Beiträge von gemm

    Ich verstehe die Aufregung um die Routinewartungen nicht ganz - abgesehen vom überteuerten Wartungskit liegen die Preise im Rahmen einer Wartung für ein normales Brennwertgerät. Liegt vermutlich daran, dass die Kosten für Anfahrt und der Arbeitszeitbedarf auch recht ähnlich sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man bei guten Handwerkern faire Preise bekommt und diese bezahle ich dann auch gerne.
    Innerhalb der Garantiezeit gibt es sowieso keine Alternative zur offiziellen Wartung und danach hat man mit Kulanz seitens des Herstellers meist nicht mehr zu rechnen - also ist es auch egal, woher man seine wartunsrelevanten Teile bezieht (Mal ehrlich - jeder, der schon mal seine Zündkerze aus dem Motor geschraubt hat, kann den Hersteller und Typ ablesen).
    Der BHKW-Hersteller gibt seine Strategie vor (überteuerte Teile und keine Kulanz auch bei Einsatz von Originalteilen) und der Kunde denkt sich seinen Teil (und kauft die gleichen Teile eben woanders). Ist wie bei Tintenstrahldruckern und der Tinte.

    Der Wartungsvertrag für mein ecopower 3.0 kostet laut Auskunft 950€ pro Jahr bei 6000h Betrieb/Jahr (plus 2.5% jährlich). Das beinhaltet eine Wartung (kostet lose ca. 450-500€ laut meinem HB inkl. Wartungskit). Der Rest dürfte damit der Versicherungsbetrag sein, den jeder mir aus anderen Branchen bekannte Vollwartungsvertrag beinhaltet. Das sind bei 8000h in zwei Jahren ziemlich genau die Kosten für einen neuen Zylinderkopf. Also muss ich davon ausgehen, dass PowerPlus genau so kalkuliert und es ihnen bekannt ist, dass die Köpfe nur zwei Wartungen aushalten (das gilt jetzt für das 4,7 - ich habe das 3.0 wobei die Kosten für den Wartungsvertrag identisch sind).
    Nun repariert ja bekanntlich der Forumsuser BHKWPOWER auch diese Motoren und ich habe den Eindruck, dass er mehr Wissen über diese Maschinen besitzt als die komplette Firma Marathon. Und - das ist das wichtigste - er hat sicher ein Interesse daran, diese Dinger dauerhaft instandzusetzen. Also, warum sollte ich zu PowerPlus gehen und mir die fragwürdigen Teile holen ? Und warum einen Wartungsvertrag abschliessen, wenn die Kosten sowieso gleich sind als ohne Vertrag ?


    Nun ist es natürlich einfach, wenn man immer nur auf dem Hersteller des BHKW Kritik üben kann, aber es ist bedenklich, wenn man mit dieser Kritik auch jedesmal trifft. Es ist ja bekannt, dass die zweifelhaften Motoren von einem Dritthersteller (Marathon) aus den USA bezogen werden, der sich, wie bei amerikanischen Firmen üblich, durch Kritik von Endkundeseite nicht mal ansatzweise beeindrucken lässt. Ich würde nun von PowerPlus oder mindestens von Vaillant erwarten, dass die ihr Gewicht in die Schale werfen und hier Druck auf ihren Zulieferer ausüben um nicht den Ruf der gesamten Produktpalette wegen einem faulen Ei zu riskieren....
    Mein ecopower 3.0 hatte am Wochenende übrigens die erste Notabschaltung. Nichts gravierendes, wie sich heute herausstellte (zu viele Motorfehlstarts), aber ich habe an diesen zwei Tagen mehr Strom zum Heizen verbraten, als in den 4 Wochen davor :negativ:

    google nach "ecopower service-ordner" und klicke den ersten Link an....


    Unter "04 Technische Dokumentation" findest du "Bedienungsanleitung_Menue_Wartung", welche u.a. das Passwort enthält.


    Ich weiss sowieso nicht, warum die Leute bei PowerPlus sich so anstellen mit Passwörtern, wenn dann alles frei im Netz steht. Naja, vielleicht gehen sie davon aus, dass die Leute, die die Anleitung aus dem Netz holen sie auch lesen und damit umgehen können...


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    edit: Wobei...bei näherer Betrachtung könnte man auch den Eindruck gewinnen, dass die ganzen Daten nicht allgemein zugänglich hätten sein sollen. Immerhin stehen auch Listen mit Richtzeiten für Servicetechniker, Bestellfaxe für Ersatzteile und sogar Rabattmodelle zum Download verfügbar.


    Aber dann hätte der PowerPlus Web-Admin grob gepennt. @:pille

    Bin gerade auf der Suche nach einem neuen Stromtarif für meinen Restbezug. Vor allem im Sommer wird hier ein deutlicher Strombezug übrig bleiben, denn das BHKW läuft nur selten. Jetzt habe ich diverse Angebote erhalten und finde in manchen eine Klausel, die sinngemäss so lautet:
    "Der Vertragsverhältnis ist auflösend bedingt dadurch, dass ...... Photovoltaikanlagen nicht in das
    öffentliche Netz, sondern in Ihr Hausnetz direkt einspeisen."
    Das betrifft zwar bislang keine BHKWs, aber der Sinn ist klar - der Stromanbieter will eben mehr verkaufen und nicht nur für Restabdeckung herangezogen werden. Genau das habe ich aber natürlich vor...


    Wie sehen bei euch die Verträge aus bzw. hat schon mal jemand Probleme bekommen mit einer solchen Formulierung ?

    Das sind dann vermutlich die oben angesprochenen Wärmeverluste des Speichers, die wieder hereinkommen müssen.
    Ich habe bei meiner Berechnung des Energiebedarfes unseres Hauses durch einen Energieberater auch gestaunt, mit welchen internen Wärmeverlusten (z.B. Rohrleitungen in Wänden) hier grerchnet wird. Die Wärme ist natürlich nicht verloren, aber sie sitzt an Stellen im Haus, wo sie nicht hin soll.

    Zitat

    Hat jemand von Euch eine Ahnung was die Fehlermeldung Gadruckeinheit zu niedrig / bzw. Gasdruck zu gering bedeudet.

    Das ist der Eingangsgasdruck am Sensor hintem am BHKW . Der sollte min. 50mbar betragen (oder war das fur Flüssiggas...ich weiss es nicht mehr). Die Anlage schaltet jedenfalls bei Unterschreitung ab.


    Zitat

    Lustig das man mit ein wenig Googeln auch direkt den Service Techniker Code ink. Handbuch von der Herstellerseite bekommt ;-)

    ?(
    Ich dachte, du bekommst sowieso alles von der Webseite ? Ich habe jedenfalls alles dort gefunden...Reparaturanleitung, Hydraulikschemata, Ersatzteilliste (inkl. Preise), Präsentationen, Leasingmodell usw....ja sogar der komplette Serviceordner ist zum download verfügbar. Nur die ecohome/ecoserv Software nicht 8) Die muss man eben kaufen....

    Das ecopower ist imho nicht so einfach "dumm" zu bekommen. Ich könnte mir an deiner Stelle zwei Wege vorstellen:
    1. Du stellst das ecopower von "wärmegeführt" auf "stromgeführt" um. Das geht ganz einfach ohne Software über die Menüs des Einstellrades. Damit läuft die Anlage neben den Schutzfunktionen (Frostschutz, Legionellenprogramm usw.) nur noch dem Strombedarf nach. Problem: Nur wärmegeführte BHKWs werden gefördert. Das könnte also evtl. Schwierigkeiten geben.


    2. Du täuschst die Sensoren, indem du sie nicht an die entsprechenden Stellen an den Vorlaufleitungen und im Speicher anbringst. Damit ist für das BHKW der Speicher immer leer und es läuft auf voller Kraft, wenn es die ext. Steuerung erlaubt. Du kannst es dann noch über die Drehzallimitierung auf 80% Last herunterregeln und hast damit was du willst. Problem: die Schutzfunktionen werden evtl. ausgehebelt und du bist alleine für die nötigen Temperaturen verantwortlich (z.B. Rücklauftemperaturhochhaltegruppe). Außerdem stelle ich mir die Druchsetzung eventueller Garantieansprüche schwierig vor.


    Alternative wäre eine Kombination beider Steuerungen (intern und extern), wobei hier gerne mal seltsame Effekte auftauchen, wenn sich die beiden Steuerungen gegenseitig aushebeln (überschwingen usw...). Die Fehlersuche kann sich dabei als recht komplex erweisen.



    ----Edit:
    Ich würde den Aussentemperatursensor in der BHKW-Steuerung aktivieren und fest auf einen niedrigen Temperaturwert (z.B. -10 Grad C) einstellen. Dann die Heizkurve auf z.B. 3,00 und die max. Drehzahl auf deine 80% einstellen und schon sollte die Anlage eigentlich immer mit mit 80% laufen, wenn sie aktiviert wird. Evtl. kann deine ext. Steuerung die Sensorwerte simulieren ?

    Richtig, es geht nur um den KWK-Bonus. Damit dürfte die ganze Relais-Geschichte inkl. Montage in meinem Fall nur ca. 300 Euro kosten (was ich bezweifle) um sich in 10 Jahren zu refinanzieren. Trotzdem bin ich der Meinung, dass der Hersteller darauf hätte achten müssen, denn solche "Kleinigkeiten" lassen sich mittels durchdachter Planung mit einem Minimum an Materialaufwand bei der Kornstruktion eines BHKW lösen (z.B. Platz für geeichten Zähler im BHKW oder Klemmschienen mit Abgriffen für die Pumpensteuerung nach dem Erzeugerzähler). Die ganze Relais-Konstruktion, die jetzt nachträglich gebaut werden muss macht die Sache deutlich teurer.


    Thema Mängelrüge...ich sehe darin durchaus einen gangbaren Weg und möchte mir diesen auch offenhalten, aber sollte es sich herausstellen, dass die ecopower-Leute sich bemühen und sinnvolle Pläne zur Verfügung stellen um diesen Mangel zu beseitigen, dann betrachte ich das als Akt des guten Willens und bin damit zufrieden. Immerhin erspart mir das Messaufwand, denn ich muss ja die Standzeit (einige Minuten täglich) noch herausrechnen und sicherstellen, dass die Maschine während der Messung nicht moduliert. Das macht die Sache nicht einfacher und kann leicht in eine Gutachterschlacht ausarten. Einen gesetzlichen Spielraum für Abweichungen gibt es vermutlich auch noch usw. Naja, wenn ecopower clever ist stecken sie den Aufwand stattdessen lieber in die Entwicklung der Schaltung statt in die Rechtsabteilung und damit wären beide Seiten zufrieden.
    Mal sehen....bis gestern hatte mein Elektriker noch nichts bekommen.

    pamiru48
    danke für die Zahlen. Sehen relativ ähnlich aus. An der Pumpenverdrahtung bin ich dran. Welche Pumpe hast du in der Rücklauftemperaturhochhaltegruppe ? Ich habe hier eine Wilo mit 65W auf Stufe 3. Ich habe ein paar Bilder in meine Galerie gestellt.


    KWK
    danke für die Berechnung. Der el. Wirkungsgrad liegt in dem Bereich, wo ich ihn erwartet hätte. Ein Otto-Saugmotor liefert eben keinen Wirkungsgrad wie ein Turbodiesel. Der Vaillant Techniker hat mir bei der Inbetriebnahme erzählt, dass die Gleichrichter-Wechselrichter Elektronik des ecopower mit über 99% Wirkungsgrad arbeiten soll. Dem Generator billige ich auch nur 1% Schwankung aufgrund von Fertigungstoleranzen zu (das beruht auf meiner eigenen, eventuell haltlosen Schätzung). Also steht und fällt die Sache mit dem Eigenverbrauch der Steuerelektronik und dem Verbrauch der angeschlossenen Pumpen.
    Ich bin zunehmend unzufrieden mit der Rücklauftemperaturhochhaltegruppe. Ich sehe es ein, dass der Motor eine gewisse Betriebstemperatur braucht und damit eine entsprechende Temperatur im Wasserkreislauf gehalten werden muss. Aber den Kondenser sollte man dann dort herausnehmen. Vielleicht sollte ich nochmal mit den ecopower-Leuten telefonieren - die machten bisher einen freundlichen und kompetenten Eindruck. Ich beobachte derzeit diese Regelung, kann aber bislang noch kein sinnvolles Verhalten des Mischers erkennen (z.B. halte die Wassertemp. ins BHKW auf wert XY).
    Nachdem ich allerdings bisher noch keinerlei Isolierungen an meinen Leitungen habe (weder Vorlauf noch Rücklauf des BHKW noch Fussbodenheizung noch Leitungen vom und zum Speicher noch Vorlauf und Rücklauf des Haus-Heizkreises noch Abgasrohr des BHKW) kann ich auf die Mischer noch nicht viel geben. Die Temperaturfühler sind ja auch nur lose auf die Leitungen geschnallt und messen derzeit zur Hälfte die Raumtemperatur...da hats eine Regelung schon nicht ganz einfach.


    Mein Eigenverbrauch wird sich noch ändern, wenn die Verbraucher nach und nach alle in Betrieb gehen. Auf der anderen Seite läuft derzeit (und in den nächsten Monaten) ein kleiner Bautrockner rund um die Uhr, um den Keller trocken zu bekommne. Das Teil braucht alleine 1300 Watt. Auf die derzeitigen 26% Eigennutzung kann ich also noch nicht viel geben.


    Das BHKW moduliert bisher nur selten, da es derzeit die volle therm. Energie bereitstellen muss. Am Wochenende, als draussen überraschend kräftig die Sonne herauskam hat es tagsüber mal auf 66% bzw. 50% Last heruntermoduliert - allerdings nur kurz. Die Drehzahl geht dann bis auf 1200 U/min zurück. Wir hatten letzte Woche bei -10 Grad Nachts auch schon mal bemerkt, dass die Temperatur der Heizungen nicht mehr ausreicht, um das ganze Haus mollig warm zu bekommen. Macht nichts - wird eben das Wohnzimmer und die Küche nachts nicht geheizt. Wegen solcher Kleinigkeiten kommt mir (noch) kein Spitzenlastkessel ins Haus und falls es doch kälter wird verbrate ich den Strom über den Heizstab im Puffer. Warmwasser war wegen des Drucklaufrohrs mit Gegenstrompumpe im Puffer immer ausreichend vorhanden und das ist das Wichtigste.
    Ich frage mich allerdings mittlerweile, ob es überhaupt sinnvoll ist ein 3.0 zu kaufen und ob ein 4.7 nicht generell geschickter wäre. OK - die Förderung (wennes die noch gibt) ist vermutlich durch die unterschiedlichen Eckdaten verschieden. Aber immerhin lässt sich das 4,7 auf Wunsch drosseln und durch den identischen Aufbau der beiden Anlagen sollten die Anschaffungskosten sehr ähnlich sein....

    kurz ein paar Zahlen:


    in den letzten 74 Betriebsstunden hat mein BHKW 99,03 m3 Gas verbraucht laut Gaszähler. Die Anlage ist dabei durchgelaufen und - soweit ich das beurteilen kann - auf voller Last.
    Dabei wurden 213,8 kWh Strom erzeugt laut geeichem Erzeugerzähler zuzüglich Eigenverbrauch des BHKW und zuzüglich Pumpenverbrauch, denn diese Verbräuche zählt der Zähler nicht mit, weil sie vorher abgehen. Es wurden davon 157kWh eingespeist (EVU Rückspeisezähler), wobei noch nicht alle Verbraucher (z.B. Herd) angeschlossen sind. Gleichzeitig wurden 0 kWh vom EVU bezogen.
    Laut BHKW-Wärmezähler wurden in dieser Zeit 0,7 MWh Wärme erzeugt (leider nicht genauer ablesbar).


    Merkwürdig dabei: die Anlage schaltet aus mir nicht bekanntem Grund 1x pro Tag
    komplett ab und stoppt den Motor für ca. 4 Minuten.

    So, nach einem Telefonat mit ecopower wurde mir glaubhaft versichert, dass man auf Anfrage einen Schaltplan für diese Relaisschaltung verschicken würde, womit dann die Pumpen den Stom nach dem Erzeugerzähler bekommen. Allerdings gäbe es diesen Plan nur für Elektriker und nicht für Privatleute.
    Also habe ich meinen Elektriker wieder darum gebeten, der Sache nachzugehen. Seine Kommentare am Telefon gebe ich mal nicht so genau wieder, aber kurz gesagt - das hätte ecopower ja auch gleich in die Installationsanleitung drucken können :tommy:


    Bin auf den Schaltplan gespannt.....

    Das sehe ich ähnlich. Die kleinsten heute verfügbare Maschine ist imho das RMB 3-6 und selbst dieses wäre bei 12000 kWh/a zu groß. Vielleicht hörst du dich mal bei RMB um, ob mit ihrem 2-4 schon in absehbarer Zeit zu rechnen ist oder du wartest auf die Honda Maschine...vielleicht nächstes Jahr ?
    Alternativ könntest du ein ecopower nehmen und auf 1200U/min kastrieren; das entspräche dann ca. 1-1,5 kW el. und 3-4 kW therm. Leider ist der Wirkungsgrad dann nicht so toll und außerdem ist das Gerät selbst so teuer, dass es sich vermutlich nie lohnt.