Beiträge von gemm

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    3. Reststrom direkt im Wohnbereich in Wärme umsetzen.


    Das ist eine Option, an der ich gerade arbeite. Ich habe einen Heizstab im Pufferspeicher (3x3kW 3-phasig), welchen ich mit Überschusstrom ansteuern möchte....aber es ich nicht ganz so einfach eine Steuerung zu realisieren wie ich mir das gedacht hatte.


    Ziel ist es meinen Stromanschluss beim Versorger mittelfristig komplett zu kündigen und wirtschaftlich auf Eigenstrom zu fahen. Wirtschaftlich heisst zu höchstens gleichen Kosten wie bei dem derzeitigen festen Anschluss auch. Mit der gesamten Stromproduktion bin ich gegenüber meinem Verbrauch weit im Plus (zu weit)...aber auch manche Lastspitzen machen mir noch etwas zu schaffen.


    [quote...]auch wenn im November der KWK - Zuschlag weg fällt.[/quote]
    Der KWK Zuschlag interessiert mich mittlerweile überhaupt nicht mehr. Je eher ich davon weg bin (=keine Einspeisung) desto schneller komme ich in der wirtschaftlich sinnvollen Bereich.



    Jedenfalls ist jetzt erstmal eine Überprüfung durch Vaillant angestoßen worden. Ich werde mal sehen, was da auf mich zukommt.

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    Man müsste mal mit spitzem Stift rechnen wie sich ein 3.0 das auf 1,3kW gedrosselt läuft in Sachen Wartungskosten und Verbrauch verhält ??


    Das 3.0 kann man glaube ich gar nicht auf 1,3kW drosseln. Das wäre Leerlaufdrehzahl von 1300 U/min und damit würde man jegliche Modulationsmöglichkeit wegnehmen. Irgndwas um 2000U/min geht wohl. Dann moduliert es noch von 1300-2000U/min.


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    Freilich erzeugt der (nach gemms Beispiel) 12000kWh Strom. Aber halt für die Hälfe des Jahres (4500h).


    Naaa, das waren Vollbenutzungsstunden. Betriebsstunden habe ich ca. 6200h/Jahr. Immer noch kein durchgängiger Betrieb, aber im Sommer ist mit einem 1.0 auch keine Laufzeit zu gewinnen. Da hilft nur PV (und damit wird ein Akkupuffer immer interessanter).


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    Vitron: Das gute Stück kostet laut Liste >6000€, die Endkundenpreise die ich finden konnte auch. :S


    Jo, das überrascht mich nicht. Victron ist eben teuer. Aber das sind Listenpreise...und die zahlt man bei denen eher selten. Es gibt in dieser Richtung auch zunehmend Alternativen (Kostal bietet was mit 15kWh Speicher an, Oscar hat was ähnliches auf einem SMA 6000 aufgebaut und meine Anlage läuft auf Basis eines Studer XTM). Frage ist immer, ob das ins Konzept passt.


    Dämmmaßnahmen im Denkmalbau sind ähnlich unbeliebt wie PV aufs Dach. Ein paar Sachen sind sicher umsetzbar, aber wenn man alles will, dann wird es schnell unübersichtlich und teuer (und damit unwirtschaftlich). Mussm an im Einzelfall genau prüfen. Erstmal alles dämmen und dann weitersehen ist sicher der falsche Ansatz.

    Ich würde ein BHKW nur noch auf den Strombedarf dimensionieren und den restlichen Wärmebedarf über Gastbrennwerttherme(n) decken. In diesem Fal wäre ein ecopower 3.0 von der Dimension her recht passend. Ich selbst produziere mit einem 3.0 ca. 12000 kWh Strom pro Jahr. Wärme liegt so ca. bei 40-45000 kWh bei insgesamt 4500h Laufzeit im Jahr. Das würde hier gut passen. Für die restliche Wärme reicht eine mittlere Gasbrennwerttherme... vielleicht eine ecoTec plus VC316 (6,3 - 31kW) oder je nach Spitzenlast im Winter eine grosse ecoTec plus VC 806 (16-80 kW)? Naja, die ist vielleicht ein wenig gross, aber auch andere Hersteller haben schoene Toechter.....
    Zusammen könnte ich mir vorstellen, dass sich das auch rechnet. BHKW auf Wärmebedarf dimensioniert ist jedenfalls nicht kostendeckend.


    Ist dein Strombedarf auch in der Nacht vorhanden, oder staut sich das ausschliesslich am Tag ? Bei dieser Dimension würde ich dann sogar über einen kleinen Pufferakku nachdenken um den Eigenverbrauch des Stroms zu maximieren. In den Dimensionen dürfte sich das rechnen...


    Sowas z.B: http://www.victronenergy.de/inverters-chargers/ecomulti/
    Ich weiss jetzt nicht was das Ding hier kostet, aber vom Konzept her könnte das passen.

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    Du schreibst 4Jahre läuft das Teil erst ? Da gibts sicher noch Kulanz. Andererseits könntest Du auch versuchen mit den Reparaturkosten die KWK Vergütung erneut für 10Jahre zu bekommen.


    Ziemlich genau 4 Jahre. Die Kulanz soll wohl abhängig von den Betriebsstunden gelten. Sehen wir mal....
    Der Wärmetauscher (mit Katalysator) wurde schon mal wegen Undichtigkeit gewechselt - damals noch innerhalb der Garantie kostenfrei.


    Reparaturkosten bei erneuerter KWK-Vergütung....da habe ich was von "wesentlichen Teilen" und "mehr als die Hälfte der Anschaffungskosten" im Kopf ? Ist aber eigentlich egal. Die Einspeisung wird in Zukunft drastisch zurückgefahren. Nur was bei der Akkuladung übrigbleibt wird eingespeist. Das ecopower moduliert ja und lässt sich irgendwie auch auf niedrige Drehzahlen begrenzen. Das reicht für den Akku sicher aus.


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    Der Eco3,0/4,7 wurde von Valentin entwickelt...


    Ist das so ? War das denn eine Schweizer Firma ? Sollte es sein.
    Wer das Entstehungsdatum des Schweizer Bundesbriefs (Rütlischwur) und das Ecopower Passwort kennt, dem fällt da sicher was auf...

    Danke fuer die Rückmeldungen. Meine PV liefert in der Tat 2000kWh/Jahr und hat ca 2 kWp. Der Akku hat 375Ah bei 48V und kommt somit auf ca 19kWh Speichervermögen von denen ich ca 15kWh als maximalen Arbeitsbereich betrachte.


    Mein ecopower 3.0 hat sich nach etwas mehr als 4 Jahren Laufzeit natuerlich noch nicht amortisiert. Eine überschlägige Rechnung inkl. aller Wartungen, verkauftem Strom, genutztem Strom usw. habe ich angestellt und die sieht nicht sooo schlecht aus. Läuft das BHKW die versprochenen 40000 Stunden, dann kann das was werden. Aber das liegt ein wenig an der besonderen Situation bei mir. Ich wohne in einem denkmalgeschützten Haus und da sind die steuerlichen Voraussetzungen günstiger.


    Ich warte jetzt mal auf Zahlen/Angebote zwecks Motortausch und entscheide dann. Vermutlich wäre es sinnvoll die Anlage auf den Strombedarf herunterzuregeln und die Steuerung dem Akkuwechselrichter anzuvertrauen. BHKW läuft dann nur noch zur Akkuladung und die kleine Gastherme kümmert sich vorrangig um Wärme. Damit habe ich zwar geringere Laufzeiten des BHKW, aber der defizitäre Stromverkauf an den EVU fällt weg.

    Meine Anlage (ecopower 3.0) nähert sich dem Ende ihrer Lebenszeit. Das heisst in diesem Fall den Ende der Lebenszeit des ersten Motors. Ich habe ein D Modell, d.h. die Version direkt vor dem ersten Schrick Motor. Von daher bin ich mit einer Laufzeit vonderzeit ca. 24000h schon eher im hohen Bereich. Derzeit hält die Maschine noch die 3kW el. Leistung, dreht aber schon am oberen Ende des durch die Software erlaubten Bereiches (in der Nähe von 2900 U/min). Die thermische Leistung liegt demzefolge schon recht hoch bei ca 10kW. Ein Wechsel der Maschine steht also demnächst an und wird nach einer vorsichtigen Schätzung mit knapp 4000 Euro zu Buche schlagen (Motor, Abgaswärmetauscher, Kleinteile, Abeitszeit und Steuern).


    Stellt sich die Frage, ob sich das lohnt. Mein Vertrauen in das ecopower 3.0 ist eher mittelmäßig und die Wirtschaftlichkeit ist durch den niedrigen Strompreis sowieso nicht mehr gegeben. Alternativ könnte ich den Motor extern überholen lassen (Preis unbekannt. Erfolg auch). Oder ich werfe das ecopower 3.0 raus und setze eine andere Maschine rein ? Der neue Hersteller müsste aber eine deutlich besseren Ruf haben und wirklich problemlose Technik anbieten können....aber was kommt da in Frage ? Das ecopower 1.0 wäre in so einem Rahmen natürlich ebenfalls denkbar. Oder ich lasse das BHKW ganz raus und steige auf die einfache Gastherme um, was mir im Winter natürlich keinen eigenen Strom bringt.


    Als Eckpunkte: Ich habe Laufzeiten von ca 4500h/Jahr mit dem 3.0 und einen Heizwärmebedarf von ca 40-45TkWh im Jahr. Ich habe eine Spitzenlasttherme, die ich aber nur nutze wenn das ecopower ausgefallen ist. Auch in Spitzenlastzeiten reicht das ecopower 3.0 gerade eben so aus (mit den 10kW Heizleistung die es derzeit liefert). Außerdem habe ich eine PV Anlage die mir im Jahr ca 2000kW/h Strom liefert (reicht im Sommer für den Tagesbedarf) und an einem Akku hängt, welcher 15kW/h Speichervolumen hat. Das reicht bei unserem Verbrauch gut 1 Tag. Den meisten Strom des ecopower muss ich sowieso also verkaufen...ich liege bei ca. 23% Eigennutzung. Ein kleiner Generator würde also reichen.


    Was tun ? Ecopower 3.0 reparieren und hoffen, dass sich der neue Motor bezahlt macht ? Auf ecopower 1.0 umsteigen für ca. das doppelte Investitionsvolumen ? Auf anderen BHKW Hersteller umsteigen ? welchen ? Müsste aber schon ein echtes BHKW sein - Stirlingmaschinen kommen keinesfalls in Frage.


    Ich könnte mir sogar eine Eignebaulösung vorstellen, bei welcher ich einen Generator/Notstromagregat (z.B. eine hinreichend zuverlässige Ex-Bundeswehrmaschine oder einen Geko/Bosch/Eisemann/Sachs Stomerzeuger) mit geringer Leitung hernehme und in das entkernte Ecopower Gehäuse setze. Die Wasserkühlung kommt an meinen bestenden Pufferladekreislauf, die Steuerung der Ladetemperatur übernimmt eine Alpha2 und der Strom geht direkt über meine Wechselrichter/Laderegler auf meinen Akku. Keine Einspeisung mehr. Überschusstrom wird über den Pufferheizstab in den Puffer geladen und der BW-Generator wird über einen Temperaturfühler im Puffer bei zu hoher Temperatur abgeschaltet. Fehlende Heizleistung liefert meine Gastherme (schaltet ein bei zu niedriger Puffertemperatur und schaltet wieder ab wenn es reicht - das macht sie jetzt auch schon so). Weiteren Steuerungen gibt es keine.


    Kommentare ?

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    Es wird nichts gekündigt. Es werden sogar die zugesagten Verträge noch abgeschlossen. Es gibt z.Zt. nur keine neuen Angebote bzgl. Vollwartung.


    Das habe ich anders gehört, aber ich gehe davon aus, dass Vaillant sich da was einfallen lassen wird.


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    Bei uns kostet die 4000h-Wartung 560,-€ netto. Bestellst Du bei uns nur das Kit und machst die Wartung selber wird es billiger.


    Das werde ich tun, aber ich befürchte Probleme mit der Kulanz bei einem vermutlich bald fälligen Motortausch wenn ich Wartungen selbst durchführe. Danach werden wir weitersehen...


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    Wer hat Dir denn den Bären aufgebunden. Die Zündkerze war immer drin.


    oh, da hast du recht - mein Fehler. Ich meinte die Lambdasonde. Die wird jetzt mitgetauscht. Ich habe höcht unterschiedliche Laufzeiten der Lambdasonde in meinem BHKW festgestellt...von 12000h bis 1800h war schon alles dabei. Von daher ist ein routinemäßiger Tausch bei 4000h bedingt sinnvoll. Ich lasse mir die Sonde geben, baue sie aber nach eigenem Ermessen ein.
    Dummerweise ist die Sonde sehr teuer - nicht nur bei Vaillant. Alleine das erklärt schon den deutlichen Preisanstieg beim Wartungskit. Es ist eine Bosch LSM-11 Breitbandsonde, die bei Bosch Motorsport in der Gegend von 150 Euro gehandelt wird (im Handel teilweise deutlich mehr). Erfreulicherweise braucht das Ecopower keinen speziellen Stecker, da die Kabel der Sonde direkt auf der Platine angeschlossen werden. Bei der LSM 11 sind mir bisher zwei unterschiedliche Versionen in die Finger gekommen - eine mit Referenzluftbohrungen im Gehäuse und eine ohne. Vaillant verwendet die ohne Bohrungen. Es gibt zwar eine alternative Sonde zur LSM-11 von NGK, aber die ist auch nicht preiswerter...


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    Aber nicht mehr mit den neuen Motoren von Schrick. Die sind um Klassen besser.


    Das habe ich auch gehört, aber auch bei Schrick Motoren gibt es Ausfälle. Die Lösung aller Probleme ist wohl auch der Schrick Motor nicht.....

    Bei Vaillant gibt es doch gar keinen Vollwartungsvertrag für das 3.0/4.7 mehr. Das ist zumindest die Info meines Reparateurs. Die evtl. noch laufenden Vollwartungsverträge werden alle gekündigt bzw. nicht verlängert.
    Eine Wartung (alle 4000 Stunden) beim 3.0 mit Kit fällt mit ca. 750 Euro mittlerweile exorbitant hoch aus. Darin enthalten ist seit Mitte letztem Jahr zusätzlich die Zündkerze. Daher stieg der Preis von 450 Euro auf 750 Euro. Das hat zur Folge, dass ein solches BHKW derzeit eigentlich nicht mehr wirschaftlich zu betreiben ist....selbst wenn man wohlwollend rechnet. Nicht vergessen - beim Ecopower 3.0 und 4.7 kommt immer ein Motortausch (meist zugleich mit Abgaswärmetauscher/Katalysator) innerhalb der Laufzeit mit dazu, welcher bei ca 20000 Betriebsstunden (die Hälfte der beworbenen Lebensaduer) mit ca 3500-4000 Euro zu Buche schlägt.


    Jährliche Warungskosten auf 10 Jahre Laufzeit bei 40000 Betriebsstunden gerechnet sind also ca. 1100-1150 Euro.

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    Oder meinst du ein Rechtsstreit lohnt?


    Na, für die Anwälte immer ;-)
    Aber ein besonderes Missbrauchsverfahren ist ja kein Rechtsstreit. Ich gehe mal davon aus dass der EVU meine Hartnäckigkeit einen eignen Zähler zu verwenden unterschätzt hat. Daher gibt es für diesen eigenen Zähler gar keine Vorschriften ausser das KWK-G und keine Erwähnung in den TAB.


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    aber jetz ohne Flax, das isses was Du machen musst...


    Das bringt mir dann zwar keinen Ärger in der Zukunft, aber für die zurückliegenden Abrechnungen muss auch noch eine Regelung gefunden werden. 2010 und 2011 sind noch schwebend.


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    ...aber speziell für diesen Einsatz greift IMHO die TAB.


    Schon, aber wo ? Für mich greifen ja sogar die Ergänzungen des TAB2007, welche den abgesetzten Zähler ohne TAB Zählerplatz erlauben.
    Mein dritter Zähler ist ja in dem Schema gar nicht vorgesehen. Oder mal anders gefragt - wo würdet ihr meinen Einspeise-Hutschienenzähler in dem o.g. Schema einzeichnen ? Z1 ist ja der kombinierte Bezug-Rückspeisezähler meines EVU. Und Z2 ? Mein Überschusszähler oder bereits der Erzeugerzähler ? Hm...der Hutschinenzähler ist jedenfalls so angeschlossen, dass er direkt vor dem Rückspeisezähler des EVU hängt (vor=hausseitig). Er sollte also die gleiche Strommenge in Einspeiserichtung zu sehen bekommen wie der EVU-Zähler. Der Strom geht erst durch meinen Zähler, dann durch den EVU Zähler und dann ins Netz. Dieser Anschluss wurde mittlerweile 3x von Fachleuten geprüft (einmal sogar vom EVU).

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    Vergiß einfach den Hutschienenzähler als Einspeisezähler. Das wird nix.


    Warum ? Der ist rücklaufgesperrt, MID geeicht , phasensaldierend und verplombt (!). Hast du Info wo der Typ des Zählers vorgeschrieben ist ?


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    Da ist das Schema leider ein bischen Mißverständlich


    Ja, den Eindruck habe ich auch....


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    Z1 soll der Bezugs- Einspeisezähler sein und Z2 der Erzeugungszähler. Z1 kann durch zwei Rücklaufgesperrte ersetzt werden, so wie bei mir, ....


    Das ist der Knackpunkt. Ich habe einen Zähler Z1, der in beide Richtungen zählt. Dieser gehört dem EVU. Was die mir da einbauen ist deren Sache, darauf habe ich keinen Einfluß. Aber: Ich habe das Recht auf einen eigenen Einspeisezähler (KWK-G, BGB). Dieser ist aber nirgendwo definiert, ausser im KWK-G. Er muss rücklaufgesperrt sein und geeicht (oder MID geeicht). Mehr ist nirgendwo zu finden (und ich habe schon viel gesucht).


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    Beiden müssen aber zwingend in den Zählerschrank


    Das trifft für die Zähler Z1 (Bezug und Rückspeisung) zu - aber wo steht, dass es auch auf meinen Kontrollzähler zutreffen muss ? Die beiden Z1 sind bei mir ein Gerät und das ist in einem Zählerplatz montiert. Aber ich muss keineswegs diesen Rückspeisezähler Z1 zur Abrechnung verwenden. Ich habe sogar schriftlich das Zugeständnis des EVU, dass es absolut korrekt sei einen eigenen Einspeisezähler zu verwenden ! Nur die Begründung, welcher es den nun sein muss und wo der sitzen darf - das hat keiner darlegen können. Der Zählerhersteller ist z.B. fest davon überzeugt, dass sein Zähler (der Hutschienenzähler) für die Abrechung beim EVU geeignet sei.


    Daher - was sollte ich tun ? Den Hutschienenzähler in einen separaten Zählerschrank mit eigenem Zählerplatz setzen ? Einen Rechtsstreit mit meinem EVU anstrengen (hätte ich eigentlich keine großen Probleme damit) ? Den Hutschienezähler und meinen Ferrariszähler (=Erzeugerzähler) in ihrer Funktion tauschen lassen ? Ein besonderes Missbrachsverfahren bei der Bundesnetzagentur zu diesem Thema anstrengen um die Sache dann spätestens vor dem OLG Düsseldorf klären zu lassen ?

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    Der Einspeisezähler, der ja normalerweise als kombinierter Einspeise- Bezugszähler ausgeführt wird, muß IMHO zwingend in den Zählerschrank auf einen dafür vorgesehen, plombierfähigen Zählerplatz.


    Das ist der Fall für den vom EVU gesetzten Zähler. Diesen möchte ich aber nicht zur Abrechnung einsetzen. Ich habe einen eigenen Zähler setzen lassen, welcher ebenfalls die Rückspeisung miss. Dies ist der o.g. Hutschienenzähler und dieser sitzt nicht in einem eigenen Zählerplatz. Ich verstehe das so, dass er in o.g. Schema dem Zähler Z2 entspricht, da dieser für "Lieferung" gedacht ist. Da ich in diesem Fall der Energielieferant bin habe ich bekanntermassen ein Recht auf einen eigenen Zähler.
    In dem Schema ist der dritte Zähler gar nicht eingezeichnet. Ein Zähler kommt vom EVU (meist ein Zweirichtungszähler, ein Zähler kommt von mir und misst die Rückspeisung und ein weiterer Zähler misst die erzeugte Gesamtenergie. Dieser kann im BHKW sitzen, nur ist der in meinem BHKW verbaute Zähler nicht geeicht. Also musste ich einen separaten, geeichten Zähler dafür setzen.

    Muss den alten thread nochmal ausgraben. Es geht um meinen eigenen Einspeisezähler zur Abrechnung der Überschusseinspeisung. Gibt es irgendwo Regeln, wo und wie dieser Zähler installiert sein muss und um welche Art von Zähler es sich handeln muss ? Ich habe einen MID geeichten, verplombten, rücklaufgesperrten, phasensaldierenden Hutschienenzähler, welcher in meinem Zählerschrank neben dem EVU Zähler und meinem Gesamterzeugerzähler sitzt - jedoch nicht in einem eigenen Zählerplatz. Bei diesem Einspeisezähler stellt sich mein EVU mit Klauen und Zähnen quer. Ich finde aber auch bei wohlwollender Suche keinerlei Vorschrift oder Richtlinie, die eine bestimmte Zählerart vorschreibt oder ausschliesst. Außerdem findet sich in den Ergänzungen zur TAB 2007 ganz eindeutig in Abbildung 1 auf Seite 4 das Anschlussschema, bei dem als kundeneigener Zähler Z2 zur Lieferung verwendet werden darf. Dieser Zählerplatz Z2 wird wie folgt beschreiben:


    -der Zählerplatz der Messeinrichtung Z1 nach den TAB /3/ ausgestaltet ist, während
    -der Zählerplatz der Messeinrichtung Z2 nach den TAB /3/ ausgestaltet sein kann. Allerdings muss der Zählerplatz für die Messeinrichtung Z2 den technischen Anforderungen
    der DIN VDE 0603 entsprechen;


    Link zur Ergänzung der TAB2007


    Wie ist das zu verstehen ? Reicht mein Hutschienenzähler in dem nicht nach TAB /3/ ausgeführten Zählerplatz im Zählerkasten ? Soll ich den Zähler evtl. lieber in den Nachbarraum mit dem BHKW installieren lassen ? In einen Zählerplatz nach TAB /3/ ? Gibt es dafür einen Montagerahmen, denn ein Hutschienenzähler passt nicht so einfach in einen Zählerplatz (und ich kann ihn ja vermutlich nicht auf eine Holzlatte mit Spaxschrauben dort eindübeln...).


    Die Begründungen des EVU sind etwas wirr, aber sie behaupten wohl dass der Zähler Z2 laut o.g. Schema eigentlich nicht zur Lieferung gedacht sei, sondern der dort im Schema als Zähler Z1 aufgeführte Zähler eigentlich zwei Zähler in einer Funktion darstellt und nur dieser für Lieferung akzeptiert werden würde. Und für diesen Zähler Z1 sei ein Zählerplatz nach TAB /3/ erforderlich, welchen mein Zähler nicht hätte. Deshalb sei mein Zähler nicht zur Abrechnung geeignet q.e.d.


    Wie seht ihr das ?


    Ich habe jetzt Abrechnungen für 2011 erstellt. Diese werden wie 2010 ignoriert, Abrechnungen selbst erstellt und nur diese bezahlt. Ich muss also mahnen. Dagegen wird Widerspruch eingelegt. Dann muss ich klagen. Aber diese Klage wird mit hoher Wahrscheinlichkkeit in eine Gutachterschlacht ausarten (was der EVU vermutlich erreichen will).
    Was würdet ihr machen ?


    P.S. in der weiterführung der TAB 2007 - den VDE-AR-N-4105 ist das Anschlusschema ähnlich.


    Link VDE-AR-N-4105-Entwurf


    Auf Seite 50 und 51 ist das gleiche Schema abgebildt wie un den TAB 2007. Wichtiger Unterschied: im Bild auf Seite 50 ist der Lieferzähler dezentral angeordnet (durch die Wand getrennt). Dieser Zähler wird beschreiben als "Zählerplatz nach TAB oder entsprechend den technischen Anforderungen der DIN VDE 0603" - also ist ebenfalls kein eigener Zählerplatz vorgeschrieben. Daher meine Idee, den Lieferzähler (= o.g. Hutschienenzähler) aus meinem Kasten herauszunehmen und in den BHKW Raum zu setzen.


    Wie sind bei Euch die Einspeisezähler ausgeführt und montiert, wenn ihe eingene Zähler verwendet und euch nicht auf den EVU Zähler verlasst ?

    Von Autobatterien würde ich ebenfalls dringend abraten. Für solche Zwecke gibt es z.B. Staplerbatterien aus el. Gabelstaplern, welche dafür deutlich besser geeignet sind. Such mal auf Internet auktionsplattformen - die Dinger gibt es manchmal überraschend preiswert. einziger Nachteil: Die Teile sind schwer (einige hundert Kilo sind üblich) und deshalb meist zur Abholung ausgeschrieben.
    Alternative wäre eine entsprechend dimensionierte USV. Auch diese Dinger gibt es manchmal sehr preiswert, aber die akkus sind eher für kurzzeitige Last ausgelegt und nicht für viele Zyklen, Da es sich aber um Gel Akkus handelt und die Akkus bei den meisten gebrauchten USVs sowieso platt sind (deshalb gibt es die Dinger auch so günstig), kannst du eintsprechend zyklenfestere akkus nachrüsten. Vorteile: Ladeelektronik, Wechselrichter und Umschalter sind schon mit drin und haben einen exzellenten Wirkungsgrad. Außerdem gibt es bei den größeren USV auch Software zum Monitoring und einstellen. Nachteil: Die Geräte müssen entsprechend dimensioniert sein um eine Vollversorgung zu gewährleisten. Für kleine und mittlere Verbraucher ist das Ganze tragbar wenn die Kosten für die USV gering sind, aber Großverbraucher (Wäschetrockner, Bautrockner, Waschmaschine, E-Herd) sind dafür nicht geeignet. Hier liegen allein die laufenden Kosten für Ersatzakkus über dem wirtschaftlichen Limit.


    Ich spiele seit einigen Wochen mit so einer USV aus einem Rechenzentrum herum. Mein Gerät lädt 1- oder 3-phasig, kann ca. 2,5kWh (220V) speichern und 1-phasig wieder abgeben. Jetzt im Winter ist das eher Unsinn, denn da läuft das BHKW sowieso durch, aber in der Übergangszeit und im Sommer ist das recht interessant und kann sich durchaus lohnen. Der Betriebsaufwand für ein kleines USV-Gerät ist leider recht hoch, denn du musst dir genau überlegen was du wann dort anhängst. Komfortabel wird es erst, wenn die USV Anlage so groß ist, dass du das Ganze Haus bendenkenlos dauerhaft dort anhängen kannst. Solche Anlagen bestehen aber üblicherweise aus mehreren Schränken.

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    das 3.0 ist ein gedrosseltes 4.7 und war daher bisher auch sehr unauffällig ;)


    Liegt vielleicht auch daran, dass es davon nicht so viele gibt ? Ist jetzt nur eine Schätzung meinerseits.


    Ich habe ein Erdgas 3.0 Modell D (blaue Laufbuchse am Motor - aber noch nicht das Schrick Modell). Es gibt ein paar Punkte, die bei dieser Maschine kritisch sind. Zunächst mal hat es die gleiche Konstruktion wie das 4.7 und daher auch die gleichen konstruktiven Schwächen. Die Elektronik ist nicht mechanisch entkoppelt und schwingt mit(was der Lebensdauer abträglich ist). Der Lüfter am Wechselrichter hat Gleitlager und ist hängend montiert - hat daher eine recht begrenzte Lebensdauer (ca. 2 Jahre). Der Luftfilter sitzt oben im Gehäuse wo es am heissesten ist. Durch die Hitze verengt er die Poren und setzt sich schnell zu. Bei mir ist alle 1000h ein Wechsel nötig, sonst startet die Anlage nicht mehr. Die max. Drehzahl schwankt wie ein ein Rattenschwanz zwischen 2400 U/min ("Werkseinstellung") und 2750 U/min. Meist steht sie irgendwo bei 2500U/min, was zur Folge hat, dass 9kW therm. und 3kW el. recht zuverlässig produziert werden. Bei 2750U/min erfolgt Abschaltung (Überdrehzahl), was häufig vorkommt. Die Anlage startet dann aber von selbst wieder. Der Motor scheint durchaus langlebiger zu sein als der vom 4,7 weil er - wie bereits geschrieben - weniger belastet wird (habe derzeit knapp 12000h auf der Uhr). Der Vollwartungsvertrag frisst fast die komplette Einsparung auf, aber eine jährliche Wartung mit Ölwechsel kostet auch so bereits 450 Euro und die ist imho im Wartungsvertrag schon mit drin. Beim Vollwartungsvertrag entfällt eben die Diskussion um Kulanz wegen vorzeitig verreckter Komponenten.


    Würde ich es wieder kaufen ? Ja. Aber nur unter Berücksichtigung des Gesichtspunktes "Hobby" und nur mit einem Spitzenlastkessel als Unterstützung und/oder Backup. Wir brauchen ca 40-45000kWh/a Wärme pro Jahr und das ist die Grenze des 3.0. Wenn es draussen lausig kalt ist (unter - 7) reicht das 3.0 nicht mehr aus. Bei deinen angepeilten 40000kWh ist eine Spitzenlasttherme also ebenfalls Pflicht.

    Ja, die Anlage stand mehrere Tage trocken als das BHKW und der Puffer installiert wurden. Dann wird seitdem wohl der Kalk broeseln...


    So eine kleinen Schlammabscheider habe ich schon, aber der ist hoffnungslos ueberfordert. Ich habe mal ein Bild von der BHKW Ladepumpe vom Samstag in meine Galerie gestellt:


    Pumpe


    So in etwa sah es ueberall aus. Ich war schon erstaunt, dass der Plattenwaermetauscher noch so gut durchlaessig war. Habe eine Gartenpumpe mit 6m3/h zum spuelen drangehaengt und das lief ohne Anstrengung der Pumpe flott durch.


    Ich werde mich mal nach einem grossen Köpp Filter umsehen.