Beiträge von milvie

    Hallo AxelF,


    sorry wenn ich mich erst jetzt zurückmelde, aber bin in Italien in Ferien bis Mitte August und habe kein Internet-Anschluss...


    Kurz zu dein Kommentar, stimme ich komplett zu, das ganze ist viel zu teuer und selst über den Contractor der eine Lösung inkl. Leirung zum Nachbarn anbieten würde, bleibt immernoch unrentabel.
    Ich denke ich werde es bis zum Ende des Urlaubs überlegen aber momentan tendiere ich zu "Kein Dachs", auch nicht in Eigenbetrieb...


    Gruss, Milvie

    Hä? _()_ Momentemal! Der Contractor kassiert in 15 Jahren 600€ x 12Monate x 15 Jahre = 108.000€ :S plus die Brennstoffkosten |:-(


    AxelF

    Genau so isses!!
    Und in der Gegenüberstellung mit dem Eigenbetrieb (Dachs + Spitzenlastanlage zusammen) habe ich:
    - Netto-Investition: 40.800€
    - entgangener Zinsgewinn bei 3.85%: 31.140€
    - Wartung (562 € p.a.): 8.430€
    - Reparaturen, Ersatzteile in 15 J.: 11.300€
    - Abnahme Schornsteinfeger: 300€
    - Demontage nach Laufzeit: 1.080€
    Gesamt: ca. 93.000€
    Damit wäre die Differenz gegenüber ein Contractor "nur" 1.000€ mehr pro Jahr, aber mit sämtliche Garantien schon drin...
    Wie schon gesagt, mich stören vor allem die 11.300€ für Reparaturen, ist ein Dachs wirklich so anfällig im Schnitt??


    Milvie

    Erstmals danke für eure schnellen Antworten.
    Ich denke auch dass diese Contractoren recht teuer sind, ich habe gerade eben vom Dachs-Mann eine Gegenüberstellung zwischen "Eigenbetrieb" und "Fullservice Contract" auf 15 Jahre:
    der Contractor würde mir ca. 600 € im Monat kosten und dazu kämen noch die Brennstoffkosten dazu!


    Was mich etwas stützig macht ist aber dass in der Gegenüberstellung die Kosten beim Eigenbetrieb auch extrem hoch und fast gleich wie beim Fullservice liegen! Der Grund hierfür liegt hauptsächlich bei der Position "Reparaturen, Ersatzteile": 11.300,-€ in 15 Jahren (Eigenbetrieb) gegenüber 0,-€ (Fullservice)!!


    Diese enorme Kostenstelle wurde bisher vom Dachsmann "verschwiegen" und hat mich etwas erschrocken, ob ein Dachs im Eigenregie überhaupt noch rentabel bleibt...
    Kann jemand von euch mir sagen wie realistisch solche Extra-Kosten auf "15 Jahren Sicht" sind?


    Gruss,
    milvie

    Hallo,


    ich wollte mal mein Thread updaten, nach solange Zeit.
    inzwischen hat sich herausgestellt, dass mein nachbar von seiner Bank kein Kredit so schnell bekommt, sie werden erst in 6 Monate die Kreditvergabe erneut überlegen und bis dahin ist unser BAFA-Zuschuss schon hinüber :(


    Ich dachte eigentlich, ich werde das ganze projekt erst in einem Jahr wieder angehen, nun sagt der Dachs-Berater zu mir, es gibt die Möglichkeit den Dachs über ein Service Contractor laufen zu lassen (hat mir auf den web-link http://www.germancontract.com hingewiesen) und somit könnnte man die "Kreditproblematik" umgehen und auch den BAFA-Zuschuss behalten...


    Kann jemand mir sagen, ob so eine Anschaffung auf 15 Jahre über so ein Contractor irgendwelche "Haken" hat? :sos:


    Gruss,
    milvie

    Ich verstehe eigentlich nicht wirklich was das Beispiel vom Tom mit dem fiktiven Gebäude und der Öl-Dachs soll.


    In meinem Fall geht es um zwei Szenarien:
    A) Mein Haus komplett dämmen inkl. Dach + neue Heizung mit Brennwerkessel einbauen
    B) Ein Gas-Dachs mit meinem Nachbar kaufen und auf die Dämmung verzichten


    Kostenlage:
    ----------------
    Einmalkosten:
    A) 55.000€ (laut Energieberater)
    B) 46.000€ (Dachs inkl. Leitungen) + 2.300€ (Gasanschluss) = 48.300€ (zu zweit)


    Laufende Kosten:
    A) 1.450€/Jahr (laut EB)
    B) Brennstoff: 95000 kwh * 5ct = 4.750€
    Wartung: 23166 kwh-el * 3ct = 700€
    Strombezug: 3000 kwh * 20ct = 600€ (Annahme: 70% eigenstromanteil bei 4200 Bh / Jahr)


    Laufende Einnahmen:
    A) keine
    B) KWK-Stromvergütung: 23166 kwh * 5.11ct = 1.200€
    Stromrückspeisung: 16100 kwh * 5.9ct = 950€
    Energiesteuerrückerstattung: 95000 kwh * 0.55ct = 520€


    Ergebnis:
    A) Investsumme von 55000€, Ersparnis pro Jahr ist 1.610€, ergibt eine Amortisierungszeit von 34 Jahre
    B) A) Investsumme von 48300€, Ersparnis gegenüber alte Ölkessel liegen bei (3.380/2)-3.060 = 1.370€, ergibt eine Amortisierungszeit von 17 Jahre


    Das ganze ist noch ohne irgendwelche Zuschüsse von BAFA/KfW oder Kredit.
    Oder wie sieht ihr das?


    nee,
    also erstmal sorry falls falsch verstanden...ich meinte, wenn man alles auf elektrisch umrubelt, dann halt 3ct pro kwh...aber pro kwh el


    Also,
    wenn es rund 23.000kwh elektrisch macht, dann halt Wartungskosten von knapp unter 700 Euro


    Fiuuu, jetzt bin ich wieder erleichert! :aok:



    Also gibts den alten Speicher noch??? der dann (also wenn Kesselbetrieb noch genutzt wird?)
    oder doch nicht, denn die scheinen ja doch am gleichen System zu hängen


    WP und Kessel sind halt miteinander verbunden für den Fall dass ich mein WW doch über den Kessel heizen möchte.
    Ich kann aber auch nur die WP einschalten (und Kessel komplett ausschalten), so wie jetzt im Sommer. Das war übrigens die Konstellation für mein Experiment.
    Oder ich kann im Winter mein Kessel + WP einschalten, die Temp. beim Kesselregelung auf 10 °C einstellen, somit wird das WW nur über die WP gemacht. Laut Installateur ist sogar eine geschickte Kombination für den Winter, da mein Kessel den Heizraum richtig warm heizt (daher denke nicht dass es gedämmt sei) und die WP kühlt die warme Luft wieder ab und macht über Strom (4 kwh am Tag) mein WW auch im Winter...ob es wirklich rentabel ist, schwer zu sagen...



    z.B. ist das ein interessanter Punkt...wie reagiert der Kessel, wenn er lächerlich niedrige 10°C angesagt bekommt
    ist er dann wirklich komplett aus, oder springt er nie an um WW zu erhitzen, aber doch evt. um die Kesselmindesttemperatur (Korrosionschutz bei NTs) zu halten?


    Keine Ahnung... Ich habe die Unterlagen hier uploaded, vielleicht findest du darin eine Antwort...




    Ja, ich muss es sowieso neu rechnen mit Erdgasanschluss + Eigenanteil an strom bei 70%(?)...


    ehrlich gesagt,
    hab ich hier Zweifel, ob es wirklich die KfW nicht macht, oder nur die Hausbank nicht mitspielt
    Kalr, Invest-Zuschüsse müssen vom Darlehensbetrag runtergenommen werden...aber dass es nun überhaupt keinen günstigne Kredit genen soll, kann ich mir kaum vorstellen (ohne nun aktuelle Info's dazu zu haben)


    Doch es ist leider so und zwar seit April 2009, da hat die KfW neue Regeln aufgestellt und zwar die Möglichkeit auch einzelne Sanierpakete auszuwählen, aber nicht in Kombination mit BAFA-Zuschuss (siehe uploaded File), das geht nur wenn man ein umfangreicheres Paket wählt (z.B. Heizung + Dämmung + Solar).


    Gruss,


    WP.zip

    Nun ja,


    zum Thema WW müsst man evt. auch auf die Hydraulik schaun


    Was ist das denn für ein WP-Puffer? Wie ist da der Kessel eingebunden?
    evt. mal ein Skizze?
    Ist eine WW-Zirkulation vorhanden? Rohre gedämmt?


    Ich habe leider kein Scanner daheim, werde das Datenblatt am Montag vom Büro aus hinzufügen.
    Als die WP kam wurde das alte WW-Speicher ausser Betrieb genommen und als neue Speicher der WP-Puffer verwendet.
    Somit kann ich entweder die WP oder mein Ölheizung für WW-Zubereitung verwenden.
    Bei WP-Betrieb: WP anmachen mit WW-Temp auf 45 °C, gleichzeitig WW-Temperatur beim Kessel auf 10 °C einstellen;
    Bei Kessel-Betrieb: WP ausschalten, gleichzeitig WW-Temperatur beim Kessel auf 45 °C einstellen.




    ...aber erstmal
    - evt. wär's mal nicht schlecht, wenn Du noch was zu Deinem Objekt erzählst...ungedämmt, freistehend hatten wir schon. Auch, dass 3 Personen drin sind. Wie schauts denn mit der genutzten Wohnfläche aus?
    Wie schauts da bei Deinem Nachbarn aus?
    - WW-Bedarf
    Das kommt natürlich schwer auf's nutzungsverhalten an...20-50 Liter pro Person und Tag findet man öfters. Da Du ja wirklioch nur WARMWasser (45°C) nutz und nicht HEIsSWasser (wie ander bei rund 60°C) könnten die 50 l schon überschlägig passen.


    In meinem Haus wohnen wir zu viert (2 Erwachsene + 2 Kinder mit 8 und 3 Jahre), ich bin irgendwie missverstanden worden. :P
    Die genutzte Wohnfläche liegt bei 125 qm.
    Bei meinem Nachbar ist es auch ein freistehended ungedämmtes Haus, oben wohnen 3 Personen, unten 2 Personen, die Wohnfläche liegt bei ca. 150 qm.



    mal gleich ne andere Frage,
    als Du im Mai Deinen Test gemacht hast, war da die Heizung auch AUSSCHLISSELICH auf WW-Bereitung gestellt?


    Ja, sonst würde den Test keinen Sinn machen :D



    Deine Rechnung sollte wie gesagt auf 4 Personen hochgerechnet werden, ansonsten werde ich den Prospekt am Montag uploaden. Für mich bleibt immernnoch die Frage o als ffen, ob meine WP anstatt den gebotenen WW-Speicher HLS200 (200 Liter) eingesetzt werden könnte.



    ................
    und wenn ich eine kwh Gas für 5ct kaufe, da noch die Wartungskosten von 3ct draufpack und somit Strom für 8ct produziere
    ...und ich mir damit Strombezug aus dem Netz von 20ct erspare und das ganze sogar noch mit 5ct gefördert bekommen, dann ist dass eine sehr wirtschaftliche Sache. Und da ich sogar Strom ersetze, der eine mindestens 3mal so hohe Co2-Last aufweist, bin ich sogar noch ein absoluter grüner Stromproduzent.


    Bei den 3ct für die Wartung komme ich irgendwie nicht mit. Bei einem angenommen Brennstoffverbrauch von 96100 kwh hätte ich dann glatte 2883,- EUR im Jahr nur für die Wartung??
    Laut Senertec müsste ich mit meine 4200 Bh bei 740,- EUR liegen...oder habe ich etwas übersehen? ?(




    Bis hierhin alles rosig,
    was die Sache vermieseln kann, ist eine zu geringe Eigenstromnutzung, damit Netzeinspeisung...die VNNE , die viel zu gering ist (weil Leistungsmessung zu teuer und somit nur ein lächerlicher Arbeitspreis ankommt), die Stromsteuer, die man i.d.R. bei Einspeisung nicht erstattet bekommt, obwohl man müsste (in diesem Fall lacht der Peer)....und nicht zu vergessen auch die sehr hohen Anschaffungskosten.


    Bezüglich Anschaffungskosten, mein Nachbar war heute bei seiner Hausbank.
    Leider hat sich die Lage seit April geändert, man darf NICHT den BAFA-Zuschuss und ein Kfw-Zuschuss (oder KfW-Kredit) miteinander kombinieren... SCHADE!! :crygirl:


    Bezüglich der Entscheidung zwischen Erdgas oder Flüssiggas, ich werde es überdenken.
    Ich habe festgestellt dass Flüssiggas in den letzten Jahren immer teurer lag und dass beim Erdgas eine harte Konkurrenz gibt, so dass die kw-Preise recht nach unten gedrückt werden.
    Diese günstige Konstellation hätte ich niemals beim Flüssiggas mit einem ausgeliehene Tank im Garten, da könnte ich nicht so einfach zu einen günstigeren Anbieter wechseln...
    Bei meinen 96100 kwh würde ich z.B. bei verivox nur 4.100,- € (inkl. MwSt) zahlen (TelDaFax).
    Und auch EnBW-Gas bietet für ein Wechsel von Öl auf Gas mehere Zuschüsse, jenachdem wieviele Heizungen umgestellt werden + Herstellerprämie (muss ich noch herausfinden ob Senertec mit dabei wäre) + Brennwertprämie (wird beim Dachs ein Brennwertgerät eingesetzt??).


    @all (inkl. Fuchs):
    ich wollte mich hier kurz bedanken für die vielen "Denkanstösse" bei diesem schwierige Entscheidungsweg! :thankyou:

    Hallo Tom,
    ich habe meine Wärmepumpe genau so danach für ein Monat lang beobachtet, und über ein einfachen Stromzähler hatte ich in einem Monat 125 kwh verbraucht.
    Meine Pumpe soll laut Prospekt aus 1/3 (Luft)wärme 2/3 (Wasser)wärme generieren, somit wäre deren Wirkungsgrad bei Faktor 2.
    So hätte ich in meiner Formel von oben:
    250 kw / 125 kw = 2 (WP-Wirkungsgrad) und damit wären die durchschnittlichen 50 Liter WW pro Kopf/Tag immernoch gültig, oder?


    Wie gesagt, die 50 Liter Warmwasser am Tag pro Person habe ich aus einer Statistik, mir scheint aber schon realistisch (habe im Jahr ca. 150 m3 Abwasser).


    Gruss,
    milvie

    Ich würde auch gerne wissen, ob der von Senertec angenommene 68% Wirkungsgrad für meine alte Heizung realistisch ist.
    Habe auf jeden Fall ein kleiner Experiment in April-Mai gemacht:
    - 31 Tage lang mein Warmwasser nur über die Heizung (und nicht über die Wärmepumpe) gemacht und geschaut wieviele Liter Öl von meinem Tanks weggekommen sind => 100-120 Liter.
    Eigentlich müsste mit dieser Info möglich sein dieser Wirkungsgrad zu berechnen, oder?
    Ich habe leider kein WW-Mengezähler, aber laut Statistiken braucht ein Mensch ca. 50 Liter Warmwasser pro Tag.
    Somit ergibt sich aus folgende Formel (habe in Internet gefunden, ich hoffe sie ist korrekt):
    (50 Liter) x (4 Personen) x (31 Tage) x 1.16 (Koeffizient) x 35 (Temperaturdifferenz zwischen 45 °C und 10°C) = erhaltene Energie in Watt


    und Wirkungsgrad = erhaltene Energie / Energieeinsatz


    dann hätte ich ein Wirkungsgrad = 250 kw / 1000 kw (resultierend aus ca. 100 l Heizöl) = 0.25 = 25% !! :sos:


    Das wäre dann die Theorie (von Fuchs) angewendet an meiner Praxis...


    Kann das bitte einer von euch Experten überprüfen?

    Richtig,
    vor allem die Einsatzbedingungen sind entscheidend
    Würde EIN Dachs in EINEM Einfamilienhaus super-Bedingungen vorfinden??? ...wohl kaum
    Im EFH passt halt kein BHKW...falsch, mittlerweile könnte man mit dem whisper oder auch anderen kleinen eco3.0(?) rmb oder so EVENTUELL(!) was passendes kosntruieren.
    Bei einem größeren Objekt sind halt die Einsatzbedingungen besser
    ...und wenn der Invest von mehreren Leuten geschultert wird, ist es natürlich auch positiv, da der Kapitaldienst doch ein gehöriger Kosten-Faktor ist


    Meiner Meinung nach, wenn mehrere Haushalte sich ein Dachs teilen dann ist der Dachs einfach besser ausgelastet, also ist doch eine Unterschied da!
    Im extrem Fall würde irgendwann mal der Dachs 24 Stunden am Tag laufen, damit würde immer Strom produzieren.
    Die entscheidende Frage ist aber, wieviel "Grundstromlast" jeder Haushalt mit sich bringt, wenn es mehr als 5,5 kwh pro Stunde sind dann müsste man eben den Rest vom EnBW kaufen und dass wäre nicht mehr so rentabel. :(



    1. das hat nicht der Dachs-Verkaäufer angegeben, sondern der Energieberater ;)
    2. Kesselwirkungsgrad??? Wenn ich mich recht entsinne geben fast alle Kesselhersteller einen Normnutzungsgrad an. Über die Art der Normung lässt scih natürlich streiten.
    Klar, auch der alte Kessel wird wenn er läuft den Brennstoff sehr gut nutzen (Schorni-Messung) aber, die Verluste im Abgas werden schon höher sein und vor allem wenn er nicht läuft wird der schön per Schorni und bei alten Geräten durch Abstrahlverluste alles ander als Wirtschaftlich sein. Das der Dachs nur einen Jahresnutzungsgrad wie der alte Kessel von 68% soll ist glatt üebrtrieben und widerspricht auch den Erfahrungen einiger Mitglieder hier im Forum, die trotz Stromerzeugung überhaupt keinen Mehrverbrauch (der ja sein muss) festgestellt haben.


    1. Sorry Firestarter aber mein Energieberater hat in seinem Bericht nirgendwo vom jahreswirkungsgrad gesprochen. Die 68% kommen tatsächlich wie fuchs sagte vom Senertec-Mann... :blush2:
    2. In dem Kalkulationsmodell von Senertec wird mein IST-Heizung mit 68% angenommen und gegen den Dachs mit angenommene 95% gestellt. Auf dieser Basis wird den Vergleich gemacht.
    3. Im technisches Blatt vom Dachs stehen natürlich die 89% Kesselwirkungsgrad, aber was mein aktueller Kessel zur Zeit hat kann ich schlecht sagen. Auf den letzen Messprotokoll vom Schorni stehen etwa 8% Abgaseverluste, mehr sehe ich nicht. UNd zu berücksichtigen ist es auch, dass mein Kessel nur in den Wintermonate läuft (Oktober bis März), also nur 50% des Jahres!



    Ich meine auch dass mein aktueller Kessel ohne Brennwerttherme nicht in der selbe Liga vom Dachs spielt...




    Laut Senertec würde der Dachs in den Sommermonate Juni-Aug ca. 3 Std/Tag laufen und in den kalten Monate Dez-Feb ca. 21 Std/Tag (++ 1000 kwh Spitzenlast), aber das ist nur eine Annahme.
    Ich denke, wenn man im Sommer darauf achtet dass bestimmte Elektrogeräte wie Geschirrspüler oder Waschmaschine erst laufen wenn der Dachs auch läüft, dann könnte ich mich vorstellen den Eigenanteil an Strom noch weter nach oben zu bringen... :walklike:



    ob Erd oder Flüssiggas...gelten beide als Zuverlässig
    Wenn Erdgas anliegt, fänd ich es schade, wenn ein Tank in den Garten kommt.
    Hier hab ich keine praktische Erfahrung, dass Angebot für 400 Euro klingt fair, doch ich mein auch gelesen zu haben, dass die Anforderungen an Gastanks gestiegen sind...Stichwort regelmäßige Sicherheitsüberprüfung...und deshalb der Trend wieder eher zu Miettanks (da ist dann der Lieferant verantwortlich) geht. Bin mir da nicht sicher, aber schwirrt so in meinem Hinterkopf.
    Die Preise für LPG wären auch interessant und können stark lokal variieren...nicht dass es zu teuer ist.
    Nebenbei...mal beim Gasversorger anfragen...gibt einige die schon Zuschüsse beim BHKW-Einsatz gewähren.


    Zum einen würde ich beim Erdgas-Anschluss 2.700,- EUR höher liegen als beim Flüssiggas.
    Zum zweiten, der Tank wäre nur ausgeliehen und müsste vom Anbieter regelmäßig geprüft werden, auch wenn unterirdisch.
    Und zum dritten, ich wäre natürlich vom Lieferanten abhängig, dafür aber auch unabhängig vom russischen Monopol. Flüssiggas ist nähmlich eher am Ölpreis gekoppelt, glaube ich gehört zu haben. :S



    Mein Brauchwasser-Luftpumpe hat ca. 3000,- EUR inkl. Installation gekostet, Hersteller ist Blomberg.
    Im gründe entzieht sie warme Luft aus meinem Keller und über ein Wärmetauscher heizt dann mein Trinkwasser (Temperatur liegt bei 45°C) in einm 300 liter großen Puffer.
    Die Pumpe verbraucht 3,5-4 kwh am Tag und ist somit wesentlich effektiver als mein Kessel.
    Ich würde auch gerne irgendwie versuchen die Pumpe in meinem neuen BHKW-Konzept zu integrieren, könnte ich sie eventuell anstatt der gebotene 200 Lieter Warmwasserspeicher verwenden?




    Der Energieberater hat nicht von 30000 kwh Wärmebedarf sondern 38000 kwh berichtet => wenn die Annahme vom Dachs-Mann von 68% Jahresnutzungsgrad stimmen, dann hätte ich 25tsd und mein Nachbar ca. 30000tsd, das würde die 4200 Betriebstunden schon rechtfertigen.




    Ich denke auch dass die 50% ersparnisse etwas übertieben sind. Ich werde auf jeden Fall die Erfahrungsberichte von Josef mal ins Detail analysieren. Seine Datensammlung ist wirklich beträchtlich und sein Thread hat mich auch sehr geholfen mit einige Anmerkungen von mehrere Forum'ler über pro und contra zum Thema "Alte Häuser dämmen".


    Gruss,

    Danke firestarter für dein Einsatz! Finde ich gut dass zumindest du es kapiert hast worum es mir (und meinem Nachbar) geht...
    Unsere Finanzlage würde uns niemals erlauben beide Häuser zu dämmen und die Heizung auch zu sanieren!
    Da bietet sich die BHKW-Lösung wunderbar an, um beide Hütten mit einer akzeptabel Kostensumme zu beheizen (und nebenbei könnten wir beide ein Energiepass im grünen Effizienzbereich bekommen, wenn man es möchte...).


    Fuchs:
    Ich finde es auch nicht so toll soviel Öl/Erdgas/Flüssiggas im Jahr zu verbrauchen, habe aber ehrlich gesagt keine wirtschaftlichere Lösung gefunden.
    Oder kannst du mir (und mein Nachbar) ein besseren Vorschlag geben?
    Und übrigens, wer ist der Josef und was ist mit ihm passiert? Gibt es ein Thread irgendwo hier?

    Hi Bruno,
    du hast natürlich recht bezüglich der gesunde einstellung zu den nicht gebrauchten KWh und die Risiken hinter einer Preissteigerung.
    Ich muss aber in erster linie die Wirtschaftlichkeit meiner investition auf einen akzeptabel Zeitraum (20 jahre?) betrachten, und da liegt der Dachs nach ca. 10 jahren wesentlich besser als die Dämmung-Lösung vom Energieberater (amortisiert sich erst nach 28 Jahre!).
    Ausserdem bringt eine Dämmung mit sich auch andere Schimmelgefahren mit sich, vor allem bei ältere Gebäuden. Ich würde mich total ärgern nach so einer Investition hören zu müssen: "Sie lüften einfach nicht ausreichend!".
    Noch eins bezüglich Preissteigerung, der Dachs-Vertriebmann meinte, Strom als "höherwertige" Energie wird mit wesentlich höheren Aufwand produziert und wird daher immer etwas teurer als Gas/Öl bleiben...kann man das glauben??


    Vielen Dank für eure Antworten! Meine habe ich zwischen den vielen Zitaten in Kursiv geschrieben...


    Gruß,
    Milvie

    Hallo,
    ich bin ziemlich neu hier und habe schon eine Weile in euren BHKW-Forum nach Informationen für mein Anliegen gesucht, aber ich denke eine direkte Frage macht bei so vielen offene Punkte wie bei mir am meisten Sinn.


    Hier sind meine allgemeine Daten:
    - Freistehendes ungedämmtes Einfamilienhaus vom Baujahr 1959
    - Zentral-Ölheizung mit 20 kw / 68% Nutzungsgrad + 5000 Liter Tanks (Brenner 15 Jahre alt, Kessel 25 Jahre alt)
    - Brauchwasser Luft-Wärmepumpe im Keller mit 300 Liter Puffer (läuft hauptsächlich im Sommer und Übergangssaison)
    - Kaminofen in Wohnzimmer (läuft hauptsächlich im Sommer und Übergangssaison)


    Laut Energieberater liegt mein Wärmebedarf (2 Erwachsene + 2 Kinder) bei ca. 38000 Kwh/Jahr (ca. 3000 Liter Öl + 6000 Kwh Strom);
    er hat mir empfohlen einige Massnahmen durchzuführen:
    - Dämmung an der Fassade und an den Gaupenwänden und Dach
    - neue Heizung mit einem Öl-Brennwertgerät
    Die Gesamtkosten für diese Investion liegen bei ca. 52.000,- EUR ;( , danach würden meine jährliche Energiekosten laut Bericht sich halbieren (von den aktuellen 3250,- EUR auf 1.450,- EUR).


    Nun, ich habe irgendwie meine Zweifel dass so eine große Investition sich je wieder rechnet @:pille und habe mich deswegen etwas schlau gemacht und bin auf die Mini-BHKW's gestoßen. Daraufhin habe ich mein Nachbar diesbezüglich angesprochen. Er hat auch ein nicht gedämmtes Haus und wäre interessiert mit mir ein BHKW zu kaufen und zu betreiben.


    Nach langes recherchieren haben wir uns für die marktführende Firma Senertec entschieden und ein erstes Gespräch vor Ort gehabt.
    Hier ist die Zusammenfassung:
    - aktuelle IST-gesamt Wärmebedarf: 8500 l Heizöl => 4.700,- EUR / Jahr
    - aktuelle IST-Strombedarf: 10000 kwh el => 2.000,- EUR / Jahr
    - aktuelle Wartungskosten: 230,- EUR / Jahr
    Szenario mit einem Dachs G5.5:
    - geschätzte Betriebstunden im Jahr: 4200
    - Brennstoffverbrauch: ca. 8500 m3 Erdgas => 5.000- EUR / Jahr
    - Wartung Dachs: 740,- EUR / Jahr
    - KWK-Stromvergütung: 23000 kwh el => 1.175,- EUR / Jahr
    - Stromrückspeisung: 13200 kwh => 740,- EUR / Jahr
    - Energiesteuerrückerstattung: 96100 kwh Erdgas => 530,- EUR / Jahr
    - Gesamtpreis: 38.500,- EUR zzgl. MwSt (inkl. Rohrleitungen zwischen den zwei Häuser).
    Das schöne daran ist dass meine Energiekosten im Jahr sich genauso halbieren würden, halt aber mit weniger als die Hälfte der Investitionsumme!! :D


    Bevor wir uns definitiv festlegen und den Dachs bestellen, wollte ich hier aber hören was all die erfahrenen Dachs-Betreiber dazu meinen...
    Hier sind meine immer noch offenen Fragen:
    - kann man die Kalkulation der Fa. Senertech wirklich trauen? Sind die geschätzten Betriebstunden realistisch?
    - für das Warmwasser wurde uns ein Frischwassermodul + 200 Liter Warmwasserspeicher empfohlen. Ist es korrekt, wenn man betrachtet dass im Nachbarhaus 2x 3-köpfigen Familien noch wohnen? Oder könnte man auf den Puffer verzichten?
    - für die Spitzenlastabdeckung wurde uns ein 20kw-Gasbrennwertgerät als Zusatzheizung angeboten. Eigentlich könnte ich mein Haus auch an kalten Wintertage über den Kaminofen heizen (mein Nachbar aber nicht...), daher die Frage ob das Modul wirklich notwendig sei oder evtl. etwas anderes besser passen würde??
    - sind eventuelle Pläne für eine Sauna und/oder ein kleines Pool im Garten technisch gesehen übertrieben für unsere Konstellation?
    - stimmt dass ein Zuschuss für jede laufende Meter Fernwärmeleitung gibt?
    - kann man gleichzeitig den BAFA-Zuschlag + KfW-Zuschuss bzw. KfW-Kredit beantragen?
    - sollten wir für ein solches Vorhaben eine GbR gründen? Oder ein Gewerbe anmelden? Hat jemand schon Erfahrungen an dieser Stelle gesammelt?
    - der steuerliche Aspekt ist auch noch recht dunkel: kann man z.B. die Mehrwertsteuer auf mehrere Jahren abschreiben? Ich möchte natürlich keine detaillierte Steuerberatung, nur wissen was geht und was nicht geht. Ich habe hier in Forum recht unterschiedliche Meinungen gelesen.


    Ok, ich denke es sind 'ne Menge Fragen und hoffe ganz herzlich zumindest ein paar davon beantwortet zu kriegen.


    Mit großen Dank im voraus für eure Unterstützung,
    Milvie