Beiträge von MisterE

    Gunnar: 0,25l/kwh sind ja wirklich der richtig gut und beschämen uns alle! Wie gesagt, aber natürlich in einer völlig anderen Leistungsklasse.
    Meine primäre Intention zu dieser Umfrage lag darin, spezifische Verbräuche der BHKW's zu ermitteln, welche der
    "Volks-Foren-BHKW"-Klasse entsprechen. Eigenbau-BHKW-Betreiber bis zu einer el. Leistung von ca. 8kw sollen sich also besonders angesprochen fühlen!
    Auf das sich der Thread füllt....


    Guten Rutsch
    Matthias

    Hallo Leute,
    wie liegt Ihr mit Euren Eigenbau-BHKW's ungefähr im Heizölverbrauch in l/kwh?
    Es wäre schön wenn sich viele User an der Umfrage beteiligen. So kann jeder einschätzen wie er mit seiner Anlage verbrauchsmäßig liegt und ob man eine "Sparschwein" oder einen "Vielfraß" zusammengebaut hat. Wichtig ist meiner Meinung nach, neben der reinen Verbrauchsangabe, auch die Angabe der Motor-Generator-Kombination und der Kopplungsart (direkt angeflanscht, Riementrieb, Getriebe). Vielleicht kristallisieren sich ja besonders sparsame Bauweisen heraus...


    Ich hoffe also auf rege Beteiligung und mache mal den Anfang:


    Motor: Einzylinder-Vorkammerdiesel 1H65 Cunewalde; 650ccm; 4,41kw(6,0PS)
    Generator: Drehstrom-Asyncronmotor 4,0kw 1500U/min
    Kopplungsart: direkt angeflanscht
    Verbrauch: 0,42l/kwh

    Hallo Tauchkölbchen,
    da ich exakt den selben Motor habe, stehe ich vor dem gleichen Problem. Meine Überlegungen gehen zu einer (gebrauchten) Hydraulikpumpe. Diese wird einfach per Keilriemen mit angetrieben. Eine elektrische Ölpumpe für Dauerbetrieb ist sicher in puncto Zuverlässigkeit und Preis nicht für "uns" akzeptabel...


    cu ME

    Danke für Deine schnellen Antworten!
    Zu Deinem Problem mit dem Ölkreislauf habe ich eine Idee. Ich will das nämlich auch noch realisieren - und zwar mit einer alten Hydraulikpumpe. Die kann man einfach noch mit an die Riemenscheibe anschließen
    Kannst Du vielleicht Detailfotos von der Kurbelgehäuseabsaugung online stellen? Das interessiert mich sehr. Nach einigen Stunden ist die Hütte blau vom Ölnebel.


    cu Matthias

    Tauchkölbchen: Vielen Dank für Deine ermutigende Antwort!
    Da Du, lt. Deiner Aussage, schon einige tausend Betriebsstunden Erfahrung mit dem 1H65 hast, habe ich noch einige spezielle Fragen an Dich:
    1.) Wie viel sind "mehrere tausend Stunden" ungefähr in Zahlen?
    2.) Hast Du außer Ölwechsel auch regelmäßig andere Wartungen (z.B. Kontrolle Ventilspiel, Kolben & Büchse) duchgeführt?
    3.) Wie hoch ist der Verbrauch pro Kwh (el.)?
    4.) Hast Du den Abgaskühler von Anfang an drin und wie hast Du ihn gebaut?
    5.) Fährst Du Insel- oder Netzparallelbetrieb?
    6.)Fährst Du den Generator immer mit Vollast (2,5kw)?
    7.) Wie hast Du die Schwingungsentkopplung vom Fundament gelöst? Ich hab das Gestell auf 2 Lagen dickes Transportband gestellt und angeschraubt -> nicht sehr effektiv :-(


    Wenn Du mir die Fragen beantworten könntest wäre es wirklich nett von Dir!


    cu Matthias

    Richtig, ich verwende einen Asynchronmotor als Generator. Auf dem Typenschild steht ein F. Irgendwo habe ich das schon einmal gelesen, das es sich dabei um die Temperaturklasse handelt. Ich kann es nur nicht deuten. GOOGLE hat mir auch noch nicht weitergeholfen...


    cu ME

    Kein Problem
    nur mir gangst mit den Glump
    1040 U/min mit einen Aynchrongenerator von eine seriösen Hersteller
    313 kWh/g an der Motorenwelle guter Generater 0,94 ist 333 kWh/g
    das selbe mit den Ebay :uebel:
    313 ich will mal Optmistisch sein 0,82 sind 382 kWh/g mehr sog i net :whistling:


    ...da sie sieht man mal das ich noch ein BHKW-Noob bin :@@-(
    Den Wirkungsgrad des Generators hatte ich völlig außer Acht gelassen. Das Verhältnis ist dadurch so "bescheiden" geworden das die Drehzahlverringerung vom Tisch ist. Vielen Dank für die Erleuchtung. ||_


    cu Matthias

    sorry wenn ich so reinplatze.


    gern doch, wir wollen ja eine Diskussion.... :)

    Aber der Motor arbeitet mit 1500U/min rel. nahe am Optimum. ( um das genauer zu sehen wäre eine Drehmomentlinie von nöten ).


    Richtig, mit 1500U/min arbeitet der Diesel direkt am Optimum! Das Leistungsdiagramm habe ich bereits im 3.Post angehängt. Ich habe nur Bedenken ob der Diesel das langfristig aushält - ist auch nur irgendwie so ein Bauchgefühl. Und deshalb habe ich überlege ich, ob ich elektr. Wirkungsgrad zu gunsten garantiert wesentlich höherer Standzeit opfere. Der Cunewalder Diesel ist sicher wesentlich besser verarbeitet als die Chinadiesel. Aber es gibt eben kaum noch Ersatzteile. Wie lange hält so ein Chinaböller eigentlich?

    ... einen direkt geflanschten Generator für 1000U/min und 50Hz ??? wo willste den herbekommen ??


    ...na gut, er macht nur 950U/min...
    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAP…&ssPageName=STRK:MEWAX:IT

    Vielen Dank für Deine Antwort!


    Zitat

    Energie geht nicht verloren, aber das Geld zum Treibstoff kaufen
    geht zum Schornstein raus ( in wie weit das tatsächlich der Fall ist hängt vom Wärmetauscher ab :glaskugel: )



    Naja, wenn die Wärme zum größten Teil ins Kühlwasser geht, ist es OK. Ich vermute das auch einmal, da durch die niedrigere Drehzahl die heißen Gase länger im Zylinder bleiben und die Wärme besser an das Kühlwasser abgeben können. Einen Abgaswärmetauscher habe ich noch nicht.


    Zitat

    der Emotor mit 1000 U/min hat mehr Pole und deshalb ein Höhres Drehmoment insofern seh ich da wenig
    bedenken, ich tät mir sogar die kWh/g liste noch genauer anschauen ob es nicht noch eine günstigere Drehzahl
    gibt.


    Das klingt gut, dann werde ich einen 3KW-Motor nehmen, der ist sogar etwas billiger.
    Wie meinst Du das mit der günstigeren Drehzahl? Ich will den Generator auf jeden Fall direkt anflanschen. Da bleibt nicht viel Spielraum. Zur Info habe ich einmal das Diagramm angehängt.


    Zitat

    285 zu 313 g sind immerhin fast 10 % weniger Treibstoff fürs kWh Elektrisch


    Du hast Recht, 10% sind schon eine beachtenswerte Hausnummer. Trotzdem bin ich bald geneigt diese wesentlich ruhigerem Lauf und deutlich längerer Standzeit zu opfern.

    Hallo BHKW-Gemeinde,
    nach ca 3-jähriger Vorbereitungs- bzw. Bauphase ist nun endlich mein Eigenbau-BHKW fertig geworden und in Testbetrieb gegangen. Es besteht aus einem auf Umlaufkühlung umgebauten Verdampfermotor 1H65 ("Cunewalder") generalüberholt mit einem direkt angeflanschten 4,0kw Asyncronmotor 1500U/min. Laut Leistungs- und Verbrauchsdiagramm arbeitet der (Diesel-) Motor dort im optimalen Bereich. ABER: Das Aggregat funktioniert zwar zufriedenstellend, nur mache ich mir ernsthaft Sorgen über Motorenstandzeit da ich ihn praktisch bei Nenndrehzahl betreibe. Bei ersten Testläufen unter freiem Himmel kam mir das noch gar nicht so vor, aber in einem 4x4m großen Kellerraum ist das schon eine ganz schöne Höllenmaschine :-))
    Aus diesem Grund will ich die Drehzahl mittels neuem Generator auf 1000U/min absenken. Bei dieser Drehzahl leistet der Diesel zwar "nur noch" ca. 2,75kw aber er läuft vlieeel ruhiger. Laut Diagramm steigt der spez. Kraftstoffverbrauch dadurch von 210g/PSh = 285g/KWh @ 1500U/min auf ca. 230g/PSh = 313g/KWh (hab ich das eigentlich richtig gerechnet?). In diesem Zusammenhang sind bei mir einige Fragen aufgetaucht um deren Beantwortung ich Euch bitten würde:
    1.) Wird der höhere spez. Verbrauch eigentlich in (nutzbare) Wärme umgewandelt, was nicht so schlimm wäre, oder ist die Energie einfach "weg"(ich weis: Energie geht nicht verloren)?

    2.) Da der Diesel bei 1000U/min nur noch 2,75KW an der Welle hat reicht eigentlich auch ein 3KW E-Motor (Generator). Aber bekommt der auch den Diesel gestartet? 40Kg Schwungmasse wollen trotz gedrücktem DEKO-Hebel erst einmal auf Touren gebracht werden. Oder raucht der bei der Aktion ab? Allerdings hatte ich bei den allerersten Tests den Diesel mit dem 4KW-Motor vorsichtig in Sternschaltung angelassen. Da hatte er ja auch bloß noch 1,3KW....


    So, und jetzt kommt Ihr!


    cu Matthias