Beiträge von Cray

    Noch ein anderer Standpunkt:
    Die Microgasturbinen haben eine Abgastemp. von "nur 280°C". Um einen Thermoölofen auf die gewünschten 270°C zu bringen braucht man locker 350°C Vorlauf, besonders beim Hochfahren sonst dauert es zu lange.

    Mit den Temperaturen hast du schon so in etwa Recht. Angeblich beträgt die Temperaturdifferenz zwischen Abgas und Themoöl nur 20 Grad, aber das wären bei 280 °C Abgastemp. dann ja mind. 20 Grad weniger als die gewünschten 280, die letztendlich zum Backen benötigt werden. Habe bisher leider keine Turbinen gefunden, die das Themalöl auf 280-300 °C erhitzen könnten... Die Frage, die sich mir gerade stellt ist, ob es Sinn macht das Abgas als Vorwärmer zu erhitzen, und damit das Thermalöl schon einmal auf passende Temperatur vorzutemperieren, so dass ein 2. Erhitzer nicht mehr viel Leistung hinzugeben müsste. Hört sich zwar alles nach einem guten Konzept an, weiß aber nicht, ob es wirtschaftlich letztendlich überhapt Sinn macht...


    Zu Manfreds Kommentar zum Preis einer ORC-Anlage


    Wenn du dir nur den Preis für den Generator anguckst, dann ist es natürlich klar, dass du da auf extrem niedrige Kosten kommst. Wenn du aber die Preis für die restlichen Komponenten (Kondensator, Verdampfer, WÜT,...) sowie den Aufbau hinzurechnest, kommst du locker auf nen Wert, der deine Überschlagsrechnung um den Faktor 10 übersteigt... Ich habe beim Einbau der ORC Anlage von Kosten über 250.000 € angenommen.

    Das ist richtig, die 1,9 MW werden nur beim Anfahren benötigt, wenn überhaupt (vielleicht lässt sich das Öl noch über einen Wärmespeicher auf gewisser Temperatur halten). Und zum Anfahren wird sicherlich noch eine Zusatzbefeuerung mit Gas nötig sein, da die Anlage ja nicht 2 Stunden lang umsonst laufen soll.


    Natürlich wird ein Großteil an Wärme nur als Niedertemperaturabwärme ausfallen, der lässt sich ja zur Heizzwecken, Gärwärmenutzung etc. ausnutzen, die Frage ist hier, ob der Anteil nicht wieder viel zu hoch ist im Gegensatz zur Hochtemperaturabwärme. Da ich noch keine genauen Zahlen der Hersteller habe, kann ich da noch nichts zu sagen.


    An eine Absorptionskältemaschine habe ich auch schon gedacht. Das Problem dabei ist nur, dass dann das BHKW 24 h laufen müsste, und ob es dann (selbst bei Stromeinspeisung ins Netz) noch wirtschaftlich laufen würde, halte ich für extrem fraglich.

    Hey, danke schon einmal für die vielen Tipps und Anregungen. Hat mich in meinen Untersuchungen echt ein ganzes Stück weitergebracht. Vom Gefühl her müsste es daher eigentlich klappen, dass man zumindest ein Teil des Thermalöls mit dem Abgas aus dem BHKW vorheizen kann. Laut Hersteller des Thermoölerhitzers müsste anschließend so oder so noch ein Teil des Thermoöl vorgeheizt werden, wenn die Anlage dann anläuft…
    Ob es sich dann wirklich lohnt, hängt dann von der tatsächlichen Größe und dem el. Stromverbrauch des BHKW´s ab (Werte dafür sind leider immer noch nicht da) sowie den Wirtschaftlichkeitsberechnungen.
    Zu AxelIFs Antwort wollt ich noch sagen, dass es generell Praxis ist die Öfen mit Gas oder Öl zu betreiben, dessen Abwärme aber in der Bäckerei nicht optimal genutzt werden kann… Deshalb bin ich auf dieses Konzept gekommen. Auch ist es richtig, dass es sich bei einer Nutzungsdauer von 8 Stunden noch nicht rechnet, aber ich möchte einfach mal überprüfen, ab welcher Nutzungsdauer es sich lohnt…
    Hat irgendjemand vielleicht Erfahrungswerte, wie weit sich der Abgasstrom abkühlen würde, nachdem man das Thermalöl erhitzt hat. Ich weiß, es kommt alles auf die Größe des WÜTs sowie Vol.-Ströme usw. an… Die Frage ist, ob sich der Abgasstrom vielleicht noch anderweitig nutzen ließe.

    Hallo allerseits,


    Ich will im Rahmen einer Projektarbeit ein BHKW für eine Bäckereibackstraße auslegen, stell mir aber gerade die Frage, ob dies überhaupt Sinn macht. Die fiktive Backstraße läuft nämlich nur 8 Stunden täglich, und die bereitgestellte Wärme soll zur Erwärmung eines Thermalöls genutzt werden, das für die Backstraße genutzt werden soll.
    Das Problem ist, dass das Thermalöl auf insgesamt 280 Grad mit einer Gesamtleistung von 1,9 MW erhitzt werden soll (Das sind die Daten, die ich aus der Beispielbäckerei bekommen habe). Meine Frage ist nun, inwieweit und ob sich das Thermalöl durch das BHKW überhaupt auf diese Temperatur aufheizen lässt, und wenn ja, ob es überhaupt wirtschaftlich ist. Angaben über den genauen Stromverbrauch bekomme ich leider erst Anfang nächster Woche, soll aber angeblich sehr hoch sein, so dass sich ein größeres BHKW schon lohnen würde. Wenn ihr noch weitere detalliertere Angaben braucht, fragt einfach nach. Vielen Dank schon einmal im voraus