Beiträge von Lienchen

    Mein Eigenbau mit 180er Chinaböller rußt.
    Er rußt - mit unterschiedlichen Drehzahlen- bei Schwachlast und bei mittlerer Last, von Vollast ganz zu schweigen. Heizöl hat heutzutage keine Dieselqualität mehr, es hat keine Angaben zur Cetanzahl, zu Aromatengehalt u.v.m.. Mein Heizöllieferant hat auch kein Datenblat. Ein Gespräch mit dem Hauptzollamt in Saarbrücken bezüglich Verwendung von Dieselkraftstoff und entspr. Steuerrückvergütung ergab, dass da keinerlei Aussicht besteht. Es ist doch schon paradox, dass ein ungeeigneter und auch schädlicher Treibstoff per Amt vorgeschrieben wird. Wer kann denn zu diesem Thema etwas sagen?
    Gruß von Lienchen

    Hallo Klaus05,


    deine Fragen sind völlig ok. Für dich sind sachgemäße Antworten wichtig. Die Beratung durch Profis innerhalb des Forums erscheint mir allerdings diskussionsbedürftig. Was sagen denn die selbsterstellten Satzungen des Forums dazu? Würde mich interessieren, wie andere darüber denken. Bei alikantes Antwort habe ich schon sowas rausgelesen, oder irre ich mich?
    Gruß von Lienchen.

    Hallo bluwi,
    hat etwas gedauert. Den Volumenausgleich kannst du natürlich auch im Calo-bloc machen, hast dann halt keine opt Kontrolle mehr. Das Positionieren der Wellrohre geht am Boden mit Schwerkraft und vielleicht aufgelegten Gewichten. Über diese Gewichte hab ich mir den Kopf noch nicht verbrochen, weils bei mir so ging. Klar, das Einbringen dieser Wendeln ist schon ein Seilakt und wenn du sie oben haben willst, dann ist das schon echte Buddelschifftechnik. Wenn dus dann ernsthaft vorhast, dann zerbrechen wir uns mal gemeinsam die Köpfe, wir finden bestimmt Lösungen, o.k.?
    Gruß, Lienchen

    BLUWI und B.der Dachsgebeutelte haben da völlig recht und wer den Strom verbrennt, der beißt sich eh in die eigene Backe.
    Und nochwas: Ein BHKW mit 6 kW therm. und 1 kW el. ist doch eh schon eine Witznummer, wenn nicht gerade eine Sonderverwendung vorliegt.
    Und nochmalwas: Vielleicht stellt uns mal ein Durchgucker auf Basis der neuen Förderung eine Rechenmodell zur Rentabilität auf?
    Gruß, Lienchen

    Wärmespeicher aus Öltank
    zunächst: gute Sache, aber warum so rießig?
    1. Das ist genau der CALO-bloc von Werit.
    Er ist mit ca. 8cm Hartschaum ummantelt. Den habe ich jetzt schon ca.15 Jahre in Betrieb, nachdem ich ihn schon gebraucht gekauft hatte. Das ist ein 1000-Literspeicher mit 4 Wärmetauschern drinn. Kauf dir den gebraucht, der kostet nicht viel, weil er im Laufe der Jahre verschlammt und die Besitzer die Reinigung = Öffnen offensichtlich scheuen. Du spart dir das Druck-Ausdehnungsgefäß und braucht weniger Platz und Geld. Kannst ja mal anschauen, was die Leute so sagen:
    http://www.haustechnikdialog.d…/CALO-bloc-Waermespeicher


    2. selber machen, so wie du geschildert hast.
    Verrohren und Hasenstall drumherum und verrottungsfestes Isolationsmaterial reinschaufeln. Die Verrohrung würde ich umändern, also nicht von oben, weil die Pumpen nicht saugen können. Es gibt sichere Schottverschraubungen für 1/2" oder 3/4" und dann unten mit HT-Schlauch installieren, oben kannst du ja einfach eintauchen. Zum Volumenausgleich kannst du einen flachen 20-Literbehälter oberhalb installieren. Den solltest du mit einem Gärröhrchen beim Verdunsten etwas behindern. Das Gärröchen an einem kälteren Platz aufhängen, 8mm-Schlauch reicht da.
    Wärmetauscher außerhalb brauchen eine Pumpe, oder sie werden oben und unten am Tank angeschlossen und die Wärmezirkulation treibt an. Dafür brauchst du größere Querschnitte. Vorteil: sie vermischen nicht so stark.
    Wärmetauscher aus Wellrohr ist sehr preiswert und auch ziemlich einfach am Boden. Du schiebst das Rohr durch den Tankstutzen und schaust zu, dass es so liegt, wie es soll-mit Stange und Lampe im Tank. Wenn die oberen WT montiert werden sollen, dann ist tatsächlich eine hohe Krativität gefordert, oder ein größeres Loch im Oberteil. Das Loch schwächt allerdings den Behälter und muss mit einer doppelten Ringmanschette wieder verstärkt werden.
    Beim Keller-Stahltank sehe ich die Problemlösung ähnlich. Die Edelstahlwellrohre dürfen aber keinen leitenden Kontakt zum Stahl haben.


    3. zum Thema Brauchwasser oder Trinkwasser aus einem gebrauchten Heizöltank.
    Die Tankreinigunsfirmen haben meist einige alte Kunststofftanks auf dem Hof rumstehen, meist schon gereinigt. Ich habe Kunstofftanks mit einem sehr kräftigen Industriereiniger ausgespült und mit einem verlängerten Pinsel ausgebürstet, immer auf die entsprechende Seite gelegt. 10 Liter reichten bei mir für 4 Tanks à 1500 Liter. Iss eine leichte Sauerei, aber halt auch sehr preiswert. Arbeitschutzmittel sind notwendig! Die übrigen 5 Liter kannst du bei einer Autowerkstatt o.ä. abgeben.
    Ich hatte es nicht erwartet, aber das Klospülwasser hat nur die ersten Tage leicht gemufft!
    Gruß, Lienchen

    Hallo Hex,
    wenn du im Schrauben fit bist, dann mach folgendes: Mach die Startversuche besser erst mal mit Heizöl oder Diesel. Lockere die Schwenkschraube an der Pumpe bis Treibstoff kommt. Mach wieder fest zu und lockere dann an der Pumpe die Überwurfmutter der Einspitzleitung - ca. 1 Umdrehung. Jetzt Dekompression ziehen und ca. 10mal durchdrehen mit der Kurbel - auf Vollgas stellen.Wenn jetzt Brühe raustropft, dann ziehe die Überwurfmutter wieder fest an und lockere die Ü-Mutter an der Düse, drehen bist Brühe tropft und wieder anziehen. Wenn du jetzt weiterkurbelst, dann sollte ein deutliches Schnarren von der Düse zu hören sein. Wenn nicht, dann kannst du noch sicherheitshalber die Düse rausschrauben und außerhalb wieder die Leitung befestigen umd das Abspitzen zu beobachten. Wenn da ein schöner Sprühkegel zu sehen ist, dann ist alles gut.
    Achtung, Schutzbrille aufsetzen, da sind ca. 100 bar drauf!
    Denkbare Fälle:
    1. Die Einspritzleitung an der Pumpe tropft nicht: Pumpe ausbauen und Zerlegen und reinigen oder zum Landmaschinen Dieselservice gehen
    2. Die Düse macht kein Geräusch und sprüht auch nicht: Auseinander und ganz sauber machen. Das Zerlegen und der Zusammenbau sind eine recht kitzelige Sache. Lass das machen und schau gut zu.
    Es gibt seit den gigantischen Tankerunfällen offensichtlich jetzt überall in der Welt ölgeile Mikroorganismen, die sich überall, wo Diesel u.ä. ist, in Spalten und Bohrungen regelrecht breit machen und dort zum Klemmen und Verstopfen führen. Sie sind fuchsrot bis rostbraun.
    Wenn du keine Werkstatt findest, dann geb ich dir die Adresse eines Oldtimerfachmannes.
    Gruß von Lienchen

    hallo popniete, bin wieder da.


    Also, nochmal zum Permanentmagnetgenerator. Ich werde den jetzt abkürzen mit "PMG". Er hat für sich, ohne den Verbrennungsmotor, normalerweise schon einen Wirkungsgrad über 95%, mit Wechselrichter und Chinaböller verbraucht er dann ca. 300 g/kWhel. Das sind elektrisch 2,5 bis 3Kwh pro Liter Heizöl. Mit dem Wechselrichter "Windyboy" z.B. kannst du das dann noch optimieren, weil zur Drehzahl die Leisungsabgabe eizustellen ist. Wieviel Wärme rauskommt hängt dann vom Aufwand ab.
    Wenn du alles super machen willst und alle Teile regulär kaufst, dann brauchst du alleine für einen Kubota EA 300 +Genrator+ Windyboy ca 5 Riesen. Kobota +PMG verkauf der Fischer- Icemaster fertig für ca. 3500.-.
    Der Einzylinder hat neben seinen Nachteilen auch Vorteile: höhere Abgastemperatur= weniger Ruß. Wenn du anfangen willst, dann helfe ich gerne mit.
    Mein 180er Chinaböller + PMG sind jetzt 650 Stunden gelaufen, ohne prinzipielle Störung. Meine gesamt Regelung besteht nur aus Öldruckschalter und Thermorelais im Motorkühlwasser. Ich starte morgens manuell und stelle abens dann ab, wenn er sich noch nicht selbst abgeschaltet hat. Die Leistung = Drehzahl stelle ich vor dem Start je nach Wetter ein. Bei dem milden Winter reichen momentan 2 bis 3 kWel für unsere DHH.


    Gruß, Lienchen

    Hallo popniete,
    ich will für den Permanentmagnetgenerator hier eine Lanze brechen.
    Da so ein BHKW lange Zeit laufen soll, ist Sparsamkeit schon im Prozentbereich angesagt. Das hat direkt mit deinem Wunsch nach Modulation zu tun. Wenn du einen Assynchrongenerator über den Schlupf regelst, dann hat er bei Leistung "null" gerade die Synchrondrehzahl, verbrät aber immer noch die Leerlaufleistung für z.B. 1500 U/min, klar. Schau dir dagegen mal die Daten eines Permanentmagnetgenerators an und seinen erheblich besseren Wirkungsgral, fast unabhängig von der Drehzahl. Damit kann ein Wechselrichter auch noch bezahlt werden! Ich muss mal kurz abbrechen, Besuch kommt, tschuldigung bis später.
    Lienchen

    hallo Progressiv,


    wenn du viel Geld ausgeben willst/kannst, dann schau dich mal nach einem Permanentmagnet-Generator um. Da findset du Wirkungsgrade von 95% bis 99%. Das sind dann aber zwei Riesen für den Generator und nocheinmal fast für den Wechselrichter. Das gilt für max ca.6-10 kW. Damit kannst du dann auch die Drehzahl an die gewünschte Leistung anpassen. Schau dich mal nach Anlasserlichtmaschinen um. Iskra hat auch sowas. Wenn du dich umbringen willst, dann kannst du ihn auch selber bauen-iss nicht ganz so wild. Rechne aber mal die 10% Mehrertrag gegenüber einer Assynchronmaschine auf 10 Jahre. Beispiel: 20 000 Stunden mal 10% von 5 kWh mal Vergütung = ? .Auf die Kühlung kannst du auch verzichten und wenn du 2 oder 3 Drehstromwicklungen gleichzeitig aufbringst, dann hast du eine Restwelligkeit von unter 2%. Das ist etwas vereinfacht ausgedrückt. Den Motor kannst du nach seinem Kennfeld fahren, d.h. zu jeder Drehzahl kannst du weitgehend frei die elektrische Leistung einstellen.
    Ich weiß, dass jetzt Proteste kommen, von wegen Raumfahrttechnik und unbezahlbar, aber meine Eisenbahn macht überhaupt keinen Profit und mach mir dennoch Spaß.
    Gruß von Lienchen

    Hallo Petr,


    du hast da vielleicht ein Juwel erwischt! Mach das Ding blos nicht kaputt! Wahrscheinlich kommst du mit einem Windyboy gut hin. Die Modulation mit so einer Anordnung ist doch für dich ideal, je nachdem du Leistung brauchst, bei sehr gutem Wirkungsgrad . Wenn du willlst, dann schick mir Fotos vom Generator und dem Klemmbrett, mal sehen ob ich da was rausfinde.


    Gruß von Lienchen

    Hallo liebe Freunde,


    schaut euch mal das "Foto" auf dem Prospekt genau an! Selbst bei der bescheidenen Qualität der Forumswiedergabe ist meiner Meinung nach klar erkennbar, dass es sich um eine Computer-Gemälde handelt, vielleicht kombiniert mit echten Fotos. Hier ist m.E. keine real existierende Maschine fotografiert. Wenn dem so wäre, dann sollte man über dies Gründe dafür nachdenken! Ich selbst kenne Leute, die mal auf sowas ähnliches per Suscription (Bestellung mit Vorauszahlung) richtig auf den Leim gingen. Vielleicht habe ich ja Stallhasengedanken und es gibt schon jemand, der das Ding in Betrieb offen gesehen hat. Aber die Mutter des Porzelanladens ist immer noch ein Elefant- so oder ähnlich.


    Grüße von Lienchen

    der megamechanics hat recht,


    lass das Kondensat am WT ab. Das ist ja kein Wasser, das macht dir so nach und nach den Mörtel im Kamin zu Rieselsand und kriecht überall in die Wand. Ein Liter HEL macht ca. 1 Liter Kondensat, das, je nach Brennstoff, ziemlich sauer sein kann. Leite das Kondensat von unten in eine kleinkörnige Kalk- oder Marmorschotterfüllung und lass es überlaufen. Das ist ganz legal, wenn du mit einem pH-Messtreifen gelegentlich kontrollierst. Erkundige dich noch, ob es dafür eine obere Leistungsgrenze gibt.


    Gruß von Lienchen

    Zitat tomtom:

    Ich bin der Meinung, daß im Motor einfach das Gas verbrannt wird und dabei entsteht sowieso eine bestimmte Menge an Wärme, die (grob gerechnet) ebenso entstehen würde, wenn ich das Gas einfach so verbrenne.
    Zitat alikante:
    Um die selbe Menge Wärme zu erzeugen benötigst Du max. 30% mehr Gas. (wenn Dein Kessel einen schlechten Wirkungsgrad hat können es auch nur 20% oder 15% Mehrverbrauch sein)

    Tja, wäre interessant, das mal darzulegen, vielleicht versteh ichs dann.


    Gruß von Lienchen