Beiträge von gemm

    So, ich habe mit meinem BHKW-Techniker gesprochen. Der muss sich das Ganze erst mal ansehnen.


    Unser Heizkreislauf ist schon recht alt. Wir haben zwar die wesentlichen Dinge bei Installation des BHKW neu machen lassen aber die Rohre in den Wänden sind geblieben. Das sind so alte 5cm Rohre einer Schwerkraftheizung von 1930. Ich vermute mal, das in diesen Rohren gut Kalk sitzt. In den letzten Jahrzehnten wurde sicher immer mit Leitungswasser nachgefüllt und wir haben hier in der Gegend sehr hartes Wasser. Als wir letztes Jahr den Puffer und das BHKW installiert haben wurde alles mit aufbereitetem Wasser gefüllt. Der Kalk wird sich jetzt aus den alten Rohren lösen und überall neu festsetzen.
    Wir haben seitdem einen Ionenaustauscher im Keller, der das gesamte Brauchwasser aufbereitet. Diesen kann man auch bis auf Wasserhärte Null runterdrehen. Allerdings mussten wir den Kreislauf bisher noch nicht nachfüllen. Komplett ablassen wird nicht reichen; wir müssten vermutlich das ganze Rohrsystem ein paar Tage mit Entkalker füllen.


    Oder ein Gerät zur Kalkabscheidung einbauen. Hat damit jemand Erfahrung und kann einen Hersteller empfehlen ? Mir scheint auf diesem Sektor tummeln sich viele Placebos/schwarze Schafe.


    P.S. Übrigens riecht unser Heizungswasser wie der dämonische Schlund der Hölle. Ist das normal bzw. kann/sollte man was dagegen tun ?

    So, habe die Reinigung hinter mir. In der Pumpe der Ruecklauftemperaturhochhaltegruppe befand sich eine gute Portion Kies (kein Sand - Kies !) Das Fluegelrad war halb verstopft, aber noch drehbar. Das groesste Problem waren aber die beiden Flexschlaeuche vom BHKW zur Pumpe. Diese waren innen mit einer festen, ca 2-3mm starken Schicht ueberzogen (vermurlich Kalk) dazu eine Menge schwarzer Schleim. Als ich die Schlaeuche bei der Demontage bewegt hatte, zerbroeselte die Kalkschicht und verstopfte die Schlaeuche vollstaendig. Die Anschluesse entsprechen denen eines Wasserhahns, so dass ich draussen am Gartenschlauchanschluss ordentlich Druck drauf geben konnte. Half nichts, ich musse die Kalkschicht schliesslich mechanisch zerkleinern und dann ausspuelen.
    Der Plattenwaermetauscher war hingegen erstaulicherweise komplett frei. Mit einer Gartentauchpumpe in einer Moertelwanne und zwei Litern WC-Reiniger auf 8 Liter Wasser (enthaelt Ameisensaeure oder Salzsaeure) konnte der Rest der Anlage ueber einige Stunden rueckwaerts durchspuelen. Ich hoffe mal, dass der Kalk raus ist. Jetzt laeuft die Anlage jedenfalls wieder bei knapp 75 Grad bei 100%.


    Eine Frage noch - wie gehoert die Anlage angeschlossen ? Ich habe den Eingang des BHKW (hinten auf knapp halber Hoehe am oberen Ende des Plattenwaermetauschers) an der rechten Seite der Pumpengruppe (der Strang ohne Pumpe - Zulauf kaltes Wasser) angeschlossen und das untere Ende des Waermetauschers ueber ein Rohrstueck mit Fuehler, einen Schlammabscheider an die Pumpe der Ruecklauftemperaturhochhaltegruppe. In dieser Richtung laeuft auch das Wasser und so war es bei mir auch vorher angeschlossen. Kommt mir aber nicht sinnvoll vor den Schlammabscheider hinter den Waermetauscher zu haengen, oder taeusche ich mich ?

    Mein ecopower 3 zeigt derzeit im Display: Leistungsreduktion Motortemperatur zu hoch. Die Anlage laeuft, produziert aber ca 20% zu wenig Strom und Waerme. Nach einiger Zeit schaltet sie ganz ab (Motortemperatur zu hoch). Was koennte da los sein ?


    Die Motortemperatur liegt im Display bei 78-84 Grad. Ab ca 80 Grad wird die Leistung reduziert. Bei 85 Grad schaltet die Anlage ab. Nach ca 20 Minuten ist sie wieder abgekuehlt und startet neu. Das ganze wiederholt sich dann staendig ca alle halbe Stunde. Temperaturen in der Ruecklauftemperaturhochhaltegruppe liegen bei ca 80/48 Grad. Speicher ist oben 79 Grad, Mitte 53Grad und unten 48 Grad. Eigentlich sollte die Analge bei den derzeitigen Aussentemperaturen voll durchlaufen...


    Sieht irgendwie so aus, als ob die Anlage die Waerme nicht mehr aus dem Inneren wegbekommt. Pumpe der Ruecklauftemperaturhochhaltegruppe laeuft (wie gut weiss ich aber nicht). Schlammabscheider vor dem internen Plattenwaermetauscher hatte etwas schwarzen Sand drin, wird aber alle paar Wochen mal abgelassen. Ist der Waermetauscher anfaellig fuer Verschmutzung ? Falls ja - laesst er sich reinigen ?


    Oder denke ich in die falsche Richtung und es ist evtl. eine Steuerungssache ?

    So, nach Gesprächen mit allen Beteiligten gibt es weitere Infos. Vaillant (über den Heizungsbauer kontaktiert) besteht auf einer 110er Leitung wegen Volumenstrom. Ausserdem sei das BHKW als letztes Gerät am Strang zu betreiben und Therme zwischen BHKW und Kamin. Vaillant (über den Kaminkehrer kontaktiert) besteht auf einer 110er Leitung wegen Druckschwankungen im Kamin bei laufendem BHKW (blubbern). Durch das große Rohr sei ein Druckausgleich möglich welches verhindert, dass Abgase bei stillstehnder Therme durch diese zurückgedrückt werden und durch den evtl. trockenen Siphon der Therme entweichen. Der Volumenstrom durch das Rohr ist hier nicht mehr erwähnt worden. Außerden sei die Reihenfolge des Anschlusses Kamin-BHKW-Therme egal. Die Anfrage bei Technaflon ob das 75er Rohr für Theme und BHKW ausreicht läuft noch.
    Mein Kaminkehrer wäre zufrieden, wenn er von Technaflon die Aussage bekommt, dass das Rohr reicht und dann eine Rückschlagklappe in die Abgasleitung vor der Therme eingebaut wird welche den Rückstrom von Abgas in die Therme verhindert. Eine Klappe auf der Ansaugseite der Therme reicht nicht aus.


    Ich kann mich an frühere Zeiten erinneren, als wir eine motorisch betriebene Klappe im Kamin hatten welche immer kurz vor Ansprignen des Kessels aufging (kein Brennwerkessel, kein Kunststoffkamin und min. 140mm Durchmesser). Gibts sowas auch für 75mm Kunststoffrohr ?

    Zitat

    Bei den neuen Geräte ab Sommer 2011 ist die Ansteuerung SLK serienmäßig.


    Du meinst das BHKW ? Meines ist Feb 2010 installiert worden. Brauche ich also doch Software oder ist die SLK Software in der Therme drin ?


    Zitat

    Für die Therme gibt es 2 Varianten. Die preiswertere wird im Gerät eingebaut (Austausch des Ansaugstutzen).


    Hm, da habe ich im Vaillant Prospekt was gefunden - nennet sich "Membran-Rueckstroemungssicherung" fuer die Ansaugseite der Therme. Das koennte sowas sein.

    Man koennte evtl. zwischen Therme und BHKW eine Rueckschlagklappe einbauen und haette dann keine Probleme (edit - Danke pamiru fuer den Hinweis - na wieder nuehtern :D ) ? Mein Rohr ist tatsaechlich ein 75er - kein 80er (steht auf einem Aufkleber inkl.Technaflon Zulassung und noch einigen anderen Nummern z.B. Wandstaerke 1mm usw.).


    D.H auch fuer die 196er ist das 75er Rohr ausreichend ? Dann muesste ich mal meinen Schorni fragen - vielleicht hat der mehr Einblick. Klar, dass Vaillant/powerplus erstmal einen neuen Kamin verkaufen will, aber so muss das ja nun nicht sein. :cursing:


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    Der VC196 ist nur 30,-€ teurer als ein VC126, Der VC146 ist nochmal ca. 800,-€ teurer. Der VC126 kann man auf ca. 8 kW max. Leistung drosseln.


    Schon, aber der VC196 liefert min 5,9 kW und der VC126 4,4. Je weniger, je besser denn mein BHKW soll ja durchlaufen und die Therme nur ein wenig zufeuern wenn es draussen sehr kalt ist. Wie entscheidet die Therme ueber die Taktung ? D.h. wann laeuft sie mit min Leistung und wann mit max Leistung ?
    Deshalb hatte ich an die VC146 gedacht, denn ausser einem nochmals teureren Viessmann Geraet (1,9kW) liefer diese Therme wohl die geringste min. Leistung von 2,4 kW. Bis wohin kann man die drosseln ? Der Aufpreis von 800 Euro waere verschmerzbar wenn ich dann um die 2200 Euro fuer den neueen Kamin herumkommen sollte.


    Ich habe in meinem Angebot ein Softwarepaket ecopower 3.0 gefunden (BestNR 0020138673). Es besteht aus :"Regelung eines zweiten Heizkreises", "2-teiliges Fuehlerset", "Ansteuerung einer Zirkulationspumpe oder Entladepumpe" und ecoHome Software. - Brauche ich das fuer die Ansteuerung der Therme ? Einen zweiten Heizkreis plane ich nicht und auf die EcoHome Software lege ich keinen Wert und das Paket kostet ca 750 Euro.

    Na, ich vermute mal, dass die Therme dann irgendwelche Fehler bemerkt und ganz abschaltet. Ausserdem ist das sicher kein genehmigungsfaehiger Betriebszustand und das Rauchrohr ist wahrscheinlich auf moegliche Maximmalleistung auszulegen und nicht auf "Gashahn ca halb zu".


    Welches Rohr hast du bei deiner ecopower 4,7 angeschlossen ?

    So, ich ziehe diesen alten thread nochmal hoch, da ich heute das Angebot von meinem Heizungsbauer zur Erweiterung des BHKW mit Spitzenlastherme erhalten habe. Problem bei der ganzen Sache ist mein Schornstein. Ich habe ein Technaflon Rohr von PowerPlus bei Installation des BHKW einbauen lassen. Dieses Rohr ist nun angeblich zu eng um eine Therme mit anzuhaengen und soll komplett erneuert werden. Kostet ueber 2000 Euro extra. Das vorhandene Rohr hat den Durchmesser wie hinten der Ausgang des Ecopower 3.0 (muessten ca. 75mm). Mein Heizungsbauer folgt dem Vorschlag von Vaillant und moechte ein 110mm Rohr einbauen. Anhaengen moechte es eine Vaillant eco Tec plus 196/3. Diese Therme ist mir deutlich zu kraeftig. Deren Leistung liegt bei 5,9-19,9kW. Mir wuerde eine VC126 mit 4,4-14,1 kW locker reichen. Oder eine VC146, die sogar nur 2,4-14,4kW liefert. Ich hatte beim Heizungsbauer eine Loesung angefragt welche Maximal 8kW liefern soll (gibts wohl nicht) und welche optimal mit dem ecopower 3.0 zusammenarbeitet. Heraus kam o.g. Vorschlag. Ich bin davon hoechstens mittelmaessig begeistert.....


    Fragen:


    - muss das Rohr tatsaechlich raus ? Ist das evtl. von der Leistung der Spitzenlasttherme abhaengig ? Gibts laenderspezifische Vorgaben ? Ich gehe mal davon aus, dass ein ecopower 4,7 den gleichen 75mm Kamin nutzt und diese Anlage hat auch ca 4kW mehr th. Leistung. Welche Spitzenlastkessel habt ihr drin und welche Rohre dafuer im Kamin ? Kaminrohlaenge ist in meinem Fall knapp 8m.


    - Welche Alternativen gibt es auf Seiten der Therme noch ? 2-5 kW reicht locker - falls es sowas gibt...


    - Kann man eine Therme so drosseln, dass nur z.B. 5kW liefert ?



    Danke !

    Im Ecopower 3.0 (und 4.7 vermutlich auch) ist hinten oben ueber dem Plattenwaermetauscher ein kugelfoermiger Plastikbehaeltermit Fluessigkeit. Dort ist bei mir bedenklich wenig drin (unter Minimum). Womit kann ich auffuellen ? Dest. Wasser, Kuehlerfluessigkeit (mit Frostschutz) ? Wenn ja - welche Farbe ?


    Danke!

    Wie sieht die Sache eigentlich mit Mietkosten für den Zähler aus - ich mit meinem BHKW bin ja Energieversorger/Erzeuger und darf einen Zähler betreiben um den Strom zu messen, den ich in Netz abgebe. Der EVU macht das Gleiche für den Strom den er an mich liefert. Nur - ich muss für dem Zähler Miete zahlen, der vom EVU gestellt wird. Kann ich dem EVU also im Umkehrschluss Miete für den von mir betriebenen Erzeugerzähler in Rechnung stellen ?

    Je mehr ich mich in die Thematik einarbeite, desto auffälliger wird es, dass meine Gegenseite offenbar keine Ahnung hat/haben will. Die Frage nach rechtlichem Beistand ist nicht meinem Wunsch entsprungen, sondern könnte sich als zwingende Notwendigkeit herausstellen, wenn die Abrechung weiterhin abgelehnt wird und das Mahnverfahren in Gang kommt. Wir werden sehen.
    Grundsätzlich bin ich nun sicher, dass mein Zähler geeignet ist und zur Abrechnung herangezogen werden kann, auch wenn der EVU das ganz und gar nicht haben mag.


    Eine "lustige" Kleinigkeit am Rande: Ich verbrauche derzeit konstant fast allen Strom, den ich erzeuge. Aber eben nur fast. Eine kleine Überschussmenge entsteht jeden Tag. Jetzt ist es so, dass mein Einspeisezähler diese Menge auch schön erfasst und langsam hochzählt (im niedrigen einstelligen Bereich von kWh/Tag). Der EVU Rückspeisezähler gibt sich aber offenbar mit solchen Kleinmengen nicht ab und zählt nicht bzw. fast nicht weiter. In der Folge wird die Differenz der beiden Zähler derzeit immer größer. Sieht so aus, als ob der EVU Zähler (elektronischer 4-Quadrantenzähler) recht träge ist bzw. so programmiert wurde. Ein Schelm, we böses dabei denkt....

    So, es geht in die naechste Runde. Mein ENV hat mir einen Mitarbeiter vorbeigeschickt, welcher meine Installation ueberprueft hat (ob denn die Zaehler richtig angeschlossen sind usw.). Dieser hatte soweit keinen Grund zur Klage.


    Offen war noch die Frage, ob ich einen Hutschienenzaehler zur Abrechnung der Ueberschusseinspeisung verwenden darf oder nicht (und wenn nein - warum nicht). Laut ENV ist der Hutschienenzaehler nicht zulaessig. Als Begruendung wird angefuert (ich fuehre hier nur die relvanten Stellen des Schreibens an):


    Laut TAB2007 und der BDEW-Ergaenzung zur TAB 2007 muessen folgende Mindestanforderungen erfuellt sein:
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    - Lt. der VDE-Anwendungsklausel VDE-N-AR 440 (Metering Code) wird ein Zaehler der Genauigkeitsklasse A gefordert. Mein Zaehler enrspreche nur Genauigkeitsklasse B und weise deshalb eine geringere Messgenauigkeit auf.


    Des weiteren wird angefuert, dass die Messung der in das oeff. Stromnetz eingespeisten und daraus entnommenen Strommenge nur ueber den Zaehler Z1 erfolgen darf (ohne Angabe von Gruenden), welcher von einem Messtellenbetreiber errichtet und betrieben werden darf. (Z1 ist der ENV Zaehler laut TAB2007). Weiter: "Da derzeit weder Anschlussnehmer noch Anschlussnutzer einen Messstellenbetreiber oder Messdienstleister mit diesen Aufgaben betraut hat, muss der ENV die Rolle als Default-Messtellenbetreiber und Default-Messdienstleister uebernehmen." (!)


    Im weiteren Schreiben ist genannt, die Abwicklung des Messtellenbetriebs bzw. der Messung erfolge auf Grundlage der Messzugangsverordnung (MessZV) und gemaess den von der Bundesnetzagantur festgelegten Geschaeftsprozessen ueber Wechselprozesse im Messwesen (WiM), sobald die Festlegung der Bundesnetzagentur in Kraft tritt. Bis zum Wirksamwerden der vorgenannten Festlegung (am 1. Oktober 2011 !) sind die Abwicklungsregeln des ENV auf Grundlage von §12 Abs. 1 MessZV anzuwenden.


    Nun, das sind eine Menge Regeln, die der ENV da anfuert. Ich habe versucht mein Wissen in dieser Richtung zu erweitern und habe gefunden, das die VDE-N-AR 4004 offenbar eine Wunschvorstellung der ENVs darstellt, welche ab 1. Oktober 2011 in Kraft tritt (damit ist die fuer meine Abrechnung von 2010 irrelevent). Ob diese VDE ueberhaupt fuer einen BHKW Betreiber gueltig ist muss auch noch geklaert werden.


    Die angefuerte §12 Abs. 1 MessZV regelt die el. Datenuebermittlung und hat mit meinem Fall nicht das geringste zu tun.


    Bleibt die Frage, ob mein Zaehler nun geeignet ist oder nicht ? Wer hat aehliches von seinem ENV zu hoeren bekommen ? Was sind Genauigkeitsklasse A und B ?


    Und...wo finde ich einen Anwalt, der sich in dieser Materie auskennt ? Denn darauf wird es wohl hinauslaufen...und ich sehe dem mitlerweile ehrlich gesagt mit wachsender Freude entgegen. :D