Beiträge von BigBen

    Hallo toggle,


    ich habe deine Diskussion hier sehr aufmerksam verfolgt. Auch die Offenlegung deiner Berechnung ist eine tolle Sache.
    Deine Entscheidung gegen ein BHKW kann ich nur zu gut nachvollziehen - es ist die Ungewissheit vieler Entscheidungsparameter,
    die einen dazu zwingen, solche Prognoseberechnungen anzustellen, die einem nicht wirklich helfen, sondern nur die Tendenz aufzeigen.
    Und somit hast du dich eindeutig entschieden - auch wenn gegen das BHKW.


    Nun möchte ich meinen Senf zu dieser Diskussion geben.
    Ich hatte mit meiner Frau Anfang April des Jahres einen Besichtigungstermin bei einem weitläufigen Bekannten, der sich
    in Februar 2011 so einen Remeha eVita eingebaut hat. Und ca. eine Stunde stehend in dem Keller vor dem Stirling hat er uns seine
    Erfahrungen mit diesem Kraftwerk preisgegeben.


    Erstens: er hat ein Haus mit der Fläche von ca. 200 Quadratmeter. In dem Haus leben 12 Personen und er hat einen Pufferspeicher
    von ca. 350 Liter - das sind die Parameter,die wichtig sind. Die haben einen direkten Einfluss auf die Betriebsdauer des eVita.
    In dieser Zeit von Feb.´11 bis Apr.´12 hat sein BHKW 5720 Stunden abgearbeitet. Seine Steuerung (er sagte was von der
    Siemens-Steuerung) ist so eingestellt, dass der eVita den Wärmebedarf bis -5°C ganz alleine deckt und erst danach kommt
    die Therme des eVita. Und das funktioniert gut so. Er lebt übrigens in Villingen-Schwenniger Gegend und der Winter 11/12 hatte auch eine
    ganz harte Woche mit Temperaturen bis -20°C.
    Während wir sprachen, durfte ich beobachten, wie der Stirling die Leistung anpasst - rauf von 520W bis auf 980W.
    In diesem Jahr (genauer gesagt 13-14 Monaten) hat er seinen Strombedarf zu über 80% durch die Selbsterzeuegung gedeckt und hat
    dabei für etwas über 200 Euro Strom verkauft.
    Durch die Erneuerung der Heizung hat er sogar etwas an Gaskosten gespart gehabt. Wie viel - habe ich nicht mehr im Kopf.


    Eine Aussage die er gemacht hat, habe ich mir beherzigt: "Sollten die Kosten für den Strom steigen, bin ich durch die
    Selbsterzeugung doch um die Hälfte billiger, als wenn ich den Strom direkt beziehen sollte. Und eine Heizung brauche ich so
    oder so. Und der Gas ist immer billiger als Strom."
    Das ist, denke ich, der wichtigste Punkt, der hier diskutiert werden sollte: wenn das BHKW zu deinem Haus passt, dann kannst du
    zusätzlich zu der Wärme Strom erzeugen und einsparen.


    Ich habe mich aber für ein Stirling-BHKW entschieden und bereits eins bestellt - aber nicht das eVita und nicht den Stirling-Dachs
    und nicht von Viessmann. Richtig..., den da! Und davon werde ich hier im Forum zu gegebener Zeit berichten!


    Meine Entscheidungsgründe waren folgende:
    - macht Sinn
    - macht etwas für die Umwelt
    - ist in jedem Fall sparsamer als der alte Atola Gaskessel
    - ich bekomme am meisten Gegenwert für meine Investition von 25T€


    Gruß
    BigBen