten.
    Das Projekt befindet sich noch im frühen Stadium. Abgewickelt wird es über die Blockchaintechnologie, ist also nicht für jeden etwas, aber ein schöner Anfang.


    Viel Spaß

    Hallo,


    das Thema Steuer entschärfte das Finanzgericht Neustadt
    http://www3.mjv.rlp.de/rechtspr/DisplayUrteil_neu.asp?rowguid={3FF72123-9CFD-4D2A-81F8-E040CD88A642}


    Einige Eigentümer führten Krieg gegen die Hausverwaltung. Nach Unterliegen in der Abstimmung der Eigentümerversammlung wurde der Verwalter über die Finanzverwaltung angegriffen.


    Das Finanzgericht stärkte dem Verwalter den Rücken. Es klärte einige offene Fragen zur Steuererklärungspflicht, dem erlaubten Geschäftsbetrieb einer WEG und
    zu den Rechten des Verwalters.


    Obwohl eine Revision vor dem BFH ansteht, gewinnen Hausverwalter ein Stück Sicherheit.


    Viele Grüße

    Hallo @GeKaiser,


    gibt es in der Angelegenheit eine endgültige Aussage von Bayernwerk oder werkeln die immer noch an ihrer Begründung?


    Ich halte den Hinweis auf den angeblich anspruchsbegründeten USt-Anwendungserlass auch für einen Bluff.
    Das Ding ist eine reine Verwaltungsanweisung. Selbst, wenn es ein Gesetz wäre (ist es aber nicht), hätten die Bayernwerker die Steuer falsch berechnet und jemand hat es nun mal gemerkt.


    Nach der Logik führte jede z. B. jede falsche USt-Berechnung eines Unternehmers zur Nachforderungsmöglichkeit beim Kunden. Dem ist aber nicht so. Versemmelt ein Unternehmer die Umsatzsteuer, hat er Pech. Der Kunde freut sich und das Finanzamt fordert halt die richtige Umsatzsteuer. Der Schaden landet beim Unternehmer, der eben nicht nachfordern kann, was nicht selten vorkommt.


    Viele Grüße

    RWE soll neue Wege zur Nutzung des Überschsstroms gehen: Das Minen von Bitcoins.


    Für Stromkunden ist das Minen wegen der hohen Strompreise oft unwirtschaftlich. Der Konzern will mit der Nutzung des Überschssstroms in Zeiten teilweise negativer Strompreise doppelt Kasse machen. Mit dem vermiedenen negativen Preis und den Erlösen aus den Coins.
    Ob Aprilscherz oder Geschäftsidee - als Alternative zum Verbraten per Heizstab jedenfalls bedenkenswert.


    Mehr hier:
    http://bitcoinblog.de/2016/04/…se-miningfarm-in-bottrop/