Beiträge von gemm

    Danke für die Antwort. Leider ist der derzeitige Verbrauch nicht sinnvoll anzugeben, da das Haus an eine Bürogemeinschaft vermietet ist. Da gibt es natürlich keine Küche oder Bad und nur sehr wenig warmes Wasser. Das Heizverhalten ist sicher auch anders als in einem Wohnhaus. Außerdem wollen wir ja teilweise dämmen und zusätzlich den Keller ausbauen. Wäre es sinnvoll unter diesen Vorraussetzungen einen Energieberater hinzuzuziehen ? Als Anhaltspunkt nannte ein Heizungstechniker grob eine 9kW Wärmepumpe für den ist-Zustand (kein exaktes Angebot - nur eine mündliche Aussage). Die Vorlauftemperaturen sollten sich durch Austausch der alten Heizkörper gegen Flächenheizkörper und Fußbodenheizung auf ein niedriges Niveau bringen lassen.
    Für Spitzenlast könnte man auch die alte Therme stehenlassen - meinte der Heizungstechniker. Bin mir nicht sicher, ob das sinnvoll ist; das Ding ist von Buderus und recht groß. Es braucht ja auch Zuwendung, auch wenn es nur selten läuft. Spitzenlast ? Keine Ahnung. Wäre natürlich schöner, wenn man die Spitzenlast durch große Wärmespeicher und Dauerbetrieb des BHKW abfangen kann. -20Grad hat es ja nicht 3 Wochen am Stück. RMB baut nach eigenen Angaben auch an einer 2-4 Anlage mit 2kW el. und 4kW Wärme....hat davon schon jemand was gehört oder kennt Termine ?
    Und wegen Insellösung...davon hatte ich nur gelesen und ich fand es sehr elegant als Puffer für bessere Nutzung der selbsterzeugten Energie. Von Preisen habe ich noch keine Vorstellung, aber schaltungstechnisch sollte sowas doch nicht allzu schwierig sein - oder ? Jede USV für Computeranlagen bringt sowas zustande. Als Akku brauche ich keine 10 Stunden Vollversorgung, sondern wie gesagt nur einen Puffer. Eine Stunde für Spitzenverbrauch wäre schon ausreichend. Kochen, Bügeln...da kommen schnell ein paar Ah zusammen auf 12V Akkus. Aber die sind eigentlich nicht soooo teuer. Müssen ja keine Lithiom-Ionen-Akkus sein. Habe kürzlich meine Autobatterie erneuern müssen....12V 74Ah für ca.70€. Davon 5-10 Stück...Wechselrichter...Ladeelektronik...sollte man eigentlich unter 2000€ hinkommen...Naja, war nur so eine Idee. Vielleicht sind Bleiakkus auch nicht die erste Wahl für solche Anforderungen.

    Hallo,


    habe ein paar Fragen zu den derzeit verfügberen Mini-BHKWs.
    Wir möchten ein Altbau EFH kaufen und modernisieren. Wohnfläche wären ca 120-130qm (je nach Kellerausbau) auf 3 Stockwerken (Keller, EG, OG). Das Haus ist von ca. 1930 und hat 30cm Ziegelwände massiv (Keller 36cm) mit Außenputz, Betondecken und ein Flachdach ebenfalls aus Beton. Wärmedämmung ist eingeschränkt möglich (Dach + Keller außen + neue Fenster). Außenwanddämmung ist nicht machbar (Denkmalschutz) und die Fensterdämmung ist nicht allerbester Standard, da die alten Holzrahmen weiterverwendet werden sollen. Derzeit ist eine Erdgastherme vorhanden, die aber gut auf ihr 20jähriges zugeht.
    Der erwartete Wärmeverbrauch ist also eher höher als üblicher Baustandard. Unsere Planung beinhaltet deshalb ein BHKW mit Pufferspeicher und Flächenheizkörpern (Fußboden und Wandheizkörper - keine Wandheizung). Interessant wären das 3-6 von RMB Energie GmbH und das ecopower 3.0. Beide benötigen für strenge Winter (wir hatten bis -20Grad dieses Jahr) wohl einen Spitzenlastkessel. Wäre es stattdessen sinnvoll einen sehr großen Pufferspeicher einzubauen mit 2000Liter oder 2x 1000 und diese elektrisch mit einem Heizstab zu beheizen wie das z.B. bei Wärmepumpen gemacht wird ? Den Strom stellen wir ja selber her....damit kommen beide BHKW auf 10-11kW Spitzenwärmeleistung und wir sparen uns den Spitzenlastkessel.
    Hat jemand Erfahrung mit den beiden BHKWs ? Die Wartungskosten (Vollwartung) beim ecopower sollen mit 950€/Jahr ja exorbitant hoch sein..das dürfte den Einspareffekt großteils wieder auffressen. Beim 3-6 von RMB gibt es laut Herstellerinfo die Möglichkeit die Warmluft aus dem schallgedämmten Gehäuse (ca. 35 Grad) über ein Rohr ebenfalls zum heizen zu verwenden (z.B. Kellerflur) - aber nur bei der Erdgas/Flüssiggas Version, da die Ölvariante zu sehr stinkt. Im Sommer muss das Abwärmerohr natürlich ins Freie entlüften. Andere Hersteller haben im Gehäuse höhere Temperaturen, so dass das nicht funktionieren soll. Kann da jemand was zu sagen ?


    Letzte Frage - was ist sinnvoller - Erdgas oder Flüssiggasbetrieb ? Möglich wäre für uns beides; beim Flüssiggas wären die Anschaffungskosten etwas höher, weil der Tank extra kostet (Kauftank - kein Miettank !). Lohnt sich Flüssiggas ? Ich könnte dann evtl. auch noch das Auto selbst betanken...das läuft schon eine Weile auf Gas.......


    Danke !


    edit: noch eine Frage - lohnt es sich (evtl. auch auf lange Zeit), eine Insellösung zur Selbstversorgung mit Strom (Regler, Akkus) als Zwischenspeicher für Strom anzuschaffen ? Wenn ich z.B. Nachts heizen will/muss und dabei nebenher Strom produziere muss dieser ja vgl. billig ins öffentliche Netz eingespeist werden. Abends, wenn ich viel Strom brauche muss ich teuer zukaufen. Da wäre ein Zwischenspeicher gerade recht um den eigenen Strom zu verbrauchen.....hat das schon mal jemand installiert / durchgerechnet ? ecopower bietet sowas an mit 600Ah/60V Akkus, aber da gibt sicher auch andere Anbieter.