Beiträge von marcust

    Beides zusammen (d.h. Wärmeverbrauch <<20.000 kWh, Stromverbrauch <<5.000 kWh) wäre selbst für ein Nano-BHKW grenzwertig. Stirlinggeräte kannst Du vergessen: Nicht weil sie "nicht gehen" oder gar "in die Tonne gehören" - das ist Quatsch -, sondern einfach weil dafür der Wärmebedarf zu gering ist. Wenn überhaupt kommt also nur ein Ecopower in Frage. Das könnte dann vielleicht schon auf 5-6.000 Laufstunden kommen, lohnt sich aber nur, wenn Ihr den größten Teil der 5-6.000 kWh Strom auch selbst verbrauchen könnt: Bei 10.000 kWh/Jahr Stromverbrauch kein Problem, bei 4.000 kWh/Jahr dagegen nicht mal ansatzweise möglich.


    Yep, bin völlig Deiner Meinung. Aber wie Du schon schreibst. Die Werte sind Schätzungen. Bessere Abschätzungen sind nur mit genaueren Werten möglich...

    Ich frage mich gerade, warum hacken alle auf den Stirling Geräten so rum. Vor allen von Forenmitgliedern die überhaupt keins besitzen/vertreiben. Hier sollte es einen Erfahrungsaustausch geben. Es berichten also "BHKW-Besitzer" über Ihre Erfahrungen mit dem jeweiligen Modell/Typ und versuchen interssierte Leute neutral zu beraten.
    Ich bleibe dabei das ich gerade die kleinen Geräte "auch" für sinnvoll halte. Allerdings fehlt für eine Flächendeckende Nutzung eine zentrale Steuerung und die Stirling-Geräte müssen weiter reifen. Das werden sie aber nur, wenn sie sich weiter verbreiten können.

    Ich habe mir die Daten jetzt nicht angesehen, aber jemand der 10000kwh Strom verbraucht, sollte ein geeignetes Gerät finden können....


    Ich weiß nicht was die Leute hier so frustriert, aber die Hetzerei und Polemik wird immer schlimmer. Dieses Forum verliert an Substanz...


    Gruß
    marcust


    P.S.:
    Ich bin übrigens mit meiner Kiste (bisher) zufrieden.

    Hier nochmal zu meinen Fragen mit Bildern unterlegt. Im Bild1 fährt der Stirling die WW Temperatur hoch bis auf 60°. Beim erreichen dieser Temperatur spingt das Dreiwegeventil (siehe unten) um. So soll es sein. Damit schaltet es auf den Heizungspuffer um weswegen der VL und RL drastisch fällt. man kann auch gut erkennen das der Temperaturunterschied zwischen VL und RL beim WW Betrieb 5K und beim Heizungsbetrieb 10K sind.


    Aber im Bild2 sieht man, das bei erreichen der 60° zwar die Vorlaufsolltemperatur runter geht, aber das Dreiwegeventil nicht umschaltet. So das der Stirling mangels Wärmebedarf (er weiß halt nicht wohin damit) aus geht, obwohl der Heizungspuffer Bedarf hat.


    Hat wer eine Idee warum?


    Danke !
    marcust

    So, lange nichts mehr geschrieben, was immer heißt: Alles in Ordnung! Das Überwachen der Anlage und die zusätzliche Software ist aber unabdingbar. Ich habe viele Dinge damit herausgefunden und angepasst.Bin jetzt bei ca. 2800 kwh und sie schnurrt immer noch fleißig. Ich wollte ja den Zusatzbrenner über einen Schalter aktivieren können und hatte dann gemerkt daß das nicht funtioniert. Dieser Sache bin ich jetzt mal mit dem ACS-Tool von Siemens auf den Grund gegangen. Die eVita (und auch andere Stirlings mit Siemenssteuerung) hat für sowas zwei externe "Schnittstellen" (EXT1,EXT2). Die funktionieren ganz simpel. Jede Schnittstelle hat zwei Kontakte. An einem liegt Spannung an und am anderen wird gemessen ob sie dort ankommt. Also muß man nur eine Schalter dazwischen setzen und die Steuerung anpassen. Ich hatte es aber gut gemeint und einen Schalter mit Kontrollleuchte gekauft. Mit der Siemens ACS-Software konnte ich mir den Status des Eingangs (EXT1) anschauen und habe gemerkt, daß ja immer Spannung anliegt, wegen der Kontrolllampe. Nachdem ich das behoben habe läuft er jetzt nur noch mit dem Stirlingbrenner.


    Habe aber zwei Fragen an die Stirlingliebhaber:
    1. Wie errechnet sich der Vorlaufsollwert des Stirlings, also nicht der Heizung, sondern des Kessels ? Bei mir zwischen 50°-60°, zu hoch...!
    2. Nach dem aufheizen des Puffers für WW, schaltet das Dreiwegeventil eigentlich auf den Puffer für Heizung. Bei mir aber erst mit einer Verzögerung von 15 Minuten. Was dazu führt, das VL und RL sich annähern und der Stirling meint er kann ausgehen, obwohl noch Bedarf für die Heizung da ist. Gibt es dafür eine Bergündung/Parameter ?


    Ich packe mal heute Abend ein Bild dazu. Alles andere später...


    marcust

    Hallo Jau !


    Sorry wenn Du Dich angesprochen fühltest, Du warst eigentlich nicht gemeint. Ich habe das auch eher Threadübergreifend gemeint.


    Ein Neuling im Bereich Anlagenplanung hat einen konkreten Fall auf den man eingehen sollte. Grundsatzdiskussionen sind da nicht hilfreich.

    Genau, das sehe ich auch so. Deswegen halte ich es jetzt auch kurz.

    Und die Erfahrung (Jehova!) am Taschenrechner zeigt: Unter 5000kWh Strombedarf kann ich die Rechenhilfe ausgeschaltet lassen, da tuts eine Pauschalantwort.

    Ob die Grenze jetzt hart bei 5000 kWh liegt oder so ungefähr :D ..., auch da gebe ich Dir Recht, weil einspeisen macht keinen Sinn!


    freundlichst grüßt
    marcust

    Sehr kluge,intellekte Fragestellung... .

    Kann man von der Antwort nicht gerade sagen.
    Zum Glück bin ich kein Admin hier im Forum. Ich würde diese ganzen Sinn Fragen rausschmeißen.


    Aber mal zu einem gewissen Thema: Amortisation!!!
    Das scheint ja immer wieder das heiße Thema zu sein. Ich muss mir da jetzt auch mal Luft machen. Jeder der eine Immobilie bewohnt möchte es auch gerne warm haben. Für sowas besitzt man dann eine Heizung (egal welche). Das betreiben dieser Heizung benötigt Brennstoff/Energie die man in der Regel einkaufen muss. Dafür zahlt der normale Bewohner Geld. Also ein warmes Haus/Wohnung kostet Geld. Das armotisiert sich nicht, das kostet nur!!!!!


    Wenn ich also irgendwelche Armortisationsbetrachtungen anstelle, gehe ich immer vom "ist" Fall aus, also heizen kostet schon Betrag X. Die einzelnen Personen sind alle in ganz unterschiedlichen Situationen (auch ideologisch). Das kann man nicht vergleichen! Ich habe den Eindruck es gibt hier einige im Forum, die haben für Ihre Situation eine negative Entscheidung gegen ein BHKW getroffen, können sich aber emotional von dem Thema nicht lösen. Deshalb geistern die hier noch im Forum rum und bügeln alle Interessenten platt, damit Sie mir Ihrer eigenen Entscheidung besser leben können. Vielleicht sind auch ein paar Heizis dabei, die Angst vor der Veränderung haben. Kommt mir halt so vor.


    Ich finde wichtig das "Neue" hier im Forum schon auf die Risiken monetär und technisch hingewiesen werden. Aber ich finde es maßlos, wenn hier neue mit: "Das lohnt nicht!" abgespeist werden, von Leuten die nicht mal eins haben.


    Ich hatte mich sehr lange mit dem Thema beschäftigt und hoffe das ich plus minus Null rauskomme. Dann hat es sich trotz unternehmerischen/technischen Risiko für mich gelohnt. Vielleicht sind einige sogar zu Verlusten bereit und es hat sich trotzdem für Sie gelohnt. Die Motivation ist doch bei jedem unterschiedlich, aber die Rechnung soll für alle gleich sein?


    Ich kann diese ganze Rechnerei nicht mehr sehen. Die Parameter sind doch bei allen anders:

    • welcher Versorger
    • welches Förderprogramm
    • unternehmerisch vs. private Nutzung
    • welchen Typ
    • welche räumlichen Möglichkeiten
    • welches Risiko
    • wie entwickelt sich der KWK-Index

    So, das musste jetzt mal raus. Ich denke jeder der fragt, dem sollte auch geantwortet/geholfen werden. Aber bitte lasst die Leute Ihre eigene Entscheidung treffen.


    mit freundlichen BHKW-Grüßen :)
    marcust

    Da du vom Status her ein " Erfahrener" bist drehen wir das ganze mal um.

    Haha, meine ganze Erfahrungen beruhen auf 7 Monate eVita und 2000kWh Strom. Aber die Lernkurve zeigt nach oben. ;)

    Z.B. könnte die Regelung zu jedem Zeitpunkt eine zusätzliche Heizung so regeln, das der Rest vom Strom ( der normalerweise Rückgespeist wird ) dann im eigene Haus bleibt. Wozu bzw. für was muss jeder selbst überlegen. Was hälst du von dieser IDEE ???

    Wenn man den Strom "sinnvoll" nutzen kann, dann sollte man das auf jeden Fall machen. Ob eine zusätzliche Elektrische Heizung sowas darstellt möchte ich lieber nicht diskutieren. Das soll jeder so machen wie er es für Richtig erachtet. Wenn Dich meine persönliche Meinung interessiert: Ich halte das für Unfug. Nur wenn man z.B. sein Elektro-Auto damit laden kann, dann macht das Sinn. Aber nicht wieder Wärme aus dem Strom machen....


    Grüße
    marcust

    Für die meisten sind Auswertungen von VL/RL Kurven ja nichts besonderes. Als eVita Benutzer stehen einem solche Kurven normal nicht zur Verfügung. Das es aber möglich ist, zeigen die beiden anhängenden Bilder. Ich kann nur jedem eVita Nutzer empfehlen sich das Interface anzuschaffen. Ansonsten hat man bei der Analyse seiner Anlage keine Chance.
    Die Bilder sind mit der Remeha Recom Software aufgezeichnet worden. Diese steht einem im Netz kostenlos zur Verfügung. Leider benötigt man das OCI700 Interface dafür. Beim Interface liegt allerdings die ACS790 Software von Siemens dabei, über die man alle Parameter der Anlage ändern könnte. Da lass ich aber erst mal die Finger von. Es wäre allerdings besser wenn man nur das Interface von Remeha mit Interface (ohne ACS Software) beziehen könnte, zu einem besseren Preis....
    So jetzt habe ich meine Auswertungen und auch diverse Fragen.... Bin ich jetzt wirklich einen Schritt weiter ?
    Mal schauen.

    Hallo !
    Wenn ich ja was an meiner eVita bemängel soll, dann ist es die schlechte Bedienung/Konfiguration und das Monitoren. Deswegen habe ich mir doch jetzt das sogenannte Service Tool OCI700.1 von Siemens bestellt (ca. 550€). Hängt auch schon mit der aktuellen Remeha Recom-Software zum Monitoren an der eVita. Es protokolliert schon recht gut und zeigt das verhalten der Anlage in den verschiedenen Zuständen/Zeiten. Habe z.B. jetzt festgestellt das der Stirling schon immer um 3Uhr morgens startet statt um 6Uhr, wie definiert. Ich werde demnächst genaueres berichten. Außerdem geht der Zusatzbrenner häufig an, obwohl er eigentlich deaktiviert ist.
    Genaueres und auch ein paar Bildchen werden folgen....

    Hi BHKW01!
    Planst Du eigentlich auch noch BHKW02.... ;)


    Das mit den Zuschüssen ist immer so eine regionale Sache. Ganz wichtig dabei: Die meisten Zuschüsse müssen vor der Beauftragung beantragt werden. Was es Bundesweit gibt, ist ein Zuschuss vom Bafa. Der richtet sich nach der elektrischchen Größe und ist bei Nanos 1.500€. Dann gibt es oft Länderprogramme. In NRW gibt/gab es das progress.NRW Programm (1.500€). Was es in Niedersachsen gibt weiß ich leider nicht. Dann noch mal beim lokalen Energieversorger schauen, die bieten auch oft was an. Dann noch mal bei EON schauen. Die hatten auch mal ein Programm.
    Und zum Schluss noch bei der KfW. Dort kann man entweder ein Programm zur Finanzierung oder einen Zuschuss beantragen. Ich bin damit auf fast 5.000€ gekommen, wobei die Förderungen immer aufeinander angerechnet werden. Für die KfW benötigt man leider einen Energieberater. Mein Heizi war zwar einer, durfte aber für eigene Anlagen keine Beratung mehr machen.


    Viel Erfolg
    marcust

    Von Stirling Anlagen würde ich generell die Finger lassen. Ich halte die Maschinen nicht für langlebig. Hauptkritikpunkt ist das, das Arbeitsgas unter hohem Druck stehen muss um einigermassen Leistungsdichte zu erhalten. Es ist in einen Zylinder mit beweglichem Kolben eingesperrt. Das ist nie dauerhaft dicht zu bekommen und im Zweifelsfall für den Endanwender nicht selbst zu beheben. Das Ganze ist zudem mit höheren Investitioneskosten verbunden.

    Als Rudolf Diesel diesen "neuen" Motor erfunden hat, hat man ähnliche Argumente gehabt, von wegen hoher Druck und Langlebigkeit ... :D